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Buch - Kaushitaki-Upanishad - Altindische Überlieferung

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Kaushitaki-Upanishad

Altindische Überlieferung

Lehrgespräche verbinden Fragen nach Lebensatem und Bewusstsein mit Vorstellungen vom Weg nach dem Tod. Die vier Kapitel untersuchen, was der Mensch hinter einzelnen Wahrnehmungen und Namen als sein Selbst erkennen kann.

PhilosophieKlasse 11–136 Abschnitte
Rigveda – historische Handschrift
Rigveda – historische Handschrift — Rigveda-Handschrift aus der Whish-Sammlung, vor dem Erwerb 1836 entstanden. Kontext zur vedischen Überlieferung; kein Faksimile der Kaushitaki-Upanishad. · Ms Sarah Welch · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Deussen, Paul

Hinweise für den Unterricht
  • Historische philosophische, religiöse und naturkundliche Aussagen sowie zeitgebundene gesellschaftliche Wertungen kritisch einordnen. Diese Texte vermitteln keine heutigen wissenschaftlichen, medizinischen oder rechtlichen Handlungsempfehlungen. Klassenangaben sind eine redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 3 von 6

Kaushîtaki-Upanishad.

1
Kaushîtaki-Upanishad.
Vorlage S. 22
2
Erster Adhyâya.
Vorlage S. 22
3
Über die hier auftretende Entwicklungsstufe des Seelenwanderungsglaubens vgl. die Vorbemerkungen zu Chând. 5, 3-10.
Vorlage S. 22
4
1. Es geschah einmal, dass Citra, der Spross des Gâ gya, opfern wollte und den Âruṇi zum Priester wählte. Der aber sandte seinen Sohn Çvetaketu hin, für ihn Priester zu sein. Ihn, da er ankam, fragte Citra: »Also du bist Gautama's Sohn! Gibt es einen Abschluss [der Seelenwanderung] in der Welt, zu dem du mich befördern kannst? Oder ist sonstwie ein Weg, und du willst mich in die Welt, zu der er führt, befördern?« – Er antwortete: »Das weiss ich nicht. Ich will doch meinen Lehrer darum befragen!« Damit ging er zu seinem Vater und befragte ihn: »So und so hat er mich gefragt; was soll ich antworten?« – Der Vater sprach: »Das weiss ich auch nicht. Lass uns in seiner Opferhalle die Vedalektion abhalten und dafür empfangen, was Bessere als wir geben! Komm, wir wollen beide gehen!« – So kam er mit dem Brennholz in der Hand zu Citra, dem Spross des Gâ gya, und sprach: »Lass mich dein Schüler sein!« – Der sprach zu ihm: »Du bist der Priester Anführer (lies agraṇîr), o Gautama, und hast doch keinen Stolz gezeigt; komm, ich will es dir lehren!«
Vorlage S. 22
5
2. Und er sprach: »Alle, die aus dieser Welt abscheiden, gehen [zunächst] sämtlich zum Monde; durch ihre Leben wird seine zunehmende Hälfte angeschwellt, und vermöge seiner abnehmenden Hälfte befördert er sie [auf dem Pitṛiyâna] zu einer [abermaligen] Geburt. – Aber der Mond ist auch die Pforte zur Himmelswelt [auch der Devayâna führt über den Mond]; und wer ihm auf seine Fragen antworten kann[1], den lässt er über sich hinaus gelangen. – Hingegen wer ihm nicht antworten kann, den lässt er [in dem schwindenden, aus zurückkehrenden Seelen bestehenden Teil], zu Regen geworden, herabregnen. Der wird hienieden, sei es als Wurm, oder als Fliege, oder als Fisch, oder als Vogel, oder als Löwe, oder als Eber, oder als Beisstier, oder als Tiger, oder als Mensch, oder als sonst etwas, an diesem oder jenem Orte wiederum geboren, je nach seinem Werke, je nach seinem Wissen. – Nämlich, wenn einer zum Monde kommt, so fragt dieser ihn: »Wer bist du?« Dann soll er antworten:
Vorlage S. 23
6
»Vom Lichten[2], o Jahrzeiten! kam als Same ich,
Vorlage S. 24
7
Vom fünfzehnfachgezeugten Väterheimat-Land[3]; –
Vorlage S. 24
8
Ihr habt mich eingezwängt[4] im Mann als Schöpfer,
Vorlage S. 24
9
Durch Mann als Schöpfer eingesprengt[5] der Mutter.
Vorlage S. 24
10
Geboren ich (lies jâyamâna) und wiederum geboren,
Vorlage S. 24
11
Als zwölffach Jahr[6], als dreizehnt-über-Mond'ges[7],
Vorlage S. 24
12
Vom zwölffachen[8], vom dreizehnfachen[9] Vater,
Vorlage S. 24
13
Das Dies[10] und auch das Gegendies[11] zu wissen; –
Vorlage S. 24
14
Bis ihr, Jahrzeiten, mich (lies ma'rtavo) zum Tod geleitet, –
Vorlage S. 24
15
vermöge dieser Wahrheit, vermöge dieser Kasteiung bin ich Jahreszeit[12], bin ich der Jahreszeiten Kind[13]!« – »Wer bist du[14]?« – »Du bin ich!« –
Vorlage S. 24
16
Wenn er so [zum Monde] spricht, dann lässt er ihn über sich hinaus [zum Devayâna] gelangen.
Vorlage S. 24
17
