D7 E - Einen differenzierten argumentierenden Text verfassen

D7 E - Einen differenzierten argumentierenden Text verfassen
D7 E - Einen differenzierten argumentierenden Text verfassen

Einleitung
Mini-Beschreibung: Du entwickelst eine klare These, gewichtest Argumente, nutzt überprüfbare Belege, prüfst ein starkes Gegenargument und formulierst eine begründete Schlussfolgerung.
Niveau: Deutsch, Klasse 7, E-Niveau, Baden-Württemberg.
| Dein Ziel | Kurz gesagt |
|---|---|
| denken | Positionen nicht nur äußern, sondern prüfen. |
| belegen | Daten, Beispiele und Quellen passend einsetzen. |
| abwägen | Gegenargumente fair darstellen und gewichten. |
| schreiben | einen klaren, sachlichen und differenzierten Text verfassen. |
Motivationsfrage: Was überzeugt mehr: „Das finde ich einfach besser“ oder ein Argument, das mit Daten, einer nachvollziehbaren Schlussregel und einem fair behandelten Gegenargument arbeitet?
Audio-Impuls: Höre das Wort „Argument“. Notiere spontan drei Begriffe, die Du damit verbindest. Prüfe am Ende des Kurses, welche Begriffe Du ergänzen würdest.
Lernziele
Nach dem aiMOOC kannst Du:
- Thesen präzise formulieren.
- Behauptung, Begründung, Beleg und Schlussregel unterscheiden.
- Fakt, Wertung und Annahme trennen.
- Daten aus Tabellen und Schaubildern kritisch nutzen.
- Argumente nach Relevanz, Belegstärke und Tragweite gewichten.
- ein Gegenargument fair wiedergeben und darauf eingehen.
- aus mehreren Materialien eine begründete Schlussfolgerung entwickeln.
- KI als Hilfe nutzen, ohne das eigene Denken abzugeben.
Vorwissen aktivieren
60-Sekunden-Start: Schreibe zu der Frage „Soll es in Lernphasen smartphonefreie Zeiten geben?“
- eine Behauptung,
- einen Grund,
- ein Beispiel oder einen Beleg,
- einen möglichen Einwand.
Noch nicht sicher? Das ist in Ordnung: Genau diese vier Bausteine werden jetzt geschärft.
Werkzeugkasten für differenziertes Argumentieren

Die Grundstruktur
| Baustein | Leitfrage | Mini-Beispiel |
|---|---|---|
| These | Was behaupte oder fordere ich? | In konzentrierten Einzelarbeitsphasen sollten Benachrichtigungen ausgeschaltet sein. |
| Argument | Warum ist die These plausibel? | Unterbrechungen können die Aufmerksamkeit vom Arbeitsauftrag weglenken. |
| Beleg | Welche überprüfbare Stütze habe ich? | Eine Studie oder eine nachvollziehbare Datenerhebung. |
| Schlussregel | Warum stützt der Beleg genau diese These? | Was die Konzentration stört, sollte in Fokusphasen begrenzt werden. |
| Gegenargument | Was spricht vernünftig dagegen? | Smartphones können gezielt als Lernwerkzeug genutzt werden. |
| Schlussfolgerung | Was folgt nach dem Abwägen? | Eine begrenzte Fokuszeit kann sinnvoller sein als ein pauschales Verbot. |
Merkkasten: Ein Argument wird stärker, wenn Behauptung, Begründung und Beleg logisch zusammenpassen. Auf E-Niveau prüfst Du zusätzlich die oft versteckte Schlussregel.
Vereinfachtes Toulmin-Schema
| Daten / Beleg → Schlussregel → These |
| ↓ |
| Gegenargument oder Einschränkung prüfen |
E-Niveau-Frage: Ist die Schlussregel wirklich allgemein überzeugend – oder steckt darin bereits eine Wertung?
Fakt, Wertung oder Annahme?


