D8 E - Modi und Wirklichkeitsbezug analysieren

D8 E - Modi und Wirklichkeitsbezug analysieren
D8 E - Modi und Wirklichkeitsbezug analysieren
Mini-Beschreibung: Untersuche, wie Indikativ, Konjunktiv I, Konjunktiv II und Imperativ Wirklichkeit, Distanz, Möglichkeit, Wunsch und Aufforderung ausdrücken. Du verbindest Grammatik mit Textwirkung und begründest Deine Deutung am sprachlichen Beleg.
Zielgruppe: Klasse 8, E-Niveau, Deutsch in Baden-Württemberg.
Einleitung

Vier Sätze – vier Wirkungen:
| Satz | Erste Vermutung |
|---|---|
| Der Projekttag beginnt um acht Uhr. | Tatsache oder als Tatsache dargestellte Information |
| Die Schulleitung erklärt, der Projekttag beginne um acht Uhr. | wiedergegebene Aussage mit Quellen-Distanz |
| Wenn der Projekttag später begänne, könnte ich ausschlafen. | gedachte Möglichkeit / Wunsch |
| Kommt um acht Uhr! | Aufforderung |
Einstiegsauftrag: Markiere jeweils das finite Verb. Ordne dann die vier Sätze den Modi zu. Formuliere zu jedem Satz einen Halbsatz zur Wirkung: „Der Modus lässt die Aussage … wirken, weil …“.
Merksatz: Der Modus ist kein Wahrheitsdetektor. Ein Satz im Indikativ kann falsch sein; ein Konjunktivsatz kann etwas Zutreffendes wiedergeben. Entscheidend ist, wie Sprecherinnen und Sprecher eine Aussage sprachlich einordnen.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du …
- Modi sicher erkennen, bilden und benennen.
- Wirklichkeitsbezug zwischen Aussage, Redewiedergabe, Möglichkeit, Wunsch und Aufforderung unterscheiden.
- Grammatische Form und Textwirkung mit einem konkreten Sprachbeleg verbinden.
- konkurrierende Deutungen prüfen und begründet entscheiden.
- KI-Ausgaben mit Originaltext, Grammatikregel und verlässlicher Quelle kontrollieren.
Vorwissen aktivieren
60-Sekunden-Check: Ordne ohne Nachschlagen zu.
| Beispiel | Deine Zuordnung |
|---|---|
| Du gehst jetzt nach Hause. | ? |
| Er sagt, er gehe jetzt nach Hause. | ? |
| Ich ginge gern nach Hause. | ? |
| Geh jetzt nach Hause! | ? |
Lösung zur Selbstkontrolle
- Du gehst jetzt nach Hause. → Indikativ
- Er sagt, er gehe jetzt nach Hause. → Konjunktiv I
- Ich ginge gern nach Hause. → Konjunktiv II
- Geh jetzt nach Hause! → Imperativ
Bildungsplanbezug Baden-Württemberg
Der Bildungsplan Deutsch für die Sekundarstufe I nennt für Klassen 7/8/9 auf E-Niveau ausdrücklich das Unterscheiden, Bilden und funktionale Erläutern von Indikativ, Konjunktiv I, Konjunktiv II und Imperativ, darunter Formen des Wirklichkeitsbezugs und die indirekte Rede. Grammatisches Wissen soll dabei auch für Analyse, Textverständnis, Produktion und Überarbeitung genutzt werden.
Bildungsplan Baden-Württemberg: Deutsch Sekundarstufe I, Struktur von Äußerungen
Der Wirklichkeits-Kompass
| Modus | Kernfunktion | Typischer Wirklichkeitsbezug | Signalbeispiel | Wirkung im Text |
|---|---|---|---|---|
| Indikativ | Aussage | als gültig / wirklich dargestellt | „Der Zug fährt.“ | direkt, festlegend |
| Konjunktiv I | Redewiedergabe | Aussage wird einer Quelle zugeordnet | „Sie sagt, der Zug fahre.“ | Distanz zur eigenen Festlegung, Quellenmarkierung |
| Konjunktiv II | Möglichkeit / Irrealität / Wunsch | nicht als aktuelle Wirklichkeit gesetzt | „Der Zug führe früher, wenn …“ | hypothetisch, vorsichtig, wünschend |
| Imperativ | Aufforderung | gewünschte Handlung | „Steig ein!“ | direktiv, dringlich oder sachlich |
E-Niveau-Merkkasten: „Distanz“ beim Konjunktiv I bedeutet zuerst: Die Aussage stammt von einer anderen Quelle. Das ist nicht automatisch Misstrauen. Erst der Kontext zeigt, ob zusätzlich Zweifel mitschwingt.