3. Wenn er nun diesen Devayâna genannten Weg antritt, so gelangt er zur Feuerwelt, dann zur Windwelt, dann zur Varuṇawelt, dann zur Indrawelt, dann zur Prajâpatiwelt, dann zur Brahmanwelt. In dieser Welt fürwahr ist
Vorlage S. 24
18
der See Āra (etwa: Sturmflut),
Vorlage S. 24
19
die Stunden Yeshṭiha (angeblich: Opfersäumig),
Vorlage S. 24
20
der Strom Vijarâ (Alterlos),
Vorlage S. 24
21
der Baum Ilya (etwa: Labungsreich),
Vorlage S. 24
22
die Stadt Sâlajya (etwa: durch Bogensehnen, so dick wie Sâla-Bäume, beschützt),
Vorlage S. 24
23
der Palast Aparâjita (Unüberwindlich),
Vorlage S. 24
24
als Türhüter Indra und Prajâpati,
Vorlage S. 24
25
die Halle Vibhu (die weite),
Vorlage S. 24
26
der Thron Vicakshaṇâ (weit sichtbar),
Vorlage S. 24
27
das Ruhebett Amitaujas (unermesslich kraftvoll),
Vorlage S. 24
28
und die Geliebte Mânasî (Verstandgenie)
Vorlage S. 24
29
und ihr Gegenbild Câkshushî (Augengenie), die halten Blumen in Händen, und sie sind es, die [als Nâma und Rûpam] die Welten weben;
Vorlage S. 24
30
und die Apsaras' Ambâ's und Amâbâyavî's (Mütter und Ammen),
Vorlage S. 24
31
und die Ströme Ambayâḥ (etwa: Mutterheiten).
Vorlage S. 24
32
In diese Welt gelangt, wer solches weiss. Und Brahmán spricht: »Lauft ihm entgegen! denn durch meine Herrlichkeit ist er zum Strome Vijarâ (Alterlos) gelangt, und nimmer, wahrlich, wird er altern!«
Vorlage S. 24
33
4. Dann gehen ihm fünfhundert Apsaras' entgegen, hundert mit Früchten in den Händen, hundert mit Salben, hundert mit Kränzen, hundert mit Gewändern, hundert mit wohlriechendem Pulver; die schmücken ihn aus mit dem Schmucke des Brahman; und nachdem er mit dem Schmucke des Brahman ausgeschmückt ist, geht er, der Brahmanwisser, hin zu Brahman;
Vorlage S. 25
34
zuerst kommt er zu dem See Âra, den überchreitet er mit dem Manas; die aber nur die Gegenwart kennend sich in ihn begeben, die gehen unter;
Vorlage S. 25
35
dann kommt er zu den Stunden Yeshṭiha, die laufen vor ihm davon;
Vorlage S. 25
36
dann kommt er zu dem Strome Vijarâ, auch den überschreitet er mit dem Manas;
Vorlage S. 25
37
daselbst schüttelt er ab gute Werke und böse Werke; dann übernehmen seine Bekannten, die ihm freund sind, sein gutes Werk, und die ihm nicht freund sind, sein böses Werk;
Vorlage S. 25
38
gleichwie einer, auf einem Wagen schnell fahrend, auf die Wagenräder hinabblickt [deren Speichen ihm verschwimmen], so blickt er hinab auf Tag und Nacht, so auf gute und böse Werke und auf alle Gegensätze; er aber, frei von guten und bösen Werken, als Brahmanwisser, geht zu dem Brahman ein.
Vorlage S. 25
39
5. Dann kommt er zu dem Baume Ilya, da erfüllt ihn der Brahmanduft;
Vorlage S. 25
40
dann kommt er zu der Stadt Sâlajya, da erfüllt ihn der Brahmangeschmack;
Vorlage S. 25
41
dann kommt er zum Palaste Aparâjita, da erfüllt ihn der Brahmanglanz;
Vorlage S. 25
42
dann kommt er zu den Türhütern Indra und Prajâpati, die laufen vor ihm davon;
Vorlage S. 25
43
dann kommt er zur Halle Vibhu, da erfüllt ihn die Brahmanherrlichkeit;
Vorlage S. 25
44
dann kommt er zum Throne Vicakshaṇâ; der hat als Vorderfüsse die Sâman's Bṛihad und Rathantaram, und als Hinterfüsse [die Sâman's] Çyaitam und Naudhasam, und als Längeleisten Vairûpam und Vairâjam, und als Querleisten Çâkvaram und Raivatam, und ist [seinem Wesen nach] Erkenntnis; denn durch die Erkenntnis wird man [zu dem Throne gelangend] weitsehend;
Vorlage S. 25
45
dann kommt er zu dem Ruhebette Amitaujas, das ist der Prâṇa (das Leben); Vergangenheit und Zukunft sind seine Vorderfüsse, Glück und Labung seine Hinterfüsse, [die Sâman's] Bhadram und Yajñâyajñîyam seine Kopfleisten, Bṛihad und Rathantaram seine Längeleisten, Ṛic's und Sâman's seine Längsborten, Yajus' seine Querborten, Somafasern seine Polsterung, Udgîtha sein Überzug, Schönheit sein Kopfkissen;
Vorlage S. 26
46
darauf sitzt Brahmán; zu ihm steigt, wer solches weiss, den Fuss vorsetzend [nicht kriechend] hinan. Dann fragt ihn Brahmán: »Wer bist du?« –
Vorlage S. 26
47
Dann soll er antworten:
Vorlage S. 26
48
6. »Jahreszeit bin ich, jahreszeitentsprossen bin ich, aus dem Äther als Wiege geboren, als Same des Weibes, als Kraft des Jahres, als eines jeglichen Wesens Selbst. Eines jeglichen Wesens Selbst bist du; und was du bist, das bin ich.«
Vorlage S. 26
49
Und er fragt ihn: »Wer bin denn ich?«
Vorlage S. 26
50
– Dann soll er sagen: »Die Wahrheit!«
