Céline Dion - My Heart Will Go On

Céline Dion - My Heart Will Go On
Einleitung
„My Heart Will Go On“ ist eine 1997 veröffentlichte Popballade von Céline Dion und das gesungene Liebesthema zu James Camerons Film Titanic. Die Musik stammt von James Horner, den englischen Text schrieb Will Jennings. Der Song verbindet Filmmusik, Popmusik, orchestrale Klangfarben und elektronische Studioproduktion. Gerade weil die Aufnahme so eng mit dem Film verbunden ist, eignet sie sich besonders gut, um das Zusammenspiel von Melodie, Harmonik, Arrangement, Gesang, Produktion, Text und filmischer Erinnerung zu untersuchen.[1]
Dieser aiMOOC untersucht ausdrücklich die bekannte Studioaufnahme und ihre Entstehung. Geschützte Songtexte werden nicht vollständig wiedergegeben. Als kurzes Analysezitat erscheint nur die Wendung „Near, far, wherever you are“; alle weiteren Aussagen zum Text sind sinngemäße Inhaltserschließungen. Auch die Notenbeispiele der MediaWiki-Extension Score bilden nicht die geschützte Originalmelodie ab, sondern sind kurze, neu geschaffene Beispiele für musikalische Prinzipien wie Steigerung und Modulation.

Das Foto von Céline Dion stammt aus dem Jahr 1998 und steht auf Wikimedia Commons unter CC BY-SA 2.0.[2]
Kurzprofil
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Interpretin | Céline Dion |
| Komposition | James Horner |
| Liedtext | Will Jennings |
| Entstehungsjahr | 1997 |
| Filmbezug | Titanic |
| Genre | Popballade, Filmsong, Adult Contemporary |
| Publizierte Grundtonart | E-Dur; der Schlussbereich wird deutlich nach oben moduliert |
| Tempo | ungefähr 100 Schläge pro Minute in einer autorisierten Klavier-/Gesangsausgabe |
| Bedeutende Auszeichnungen | Oscar für den besten Originalsong 1998; Grammy-Auszeichnungen 1999 unter anderem für Record of the Year und Song of the Year |
| Langzeitbedeutung | Aufnahme in das US-amerikanische National Recording Registry im Jahr 2025 |
Die publizierte Klavier-/Gesangsausgabe von Sony/ATV wird in E-Dur und mit einem Tempo um 100 BPM angegeben.[3]
Entstehung und zeitgeschichtlicher Kontext
James Horner komponierte die Filmmusik zu Titanic. Nach Darstellung der Library of Congress war Regisseur James Cameron zunächst nicht daran interessiert, den Film mit einem Popsong über dem Abspann zu beenden. Horner entwickelte dennoch aus einem bereits im Score angelegten musikalischen Gedanken eine Liedfassung und ließ von Will Jennings einen Text schreiben. Céline Dion war anfangs ebenfalls nicht begeistert, ließ sich jedoch von ihrem Ehemann und Manager René Angélil zu einer Demoaufnahme bewegen.[1]
Die beiden wichtigsten Veröffentlichungszusammenhänge lagen ungewöhnlich eng beieinander: Auf Dions Album Let’s Talk About Love, veröffentlicht am 18. November 1997, erschien eine etwa 4:40 Minuten lange Popfassung; auf dem Titanic-Soundtrack folgte am 24. November 1997 eine längere Fassung von etwa 5:11 Minuten. Beide Alben kamen noch vor dem Kinostart des Films in den USA heraus.[1] Dions offizielle Diskografie führt den Song als Titel 12 von Let’s Talk About Love und nennt Horner und Jennings als Autoren.[4]

Das historische Foto zeigt die reale RMS Titanic und nicht den Film von 1997. Es ist gemeinfrei und eignet sich deshalb als rechtssicheres Kontextmedium.[5]
Die Verbindung von Film und Song war dabei nicht bloß Werbung: Horner hatte musikalisches Material des Liedes bereits motivisch in den Filmscore eingebettet. Dadurch wirkt die Gesangsfassung am Ende des Films wie eine Rückkehr bereits vertrauter musikalischer Gedanken.[1]
