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Buch - Das Wintermärchen - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Das Wintermärchen

Shakespeare, William

Das Wintermärchen von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu Das Wintermärchen
Historische Illustration zu „Das Wintermärchen“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · John Opie · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Dorothea Tieck

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erster Aufzug
Vorlage S. 496
2
Erste Szene
Vorlage S. 496
3
Sizilien. Ein Zimmer in Leontes' Palast.
Vorlage S. 496
4
Camillo und Archidamus treten auf.
Vorlage S. 496
5
ARCHIDAMUS.
Vorlage S. 496
6
Wenn es sich einmal treffen sollte, Camillo, dass Ihr Böhmen besuchtet, bei einer ähnlichen Veranlassung, als mich jetzt in meinem Dienst hieher geführt, so werdet Ihr, wie ich schon gesagt habe, einen großen Unterschied zwischen unserm Böhmen und Euerm Sizilien finden.
Vorlage S. 496
7
CAMILLO.
Vorlage S. 496
8
Ich glaube, den nächsten Sommer gedenkt der König von Sizilien dem König von Böhmen den Besuch zu erwidern, den er ihm schuldig ist.
Vorlage S. 496
9
ARCHIDAMUS.
Vorlage S. 496
10
Worin unsre Bewirtung uns beschämen sollte, das wird unsre Liebe entschuldigen; denn, in der Tat –
Vorlage S. 496
11
CAMILLO.
Vorlage S. 496
12
Ich bitte Euch –
Vorlage S. 496
13
ARCHIDAMUS.
Vorlage S. 496
14
In der Tat, ich spreche aus der Vollmacht meiner Überzeugung: wir können nicht mit dieser Pracht – in so ausgesuchter –, ich weiß nicht, was ich sagen soll. – Wir werden euch einen Schlaftrunk geben, damit eure Sinne, unsre Unzulänglichkeit nicht empfindend, uns, wenn sie uns auch nicht loben können, doch ebenso wenig anklagen mögen.
Vorlage S. 496
15
CAMILLO.
Vorlage S. 496
16
Ihr bezahlt viel zu teuer, was gern gegeben wird.
Vorlage S. 496
17
ARCHIDAMUS.
Vorlage S. 496
18
Glaubt mir, ich sage, was meine Einsicht mich lehrt und meine Redlichkeit mich nötigt auszusprechen.
Vorlage S. 496
19
CAMILLO.
Vorlage S. 496
20
Sizilien kann Böhmen nie zu viel Huld erweisen. Sie wurden in der Kindheit mit einander auferzogen, und da wurzelte eine solche Liebe zwischen ihnen, dass sie jetzt wohl Zweige treiben muss. Seit ihre reifere Würde und ihre königlichen Pflichten ihr Beisammensein trennten, waren ihre Begegnungen, obwohl nicht persönlich, doch königlich bevollmachtet, und tauschten Gaben, Briefe, liebevolle Botschaften, so dass sie, obwohl getrennt, doch vereint schienen, wie über einen Abgrund einander die Hände reichten, und sich gleichsam von den Enden entgegengesetzter Winde umarmten. Der Himmel erhalte ihre Freundschaft!
Vorlage S. 496
21
ARCHIDAMUS.
Vorlage S. 497
22
Ich glaube, es gibt in der Welt keine Bosheit oder Veranlassung, die sie erschüttern könnte. Ihr habt einen unaussprechlichen Trost an Euerm jungen Prinzen Mamillius: er ist ein Wesen, das die größten Erwartungen erregt; ich sah nie seines Gleichen.
Vorlage S. 497
23
CAMILLO.
Vorlage S. 497
24
Gern stimme ich Euch in den Hoffnungen auf ihn bei: er ist ein herrliches Kind, und wahrlich, ein Heilmittel für den Untertan, und eine Erfrischung alter Herzen; die, welche auf Krücken gingen, ehe er geboren ward, wünschen noch zu leben, um ihn als Mann zu sehn.