Indikativ: darstellen und festlegen

Kurzregel: Im Indikativ stellt der Sprecher einen Sachverhalt als gültig, wirklich oder fest behauptet dar.
Form-Check: „ist“, „kommt“, „fuhr“, „hat gewonnen“, „wird beginnen“ können Indikativformen sein.
Medienauftrag – Schlagzeilenlabor:
- Suche in einer seriösen Nachrichtenseite eine sachliche Überschrift ohne personenbezogene Daten zu kopieren.
- Markiere das finite Verb und bestimme den Modus.
- Formuliere die Aussage als indirekte Redewiedergabe mit klar genannter Quelle um.
- Vergleiche: Was verändert sich an Verantwortungszuordnung und Sicherheitseindruck?
Achtung: Indikativ = sprachliche Festlegung, nicht geprüfte Wahrheit.
Konjunktiv I: Quelle sichtbar machen
Kurzregel: Der Konjunktiv I ist besonders typisch für indirekte Rede. Er markiert: „Ich gebe wieder, was jemand sagt, denkt oder berichtet.“
| Direkte Rede | Indirekte Rede | Wirkung |
|---|---|---|
| Mia sagt: „Ich bin krank.“ | Mia sagt, sie sei krank. | Die Aussage wird Mia zugeschrieben. |
| Der Sprecher sagt: „Der Bus kommt.“ | Der Sprecher sagt, der Bus komme. | Die Information bleibt als fremde Aussage markiert. |
Bildung – kompakt: Präsensstamm + typische Konjunktiv-I-Endungen. Besonders auffällig: er sei, er habe, er komme, er gehe.
E-Niveau-Nuance: Indirekte Rede kann im Deutschen auch im Indikativ stehen. Der Konjunktiv I macht die indirekte Wiedergabe jedoch besonders deutlich. Ist eine Konjunktiv-I-Form nicht vom Indikativ unterscheidbar, kann in bestimmten Kontexten eine Ersatzform auftreten.
Fachcheck: grammis – Konjunktiv I, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache
Videoauftrag:
- Notiere zwei Regeln aus dem Video in eigenen Worten.
- Prüfe beide Regeln an den Beispielen dieses aiMOOCs.
- Formuliere eine Rückfrage, falls Video und Regelkasten unterschiedlich genau formulieren.
- Belege Deine Entscheidung mit grammis oder dem Bildungsplan.
Konjunktiv II: Möglichkeit, Irrealität und Wunsch

Kurzregel: Der Konjunktiv II kennzeichnet häufig Möglichkeiten, Bedingungen, Irrealität, Wünsche oder höfliche Distanz.
| Funktion | Beispiel |
|---|---|
| Möglichkeit | Das könnte funktionieren. |
| irreale Bedingung | Wenn ich mehr Zeit hätte, läse ich weiter. |
| Wunsch | Ich wäre jetzt gern am See. |
| höfliche Bitte | Könntest Du das Fenster schließen? |
Bildung – kompakt: häufig aus dem Präteritumstamm; bei starken Verben oft mit Umlaut: kam → käme, war → wäre, hatte → hätte. Die würde-Form + Infinitiv ist eine verbreitete Alternative, besonders wenn die einfache Form ungewohnt oder mit dem Indikativ verwechselbar ist.
Videovergleich: Stoppe nach einem Beispiel für Wunsch oder irreale Bedingung. Schreibe denselben Inhalt einmal im Indikativ und einmal im Konjunktiv II. Kommentiere in zwei Sätzen, wie sich der Wirklichkeitsbezug ändert.
Fachcheck: grammis – Konjunktiv II
Imperativ: Handlungen auslösen

Kurzregel: Der Imperativ richtet eine Aufforderung an jemanden: Geh! Geht! Gehen Sie!
Wirkung: Imperative können befehlen, anleiten, warnen, motivieren oder bitten. Ton, Situation, Beziehung und Zusatzwörter verändern die Wirkung.
