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Der Kranz - Uhland, Ludwig - Gedichtanalyse

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Der Kranz - Uhland, Ludwig - Gedichtanalyse

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Einleitung

Zielgruppe: Klasse 9–10; vertiefende Aufgaben für Klasse 11–13. Lernziel: Du untersuchst ein Gedicht anhand echter Verse und begründest verschiedene Deutungen.

Ludwig Uhland (1787–1862) erzählt in 28 Versen und sieben vierzeiligen Strophen von einem Mädchen und einem besonderen Kranz. Das Gedicht erschien 1815. Blüten, Früchte und Herbstlaub begleiten die Lebensphasen einer Frau. Du kannst überlegen, was diese Bilder über Hoffnung, Liebe, Verlust und Erinnerung ausdrücken.

Wichtig: Die vorhandene MOOCwiki-Textseite ist die verlinkte Textgrundlage, kein neuer Lernkurs. Die geprüfte Ausgabe von 1815 auf Wikisource dient als Nachweis für die Verse. Wir trennen Quellfassung, Lesefassung, Übertragung in heutige Alltagssprache und Interpretation. Die erklärenden Texte sind in einfacher Sprache.

Bild: Ludwig Uhland, Lithografie von J. G. Bach (1847); gemeinfrei. Dateinachweis unten.


Original und Lesetext


Quellfassung: Text der Ausgabe von 1815

Die folgende Fassung übernimmt die alte Schreibweise der auf Wikisource nach dem Druck von 1815 korrigierten Gedichtfassung. Die Versnummern und Strophenüberschriften sind didaktische Zusätze und gehören nicht zum Originaldruck. Quelle: Ludwig Uhland, Gedichte, J. G. Cotta, Stuttgart/Tübingen 1815, S. 158–159, Textabgleich.

Strophe 1 – Verse 1–4
V. 1: Es pflückte Blümlein manigfalt
V. 2: Ein Mägdlein auf der lichten Au;
V. 3: Da kam wohl aus dem grünen Wald
V. 4: Eine wunderschöne Frau.

Strophe 2 – Verse 5–8
V. 5: Sie trat zum Mägdlein freundlich hin,
V. 6: Sie schlang ein Kränzlein ihm in’s Haar:
V. 7: „Noch blüht es nicht, doch wird es blühn;
V. 8: O trag’ es immerdar!“

Strophe 3 – Verse 9–12
V. 9: Und als das Mägdlein größer ward,
V. 10: Und sich erging im Mondenglanz,
V. 11: Und Thränen weinte, süß und zart:
V. 12: Da knospete der Kranz.

Strophe 4 – Verse 13–16
V. 13: Und als ihr holder Bräutigam
V. 14: Sie innig in die Arme schloß:
V. 15: Da wanden Blümlein wonnesam
V. 16: Sich aus den Knospen los.

Strophe 5 – Verse 17–20
V. 17: Sie wiegte bald ein süßes Kind
V. 18: Auf ihrem Schooße mütterlich:
V. 19: Da zeigten an dem Laubgewind
V. 20: Viel goldne Früchte sich.

Strophe 6 – Verse 21–24
V. 21: Und als ihr Lieb gesunken war
V. 22: Ach! in des Grabes Nacht und Staub:
V. 23: Da weht’ um ihr zerstreutes Haar
V. 24: Ein herbstlich falbes Laub.

Strophe 7 – Verse 25–28
V. 25: Bald lag auch sie erbleichet da,
V. 26: Doch trug sie ihren werthen Kranz:
V. 27: Da war’s ein Wunder, denn man sah
V. 28: So Frucht als Blüthenglanz.


Lesefassung: behutsam modernisierte Schreibweise

Hier stehen dieselben 28 Verse. Nur einige historische Schreibungen und Apostrophe sind angepasst, etwa „manigfalt“ zu „mannigfalt“ oder „Thränen“ zu „Tränen“. Diese Lesefassung ist keine Übersetzung; sie ersetzt den Originaltext nicht. Die Verse werden weiterhin nach der Quellfassung belegt.

Strophe 1 – Verse 1–4
V. 1: Es pflückte Blümlein mannigfalt
V. 2: Ein Mägdlein auf der lichten Au;
V. 3: Da kam wohl aus dem grünen Wald
V. 4: Eine wunderschöne Frau.