Vorlage S. 26
51
»Wieso die Wahrheit?«
Vorlage S. 26
Rigveda – historische Handschrift
Kontextbild zum Werk. Rigveda – historische Handschrift — Rigveda-Handschrift aus der Whish-Sammlung, vor dem Erwerb 1836 entstanden. Kontext zur vedischen Überlieferung; kein Faksimile der Kaushitaki-Upanishad. · Ms Sarah Welch · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
52
– »Was verschieden von den Göttern und den [ihnen entsprechenden] Lebensorganen, das ist ›Wahr–‹, was aber die Götter und Lebensorgane sind, das ist ›-heit‹; das wird ausgedrückt durch dies eine Wort ›Wahrheit‹. Dieses befasst die ganze Welt; und die ganze Welt bist du.«
Vorlage S. 26
53
Also wird er dann sprechen.
Vorlage S. 26
54
Das besagt auch der Vers:
Vorlage S. 26
55
7. Des Bauch Yajus, des Haupt Sâman,
Vorlage S. 26
56
Des Körper Ṛic, als ewig der
Vorlage S. 26
57
Ist anzusehen, als Brahman,
Vorlage S. 26
58
Der grosse Weise, brahmanvoll[15].
Vorlage S. 26
59
Und er fragt ihn: »Wodurch erfassest du meine männlichen Namen?«
Vorlage S. 26
60
– »Durch den Prâṇa«, soll er antworten.
Vorlage S. 27
61
»Wodurch meine sächlichen?«
Vorlage S. 27
62
– »Durch das Manas.«
Vorlage S. 27
63
»Wodurch meine weiblichen?«
Vorlage S. 27
64
– »Durch die Vâc (Rede).«
Vorlage S. 27
65
»Wodurch meine Gerüche?«
Vorlage S. 27
66
– »Durch den Odem.«
Vorlage S. 27
67
»Wodurch meine Gestalten?«
Vorlage S. 27
68
– »Durch das Auge.«
Vorlage S. 27
69
»Wodurch meine Töne?«
Vorlage S. 27
70
– »Durch das Ohr.«
Vorlage S. 27
71
»Wodurch meine Nahrungssäfte?«
Vorlage S. 27
72
– »Durch die Zunge.«
Vorlage S. 27
73
»Wodurch meine Handlungen?«
Vorlage S. 27
74
– »Durch die Hände.«
Vorlage S. 27
75
»Wodurch meine Lust und Unlust?«
Vorlage S. 27
76
– »Durch den Leib.«
Vorlage S. 27
77
»Wodurch meine Wonne, Geschlechtslust, Zeugung?«
Vorlage S. 27
78
– »Durch das Zeugungsglied.«
Vorlage S. 27
79
»Wodurch meine Ortsbewegungen?«
Vorlage S. 27
80
– »Durch die Füsse.«
Vorlage S. 27
81
»Wodurch meine Gedanken, mein Erkanntes, meine Wünsche?«
Vorlage S. 27
82
– »Durch die Erkenntnis (prajñâ)«,
Vorlage S. 27
83
also soll er dann antworten.
Vorlage S. 27
84
Dann wird er zu ihm sagen: »Die Urwasser fürwahr sind meine Welt [als Hiraṇyagarbha], und sie ist dein!«
Vorlage S. 27
85
Wahrlich, jede Eroberung des Brahman, jede Entfaltung des Brahman, diese Eroberung erobert, mit dieser Entfaltung entfaltet sich, wer solches weiss, – wer solches weiss.
Vorlage S. 27
86
Fußnoten
Vorlage S. 27
87
1 Wie nachher Brahman, so examiniert hier der Mond die aufsteigenden Seelen über ihr Wissen. Wer die Prüfung besteht, geht den Devayâna, wer nicht, den Pitṛiyâna. – Meine Auffassung hier und in der entsprechenden Stelle nachher weicht vom Kommentar und allen Übersetzern (Anquetil, Weber, Cowell, M. Müller) ab. Ich darf aber hoffen, dass man mir zustimmen werde.
Vorlage S. 27
88
2 Vom Monde.
Vorlage S. 27
89
3 Vom Monde.
Vorlage S. 27
90
4 Lies airayadhvam und vielleicht (mit B.C.E). mâ asishikta (vgl. z.B. amumuktam).
Vorlage S. 27
91
5 Lies airayadhvam und vielleicht (mit B.C.E). mâ asishikta (vgl. z.B. amumuktam).
Vorlage S. 27
92
6 Die Seele kommt vom Monde, ist Mond und als solcher Jahr und Jahreszeit, die beide vom Monde abhängen.
Vorlage S. 27
93
7 Die Seele kommt vom Monde, ist Mond und als solcher Jahr und Jahreszeit, die beide vom Monde abhängen.
Vorlage S. 27
94
8 Die Seele kommt vom Monde, ist Mond und als solcher Jahr und Jahreszeit, die beide vom Monde abhängen.
Vorlage S. 27
95
9 Die Seele kommt vom Monde, ist Mond und als solcher Jahr und Jahreszeit, die beide vom Monde abhängen.
Vorlage S. 27
96
10 Die Seele kommt vom Monde, ist Mond und als solcher Jahr und Jahreszeit, die beide vom Monde abhängen.
Vorlage S. 27
97
11 Die Seele kommt vom Monde, ist Mond und als solcher Jahr und Jahreszeit, die beide vom Monde abhängen.
Vorlage S. 27
98
12 Den Devayâna und Pitṛiyâna.
Vorlage S. 27
99
13 Den Devayâna und Pitṛiyâna.
Vorlage S. 27
100
14 Zwischenfrage des Mondes.
Vorlage S. 27
101
15 Yajus, Sâman, Ṛic sind der Inbegriff des Brahman (des Gebets in der Form des Veda). Der Ṛishi, indem er ganz in Yayus, Sâman, Ṛic aufgeht, wird zu Brahman. – Brahman ist das Weltall, mit welchem das im Individuum erscheinende Brahman durch die verschiedenen Organe desselben verbunden ist. Dies ist der Sinn der folgenden Prüfung.
Vorlage S. 27

