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Der Albatros - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse

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Der Albatros - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse

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Der Albatros - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse

Fach: Deutsch – Lyrik und Gedichtanalyse
Zielgruppe: Klasse 9–10; Vertiefung für Klasse 11–13
Epoche: Internationale Moderne – Vorläufer des Symbolismus
Textumfang: 16 Verse in vier Strophen
Lernziel: Du untersuchst Inhalt, lyrisches Sprechen, Form, Klang und Bildsprache. Du begründest Deine Deutung mit genauen Verszitaten.

Bereits vorhandener Gedichttext: Gedicht – Der Albatros – Baudelaire, Charles. Diese Textseite wird verlinkt und nicht als neuer Gedichtartikel angelegt.


Einleitung

Ein großer Seevogel beherrscht den Himmel. Auf einem Schiff wird er gefangen. Dort wirkt er hilflos und wird verspottet. Charles Baudelaire nutzt diesen Gegensatz, um über den Dichter, die Gesellschaft und das Gefühl des Fremdseins nachzudenken.

Charles Baudelaire, fotografiert von Étienne Carjat, etwa 1863. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: gemeinfrei.

Wanderalbatros im Flug. Foto: JJ Harrison. Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Einstiegsfrage: Warum kann eine Stärke in einer bestimmten Umgebung plötzlich zum Nachteil werden?


Das Gedicht lesen


Quellfassung: französischer Originaltext

Charles Baudelaire: „L’Albatros“. Das Gedicht erschien 1859 und wurde 1861 in die zweite Ausgabe von Les Fleurs du mal aufgenommen. Die folgende Fassung folgt der Ausgabe von 1861 auf Wikisource.

Strophe 1
V. 1 Souvent, pour s’amuser, les hommes d’équipage
V. 2 Prennent des albatros, vastes oiseaux des mers,
V. 3 Qui suivent, indolents compagnons de voyage,
V. 4 Le navire glissant sur les gouffres amers.

Strophe 2
V. 5 À peine les ont-ils déposés sur les planches,
V. 6 Que ces rois de l’azur, maladroits et honteux,
V. 7 Laissent piteusement leurs grandes ailes blanches
V. 8 Comme des avirons traîner à côté d’eux.

Strophe 3
V. 9 Ce voyageur ailé, comme il est gauche et veule !
V. 10 Lui, naguère si beau, qu’il est comique et laid !
V. 11 L’un agace son bec avec un brûle-gueule,
V. 12 L’autre mime, en boitant, l’infirme qui volait !

Strophe 4
V. 13 Le Poëte est semblable au prince des nuées
V. 14 Qui hante la tempête et se rit de l’archer ;
V. 15 Exilé sur le sol au milieu des huées,
V. 16 Ses ailes de géant l’empêchent de marcher.

Quellenhinweis: Französischer Originaltext von 1861, gemeinfrei. Die Versnummern dienen der Analyse und gehören nicht zum historischen Druck.

Höre die französische Fassung:

Sprecher: Antoine Motte dit Falisse; Aufnahme: Thalie Envolée / Compagnie Artaban. Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.


Lesefassung: historische deutsche Übersetzung

Die folgende deutsche Lesefassung ist die Übersetzung von Wolf von Kalckreuth aus Blumen des Bösen (Insel Verlag, Leipzig, 1907). Sie ist keine wortgetreue Abschrift des französischen Originals. Ihr Wortlaut und ihre ältere Rechtschreibung bleiben erhalten.

Strophe 1
V. 1 Oft fängt die Mannschaft auf den Schiffen zum Vergnügen
V. 2 Sich Albatrosse ein, Seevögel kühnbeschwingt,
V. 3 Die still und ruhevoll auf ihren weiten Zügen
V. 4 Dem Fahrzeug folgen, wie es durch die Salzflut dringt.

Strophe 2
V. 5 Sobald auf das Verdeck sie die Gefangnen bringen,
V. 6 So hängen voller Scham, verstört und ungeschickt,
V. 7 Die Kön’ge des Azurs die mächtgen, weißen Schwingen
V. 8 Wie Ruder rechts und links, hinschleifend und geknickt.

