D6 G - Von Erlebnissen und Erfahrungen mündlich erzählen

D6 G - Von Erlebnissen und Erfahrungen mündlich erzählen
D6 G - Von Erlebnissen und Erfahrungen mündlich erzählen
Einleitung
Wenn Du von einem Erlebnis oder einer Erfahrung erzählst, sollen andere gut verstehen können, was passiert ist, in welcher Reihenfolge es passiert ist und wie die Situation für Dich ausgegangen ist. Auf dem G-Niveau in Klasse 6 geht es nicht darum, möglichst kompliziert zu sprechen. Wichtig ist, dass Du einen klaren roten Faden hast, vollständige Sätze bildest, verständlich aussprichst, passende Wörter auswählst und Deine Erzählung sinnvoll beendest.

Beim mündlichen Erzählen arbeitest Du gleichzeitig an Sprechen, Zuhören, Wortschatz, Kommunikation und Feedback. Gute Erzählerinnen und Erzähler helfen ihrem Publikum beim Verstehen. Gute Zuhörerinnen und Zuhörer hören aufmerksam zu und geben hilfreiche Rückmeldungen.
Dein Lernziel: Du kannst ein eigenes Erlebnis oder eine eigene Erfahrung in ungefähr ein bis zwei Minuten so erzählen, dass andere den Ablauf nachvollziehen können. Du nutzt einen einfachen Erzählplan, sprichst in vollständigen Sätzen, achtest auf Deine Aussprache und findest einen verständlichen Schluss.
Was ist ein Erlebnis, was ist eine Erfahrung?
Ein Erlebnis ist ein konkretes Ereignis, an das Du Dich erinnerst, zum Beispiel ein überraschender Moment auf dem Schulweg, ein Missgeschick beim Sport oder ein schöner Nachmittag mit Freunden. Eine Erfahrung geht einen Schritt weiter: Du kannst sagen, was Du durch ein Erlebnis gelernt, erkannt oder künftig anders gemacht hast.
Du musst nichts Privates erzählen. Für Übungen darfst Du ein harmloses echtes Erlebnis wählen oder eine erfundene Situation nutzen. Namen anderer Personen, Adressen, Telefonnummern und andere persönliche Daten gehören nicht in digitale Aufgaben.
Der rote Faden: So bleibt Deine Erzählung nachvollziehbar
Eine verständliche Erzählung hat eine erkennbare Reihenfolge. Dabei helfen Dir Zeitwörter und kurze Übergänge wie zuerst, danach, dann, plötzlich, kurz darauf, am Ende und schließlich. Verwende nicht in jedem Satz dasselbe Wort.
| Teil | Leitfrage | Beispiel für einen Satzanfang |
|---|---|---|
| Einstieg | Wer war dabei? Wann und wo war es? | „Nach der Schule war ich mit ...“ |
| Ausgangssituation | Was war zuerst los? | „Zuerst dachte ich, dass ...“ |
| Wichtiger Moment | Was änderte sich oder überraschte Dich? | „Plötzlich bemerkte ich ...“ |
| Ergebnis | Wie ging die Situation aus? | „Kurz darauf konnten wir ...“ |
| Schluss | Wie fühltest Du Dich oder was hast Du gelernt? | „Am Ende war ich froh, weil ...“ |
Merksatz: Erzähle nicht alles, was Du weißt. Erzähle das, was Dein Publikum braucht, um den Ablauf zu verstehen.
Erzählplan mit fünf Feldern
Bevor Du sprichst, notierst Du nur Stichworte. Ein Erzählplan ist keine ausformulierte Geschichte. So kannst Du frei sprechen und trotzdem den roten Faden behalten.
| Einstieg | Zuerst | Wichtiger Moment | Danach | Schluss |
|---|---|---|---|---|
| Ort, Zeit, Personen | Ausgangssituation | Überraschung oder Problem | Ergebnis oder Lösung | Gefühl, Gedanke oder Erfahrung |
Mini-Beispiel: Schulweg – starker Regen – Fahrradkette springt ab – jemand hilft – ich komme nass, aber erleichtert an.