Strophe 2 – Verse 5–8
V. 5: Sie trat zum Mägdlein freundlich hin,
V. 6: Sie schlang ein Kränzlein ihm ins Haar:
V. 7: „Noch blüht es nicht, doch wird es blühn;
V. 8: O trag es immerdar!“

Strophe 3 – Verse 9–12
V. 9: Und als das Mägdlein größer ward,
V. 10: Und sich erging im Mondenglanz,
V. 11: Und Tränen weinte, süß und zart:
V. 12: Da knospete der Kranz.

Strophe 4 – Verse 13–16
V. 13: Und als ihr holder Bräutigam
V. 14: Sie innig in die Arme schloss:
V. 15: Da wanden Blümlein wonnesam
V. 16: Sich aus den Knospen los.

Strophe 5 – Verse 17–20
V. 17: Sie wiegte bald ein süßes Kind
V. 18: Auf ihrem Schoße mütterlich:
V. 19: Da zeigten an dem Laubgewind
V. 20: Viel goldne Früchte sich.

Strophe 6 – Verse 21–24
V. 21: Und als ihr Lieb gesunken war
V. 22: Ach! in des Grabes Nacht und Staub:
V. 23: Da wehte um ihr zerstreutes Haar
V. 24: Ein herbstlich falbes Laub.

Strophe 7 – Verse 25–28
V. 25: Bald lag auch sie erbleichet da,
V. 26: Doch trug sie ihren werten Kranz:
V. 27: Da war's ein Wunder, denn man sah
V. 28: So Frucht als Blütenglanz.


Übersetzung und Interpretation klar unterscheiden

Übersetzung bedeutet: einen Text in eine andere Sprache übertragen. Hier gibt es keine fremdsprachige Übersetzung. Eine Übertragung in heutige Alltagssprache erklärt nur den Sinn, zum Beispiel: In Vers 5–8 setzt eine geheimnisvolle Frau dem Mädchen einen noch nicht blühenden Kranz auf und bittet sie, ihn zu behalten. Diese Inhaltswiedergabe ist kein Verszitat.

Interpretation geht weiter und begründet eine Deutung. Eine mögliche Lesart lautet: Der Kranz steht für den gesamten Lebensweg. Der Beleg dafür ist seine Veränderung: Knospen in V. 12, Blüten in V. 15–16, Früchte in V. 19–20, Herbstlaub in V. 23–24. Eine andere Lesart kann den Kranz als Symbol der Erinnerung verstehen. Beide Vorschläge müssen am Text geprüft werden.


Lebensweg und Bildfolge


Sieben Strophen, sieben Schritte

In V. 1–4 pflückt ein Mädchen Blumen. Eine schöne Frau tritt aus dem Wald. V. 5–8 bekommt das Mädchen den Kranz; eine rätselhafte Zukunftsaussage folgt. V. 9–12 wird das Mädchen älter, weint und der Kranz bekommt Knospen. V. 13–16 umarmt sie der Bräutigam; die Blüten öffnen sich. V. 17–20 wiegt sie ein Kind; Früchte erscheinen. V. 21–24 stirbt der geliebte Mensch; der Kranz trägt fahles Laub. V. 25–28 stirbt auch die Frau; überraschend sind Früchte und Blüten wieder zugleich sichtbar.

Lesetipp: Zeichne eine Zeitleiste mit den Stationen „Kindheit – Jugend – Liebe – Familie – Verlust – Tod“. Ordne jedem Punkt nur die wirklich genannten Verse zu. Der Text erzählt nicht jedes Lebensjahr.

Anschauungsbild: ein wirklicher Blumenkranz, nicht eine Illustration des Gedichts. Gerda Arendt, CC0.


Knospen, Blüten, Früchte und Laub

Eine Knospe zeigt einen Anfang. Blüten lassen sich mit Liebe und Aufbruch verbinden. Früchte können für Entwicklung und Weitergabe des Lebens stehen. Herbstlaub kann Verlust und Vergänglichkeit zeigen. In der letzten Strophe erscheinen Frucht und Blüte gleichzeitig. Diese Verbindung passt nicht zu einem gewöhnlichen Jahreslauf. Genau das macht den Schluss auffällig.

Commons-Zeitraffer: Eine Geranienblüte öffnet sich. Das ist ein Naturbeispiel für das Bild der Blüte, keine Darstellung der Romanhandlung. Andrew Dunn, CC BY-SA 2.0.