Strophe 3
V. 9 Der Wandrer, leicht beschwingt, daß er die Luft durchschweife,
V. 10 Wie häßlich ist er nun, wie plump, verhöhnt und schwach.
V. 11 Der eine kitzelt ihm den Schnabel mit der Pfeife,
V. 12 Der andre macht im Spott sein lahmes Wanken nach.

Strophe 4
V. 13 Der Dichter ist der Fürst der stolzen Wolkenthrone,
V. 14 Der Bogenschützen trotzt und lacht des Seesturms Wehn;
V. 15 Doch hindern auf dem Land, umringt von lautem Hohne,
V. 16 Die Riesenflügel den Gewaltigen am Gehn.

Textnachweis: Charles Baudelaire, Blumen des Bösen, übertragen von Graf Wolf von Kalckreuth, Insel Verlag, Leipzig 1907; digitalisierter Textnachweis. Der historische Übersetzungstext ist gemeinfrei.

Wichtig: Zitiere die deutsche Lesefassung nur mit ihrem tatsächlichen Wortlaut. Andere deutsche Übersetzungen können andere Formulierungen enthalten.


Übersetzung vergleichen

Im französischen Original heißt es in V. 13: „Le Poëte est semblable au prince des nuées“. Das bedeutet sinngemäß: Der Dichter gleicht dem Fürsten der Wolken.

Kalckreuth schreibt in V. 13: „Der Dichter ist der Fürst der stolzen Wolkenthrone“. Er formuliert den Vergleich stärker als Gleichsetzung.

Auch die Bilder unterscheiden sich sprachlich: „Comme des avirons“ (Original, V. 8) entspricht „Wie Ruder“ (Übersetzung, V. 8).

Merke: Die Quellfassung ist der französische Originaltext. Die Lesefassung ist eine bestimmte deutsche Übersetzung. Die Interpretation erklärt, was die Bilder bedeuten könnten.


Gedichtanalyse


Inhalt und Aufbau

Strophe 1, V. 1–4: Seeleute fangen Albatrosse zum Vergnügen.
Strophe 2, V. 5–8: An Deck wirken die Vögel unbeholfen.
Strophe 3, V. 9–12: Die Mannschaft verspottet die Tiere.
Strophe 4, V. 13–16: Der Dichter wird mit dem Albatros verglichen.

Der entscheidende Wendepunkt steht in V. 13. Jetzt wird klar, warum zuvor so ausführlich von einem Vogel erzählt wurde.

Datei:Food fight albatross style.webm

Albatrosse an einem Schiff. Video: Kristina D. C. Hoeppner. Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0. Die Aufnahme zeigt echte Seevögel, nicht die im Gedicht beschriebene Misshandlung.


Lyrisches Sprechen

Es gibt kein ausdrücklich sprechendes Ich. Eine beobachtende Stimme erzählt in der dritten Person. Sie bewertet aber auch das Geschehen.

Die Ausrufe in der dritten Strophe zeigen den starken Gegensatz: Der Vogel war schön und frei, nun wirkt er lächerlich und schwach (Original, V. 9–10).

In V. 13–16 spricht die Stimme allgemein über den Dichter. Aus der Beobachtung wird eine Aussage über den Menschen und seine Stellung in der Gesellschaft.


Form und Klang

Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit je vier Versen. Die französische Fassung verwendet überwiegend den klassischen Alexandriner mit zwölf Silben und einen Kreuzreim.

Das Reimschema der ersten französischen Strophe lautet ABAB: équipage – mers – voyage – amers.

Auch Kalckreuth gestaltet die deutsche Übersetzung in vier Vierzeilern mit Kreuzreimen. Sein deutscher Rhythmus ist aber nicht einfach mit dem französischen Versmaß gleichzusetzen.