Sprechauftrag zum Bild: Schau 20 Sekunden auf das Bild. Notiere fünf Stichworte. Erzähle anschließend 45 bis 60 Sekunden lang eine mögliche Situation. Nutze mindestens drei verschiedene Zeitwörter und beende die Erzählung mit einem klaren Schlusssatz.
Beispiel für eine einfache mündliche Erzählung
„Letzten Dienstag wollte ich nach der Schule mit dem Fahrrad nach Hause fahren. Zuerst war das Wetter noch ruhig. Nach ein paar Minuten begann es plötzlich stark zu regnen. Kurz darauf sprang meine Fahrradkette ab. Ich stellte mich unter ein Vordach und versuchte, sie wieder einzusetzen. Ein älterer Schüler hielt an und half mir. Schließlich konnte ich weiterfahren. Am Ende war ich völlig nass, aber ich war erleichtert und habe gemerkt, wie hilfreich es ist, wenn jemand nicht einfach vorbeifährt.“
Die Erzählung ist leicht nachvollziehbar, weil Ort und Situation schnell klar werden, Zeitwörter die Reihenfolge zeigen, die Sätze vollständig sind und der Schluss erklärt, wie das Erlebnis endet und welche Erfahrung daraus entsteht.
Vollständige Sätze
Beim spontanen Sprechen entstehen manchmal Satzabbrüche. Für eine verständliche Erzählung helfen kurze, vollständige Sätze. Ein Satz sollte so gebaut sein, dass die Zuhörenden erkennen können, wer etwas tut und was geschieht.
Statt „Und dann ... äh ... der Bus ... weg“ kannst Du sagen: „Als ich an der Haltestelle ankam, fuhr der Bus gerade weg.“ Kurze Sätze sind völlig in Ordnung. Sie sind oft sogar leichter zu verstehen als sehr lange Sätze.
Passende Wortwahl
Wörter sollen möglichst genau ausdrücken, was passiert. Besonders hilfreich sind passende Verben. Statt immer nur „machen“, „gehen“ oder „sagen“ kannst Du je nach Situation Wörter wie rennen, schleichen, rufen, flüstern, entdecken, stolpern, warten, helfen oder erklären verwenden.
| Eher ungenau | Genauer |
|---|---|
| „Ich ging schnell.“ | „Ich rannte zur Haltestelle.“ |
| „Sie sagte etwas.“ | „Sie rief meinen Namen.“ |
| „Wir machten das Problem weg.“ | „Wir lösten das Problem gemeinsam.“ |
| „Es war gut.“ | „Ich war erleichtert.“ |
G-Niveau-Tipp: Wähle lieber ein einfaches, passendes Wort als ein schwieriges Wort, dessen Bedeutung Du nicht sicher kennst.
Deutlich sprechen und gut verstanden werden
Eine verständliche Aussprache bedeutet nicht, dass alle gleich klingen müssen. Dialekte und verschiedene sprachliche Hintergründe gehören zur Sprache. Entscheidend ist, dass Dein Publikum Dich gut verstehen kann. Sprich nicht zu schnell, öffne den Mund beim Sprechen ausreichend, verschlucke Satzenden nicht und setze kurze Pausen.
Sprechtraining in 60 Sekunden: Sprich zuerst langsam „pa-ta-ka“ und werde nur so schnell, dass jede Silbe deutlich bleibt. Lies danach zwei eigene Sätze laut. Beim zweiten Durchgang sprichst Du etwas langsamer und setzt nach jedem Satz eine kurze Pause.
Videoimpuls: Mündlich erzählen in Klasse 6
Das folgende Video führt in zentrale Aspekte des mündlichen Erzählens ein. Notiere beim Ansehen zwei Tipps, die Du bei Deiner nächsten Erzählung ausprobieren möchtest.
Beobachtungsauftrag: Achte besonders auf roten Faden, Sprechtempo, Wortwahl, Blickkontakt und Feedback. Wähle danach einen Punkt aus, den Du sofort praktisch übst.
Rechtssichere Audioimpulse: Höre und erzähle
Die folgenden Geräusche stammen aus Wikimedia Commons und sind frei nachnutzbar. Höre jeweils nur kurz zu. Erfinde dann eine kleine Erlebnissituation. Du musst nicht erklären, was wirklich aufgenommen wurde; das Geräusch ist nur Dein Startsignal.
