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D5 Fö - Bei Unklarheit nachfragen

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D5 Fö - Bei Unklarheit nachfragen

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D5 Fö - Bei Unklarheit nachfragen

Deutsch – Klasse 5 – Förderschwerpunkt Lernen

Lernbereich: Sprachwissen – Wortschatz, Bedeutung und Kommunikation

Abschnitt: Übung


Einleitung

Du verstehst etwas nicht? Dann frage nach!

Stell Dir vor:

Du bist im Klassenraum.

Die Lehrkraft sagt: „Nimm den Ordner!“

Auf dem Tisch liegen drei Ordner.

Du weißt nicht, welchen Ordner Du nehmen sollst.

Was kannst Du tun?

Du kannst fragen:

„Welchen Ordner meinst du?“

Die Lehrkraft antwortet: „Den blauen Ordner.“

Jetzt weißt Du Bescheid.

Gut gemacht! Nachfragen hilft.

Das Bild zeigt: Jemand ist unsicher.

Du darfst nachfragen.

Du darfst um Hilfe bitten.

Du darfst Dir etwas noch einmal erklären lassen.


Das lernst Du

Am Ende kannst Du:

  1. Zuhören: Du hörst genau hin.
  2. Fragen: Du stellst eine passende Frage.
  3. Wortschatz: Du fragst nach unbekannten Wörtern.
  4. Ich-Botschaft: Du sagst freundlich, was Du brauchst.
  5. Kommunikation: Du prüfst, ob Du etwas richtig verstanden hast.

Du kannst hören, zeigen, sprechen oder schreiben.

Du musst nicht alles sofort können.

Du darfst jede Übung wiederholen.


Übung 1: Ich verstehe etwas nicht

Manchmal verstehen wir eine Nachricht nicht.

Vielleicht spricht jemand zu schnell.

Vielleicht kennst Du ein Wort nicht.

Vielleicht ist eine Aufgabe nicht genau erklärt.

Das nennt man eine Unklarheit.

Wenn zwei Menschen etwas unterschiedlich verstehen, kann ein Missverständnis entstehen.

Eine Rückfrage hilft Dir weiter.


Drei wichtige Sätze

Satz 1:

„Wie bitte?“

Satz 2:

„Was bedeutet das?“

Satz 3:

„Kannst du das bitte wiederholen?“

Sprich jeden Satz langsam nach.

Du kannst die Sätze auch auf Karten schreiben.


Höre zu: So klingen Rückfragen

Hörbeispiel 1:

Höre den Satz.

Er lautet: „Ich verstehe nicht.“

Hörbeispiel 2:

Höre die Frage.

Sie lautet: „Wie bitte?“

Hörbeispiel 3:

Höre das Wort.

Es lautet: „Entschuldigung.“

Deine kleine Hörübung:

  1. Höre ein Beispiel an.
  2. Höre es noch einmal.
  3. Sprich die Wörter nach oder zeige auf die passende Satzkarte.
  4. Sage anschließend: „Entschuldigung, wie bitte?“

Du kannst ein Hörbeispiel so oft abspielen, wie Du möchtest.

Wenn der Ton nicht funktioniert, kann Dir eine andere Person den Satz vorlesen.


Übung 2: Die richtigen Wörter finden

Eine gute Frage sagt genau, was Du wissen möchtest.


Unsere gelben Fragekarten

Fragekarte Das möchtest Du wissen.
WAS? Du möchtest ein Wort oder eine Sache verstehen.
WER? Du möchtest wissen, welche Person gemeint ist.
WO? Du suchst einen Ort.
WANN? Du möchtest eine Zeit wissen.
WELCHES? Du möchtest wissen, welche Sache gemeint ist.
WIE? Du möchtest wissen, wie etwas geht.

Beispiele:

Du hörst: „Wir treffen uns später.“

Du fragst: „Wann genau?“

Du hörst: „Leg das Buch dorthin.“

Du fragst: „Wohin genau?“

Du hörst: „Hole das Lineal.“

Du fragst: „Wo liegt das Lineal?“

Merke: Ein Fragewort macht Deine Frage genauer.


Wort und Bedeutung

Manche Wörter haben eine Bedeutung, die Du noch nicht kennst.

