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D9 G - Reim, Rhythmus und sprachliche Bilder

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D9 G - Reim, Rhythmus und sprachliche Bilder



D9 G - Reim, Rhythmus und sprachliche Bilder


Einleitung

Gedichte wirken nicht nur durch das, was sie sagen, sondern auch durch das, wie sie klingen und welche Bilder sie im Kopf entstehen lassen. In diesem aiMOOC wiederholst Du grundlegende Fachbegriffe der Lyrik und lernst, ihre Wirkung an kurzen, überschaubaren Beispielen zu erklären. Der Schwerpunkt liegt auf Reim, Rhythmus und sprachlichen Bildern.

Der Kurs richtet sich an Lernende der Klasse 9 auf G-Niveau. Du arbeitest deshalb mit klaren Regeln, kurzen Beispielen und vielen Übungen zum Hören, Sprechen, Markieren und Erklären. Wichtig ist nicht, möglichst viele Fachwörter auswendig zu können. Du sollst vor allem erkennen: Was fällt sprachlich auf? Wie klingt es? Welche Vorstellung entsteht? Welche Wirkung kann das haben?

Lernziele: Am Ende kannst Du Verse und Strophen unterscheiden, einfache Reimschemata bestimmen, einen Grundrhythmus hörend erkennen, betonte und unbetonte Silben markieren, Metapher, Vergleich und Personifikation unterscheiden und die Wirkung dieser Mittel in einfachen Sätzen erklären.


Grundbegriffe der Lyrik

Ein Gedicht besteht häufig aus mehreren Versen. Ein Vers ist eine Gedichtzeile. Mehrere Verse können zu einer Strophe zusammengefasst sein. Der Sprecher in einem Gedicht wird häufig als lyrisches Ich bezeichnet. Das lyrische Ich ist nicht automatisch mit der Autorin oder dem Autor gleichzusetzen.

Beispiel:

Der Abend sinkt ins stille Land.
Ein letzter Vogel zieht am Rand.
Die Straße schweigt, das Fenster glüht.
Ein warmer Wind durch Gärten zieht.

Hier siehst Du vier Verse. Zusammen bilden sie eine Strophe.

Markieraufgabe 1: Kopiere die Strophe in Dein Heft. Unterstreiche jeden Versanfang. Kreise die letzten Wörter der vier Verse ein. Welche Wörter klingen ähnlich?

Höraufgabe 1: Lies die Strophe zweimal laut. Beim ersten Lesen sprichst Du ganz natürlich. Beim zweiten Lesen betonst Du die letzten Wörter deutlich. Beschreibe anschließend: Klingt die Strophe eher ruhig, schnell, hart oder weich?


Reim: Klang am Versende

Von einem Reim spricht man, wenn Wörter oder Wortteile ähnlich klingen. In Gedichten ist besonders der Endreim wichtig: Zwei oder mehrere Verse enden mit Wörtern, die sich reimen.

Beispiel:

Ich geh durch stilles Land.
Der Mond liegt auf der Wand.

Land und Wand bilden einen Endreim.

Reime können Verse miteinander verbinden. Sie können einen Text geordnet, einprägsam, spielerisch oder liedhaft wirken lassen. Trotzdem gilt: Ein Reim hat nicht immer dieselbe Wirkung. Du musst die Wirkung immer zusammen mit Inhalt, Wortwahl und Rhythmus betrachten.

Höraufgabe 2 zum Video: Höre zunächst nur auf die Klangbeispiele. Notiere die Reimwörter, die Du erkennst. Sieh danach den entsprechenden Abschnitt noch einmal und überprüfe Deine Lösung.


Reimschema

Das Reimschema beschreibt, welche Versenden sich miteinander reimen. Dafür verwendet man Kleinbuchstaben. Gleiche Buchstaben stehen für gleiche Reimklänge.

Paarreim: aabb

Die Wolke zieht ganz sacht. a
Es wird nun langsam Nacht. a
Ein Fahrrad rollt vorbei. b
Die Straße liegt nun frei. b

Beim Paarreim reimen sich jeweils zwei direkt aufeinanderfolgende Verse. Das kann geschlossen, geordnet oder liedhaft wirken.