Audioimpuls Regen – Public Domain:
Auftrag: Beginne mit „Eigentlich wollte ich nur kurz ...“. Erzähle 30 bis 45 Sekunden. Verwende die Wörter zuerst, plötzlich und am Ende.
Audioimpuls Türklingel – CC0:
Auftrag: Beginne mit „Als es klingelte, hatte ich nicht damit gerechnet, dass ...“. Achte auf vollständige Sätze und einen verständlichen Schluss.
Audioimpuls Schulglocke – Public Domain:
Auftrag: Erzähle eine kurze Situation, die kurz vor oder nach einem Unterrichtswechsel passiert sein könnte. Nutze höchstens fünf Stichworte als Hilfe.
Erzählkarten: Bilder als Sprechanlass
Wähle eine Karte. Du darfst eine echte oder eine erfundene Situation erzählen. Plane 30 Sekunden und sprich danach ungefähr eine Minute.
Erzählkarten-Regel: Jede Erzählung braucht einen Einstieg, mindestens drei geordnete Handlungsschritte und einen Schluss.
Kurzer Video-Sprechanlass
Datei:Childrens jumping to lake together.webm
5-Sekunden-Impuls: Schau den kurzen Clip an. Erzähle danach nicht nur, was zu sehen ist, sondern erfinde eine Situation davor und danach. Achte darauf, dass Deine Reihenfolge verständlich bleibt.
Praktische Sprechübungen mit Feedback
| Übung | So geht es | Feedback-Fokus |
|---|---|---|
| 30-Sekunden-Erlebnis | Wähle ein kleines Erlebnis und erzähle es in 30 Sekunden. | War die Reihenfolge verständlich? |
| Erzählstaffel | Person A beginnt mit zwei Sätzen. Person B fasst kurz zusammen und erzählt logisch weiter. | Wurden vollständige Sätze und passende Übergänge genutzt? |
| Zwei Durchgänge | Erzähle dieselbe Situation zweimal. Beim zweiten Mal setzt Du das Feedback um. | Was wurde im zweiten Durchgang klarer? |
| Stichwortkarten | Nutze fünf Stichworte, aber keinen ausformulierten Text. | Konnte die Person frei sprechen und trotzdem beim Thema bleiben? |
| Aufnahme und Selbstcheck | Nimm eine 60-Sekunden-Erzählung mit einem schulisch erlaubten Gerät auf und höre sie einmal an. | Sprechtempo, Aussprache, Satzenden, Pausen und Schluss |
Sprechzirkel in Dreiergruppen
Arbeitet zu dritt. Eine Person erzählt, eine Person hört nur auf den Inhalt und die Reihenfolge, eine Person achtet auf Sprechweise und Sprache. Nach einer Minute gebt Ihr kurzes Feedback und wechselt die Rollen.
| Rolle | Beobachtungsauftrag |
|---|---|
| Erzählerin oder Erzähler | Nutze Deinen Plan, sprich frei und finde einen klaren Schluss. |
| Inhalts-Detektiv | Prüfe Einstieg, Reihenfolge, wichtigen Moment und Schluss. |
| Sprech-Coach | Achte auf Aussprache, Tempo, vollständige Sätze und passende Wörter. |
Nach drei Runden nennt jede Person einen Punkt, der schon gut gelingt, und genau einen nächsten Übungsschritt.
Feedback: Zwei Sterne und ein Wunsch
Gutes Feedback ist konkret, respektvoll und hilfreich. Nach einer Erzählung bekommt die sprechende Person zwei positive Beobachtungen und einen Verbesserungsvorschlag.
| Kriterium | Stern-Satz | Wunsch-Satz |
|---|---|---|
| Reihenfolge | „Ich konnte Dir gut folgen, weil ...“ | „Noch klarer wäre die Reihenfolge, wenn ...“ |
| Aussprache | „Besonders gut verstanden habe ich ...“ | „Sprich an dieser Stelle etwas langsamer ...“ |
| vollständige Sätze | „Deine Sätze waren klar, besonders ...“ | „Beende den Satz zuerst, bevor Du ...“ |
| Wortwahl | „Das Verb ... hat gut gepasst.“ | „Statt ... könntest Du genauer sagen ...“ |
| Schluss | „Der Schluss war verständlich, weil ...“ | „Am Ende könntest Du noch sagen, wie ...“ |
Feedback-Regel: Beurteile die Erzählung, nicht die Person. Sage nicht „Du bist schlecht im Erzählen“, sondern nenne eine konkrete Stelle und einen konkreten nächsten Schritt.