Vergleich:
| Formulierung | mögliche Wirkung |
|---|---|
| Öffne das Fenster! | direkt |
| Öffne bitte das Fenster. | direkt, aber höflicher gerahmt |
| Könntest Du das Fenster öffnen? | höflich und distanzierter, Konjunktiv II |
Kritischer Medienauftrag: Prüfe die Aussage des Videos zur Anzahl der Imperativformen. Teste sie an Geh! – Geht! – Gehen Sie!. Formuliere danach eine präzisere Schulregel. Belege sie mit einer verlässlichen Grammatikquelle, z. B. grammis – Imperativ.
Bildlabor: Modus sichtbar machen

Aufgabe: Das Fragezeichen steht hier für „Prüfen statt glauben“. Erstelle zu einem selbst gewählten, harmlosen Schulthema vier Sprechblasen:
- Indikativ: eine Feststellung.
- Konjunktiv I: dieselbe Information als Redewiedergabe.
- Konjunktiv II: eine Möglichkeit oder einen Wunsch.
- Imperativ: eine passende Aufforderung.
Analyse: Markiere das finite Verb. Schreibe unter jede Sprechblase genau einen Wirkungssatz.
Mini-Textanalyse: gleiche Situation, anderer Modus
Eigenmaterial:
„Die Wetter-App zeigt Regen an. Ben sagt, das Training finde trotzdem draußen statt. Wenn die Halle frei wäre, würden wir lieber dort spielen. Die Trainerin ruft: ‚Bringt Regenjacken mit!‘ Das Training beginnt um 16 Uhr.“
Arbeitsauftrag:
- Markiere alle finiten Verbformen.
- Bestimme den Modus.
- Ordne jeder Form eine Funktion zu: Festlegung, Quellenmarkierung, Möglichkeit/Wunsch oder Aufforderung.
- Erkläre an zwei Stellen die Textwirkung.
- Entscheide, ob der Text irgendwo Mehrdeutigkeit zulässt, und begründe.
Lösungshinweise
- zeigt, beginnt → Indikativ: Information wird fest dargestellt.
- finde → Konjunktiv I: Bens Aussage wird wiedergegeben.
- wäre, würden → Konjunktiv II: nicht aktuelle, gedachte Alternative.
- Bringt → Imperativ: direkte Aufforderung.
- Mehrdeutig kann die Haltung zur Aussage „finde … statt“ sein: Der Konjunktiv I markiert die Quelle, aber nicht automatisch Zweifel.
Audio-Labor: Wirkung hören
Selbst produzieren – datensparsam: Nimm auf Deinem Gerät zwei kurze, erfundene Versionen derselben Schulszene auf. Verwende keine echten Namen, Telefonnummern oder privaten Angaben.
Version A: mindestens zwei Imperative. Version B: dieselben Handlungsziele als höfliche Bitten im Konjunktiv II.
Untersuche danach:
- Welche Version wirkt direkter?
- Welche Rolle spielen Intonation, Lautstärke und „bitte“?
- Was stammt aus dem grammatischen Modus, was aus der Sprechweise?
- Schneide einen 20-Sekunden-Ausschnitt und versieh ihn mit einer kurzen schriftlichen Analyse.