Vorlage S. 497
25
ARCHIDAMUS.
Vorlage S. 497
26
Würden sie denn sonst gern sterben?
Vorlage S. 497
27
CAMILLO.
Vorlage S. 497
28
Ja, wenn sie keinen andern Vorwand hätten, sich ein längeres Leben zu wünschen.
Vorlage S. 497
29
ARCHIDAMUS.
Vorlage S. 497
30
Wenn der König keinen Sohn hätte, so würden sie wünschen auf Krücken zu gehen, bis er einen bekäme.
Vorlage S. 497
31
Es treten auf Leontes, Polyxenes, Hermione, Mamillius und Gefolge.
Vorlage S. 497
32
POLYXENES.
Vorlage S. 497
33
Schon neunmal gab des feuchten Sternes Wechsel
Vorlage S. 497
34
Dem Schäfer Kunde, seit der Bürd' entledigt
Vorlage S. 497
35
Wir ließen unsern Thron; so viele Monde
Vorlage S. 497
36
Sollt' unser Dank, geliebter Bruder, füllen;
Vorlage S. 497
37
Und dennoch gingen wir für ew'ge Zeit
Vorlage S. 497
38
Als Euer Schuldner fort; drum, gleich der Null
Vorlage S. 497
39
An reichen Platz gestellt, lasst mich dies eine
Vorlage S. 497
40
»Wir danken Euch« zu tausenden vermehren,
Vorlage S. 497
41
Die ihm vorangehn.
Vorlage S. 497
42
LEONTES.
Vorlage S. 497
43
Spart noch Euern Dank,
Vorlage S. 497
44
Und zahlt ihn, wenn Ihr reist!
Vorlage S. 497
45
POLYXENES.
Vorlage S. 497
46
Herr, das ist morgen.
Vorlage S. 497
47
Mich mahnt die Furcht, was wohl geschehn sein mag,
Vorlage S. 497
48
Was unser Fernsein zeugte; bläst nur nicht
Vorlage S. 497
49
Ein scharfer Wind daheim und macht uns sagen,
Vorlage S. 497
50
»Zu sehr nur traf es ein!« Auch weilt' ich schon
Vorlage S. 498
51
Euch zur Beschwer.
Vorlage S. 498
52
LEONTES.
Vorlage S. 498
53
Wir sind zu zäh', mein Bruder,
Vorlage S. 498
54
Damit setzt Ihr's nicht durch.
Vorlage S. 498
55
POLYXENES.
Vorlage S. 498
56
Ich kann nicht bleiben.
Vorlage S. 498
57
LEONTES.
Vorlage S. 498
58
Nur eine Woche noch.
Vorlage S. 498
59
POLYXENES.
Vorlage S. 498
60
Nein, wahrlich, morgen.
Vorlage S. 498
61
LEONTES.
Vorlage S. 498
62
So lass die Zeit uns teilen, und dann will ich
Vorlage S. 498
63
Nicht widersprechen.
Vorlage S. 498
64
POLYXENES.
Vorlage S. 498
65
Bitt' Euch, drängt mich nicht;
Vorlage S. 498
66
Kein Mund, nein, keiner in der Welt, gewinnt mich
Vorlage S. 498
67
So leicht als Eurer; und er würd' es jetzt,
Vorlage S. 498
68
Trieb' Zwang Euch zum Gesuch, wenn auch mich Zwang
Vorlage S. 498
69
Zum Weigern nötigte. Des Staats Geschäfte
Vorlage S. 498
70
Ziehn mich gewaltsam heimwärts; Eure Liebe,
Vorlage S. 498
71
Dies hindernd, würde Geißel mir; mein Bleiben
Vorlage S. 498
72
Euch Last und Unruh'; beides zu vermeiden,
Vorlage S. 498
73
Lebt wohl, mein Bruder!
Vorlage S. 498
74
LEONTES.
Vorlage S. 498
75
Ist unsre Königin verstummt? Sprich du!
Vorlage S. 498
76
HERMIONE.
