D9 G - Adverbiale Bestimmungen und Attribute

D9 G - Adverbiale Bestimmungen und Attribute
D9 G - Adverbiale Bestimmungen und Attribute
Einleitung
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du adverbiale Bestimmungen und Attribute erkennst, unterscheidest und selbst sinnvoll verwendest. Das Thema gehört zur Grammatik und ist besonders wichtig, wenn Du Sätze genauer untersuchen, verständlicher schreiben oder abwechslungsreicher formulieren möchtest.
Der Schwerpunkt liegt auf drei grundlegenden adverbialen Bedeutungen:
- temporal: Wann? Wie lange? Seit wann? Wie oft?
- lokal: Wo? Wohin? Woher?
- kausal: Warum? Aus welchem Grund?
Außerdem lernst Du, dass ein Attribut keine eigene adverbiale Bestimmung ist. Ein Attribut gehört meistens zu einem Nomen und beschreibt dieses Nomen genauer.
Merksatz: Eine adverbiale Bestimmung beschreibt meistens die Umstände eines Geschehens. Ein Attribut beschreibt meistens ein Nomen innerhalb eines Satzglieds genauer.
Dieser aiMOOC ist für die Klasse 9 auf G-Niveau aufgebaut. Du arbeitest mit kurzen Regeln, vielen Beispielen, Proben und Übungen.

Die Grafik zeigt verschiedene Ebenen der Sprachbeschreibung. In diesem aiMOOC beschäftigst Du Dich vor allem mit der Syntax, also mit dem Bau von Sätzen.
Lernziele
Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du:
- Satzglieder und Satzgliedteile voneinander unterscheiden.
- temporale, lokale und kausale adverbiale Bestimmungen erkennen.
- passende Frageproben verwenden.
- Attribute als nähere Bestimmungen eines Nomens erkennen.
- Adjektivattribute, Genitivattribute, Präpositionalattribute und Relativsätze in einfachen Beispielen bestimmen.
- ähnlich aussehende Präpositionalgruppen als Adverbial oder Attribut unterscheiden.
- eigene Sätze mit adverbialen Bestimmungen und Attributen gezielt erweitern.
- sprachliche Wirkungen erklären, die durch genauere Zeit-, Orts-, Grund- und Eigenschaftsangaben entstehen.
Grundlagen: Satzglieder und Satzgliedteile
Ein Satz besteht aus verschiedenen Bausteinen. Viele dieser Bausteine nennt man Satzglieder. Typische Satzglieder sind das Subjekt, verschiedene Objekte und adverbiale Bestimmungen.
Beispiel:
Mia wartet heute vor der Schule auf ihre Freundin.
Die Wortgruppen können untersucht werden:
- Mia ist das Subjekt.
- heute ist eine temporale adverbiale Bestimmung.
- vor der Schule ist eine lokale adverbiale Bestimmung.
- auf ihre Freundin gehört zum Verb warten auf und ist hier ein Präpositionalobjekt.
Nicht jede Wortgruppe, die mit einer Präposition beginnt, ist also automatisch eine adverbiale Bestimmung.
Die Umstellprobe
Mit der Umstellprobe kannst Du prüfen, welche Wörter zusammen ein Satzglied bilden. Ein Satzglied lässt sich meistens als Ganzes verschieben.
Beispiel:
Der freundliche Schüler löst morgens die Aufgabe.
Umstellungen:
Morgens löst der freundliche Schüler die Aufgabe.
Die Aufgabe löst der freundliche Schüler morgens.
Der freundliche Schüler bleibt beim Verschieben zusammen. Das Wort freundliche gehört zum Nomen Schüler. Es ist ein Adjektivattribut und kein eigenes Satzglied.
Wichtig: Die Umstellprobe ist eine Hilfe. Sie funktioniert nicht in jedem schwierigen Satz gleich eindeutig. Auf G-Niveau reicht sie aber zusammen mit der Frage nach dem Bezugswort meistens gut aus.

Auch ältere Sprachlehren haben Satzstrukturen mit sogenannten Satzbildern dargestellt. Die Grundidee ist bis heute nützlich: Du untersuchst, welche Wörter zusammengehören und welche Aufgabe sie im Satz erfüllen.
Adverbiale Bestimmungen
Eine adverbiale Bestimmung gibt zusätzliche Informationen über ein Geschehen, einen Vorgang oder einen Zustand. Sie kann zum Beispiel sagen, wann, wo oder warum etwas passiert.