Herbstlaub: ein mögliches Anschauungsbild für V. 24. Foto Magdalena Šajinovićová, CC BY-SA 3.0.

Denkfrage: Warum endet das Gedicht nicht einfach mit dem Laub in V. 24? Nutze für deine Antwort die Formulierung „So Frucht als Blüthenglanz“ (V. 28, Quellfassung).


Erzählstimme und Romantik


Wer spricht?

Der Text hat keine ausdrücklich als „ich“ auftretende Sprecherfigur. Eine erzählende Stimme berichtet in der dritten Person vom Mädchen und später von der Frau. Nur die schöne Frau spricht kurz selbst: „Noch blüht es nicht, doch wird es blühn“ (V. 7). Durch dieses Versprechen entsteht Spannung. Wer diese Gestalt genau ist, lässt der Text offen. Du kannst sie als märchenhafte Helferin, Naturgestalt oder Bild des Schicksals deuten. Das sind Hypothesen, keine nachgewiesenen Figurenidentitäten.


Warum passt das Gedicht zur Romantik?

Für die Romantik sind Naturbilder, Gefühle, Rätsel und das Wunderbare wichtige Gestaltungsmöglichkeiten. In diesem Gedicht kommen der Wald (V. 3), Mondenglanz (V. 10), eine geheimnisvolle Begegnung und am Ende ein Wunder (V. 27) vor. Diese Merkmale stützen die Einordnung in den romantischen Zusammenhang. Der Text ist zugleich eine Erzählung über das menschliche Leben; nicht jeder einzelne Vers muss deshalb typisch romantisch sein.

Medien zum Lernen: Die folgende Commons-Audiodatei ist eine schwäbisch-alemannische Hörfassung eines biografischen Wikipedia-Artikels über Ludwig Uhland, ausdrücklich keine Rezitation von „Der Kranz“. Höre kurz hinein und vergleiche die gesprochene Sprache mit der Sprache des Gedichts.

Commons: Audio, Quelle und Lizenz

YouTube: Das erste Video erklärt den Aufbau einer Gedichtanalyse am Beispiel der Romantik; das zweite wiederholt die Vorgehensweise. Beide behandeln nicht nachweislich genau dieses Uhland-Gedicht. Nutze sie als Methodenhilfe, nicht als Textbeleg.

Deutsch in Bildern: „die Gedichtanalyse | Beispiel: Romantik | Tipps zum Aufsatz“ (2022).

Learning by Watching: „Gedichtsanalyse Romantik schreiben erklärt!“ (2021).


Form, Klang und Bildsprache


Strophen, Reime, Rhythmus

Das Gedicht hat 7 Strophen mit jeweils 4 Versen. Die Zeilenenden bilden weitgehend Kreuzreime: In Strophe 1 stehen „manigfalt“ und „Wald“ (V. 1/3) sowie „Au“ und „Frau“ (V. 2/4) in Reimbeziehung. Nicht alle Reimpaare sind streng lautgleich; in der zweiten Strophe solltest du etwa „hin“ und „blühn“ (V. 5/7) prüfen, statt ein vollkommen regelmäßiges Muster zu behaupten. Der Rhythmus wirkt oft liedhaft. Die genaue Betonung einzelner Verse muss beim lauten Lesen geprüft werden; ein ausnahmslos gleiches Versmaß wird hier nicht vorausgesetzt.


Wortwahl und Wiederholung

Die Verkleinerungen „Blümlein“ (V. 1), „Mägdlein“ (V. 2) und „Kränzlein“ (V. 6) schaffen einen zarten, märchenhaften Ton. Das Wort „Und“ leitet mehrfach neue Lebensschritte ein, beispielsweise V. 9, V. 13 und V. 21. Das wiederholte „Da“ führt Entwicklungen vor Augen, etwa „Da knospete der Kranz“ (V. 12) und „Da zeigten ... / Viel goldne Früchte sich“ (V. 19–20). Die Pflanzenbilder gehören zum selben Motivfeld. Diese Verknüpfung hält den Lebenslauf zusammen.