Ein Beispiel aus dem Sportunterricht:

„Zieh ein Leibchen an.“

Du kennst das Wort „Leibchen“ nicht.

Du fragst: „Was bedeutet Leibchen?“

Die Antwort lautet: „Ein Leibchen ist hier ein Überziehhemd für den Sport.“

Jetzt verstehst Du das Wort.

Weitere gute Fragen:

„Was heißt dieses Wort?“

„Kannst du mir ein Beispiel zeigen?“

„Kannst du das einfacher sagen?“

Du brauchst nicht zu raten.


Übung 3: Unsere bunten Satzkarten

Wir bauen freundliche Sätze.

Jede Farbe hat eine Aufgabe.

Die Wörter auf den Karten helfen Dir beim Sprechen.

Die Farbe und die Beschriftung zeigen die Aufgabe der Karte.

Farbe und Zeichen Satzkarte Wann hilft sie?
BLAU – ICH Ich habe das nicht verstanden. Du sagst, was bei Dir los ist.
GELB – FRAGE Welches Heft meinst du? Du fragst genau nach.
GRÜN – BITTE Kannst du das bitte wiederholen? Du bittest freundlich um Hilfe.
ROSA – GEFÜHL Ich bin unsicher. Du sagst, wie Du Dich fühlst.


Baue Deinen eigenen Satz

Beispiel 1:

Ich habe das Wort nicht verstanden.

Fertiger Satz:

„Ich habe das Wort nicht verstanden.“

Beispiel 2:

Kannst du bitte den Satz wiederholen?

Fertiger Satz:

„Kannst du bitte den Satz wiederholen?“

Beispiel 3:

Ich bin unsicher. Bitte zeig es mir.

Fertiger Satz:

„Ich bin unsicher. Bitte zeig es mir.“

Jetzt bist Du dran.

Schreibe die Satzteile auf einzelne Papierkarten.

Schneide die Karten aus.

Lege sie in die richtige Reihenfolge.

Lies den Satz vor oder zeige auf die Wörter.

Tausche dann eine Karte aus.

So entstehen neue Fragen und Bitten.


Übung 4: Mit Ich-Botschaften sprechen

Eine Ich-Botschaft sagt etwas über Dich.

Du sagst, was Du fühlst oder brauchst.

Du greifst die andere Person nicht an.

Weniger hilfreich:

„Du erklärst alles schlecht!“

Besser:

„Ich verstehe die Aufgabe noch nicht.“

„Kannst du mir bitte helfen?“

Weniger hilfreich:

„Du redest viel zu schnell!“

Besser:

„Ich komme nicht mit.“

„Bitte sprich etwas langsamer.“


Die Ich-Botschaft in drei Teilen

Teil Beispiel
ICH Ich
GEFÜHL ODER PROBLEM bin unsicher.
WUNSCH Bitte erkläre es noch einmal.

Dein Satz:

„Ich bin unsicher. Bitte erkläre es noch einmal.“

Du kannst auch sagen:

„Ich habe die Aufgabe nicht verstanden. Kannst du mir helfen?“

Beide Sätze sind freundlich und deutlich.


Kurzes Erklärvideo: Ich-Botschaften

Schau Dir an, wie eine Ich-Botschaft funktioniert.

Nach dem Video:

Was ist besser?

„Du bist schuld!“

oder

„Ich bin traurig. Ich möchte das klären.“

Übe den zweiten Satz.

Du kannst das Video stoppen.

Du kannst eine Szene noch einmal ansehen.

Hinweis für die Lernbegleitung: Das Video verwendet auch längere Erklärungen. Besprich nur ein leicht verständliches Beispiel und formuliere schwierige Wörter einfacher.


Übung 5: Gemeinsam nachfragen

Jetzt übst Du mit einer anderen Person.


Begleitete Übung: Welches Heft?

Schritt 1: Zuhören

Eine Person sagt:

„Nimm das Heft!“

Auf dem Tisch liegen ein rotes und ein blaues Heft.

Schritt 2: Nachdenken

Welches Heft ist gemeint?

Du weißt es noch nicht.

Schritt 3: Nachfragen

Wähle eine passende Frage:

Frage A Frage B
Welches Heft meinst du? Warum liegt hier ein Stift?