Mindestens drei belegte Besonderheiten genau dieser Aufnahme
Besonderheit 1: Die berühmte Ein-Take-Geschichte ist nur ein Teil der Produktionsgeschichte
Tommy Mottola, damals Leiter von Sony Music, beschrieb die Demoaufnahme so, dass Céline Dion ihre Gesangsspur in einem einzigen vollständigen Take ohne nachträgliche Reparaturen aufgenommen habe. Diese Darstellung erklärt den legendären Ruf der Session.[1]
Für die bekannte Pop-Single ist die Geschichte jedoch komplexer. Produzent Walter Afanasieff widersprach später einer allzu einfachen Vorstellung, die gesamte Hitaufnahme sei praktisch unverändert aus diesem einen Demo entstanden. Er erklärte, für seine Fassung unter anderem Orchester, Pauken, Backgroundgesang, Gitarrensolo und große Drums neu aufgebaut beziehungsweise produziert zu haben. Die Besonderheit liegt daher gerade im Nebeneinander von spontan eingefangener Gesangsleistung und aufwendig ausgebauter Studioproduktion.[1]
Besonderheit 2: Zwei eng verwandte Hauptfassungen mit unterschiedlicher Dramaturgie
Die auf Let’s Talk About Love veröffentlichte Popfassung dauert ungefähr 4:40 Minuten, während die Soundtrackfassung etwa 5:11 Minuten umfasst. Die Library of Congress beschreibt die Afanasieff-Produktion als klanglich schärfer konturiert: Drums treten markanter hervor, E-Gitarre erhöht die Dramatik und Backgroundstimmen verdichten die Textur. Die Soundtrackfassung ist stärker in die orchestrale Welt des Films eingebettet.[1]
Damit existiert nicht einfach nur „eine“ endgültige Version. Für eine Höranalyse ist wichtig, genau zu benennen, welche Fassung verglichen wird.
Besonderheit 3: Die Tin Whistle wird zum sofort erkennbaren Klangzeichen
Der Beginn der Aufnahme wird von einer hellen, leicht klagenden Tin Whistle geprägt. Dieser Klang verbindet die Popballade mit der keltisch gefärbten Klangwelt von Horners Titanic-Score. In den offiziellen Aufnahme-Credits wird Tony Hinnigan für die Whistles genannt.[6]
Das abgebildete Instrument wurde vom Urheber in die Public Domain gegeben.[7]
Besonderheit 4: Akustische und elektronische Ebenen greifen ineinander
Die Aufnahme verbindet Orchesterklang mit Studiotechnik. In den offiziellen Credits finden sich unter anderem Walter Afanasieff für Arrangement, Keyboards, Bassgitarre, Orgel, Drum Programming und Produktion, William Ross für Orchestrierung und Dirigat, Dan Huff an der Gitarre, Paul Peabody an der Fiddle, Tony Hinnigan an den Whistles sowie Humberto Gatica und David Gleeson in Aufnahme- und Mischfunktionen.[6] Gerade diese Mischung lässt den Song zugleich wie Filmmusik und wie eine groß produzierte 1990er-Jahre-Popballade wirken.
Besonderheit 5: Der Schluss steigert sich durch eine ungewöhnlich große Modulation
Die publizierte Fassung wird in E-Dur notiert. Der Chorus beginnt harmonisch stark im Bereich der parallelen Molltonart cis-Moll. Für den Schlusschorus wird dieser Mollbezug nach f-Moll angehoben; gleichzeitig öffnet sich der Klangraum in Richtung As-Dur. Häufig wird der Effekt deshalb vereinfacht als Modulation von E-Dur nach As-Dur beschrieben. Entscheidend für das Hören ist weniger die Benennung als die Wirkung: Der Schluss wird um vier Halbtöne angehoben und erhält dadurch einen deutlich gesteigerten, fast „überhöhten“ Charakter.[8]
Stil und Genre
Stilistisch steht das Stück zwischen Popballade, Adult Contemporary und Filmmusik. Typisch für die große Popballade sind langsamer Aufbau, klare melodische Bögen, lange vokale Spannungsphasen, ein zunehmend dichter werdendes Arrangement und ein stark gesteigerter Schluss.