| Kategorie | Erkennungsfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Fakt | Kann die Aussage mit einer verlässlichen Quelle überprüft werden? | Die JIM-Studie 2025 befragt Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren zum Medienumgang. |
| Wertung | Wird etwas nach einem Maßstab beurteilt? | Vier Stunden Smartphone-Zeit pro Tag sind zu viel. |
| Annahme | Wird etwas vermutet, ohne dass es hier schon belegt ist? | Eine smartphonefreie Lernzeit würde unsere Klasse automatisch ruhiger machen. |
Wichtig: Fakten können Wertungen stützen, aber sie ersetzen keine Begründung. Annahmen dürfen vorkommen, müssen jedoch als Annahmen erkennbar bleiben.
Argumente gewichten statt nur sammeln

Prüfe jedes Argument mit vier Fragen:
- Relevanz: Beantwortet es wirklich die Leitfrage?
- Belegstärke: Ist die Stütze überprüfbar und passend?
- Tragweite: Gilt das Argument nur für einen Einzelfall oder für viele Fälle?
- Gegenprobe: Hält es einem vernünftigen Einwand stand?
Faustregel: Das längste Argument ist nicht automatisch das stärkste.
Materialwerkstatt: Smartphonefreie Lernzeit?
Leitfrage für die Werkstatt: Soll eine Klasse regelmäßig klar begrenzte smartphonefreie Fokusphasen erproben?

Material A: JIM-Studie 2025
Die JIM-Studie untersucht den Medienalltag von 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Für 2025 werden unter anderem folgende Werte berichtet:
| Aussage | Wert | Mini-Visualisierung |
|---|---|---|
| eigenes Smartphone | 95 % | ███████████████████░ |
| regelmäßige Smartphone-Nutzung | 98 % | ████████████████████ |
| Schwierigkeiten, die eigene Bildschirmzeit zu regulieren | 68 % | ██████████████░░░░░░ |
| morgens oft müde wegen zu später Handynutzung | rund 30 % | ██████░░░░░░░░░░░░░░ |
Die durchschnittliche Smartphone-Bildschirmzeit liegt laut JIM 2025 bei knapp vier Stunden täglich; bei den 12- bis 13-Jährigen liegt sie unter drei Stunden.
Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: JIM-Studie 2025, abgerufen 20.09.2026.
Daten-Detektiv:
- Markiere drei Fakten.
- Formuliere eine mögliche Wertung zu den Daten.
- Formuliere eine vorsichtige Annahme.
- Erkläre, warum Daten aller 12- bis 19-Jährigen nicht automatisch genau für Deine Klasse gelten.
Material B: JIM-Studie 2024
In der JIM-Studie 2024 berichteten zwei Fünftel der Jugendlichen von Ablenkung beim Hausaufgabenmachen. Gleichzeitig gaben 59 Prozent an, Zeit ohne Handy und Internet zu genießen.
Quelle: JIM-Studie 2024, abgerufen 20.09.2026.
Vergleichsauftrag: Welche Aussage unterstützt eher eine begrenzte Fokusphase? Welche verhindert eine zu einfache Schlussfolgerung wie „Smartphones sind grundsätzlich schlecht“?
Material C: Forschung zu Lernen und Smartphones
UNESCO fasst Forschung zusammen, nach der Smartphone-Nutzung im Lernkontext ablenken kann. Eine ausgewertete Forschungsübersicht mit Studien aus 14 Ländern fand im Durchschnitt einen kleinen negativen Zusammenhang beziehungsweise Effekt auf Bildungsergebnisse; zugleich hängt der Nutzen digitaler Technik stark davon ab, wie sie didaktisch eingesetzt wird.
Quellen:
- UNESCO Global Education Monitoring Report 2023: Technology in education
- UNESCO: Best practices in mobile learning
Quellenkritik: Prüfe Population, Zeitraum, Messmethode und Übertragbarkeit. Ein internationaler Befund ist kein Beweis dafür, dass jede einzelne Klasse gleich reagiert.