Die passende Frage ist A.

Warum?

Du möchtest wissen, welches Heft Du nehmen sollst.

Schritt 4: Antwort hören

Die andere Person sagt:

„Das blaue Heft.“

Schritt 5: Wiederholen

Du sagst:

„Also nehme ich das blaue Heft.“

Jetzt ist die Aufgabe klar.

Wiederhole die Übung.

Tausche „Heft“ gegen „Buch“ oder „Ordner“ aus.


Vier Hilfen für Dich

Hilfe 1 – Bildhinweis

Schau auf das Fragezeichen.

Überlege: Was weiß ich noch nicht?

Hilfe 2 – Wortliste

Wähle ein Wort:

WAS – WO – WANN – WELCHES – WIE

Hilfe 3 – Satzstarter

„Ich verstehe ... nicht.“

„Welches ... meinst du?“

„Kannst du bitte ...?“

Hilfe 4 – Fertiges Beispiel

„Ich weiß nicht, welches Buch gemeint ist. Welches Buch soll ich nehmen?“

Du darfst jede Hilfe nutzen.

Wenn Du eine Frage allein stellen kannst, probiere es ohne die nächste Hilfe.


Übung 6: Rollenkarten

Du kannst mit einem Lernpartner oder einer Lernpartnerin üben.

Eine Person liest die erste Karte.

Die andere Person fragt nach.

Dann tauscht Ihr die Rollen.

Rollenkarte Person A sagt: Person B fragt: Person A antwortet:
Schule „Nimm das Heft.“ „Welches Heft meinst du?“ „Das grüne Heft.“
Pause „Wir treffen uns später.“ „Wann genau?“ „Nach der Pause.“
Kunst „Hole das Lineal.“ „Wo liegt es?“ „Im Regal.“
Sport „Zieh ein Leibchen an.“ „Was ist ein Leibchen?“ „Ein Überziehhemd für Sport.“
Gruppenarbeit „Wir machen das zusammen.“ „Was soll ich machen?“ „Du kannst die Bilder ausschneiden.“

So übt Ihr:

  1. Wählt eine Karte.
  2. Lest die Sätze oder lasst sie vorlesen.
  3. Stellt die passende Frage.
  4. Hört die Antwort an.
  5. Wiederholt die Aufgabe mit einer anderen Karte.

Zusatzaufgabe:

Erfindet eine neue Frage zur Rollenkarte.

Zum Beispiel:

„Kannst du mir zeigen, wo das Regal steht?“


Kleine Hör- und Sprechübung

Eine Lernbegleitung liest langsam vor:

Hörtext A:

„Lege das Blatt dort hin.“

Deine Antwort:

„Wohin genau?“

Hörtext B:

„Wir beginnen später.“

Deine Antwort:

„Wann beginnen wir?“

Hörtext C:

„Nimm den großen Pinsel.“

Deine Antwort:

„Welchen Pinsel meinst du?“

Wähle Deine Antwortform:

  1. Auswahl: Zeige auf die passende Fragekarte.
  2. Hören: Höre den Satz erneut und wähle das passende Fragewort.
  3. Sprechen: Sage die Frage laut oder leise.
  4. Schreiben: Schreibe die Frage in Dein Heft.

Du kannst eine Antwort auch aus den Wortkarten legen.


Übung 7: Jetzt probierst Du es selbst

Deine selbstständige Aufgabe:

Stell Dir vor:

Jemand sagt:

„Hol bitte das Buch aus dem Schrank.“

Im Schrank stehen viele Bücher.

Welche Frage hilft Dir?

Wähle selbst einen Satz.

„Welches Buch meinst du?“

„Kannst du mir das Buch zeigen?“

„Ich weiß nicht, welches Buch ich holen soll.“

Alle drei Sätze können helfen.

Jetzt versuche es noch einmal mit einer neuen Situation.

Jemand sagt:

„Wir spielen später.“

Du weißt nicht, wann.

Stelle eine passende Frage.

Mögliche Lösung:

„Wann spielen wir?“

Prüfe selbst:

Hast Du nach der fehlenden Information gefragt?

Kann die andere Person Deine Frage beantworten?