Vorlage S. 498
77
Ich dachte, Herr, zu schweigen, bis Ihr Eide
Vorlage S. 498
78
Ihm abgezwungen, nicht zu bleiben. Kalt nur
Vorlage S. 498
79
Bestürmt Ihr ihn; sagt ihm. Ihr wisst, es stehe
Vorlage S. 498
80
In Böhmen alles gut; die frohe Botschaft
Vorlage S. 498
81
Sei gestern angekommen; sagt ihm dies,
Vorlage S. 498
82
So schlagt Ihr ihn aus seiner besten Schanze.
Vorlage S. 498
83
LEONTES.
Vorlage S. 498
84
Recht so, Hermione.
Vorlage S. 498
85
HERMIONE.
Vorlage S. 498
86
Sagt er, er sehnt sich nach dem Sohn, das gilt;
Vorlage S. 498
87
Doch lasst's ihn sagen, und dann lasst ihn gehn;
Vorlage S. 498
88
Lasst's ihn beschwören, und er soll nicht bleiben,
Vorlage S. 498
89
Wir treiben ihn mit unsern Spindeln fort.
Vorlage S. 498
90
Doch wag' ich's, Eurer hohen Gegenwart
Vorlage S. 498
91
'ne Woche abzuborgen. Wenn in Böhmen
Vorlage S. 498
92
Euch mein Gemahl besucht, geb' ich ihm Vollmacht
Vorlage S. 498
93
Für einen Monat länger, als die Zeit
Vorlage S. 498
94
Bestimmt zur Reis': und doch fürwahr, Leontes,
Vorlage S. 498
95
Kein Haar breit wen'ger lieb' ich dich, als je
Vorlage S. 498
96
Ein Weib den Mann geliebt. – Ihr bleibt?
Vorlage S. 498
97
POLYXENES.
Vorlage S. 498
98
Nein, Fürstin.
Vorlage S. 498
99
HERMIONE.
Vorlage S. 498
100
O ja. Ihr tut's.
Vorlage S. 499
101
POLYXENES.
Vorlage S. 499
102
Ich kann nicht, wahrlich!
Vorlage S. 499
103
HERMIONE.
Vorlage S. 499
104
Wahrlich!
Vorlage S. 499
105
Ihr weist mich ab mit leichtem Schwur; doch ich,
Vorlage S. 499
106
Wollt Ihr die Stern' auch aus den Sphären schwören,
Vorlage S. 499
107
Ich sagte doch: Herr, nichts von Reisen! Wahrlich,
Vorlage S. 499
108
Ihr bleibt; das »Wahrlich« einer Frau ist gültig,
Vorlage S. 499
109
Wie immer das des Manns. Wollt Ihr noch fort?
Vorlage S. 499
110
Ihr zwingt mich, als Gefangnen Euch zu halten,
Vorlage S. 499
111
Und nicht als Gast; dann zahlt Ihr, wenn Ihr scheidet,
Vorlage S. 499
112
Für Eure Kost, und spart den Dank. Was sagt Ihr?
Vorlage S. 499
113
Gefangner oder Gast? Bei jenem »Wahrlich«:
Vorlage S. 499
114
Eins müsst Ihr sein.
Vorlage S. 499
115
POLYXENES.
Vorlage S. 499
116
Eu'r Gast denn, Königin;
Vorlage S. 499
117
Gefangner setzt Beleidigung voraus,
Vorlage S. 499
118
Die zu begehn mir schwerer fallen würde,
Vorlage S. 499
119
Als Euch zu strafen.
Vorlage S. 499
120
HERMIONE.
Vorlage S. 499
121
Dann nicht Kerkermeister,
Vorlage S. 499
122
Nein, liebevolle Wirtin. Kommt, erzählt mir
Vorlage S. 499
123
Von meines Herrn und Euren Knabenstreichen;
Vorlage S. 499
124
Ihr wart wohl muntre Herrchen?
Vorlage S. 499
125
POLYXENES.