Hilfestufen für Analysen
| Stufe | Hilfe |
|---|---|
| Hilfe 1 | Suche zuerst das finite Verb. |
| Hilfe 2 | Frage: Behauptung, fremde Aussage, gedachte Möglichkeit/Wunsch oder Aufforderung? |
| Hilfe 3 | Formuliere den Satz testweise im Indikativ. Was ändert sich? |
| Hilfe 4 | Nutze den Satzstarter: „Die Form … steht im … und bewirkt hier …, weil …“ |
Differenziertes Feedback:
| Wenn Deine Lösung … | dann … |
|---|---|
| Modus und Form richtig nennt, aber keine Wirkung erklärt | ergänze einen „weil“-Satz mit Textbeleg. |
| eine Wirkung behauptet, aber kein Verb markiert | kehre zur Form zurück und zitiere nur die entscheidende Verbform. |
| Konjunktiv I automatisch als „Lüge/Zweifel“ deutet | prüfe den Kontext: Quellenmarkierung ist sicherer als eine unterstellte Haltung. |
| mehrere Deutungen nennt | entscheide, welche durch den Text am besten belegt ist, und nenne die Alternative knapp. |
KI-Spirale: Grammatik prüfen statt delegieren
| Schritt | Deine Handlung |
|---|---|
| 1 | Aufgabe verstehen: Kläre, ob Form, Funktion oder Wirkung gefragt ist. |
| 2 | Selbst denken: Markiere Verbformen und notiere Deine erste Deutung. |
| 3 | Eigenen Lösungsansatz entwickeln: Begründe mindestens eine Stelle ohne KI. |
| 4 | Konkrete KI-Frage stellen: Beispiel: „Welche Verbform ist in Satz 3 der Modus, und welche zwei Kontextdeutungen sind möglich?“ |
| 5 | Vergleichen: Prüfe die KI-Ausgabe am Originaltext, am Regelkasten und an einer verlässlichen Quelle. |
| 6 | Fehler suchen: Achte auf erfundene Regeln, übertriebene Sicherheit und verwechselte Verbformen. |
| 7 | Eigene Lösung verbessern: Übernimm nur nachvollziehbar belegte Punkte. |
| 8 | Transparent kennzeichnen: Notiere kurz, wofür Du KI genutzt hast. |
Grundsatz: KI ersetzt keine eigene Textarbeit.
Wiederholung: Vier-Modi-Sprint
Ordne in 90 Sekunden zu und notiere die Wirkung.
| Satz | Modus | Wirkung |
|---|---|---|
| Die Tür ist offen. | ? | ? |
| Sie sagt, die Tür sei offen. | ? | ? |
| Wäre die Tür doch offen! | ? | ? |
| Öffne die Tür! | ? | ? |
Lösung
- ist → Indikativ: Festlegung.
- sei → Konjunktiv I: indirekte Wiedergabe / Quellenmarkierung.
- wäre → Konjunktiv II: Wunsch, nicht als aktuelle Wirklichkeit gesetzt.
- Öffne → Imperativ: Aufforderung.
Transfer: Moduswechsel verändert Verantwortung
Ausgangssatz: „Die Mensa schließt früher.“
Formuliere vier Versionen:
- als direkte Feststellung,
- als Aussage einer genannten Quelle,
- als Wunsch oder hypothetische Alternative,
- als Aufforderung an eine zuständige Person.
Transferfrage: Wer übernimmt in jeder Fassung die Verantwortung für die Aussage oder Handlung? Begründe mit Grammatik und Kontext.
Kompetenzcheck
| Ich kann … | sicher | teilweise | noch üben |
|---|---|---|---|
| alle vier Modi an Verbformen erkennen. | □ | □ | □ |
| Konjunktiv I und II funktional unterscheiden. | □ | □ | □ |
| erklären, warum Indikativ nicht automatisch Wahrheit bedeutet. | □ | □ | □ |
| Modus und Textwirkung mit einem Beleg verbinden. | □ | □ | □ |
| eine KI-Antwort fachlich kontrollieren und verbessern. | □ | □ | □ |
Wenn zweimal „noch üben“ angekreuzt ist: Wiederhole den Wirklichkeits-Kompass und den Vier-Modi-Sprint. Wenn alles „sicher“ ist: Bearbeite die Transfer- und Medienkritik-Aufgaben ohne Hilfestufen.
Reflexion und Folgekurs
Reflexion: Welche Form verändert für Dich die Wirkung eines Textes am stärksten? Nenne ein Beispiel und erkläre, warum.