Kreuzreim: abab

Der Morgen färbt das Haus. a
Im Hof beginnt ein Lied. b
Ein Fenster öffnet aus. a
Ein Vogel weiterzieht. b

Beim Kreuzreim wechseln sich zwei Reimklänge ab. Dadurch kann ein regelmäßiger, fortlaufender Eindruck entstehen.

Umarmender Reim: abba

Der Regen klopft ans Dach. a
Im Zimmer brennt ein Licht. b
Ich sehe Dein Gesicht. b
Dann wird die Straße wach. a

Beim umarmenden Reim umschließt der äußere Reim das innere Reimpaar. Dadurch können die mittleren Verse besonders eng miteinander verbunden wirken.

Achtung: Nicht jedes Gedicht hat ein regelmäßiges Reimschema. Reimlosigkeit ist kein Fehler. Moderne Gedichte arbeiten häufig mit freien Rhythmen und anderen Klangmitteln.

Markieraufgabe 2: Schreibe die drei Strophen ab. Markiere jeweils alle Reimwörter mit derselben Farbe. Schreibe anschließend das Reimschema daneben.

Höraufgabe 3: Lass Dir eine der drei Strophen von einer Mitschülerin oder einem Mitschüler vorlesen, ohne auf den Text zu schauen. Versuche nur durch Hören zu entscheiden, ob Du Paarreim, Kreuzreim oder umarmenden Reim hörst. Begründe Deine Entscheidung.


Reimwirkung genauer erklären

Eine gute Erklärung verbindet Beobachtung und Wirkung.

Ein einfacher Satzbau hilft Dir:

Der ...reim verbindet die Verse ..., dadurch wirkt die Strophe ...

Beispiel: Der Paarreim verbindet jeweils zwei benachbarte Verse. Dadurch wirkt die Strophe regelmäßig und leicht einprägsam.

Vermeide Aussagen wie: „Der Reim macht das Gedicht schön.“ Das ist zu ungenau. Besser sind Wörter wie regelmäßig, geschlossen, fließend, spielerisch, liedhaft, einprägsam, ruhig oder betont.


Rhythmus: Wie ein Gedicht beim Sprechen klingt

Der Rhythmus eines Gedichts entsteht beim Sprechen durch den Wechsel von betonten und unbetonten Silben, durch Pausen, Satzbau, Verslänge und Wiederholungen.

Ein Metronom kann Dir helfen, eine regelmäßige Folge zu hören. Der Rhythmus eines Gedichts ist aber nicht einfach ein mechanischer Takt. Beim natürlichen Sprechen können Pausen, Satzgrenzen und Bedeutungen den Sprachrhythmus verändern.

Höraufgabe 4: Klopfe mit der Hand gleichmäßig auf den Tisch. Sprich dazu mehrmals: „Ich GEH durch die NACHT.“ Welche Silben hörst Du stärker? Markiere sie durch Großbuchstaben.


Hebung und Senkung

Eine Hebung ist eine betonte Silbe. Eine Senkung ist eine unbetonte Silbe.

Ein einfaches Zeichenmodell ist:

x = unbetont

X = betont

Beispiel:

ge-DICHT → x X

Das Wort Gedicht kann deshalb als Beispiel für einen Jambus dienen: unbetont – betont.

Beim Markieren geht es nicht darum, Wörter künstlich falsch zu sprechen. Lies den Vers zuerst natürlich und höre dann auf die Betonungen.

Markieraufgabe 3: Sprich die Wörter laut und markiere betonte Silben mit X, unbetonte mit x: Gedicht – Sommer – Musik – leise – vorbei – Hoffnung.


Jambus und Trochäus

Für diesen Grundkurs sind vor allem zwei Versfüße wichtig:

  1. Jambus: unbetont – betont, also x X. Beispiel: ge-DICHT.
  2. Trochäus: betont – unbetont, also X x. Beispiel: SOM-mer.

Ein Vers kann aus mehreren solchen Einheiten bestehen.