Mini-Check vor dem Erzählen
| Prüffrage | Ja | Noch üben |
|---|---|---|
| Habe ich fünf passende Stichworte? | □ | □ |
| Weiß ich, womit ich beginne? | □ | □ |
| Kenne ich den wichtigsten Moment? | □ | □ |
| Nutze ich verschiedene Zeitwörter? | □ | □ |
| Habe ich einen verständlichen Schlusssatz? | □ | □ |
KI-Aufgabe: Erzählplan prüfen und verbessern
Eine KI kann Dir Rückmeldung zu einem Erzählplan geben. Die Entscheidung, was Du übernimmst, bleibt aber bei Dir. Verwende für diese Aufgabe keine privaten oder sensiblen Daten. Nutze am besten eine erfundene oder harmlose Situation.
Beispiel-Erzählplan: „Schulweg – Regen – Schirm vergessen – unterstellen – Bus kommt – erleichtert.“
Arbeitsauftrag: Gib Deinen Erzählplan in ein schulisch erlaubtes KI-System ein. Verwende diesen Auftrag:
„Prüfe meinen Erzählplan für eine mündliche Erzählung in Klasse 6 auf G-Niveau. Achte nur auf nachvollziehbare Reihenfolge, vollständige Sätze als spätere Sprechhilfe, einfache passende Wortwahl und einen verständlichen Schluss. Nenne zuerst zwei Stärken. Gib danach höchstens drei konkrete Verbesserungsvorschläge. Erfinde keine persönlichen Details. Mein Erzählplan lautet: ...“
Danach prüfst Du die KI: Passt jeder Vorschlag wirklich zu Deinem Erlebnis? Ist die Reihenfolge besser geworden? Hat die KI etwas erfunden? Ist die Sprache noch so einfach, dass Du sie selbst verwenden würdest? Übernimm nur Vorschläge, die Du verstehst und sinnvoll findest.
Vergleichsauftrag: Erzähle einmal mit Deinem ersten Plan und einmal mit dem verbesserten Plan. Eine Partnerin oder ein Partner entscheidet anhand der Kriterien, welche Version leichter zu verstehen war, und begründet die Entscheidung.
Medien- und Lizenzhinweis
Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden als frei nachnutzbare Medien ausgewählt. Die jeweilige Dateiseite enthält Urheber- und Lizenzangaben. Verwendet werden unter anderem CC BY 4.0 für „Children Socializing on Blue Sofa and Chair.jpg“, CC BY-SA 4.0 für „A boy riding a bicycle through the rains.jpg“ und „Childrens jumping to lake together.webm“, CC0 für „Sound Effect - Door Bell.ogg“ und „Playground for children.jpg“ sowie Public-Domain-Dateien wie „Rain.ogg“, „Old school bell 1.ogg“, „Birthday Cake.jpg“ und „Backpack.jpg“. Bei einer Weiterverwendung außerhalb des Wikis musst Du die Bedingungen der jeweiligen Dateiseite beachten.
