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D9 G - Innerer Monolog zur Ganzschrift

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D9 G - Innerer Monolog zur Ganzschrift



D9 G - Innerer Monolog zur Ganzschrift


Einleitung

Ein innerer Monolog zeigt die Gedanken und Gefühle einer literarischen Figur so, als könntest Du direkt in ihren Kopf hören. Die Figur spricht dabei nicht zu einer anderen Person, sondern zu sich selbst. Für eine Ganzschrift ist diese Schreibform besonders wichtig, weil Du zeigen kannst, dass Du die Figur, ihre Beziehungen und ihren aktuellen Konflikt verstanden hast.

In diesem aiMOOC trainierst Du den inneren Monolog auf G-Niveau in Klasse 9. Im Mittelpunkt stehen vier Fragen: Was denkt die Figur? Was fühlt sie? Welcher Konflikt beschäftigt sie? Was weiß die Figur an dieser Stelle der Ganzschrift? Du arbeitest mit Modellen, verbesserst fehlerhafte Texte und schreibst schließlich eigene glaubwürdige Monologe.

Ein innerer Monolog ist eine Form der Innensicht. In der Literatur wird damit das Denken einer Figur unmittelbar dargestellt. Typisch sind die Ich-Perspektive, eine starke Nähe zur Figur und eine Sprache, die zu ihrer Situation passt. Anders als in einer normalen Erzählung erklärt kein Erzähler von außen, was geschieht. Die Gedanken der Figur selbst stehen im Mittelpunkt.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du einen inneren Monolog zu einer Stelle aus einer Ganzschrift planen, schreiben und überarbeiten. Du kannst dabei:

  1. Figurenwissen: Informationen aus der Ganzschrift auswählen, die die Figur zu diesem Zeitpunkt wirklich kennen kann.
  2. Gedanken: Überlegungen, Erinnerungen, Fragen und Entscheidungen aus der Ich-Perspektive formulieren.
  3. Gefühle: Gefühle passend zur Situation benennen und durch Gedanken sprachlich sichtbar machen.
  4. Konflikt: einen inneren oder äußeren Konflikt der Figur in den Mittelpunkt stellen.
  5. Texttreue: Deinen Monolog so schreiben, dass er zur Handlung und zur Figur passt.
  6. Überarbeitung: Perspektivfehler, unpassende Informationen und zu sachliche Formulierungen erkennen und verbessern.


Was ist ein innerer Monolog?

Der innere Monolog ist ein stummes Selbstgespräch einer Figur. Leserinnen und Leser erfahren, was die Figur denkt, obwohl andere Figuren diese Gedanken nicht hören. Dadurch wird die Figurenperspektive besonders deutlich.

Wichtig für Deine Schreibaufgabe: Ein innerer Monolog ist keine Nacherzählung. Du sollst nicht einfach wiederholen, was im Buch passiert. Du sollst zeigen, wie die Figur das Geschehen erlebt, bewertet und innerlich verarbeitet.


Die vier Bausteine: Gedanken, Gefühle, Konflikte, Figurenwissen


Gedanken

Gedanken können Fragen, Vermutungen, Erinnerungen, Selbstvorwürfe, Hoffnungen oder Pläne sein. Eine Figur denkt zum Beispiel nicht nur: „Ich bin traurig“, sondern vielleicht: „Warum hat sie mir das verschwiegen? Habe ich ihr wirklich so wenig bedeutet?“ So wird das Denken lebendiger.


Gefühle

Gefühle sollen zur Situation passen. Nutze möglichst genaue Wörter: enttäuscht, erleichtert, wütend, unsicher, eifersüchtig, beschämt, stolz, ängstlich oder hoffnungsvoll. Noch besser ist es, Gefühle durch Gedanken zu zeigen: „Ich will hier weg. Alle sehen mich an. Bestimmt merken sie, wie peinlich mir das ist.“


Konflikte

Ein innerer Konflikt entsteht, wenn eine Figur zwischen zwei Möglichkeiten, Wünschen oder Pflichten schwankt. Ein äußerer Konflikt besteht zwischen Figuren oder zwischen einer Figur und ihrer Umwelt. Im inneren Monolog wird ein äußerer Konflikt häufig zu einem inneren Konflikt: Die Figur fragt sich zum Beispiel, ob sie widersprechen, schweigen, fliehen oder die Wahrheit sagen soll.