Vorlage S. 499
126
Schöne Fürstin,
Vorlage S. 499
127
Zwei Buben, die nicht weiter vorwärts dachten,
Vorlage S. 499
128
Als, solch ein Tag wie heut sei morgen auch,
Vorlage S. 499
129
Und dass wir ewig Knaben bleiben würden.
Vorlage S. 499
130
HERMIONE.
Vorlage S. 499
131
War nicht mein Herr der ärgste Schalk von beiden?
Vorlage S. 499
132
POLYXENES.
Vorlage S. 499
133
Wir waren Zwillingslämmern gleich, die blökend
Vorlage S. 499
134
Im Sonnenscheine mit einander spielten;
Vorlage S. 499
135
Nur Unschuld tauschten wir für Unschuld; kannten
Vorlage S. 499
136
Des Unrechts Lehre nicht, noch träumten wir,
Vorlage S. 499
137
Man täte Böses; lebten wir so weiter,
Vorlage S. 499
138
Und stieg nie höher unser schwacher Geist
Vorlage S. 499
139
Durch heißres Blut, wir könnten kühn dem Himmel
Vorlage S. 499
140
Einst sagen: Frei von Schuld, – die abgerechnet,
Vorlage S. 499
141
Die unser Erbteil.
Vorlage S. 499
142
HERMIONE.
Vorlage S. 499
143
Daraus muss man schließen,
Vorlage S. 499
144
Ihr straucheltet seitdem.
Vorlage S. 499
145
POLYXENES.
Vorlage S. 499
146
O heil'ge Fürstin,
Vorlage S. 499
147
Versuchung ward seitdem uns; denn in jenen
Vorlage S. 500
148
Unflüggen Tagen war mein Weib ein Kind;
Vorlage S. 500
149
Und Eure Schönheit war noch nicht dem Blick
Vorlage S. 500
150
Des Spielgenoß begegnet.
Vorlage S. 500
151
HERMIONE.
Vorlage S. 500
152
Gnad' uns Gott!
Vorlage S. 500
153
Zieht daraus keinen Schluss, sonst nennt Ihr mich
Vorlage S. 500
154
Und Eure Kön'gin Teufel; doch fahrt fort,
Vorlage S. 500
155
Was Ihr durch uns gefehlt, vertreten wir:
Vorlage S. 500
156
Wenn Ihr mit uns zuerst gesündigt habt
Vorlage S. 500
157
Und nur mit uns die Sünde fortgesetzt
Vorlage S. 500
158
Und nie mit andern als mit uns gestrauchelt.
Vorlage S. 500
159
LEONTES.
Vorlage S. 500
160
Gewannst du ihn?
Vorlage S. 500
161
HERMIONE.
Vorlage S. 500
162
Er bleibt.
Vorlage S. 500
163
LEONTES.
Vorlage S. 500
164
Und wollt' es nicht auf meine Bitte.
Vorlage S. 500
165
Hermione, Geliebte, niemals sprachst du
Vorlage S. 500
166
So gut zum Zweck.
Vorlage S. 500
167
HERMIONE.
Vorlage S. 500
168
Niemals?
Vorlage S. 500
169
LEONTES.
Vorlage S. 500
170
Niemals, nur einmal noch.
Vorlage S. 500
171
HERMIONE.
Vorlage S. 500
172
Wie? sprach ich zweimal gut? Wann war es früher?
Vorlage S. 500
173
Ich bitte, sag es mir; füttr' uns mit Lob,
Vorlage S. 500
174
Wie zahme Vögelchen!
Vorlage S. 500
175
Die gute Tat, die ungepriesen stirbt,
Vorlage S. 500
176
Würgt tausend andre, die sie zeugen könnte.
Vorlage S. 500
177
Eu'r Lob ist unser Lohn; eh' treibt Ihr uns
Vorlage S. 500
178
Mit einem sanften Kusse tausend Meilen,
Vorlage S. 500
179
Als mit dem Sporn zehn Schritt nur. Doch zum Ziel:
Vorlage S. 500
180
Die letzte gute Tat war, ihn erbitten;
Vorlage S. 500
181
Was war die erste? wenn ich recht verstand,
Vorlage S. 500
182
Hat sie 'ne ältre Schwester: Oh, sei Gnad' ihr Name!