Material D: Eigener OER-Kurztext
Zwei Funktionen desselben Geräts
Ein Smartphone kann Wörterbuch, Recherchegerät, Kamera, Audiorekorder oder Zugang zu Lernmaterial sein. Gleichzeitig können Nachrichten, Spiele und parallele Apps Aufmerksamkeit binden. Entscheidend ist daher nicht nur, ob ein Smartphone vorhanden ist, sondern wozu, wann und unter welchen Regeln es genutzt wird.
Auftrag: Markiere mit F, W und A: Faktbehauptung, Wertung, Annahme. Begründe jede Markierung.
Material E: Bilder als Argumentationsanlass

Bildauftrag:
- Erkläre die Lupe als Metapher für Quellenprüfung.
- Erkläre die Waage als Metapher für Abwägung.
- Nenne je eine Grenze der Metapher: Was kann das Bild nicht beweisen?
Lernvideos aktiv untersuchen
Videoauftrag 1 – Argumente formulieren:
- Notiere die Bausteine eines Arguments.
- Stoppe nach einem Beispiel und prüfe: Wo ist Behauptung, Begründung, Beispiel?
- Ergänze selbst einen überprüfbaren Beleg.
Videoauftrag 2 – Erörterung:
- Vergleiche den Video-Aufbau mit dem Werkzeugkasten dieses aiMOOCs.
- Notiere eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.
- Prüfe kritisch: Wird zwischen Beispiel und Beleg deutlich unterschieden?
Videoauftrag 3 – Transfer: Suche im Video eine Stelle zu Gegenargumenten oder Abwägung. Formuliere danach eine eigene Regel in höchstens 15 Wörtern.
Medienhinweis: Die Videos werden extern über YouTube eingebettet. Sie werden hier nicht kopiert oder neu veröffentlicht.
Schreibplan

| Schritt | Dein Arbeitsauftrag |
|---|---|
| 1 Frage klären | Formuliere die Streitfrage neutral. |
| 2 Materialien lesen | Markiere Fakten, Wertungen, Annahmen und Quellen. |
| 3 These entwickeln | Formuliere Deine Position präzise. |
| 4 Argumente sammeln | Notiere Gründe und passende Belege. |
| 5 gewichten | Ordne nach Relevanz, Belegstärke und Tragweite. |
| 6 Gegenargument wählen | Nimm den stärksten vernünftigen Einwand ernst. |
| 7 schreiben | Verbinde Absätze mit klaren Übergängen. |
| 8 prüfen | Kontrolliere Logik, Quellen, Sprache und Schluss. |
Satzstarter für E-Niveau
| Funktion | Formulierungshilfe |
|---|---|
| These | „Unter der Bedingung, dass …, spricht vieles dafür, …“ |
| Beleg | „Material A zeigt für die untersuchte Gruppe, dass …“ |
| Einordnung | „Diese Zahl ist relevant, weil …“ |
| Einschränkung | „Allerdings lässt sich daraus nicht direkt schließen, dass …“ |
| Gegenargument | „Dagegen spricht zunächst, dass …“ |
| Abwägung | „Dieses Argument wiegt besonders schwer, weil …“ |
| Schluss | „Insgesamt folgt daraus nicht …, sondern …“ |
Mini-Muster
Leitfrage: Soll eine Klasse begrenzte smartphonefreie Fokusphasen erproben?
Musterabsatz:
Eine begrenzte Fokusphase kann sinnvoll sein, wenn Smartphones in dieser Zeit nicht für die Aufgabe gebraucht werden. Material A zeigt, dass 68 Prozent der befragten 12- bis 19-Jährigen Schwierigkeiten mit der Regulierung ihrer Bildschirmzeit berichten. Das beweist zwar nicht, dass jede Unterrichtsstunde ohne Smartphone besser läuft. Es stützt aber die Annahme, dass klare Nutzungsgrenzen manchen Lernenden helfen können. Dagegen spricht, dass Smartphones auch Wörterbuch, Recherchegerät oder Audiorekorder sein können. Dieses Gegenargument ist stark, wenn das Gerät für den konkreten Arbeitsauftrag gebraucht wird. Daher wäre eine flexible Regel mit angekündigten Fokusphasen differenzierter als ein pauschales Verbot.