Wirkung: Die regelmäßige Form steht im Gegensatz zum grausamen Spiel der Seeleute. Besonders die Ausrufe in V. 9–10 unterbrechen den ruhigen Eindruck.


Bildsprache und Gegensätze

Himmel und Deck: In der Luft ist der Albatros frei. Auf dem Schiff ist er gefangen. Der Ortswechsel macht seine Schwäche sichtbar.

König und Opfer: Das französische Bild „rois de l’azur“ (V. 6) macht aus dem Vogel einen König des Himmels. An Deck wird er verspottet.

Flügel und Ruder: Der Vergleich „Comme des avirons“ (Original, V. 8) beziehungsweise „Wie Ruder“ (Übersetzung, V. 8) zeigt die hinderlichen Flügel.

Stärke und Schwäche: „Ses ailes de géant l’empêchent de marcher“ (Original, V. 16). Die riesigen Flügel ermöglichen das Fliegen. Auf dem Boden hindern sie den Vogel am Gehen.

Albatros an Land. Foto: Dimitri Damasceno. Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0. Echte Albatrosse können gehen. Das Gedicht übertreibt ihre Hilflosigkeit als künstlerisches Bild.


Deutungsmöglichkeiten

Der Dichter als Außenseiter: In V. 13 wird der Albatros ausdrücklich mit dem Dichter verglichen. Seine besondere Begabung macht ihn nicht überall erfolgreich. In einer verständnislosen Umgebung kann er ausgegrenzt werden.

Gesellschaftskritik: Das Verhalten der Seeleute (V. 11–12) zeigt, wie Menschen über jemanden lachen, der sich nicht wehren kann. Du kannst dies mit Ausgrenzung, Mobbing oder fehlender Empathie vergleichen.

Freiheit und Zugehörigkeit: Der Himmel könnte für Fantasie und künstlerische Freiheit stehen. Das Deck könnte den Alltag und gesellschaftliche Erwartungen darstellen. Das ist eine Deutung, keine wörtliche Aussage des Gedichts.

Wichtig: Eine überzeugende Interpretation nennt ein Textzitat und erklärt anschließend dessen Wirkung.


Epochenkontext: Internationale Moderne

Charles Baudelaire lebte von 1821 bis 1867. Sein Gedicht gehört zum 19. Jahrhundert. Seine Werke wurden wichtig für den späteren Symbolismus und die Literarische Moderne.

Typisch ist die Arbeit mit starken Bildern und Symbolen. Der Vogel steht nicht nur für ein Tier. Er verweist auf eine andere Bedeutung: das Leben des Dichters in einer Gesellschaft, die ihn möglicherweise nicht versteht.

Animation zum dynamischen Segelflug, nicht zum Gedicht selbst. Urheber: Eyytee. Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Fächerverbindung Biologie: Albatrosse können Luftströmungen geschickt für lange Flüge nutzen. Das erklärt ihre wirkliche Flugfähigkeit, nicht automatisch die Symbolik im Gedicht. Weitere Informationen: Albatrosse und BBC Earth.


Videos zum Weiterlernen


Französische Gedichtanalyse

Lecture analytique, Baudelaire, L’Albatros – ein französischsprachiges Lernvideo. Besonders geeignet für Klasse 11–13 und den Französischunterricht.


Deutsche Rezitation zum Vergleich

Eine weitere Lesung unter dem Titel Charles Baudelaire – Der Albatros. Achtung: Diese Aufnahme kann eine andere deutsche Übersetzung verwenden. Zitate für unsere Aufgaben stammen ausschließlich aus der oben abgedruckten Kalckreuth-Fassung.


Albatrosse in der Natur

BBC Earth: Albatrosses Use Their Nostrils To Fly. Beobachte die Flugbewegungen und vergleiche sie mit der poetischen Vorstellung vom mächtigen Seevogel.

Medienhinweis: Die YouTube-Videos werden nur eingebettet. Ihre Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; sie werden hier nicht als frei lizenziert bezeichnet. Die Commons-Medien sind mit Urheber, Quelle und Lizenz einzeln nachgewiesen. Es wurden keine neuen Medien hergestellt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Die Versangaben beziehen sich auf die oben abgedruckte deutsche Lesefassung, sofern nicht ausdrücklich das französische Original genannt wird.