Figurenwissen

Für einen glaubwürdigen inneren Monolog gilt eine wichtige Regel: Die Figur darf nur wissen, was sie bis zu dieser Stelle der Ganzschrift erfahren hat. Wissen aus späteren Kapiteln gehört nicht in den Monolog. Auch Informationen, die nur andere Figuren kennen, darfst Du nicht einfach verwenden.

Das ist besonders wichtig bei einer Schreibaufgabe zu einer konkreten Textstelle. Prüfe deshalb immer: Wo genau in der Handlung befindet sich die Figur? Was ist vorher passiert? Was weiß sie noch nicht?


Merkmale eines gelungenen inneren Monologs

  1. Ich-Perspektive: Die Figur denkt aus ihrer eigenen Sicht mit „ich“, „mir“ und „mein“.
  2. Präsens: Die Gedanken stehen meist in der Gegenwart, Erinnerungen können sich auf Vergangenes beziehen.
  3. Innensicht: Gedanken, Gefühle, Wünsche, Ängste und Bewertungen stehen im Mittelpunkt.
  4. Figurensprache: Wortwahl und Ton passen zum Alter, zur Situation und zum Charakter der Figur.
  5. Spontaneität: Fragen, Ausrufe, kurze Sätze, Ellipsen und Wiederholungen können den Gedankenfluss lebendig machen.
  6. Texttreue: Der Monolog widerspricht der Ganzschrift nicht.
  7. Konfliktorientierung: Die Figur ringt mit einem Problem, einer Entscheidung oder einer Beziehung.
  8. Entwicklung: Am Ende kann eine Erkenntnis, ein Entschluss, eine neue Frage oder eine offene Unsicherheit stehen.


Was gehört nicht hinein?

Vermeide einen Erzähler von außen, lange sachliche Zusammenfassungen und Wissen, das die Figur nicht besitzen kann. Auch Formulierungen wie „Dann dachte sie, dass sie traurig war“ passen nicht zur unmittelbaren Ich-Perspektive. Besser ist: „Warum trifft mich das so? Ich dachte, ich wäre darauf vorbereitet.“

Ein weiterer häufiger Fehler ist das bloße Aufzählen von Gefühlen: „Ich bin traurig. Ich bin wütend. Ich bin enttäuscht.“ Glaubwürdiger wirkt eine Verbindung von Gefühl, Grund und Gedanke: „Ich könnte schreien. Erst verspricht er mir, nichts zu sagen, und jetzt wissen es alle.“


Schreibplan in sechs Schritten

  1. Textstelle klären: Lies die Aufgabenstellung und bestimme den genauen Moment in der Ganzschrift.
  2. Figurenwissen sammeln: Notiere drei bis fünf Informationen, die die Figur an dieser Stelle sicher kennt.
  3. Gefühle bestimmen: Wähle zwei oder drei passende Gefühle und notiere jeweils den Grund.
  4. Konflikt formulieren: Schreibe den Konflikt als Frage auf, zum Beispiel „Soll ich die Wahrheit sagen oder weiter schweigen?“
  5. Gedanken ordnen: Plane Anfang, innere Auseinandersetzung und möglichen Schluss.
  6. Überarbeiten: Prüfe Ich-Perspektive, Texttreue, Figurenstimme, Gefühle und sprachliche Lebendigkeit.