Analyse:
- These: begrenzte Fokusphase unter einer Bedingung.
- Beleg: JIM-Daten.
- Einschränkung: keine direkte Übertragung auf jede Klasse.
- Gegenargument: Lernwerkzeug.
- Schlussfolgerung: flexible statt pauschale Regel.
Hilfestufen und differenziertes Feedback
Hilfestufe 1: Denkstütze
Beantworte nur vier Fragen:
- Was behaupte ich?
- Warum?
- Woran kann ich das belegen?
- Was würde eine vernünftige Person dagegen sagen?
Hilfestufe 2: Strukturstütze
Nutze das Muster: These → Grund → Beleg → Einordnung → Gegenargument → Abwägung → Schlussfolgerung
Hilfestufe 3: Sprachstütze
Beginne jeden Absatz mit einer Funktionsformulierung aus dem Satzstarter-Kasten. Streiche sie später, wenn Dein Text auch ohne Gerüst klar bleibt.
Feedbackmatrix
| Kriterium | Noch unsicher | Auf dem Weg | Sicher | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|---|
| These | unklar oder zu breit | erkennbar | präzise und bedingt | Eingrenzung ergänzen |
| Belege | Beispiel ohne Quelle | Quelle vorhanden | Quelle passend eingeordnet | Reichweite prüfen |
| Gewichtung | nur aufgezählt | teilweise verglichen | Stärke begründet abgewogen | Gegenprobe formulieren |
| Gegenargument | fehlt | genannt | fair dargestellt und beantwortet | stärksten Einwand wählen |
| Schluss | wiederholt nur | Position erkennbar | folgt aus der Abwägung | Bedingung oder Grenze nennen |
KI-Spirale
KI hilft Dir nur dann beim Lernen, wenn Dein eigenes Denken sichtbar bleibt.
| Schritt | Handlung |
|---|---|
| 1 selbst denken | Frage und erste Position ohne KI klären. |
| 2 eigene Lösung beginnen | mindestens einen eigenen Absatz oder Schreibplan erstellen. |
| 3 gezielt fragen | nur eine konkrete Schwierigkeit an KI geben. |
| 4 prüfen | KI-Ausgabe mit Originaltext, Regel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle vergleichen. |
| 5 Fehler finden | Unsicherheiten, erfundene Belege oder zu starke Aussagen markieren. |
| 6 verbessern | Deinen eigenen Text überarbeiten. |
| 7 transparent machen | kurz notieren, wofür KI genutzt wurde. |
Guter KI-Auftrag: „Nenne mir zwei mögliche Gegenargumente zu meinem Absatz. Erfinde keine Studien. Markiere, was ich selbst prüfen muss.“
Schlechter KI-Auftrag: „Schreib mir die ganze Erörterung.“
KI-Nachweis: „KI genutzt für: ________. Geprüft mit: ________. Verändert habe ich: ________.“
Datenschutz: Gib keine Namen, Stimmen, Fotos, Klassenlisten oder andere personenbezogene Daten in öffentliche KI-Dienste ein.
Selbstkontrolle vor der Abgabe
- □ Meine These beantwortet die Streitfrage.
- □ Ich habe mindestens zwei unterschiedlich starke Argumente gewichtet.
- □ Mindestens ein Beleg ist überprüfbar und mit Quelle verbunden.
- □ Ich unterscheide Fakt, Wertung und Annahme.
- □ Ich behandle ein starkes Gegenargument fair.
- □ Ich erkläre, warum mein Beleg relevant ist.
- □ Meine Schlussfolgerung folgt aus der Abwägung.
- □ Ich habe Wörter wie „immer“, „alle“ und „beweist“ kritisch geprüft.