Beispiel für einen jambischen Grundrhythmus:

ich GEH | durch STADT | und NACHT

Vereinfacht hörst Du: x X | x X | x X.

Beispiel für einen trochäischen Grundrhythmus:

DUN-kle | WOL-ken | ZIE-hen

Vereinfacht hörst Du: X x | X x | X x.

Wirkung: Ein regelmäßiger Rhythmus kann einen Text geordnet, fließend, beschwingt oder eindringlich wirken lassen. Ein bewusst gebrochener Rhythmus kann dagegen Aufmerksamkeit erzeugen, Unruhe verstärken oder ein Wort hervorheben. Auch hier gilt: Die Wirkung ergibt sich immer aus dem Zusammenhang.

Höraufgabe 5 zum Video: Klopfe bei drei Beispielwörtern aus dem Video nur auf den betonten Silben mit. Schreibe danach ein eigenes Wort für den Jambus und ein eigenes Wort für den Trochäus auf.


Rhythmus hören und markieren

Sprich zuerst, markiere danach. Das ist oft leichter als umgekehrt.

Beispiel A:

Der WIND geht DURCH die STADT.

Höraufgabe 6: Sprich den Vers langsam, dann normal und dann besonders deutlich. Klatsche auf die Silben, die Du am stärksten hörst.

Markieraufgabe 4: Unterstreiche im Vers die betonten Silben. Vergleiche Deine Markierung mit einer Partnerin oder einem Partner. Wenn Ihr unterschiedlich markiert habt, sprecht den Vers noch einmal natürlich.

Beispiel B:

SON-ne auf den DÄ-chern.

Höraufgabe 7: Entscheide, ob der Beginn eher wie ein Jambus oder ein Trochäus klingt. Begründe mit betont – unbetont oder unbetont – betont.


Sprachliche Bilder

Sprachliche Bilder lassen beim Lesen oder Hören eine Vorstellung entstehen. Besonders wichtig sind für Dich Metapher, Vergleich und Personifikation.

Die Handschrift erinnert daran: Gedichte sind gestaltete Sprache. Wortwahl, Klang und Bilder werden bewusst eingesetzt und können beim Lesen verschiedene Vorstellungen und Gefühle auslösen.


Metapher

Eine Metapher überträgt eine Bedeutung auf einen anderen Bereich, ohne ein Vergleichswort wie wie zu verwenden.

Beispiel:

„Ein Meer aus Lichtern liegt vor mir.“

Gemeint ist kein echtes Meer. Viele Lichter werden als Meer vorgestellt.

Mögliche Wirkung: Die Menge der Lichter wirkt riesig, weit oder eindrucksvoll.

Ein guter Wirkungssatz lautet:

Die Metapher „Meer aus Lichtern“ lässt die vielen Lichter besonders groß und weit erscheinen.

Markieraufgabe 5: Markiere in den folgenden Sätzen nur den bildhaften Ausdruck.

  1. Die Stadt ist ein Bienenstock.
  2. Ein Berg von Hausaufgaben wartet.
  3. Seine Worte waren Eis.

Erkläre jeweils in einem Satz, was damit gemeint sein könnte.


Vergleich

Ein Vergleich verbindet zwei Bereiche meist mit Wörtern wie wie oder als.

Beispiel:

„Die Straße glänzt wie ein Spiegel.“

Die Straße und ein Spiegel werden wegen einer gemeinsamen Eigenschaft miteinander verglichen: Beide können stark glänzen.

Mögliche Wirkung: Der Vergleich macht eine Beobachtung anschaulich und leicht vorstellbar.

Markieraufgabe 6: Unterstreiche im Satz „Die Wolken ziehen wie graue Schiffe.“ zuerst das Vergleichswort. Kreise danach die beiden Bereiche ein, die miteinander verglichen werden.


Personifikation

Eine Personifikation gibt Dingen, Naturerscheinungen oder abstrakten Begriffen menschliche Eigenschaften oder Handlungen.

Beispiel:

„Der Wind flüstert an der Tür.“

Der Wind kann nicht wirklich flüstern wie ein Mensch. Durch die Personifikation wirkt er lebendig und vielleicht geheimnisvoll.