G-Niveau: Ein einfacher Schreibrahmen

Wenn Dir der Anfang schwerfällt, kannst Du Deinen Monolog nach diesem Rahmen aufbauen:

  1. Auslöser: Was ist gerade passiert und warum lässt es die Figur nicht los?
  2. Erste Reaktion: Welcher spontane Gedanke oder welches Gefühl kommt zuerst?
  3. Konflikt: Zwischen welchen Möglichkeiten schwankt die Figur?
  4. Erinnerung oder Figurenwissen: Welche frühere Erfahrung beeinflusst den Gedanken?
  5. Abwägen: Was spricht für die eine, was für die andere Möglichkeit?
  6. Schlussgedanke: Was nimmt sich die Figur vor oder welche Frage bleibt offen?

Der Rahmen ist eine Hilfe, kein starres Rezept. Ein guter innerer Monolog darf unruhig, sprunghaft oder emotional wirken, solange er verständlich und zur Figur passend bleibt.


Modell- und Überarbeitungswerkstatt

Für die folgenden Modelle wird eine erfundene Übungsszene benutzt, damit Du die Methode unabhängig von Eurer Ganzschrift üben kannst:

Situation: Die Figur Mara hat ihrer Freundin Leila etwas Persönliches anvertraut. Am nächsten Tag merkt Mara, dass mehrere Mitschülerinnen und Mitschüler davon wissen. Leila behauptet, sie habe nichts weitererzählt. Mara ist verletzt und unsicher, ob sie Leila glauben soll.


Modell 1: Eine zu sachliche Rohfassung

Rohfassung:

Mara hat erfahren, dass andere von ihrem Geheimnis wissen. Sie ist traurig und wütend. Sie fragt sich, ob Leila es weitererzählt hat. Danach möchte sie mit Leila sprechen. Vielleicht klärt sich alles.

Auftrag zur Überarbeitung: Prüfe die Rohfassung. Markiere Stellen, die wie eine Nacherzählung von außen klingen. Formuliere den Text anschließend in eine unmittelbare Ich-Perspektive um. Baue mindestens zwei Fragen, ein genaueres Gefühl und einen inneren Konflikt ein.


Modell 2: Glaubwürdige Ich-Perspektive

Überarbeitete Fassung:

Was soll ich jetzt glauben? Gestern habe ich Leila noch vertraut. Nur ihr. Und heute tuscheln plötzlich alle. Zufall? Wohl kaum. Aber wenn sie es wirklich weitererzählt hat ... warum sieht sie mich dann so ruhig an? Vielleicht beschuldige ich sie gerade zu Unrecht. Trotzdem tut es weh. Ich will sie fragen. Sofort. Nein, nicht vor allen. Was, wenn sie mich wieder anlügt? Ich muss erst wissen, was ich überhaupt sagen will. Aber schweigen kann ich auch nicht.

Modellfrage: Welche Stellen zeigen Gedanken, welche Gefühle und welche den Konflikt? Suche jeweils mindestens zwei Beispiele und erkläre ihre Wirkung in eigenen Worten.


Modell 3: Perspektivfehler finden

Fehlerhafter Text:

Warum hat Leila das getan? Später wird Mara erfahren, dass in Wirklichkeit Jonas das Geheimnis zufällig gehört hat. Leila ist also unschuldig. Mara geht nun zum nächsten Unterricht und der Erzähler sieht, wie nervös sie ist. Ich sollte mich besser beruhigen.

Überarbeitungsauftrag: Finde mindestens drei Perspektivfehler. Schreibe die Passage so um, dass nur Maras Wissen in diesem Moment vorkommt. Achte darauf, dass kein Erzähler von außen eingreift.


