Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.
✎TextarbeitMarkieren, zitieren, vergleichen und eigene Gedanken festhalten
Wähle eine Textstelle aus oder klicke einen Absatz an. Deine Notizen und freien Antworten bleiben auf deinem Gerät.
Meine Textsammlung
Auf gemeinsam genutzten Geräten kannst du deine Arbeit exportieren und anschließend löschen. Kontopunkte aus dem Quiz werden dabei nicht gelöscht.
Nun wird es Zeit sein – alle Vorkehrungen sind getroffen. – Sich nochmals vorsichtig umsehend. Ich gebe ihm das Zeichen. Klatscht dreimal in die Hände.
Wird augenblicklich da sein. Ein Schnupftuch hervorziehend. Ein Schnupftüchelwinker, und alle Ersten-Mai-Läufer sind beschämt! Er winkt mit dem Tuche links in die Kulisse. Die Flagge der Liebe mag wehen.
Also tausend Dukaten?? – Glänzender Belohner, jetzt freut's mich erst, dass ich das Dokumentwagstück unternommen hab'. Gibt ihm eine Schrift. Nehmen Sie!
Fahrt wohl, ihr glücklichen Konvenienzüberhupfer! – Ob denen der Moment jetzt feil wär' um ein paar Dutzend Paradies'? Glaub' nicht. – Wenn das mein Herr und Gebieter morgen erfährt, was heut' in Eschenau hier vorgegangen –
Die Gnädige belieben in mir immer nur den habsüchtigen Schmutzian zu sehen. Mein Eigennutz hat etwas Respektables, seitdem er sich in den Salonfrack des Dominierens geknöpfelt.
Recht so, er verdient es, der Sklave seines Sklaven zu sein, weil er die Rosenfesseln drückend fand, mit welchen damals ein liebend Mädchen ihn umschlingen wollte.
Die Liebe, die er damals herzlos mir versagte, wendet er nun vernunftlos seiner Mündel zu. Es ist eine Genugtuung, die ich mir selbst schuldig war, dass ich vereint mit Ihnen wirkte im Zerstörungsplan seiner Wünsche.
Wir feiern einen stillen, aber schönen Triumph. Es versteht sich von selbst: zweckmäßiges Benehmen beim Bekanntwerden der Flucht! Die gnädige Fräul'n schreien Zeter, ich schrei' Mordio!
Dafür hab' ich gesorgt. Ich habe im Geburtsschein der Fräulein Hermine, den der Baron in Verwahrung hat, eine kleine Korrektur in der Jahreszahl unternommen, die Fräulein um drei Jahr' älter gemacht, folglich majorennisiert und hab' eine vidimierte Abschrift fabriziert, die sich fürs Ausland gültig genug präsentiert.
Still, kein Wort mehr! Ich habe nichts gehört ich weiß nichts – ich will nichts wissen – Gott, wenn die Gerichte – ich bin des Todes! Eilt nach rechts ab.
Schwache Geistin! – Und wer kann mir beweisen – wer kann mich nur anklagen? – Wenn ich aber jetzt den gewöhnlichen Weg nach der Stadt geh', wie leicht könnte da – am andern Ufer wär' es sicherer – da is ja sonst immer ein Fischerboot angehängt. Eilt zurück und sieht nach dem Ufer. Richtig – alles, wie ich's brauch' – ich spring' hinein. Will, als ob er einen Anlauf nähme, rechts in den Kahn, welcher jedoch nicht sichtbar ist, hinabspringen.
Wird mir stets eine wertvolle Erinnerung bleiben. Indem er Arm in Arm mit Thomas sich zum Abgehen wendet. Deutschland, du hast durchaus nichts voraus vor Ägypten, auch hier lauern Krokodile am Uferstrand.
Von Ägypten woll'n S' reden? Das is das Land, welches nix als Nilpferde, Pyramiden und Traumbücheln erzeugt; gut, wir werden uns schön unterhalten unterwegs. Beide Seite links ab.
Zimmer im Schlosse mit angezündetem Lüster, rückwärts führt ein Bogen rechts nach dem Speisesaal, rechts eine Seitentüre nach dem Appartement des Barons, links eine Seitentüre nach Puffmanns Zimmer.
Kein anders Wort als. »Wo er denn bleibt?« – und: »Wo kann er denn sein?« – – Mich ennuyiert der Diskurs – soll s' bedienen wer will, ich geh' gar nicht mehr hinein.