- □ KI-Unterstützung ist transparent gemacht.
- □ Rechtschreibung, Zeichensetzung und Satzverknüpfungen sind geprüft.
Lösungen und Musterhinweise
Zur Vorwissensaufgabe gibt es mehrere vertretbare Lösungen. Entscheidend ist die Struktur, nicht die gewünschte Meinung.
Material A:
- Fakten sind die berichteten Studienangaben.
- „Das ist zu viel“ ist eine Wertung.
- „Dadurch lernen alle schlechter“ wäre eine unbelegte beziehungsweise zu starke Annahme.
- Die Gesamtgruppe 12–19 Jahre ist breiter als eine einzelne siebte Klasse.
Material D: Der Text enthält überwiegend überprüfbare Funktionsbeschreibungen und eine abwägende Schlussidee. Die Aussage, dass es „entscheidend“ sei, wie ein Gerät genutzt werde, enthält zugleich eine wertende Schwerpunktsetzung.
Gewichtung: Ein Argument mit passender Quelle, klarer Schlussregel und transparenter Einschränkung ist meist belastbarer als ein bloßes Einzelbeispiel.
Wiederholung
5-Begriffe-Blitz: Erkläre ohne Nachschlagen in je einem Satz:
- These
- Beleg
- Schlussregel
- Gegenargument
- Schlussfolgerung
Partnercheck: Dein Gegenüber nennt zu jedem Begriff ein eigenes Beispiel. Tauscht danach die Rollen.
Transfer
Neue Streitfrage: Soll bei einer Klassenlektüre neben dem gedruckten Text auch ein Hörbuch für einzelne Arbeitsphasen zugelassen werden?
Nutze dieselbe Struktur: These → gewichtete Argumente → Belege → Gegenargument → Schlussfolgerung
Transferfrage: Welche Kriterien bleiben gleich, obwohl das Thema wechselt?
Kompetenzcheck
Bewerte Dich mit „noch nicht“, „teilweise“ oder „sicher“:
- Ich kann Daten nutzen, ohne mehr daraus zu machen, als sie zeigen.
- Ich kann eine Schlussregel sichtbar machen.
- Ich kann ein starkes Gegenargument fair formulieren.
- Ich kann Argumente begründet gewichten.
- Ich kann Mehrdeutigkeit und Grenzen von Materialien benennen.
- Ich kann KI-Ausgaben prüfen statt übernehmen.
- Ich kann eine eigenständige, begründete Schlussfolgerung verfassen.
Reflexion
- Welcher Teil Deines Textes wurde durch einen Beleg wirklich stärker?
- Wo musstest Du eine erste Meinung nach dem Materiallesen verändern oder präzisieren?
- Welches Gegenargument war am schwersten zu beantworten?
- Welche KI-Hilfe war nützlich – und welche musstest Du korrigieren?
- Was willst Du beim nächsten argumentierenden Text früher planen?