Modell 4: Figurenwissen statt Erfinden

Bevor Du einen Monolog zur Ganzschrift schreibst, kannst Du eine kleine Belegtabelle anlegen:

Frage Notiz aus der Ganzschrift Bedeutung für den Monolog
Was ist unmittelbar vorher passiert? kurze Textnotiz Auslöser des Denkens
Was weiß die Figur sicher? belegbare Information darf verwendet werden
Was vermutet die Figur nur? Vermutung als Frage oder Unsicherheit formulieren
Was weiß die Figur noch nicht? spätere Information darf nicht als Tatsache erscheinen
Welche Beziehung ist wichtig? Verhalten und frühere Erfahrungen beeinflusst Gefühle und Wortwahl

Überarbeitungsauftrag: Fülle die Tabelle für eine Figur aus Eurer Ganzschrift. Schreibe danach fünf Sätze inneren Monolog. Unterstreiche in jedem Satz die Information, auf der Dein Satz beruht.


Modell 5: Gefühle genauer machen

Zu allgemein: „Ich bin schlecht drauf, weil alles blöd ist.“

Genauer: „Ich bin enttäuscht. Ich habe ihm vertraut, und jetzt weiß ich nicht einmal, ob ich seiner Entschuldigung glauben kann.“

Noch stärker in der Figurenstimme: „Super. Genau das habe ich gebraucht. Erst verspricht er mir, ehrlich zu sein, und dann das. Wie soll ich ihm jetzt noch irgendetwas glauben?“

Überarbeitungsauftrag: Formuliere fünf allgemeine Gefühlssätze aus Deinem Entwurf so um, dass das Gefühl durch Gedanken, Gründe und passende Wortwahl sichtbar wird.


Modell 6: Konflikt ausbauen

Einfach: „Ich weiß nicht, ob ich es sagen soll.“

Ausgebaut: „Wenn ich die Wahrheit sage, ist sie bestimmt wütend auf mich. Aber wenn ich schweige und alles später herauskommt? Dann verliere ich ihr Vertrauen erst recht. Was ist schlimmer?“

Überarbeitungsauftrag: Nimm einen Konfliktsatz aus Deiner Ganzschrift. Formuliere daraus vier bis sechs Gedanken, in denen die Figur zwei Möglichkeiten gegeneinander abwägt.


Modell 7: Figurenstimme prüfen

Eine glaubwürdige Figurenstimme passt zur Figur. Ein jüngerer, impulsiver Charakter kann anders denken als eine ruhige, überlegte Figur. Eine selbstbewusste Figur verwendet möglicherweise andere Wörter als eine unsichere Figur.

Aufgabe: Schreibe denselben Grundgedanken zweimal:

  1. als impulsive, wütende Figur;
  2. als vorsichtige, nachdenkliche Figur.

Vergleiche danach Satzlänge, Wortwahl, Fragen und Ausrufe. Übertrage diese Beobachtung auf eine Figur aus der Ganzschrift.


Modell 8: Vom Erzählbericht zum inneren Monolog

Erzählbericht: „Die Figur betritt den Raum und bemerkt, dass die anderen verstummen. Sie vermutet, dass über sie gesprochen wurde.“

Deine Aufgabe: Verwandle den Erzählbericht in einen inneren Monolog. Beginne nicht mit einer Erklärung der Situation, sondern direkt mit einem Gedanken. Verwende mindestens eine Frage und eine Vermutung.


Modell 9: Unpassendes Wissen entfernen

In einem Entwurf steht: „Ich weiß schon, dass er mich morgen verraten wird.“

Prüffrage: Kann die Figur das an dieser Stelle wirklich wissen? Wenn nicht, formuliere die Aussage als glaubwürdige Befürchtung um, zum Beispiel: „Was, wenn er mich morgen verrät?“

Überarbeitungsauftrag: Suche in Deinem eigenen Text alle Aussagen über andere Figuren und über die Zukunft. Markiere jede Aussage als Wissen, Vermutung oder Befürchtung. Formuliere ungesichertes Wissen neu.


Modell 10: Schlussvarianten

Ein innerer Monolog muss nicht immer mit einer fertigen Lösung enden. Drei mögliche Schlussformen sind:

  1. Entschluss: Die Figur entscheidet, was sie als Nächstes tun will.
  2. Erkenntnis: Die Figur versteht etwas über sich oder eine andere Figur.
  3. Offene Frage: Der Konflikt bleibt bestehen, aber die Unsicherheit wird deutlich.