Wer hört sein Brummen, wenn unser »Hoch lebe der Bräutigam!« den Palast durchdonnert, wenn die holde Braut vom Schlößchen Eschenau als Herrin einzieht in diese Hallen?
Was Vorsicht, was Rücksicht! Wer mitten in Millionen drinnen steht, der sieht vor sich und hinter sich nur Millionen und braucht weiter keine Vorsicht und keine Rücksicht.
Das wäre scharmant. Kann man aber so spät noch zu den Leuten –? Tupper, wieviel Uhr ist's? Zu den drei Herren, welche auf ihre Uhren sehen wollen. Plagt euch nicht!
Was tu' ich? – Was sag' ich? Eine Ausred' is einen Taler wert, ich zahlet mir hundert Gulden, wenn mir eine einfallet, und trotz diesem enormen Agio gänzliche Stockung, trostlose Vernaglung! – Kaffeehäuser gibt's hier nicht. – Fürs Wirtshaus bin ich eine zu imposante Erscheinung, da weiß man gleich, um die Minuten is er gekommen, um die Sekunden is er gegangen, der auffallende Herr. – Ich renn' grad blindlings in die Welt hinein. Will in ängstlicher Hast zur Seitentüre links ab.
Aber Sie haben da ein Leben! Gutmütig drohend, da er in dem Wahn ist, Puffmann wollte sich in der früheren Szene, wie er in den Kahn springen wollte, in das Wasser stürzen. Ich begreif' nicht, wie Sie so was haben tentieren können.
Ich bin aber 's ganze Jahr nicht zu Haus. Zurückkehrend. Puffmann, was sagst du zu dem Mann? Jetzt heißt's laufen, dass ich das Aufdringlichkeits-Ungeheuer nicht nochmal begegn'. Stürzt in ängstlicher Verwirrung zur Seitentüre links ab.
Gäßchen mit kleinen unansehnlichen Häusern. Im Prospekt links ein Haus mit beleuchteten Fenstern im ersten Stock. In der Mitte des Prospektes ein Haus mit breitem, offenem Tore, durch welches man in den Hof sieht. Weiter rechts ein Haus mit praktikablen Fenstern. An der Kulisse rechts ein Haus mit praktikablem Tor und Fenster im ersten Stock; an der Kulisse links ein Gasthaus mit praktikablem Eingang. Es ist später Abend, die Bühne vom Mond beleuchtet.
Das Schönste an ein' Zimmermann is, dass er kein Zimmermann is, dass er nicht im Zimmer arbeitet, sondern draußen auf 'm freien Platz, drum hat unsereins auch ganz ein' andern Geist als so viele andre Professionisten, für die die frische Luft nur ein Sonntagsschmaus is, für die es gar keine freie Natur gäbet, wenn einmal den Kalenderdruckern die rote Farb' ausging'. – Standeswahl bei einem Sprößling unterer Stände heißt wohl nichts anderes als: »Jetzt entschließ dich, ob du als Lehrjung' von dieser oder jener Zunft gebeutelt und malträtiert werden willst!« Diese Eröffnung is so reizend, dass: »Es is mir alles eins!« die gewöhnliche Antwort drauf is. Ich hab' aber auch damals schon mehr als andere drüber nachdenkt.
Ich hätt' sollen ein Schneider werden, da hab' ich mir aber denkt: Zugrund'gehn kann wohl jeder Mensch, gerade durch die zugrundegehn, die man kleidet, deren Blöße man bedeckt, dieser Undank muss zu schmerzlich sein, und ist doch das allgemeine Schneiderlos.