Die Filmmusik-Herkunft zeigt sich zugleich in den orchestralen Streichern, der Tin Whistle, dem Fiddle-Klang und der großräumigen Dramaturgie. Das Lied funktioniert dadurch sowohl als eigenständige Radiosingle als auch als emotionale Verlängerung des Films.
Melodie und Harmonik
Melodische Gestaltung
Die Gesangsmelodie beginnt vergleichsweise zurückgenommen. Viele Phrasen setzen weich ein und entwickeln sich in langen Bögen. Im Verlauf des Songs werden Tonumfang, Lautstärke und Intensität ausgeweitet. Ein wichtiger Effekt entsteht durch das Wechselspiel von eher ruhigen Strophen und stärker geöffneten Refrains.
Das folgende Score-Beispiel ist neu komponiert und stammt nicht aus dem Song. Es zeigt nur das Prinzip eines zunächst kleinen, dann weiter werdenden Melodiebogens:

Analyseidee: Achte darauf, wie ein melodischer Anstieg Spannung erzeugen kann, obwohl keine Originalmelodie zitiert wird.
Harmonische Grundidee
Das Songlexikon beschreibt als grundlegendes viertaktiges Modell eine Folge, die sich vereinfacht als Tonika beziehungsweise parallele Molltonart – Dominantbereich – Subdominante – Dominantbereich verstehen lässt. Für die Strophen sind E-Dur, A-Dur und H-Dur besonders wichtig; die Refrains rücken den cis-Moll-Bereich stärker in den Vordergrund.[8]
Diese Harmonik unterstützt die emotionale Doppelwirkung des Songs: E-Dur schafft einen offenen, tragenden Grund, während der wiederholte Bezug zu cis-Moll melancholische Färbung erzeugt.
Modulation als Steigerungsmittel
Das folgende Score-Beispiel ist ebenfalls vollständig neu geschaffen. Es demonstriert lediglich, wie ein Wechsel aus einem E-Dur-Umfeld in einen deutlich höher liegenden As-Dur-Klangraum als dramatische Steigerung empfunden werden kann:

Vergleiche beim Hören des Originals die Wirkung des letzten großen Tonartwechsels mit diesem abstrakten Beispiel: Gemeinsam ist nur das Prinzip der plötzlichen Anhebung, nicht die konkrete Melodie.
Rhythmus und Tempo
Die Ballade steht in einem geraden Vierertakt. Autorisierte Notenausgaben geben ein mittleres Tempo um 100 BPM an.[3] Rhythmisch wirkt das Stück dennoch häufig weiter und ruhiger, weil viele Gesangsnoten lange gehalten werden und die Begleitung anfangs wenig perkussiv ist.
Erst mit dem Ausbau der Produktion treten Drums und große Akzente deutlicher hervor. Dadurch entsteht ein dynamischer Bogen: Der Rhythmus „treibt“ den Song nicht von Beginn an, sondern wächst mit der emotionalen Intensität.
Gesang
Céline Dions Interpretation ist ein zentrales Gestaltungsmittel. Die Aufnahme beginnt mit vergleichsweise leichter, kontrollierter Tongebung. Später werden Bruststimme, kräftigere Resonanz, längere gehaltene Töne und stärkere dynamische Kontraste eingesetzt. Die Wirkung entsteht nicht allein durch Lautstärke, sondern durch die Abstufung zwischen zurückgenommenen und kraftvollen Passagen.
Die Library of Congress beschreibt diese Entwicklung als stetige emotionale Steigerung: zunächst beinahe vorsichtig, dann dringlicher und schließlich raumfüllend.[1] Besonders wichtig ist deshalb die Frage, wann Dion Kraft zurückhält und wann sie sie freigibt.
Instrumentierung, Arrangement und Produktion
Die Aufnahme lässt sich als schrittweise Verdichtung hören:
- Tin Whistle: markantes, sofort wiedererkennbares Klangzeichen zu Beginn.