Weitere Beispiele:

„Die Sonne lacht.“

„Die Angst klopft an.“

„Der Morgen begrüßt die Stadt.“

Markieraufgabe 7: Markiere in jedem Beispiel zuerst das nichtmenschliche Wesen oder Ding und dann die menschliche Handlung.

Höraufgabe 8 zum Video: Schließe für einen kurzen Abschnitt die Augen und höre nur zu. Notiere jedes Beispiel, bei dem in Deinem Kopf sofort ein Bild entsteht. Ordne es anschließend einem Fachbegriff zu.


Drei wichtige sprachliche Bilder unterscheiden

Fachbegriff Erkennungsmerkmal Beispiel Mögliche Wirkung
Metapher Übertragene Bedeutung ohne Vergleichswort Die Stadt ist ein Bienenstock. Die Stadt wirkt belebt, dicht und geschäftig.
Vergleich Häufig mit wie oder als Die Stadt summt wie ein Bienenstock. Die Vorstellung wird anschaulich und konkret.
Personifikation Nichtmenschliches handelt menschlich Die Stadt schläft. Die Stadt wirkt wie ein lebendiges Wesen.

Merksatz: Beim sprachlichen Bild reicht das Benennen nicht. Frage immer: Was sehe oder fühle ich dadurch genauer?


Klangmittel: Alliteration und Wiederholung

Neben Reim und Rhythmus gibt es weitere sprachliche Mittel, die den Klang beeinflussen.

Eine Alliteration ist die Wiederholung desselben Anfangslauts in benachbarten oder eng verbundenen Wörtern.

Beispiel: „Wind weht wild.“

Eine Anapher ist die Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Anfang aufeinanderfolgender Verse oder Sätze.

Beispiel:

Ich höre den Regen.
Ich höre die Stadt.
Ich höre mein Herz.

Die Wiederholung kann einen Gedanken betonen, den Text gliedern und ihn einprägsamer machen.

Höraufgabe 9: Lies das Beispiel zuerst ohne besondere Betonung. Lies es danach so, dass „Ich höre“ jedes Mal deutlich hervorgehoben wird. Welche Version wirkt eindringlicher? Begründe.

Markieraufgabe 8: Markiere in „Flinke Fische fliehen“ alle gleichen Anfangslaute. Benenne das Stilmittel.


Wirkung sprachlicher Mittel beschreiben

Für eine einfache Analyse kannst Du mit drei Schritten arbeiten:

  1. Benennen: Welches Mittel erkennst Du?
  2. Belegen: Welche Wörter zeigen dieses Mittel?
  3. Erklären: Welche Wirkung kann es in diesem Zusammenhang haben?

Beispiel:

„Der Abend legt sich auf die Stadt.“

Benennen: Personifikation.

Belegen: Der Abend „legt sich“.

Erklären: Der Abend wirkt wie ein Wesen, das die Stadt bedeckt. Dadurch kann eine ruhige, langsame Stimmung entstehen.

Hilfreiche Satzanfänge:

„Die Metapher ... macht deutlich, dass ...“

„Der Vergleich ... lässt ... besonders ... erscheinen.“

„Die Personifikation ... lässt ... lebendig wirken.“

„Der Reim verbindet ... und erzeugt dadurch ...“

„Der regelmäßige Rhythmus unterstützt ...“


Mini-Gedicht zur Gesamtübung

Der Abend schleicht durch jede Gasse,
die Fenster glühen wie aus Gold.
Der Regen trommelt auf die Straße,
die Nacht wird dunkel, tief und kalt.

Markieraufgabe 9: Markiere ein sprachliches Bild. Schreibe den Fachbegriff daneben.

Markieraufgabe 10: Kreise die Wörter am Versende ein. Prüfe, ob ein regelmäßiger Endreim vorliegt.

Höraufgabe 10: Lies das Gedicht zweimal laut. Beim zweiten Lesen sprichst Du „schleicht“, „wie“, „trommelt“ und „kalt“ besonders deutlich. Beschreibe, wie sich die Wirkung verändert.