Überarbeitungsauftrag: Schreibe zu Deinem Monolog drei unterschiedliche Schlussvarianten. Wähle anschließend die Variante, die am besten zur Figur und zur Textstelle passt, und begründe Deine Wahl.


Überarbeitungscheck: Fünf Durchgänge

Überarbeite nicht alles gleichzeitig. Gehe Deinen Text fünfmal mit jeweils einem Schwerpunkt durch:

  1. Figurenwissen: Streiche oder ändere alles, was die Figur noch nicht wissen kann.
  2. Perspektive: Suche Erzählerformulierungen und ersetze sie durch unmittelbare Ich-Gedanken.
  3. Gefühle: Prüfe, ob Gefühle einen erkennbaren Grund haben und sprachlich deutlich werden.
  4. Konflikt: Prüfe, ob die Figur wirklich mit einer Frage, Entscheidung oder Beziehung ringt.
  5. Sprache: Ergänze passende Fragen, Ausrufe, kurze Sätze oder Wiederholungen, ohne den Text künstlich wirken zu lassen.


Partnerfeedback mit vier Fragen

Tausche Deinen Entwurf mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler. Die Rückmeldung soll konkret sein:

  1. Wo klingt die Stimme besonders glaubwürdig nach der Figur?
  2. Welche Stelle zeigt ein Gefühl besonders deutlich?
  3. Wo ist der Konflikt erkennbar?
  4. Gibt es eine Stelle, an der die Figur etwas weiß, das sie nicht wissen dürfte?

Überarbeite danach mindestens drei Stellen und notiere kurz, was Du verändert hast.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel eines inneren Monologs zur Ganzschrift? (Die Gedanken und Gefühle einer Figur glaubwürdig zeigen) (!Die gesamte Handlung möglichst vollständig nacherzählen) (!Nur das Aussehen der Figur beschreiben) (!Die Meinung des Autors erklären)




Welche Perspektive passt normalerweise zum inneren Monolog? (Ich-Perspektive) (!Er-Perspektive eines allwissenden Erzählers) (!Wir-Perspektive der ganzen Klasse) (!Sachliche Berichtsperspektive)




Was darf eine Figur in einem texttreuen inneren Monolog wissen? (Nur Informationen die sie bis zu dieser Stelle kennen kann) (!Alle Ereignisse bis zum Ende des Buches) (!Alle geheimen Gedanken der anderen Figuren) (!Alles was die Lesenden wissen)




Welche Formulierung zeigt einen inneren Konflikt am deutlichsten? (Soll ich die Wahrheit sagen oder weiter schweigen?) (!Der Raum hat drei Fenster) (!Gestern war Montag) (!Das Kapitel ist zehn Seiten lang)




Welche Formulierung wirkt besonders wie ein unmittelbarer Gedanke? (Warum habe ich ihm nur geglaubt?) (!Die Figur fragte sich warum sie ihm geglaubt hatte) (!Der Erzähler erklärt ihre Unsicherheit) (!Man erkennt an dieser Stelle ein Stilmittel)




Was macht Gefühle im inneren Monolog glaubwürdiger? (Ein erkennbarer Grund und passende Gedanken) (!Möglichst viele Gefühlswörter ohne Zusammenhang) (!Nur neutrale Sachinformationen) (!Ein Wechsel in die Perspektive anderer Figuren)




Welche Zeitform ist für unmittelbare Gedanken meistens passend? (Präsens) (!Plusquamperfekt in jedem Satz) (!Futur II in jedem Satz) (!Nur Präteritum)




Welche Aussage beschreibt eine sinnvolle Überarbeitung? (Perspektivfehler suchen und in Ich-Gedanken umformulieren) (!Jeden Satz möglichst gleich lang machen) (!Alle Fragen aus dem Text entfernen) (!Die Handlung des Buches vollständig ergänzen)