Dann hast Du eine passende Rückfrage gefunden.


Kurzes Zusatzvideo: Was ist Kommunikation?

Kommunikation bedeutet: Menschen teilen sich etwas mit.

Das geht mit Worten, Gesten oder Gesichtsausdrücken.

Dieses Video von planet schule erklärt Kommunikation.

Tipp: Schau zuerst nur den Anfang bis etwa Minute 1:20 an. Spätere Teile sind schwieriger.

Deine Aufgabe:

Achte darauf, wie Menschen etwas sagen.

Nicht nur Wörter sind wichtig.

Auch die Stimme und der Gesichtsausdruck können helfen.

Bei Unklarheit darfst Du trotzdem nachfragen.


Interaktive Aufgaben

Du kannst die Spiele mehrfach machen.

Versuche zuerst eine Aufgabe.

Nutze danach Deine Hilfekarten.


Quiz: Teste Dein Wissen

Du weißt nicht, welches Buch gemeint ist. Was fragst Du? (Welches Buch meinst du?) (!Warum ist die Tür offen?) (!Du weißt doch nichts!) (!Ich möchte heute spielen.)




Was sagst Du, wenn Du etwas nicht gehört hast? (Wie bitte?) (!Das ist falsch!) (!Du bist schuld!) (!Ich gehe nach Hause!)




Welches Wort hilft bei einer Frage nach der Zeit? (Wann) (!Wo) (!Wer) (!Welches)




Du verstehst ein neues Wort nicht. Was fragst Du? (Was bedeutet das Wort?) (!Wer hat mein Heft?) (!Wie spät ist es?) (!Wo ist mein Ball?)




Welche Aussage ist eine freundliche Ich-Botschaft? (Ich bin unsicher und brauche Hilfe.) (!Du erklärst immer schlecht!) (!Du kannst nichts!) (!Du bist an allem schuld!)




Jemand spricht zu schnell. Was kannst Du sagen? (Bitte sprich etwas langsamer.) (!Sprich noch schneller!) (!Du sollst gar nichts sagen!) (!Ich höre nicht mehr zu!)




Jemand sagt: Wir treffen uns später. Was fragst Du? (Wann genau?) (!Welches Buch?) (!Welche Farbe?) (!Wie heißt der Stift?)




Du weißt nicht, wo das Lineal liegt. Welche Frage passt? (Wo liegt das Lineal?) (!Wann beginnt die Pause?) (!Wer hat Geburtstag?) (!Was essen wir heute?)




Du hast eine Aufgabe noch nicht verstanden. Was hilft Dir? (Um eine weitere Erklärung bitten) (!Einfach etwas anderes machen) (!Die andere Person beleidigen) (!Immer nur raten)




Jemand hat Deine Frage beantwortet. Was kannst Du danach tun? (Die Antwort mit eigenen Worten wiederholen) (!Absichtlich falsch antworten) (!Nicht mehr zuhören) (!Eine andere Person auslachen)





Memory

Finde die passenden Paare.

Eine Frage passt zu einer Bedeutung oder Handlung.

Wie bitte? Bitte wiederhole das Gesagte.
Was bedeutet das? Ein Wort erklären lassen
Welches Heft? Die richtige Sache auswählen
Wann genau? Eine Zeit klären
Wo genau? Einen Ort klären
Ich bin unsicher. Das eigene Gefühl nennen
Sprich bitte langsamer. Um ein langsameres Tempo bitten





Drag and Drop

Ordne die passende Rückfrage zu.

Schau genau hin.

Was möchtest Du wissen?

Ordne die richtigen Begriffe zu. Passende Frage oder Aussage
Wort erklären Was bedeutet Leibchen?
Ort finden Wo liegt das Lineal?
Zeit klären Wann treffen wir uns?
Sache auswählen Welches Heft soll ich nehmen?
Gefühl ausdrücken Ich bin unsicher.
Wiederholung erbitten Kannst du den Satz bitte wiederholen?




Zusatzspiel mit beweglichen Papierkarten:

Schneide diese Satzteile aus oder schreibe sie auf einzelne Karten:

Ich bin unsicher. Bitte hilf mir.

Lege die Karten zu zwei sinnvollen Sätzen.