Drei Beobachtungen sicher belegen

Beobachtung Zitat aus der Quellfassung Mögliche Wirkung
Zukunft und Erwartung „Noch blüht es nicht, doch wird es blühn“ (V. 7) Die Leser erwarten eine Veränderung.
Verlust „Ein herbstlich falbes Laub“ (V. 24) Die Bildfarbe und Jahreszeit können Trauer ausdrücken.
Überwindung des gewöhnlichen Jahreslaufs „So Frucht als Blüthenglanz“ (V. 28) Die gleichzeitigen Bilder öffnen eine Hoffnungsperspektive.

Methode: Erst die Beobachtung nennen, dann einen kurzen wörtlichen Beleg mit Verszahl geben, danach die mögliche Wirkung erläutern. Ein einzelnes Bild beweist nicht nur eine einzig richtige Deutung.


Deutungen vergleichen und schreiben


Drei vertretbare Lesarten

Lebensweg: Der Kranz begleitet die Frau von der Kindheit bis zu ihrem Tod. Eine Textspur ist die Folge von Knospe, Blüte, Frucht und Laub in V. 12–24.

Erinnerung und bleibende Liebe: Die Frucht und die Blüte kehren im letzten Vers gemeinsam zurück (V. 28). Das kann dafür sprechen, dass das Gute des gelebten Lebens nicht nur verschwindet.

Das Wunderbare: Die schöne Frau aus dem Wald (V. 3–4) und das ausdrücklich genannte „Wunder“ (V. 27) lassen sich als romantische Öffnung über den Alltag hinaus lesen. Keine dieser Deutungen sagt sicher, wer die unbekannte Frau ist.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Einstieg: Suche die Verse mit „knospete“ (V. 12), „Früchte“ (V. 20) und „Laub“ (V. 24). Markiere das jeweilige Lebensereignis.

Hilfe 2 – Satzanfang: „Das Wort … in Vers … fällt auf. Es könnte … bedeuten, weil …“.

Hilfe 3 – Vertiefung: Vergleiche den traurigen Wendepunkt V. 21–24 mit V. 25–28. Frage, welche Aussage der Schluss ergänzt oder verändert.

Merksatz: Eine Deutung ist stärker, wenn du mehrere eindeutige Textstellen nennst und eine alternative Lesart fair prüfst.

Bildvergleich: „Young girl with flower wreath“ von Louis Priou (gemeinfrei). Das spätere Gemälde ist keine historische Illustration der Uhland-Ausgabe. Welche Erwartungen weckt ein Blumenkranz im Bild – und welche Entwicklungen zeigt erst das Gedicht?


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz: genau lesen

Wo sammelt das Mädchen Blumen? (V. 1–2) (Auf einer lichten Au) (!In einem Schloss) (!Am Meeresufer) (!Auf einem Marktplatz)




Woher kommt die geheimnisvolle Frau? (V. 3–4) (Aus dem grünen Wald) (!Aus einer Schule) (!Aus einem Turm) (!Aus einem Schiff)




Was steckt die Frau dem Mädchen ins Haar? (V. 5–6) (Ein Kränzlein) (!Eine silberne Krone) (!Ein goldenes Band) (!Einen Schleier)




Was wird in Vers 7 über den Kranz gesagt? (Er wird noch blühen) (!Er ist bereits verwelkt) (!Er wurde verloren) (!Er besteht aus Stein)




Welche Veränderung beschreibt Vers 12? (Der Kranz bekommt Knospen) (!Der Kranz zerbricht) (!Der Kranz verschwindet) (!Der Kranz wird verschenkt)




Was passiert in den Versen 13 bis 16? (Ein Bräutigam umarmt die Frau und Blüten öffnen sich) (!Ein König besteigt den Thron) (!Das Mädchen geht allein auf Reisen) (!Der Wald wird gefällt)




Welches Bild gehört zur Mutterschaft? (V. 17–20) (Goldene Früchte) (!Ein eisiger See) (!Ein Schwert) (!Ein leerer Käfig)




Welches Bild begleitet den Verlust? (V. 21–24) (Herbstlich falbes Laub) (!Leuchtender Schnee) (!Ein helles Feuerwerk) (!Ein neuer Turm)




Wie ist die Erzählperspektive vor allem gestaltet? (Eine Stimme erzählt in der dritten Person) (!Die Erzählerin nennt sich in jedem Vers ich) (!Der Bräutigam berichtet aus seiner Sicht) (!Nur das Kind spricht)




Was ist am Schluss wunderbar? (V. 25–28) (Frucht und Blütenglanz sind gleichzeitig sichtbar) (!Das Mädchen lebt wieder als Kind) (!Der Wald verschwindet vollständig) (!Der Kranz wird aus Gold geschmiedet)





Memory: Begriffe und Bedeutungen

Verbinde sechs verschiedene Begriffe mit den passenden Erklärungen.