Folgekurs-Empfehlung
Wenn Du diesen Kurs sicher beherrschst, arbeite weiter mit:
- Erörterung und Abwägung
- Materialgestütztes Schreiben
- Argumentationsanalyse
- Quellenkritik
- D8 E - Eine textgebundene Erörterung verfassen
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was kennzeichnet eine differenzierte These am besten? (Sie ist klar, eingegrenzt und begründbar) (!Sie enthält möglichst viele Fremdwörter) (!Sie vermeidet jede Position) (!Sie besteht nur aus einem Beispiel)
Welche Aussage ist ein Fakt? (Die JIM-Studie 2025 untersucht den Medienumgang von 12- bis 19-Jährigen) (!Smartphones sind viel zu wichtig) (!Smartphonefreie Zeiten wären bestimmt angenehmer) (!Alle Jugendlichen lernen mit Handy schlechter)
Welche Aussage ist eine Wertung? (Vier Stunden Bildschirmzeit täglich sind zu viel) (!95 Prozent besitzen laut JIM 2025 ein eigenes Smartphone) (!Eine Studie wurde 2025 veröffentlicht) (!Die Befragten sind zwischen 12 und 19 Jahre alt)
Welche Aussage ist eine Annahme? (Eine Fokusphase würde unsere Klasse wahrscheinlich ruhiger machen) (!Die Quelle nennt eine Prozentzahl) (!Die Studie befragt Jugendliche) (!Die Tabelle enthält vier Zeilen)
Was macht einen Beleg besonders brauchbar? (Er ist überprüfbar, passend und korrekt eingeordnet) (!Er klingt eindrucksvoll) (!Er bestätigt immer die eigene Meinung) (!Er stammt aus einem anonymen Kommentar)
Welche Rolle hat die Schlussregel? (Sie erklärt, warum der Beleg die These stützt) (!Sie ersetzt alle Belege) (!Sie wiederholt nur die Überschrift) (!Sie nennt die Quelle des Bildes)
Wie gehst Du mit einem starken Gegenargument um? (Du stellst es fair dar und wägest es begründet ab) (!Du verschweigst es) (!Du machst es absichtlich schwächer) (!Du wechselst sofort das Thema)
Was bedeutet Argumente gewichten? (Ihre Relevanz, Belegstärke und Tragweite vergleichen) (!Sie alphabetisch sortieren) (!Sie nach Satzlänge ordnen) (!Nur das erste Argument verwenden)
Warum dürfen JIM-Gesamtwerte nicht einfach auf eine Klasse übertragen werden? (Weil die untersuchte Gruppe breiter ist als eine einzelne Klasse) (!Weil Prozentwerte nie verwendet werden dürfen) (!Weil Studien grundsätzlich falsch sind) (!Weil Zahlen keine Quellen brauchen)
Was gehört zur KI-Spirale? (Eigene Lösung beginnen, gezielt fragen, prüfen und verbessern) (!Die KI zuerst den ganzen Text schreiben lassen) (!KI-Antworten ohne Quelle übernehmen) (!Eigene Entwürfe vor der KI-Nutzung vermeiden)
Memory
| These | klarer Standpunkt |
| Beleg | überprüfbare Stütze |
| Schlussregel | Verbindung von Grund und Position |
| Fakt | nachprüfbare Aussage |
| Wertung | Urteil nach einem Maßstab |
| Annahme | noch nicht bestätigte Vermutung |
| Gegenargument | begründeter Einwand |
| Schlussfolgerung | abgewogenes Ergebnis |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Standpunkt | These |
| Stützung | Beleg |
| Verknüpfung | Schlussregel |
| Beurteilung | Wertung |
| Vermutung | Annahme |
| Einwand | Gegenargument |
Kreuzworträtsel
| These | Wie heißt eine klar formulierte Behauptung oder Position? |
| Beleg | Wie heißt eine überprüfbare Stütze für ein Argument? |
| Fakt | Wie heißt eine nachprüfbare Aussage? |
| Wertung | Wie heißt ein Urteil nach einem Maßstab? |
| Annahme | Wie heißt eine noch nicht sicher bestätigte Vermutung? |
| Einwand | Wie nennt man kurz einen begründeten Widerspruch? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Fakt-Wertung-Annahme: Sammle sechs Aussagen aus diesem aiMOOC und ordne sie den drei Kategorien zu. Begründe zwei Grenzfälle.
- Argument-Bausteine: Schreibe zu einer schulnahen Streitfrage eine These, eine Begründung und einen Beleg.
- Bildanalyse: Erkläre, warum Waage und Lupe gut zum Argumentieren passen. Nenne jeweils eine Grenze der Bildmetapher.
- Audio-Statement: Nimm ein 45-sekündiges eigenes Argument auf. Prüfe beim Anhören, ob These, Grund und Schluss erkennbar sind.
Standard
- Materialvergleich: Vergleiche Material A, B und C. Markiere, welche Aussage sich gegenseitig stützt, ergänzt oder relativiert.