Ich hätt' sollen ein Bäck werden, aber so ein schlaftrunkenes Mehlgespenst hat immer etwas Mitleiderregendes und Unheimliches für mich gehabt, denn wenn ein Bäck auch keinen Geist hat, so hat er doch viel von einem Geist: er is weiß, geht um bei der Nacht und sehnt sich nach Ruhe, die ihm nimmer wird – das sind offenbar die Haupteigenschaften von einem Geist. Ich war als Bub sehr gern auf der Welt und hab' mich fleißig mit Hund', Tauben, Katzen und Kinigelhasen g'spielt, und da wir dem Altmeister unserer Zunft, dem Archenzimmerer Noah, unser Dasein verdanken sowie auch das Glück, dass wir von Viechern umgeben sind, so hat mich eine Art Dankgefühl zum Zimmermannhandwerk getrieben. – Ich hab's aber auch in späterer Zeit nie bereut. Der Ursprung des Zimmermanns hat schon das vor viele andere Ursprünge voraus, dass er nur halben Teil gemein is, die andere Hälfte is erhaben und folglich das Ganze das, was die noblen Leut' eine Messalliance nennen. Der Holzhacker hat die Geometrie umarmt, und so is der Zimmermann entstanden. Unser Handwerkszeug bestätigt diese Abkunft. Die Hacken is unser simples väterliches Erbteil, wir haben aber auch Zollstab, Zirkel, Winkelmaß als Vermächtnis von unserer tiefsinnigen Mama, und das sind Gegen stände, die man nicht leicht, ohne zu denken, in die Hand nehmen kann. Der Zollstab gibt uns die wahrste Ansicht von Länge und Breite, von Größe überhaupt, und wann man die einmal hat, da fallen einem dann allerhand Mißverhältnisse auf – wie so mancher so groß herauskommt, und wenn man ihn genau abmeßt, so klein is, dass man ihm gern noch was aufmesset. Wie mancher ein Langes und Breites zusammenschreibt und nur eine schmale Kost damit erwirbt, wie oft kleinwinzige Frauen mit langmächtige Männer gar so kurz angebunden sind. Kurzum, der Zollstab hat nur drei Schuh Länge, kann aber die Ideen sehr ins Weite führen. So ist es auch beim Winkelmaß; man denkt dabei unwillkürlich an die vielen menschlichen Winkelzüge, die offenbar unter die Gattung der spitzigen Winkel gehören, an die Aufenthaltsorte des Unglücks und der Armut, die unter die stumpfen Winkel gehören. Die schwierige Genauigkeit, die der rechte Winkel erfordert, mahnt uns daran, dass das Rechte überhaupt nicht leicht in Winkeln zu finden, eine Behauptung, die sich auch bis auf Winkelagenten, Winkelsensalen, Winkelschreiber etc. etc. ausdehnen ließ'. – Ein noch weiteres Gedankenfeld liegt im Zirkel. Zirkel is die vollkommenste Rundung, drum fallt es auch in die Zirkel am meisten auf, wenn sich einer eckig benimmt. – Der gesellschaftliche Zirkel unterscheidet sich vom mathematischen wesentlich dadurch, dass der mathematische einen einzigen Mittelpunkt hat, der akkurat mitten im Zirkel liegt – der gesellschaftliche Zirkel jedoch hat in der Mitte nur den scheinbaren Mittelpunkt, den Kaffeetisch, währenddem der eigentliche Mittelpunkt, um den sich die Peripherie der Unterhaltung dreht, meistens außerhalb des Zirkels liegt, weil gewöhnlich nur die Abwesenden ausgericht't werden. Aber halt! Bis hieher und nicht weiter! Die Zirkelbetrachtungen führen einem zu leicht vom Runden auf das, was zu rund is, und in das mag ich jetzt nicht eingehen, ich geh' lieber in was Viereckiges ein, in meine Haustüre, und kugl' mich in mein längliches Bett.
Weißt, ich möcht' deiner Schwester gern eine Überraschung machen, das heißt, morgen kauf' ich ihr eine prächtige Überraschung, und das hätt' ich ihr heut' gern g'sagt.
Eben deswegen! A künftige Schwiegertochter is gegenwärtig noch gar keine, und die Nachbarschaft sieht nur, dass in der Dunkelheit ein Mann aus und ein geht. –
Und wenn's in vierzehn Minuten wär', so wär's a g'wagte Sach'. Das Licht hat die größte Geschwindigkeit in der ganzen Natur, drum hat auch das üble Licht, was auf ein Wesen fallt, so eine schnelle Verbreitung. – Übrigens hab' ich dir schon g'sagt, wegen Brautgeschenk', du hast kein Geld zu verschwenden, du musst auch an deine Zukunft denken.
Dann und wann is z' wenig! Ich hab' einmal einen alten Isabellenschimmel an ein' Ziegelwagen g'sehn, seitdem bring' ich die Zukunft gar nicht mehr aus 'n Sinn.
Das Dümmste, was ein Bräutigam tun kann. Ich hab' eine Antipathie gegen die Freunde, die so gern Hochzeiten aushalten, Wirtschaftsbeiträge liefern, erste Bub'n aus der Tauf' heben, und ich weiß schon, warum.
Oh, ich hab' zwei, die ich schon mag, bewährte tüchtige Kerln, die plagen sich für mich, die Freund', dass mir nix abgeht, sind den ganzen Tag bei der Hand, für mich zu arbeiten, nehmen sich auch an um mich, schlagen den nieder, der mir was tun will –
Nein, Arme sind's – Seine Arme weisend. die zwei. Mit denen hab' ich mich und mein' Schwester erhalten, mit denen hab' ich das, was ihr der Vater hinterlassen hat, vermehrt, dass sie ein anständiges Heiratsgut hat.