Beispiel:
Die Klasse arbeitet heute wegen des Tests im Computerraum.
Hier findest Du drei wichtige Angaben:
- heute sagt, wann die Klasse arbeitet.
- wegen des Tests sagt, warum die Klasse arbeitet.
- im Computerraum sagt, wo die Klasse arbeitet.
Adverbiale Bestimmungen können aus einzelnen Wörtern oder aus Wortgruppen bestehen.

Achtung: Ein Adverb ist eine Wortart. Eine adverbiale Bestimmung ist eine Funktion im Satz. Ein Adverb kann eine adverbiale Bestimmung bilden, aber nicht jede adverbiale Bestimmung besteht nur aus einem Adverb.
Beispiele:
Dort wartet Samir.
Nach dem Unterricht wartet Samir.
In beiden Sätzen liegt eine lokale Angabe vor. Im ersten Satz besteht sie aus dem Adverb dort, im zweiten aus einer Präpositionalgruppe.
Temporale adverbiale Bestimmungen
Eine temporale adverbiale Bestimmung gibt eine Zeit an.
Typische Fragen sind:
- Wann?
- Wie lange?
- Seit wann?
- Bis wann?
- Wie oft?
Beispiele:
Morgen schreiben wir eine Arbeit.
Wir trainieren zwei Stunden.
Seit Montag fehlt Jana.
Die AG trifft sich jede Woche.
Im Satz Morgen schreiben wir eine Arbeit lautet die Frage:
Wann schreiben wir eine Arbeit?
Antwort: Morgen.
Damit ist Morgen eine temporale adverbiale Bestimmung.
Lokale adverbiale Bestimmungen
Eine lokale adverbiale Bestimmung gibt einen Ort, eine Richtung oder einen Ausgangspunkt an.
Typische Fragen sind:
- Wo?
- Wohin?
- Woher?
Beispiele:
Wir treffen uns auf dem Schulhof.
Der Bus fährt zum Bahnhof.
Leon kommt aus der Sporthalle.
Im Satz Wir treffen uns auf dem Schulhof lautet die Frage:
Wo treffen wir uns?
Antwort: auf dem Schulhof.
Damit ist auf dem Schulhof eine lokale adverbiale Bestimmung.
Kausale adverbiale Bestimmungen
Eine kausale adverbiale Bestimmung nennt einen Grund oder eine Ursache.
Typische Fragen sind:
- Warum?
- Weshalb?
- Aus welchem Grund?
Beispiele:
Wegen des Regens bleibt das Training in der Halle.
Nora fehlt aus gesundheitlichen Gründen.
Vor Müdigkeit gähnt Ben ständig.
Im Satz Wegen des Regens bleibt das Training in der Halle lautet die Frage:
Warum bleibt das Training in der Halle?
Antwort: wegen des Regens.
Damit ist wegen des Regens eine kausale adverbiale Bestimmung.
Ein kurzer Ausblick: modal
Neben temporal, lokal und kausal gibt es weitere adverbiale Bedeutungen. Besonders häufig ist die modale adverbiale Bestimmung. Sie beschreibt die Art und Weise.
Beispiel:
Leise öffnet Mia die Tür.
Frage: Wie öffnet Mia die Tür?
Antwort: leise.
Für diesen aiMOOC bleibt der Schwerpunkt aber auf temporal, lokal und kausal.
Attribute
Ein Attribut beschreibt ein Bezugswort genauer. In einfachen Schulbeispielen ist dieses Bezugswort meistens ein Nomen.
Beispiel:
Der schnelle Bus kommt.
Das Nomen ist Bus. Das Wort schnelle beschreibt den Bus genauer. Es ist ein Adjektivattribut.
Das Attribut ist normalerweise kein eigenes Satzglied. Es gehört zu dem Satzglied, in dem sein Bezugswort steht.
Vergleiche:
Der Bus kommt.
Der schnelle Bus kommt.
Die Wortgruppe der schnelle Bus bildet gemeinsam das Subjekt. Das Attribut schnelle ist ein Teil dieses Subjekts.
Adjektivattribut
Ein Adjektivattribut steht bei einem Nomen und beschreibt eine Eigenschaft.
Beispiele:
der neue Rucksack
eine schwierige Aufgabe
das große Fenster
Im Satz:
Der neue Rucksack liegt auf dem Tisch.
ist neue ein Attribut zum Nomen Rucksack.