- Streicher und Orchester: verbinden Popsong und Filmscore.
- Keyboards, Orgel und programmierte Elemente: sorgen für einen kontrollierten Studio-Unterbau.
- Drums und Drum Programming: treten im Verlauf stärker hervor und vergrößern die Energie.
- E-Gitarre: verstärkt in der Popfassung die dramatische Zuspitzung.
- Backgroundstimmen: verdichten den Klang im späteren Verlauf.
- Fiddle und Whistles: halten die Verbindung zur spezifischen Klangwelt des Films aufrecht.[6]

James Horner komponierte sowohl die Filmmusik als auch die Musik des Songs. Das Foto auf Wikimedia Commons ist als Public Domain gekennzeichnet.[9]
Songform
Das Songlexikon beschreibt die Form als auffallend regelmäßig: instrumentales Intro, Zwischenteil und Outro umfassen jeweils acht Takte; Strophen und Refrains jeweils sechzehn Takte.[8] Diese Symmetrie macht den Song leicht nachvollziehbar, obwohl Arrangement und Gesang emotional immer größer werden.
Ein vereinfachtes Formmodell lautet:
| Abschnitt | Funktion | Hörwirkung |
|---|---|---|
| Instrumentales Intro | Klangwelt etablieren | Tin Whistle, Weite, Erinnerung |
| Strophe 1 | Erzählraum öffnen | zurückgenommen |
| Refrain 1 | Kernaussage bündeln | erste Öffnung |
| Strophe 2 | Intensität steigern | mehr rhythmischer Unterbau |
| Refrain 2 | Wiederholung mit mehr Druck | dichteres Arrangement |
| Zwischenteil | Übergang zum Höhepunkt | Spannungsaufbau |
| Schlussrefrain | maximale Steigerung | Modulation, stärkster Gesang, große Klangfläche |
| Outro | Nachklang | Auflösung und emotionales Ausklingen |
Text, Themen und Bildsprache
Der Liedtext ist aus einer persönlichen Ich-Perspektive formuliert. Im Zentrum stehen Erinnerung, räumliche Trennung, Verlust und die Vorstellung, dass Liebe oder emotionale Bindung über Abwesenheit und Tod hinaus fortbestehen können. Dadurch lässt sich der Song direkt auf die Liebesgeschichte des Films beziehen, bleibt aber offen genug, um auch unabhängig vom Film als Lied über Trauer und bleibende Verbundenheit zu funktionieren.
Das sehr kurze Originalzitat „Near, far, wherever you are“ stellt Nähe und Entfernung unmittelbar nebeneinander. Sinngemäß bedeutet der Gedanke: Unabhängig von räumlicher Distanz bleibt die geliebte Person innerlich präsent.
Die Bildsprache arbeitet häufig mit räumlicher Entfernung, innerem „Herz“-Raum, Erinnerung und Dauer. Statt konkrete Alltagssituationen zu erzählen, verdichtet der Text große Gefühle in einfachen, leicht verständlichen Bildern. Diese Offenheit unterstützt die internationale Wirkung des Songs.
Rezeption und Bedeutung im Werk von Céline Dion
My Heart Will Go On wurde zu einem zentralen Titel in Céline Dions internationaler Karriere. Die Single erreichte unter anderem Platz 1 der britischen Official Singles Chart.[10] In den USA debütierte der Song laut Library of Congress am 28. Februar 1998 auf Platz 1 der Billboard Hot 100.[1]
Bei den 70. Academy Awards gewann My Heart Will Go On 1998 den Oscar für den besten Originalsong; ausgezeichnet wurden James Horner für die Musik und Will Jennings für den Text.[11]
Bei den 41. Grammy Awards 1999 erhielt die Aufnahme unter anderem Auszeichnungen als Record of the Year und Best Female Pop Vocal Performance; Horner und Jennings wurden zudem für Song of the Year sowie für den besten für Film oder Fernsehen geschriebenen Song ausgezeichnet.[12]
Im Jahr 2025 wurde die Single in das National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen. Dort wird sie als kulturell bedeutende Aufnahme gewürdigt, die sowohl als Titanic-Thema als auch als eigenständige Ballade über fortdauernde Liebe und Überleben wirksam geworden ist.[13]
Hörbeispiele und offizielle Medien
Die folgenden Videos stammen aus dem offiziellen Céline-Dion-Kanal beziehungsweise aus offiziellen Sony-Veröffentlichungen. Sie sind nicht frei lizenziert und deshalb kein OER-Material. Die Einbettung dient nur der Analyse im Rahmen der Plattformbedingungen; Inhalte sollen nicht heruntergeladen oder neu hochgeladen werden.