Die YouTube-Videos werden nur eingebettet und nicht kopiert oder neu hochgeladen. In der Schule sollte die Wiedergabe entsprechend den geltenden Datenschutz- und Medienregeln erfolgen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was hilft am meisten, damit die Reihenfolge einer Erzählung verständlich bleibt? (Passende Zeitwörter und ein klarer Erzählplan) (!Möglichst viele Fremdwörter) (!Möglichst lange Sätze) (!Das Weglassen des Schlusses)
Woran erkennst Du einen vollständigen Satz in einer mündlichen Erzählung? (Man kann verstehen, wer etwas tut und was geschieht) (!Er enthält immer mindestens zwanzig Wörter) (!Er beginnt immer mit danach) (!Er enthält möglichst viele Füllwörter)
Was verbessert die Verständlichkeit Deiner Aussprache? (Ein passendes Sprechtempo und deutliche Satzenden) (!Möglichst schnelles Sprechen) (!Möglichst leises Sprechen) (!Das Verschlucken von Endsilben)
Welche Wortwahl ist für eine Erzählung besonders hilfreich? (Einfache genaue Wörter und passende Verben) (!Möglichst schwierige Wörter) (!Immer dasselbe Verb) (!Nur Abkürzungen)
Was gehört zu einem verständlichen Schluss? (Ein Ergebnis ein Gefühl oder eine gewonnene Erfahrung) (!Ein völlig neues Thema) (!Eine Wiederholung jedes Satzes) (!Ein Satz ohne Bezug zur Erzählung)
Wozu dient ein Erzählplan? (Er hält wichtige Stichworte und die Reihenfolge fest) (!Er ersetzt das Zuhören) (!Er schreibt jedes Wort des Vortrags vor) (!Er macht einen Schluss unnötig)
Wie sieht hilfreiches Feedback aus? (Es nennt eine konkrete Stärke und einen konkreten nächsten Schritt) (!Es bewertet die Person) (!Es bleibt absichtlich ungenau) (!Es enthält nur Kritik)
Was kannst Du tun, wenn Du beim Erzählen kurz den Faden verlierst? (Eine Pause machen und zu Deinem nächsten Stichwort zurückkehren) (!Die Erzählung sofort abbrechen) (!Möglichst viele neue Details erfinden) (!Sehr schnell weiterreden)
Was ist bei einer KI-Aufgabe mit einem Erzählplan wichtig? (Keine privaten Daten eingeben und Vorschläge selbst prüfen) (!Jeden KI-Vorschlag ungeprüft übernehmen) (!Echte Adressen und Telefonnummern ergänzen) (!Die KI die ganze Aufgabe allein erledigen lassen)
Was tun gute Zuhörerinnen und Zuhörer nach einer Erzählung? (Sie geben konkrete respektvolle Rückmeldung) (!Sie unterbrechen ständig) (!Sie ändern das Thema sofort) (!Sie bewerten nur die Lautstärke)
Memory
| Einstieg | Wer wann wo |
| Roter Faden | Logische Reihenfolge |
| Artikulation | Deutliche Lautbildung |
| Zeitwörter | Zuerst danach schließlich |
| Starke Verben | Präzise Wortwahl |
| Schluss | Ergebnis Gefühl Ausblick |
| Erzählplan | Stichworte vor dem Sprechen |
| Peer-Feedback | Rückmeldung von Mitschülern |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Einstieg | Ort Zeit Personen |
| Ausgangssituation | Was zuerst geschah |
| Wichtiger Moment | Überraschung oder Problem |
| Ergebnis | Lösung oder Folge |
| Schluss | Gefühl Gedanke oder Erfahrung |
...
Kreuzworträtsel
| Reihenfolge | Was muss nachvollziehbar sein, damit Zuhörende dem Ablauf folgen können? |
| Aussprache | Woran arbeitest Du, wenn Wörter deutlich verständlich klingen sollen? |
| Stichworte | Was notierst Du kurz in einem Erzählplan? |
| Wortwahl | Was verbesserst Du, wenn Du ein genaueres Verb auswählst? |
| Schluss | Wie heißt der letzte Teil einer Erzählung? |
| Feedback | Wie nennt man eine hilfreiche Rückmeldung nach dem Erzählen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- 30-Sekunden-Erzählung: Erzähle ein kleines, unverfängliches Erlebnis in 30 Sekunden. Nutze zuerst, danach und am Ende.
- Erzählplan: Erstelle für ein erfundenes Erlebnis einen Plan mit fünf Stichwortfeldern: Einstieg, zuerst, wichtiger Moment, danach, Schluss.
- Wortwahl: Sammle zu den Verben gehen, sagen und machen jeweils drei genauere Alternativen und verwende drei davon in einer kurzen mündlichen Erzählung.
- Audioimpuls: Wähle einen der drei Geräuschimpulse im aiMOOC und erzähle dazu eine Geschichte von höchstens 45 Sekunden mit einem klaren Schlusssatz.
Standard
- Erzählkarte: Wähle eine Bildkarte, plane 30 Sekunden und erzähle anschließend etwa eine Minute. Eine Partnerperson prüft die Reihenfolge.