Wer fängt die Albatrosse nach V. 1–2? (Die Schiffsbesatzung) (!Die Bogenschützen) (!Andere Seevögel) (!Der Dichter)



Warum werden die Vögel nach V. 1 gefangen? (Zum Vergnügen) (!Zur Rettung) (!Für eine Forschungsreise) (!Zur Nachrichtenübermittlung)



Wo wirken die gefangenen Vögel nach V. 5–8 hilflos? (Auf dem Schiffsdeck) (!Im freien Himmel) (!In einem Wald) (!Unter Wasser)



Womit werden die Flügel in V. 8 verglichen? (Mit Rudern) (!Mit Schwertern) (!Mit Netzen) (!Mit Fahnen)



Was tun die Seeleute in V. 11–12? (Sie verspotten den Vogel) (!Sie befreien den Vogel) (!Sie versorgen seine Jungen) (!Sie bringen ihm das Fliegen bei)



Mit wem wird der Albatros in V. 13 verglichen? (Mit dem Dichter) (!Mit dem Kapitän) (!Mit einem König an Land) (!Mit einem Fischer)



Was behindert den Vogel nach V. 16 an Land? (Seine riesigen Flügel) (!Sein schwerer Schnabel) (!Sein Gefieder) (!Der Regen)



Wie viele Verse hat das Gedicht? (Sechzehn) (!Zwölf) (!Vierzehn) (!Zwanzig)



Welches Reimschema hat die erste französische Strophe? (Kreuzreim) (!Paarreim) (!Umarmender Reim) (!Kein Endreim)



Welche Aussage zum lyrischen Sprechen trifft zu? (Eine beobachtende Stimme beschreibt und bewertet das Geschehen) (!Ein ausdrücklich genanntes Ich erzählt seine Reise) (!Der Albatros spricht selbst zu den Seeleuten) (!Der Kapitän berichtet in einem Tagebuch)




Memory

Finde die sechs zusammengehörenden Paare.

Albatros Seevogel als Dichterbild
Azur Himmelsblau
Kreuzreim Wechselndes Reimschema
Verdeck Ort der Gefangenschaft
Riesenflügel Stärke und Hindernis
Symbolismus Bedeutung durch Bilder und Zeichen





Drag and Drop

Ordne den Beobachtungen die passende Funktion im Gedicht zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion im Gedicht
Fang der Seevögel Beginn der Handlung
Hilflosigkeit an Deck Verlust der Freiheit
Spott der Seeleute Grausames Verhalten
Vergleich mit dem Dichter Offenlegung des Sinnbildes
Riesenflügel Verbindung von Stärke und Schwäche





Kreuzworträtsel

Albatros Welcher Seevogel steht im Mittelpunkt?
Ruder Mit welchem Gegenstand werden die Flügel verglichen?
Verdeck Wohin bringen die Seeleute die gefangenen Vögel?
Dichter Wer wird in der letzten Strophe mit dem Vogel verglichen?
Spott Was erfährt der Vogel durch die Seeleute?
Azur Welches Wort bezeichnet das Blau des Himmels?





LearningApps

Suche hier nach weiteren vorhandenen Übungen. Der Suchlink legt keinen neuen Kurs an.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Zu Beginn fängt die

Seevögel zum Vergnügen.
Die gefangenen Albatrosse kommen auf das

.
Dort hängen ihre großen Flügel wie

herab.
Die Seeleute behandeln den Vogel mit

.
Die letzte Strophe vergleicht den Albatros mit dem

.
An Land behindern die riesigen

den Vogel.
Die vier Strophen der französischen Fassung verwenden den

.
Die Bilder können das Gefühl von

ausdrücken.




Gestufte Hilfen


Hilfe – Leicht

Lies nur die deutsche Fassung. Markiere drei Wörter: Vergnügen (V. 1), Spott (V. 12) und Dichter (V. 13). Frage Dich: Wie verändert sich der Blick auf den Vogel?