Offizielle Audiofassung
Hörauftrag: Notiere beim ersten Durchlauf nur den Aufbau der Dynamik. Markiere danach, wann Tin Whistle, Drums, Backgroundstimmen und Gitarrenanteile besonders deutlich werden.
Offizielles alternatives Musikvideo zum 25. Jubiläum
Das 2023 veröffentlichte offizielle Jubiläumsvideo wurde aus neu übertragenem 35-mm-Material des ursprünglichen Videodrehs montiert.[14]
Beobachtungsauftrag: Untersuche, wie Bildsprache, Nahaufnahme, Bühnenlicht und filmische Assoziationen die Wahrnehmung derselben Musik verändern.
Vergleich von Studio- und Livefassungen
Livefassung 1998: These Are Special Times
Die offizielle Aufnahme dokumentiert eine TV-Performance aus dem Jahr 1998. Das CBS-Special arbeitete mit Dions Tourband und vollem Orchester.[15]
Im Vergleich zur Studioversion kannst Du eine stärkere Live-Raumwirkung und eine deutlich sichtbare orchestrale Präsenz wahrnehmen. Die Stimme steht weniger in einem vollständig kontrollierten Studiomix, sondern reagiert auf Bühnensituation, Raum und Begleitung.
Livefassung 2017: Billboard Music Awards
Diese Darbietung entstand zum 20. Jubiläum des Films. Während Dion singt, werden Bilder aus Titanic gezeigt; die Inszenierung rückt die Verbindung zwischen Song, Film und Erinnerung wieder besonders stark in den Vordergrund.[16]
Hörbarer Vergleich: Die Studioaufnahme arbeitet besonders stark mit exakt kontrollierter Staffelung von Instrumenten, Backing Vocals und Dynamik. Die Livefassung von 2017 wirkt stärker auf die Solostimme und den unmittelbaren Aufführungsmoment konzentriert; Publikumsreaktion und Raumklang werden Teil der musikalischen Wirkung. Presseberichte bezeichneten die Fassung zugleich als vergleichsweise reduziert inszenierten Zugang zum Hit.[17]
Rechtssichere Mediennutzung
| Medium | Rechte- beziehungsweise Quellenstatus | Didaktische Nutzung |
|---|---|---|
| Celine Dion by Linda Bisset.jpg | CC BY-SA 2.0 | historischer Bezug zur Erfolgsphase um 1998 |
| RMS Titanic passenger liner in Southampton.jpg | Public Domain | historischer Kontext zur realen Titanic |
| TinWhistle.JPG | Public Domain | Instrumentenkunde und Klangfarbenanalyse |
| James Horner 2015.jpg | auf Wikimedia Commons als Public Domain markiert | Komponistenbezug |
| Offizielle YouTube-Videos | urheberrechtlich geschützt, offizielle Rechteinhaber-Uploads | Streaming/Einbettung zur Höranalyse, kein Re-Upload |
| Score-Beispiele in diesem aiMOOC | neu erstellt, keine Originalmelodie | Analyse von Steigerung und Modulation |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wer komponierte die Musik zu „My Heart Will Go On“? (James Horner) (!Will Jennings) (!Walter Afanasieff) (!James Cameron)
Wer schrieb den englischen Liedtext? (Will Jennings) (!James Horner) (!René Angélil) (!Simon Franglen)
Welches Instrument prägt den Beginn der Aufnahme besonders deutlich? (Tin Whistle) (!Trompete) (!Saxofon) (!Cembalo)
Mit welchem Film ist der Song unmittelbar verbunden? (Titanic) (!Avatar) (!Braveheart) (!The Bodyguard)