Transferfrage: Welche sprachlichen Mittel unterstützen eher die ruhige Stimmung, welche eher die Bewegung oder Geräusche?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Vers? (Eine einzelne Gedichtzeile) (!Eine Sammlung mehrerer Gedichte) (!Ein Reimwort am Zeilenende) (!Eine Überschrift eines Gedichts)




Welches Reimschema hat ein Paarreim? (aabb) (!abab) (!abba) (!abcd)




Welches Reimschema hat ein Kreuzreim? (abab) (!aabb) (!abba) (!aaaa)




Was bezeichnet eine Hebung? (Eine betonte Silbe) (!Eine unbetonte Silbe) (!Ein Reimwort) (!Eine Strophe)




Wie lautet das Grundmuster des Jambus? (unbetont betont) (!betont unbetont) (!betont betont) (!unbetont unbetont)




Wie lautet das Grundmuster des Trochäus? (betont unbetont) (!unbetont betont) (!unbetont unbetont) (!betont betont)




Welcher Satz enthält eine Metapher? (Die Stadt ist ein Bienenstock) (!Die Stadt ist groß) (!Die Stadt liegt am Fluss) (!Die Stadt hat viele Straßen)




Welcher Satz enthält einen Vergleich? (Die Straße glänzt wie ein Spiegel) (!Die Straße ist nass) (!Die Straße führt zum Bahnhof) (!Die Straße bleibt leer)




Welcher Satz enthält eine Personifikation? (Der Wind flüstert) (!Der Wind ist stark) (!Der Wind kommt aus Westen) (!Der Wind bewegt die Blätter)




Was gehört zu einer guten Wirkungsbeschreibung? (Fachbegriff Beleg und Erklärung) (!Nur der Fachbegriff) (!Nur die eigene Bewertung) (!Nur die Zahl der Verse)





Memory

Vers Gedichtzeile
Strophe Gruppe von Versen
Paarreim aabb
Kreuzreim abab
Jambus unbetont betont
Trochäus betont unbetont
Metapher übertragene Bedeutung
Vergleich Verbindung mit wie oder als
Personifikation menschliche Eigenschaft für Nichtmenschliches
Alliteration gleicher Anfangslaut





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Paarreim Reimschema aabb
Kreuzreim Reimschema abab
Metapher Bildhafte Übertragung ohne Vergleichswort
Vergleich Verknüpfung mit wie oder als
Personifikation Nichtmenschliches handelt menschlich





Kreuzworträtsel

Strophe Wie heißt eine Gruppe von Versen?
Jambus Welcher Versfuß beginnt meist unbetont und endet betont?
Trochäus Welcher Versfuß beginnt meist betont und endet unbetont?
Metapher Wie heißt eine bildhafte Bedeutungsübertragung ohne Vergleichswort?
Vergleich Welches Stilmittel verbindet zwei Bereiche häufig mit wie oder als?
Personifikation Welches Stilmittel lässt Dinge oder Natur menschlich handeln?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine einzelne Gedichtzeile heißt

. Mehrere Verse können eine

bilden. Beim Paarreim lautet das Reimschema

. Beim Kreuzreim lautet das Reimschema

. Eine betonte Silbe nennt man

. Der Jambus beginnt mit einer

Silbe. Der Trochäus beginnt mit einer

Silbe. Eine bildhafte Bedeutungsübertragung ohne Vergleichswort heißt

. Ein sprachliches Bild mit wie oder als heißt

. Wenn der Wind flüstert, liegt eine

vor. Eine Wiederholung desselben Anfangslauts heißt

. Bei einer guten Analyse musst Du ein sprachliches Mittel nicht nur benennen, sondern auch seine

erklären.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Reimwörter sammeln: Sammle zehn Reimpaare aus Alltagssprache, Liedern oder selbst erfundenen Beispielen. Markiere jeweils die gleich klingenden Wortteile.
  2. Reimschema sprechen: Erfinde eine vierzeilige Strophe mit Paarreim. Lies sie laut vor und klatsche bei jedem Reimwort einmal.
  3. Sprachliche Bilder finden: Schreibe je einen eigenen Satz mit Metapher, Vergleich und Personifikation. Markiere das sprachliche Mittel.
  4. Rhythmus hören: Suche fünf zweisilbige Wörter. Ordne sie nach ihrer natürlichen Betonung eher Jambus oder Trochäus zu und sprich sie laut.