Lösung:

„Ich bin unsicher. Bitte hilf mir.“



Kreuzworträtsel

Finde die Wörter zum Thema.

FRAGE Wie heißt ein Satz, mit dem Du etwas wissen möchtest?
WIEDERHOLEN Was soll jemand mit einem Satz tun, wenn Du ihn noch einmal hören möchtest?
WORT Was kannst Du erklären lassen, wenn Du es nicht verstehst?
BEDEUTUNG Wie nennt man das, was ein Wort meint?
LANGSAM Wie soll jemand sprechen, wenn er für Dich zu schnell redet?
BITTE Welches höfliche Wort passt in den Satz Kannst du mir bitte helfen?





LearningApps

Weitere Übungen zum Nachfragen:

Tipp: Suche eine leichte Übung aus.

Du darfst sie mehrfach versuchen.

Die Suchergebnisse stammen von anderen Anbietern. Prüfe mit Deiner Lernbegleitung, ob eine Aufgabe wirklich zum Thema passt.


Lückentext

Setze das richtige Wort ein.

Lies jeden Satz langsam.

Du kannst die Wörter auch vorher auf Karten schreiben.

Vervollständige den Text.
Wenn ich etwas nicht verstehe, darf ich

.
Wenn ich einen Satz noch einmal hören möchte, sage ich

.
Wenn ich ein Wort nicht kenne, frage ich nach der

.
Mit dem Fragewort

frage ich nach der Zeit.
Mit dem Fragewort

frage ich nach einem Ort.
Wenn ich wissen will, welche Sache gemeint ist, frage ich

.
Eine Aussage über mein eigenes Gefühl kann eine

sein.
Wenn jemand zu schnell spricht, bitte ich um ein

Tempo.
Wenn ich einen Satz erneut hören möchte, kann ich um eine

bitten.
Nach einer Antwort kann ich das Gehörte mit eigenen Worten

.




Dein Feedback

Jede passende Rückfrage ist ein Schritt nach vorn.

Hier sind Beispiele für hilfreiches Feedback.

Situation Ermutigendes Feedback
Du hast eine genaue Frage gestellt. „Gut! Du hast das richtige Fragewort benutzt. Jetzt weiß die andere Person, was Du wissen möchtest.“
Du hast um Hilfe gebeten. „Das war ein guter Anfang. Sage jetzt noch, welchen Teil Du nicht verstanden hast.“
Du hast eine unpassende Frage gewählt. „Du hast versucht nachzufragen. Schau noch einmal: Fehlt Dir eine Zeit, ein Ort oder ein Wort?“
Du hast eine Ich-Botschaft gesagt. „Gut! Du hast gesagt, was Du brauchst. So kann die andere Person Dir besser helfen.“
Du brauchst noch Unterstützung. „Du hast schon begonnen. Nimm die gelbe Fragekarte und probiere es noch einmal.“

Wichtig:

Du darfst Fehler machen.

Du darfst Hilfen nutzen.

Du kannst die Aufgaben in Deinem Tempo wiederholen.


Offene Aufgaben

Wähle passende Aufgaben.

Du kannst allein oder mit anderen arbeiten.


Leicht

  1. Fragezeichen: Male ein großes Fragezeichen auf eine Karte. Schreibe darunter „Ich darf nachfragen!“.
  2. Wortschatz: Gestalte drei gelbe Wortkarten mit „Was?“, „Wo?“ und „Wann?“. Male zu jeder Karte ein passendes Bild.
  3. Hörverstehen: Höre „Wie bitte?“ und „Ich verstehe nicht.“ noch einmal an. Zeige auf die passende Satzkarte oder sprich einen Satz nach.
  4. Satzbau: Lege die Karten „Ich“, „brauche“, „Hilfe“ zu einem Satz. Sage oder schreibe den fertigen Satz.


Standard

  1. Rollenspiel: Spiele mit einer anderen Person die Situation „Welches Heft?“. Stellt eine Rückfrage und beantwortet sie.
  2. Ich-Botschaft: Gestalte eine blaue Ich-Karte und eine grüne Bitte-Karte. Bilde daraus eine freundliche Aussage.
  3. Comic: Zeichne zwei Figuren mit Sprechblasen. Eine Figur versteht etwas nicht. Die andere erklärt es.
  4. Gesprächsführung: Erfinde eine Situation aus der Schule. Stelle dazu zwei unterschiedliche passende Rückfragen.