Folgekurs-Empfehlung: Indirekte Rede und Quellenmarkierung untersuchen – dort vertiefst Du Redewiedergabe, Quellenbezug und journalistische Textwirkung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher Modus stellt einen Sachverhalt typischerweise als gültig oder wirklich dar? (Indikativ) (!Konjunktiv I) (!Konjunktiv II) (!Imperativ)
Welcher Modus markiert besonders häufig indirekte Redewiedergabe? (Konjunktiv I) (!Indikativ) (!Konjunktiv II) (!Imperativ)
Welcher Modus drückt häufig irreale Wünsche oder gedachte Möglichkeiten aus? (Konjunktiv II) (!Indikativ) (!Konjunktiv I) (!Imperativ)
Welcher Modus dient besonders zum Formulieren von Aufforderungen? (Imperativ) (!Indikativ) (!Konjunktiv I) (!Konjunktiv II)
Welche Verbform steht im Satz Sie sagt er sei krank im Konjunktiv I? (sei) (!sagt) (!krank) (!er)
Welche Wirkung ist für Konjunktiv I in indirekter Rede am treffendsten? (Die Aussage wird einer Quelle zugeordnet) (!Die Aussage wird automatisch als falsch bewertet) (!Die Aussage wird zum Befehl) (!Die Aussage wird sicher zum Wunsch)
Welche Form passt am besten zu einer irrealen Bedingung? (wäre) (!ist) (!sei) (!seid)
Was zeigt der Indikativ nicht automatisch? (dass eine Aussage wahr ist) (!dass eine Aussage sprachlich festgelegt wird) (!dass ein Verb einen Modus hat) (!dass ein Satz analysiert werden kann)
Welche Formulierung ist eine höfliche Bitte im Konjunktiv II? (Könntest Du mir helfen) (!Hilf mir) (!Du hilfst mir) (!Er sagt Du helfest ihm)
Was gehört zu einer guten Wirkungsanalyse? (Modus benennen und Wirkung am Text belegen) (!nur das Verb abschreiben) (!nur die eigene Meinung nennen) (!jede Konjunktivform als Zweifel deuten)
Memory
| Indikativ | Festlegung |
| Konjunktiv I | Quellenmarkierung |
| Konjunktiv II | Möglichkeit |
| Imperativ | Aufforderung |
| sei | indirekte Rede |
| wäre | irrealer Wunsch |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Indikativ | Der Bus kommt. |
| Konjunktiv I | Sie sagt, der Bus komme. |
| Konjunktiv II | Wenn der Bus käme, wäre ich pünktlich. |
| Imperativ | Komm pünktlich! |
| Quellenmarkierung | Aussage wird einer anderen Person zugeschrieben. |
| Wirkung | grammatische Form im Kontext deuten. |
Kreuzworträtsel
| Indikativ | Welcher Modus stellt eine Aussage typischerweise als gültig dar? |
| Distanz | Wie heißt die Wirkung, wenn man sich nicht selbst auf eine fremde Aussage festlegt? |
| Konjunktiv | Wie heißt der Modusbereich mit den Formen I und II? |
| Imperativ | Welcher Modus formuliert direkte Aufforderungen? |
| Wirklichkeit | Worauf bezieht sich die Analyse von real, möglich oder irreal? |
| Modalität | Welcher Fachbegriff beschreibt sprachliche Abstufungen von Möglichkeit oder Geltung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Modus-Sprechblasen: Gestalte vier Sprechblasen zu einer Schulsituation, je eine im Indikativ, Konjunktiv I, Konjunktiv II und Imperativ. Markiere die Verbform.
- Bildkommentar: Wähle eines der Commons-Bilder im Kurs und schreibe vier passende Bildunterschriften in vier unterschiedlichen Modi.
- Audiovergleich: Nimm zwei kurze Versionen einer Bitte auf: einmal Imperativ, einmal Konjunktiv II. Kommentiere die Wirkung.
- Fehlersuche: Erfinde vier Sätze, von denen einer einen falsch gebildeten Modus enthält. Lass einen Partner den Fehler begründen.
Standard
- Nachrichten-Umschreiben: Formuliere drei selbst gewählte sachliche Aussagen aus einer seriösen Nachrichtenseite als indirekte Rede um. Verlinke die Quelle, statt lange zu zitieren.
- Modus-Storyboard: Zeichne eine Vier-Bilder-Szene, in der derselbe Inhalt nacheinander als Feststellung, Redewiedergabe, Wunsch und Aufforderung erscheint.
- Video-Faktencheck: Prüfe eine Grammatikregel aus einem eingebetteten Video mit grammis oder dem Bildungsplan. Dokumentiere Übereinstimmung, Vereinfachung oder Widerspruch.
- KI-Spirale: Löse eine Textanalyse zuerst selbst, stelle dann eine präzise KI-Frage und verbessere Deine Lösung erst nach einem Quellencheck. Kennzeichne die KI-Unterstützung.
Schwer
- Mehrdeutige Redewiedergabe: Schreibe einen kurzen Bericht, in dem Indikativ und Konjunktiv I nebeneinander vorkommen. Analysiere, wie sich Quellenverantwortung und Distanz verändern.