- Gegenargument: Formuliere das stärkste Gegenargument zu Deiner eigenen Position so fair, dass die Gegenseite zustimmen könnte.
- Datenvisualisierung: Gestalte aus drei JIM-Werten ein eigenes Schaubild und schreibe zwei Sätze dazu, die nicht übertreiben.
- Schreibkonferenz: Tausche einen Absatz mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner und gib Feedback nach der Feedbackmatrix.
Schwer
- Quellenkritik: Recherchiere zu einem weiteren Beleg. Prüfe Autor, Datum, Population, Methode und mögliche Interessen.
- Argumentgewichtung: Ordne vier Argumente nach Stärke und begründe Deine Reihenfolge mit mindestens drei Kriterien.
- Multimedialer Kommentar: Gestalte ein zweiminütiges Erklärvideo oder Audio mit These, Beleg, Gegenargument und Schluss. Verwende nur eigenes oder offen lizenziertes Material.
- KI-Revision: Überarbeite einen eigenen Absatz mit der KI-Spirale. Dokumentiere Ausgangstext, konkrete KI-Frage, Prüfung, erkannte Schwäche und eigene Verbesserung.


Lernkontrolle
- Transferargumentation: Übertrage den Aufbau auf die Frage, ob bei einer Klassenlektüre ein Hörbuch zeitweise zugelassen werden soll. Begründe, welche Argumente besonders schwer wiegen.
- Fehlschlussprüfung: Prüfe die Aussage „68 Prozent können ihre Bildschirmzeit schlecht regulieren, also lernen 68 Prozent mit Smartphone schlechter“. Erkläre mindestens zwei logische Probleme.
- Materialgrenzen: Zeige an Material A, welche Schlussfolgerung möglich ist und welche zu weit gehen würde.
- Gegenposition stärken: Formuliere die Gegenposition zu Deinem Standpunkt möglichst überzeugend und antworte anschließend darauf, ohne sie abzuwerten.
- Quellenentscheidung: Vergleiche einen anonymen Social-Media-Post mit einem Studienbericht. Lege Kriterien fest, wann welcher Text als Beleg brauchbar wäre.
- Begründete Schlussfolgerung: Formuliere einen Schluss, der eine Bedingung, eine Grenze und eine konkrete Entscheidung enthält.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis wichtig:
- eine präzise Streitfrage und These,
- mindestens zwei gewichtete Argumente,
- mindestens zwei funktional genutzte Materialien,
- korrekte Unterscheidung von Fakt, Wertung und Annahme,
- ein fair behandeltes Gegenargument,
- eine erkennbare Schlussregel bei mindestens einem Argument,
- eine begründete Schlussfolgerung,
- transparente Quellenangaben,
- sprachliche Klarheit und passende Verknüpfungen,
- dokumentierte KI-Unterstützung, falls KI genutzt wurde.
Medien- und Quellencheck
Wikimedia-Commons-Medien:
- Speech bubble.svg – gemeinfrei.
- Scale of justice.svg – gemeinfrei.
- Balanced scale of Justice.svg – CC0.
- Icon fact.svg – CC BY-SA 4.0.
- Opinion icon – CC0.
- Barcharticon.png – gemeinfrei.
- Magnifying glass icon.svg – gemeinfrei.
- Checklist-icon.svg – CC0.
- De-at-Argument.ogg – gemeinfrei.
Fachliche Quellen:
- Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Erörterung
- Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Materialgestütztes Schreiben
- mpfs: JIM-Studie 2025
- mpfs: JIM-Studie 2024
- UNESCO GEM Report 2023: Technology in education
- UNESCO: Best practices in mobile learning
Rechtssicher arbeiten: Übernimm keine fremden Bilder, Texte, Musikstücke oder Stimmen ohne passende Lizenz. Kurze funktionale Zitate brauchen Quelle. Bei eigenen Audio- oder Videoarbeiten sollen keine personenbezogenen Daten unnötig veröffentlicht werden.
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