Schwer

  1. Missverständnis: Erfinde einen kurzen Dialog, in dem zwei Personen etwas unterschiedlich verstehen. Zeige, wie eine Rückfrage hilft.
  2. Erklärvideo: Gestalte mit Papierfiguren ein kurzes Erklärvideo zu einer Ich-Botschaft. Nutze keine echten Namen, Gesichter oder persönlichen Angaben. Das Video muss nicht veröffentlicht werden.
  3. Hörspiel: Schreibe einen Dialog mit einer unklaren Aussage, einer Rückfrage und einer hilfreichen Antwort. Spiele den Dialog vor, ohne ihn aufnehmen zu müssen.
  4. Kommunikation: Vergleiche zwei Sätze: „Du erklärst schlecht!“ und „Ich brauche noch ein Beispiel.“ Erkläre, warum der zweite Satz beim Lernen helfen kann.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Zeige, wie Du das Gelernte anwenden kannst.

  1. Alltagsgespräch: Jemand sagt „Wir treffen uns nachher.“ Welche Information fehlt? Stelle eine genaue Rückfrage und erkläre, warum sie passt.
  2. Ich-Botschaft: Formuliere „Du redest zu schnell!“ als freundliche Ich-Botschaft mit einer Bitte.
  3. Verstehen: Du verstehst das Wort „Leibchen“ nicht. Zeige in einem kurzen Dialog, wie Du die Bedeutung herausfindest.
  4. Zuhören: Eine Person antwortet „Das rote Heft.“ Wie kannst Du prüfen, ob Du sie richtig verstanden hast?
  5. Transfer: Denke Dir eine neue Situation aus dem Alltag aus. Sage, was unklar ist, und stelle eine passende Frage.
  6. Problemlösen: Deine erste Frage hat nicht geholfen. Überlege Dir eine zweite, genauere Frage und erkläre, weshalb sie besser helfen könnte.

Du darfst Deine Antwort sprechen, zeigen, mit Karten legen oder schreiben.




Lernnachweis

Das kannst Du jetzt zeigen:

  1. Unklarheit erkennen: Du merkst, wenn Dir eine Information fehlt.
  2. Passendes Fragewort wählen: Du unterscheidest Fragen nach Personen, Orten, Zeiten, Sachen und Bedeutungen.
  3. Rückfrage bilden: Du kannst mindestens eine hilfreiche Rückfrage stellen.
  4. Ich-Botschaft nutzen: Du sagst freundlich, was Du nicht verstehst oder brauchst.
  5. Antwort nutzen: Du kannst eine Erklärung anhören und zeigen, was Du verstanden hast.
  6. Selbstständig üben: Du kannst eine passende Hilfekarte auswählen und eine Aufgabe erneut versuchen.

Deine kleine Abschlussaufgabe:

Spiele eine Situation nach:

Eine Person sagt:

„Lege das Blatt auf den Tisch.“

Es stehen zwei Tische im Raum.

Deine Aufgabe:

Stelle eine passende Rückfrage.

Eine mögliche Frage ist:

„Auf welchen Tisch soll ich das Blatt legen?“

Du hast das Lernziel erreicht, wenn Du eine verständliche Rückfrage passend zur Situation nutzen kannst.

Es geht nicht um eine Note oder eine Diagnose.

Du zeigst, welche Strategie Dir beim Verstehen hilft.




OERs zum Thema

Mehr zum Nachlesen und Anschauen

Die folgenden Wikipedia-Artikel erklären Hintergründe.

Sie sind teilweise schwieriger geschrieben.

Du kannst sie mit einer Lernbegleitung ansehen.

Wikipedia: Ich-Botschaft

Weitere passende Artikel:

  1. Aktives Zuhören: Zuhören und aufmerksam reagieren.
  2. Missverständnis: Etwas anders verstehen als gemeint.
  3. Kommunikation: Informationen und Gefühle austauschen.
  4. Frage: Etwas wissen oder verstehen wollen.
  5. Ich-Botschaft: Die eigenen Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken.