Welche Aussage beschreibt die Produktionsgeschichte am genauesten? (Ein spontan aufgenommener Gesang wurde mit aufwendiger Studioproduktion verbunden) (!Die gesamte Aufnahme entstand ausschließlich live auf einer Konzertbühne) (!Der Song wurde ohne Orchester und ohne elektronische Elemente produziert) (!Die endgültige Fassung besteht nur aus Stimme und Klavier)
Welche Entwicklung kennzeichnet das Arrangement? (Es verdichtet sich schrittweise bis zum Schluss) (!Es wird von Abschnitt zu Abschnitt immer leiser) (!Es bleibt vom ersten bis zum letzten Takt unverändert) (!Es verzichtet vollständig auf Dynamik)
Was verstärkt den Höhepunkt des Schlussrefrains besonders? (Eine deutliche Modulation nach oben) (!Ein vollständiger Tempowechsel zum Marsch) (!Ein Wechsel zu reiner Sprechstimme) (!Das völlige Verstummen aller Instrumente)
Welche Auszeichnung erhielt der Song 1998 bei den Academy Awards? (Bester Originalsong) (!Bestes Kostümdesign) (!Bester Tonschnitt) (!Bester Kurzfilm)
Warum muss die bekannte Ein-Take-Erzählung differenziert betrachtet werden? (Weil die Demo-Gesangsspur und die spätere Popproduktion unterschiedliche Produktionsschritte betreffen) (!Weil Céline Dion den Song nie im Studio aufnahm) (!Weil die Aufnahme ausschließlich aus Filmdialog besteht) (!Weil James Cameron den Song selbst sang)
Was geschah 2025 mit der Aufnahme in den USA? (Sie wurde in das National Recording Registry aufgenommen) (!Sie wurde erstmals komponiert) (!Sie erschien erstmals auf CD) (!Sie wurde aus dem Titanic-Film entfernt)
Memory
| James Horner | Komposition und Filmmusik |
| Will Jennings | Liedtext |
| Tony Hinnigan | Whistles |
| Walter Afanasieff | Popproduktion und Arrangement |
| Tin Whistle | markanter Anfangsklang |
| National Recording Registry | kulturelle Bewahrung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion im Song |
|---|---|
| Tin Whistle | klangliches Erkennungszeichen am Anfang |
| Streicher | orchestrale Weite |
| Drum Programming | rhythmische Verdichtung |
| E-Gitarre | zusätzliche Dramatik der Popfassung |
| Modulation | Steigerung des Schlussrefrains |
...
Kreuzworträtsel
| Horner | Wer komponierte die Musik des Songs? |
| Jennings | Wer schrieb den Liedtext? |
| Whistle | Welches Blasinstrument prägt den Beginn? |
| Afanasieff | Welcher Produzent baute die Popfassung klanglich stark aus? |
| Titanic | Mit welchem Film ist der Song verbunden? |
| Modulation | Wie heißt ein Wechsel in einen neuen Tonartbereich? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre die Studiofassung einmal vollständig und notiere fünf Zeitpunkte, an denen ein neues Instrument oder eine neue Klangschicht hinzukommt.
- Klangfarbe: Beschreibe die Wirkung der Tin Whistle mit mindestens fünf Adjektiven und begründe zwei davon mit konkreten Höreindrücken.
- Songtextanalyse: Formuliere die zentrale Aussage des Liedtextes auf Deutsch in drei eigenen Sätzen, ohne Originallyrics zu übernehmen.
- Bildanalyse: Vergleiche das historische Titanic-Foto mit der Bildwelt des offiziellen Musikvideos und erkläre, welche unterschiedlichen Formen von Erinnerung erzeugt werden.
Standard
- Arrangement: Erstelle ein Schaubild, das zeigt, wie Instrumentierung und Dynamik vom Intro bis zum Schlussrefrain zunehmen.