Knospe Noch geschlossene Anlage einer Blüte
Bräutigam Der Mann vor der Hochzeit
Herbstlaub Blätter am Ende der Wachstumszeit
Kreuzreim Reimfolge zwischen erster und dritter sowie zweiter und vierter Zeile
Erzählinstanz Stimme, die ein Geschehen sprachlich vermittelt
Symbol Sichtbares Bild mit einem weiterführenden Sinn





Drag and Drop: Lebensphasen zuordnen

Ordne jeder Lebensphase die passende Textbeobachtung zu. Die rechte Spalte enthält Beschreibungen, nicht wörtliche Zitate.

Lebensphase Passende Beschreibung
Kindheit Das Mädchen begegnet einer geheimnisvollen Gestalt auf einer Wiese.
Jugend Beim Älterwerden zeigt der Kranz erste Knospen.
Liebe Der Bräutigam umarmt die junge Frau und Blüten öffnen sich.
Mutterschaft Ein Kind liegt auf dem Schoß und Früchte werden sichtbar.
Trauer Nach dem Tod des Geliebten erscheinen blasse Herbstblätter.





Kreuzworträtsel: sechs Schlüsselwörter

KRANZ Welcher Gegenstand begleitet die Frau durch ihr Leben?
KNOSPE Wie heißt die noch geschlossene Anlage einer Blüte?
FRUCHT Welches pflanzliche Bild zeigt sich bei der Mutter?
HERBST Welche Jahreszeit passt zum fahlen Laub?
STROPHE Wie nennt man eine Gruppe von vier Versen im Gedicht?
ROMANTIK Welcher literarischen Epoche ordnen wir das Gedicht zu?





LearningApps: Übungsangebote suchen

Prüfe bei den Suchergebnissen selbst, ob das Material wirklich zu diesem Gedicht gehört.


Lückentext: Genau hinschauen

Ergänze die wichtigsten Begriffe.
Das Gedicht besteht aus sieben

.
Jede Strophe umfasst vier

.
Die geheimnisvolle Gestalt setzt dem Mädchen einen

auf.
Als das Mädchen älter wird, entstehen erste

.
Bei der Begegnung mit dem Bräutigam öffnen sich

.
Beim Kind erscheinen goldene

.
Nach dem Tod des Geliebten zeigt sich herbstliches

.
Der Schluss nennt das gleichzeitige Erscheinen von Frucht und Blüte ein

.



Offene Aufgaben

Bearbeite mindestens eine Aufgabe pro Niveau. Drei Aufgaben sind ausdrücklich als Schreibaufgabe markiert. Alle Antworten arbeiten mit echten Versbelegen aus der Quellfassung.


Leicht

  1. Lesezeichen setzen: Notiere zu V. 1–8 drei Stichwörter zum Ort, zur Begegnung und zum Geschenk.
  2. Lebensweg sortieren: Erstelle eine Tabelle aus sechs Lebensphasen mit den passenden Versbereichen.
  3. Bildkarten vergleichen: Erkläre in zwei Sätzen die Wörter Knospe, Blüte und Frucht im Zusammenhang mit V. 12–20.
  4. Schreibaufgabe 1 – drei Sätze: Beschreibe in drei bis fünf Sätzen, was in V. 21–24 geschieht. Zitiere „Ein herbstlich falbes Laub“ mit Verszahl.


Standard

  1. Reim überprüfen: Markiere die Versenden der Strophen 1 und 2. Erkläre, wo der Kreuzreim deutlich und wo er weniger genau ist.
  2. Sprecherrolle klären: Untersuche, wer die Geschichte erzählt und wer in V. 7–8 wörtlich spricht.
  3. Epochenmerkmale prüfen: Erkläre die Bedeutung von Wald, Mond und Wunder anhand von V. 3, V. 10 und V. 27.
  4. Schreibaufgabe 2 – Deutungsabsatz: Schreibe 120–180 Wörter über den Kranz als Lebenssymbol. Nutze mindestens zwei genaue Verszitate und erkläre sie.