Was ist bei der Figurenstimme wichtig? (Wortwahl und Ton passen zum Charakter der Figur) (!Alle Figuren denken genau gleich) (!Die Sprache muss immer besonders wissenschaftlich sein) (!Der Monolog muss wie ein Lexikon klingen)




Welche Schlussform kann zu einem inneren Monolog passen? (Ein Entschluss eine Erkenntnis oder eine offene Frage) (!Immer eine Zusammenfassung des ganzen Romans) (!Immer eine direkte Ansprache an die Lesenden) (!Immer ein sachlicher Literaturhinweis)





Memory

Ich-Perspektive eigene Sicht der Figur
Präsens unmittelbare Gegenwart
Texttreue Übereinstimmung mit der Ganzschrift
Figurenwissen bekannte Informationen
Gefühlssignal emotionale Reaktion
Konfliktfrage inneres Abwägen
Überarbeitung gezieltes Verbessern





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Gedanke innere Überlegung
Gefühl emotionale Reaktion
Konflikt gegensätzliche Wünsche
Figurenwissen textlich bekannte Information
Vermutung unsichere Annahme
Entschluss gewählte Handlung






Kreuzworträtsel

Perspektive Wie heißt die Sichtweise aus der eine Figur denkt?
Konflikt Wie heißt ein Gegensatz zwischen Wünschen oder Zielen?
Gefuehl Was kann sich als Angst Freude oder Wut zeigen?
Texttreue Wie heißt die Übereinstimmung mit der Vorlage?
Vermutung Wie heißt eine Annahme die noch nicht sicher ist?
Entschluss Wie heißt eine bewusst getroffene Entscheidung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein innerer Monolog wird normalerweise aus der

geschrieben.
Die Gedanken wirken besonders unmittelbar wenn sie überwiegend im

stehen.
Die Figur darf nur das verwenden was zu diesem Zeitpunkt zu ihrem

gehört.
Ein glaubwürdiger Monolog zeigt nicht nur Ereignisse sondern auch

.
Zwischen zwei gegensätzlichen Wünschen entsteht ein innerer

.
Eine unsichere Annahme sollte als

erkennbar sein.
Die Sprache soll zur Persönlichkeit und Situation der

passen.
Bei der Überarbeitung prüfst Du zuerst die

.
Fragen und kurze Sätze können den

lebendiger wirken lassen.
Am Ende kann die Figur einen Entschluss fassen oder eine Frage

lassen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gedanken sammeln: Wähle eine wichtige Stelle aus Eurer Ganzschrift und notiere sechs Gedanken, die der ausgewählten Figur in diesem Moment durch den Kopf gehen könnten.
  2. Gefühle präzisieren: Notiere drei Gefühle der Figur zur Textstelle und schreibe zu jedem Gefühl einen Grund aus der Handlung.
  3. Perspektivwechsel üben: Formuliere fünf Sätze eines Erzählerberichts in unmittelbare Ich-Gedanken der Figur um.
  4. Modell verbessern: Nimm einen absichtlich einfachen Satz wie „Ich bin traurig“ und entwickle daraus drei glaubwürdigere Varianten mit Grund und Gedanken.


Standard

  1. Konflikt-Monolog: Schreibe einen inneren Monolog von etwa 150 bis 200 Wörtern zu einer Entscheidungssituation der Ganzschrift. Zeige mindestens zwei mögliche Handlungen und ihre Folgen aus Sicht der Figur.
  2. Figurenwissen prüfen: Markiere in Deinem Monolog jede wichtige Information und notiere daneben, woher die Figur sie in der Ganzschrift wissen kann.
  3. Zwei Fassungen vergleichen: Schreibe zuerst eine sachliche Rohfassung und danach eine überarbeitete Fassung mit stärkerer Figurenstimme. Erkläre fünf Verbesserungen.
  4. Partnerlektorat: Tauscht Eure Monologe. Gebt Euch Rückmeldung zu Gedanken, Gefühlen, Konflikt und Figurenwissen und überarbeitet anschließend mindestens vier Stellen.