Satzanfang: „In Vers ... wird deutlich, dass ...“


Hilfe – Standard

Benutze für Deine Analyse die Reihenfolge Beobachtung – Zitat – Erklärung. Beispiel: Die Flügel werden mit Rudern verglichen (V. 8). Das zeigt, dass sie an Deck hinderlich wirken.

Satzanfang: „Der Vergleich in Vers ... verdeutlicht ...“


Hilfe – Schwer

Vergleiche Original und Übersetzung. Achte besonders auf „est semblable“ und „ist“ in V. 13. Frage Dich: Wie verändert die Übersetzung den Grad der Gleichsetzung zwischen Vogel und Dichter?

Satzanfang: „Während das französische Original ..., betont die deutsche Übersetzung ...“


Offene Aufgaben


Leicht – Einen Perspektivwechsel schreiben

  1. Innerer Monolog: Schreibe etwa 80 Wörter aus der Sicht des Albatros an Deck. Zeige seine Gefühle. Beziehe Dich anschließend in einem kurzen Erklärungssatz auf zwei passende Verse der deutschen Lesefassung.


Standard – Eine Deutung schreiben

  1. Gedichtinterpretation: Verfasse eine Deutung mit etwa 150 Wörtern zur Frage: „Warum wird der Albatros zum Bild des Dichters?“ Verwende mindestens drei genaue Verszitate und erkläre deren Wirkung.


Schwer – Übersetzungen vergleichen

  1. Literarische Übersetzung: Schreibe einen vergleichenden Text mit etwa 250 Wörtern. Untersuche V. 8, V. 13 und V. 16 im französischen Original und in Kalckreuths Übersetzung. Erkläre eine wichtige Bedeutungsverschiebung und begründe Deine eigene Deutung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Kontextabhängigkeit: Erkläre anhand des Albatros, wie dieselbe Eigenschaft in zwei Situationen hilfreich beziehungsweise hinderlich sein kann.
  2. Symbolik: Übertrage den Gegensatz von Himmel und Deck auf eine heutige Situation in der Schule oder Gesellschaft. Begründe Deine Übertragung mit einem Vers.
  3. Empathie: Bewerte das Verhalten der Seeleute. Erkläre, was die Szene über den Umgang mit Außenseitern zeigt.
  4. Übersetzungsvergleich: Erläutere, warum eine Gedichtübersetzung nicht automatisch alle sprachlichen Wirkungen des Originals bewahrt.
  5. Literarische Moderne: Untersuche, warum ein Gedicht aus dem 19. Jahrhundert auch Fragen nach Freiheit, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung behandeln kann, die heute wichtig sind.


Lernnachweis

Ein gelungener Lernnachweis zeigt, dass Du den Text selbstständig erschließen und begründet deuten kannst.

  1. Du unterscheidest französische Quellfassung, deutsche Lesefassung, Übersetzung und Interpretation.
  2. Du beschreibst den Verlauf der vier Strophen in eigenen Worten.
  3. Du erklärst die Wirkung von lyrischem Sprechen, Form, Klang und Bildsprache.
  4. Du zitierst mindestens drei Verse genau und gibst die richtige Fassung und Versnummer an.
  5. Du entwickelst eine eigene, nachvollziehbare Deutung und erkennst andere begründbare Deutungen an.
  6. Du vergleichst bei Bedarf Original und Übersetzung, ohne die Wortlaute zu vermischen.




OERs zum Thema

Vorhandene Texte und weiterführende Quellen:

  1. Bestehende Gedichtseite auf moocwiki.org
  2. Wikisource: Französische Originalfassung von 1861
  3. Wolf von Kalckreuth: Deutsche Übersetzung von 1907
  4. Wikimedia Commons: Medien zu Charles Baudelaire
  5. Wikimedia Commons: Medien zu Albatrossen

Wikipedia: Charles Baudelaire


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