Hm, das wird's nicht tun; – mir haben die Lehrer in der Schul' schon 's Glück abg'sprochen. »Das is a g'scheiter Bub!« – haben s' gesagt, und da is 's schon vorbei. Schau s' nur an beim Gipsmann, so a Fortuna; die hohle Kugel, über der sie schwebt, is das Sinnbild von ihre Favoritköpf'.
Das is a dalkete Red'! Das wär' sehr traurig, wenn der Unbedeutende nicht auch Anspruch auf ein braves Mädl hätt'; und bei diesem Anspruch bescheiden sein, wär' eher eine Niederträchtigkeit als eine Tugend. In gar vielem kann und soll sich der Mensch behelfen, sich mit dem Minderen begnügen, wenn er 's Bessere nicht haben kann. Wer's auf kein' Paperl bringt, der spendiert sich zwei Laubfrösch' vors Fenster – wer kein'n Kammerdiener hat, kauft sich ein' Stiefelknecht um sechs Groschen – wer nicht als nobler Kridatar auf seine neugekaufte Villa in d' Schweiz kann fahren, der geht dem Schuster mit a paar Juchtene durch – wer eine Neapelreis' z'kostspielig find't, um den feuerspeienden Vesuv zu sehen, der schaut sich um a zornige Kräutlerin um – kurz, für alles hat der Geringere ein Surrogat und kann das Echte dem Höhern überlassen; – aber was den Punkt der Familienehre betrifft, da steht der Unbedeutende dem Größten gleich und hat ebensogut das Recht, das Makelloseste zu begehren. Jetzt komm auf a Glas Wein.
Wennst mit 'n Fürchten nicht aufhörst, so schick' ich den Schwarzen über dich mit 'n großen Sack, da steckt er dich hinein und tragt dich in 'n Wald hinaus.
Wenn's nur keine Finsternis gäbet, da müssten s' alle hin werd'n, die G'spenster, Sich auf den Eckstein neben dem Gasthaus setzend. denn die G'spenster leben von der Finsternis. Gähnt. D' Augen recht zudrucken, das is das beste – da – da verschwinden s' – alle nacheinand' – Schläft ein.
Ich find' nix, ich weiß nix, und es fallt mir nix ein! – Der ganze Plebs schlaft schon und denkt nicht, dass er mir eine Ausred' liefern soll –! Nach dem erleuchteten Fenster links im Prospekt im ersten Stockwerke sehend. Da is noch ein Licht – wahrscheinlich die Kreuzerkerzen eines alten Flickschneiders. – Es zeigt sich der Schatten eines Frauenzimmers am Vorhang des Fensters. Halt – der Schatten – diese Umrisse – bei keiner Beleuchtung kann ein Flickschneider so einen Schatten werfen. Da wohnt ein Geschöpf – Von einer Idee ergriffen. ha ich hab's! – Das Geschöpf mit die Umrisse reißt mich heraus! Ein paar Schritte auf und nieder gehend und so Hansi bemerkend. Was is denn das? Da schlaft ein kleiner Bub. – Kolossale Idee! – Der is mein Zeuge! Auf das Fenster zeigend. Dort die Ausrede, Auf Hansi zeigend. hier der Beweis! Rüttelt Hansi am Arm. He – Bursch! Was machst du da?!
Ach, jetzt lasst sich reden mit dir. Sehr freundlich. Weißt was, Buberl, du musst das nicht jedem auf die Nasen binden, dass ich bei der Mamsell Klara war! Und wenn du recht schön verschwiegen sein willst und nix sagst, dass du mich g'sehn hast von der Mamsell Klara herausgehn, so schenk' ich dir diese drei glänzenden funkelnagelneuen Silbertaler.
Aber nix sagen, woher du das Geld hast! Für sich. Seine Mutter kitzelt ihm's schon heraus. Der Alibi-Beweis steht juridisch fest. Triumph der praktisch-kasuistischen Genialität! Eilt nach links ab.
Juchhe! Ich war ein armer Bub und jetzt bin ich ein reicher Mann! – Und ich hab' ihn richtig da herauskommen g'sehn, ich hab's nur im ersten Schlaf nicht recht g'merkt, dass ich munter bin. Springend. Juchhe!