Schwer

  1. Leitmotiv verfolgen: Untersuche, wie die Pflanzenbilder in V. 12, V. 16, V. 20, V. 24 und V. 28 verknüpft sind.
  2. Deutungskontroverse: Vergleiche die Frau aus dem Wald als Märchenfigur mit der Deutung als Personifikation des Lebens. Belege und begrenze beide Lesarten.
  3. Form und Sinn verbinden: Prüfe, wie die vierzeiligen Strophen und die zeitlichen Sprünge die Wirkung des Schlusses vorbereiten.
  4. Schreibaufgabe 3 – begründeter Vergleich: Verfasse eine Interpretation von 300–450 Wörtern mit These, Formbeobachtung, mindestens vier wörtlichen Verszitaten, Gegenlesart und Schlussurteil.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Texttreue: Begründe an einem Beispiel, warum eine Lesefassung nicht als exaktes Originalzitat ausgegeben werden sollte.
  2. Deutungsbeleg: Erkläre, wie Knospen, Blüten und Früchte als Symbole zusammenhängen; nenne mindestens zwei Verse.
  3. Historische Einordnung: Verbinde zwei romantische Motive mit Textbelegen und unterscheide Beobachtung von Deutung.
  4. Erzählhaltung: Erkläre den Unterschied zwischen der erzählenden Stimme und der wörtlichen Rede in V. 7–8.
  5. Schlussproblem: Untersuche, ob der Schluss eher als Erinnerung, Hoffnung oder märchenhaftes Wunder verstanden werden kann; begründe eine Position und erwäge eine Alternative.
  6. Form und Wirkung: Beschreibe eine Reimbeziehung der ersten Strophe und ihre mögliche Wirkung, ohne ein fehlerloses Metrum zu behaupten.


Lernnachweis

Wissen: Du kennst Autor, Erstdruck 1815, sieben Strophen und den Handlungsbogen. Du kannst Quellfassung und modernisierte Lesefassung unterscheiden.

Können: Du markierst Verse, überprüfst wörtliche Zitate, beschreibst Kreuzreime vorsichtig, analysierst Bilder und trennt Beobachtung von Deutung.

Produkte: Eine belegte Zeitleiste, eine Tabelle zu Pflanzensymbolen, ein kurzer und ein längerer Interpretationsabsatz.

Transfer: Du kannst bei einem anderen Gedicht prüfen, ob Naturbilder eine menschliche Erfahrung ausdrücken. Bewertung: korrekte Belege, verständliche Deutung, ernsthafte Prüfung einer Alternative.


OER und Wikipedia

Primärtext: Ludwig Uhland: Der Kranz, Ausgabe von 1815, Wikisource. Weitere Lesefassung mit modernerer Schreibung (andere Interpunktion möglich). MOOCwiki-Textseite.

Sekundärinformationen: Ludwig Uhland – Biografie und Deutsche Romantik – Hintergrund. Wikipedia ist eine Überblicksquelle, kein Ersatz für den Gedichtwortlaut.


Mediennachweise, Namen und Nutzungsrechte

Die folgenden Medien stammen unverändert aus Wikimedia Commons. Die Bilder und Animation sind Vergleichsmaterialien, keine Aufnahmen der Gedichtszene. Attribution und Lizenz gelten für die jeweiligen Dateien. Bei Bearbeitungen von CC-BY-SA-Material müssen die Lizenzbedingungen beachtet werden.

Eingebundene Datei Nachweis und Originalquelle Urheber bzw. Namensnennung Lizenz
File:Ludwig Uhland.jpg Commons-Datensatz Lithografische Anstalt J. G. Bach, Leipzig 1847 Gemeinfrei / Public Domain Mark
File:Flower wreath, Brockhagen.jpg Commons-Datensatz Gerda Arendt CC0 1.0
File:GeraniumFlowerUnfurl2.gif Commons-Datensatz Andrew Dunn CC BY-SA 2.0
File:Autumn leaves.JPG Commons-Datensatz Magdalena Šajinovićová CC BY-SA 3.0
File:Young girl with flower wreath by Louis Priou.jpg Commons-Datensatz Louis Priou Gemeinfrei / Public Domain Mark
File:Als-Ludwig Uhland.ogg Commons-Datensatz Aufnahme: Terfili; Sprecherin: Margrit Braig-Kienzle CC BY-SA 3.0

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