Adjektive können ihre Endung verändern. Für das Erkennen des Attributs ist hier vor allem wichtig: Das Adjektiv steht beim Nomen und beschreibt es genauer.
Genitivattribut
Ein Genitivattribut steht im Genitiv und bestimmt ein Nomen näher.
Beispiel:
Das Fahrrad meines Bruders ist neu.
Das Bezugswort ist Fahrrad. Die Wortgruppe meines Bruders sagt genauer, wessen Fahrrad gemeint ist.
Frage:
Wessen Fahrrad?
Antwort:
meines Bruders.
Damit ist meines Bruders ein Genitivattribut.
Präpositionalattribut
Ein Präpositionalattribut beginnt mit einer Präposition und gehört zu einem Nomen.
Beispiel:
Der Weg zum Bahnhof ist gesperrt.
Die Wortgruppe zum Bahnhof bestimmt das Nomen Weg näher.
Frage:
Welcher Weg?
Antwort:
der Weg zum Bahnhof.
Die Wortgruppe zum Bahnhof ist hier ein Attribut.
Genau hier entsteht oft eine Verwechslung mit lokalen adverbialen Bestimmungen.
Relativsatz als Attribut
Auch ein ganzer Relativsatz kann ein Nomen näher erklären.
Beispiel:
Die Schülerin, die neben mir sitzt, hilft mir.
Der Relativsatz die neben mir sitzt bezieht sich auf das Nomen Schülerin.
Er sagt genauer, welche Schülerin gemeint ist.
Deshalb hat der Relativsatz eine attributive Funktion.
Der wichtigste Unterschied: Adverbial oder Attribut?
Der Unterschied wird leichter, wenn Du immer nach dem Bezugswort fragst.
Adverbiale Bestimmung: Sie bezieht sich meistens auf das Geschehen oder das Prädikat.
Attribut: Es bezieht sich meistens auf ein Nomen.
Vergleiche:
Wir warten am Bahnhof.
Frage: Wo warten wir?
Antwort: am Bahnhof.
am Bahnhof bezieht sich auf das Warten. Es ist eine lokale adverbiale Bestimmung.
Nun:
Der Kiosk am Bahnhof ist geschlossen.
Frage: Welcher Kiosk?
Antwort: der Kiosk am Bahnhof.
am Bahnhof bezieht sich auf das Nomen Kiosk. Es ist ein Präpositionalattribut.
Vergleichspaare
Paar 1
Wir spielen nach der Schule Fußball.
nach der Schule beantwortet die Frage Wann spielen wir? Es ist temporal.
Das Treffen nach der Schule fällt aus.
nach der Schule bestimmt das Nomen Treffen näher. Es ist ein Attribut.
Paar 2
Die Klasse arbeitet im Computerraum.
im Computerraum beantwortet die Frage Wo arbeitet die Klasse? Es ist lokal.
Die Plätze im Computerraum sind belegt.
im Computerraum bestimmt das Nomen Plätze näher. Es ist ein Attribut.
Paar 3
Wegen des Sturms bleibt die Schule geschlossen.
wegen des Sturms beantwortet die Frage Warum bleibt die Schule geschlossen? Es ist kausal.
Die Absage wegen des Sturms kam am Morgen.
wegen des Sturms bestimmt das Nomen Absage näher. Es ist ein Attribut.
Drei-Schritt-Methode
Wenn Du unsicher bist, gehe in drei Schritten vor:
- Bezugswort suchen: Gehört die Wortgruppe zu einem Nomen oder beschreibt sie das Geschehen?
- Frage stellen: Passt Wann, Wo, Wohin, Woher oder Warum? Dann spricht viel für eine adverbiale Bestimmung. Passt Welcher, Was für ein oder Wessen? Dann spricht viel für ein Attribut.
- Umstellen: Kann die Wortgruppe als Ganzes unabhängig verschoben werden, oder muss sie normalerweise mit ihrem Nomen zusammenbleiben?
Beispiel:
Der Hund im Garten bellt nachts.
im Garten gehört zum Nomen Hund: Welcher Hund? Der Hund im Garten. Deshalb ist es ein Attribut.
nachts sagt, wann der Hund bellt. Deshalb ist es eine temporale adverbiale Bestimmung.
Sätze gezielt erweitern
Adverbiale Bestimmungen und Attribute machen Texte genauer.
Ein einfacher Satz:
Ein Hund bellt.
Mit einem Attribut:
Ein großer Hund bellt.