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Gibt es einen Abschluss [der Seelenwanderung] in …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »auf dem Pitṛiyâna] zu einer [[…]] Geburt. – Aber der Mond ist auch die Pforte zur Himmelswelt [auch der Devayâna führt über den Mond]; und wer ihm auf seine Fragen antworten kann[1], den lässt er über sich hinaus gelangen. – Hingegen wer ihm nicht«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »nachdem« in diesem Textausschnitt? »Dann gehen ihm fünfhundert Apsaras' entgegen, hundert mit Früchten in den Händen, hundert mit Salben, hundert mit Kränzen, hundert mit Gewändern, hundert mit wohlriechendem Pulver; die schmücken ihn aus mit dem Schmucke des Brahman; und nachdem er mit dem Schmucke des Brahman ausgeschmückt ist, geht er, der Brahmanwisser, hin zu Brahman;«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Wenn er nun diesen Devayâna […] Weg antritt, so gelangt er zur Feuerwelt, dann zur Windwelt, dann zur Varuṇawelt, dann zur Indrawelt, dann zur Prajâpatiwelt, dann zur Brahmanwelt.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Ich will doch meinen Lehrer darum befragen!« Damit ging er zu seinem Vater und befragte ihn: »So und so hat er mich gefragt; was soll ich antworten?« – Der Vater sprach: »Das weiss ich auch nicht.« B: »die Stunden Yeshṭiha (angeblich: Opfersäumig),« C: »dann kommt er zu dem Ruhebette Amitaujas, das ist der Prâṇa (das Leben);«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »dann kommt er zu der Stadt …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »dann kommt er zur Halle …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Über die hier auftretende Entwicklungsstufe des […] vgl. die Vorbemerkungen zu Chând. 5, 3-10.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

10. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Oder ist sonstwie ein Weg, und du willst mich in die Welt, zu der er führt, befördern?« – Er […]: »Das weiss ich nicht.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Über die hier auftretende Entwicklungsstufe des Seelenwanderungsglaubens vgl. die Vorbemerkungen zu Chând. 5, 3-10.«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Über die hier auftretende Entwicklungsstufe des Seelenwanderungsglaubens vgl. die Vorbemerkungen zu Chând. 5, 3-10.« und »dann kommt er zu dem Ruhebette Amitaujas, das ist der Prâṇa (das Leben);«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Wenn er nun diesen Devayâna genannten Weg antritt, so gelangt er zur Feuerwelt, dann zur Windwelt, dann zur Varuṇawelt, dann zur Indrawelt, dann zur Prajâpatiwelt, dann zur Brahmanwelt.«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Über die hier auftretende Entwicklungsstufe des Seelenwanderungsglaubens vgl. die Vorbemerkungen zu Chând. 5, 3-10.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »und ihr Gegenbild Câkshushî (Augengenie), die halten Blumen in Händen, und sie sind es, die [als Nâma und Rûpam] die Welten weben;«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Wahrlich, jede Eroberung des Brahman, jede Entfaltung des Brahman, diese Eroberung erobert, mit dieser Entfaltung entfaltet sich, wer solches weiss, – wer solches weiss.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Kaushitaki-Upanishad – DTA DiBiPhil

Deutsches Textarchiv, BBAW, DiBiPhil-Korpus; Kuration Matthias Boenig, Susanne Haaf, Marius Hug und DTA-Team; ursprüngliche Digitalisierung Editura/Digitale Bibliothek. Historische Quellausgabe: Sechzig Upanishads des Veda. Aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Paul Deussen, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1963 [Nachdruck der 3. Aufl. Leipzig: F.A. Brockhaus 1921].

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY-SA 4.0 Lizenz

Originalsprache · Sanskrit

Vollständige vier Adhyāyas in der Sanskrit-Wikisource-Fassung, einschließlich Friedensformeln. Die Abschnittszählung (6, 15, 9, 20) weicht von der historischen deutschen Ausgabe ab. Der Vergleich ordnet die vier Hauptkapitel zu, keine einzelnen Sätze.

Sanskrit Wikisource und beitragende Personen; unveränderter Sanskrit-Werktext in Devanagari, CC BY-SA 4.0; Navigations- und gesonderte Anhangstexte ausgeschlossen.

Autorschaft und Ausgabe: Altindische Überlieferung · Sanskrit Wikisource contributors

Originaltext und Ausgabe ↗ · Sanskrit Wikisource · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.