Schwer

  1. Doppelperspektive: Schreibe dieselbe Konfliktszene aus der inneren Sicht von zwei verschiedenen Figuren. Zeige, dass beide dieselbe Situation unterschiedlich bewerten.
  2. Subtext gestalten: Wähle eine Dialogszene der Ganzschrift. Schreibe einen inneren Monolog, in dem deutlich wird, dass die Figur innerlich etwas anderes denkt als sie laut sagt.
  3. Überarbeitungsprotokoll: Erstelle drei Fassungen eines Monologs. Dokumentiere nach jeder Fassung, welche Änderungen Du an Texttreue, Gefühlssprache, Konflikt und Figurenstimme vorgenommen hast.
  4. Audio-Monolog: Nimm Deinen fertigen Monolog als kurze Audio- oder Videoinszenierung auf. Sprich so, dass Unsicherheit, Wut, Angst oder Hoffnung hörbar werden, und begründe anschließend drei Sprechentscheidungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Textstelle und Perspektive: Wähle einen Wendepunkt aus der Ganzschrift. Erkläre, welche zwei Informationen die Figur sicher weiß und welche wichtige Information sie noch nicht kennen kann. Zeige anschließend, wie diese Grenze Deinen Monolog beeinflusst.
  2. Konflikt übertragen: Formuliere den Hauptkonflikt einer Figur als Entscheidungsfrage. Entwickle zwei mögliche innere Reaktionen und begründe, welche besser zum bisherigen Verhalten der Figur passt.
  3. Modellkritik: Du erhältst einen inneren Monolog, der zwar emotional klingt, aber der Ganzschrift widerspricht. Beschreibe die Widersprüche und überarbeite drei zentrale Stellen.
  4. Figurenvergleich: Vergleiche zwei Figuren derselben Ganzschrift. Erkläre, warum sie auf denselben Auslöser unterschiedlich denken und fühlen würden, und formuliere für jede Figur einen kurzen Beispielgedanken.
  5. Wirkung von Sprache: Vergleiche einen ruhigen, ausführlichen inneren Monolog mit einer Version aus kurzen Fragen und Ausrufen. Erkläre, welche Fassung zu welcher Konfliktsituation besser passt.
  6. Transfer auf neue Szene: Erfinde eine zusätzliche, aber zur Ganzschrift passende Entscheidungssituation. Schreibe einen kurzen Monolog und erkläre anschließend, wie Du Figurenwissen und Texttreue gesichert hast.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einen Text abgibst, sondern zeigen kannst, wie Du ihn geplant und verbessert hast.

  1. Textverständnis: Du kannst die gewählte Stelle in den Handlungszusammenhang einordnen.
  2. Figurenwissen: Du verwendest nur Informationen, die die Figur zu diesem Zeitpunkt kennen kann.
  3. Ich-Perspektive: Du hältst die Innensicht glaubwürdig durch.
  4. Gedanken und Gefühle: Du machst innere Reaktionen nachvollziehbar und begründest sie durch die Situation.
  5. Konfliktgestaltung: Du entwickelst ein echtes inneres Abwägen statt einer bloßen Nacherzählung.
  6. Figurenstimme: Wortwahl und Ton passen zur Figur.
  7. Überarbeitung: Du kannst mindestens drei konkrete Verbesserungen zwischen Rohfassung und Endfassung erklären.
  8. Texttreue: Dein Monolog widerspricht der Ganzschrift nicht.




OERs zum Thema


Weitere freie Medien und Lernimpulse

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien helfen Dir beim Nachdenken über Schreiben, Gedanken und Gefühle. Die Videos geben zusätzliche Erklärungen zur Schreibform. Nutze sie als Lernimpuls und überprüfe anschließend an Eurer Ganzschrift, welche Regeln für die konkrete Figur und Textstelle wichtig sind.


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