- Live-Musik: Vergleiche Studiofassung und 1998er Livefassung. Untersuche Stimme, Orchester, Raumklang und Dynamik.
- Musikproduktion: Recherchiere die Rollen von Produzent, Arrangeur, Recording Engineer und Mixing Engineer und ordne die genannten Mitwirkenden der Aufnahme diesen Aufgaben zu.
- Filmmusik: Suche eine Szene aus einem anderen Film, in der ein musikalisches Motiv später als Song wiederkehrt, und vergleiche das Verfahren mit My Heart Will Go On.
Schwer
- Harmonielehre: Analysiere die Funktion von E-Dur, cis-Moll, A-Dur und H-Dur im Grundmodell des Songs und erkläre, weshalb der Refrain trotz Dur-Grundrahmen melancholisch wirken kann.
- Modulation: Komponiere mit der Extension:Score acht eigene Takte, in denen ein Refrain durch eine überraschende Modulation gesteigert wird. Verwende keine Melodie aus dem Original.
- Musiksoziologie: Untersuche anhand zeitgenössischer Quellen, warum große Filmballaden in den 1990er-Jahren eine wichtige Schnittstelle zwischen Kino, Radio und Tonträgermarkt bildeten.
- Medienprojekt: Produziere ein drei- bis fünfminütiges Analysevideo mit ausschließlich eigenen Grafiken, freien Wikimedia-Commons-Medien und kurzen, rechtlich zulässigen Hörverweisen. Erkläre darin mindestens drei Besonderheiten der Aufnahme.


Lernkontrolle
- Dramaturgie: Erkläre, wie Gesang, Instrumentierung, Dynamik und Modulation zusammenarbeiten, um den Schluss des Songs stärker wirken zu lassen als den Anfang.
- Produktion und Authentizität: Beurteile die Aussage „Der Song ist einfach ein Ein-Take-Wunder“. Zeige, welche Teile der Quellen diese Aussage stützen und welche sie relativieren.
- Film und Musik: Erkläre, weshalb ein Song besonders stark mit einem Film verbunden werden kann, obwohl er auch unabhängig vom Film funktioniert.
- Versionenvergleich: Entwickle vier Kriterien für einen fairen Vergleich von Studio- und Livefassungen und wende sie auf zwei bereitgestellte Videos an.
- Klangfarbe und Bedeutung: Erkläre, warum ein einziges Instrument wie die Tin Whistle für die Wiedererkennbarkeit eines Songs besonders wichtig werden kann.
- Transfer Popballade: Entwirf für eine fiktive Filmballade eine eigene Steigerungsdramaturgie aus Instrumentierung, Gesang, Harmonik und Form. Begründe jede Entscheidung.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten wiedergibst, sondern musikalische Beobachtungen begründet mit Hörbeispielen und Quellen verbindest.
- Du kannst die Entstehung des Songs in den Kontext von Titanic und Céline Dions Karriere einordnen.
- Du kannst mindestens drei spezifische Besonderheiten der bekannten Aufnahme belegen.
- Du kannst Form, Harmonik, Dynamik, Instrumentierung, Gesang und Produktion fachsprachlich beschreiben.
- Du kannst den Text sinngemäß erschließen, ohne geschützte Lyrics vollständig zu reproduzieren.
- Du kannst Studio- und Livefassungen mit nachvollziehbaren Kriterien vergleichen.
- Du kannst zwischen frei lizenzierten Medien, Public-Domain-Material und lediglich offiziell eingebetteten urheberrechtlich geschützten Medien unterscheiden.
- Du kannst eigene kurze Score-Beispiele erstellen, ohne die Originalmelodie zu kopieren.
- Du kannst verlässliche Quellen wie Library of Congress, Recording Academy, Academy Awards, offizielle Künstlerseiten und Wikimedia Commons korrekt einordnen.
OERs zum Thema
Die im aiMOOC verwendeten Wikimedia-Commons-Bilder sind frei lizenziert beziehungsweise gemeinfrei. Die eingebetteten offiziellen Musikvideos sind dagegen keine OERs; sie bleiben urheberrechtlich geschützte externe Medien.