- Wirkungsdebatte: Vergleiche „Mach das!“ mit „Könntest Du das machen?“ in drei verschiedenen Situationen. Begründe, wann welche Form angemessen wirkt.
- Medienvergleich: Untersuche einen kurzen Nachrichtenbeitrag und einen Social-Media-Post zum selben unpolitischen Thema. Vergleiche Modusformen, Quellenmarkierung und Sicherheitseindruck.
- Mini-Erklärvideo: Produziere ein 60- bis 90-sekündiges Erklärvideo zum Wirklichkeits-Kompass mit eigenen Beispielen, Quellenhinweis und eingebauter Selbstkontrollfrage.


Lernkontrolle
- Modus und Haltung: Analysiere einen kurzen unbekannten Text mit mindestens drei Modi. Erkläre nicht nur die Formen, sondern ihre jeweilige Funktion im Zusammenhang.
- Umschreiben mit Wirkung: Verwandle eine Feststellung in indirekte Rede, einen Wunsch und eine Aufforderung. Beschreibe anschließend die Veränderung der Textwirkung.
- Quellenverantwortung: Vergleiche „Die AG fällt aus“ mit „Die Schulleitung sagt, die AG falle aus“. Erkläre, wie sich die Verantwortung für die Information sprachlich verschiebt.
- Mehrdeutigkeit: Beurteile einen Konjunktiv-I-Satz, der sowohl neutral berichten als auch distanziert wirken könnte. Nenne zwei Kontexte und entscheide jeweils begründet.
- Medienkritik: Prüfe eine vereinfachte Online-Erklärung zu einem Modus anhand einer verlässlichen Grammatikquelle. Formuliere eine verbesserte Regel.
- KI-Transfer: Lasse eine KI zwei Modusanalysen erstellen. Prüfe beide am Originaltext und kennzeichne mindestens eine Stärke, eine Unsicherheit und eine nötige Korrektur.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- vier Modi korrekt erkennen und bilden.
- Fachbegriffe wie Indikativ, Konjunktiv I, Konjunktiv II, Imperativ, Modalität und indirekte Rede präzise verwenden.
- Wirklichkeitsbezug und Textwirkung nicht nur behaupten, sondern an Verbformen und Kontext belegen.
- Konjunktiv I als Quellenmarkierung verstehen, ohne automatisch Zweifel zu unterstellen.
- Konjunktiv II funktional zwischen Möglichkeit, Irrealität, Wunsch und höflicher Distanz einordnen.
- Medien- und KI-Aussagen mit verlässlichen Quellen kontrollieren.
- eigene Medienprodukte urheberrechts- und datenschutzbewusst gestalten.
Lösungen und Selbstkontrolle
Analyseformel: Form bestimmen → Funktion benennen → Kontext prüfen → Wirkung belegen.
Musterlösung zum Satz „Die Sprecherin sagt, der Bus komme später.“: „komme steht im Konjunktiv I. Die Form markiert die Aussage als Redewiedergabe und ordnet sie der Sprecherin zu. Dadurch legt sich der berichtende Text nicht selbst in gleicher Weise auf den Inhalt fest wie im Indikativ. Ob zusätzlich Zweifel gemeint ist, lässt sich nur aus dem Kontext entscheiden.“
Musterlösung zum Satz „Wenn der Bus früher käme, wäre ich pünktlich.“: „käme und wäre stehen im Konjunktiv II. Der Satz entwirft eine nicht als aktuell gesetzte Bedingung und ihre gedachte Folge. Dadurch wirkt die Aussage hypothetisch.“
OERs zum Thema
Vertiefung:
- grammis: Konjunktiv I
- grammis: Konjunktiv II
- grammis: Imperativ
- Wikimedia Commons: Speech bubble icon, CC0
- Wikimedia Commons: Newspaper Cover2, LGPL
- Wikimedia Commons: Thought bubble, CC BY-SA 3.0
- Wikimedia Commons: Zeichen 206, gemeinfrei als amtliches Werk
- Wikimedia Commons: Questionmark, Public Domain
Hinweis zu den Videos: Die eingebetteten YouTube-Videos werden nur als Lern- und Analysemedien verlinkt; die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Anbietern. Im Kurs werden keine längeren fremden Transkripte übernommen.
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