Mit einer temporalen Angabe:
Ein großer Hund bellt nachts.
Mit einer lokalen Angabe:
Ein großer Hund bellt nachts vor dem Haus.
Mit einer kausalen Angabe:
Ein großer Hund bellt nachts vor dem Haus wegen eines Geräuschs.
Du kannst also verschiedene Informationen ergänzen, ohne ihre grammatische Funktion zu verwechseln.
Schreibwirkung
Vergleiche:
Ein Mädchen wartet.
und:
Das ungeduldige Mädchen wartet seit zehn Minuten vor dem Kino wegen einer Verspätung.
Der zweite Satz enthält deutlich mehr Informationen.
ungeduldige ist ein Attribut zum Nomen Mädchen.
seit zehn Minuten ist temporal.
vor dem Kino ist lokal.
wegen einer Verspätung ist kausal.
Solche Erweiterungen helfen Dir zum Beispiel beim Erzählen, Beschreiben und Berichten.
Typische Fehler
Fehler 1: Jede Präpositionalgruppe ist eine adverbiale Bestimmung.
Das stimmt nicht.
Wir stehen vor der Halle. → lokal
Die Menschen vor der Halle warten. → Attribut zu Menschen
Fehler 2: Jedes Adjektiv ist ein Attribut.
Das stimmt ebenfalls nicht.
Der schnelle Läufer gewinnt. → schnelle ist Attribut zu Läufer
Der Läufer rennt schnell. → schnell beschreibt die Art des Rennens und ist hier adverbial gebraucht.
Fehler 3: Attribute werden wie eigene Satzglieder verschoben.
Meistens bleibt ein Attribut bei seinem Bezugswort.
Der rote Ball liegt im Flur.
Richtig umgestellt:
Im Flur liegt der rote Ball.
Nicht sinnvoll als normale Umstellprobe:
Rote liegt der Ball im Flur.
Mini-Training mit Lösungen zum Nachdenken
Untersuche jeweils den fett markierten Ausdruck.
1. Wir starten am Montag.
am Montag → temporal, denn: Wann starten wir?
2. Der Termin am Montag fällt aus.
am Montag → Attribut zu Termin, denn: Welcher Termin?
3. Die Gruppe trifft sich vor der Bibliothek.
vor der Bibliothek → lokal, denn: Wo trifft sich die Gruppe?
4. Die Bank vor der Bibliothek ist nass.
vor der Bibliothek → Attribut zu Bank, denn: Welche Bank?
5. Wegen des Schnees fährt der Bus später.
wegen des Schnees → kausal, denn: Warum fährt der Bus später?
6. Die Verspätung wegen des Schnees nervt alle.
wegen des Schnees → Attribut zu Verspätung, denn: Welche Verspätung?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Wortgruppe ist im Satz „Wir treffen uns morgen“ eine temporale adverbiale Bestimmung? (morgen) (!wir) (!treffen) (!uns)
Welche Frage passt am besten zu einer lokalen adverbialen Bestimmung? (Wo) (!Wessen) (!Welcher) (!Was für ein)
Welche Bedeutung hat „wegen des Regens“ im Satz „Wegen des Regens bleiben wir drinnen“? (kausal) (!temporal) (!lokal) (!attributiv)
Was beschreibt ein Attribut in einfachen Schulbeispielen meistens genauer? (ein Nomen) (!das Satzzeichen) (!die Zeitform) (!den ganzen Text)
Welche Bestimmung ist „im Park“ im Satz „Wir spielen im Park“? (lokale adverbiale Bestimmung) (!temporale adverbiale Bestimmung) (!kausale adverbiale Bestimmung) (!Genitivattribut)
Welche Funktion hat „im Park“ im Satz „Die Bank im Park ist neu“? (Attribut) (!temporale adverbiale Bestimmung) (!kausale adverbiale Bestimmung) (!Prädikat)
Welche Wortgruppe ist im Satz „Das Fahrrad meines Bruders ist kaputt“ ein Genitivattribut? (meines Bruders) (!Das Fahrrad) (!ist) (!kaputt)
Welche Frage hilft beim Erkennen einer kausalen adverbialen Bestimmung? (Warum) (!Woher) (!Wann) (!Wessen)
Warum ist „rote“ im Satz „Der rote Ball rollt“ ein Attribut? (Es beschreibt das Nomen Ball genauer) (!Es nennt den Ort des Rollens) (!Es nennt den Zeitpunkt des Rollens) (!Es nennt den Grund des Rollens)