Quellen und Nachweise
Die wichtigsten Aussagen dieses aiMOOCs wurden mit mehreren voneinander unabhängigen und nachprüfbaren Quellen abgeglichen. Besonders wichtig sind die Library of Congress für Aufnahmegeschichte und Rezeption, die Recording Academy für die Grammy-Daten, die Academy of Motion Picture Arts and Sciences für den Oscar, autorisierte Notenausgaben für Tonart und Tempo, das Songlexikon für die detaillierte musikalische Analyse und Wikimedia Commons für die Medienlizenzen.
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 Elisabeth Vincentelli: My Heart Will Go On—Celine Dion (1997), Essay für das National Recording Registry der Library of Congress, 2025: https://lcweb2.loc.gov/static/programs/national-recording-preservation-board/documents/My-Heart-Will-Go-On_Vincientelli.pdf
- ↑ Wikimedia Commons: File:Celine Dion by Linda Bisset.jpg, Lizenz CC BY-SA 2.0: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Celine_Dion_by_Linda_Bisset.jpg
- ↑ 3,0 3,1 Musicnotes, Sony/ATV Music Publishing: My Heart Will Go On, Original Published Key E Major, Metronome ca. 100 BPM: https://www.musicnotes.com/sheetmusic/celine-dion/my-heart-will-go-on/MN0067060
- ↑ Offizielle Céline-Dion-Website: Let’s Talk About Love, 18. November 1997: https://www.celinedion.com/discography/lets-talk-about-love/
- ↑ Wikimedia Commons: File:RMS Titanic passenger liner in Southampton.jpg, Public Domain: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:RMS_Titanic_passenger_liner_in_Southampton.jpg
- ↑ 6,0 6,1 6,2 Offizieller Céline-Dion-YouTube-Upload, Sony Music Canada, Credits zu My Heart Will Go On: https://www.youtube.com/watch?v=cJnSrovvM74
- ↑ Wikimedia Commons: File:TinWhistle.JPG, Public Domain: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:TinWhistle.JPG
- ↑ 8,0 8,1 8,2 Songlexikon: My Heart Will Go On, Analyse von Form und Harmonik: https://songlexikon.de/songs/my-heart-will-go-on/
- ↑ Wikimedia Commons: File:James Horner 2015.jpg, Public Domain Mark: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:James_Horner_2015.jpg
- ↑ Official Charts Company: My Heart Will Go On – Céline Dion, Peak Position 1: https://www.officialcharts.com/songs/celine-dion-my-heart-will-go-on/
- ↑ Academy of Motion Picture Arts and Sciences: The 70th Academy Awards – 1998: https://www.oscars.org/oscars/ceremonies/1998
- ↑ Recording Academy: 41st Annual Grammy Awards – 1999: https://www.grammy.com/awards/41st-annual-grammy-awards/
- ↑ Library of Congress: 2025 National Recording Registry – My Heart Will Go On: https://www.loc.gov/programs/national-recording-preservation-board/recording-registry/registry-by-induction-years/2025/
- ↑ Offizieller Céline-Dion-YouTube-Kanal: My Heart Will Go On – Official 25th Anniversary Alternate Music Video, 2023: https://www.youtube.com/watch?v=9bFHsd3o1w0
- ↑ Céline Dion: offizielles Video My Heart Will Go On – These Are Special Times TV special, sowie Programmdokumentation: https://www.youtube.com/watch?v=bf-HGyke89Y
- ↑ Offizieller Céline-Dion-YouTube-Kanal: My Heart Will Go On – Live on Billboard Music Awards 2017: https://www.youtube.com/watch?v=fGU7NMxboNE
- ↑ Irish Independent, 22. Mai 2017: Bericht zur Billboard-Performance: https://www.independent.ie/entertainment/movies/movie-news/watch-and-weep-celine-dions-stunning-performance-of-titanic-theme-my-heart-will-go-on-at-billboard-music-awards/35741577.html
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