Standard

  1. Gedicht markieren: Wähle ein kurzes Gedicht aus Deinem Schulbuch. Markiere Versenden, Reimwörter und mindestens zwei sprachliche Mittel in unterschiedlichen Farben.
  2. Hörvergleich: Nimm denselben Vierzeiler zweimal als Audio auf: einmal ruhig, einmal schnell und stark betont. Vergleiche die Wirkung beider Aufnahmen.
  3. Reimwirkung untersuchen: Schreibe eine vierzeilige Strophe zuerst mit Paarreim und dann mit Kreuzreim. Lies beide Versionen vor und beschreibe Unterschiede im Klang.
  4. Bildsprache umformen: Formuliere drei sachliche Sätze in bildhafte Sprache um. Nutze dabei mindestens eine Metapher und eine Personifikation.


Schwer

  1. Gedichtvortrag gestalten: Bereite einen einminütigen Gedichtvortrag vor. Markiere vorher Betonungen, Pausen, Reime und sprachliche Bilder. Begründe anschließend zwei Entscheidungen Deines Vortrags.
  2. Stilmittel vergleichen: Schreibe zu demselben Thema drei kurze Verse: einen mit Metapher, einen mit Vergleich und einen mit Personifikation. Erkläre, wie sich die Wirkung verändert.
  3. Rhythmus und Inhalt verbinden: Erfinde zwei kurze Strophen zum Thema Bewegung. Eine soll möglichst regelmäßig, die andere bewusst stockend klingen. Beschreibe, wie der Rhythmus zum Inhalt passt.
  4. Mini-Erklärvideo: Produziere ein höchstens zweiminütiges Lernvideo zu Reim, Rhythmus oder sprachlichen Bildern. Nutze eigene Beispiele und mindestens eine sichtbare Markierung im Bild.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Wirkung vergleichen: Vergleiche zwei kurze Strophen mit unterschiedlichem Reimschema. Erkläre, wie die Reimordnung den Höreindruck verändert.
  2. Rhythmus deuten: Lies einen kurzen Vers laut, markiere die stärksten Betonungen und erkläre, wie der Rhythmus zur Stimmung passen könnte.
  3. Bildsprache übertragen: Erkläre die Metapher „Ein Meer aus Lichtern“ zuerst in sachlicher Sprache und danach in einem eigenen bildhaften Satz mit ähnlicher Wirkung.
  4. Personifikation begründen: Untersuche den Satz „Der Morgen klopft ans Fenster“. Erkläre nicht nur das Stilmittel, sondern auch, welche Vorstellung dadurch entsteht.
  5. Gedichtvortrag reflektieren: Beschreibe, wie Lautstärke, Pausen und Betonungen die Wirkung eines Gedichts verändern können. Nutze ein eigenes Beispiel.
  6. Form und Inhalt verbinden: Erkläre an einer selbst gewählten Strophe, wie mindestens zwei Merkmale aus Reim, Rhythmus und sprachlichen Bildern gemeinsam wirken.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Fachbegriffe nicht nur wiedererkennst, sondern sinnvoll anwendest.

  1. Du erkennst Vers und Strophe.
  2. Du bestimmst einfache Reimschemata wie Paarreim, Kreuzreim und umarmenden Reim.
  3. Du hörst und markierst betonte und unbetonte Silben in einfachen Beispielen.
  4. Du unterscheidest Jambus und Trochäus auf Grundniveau.
  5. Du erkennst Metapher, Vergleich, Personifikation, Alliteration und einfache Wiederholungen.
  6. Du belegst Deine Beobachtung mit einer passenden Textstelle.
  7. Du erklärst die Wirkung eines sprachlichen Mittels in einem verständlichen Satz.
  8. Du kannst einen kurzen Gedichtvortrag so gestalten, dass Betonung, Pausen und Klang den Inhalt unterstützen.




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