Welche Aussage unterscheidet Adverbial und Attribut am besten? (Ein Adverbial beschreibt meist das Geschehen und ein Attribut meist ein Nomen) (!Ein Adverbial ist immer ein Nomen und ein Attribut immer ein Verb) (!Ein Attribut nennt immer einen Ort) (!Ein Adverbial steht immer vor dem Subjekt)
Memory
| temporal | Zeitpunkt |
| lokal | Ortsangabe |
| kausal | Ursache |
| Attribut | Bezugswort |
| Genitivattribut | Wessenfrage |
| Adjektivattribut | Eigenschaft |
| Relativsatz | Nomenbezug |
| Umstellprobe | Satzgliedtest |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| temporale Bestimmung | gestern |
| lokale Bestimmung | auf dem Schulhof |
| kausale Bestimmung | wegen des Regens |
| Adjektivattribut | der schnelle Bus |
| Genitivattribut | das Fahrrad meines Bruders |
| Präpositionalattribut | der Weg zum Bahnhof |
| Relativsatz als Attribut | die Schülerin die neben mir sitzt |
| modale Bestimmung | mit großer Sorgfalt |
| Ordne den Ausdruck seiner Funktion zu. | Beispielsatz |
|---|---|
| lokale Bestimmung | Wir warten am Bahnhof. |
| Präpositionalattribut | Der Kiosk am Bahnhof ist geschlossen. |
| temporale Bestimmung | Wir trainieren nach der Schule. |
| Präpositionalattribut | Das Treffen nach der Schule fällt aus. |
| kausale Bestimmung | Wegen des Nebels fährt der Zug langsam. |
| Präpositionalattribut | Die Verspätung wegen des Nebels ärgert uns. |
Kreuzworträtsel
| temporal | Wie heißt eine adverbiale Bedeutung die eine Zeit angibt? |
| lokal | Wie heißt eine adverbiale Bedeutung die einen Ort oder eine Richtung angibt? |
| kausal | Wie heißt eine adverbiale Bedeutung die einen Grund angibt? |
| Attribut | Wie heißt eine nähere Bestimmung die meist zu einem Nomen gehört? |
| Bezugswort | Wie nennt man das Wort auf das sich ein Attribut bezieht? |
| Satzglied | Wie nennt man einen verschiebbaren Satzbaustein? |
LearningApps
Lückentext
Entscheidungstraining: Adverbial oder Attribut?
Fragewort-Training
Satzbau-Training
| Ergänzung | Aufgabe |
|---|---|
| morgen | Ergänze den Satz „Wir schreiben einen Test“ mit einer temporalen Bestimmung. |
| in der Sporthalle | Ergänze den Satz „Die Klasse trainiert“ mit einer lokalen Bestimmung. |
| wegen des Turniers | Ergänze den Satz „Wir üben länger“ mit einer kausalen Bestimmung. |
| spannende | Ergänze „Wir lesen eine Geschichte“ mit einem Adjektivattribut zu Geschichte. |
| meiner Schwester | Ergänze „Das Fahrrad ist kaputt“ mit einem Genitivattribut zu Fahrrad. |
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeitangaben sammeln: Schreibe fünf Sätze über Deinen Schultag. Baue in jeden Satz eine temporale adverbiale Bestimmung ein und unterstreiche sie.
- Orte beschreiben: Schreibe fünf Sätze über Orte in Deiner Schule. Verwende in jedem Satz eine lokale adverbiale Bestimmung.
- Gründe nennen: Formuliere vier Sätze mit kausalen adverbialen Bestimmungen. Verwende zum Beispiel „wegen“, „aus“ oder „vor“.
- Attribute finden: Suche in einem kurzen selbst gewählten Text zehn Nomen und notiere, ob sie ein Attribut besitzen.
Standard
- Sätze erweitern: Beginne mit fünf sehr kurzen Sätzen wie „Der Bus kommt“. Ergänze jeweils ein Attribut sowie eine temporale und eine lokale adverbiale Bestimmung.
- Adverbial oder Attribut: Erfinde drei Satzpaare nach dem Muster „Wir warten am Bahnhof“ und „Der Kiosk am Bahnhof ist geschlossen“. Erkläre jeweils den Bedeutungsunterschied.
- Grammatik-Poster: Gestalte ein Lernposter mit den Bereichen temporal, lokal, kausal und Attribut. Ergänze Frageproben und eigene Beispiele.