Ah, da trifft mich der Schlag! Das wär' das Allerneueste! Ah, da muss ich gleich –! Eilt zu einem Fenster des Hauses rechts und klopft an. Frau Flachsin! Liegt d' Frau Flachsin schon im Bett? – Komm' d' Frau Flachsin a wenig heraus! – Zu Hansi. Geh her, Hansi! Wie hat er denn ausg'schaut?
Jetzt sixt es, da hast es! – Die Klarl! Aber hab' ich's nicht allweil g'sagt –?! Na, wann das die Küblerischen hören! – Eilt zu einem Fenster im Prospekte rechts und ruft. Küblerin! Herr Kübler! – G'schwind, geschwind!! – Vorkommend zur Hußbergerin. Sie sitzen noch beim Essen, ich hör' Teller scheppern.
Peter geht in die Haustüre links im Prospekt, Thomas rechts im Vordergrunde. Die übrigen Anwesenden kommen hervor, indem sie spöttisch auf Thomas und Peter zeigen und lachen. – Die Musik fällt ein.
2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Geht einer […], der andere links, denn ich hoff', bis dahin –«
3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Recht so, er verdient es, der Sklave seines Sklaven zu sein, weil er die Rosenfesseln drückend fand, mit welchen damals ein liebend Mädchen ihn umschlingen wollte.«
4. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.
5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Da rennt einer mit so ein' Bünkel voll Kleider
Und hat gar keine Aussicht, a Geld z' kriegen, der Schneider –«
6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse.
A: »Und wenn's auch just nicht ein Engel wie die Klara is; denn die is eigentlich zu gut, zu edel für unsereinen –«
B: »Aber jetzt, lieber Zimmermann, Er wird am besten wissen, wo der Zimmermann 's Loch g'macht hat.«
C: »Es ist eine Genugtuung, die ich mir selbst schuldig war, dass ich vereint mit Ihnen wirkte im Zerstörungsplan seiner Wünsche.«
8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Und wenn's auch just nicht ein Engel wie die Klara is; denn die is […] zu gut, zu edel für unsereinen –«
2Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte
1. Lies den Abschnittsbeginn: »Nun wird es Zeit sein – alle Vorkehrungen sind getroffen. – Sich nochmals vorsichtig umsehend. Ich gebe ihm das Zeichen. Klatscht dreimal in die Hände.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Still, kein Wort mehr! Ich habe nichts gehört ich weiß nichts – ich will nichts wissen – Gott, wenn die Gerichte – ich bin des Todes! Eilt nach rechts ab.«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Um so schauerlicher, denn das is a alte Wahrheit: über ein altes Weib geht nix als ein Mann, der ein altes Weib is! Gute Nacht!«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Er fangt mich solo!– Laut zu Thomas mit innerer Angst. Hat Er gehört, was dahier –«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Noch in dieser Stunde werden wir über der Grenze getraut – oh, zögere nicht – komm, Geliebte! Führt sie Seite links ab.«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Was Vorsicht, was Rücksicht! Wer mitten in Millionen drinnen steht, der sieht vor sich und hinter sich nur Millionen und braucht […]« und »Es ist eigentlich nur eine Transferierung, von seinem Regiment kommt er unter ihres.«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
7. Am Abschnittsende steht: »Peter geht in die Haustüre links im Prospekt, Thomas rechts im Vordergrunde. Die übrigen Anwesenden kommen hervor, indem sie spöttisch auf Thomas und Peter zeigen und lachen. – Die Musik fällt ein.« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Nun wird es Zeit sein – alle Vorkehrungen sind getroffen. – Sich nochmals vorsichtig umsehend. Ich gebe ihm […]« / »Peter geht in die Haustüre links im Prospekt, Thomas rechts im Vordergrunde. Die übrigen Anwesenden kommen […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
3Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte
Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.
Niveau 1 · Einstieg
1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Nun wird es Zeit sein – alle Vorkehrungen sind getroffen. – Sich nochmals vorsichtig umsehend.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Doch wann so vom Dach sich mein Kopf herabbeugt,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Um so schauerlicher, denn das is a alte Wahrheit: über ein altes Weib geht nix als ein Mann, der ein altes Weib is!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Der Unbedeutende von Nestroy, Johann ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).
Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.
Der Unbedeutende
Johann Nestroy: Gesammelte Werke. Ausgabe in sechs Bänden, Wien: Verlag von Anton Schroll & Co., 1962. Nestroy, Johann 514- Wien
Das Werk Der Unbedeutende von Nestroy, Johann ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.
Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.