Medien und Quellen

Wikimedia Commons – frei nutzbare Bilder und Hörbeispiele

  1. Fragezeichen – JaeSharp, gemeinfrei.
  2. Verwirrter Smiley – Dean Williams, Vektorfassung FatalFit, CC0.
  3. Sprechblase – Domdomegg, CC0.
  4. Handsymbol – Temaki-Mitwirkende, CC0.
  5. Grüner Haken – gemeinfrei.
  6. Lautsprechersymbol – gemeinfrei.
  7. Sprechblasen – Jarry1250, Lizenzangaben auf der Dateiseite.
  8. Hörbeispiel „Ich verstehe nicht“ – Timwi, gemeinfrei.
  9. Hörbeispiel „Wie bitte“ – Jeuwre, CC BY-SA 4.0.
  10. Hörbeispiel „Entschuldigung“ – Jeuwre, CC BY-SA 4.0.

Geprüfte Videoquellen

  1. Erklärvideo zu Ich-Botschaften – Das etwa dreiminütige Video ist in einem Methodenmaterial des Landesjugendrings Berlin beschrieben.
  2. Was ist Kommunikation? – planet schule / ARD, Video zur Kommunikation.

Fachliche Grundlagen

  1. Wikipedia: Ich-Botschaft – Erklärung persönlicher Aussagen und Gefühle.
  2. Wikipedia: Aktives Zuhören – Bedeutung von Zuhören und Nachfragen.
  3. Wikipedia: Missverständnis – Wie unterschiedliche Deutungen entstehen und geklärt werden können.

Hinweise zu den Medienrechten:

Die Commons-Dateien haben die jeweils angegebenen freien Lizenzen oder sind gemeinfrei. Bei einer Weiterverwendung sind die Lizenzbedingungen der einzelnen Dateien zu beachten.

Die YouTube-Videos werden als externe Lernmedien eingebettet. Sie sind dadurch nicht automatisch offen lizenziert. Ihre Inhalte dürfen nicht ohne entsprechende Rechte weiterverwendet werden.

Datenschutz:

Für die Übungen sind keine Namen, Fotos, personenbezogenen Angaben oder Aufnahmen der Lernenden nötig.


Hinweise für die Lernbegleitung

Zielgruppe: Klasse 5, Förderschwerpunkt Lernen.

Didaktischer Schwerpunkt: Sprachwissen – Wortschatz, Bedeutung und Kommunikation.

Übungsprinzip:

  1. Alltagsnähe: Beginne mit einer konkreten Situation aus Schule oder Freizeit.
  2. Kurze Lernschritte: Plane kleine Einheiten von wenigen Minuten und ermögliche individuelle Wiederholungen.
  3. Anschaulichkeit: Setze farbige Satzkarten, Symbole und echte Gegenstände ein.
  4. Gestufte Hilfen: Biete Bildhinweis, Wortliste, Satzstarter und vollständiges Beispiel nacheinander an.
  5. Verschiedene Antworten: Erlaube Auswählen, Zeigen, Hören, Sprechen und Schreiben.
  6. Rückmeldung: Lobe eine passende Strategie und benenne konkret den nächsten kleinen Lernschritt.

Vorschlag für vier kurze Lerneinheiten:

Einheit Inhalt Lernhandlung
Start Alltagsbeispiel und Hörbeispiel Zuhören und auswählen
Üben Fragewörter und Satzkarten Zeigen, sprechen und legen
Anwenden Begleitetes Rollenspiel Nachfragen und antworten
Selbst prüfen Neue Alltagssituation Selbst eine Rückfrage bilden

Jede Einheit kann einzeln durchgeführt oder wiederholt werden.

Nutze Farben immer zusammen mit klaren Wörtern und Symbolen. So bleibt die Aufgabe auch ohne Farberkennung verständlich.

Beachte, dass eingebettete Videos sprachlich anspruchsvoller sein können. Wähle kurze Ausschnitte aus und erkläre unbekannte Begriffe.

Dieser Kurs bietet Lernübungen. Er ersetzt weder eine individuelle pädagogische Einschätzung noch eine diagnostische oder schulrechtliche Entscheidung.


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