- Fehlerwerkstatt: Schreibe sechs typische falsche Bestimmungen auf, zum Beispiel eine lokale Angabe, die eigentlich ein Attribut ist. Verbessere die Fehler und begründe Deine Lösung.
Schwer
- Textüberarbeitung: Nimm einen eigenen älteren Text mit mindestens 150 Wörtern. Überarbeite ihn gezielt mit genaueren Attributen und adverbialen Bestimmungen. Markiere anschließend Deine Änderungen.
- Grammatik-Erklärvideo: Produziere ein Erklärvideo von zwei bis vier Minuten, in dem Du an selbst erfundenen Satzpaaren den Unterschied zwischen adverbialer Bestimmung und Attribut erklärst.
- Sprachdetektiv: Fotografiere oder notiere zehn Sätze aus Deinem Alltag, zum Beispiel von Plakaten, Schultexten oder Hinweisen. Untersuche darin Attribute und adverbiale Bestimmungen und begründe Deine Entscheidungen.
- Mini-Unterricht: Plane eine zehnminütige Lernphase für Deine Klasse. Verwende mindestens ein Beispiel, bei dem dieselbe Präpositionalgruppe einmal adverbial und einmal attributiv gebraucht wird.


Lernkontrolle
- Grammatische Begründung: Erkläre den Unterschied zwischen „Wir treffen uns nach dem Unterricht“ und „Das Treffen nach dem Unterricht dauert lange“. Bestimme die Wortgruppe „nach dem Unterricht“ in beiden Sätzen und begründe.
- Satzvergleich: Untersuche „Die Jugendlichen auf dem Platz warten“ und „Die Jugendlichen warten auf dem Platz“. Erkläre, warum „auf dem Platz“ unterschiedliche Funktionen haben kann.
- Textverbesserung: Überarbeite den Satz „Ein Mann wartet“ so, dass er ein Attribut sowie je eine temporale, lokale und kausale adverbiale Bestimmung enthält. Erkläre danach jede Ergänzung.
- Fehleranalyse: Eine Person behauptet: „Jede Wortgruppe mit einer Präposition ist eine adverbiale Bestimmung.“ Widerlege die Aussage mit zwei selbst erfundenen Beispielen.
- Transferaufgabe: Schreibe einen kurzen Bericht über eine Schulveranstaltung. Verwende mindestens zwei temporale, zwei lokale und zwei kausale adverbiale Bestimmungen sowie drei Attribute. Markiere und beschrifte sie.
- Wirkung untersuchen: Vergleiche einen sehr knappen Satz mit einer stark erweiterten Version. Erkläre, welche zusätzlichen Informationen Attribute und adverbiale Bestimmungen liefern und wann zu viele Ergänzungen einen Satz unübersichtlich machen können.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern grammatische Entscheidungen nachvollziehbar begründen kannst.
Du solltest zeigen können:
- dass Du temporale, lokale und kausale adverbiale Bestimmungen sicher erkennst.
- dass Du geeignete Frageproben verwendest.
- dass Du Attribute als nähere Bestimmungen eines Nomens erkennst.
- dass Du mindestens Adjektivattribute, Genitivattribute und Präpositionalattribute unterscheiden kannst.
- dass Du bei gleich aussehenden Wortgruppen das jeweilige Bezugswort bestimmst.
- dass Du die Umstellprobe sinnvoll als Hilfsmittel einsetzt.
- dass Du eigene Sätze gezielt durch Attribute und adverbiale Bestimmungen erweiterst.
- dass Du Deine grammatische Entscheidung in eigenen Worten begründest.
- dass Du die Wirkung genauer Angaben auf Verständlichkeit und Anschaulichkeit eines Textes erklären kannst.
OERs zum Thema
Wikipedia bietet weiterführende Informationen zu adverbialen Bestimmungen:
Wikipedia bietet außerdem einen eigenen Artikel zu Attributen:
Medien zum Weiterlernen
Die folgenden Medien wurden passend zum Thema ausgewählt. Nutze sie nicht nur zum Anschauen, sondern stoppe zwischendurch und bestimme die Satzteile selbst.
Video zu adverbialen Bestimmungen:
Kurze Wiederholung zu adverbialen Bestimmungen:
Video zu Attributen:
Freie Wikimedia-Commons-Grafik zu deutschen Adverbien:

Freie Darstellung eines deutschen Syntaxbaums:

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