- Partnerinterview: Frage eine Mitschülerin oder einen Mitschüler nach einem harmlosen Alltagserlebnis. Erzähle anschließend in eigenen Worten, was Du verstanden hast, und lass die Person korrigieren.
- Peer-Feedback: Erzählt Euch gegenseitig je eine Minute. Gebt danach zwei Sterne und einen Wunsch zu Reihenfolge, Aussprache, vollständigen Sätzen, Wortwahl oder Schluss.
- KI und Erzählplan: Lass einen erfundenen oder unverfänglichen Erzählplan mit dem vorgegebenen KI-Auftrag prüfen. Markiere anschließend, welche Vorschläge Du übernimmst und welche Du mit Begründung ablehnst.
Schwer
- Vorher-Nachher-Aufnahme: Nimm eine erste Erzählung auf, hole Feedback ein und nimm eine zweite Version auf. Beschreibe drei konkrete Verbesserungen.
- Perspektivwechsel: Erzähle dasselbe Ereignis zweimal aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. Sorge dafür, dass beide Versionen dieselbe Grundreihenfolge haben.
- Interview und Erfahrung: Führe ein kurzes Interview mit einer vertrauten Person über eine alltägliche Lernerfahrung. Notiere nur Stichworte und fasse die Erfahrung anschließend mündlich zusammen.
- Mini-Podcast: Produziere in einer Kleingruppe einen zwei- bis dreiminütigen Audio-Beitrag mit Einleitung, zwei kurzen Erlebniserzählungen, gegenseitigem Feedback und einem gemeinsamen Schluss. Verwendet nur eigene oder frei lizenzierte Geräusche.


Lernkontrolle
- Reihenfolge reparieren: Du erhältst eine Erzählung mit fünf durcheinandergeratenen Abschnitten. Ordne sie so, dass ein nachvollziehbarer Ablauf entsteht, und begründe Deine Entscheidung mit Zeitwörtern und inhaltlichen Hinweisen.
- Zwei Versionen vergleichen: Höre zwei kurze Erzählungen zum gleichen Ereignis. Entscheide, welche leichter zu verstehen ist, und belege Deine Entscheidung mit mindestens drei Kriterien aus dem aiMOOC.
- Erzählung übertragen: Wähle eine neue Bildkarte, die im aiMOOC nicht vorkommt. Erstelle einen Erzählplan und erzähle eine Minute. Erkläre danach, wie Dein Plan Dir beim Sprechen geholfen hat.
- Feedback verbessern: Formuliere die Rückmeldung „Das war schlecht erzählt“ so um, dass daraus zwei konkrete, respektvolle und umsetzbare Hinweise werden.
- KI-Vorschläge bewerten: Eine KI schlägt für einen einfachen Erzählplan fünf Änderungen vor. Entscheide bei jeder Änderung, ob sie die Verständlichkeit verbessert oder unnötig kompliziert macht, und begründe mindestens zwei Entscheidungen.
- Für ein Publikum anpassen: Erzähle dasselbe Erlebnis einmal für eine Freundin oder einen Freund und einmal für eine jüngere Lerngruppe. Erkläre, welche Wörter oder Erklärungen Du verändert hast und warum.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zeigst Du nicht nur, dass Du Regeln kennst, sondern dass Du sie beim Sprechen anwenden und Deine Leistung verbessern kannst.
- Erzählplan: Ein übersichtlicher Plan mit wenigen passenden Stichworten und klarer Reihenfolge.
- Mündliche Erzählung: Eine ein- bis zweiminütige Erzählung mit Einstieg, geordnetem Ablauf und verständlichem Schluss.
- Sprechweise: Überwiegend deutliche Aussprache, angemessenes Tempo, hörbare Satzenden und sinnvolle Pausen.
- Sprache: Überwiegend vollständige Sätze und eine einfache, passende Wortwahl.
- Feedback: Eine konkrete Rückmeldung an eine andere Person und eine sichtbare Überarbeitung der eigenen Erzählung nach erhaltenem Feedback.
- Reflexion: Eine kurze Erklärung, was Dir bereits gut gelingt und welchen nächsten Schritt Du üben möchtest.
- KI-Kompetenz: Falls KI genutzt wurde, kannst Du erklären, welche Vorschläge Du übernommen oder abgelehnt hast und warum.
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