Vorlage S. 500
183
Zum Zweck sprach ich schon einmal. Wann? Oh, lasst
Vorlage S. 500
184
Mich hören, mich verlangt's.
Vorlage S. 500
185
LEONTES.
Vorlage S. 500
186
Nun, das war damals:
Vorlage S. 500
187
Drei bittre Monde starben langsam hin,
Vorlage S. 500
188
Eh' ich's erlangt, dass du die weiße Hand
Vorlage S. 500
189
Mir als Geliebte reichtest, und da sprachst du:
Vorlage S. 500
190
»Ich bin auf ewig dein.«
Vorlage S. 500
191
HERMIONE.
Vorlage S. 500
192
Ja, das war Gnade.
Vorlage S. 500
193
Ei seht, so sprach ich zweimal denn zum Zweck:
Vorlage S. 500
194
Eins warb auf immer mir den edlen Gatten,
Vorlage S. 501
195
Das andre mir den Freund auf wen'ge Tage.
Vorlage S. 501
196
Sie reicht Polyxenes die Hand.
Vorlage S. 501
197
LEONTES
Vorlage S. 501
198
für sich.
Vorlage S. 501
199
Zu heiß, zu heiß!
Vorlage S. 501
200
So heftig Freundschaft einen, eint das Blut.
Vorlage S. 501
201
Die Brust ist mir beklemmt, es tanzt mein Herz,
Vorlage S. 501
202
Doch nicht aus Freude, Freude nicht. – Solch traulich Wesen
Vorlage S. 501
203
Nimmt heitern Schein, erklärt die Freiheit nur
Vorlage S. 501
204
Für Freundschaft, Herzlichkeit und Seelengüte,
Vorlage S. 501
205
Und zierlich mag's dem Spieler stehn, es mag;
Vorlage S. 501
206
Doch mit den Händen tätscheln, Finger drücken,
Vorlage S. 501
207
Wie jetzt sie tun, dabei bedeutend lächeln,
Vorlage S. 501
208
Wie in den Spiegel, seufzen dann, so tief,
Vorlage S. 501
209
Wie ein verendend Wild, – solch traulich Wesen
Vorlage S. 501
210
Gefällt nicht meinem Herzen, nicht der Stirn. –
Vorlage S. 501
211
Mamillius,
Vorlage S. 501
212
Bist du mein Jung'?
Vorlage S. 501
213
MAMILLIUS.
Vorlage S. 501
214
Ja, Väterchen
Vorlage S. 501
215
LEONTES.
Vorlage S. 501
216
Mein' Seel'?
Vorlage S. 501
217
Ja, bist mein Bengel. Wie, die Nase schmutzig? –
Vorlage S. 501
218
Sie sagen, dass sie meiner gleicht. Komm, Kerl,
Vorlage S. 501
219
Wir müssen schmuck sein; schmuck nicht, sondern rein;
Vorlage S. 501
220
Denn geht nicht Stier und Kalb und Kuh, ein jedes
Vorlage S. 501
221
Im Schmuck des Haupts einher? Noch immer spielend
Vorlage S. 501
222
Auf seiner Hand? Wie geht's, mein muntres Kalb?
Vorlage S. 501
223
Bist du mein Kalb?
Vorlage S. 501
224
MAMILLIUS.
Vorlage S. 501
225
Ja, Vater, wie du willst.
Vorlage S. 501
226
LEONTES.
Vorlage S. 501
227
Dir fehlt ein rauher Kopf und meine Sprossen,
Vorlage S. 501
228
Um ganz mir gleich zu sein; – doch, sagt man, gleichen
Vorlage S. 501
229
Wir uns wie Wassertropfen; Weiber sagen's,
Vorlage S. 501
230
Die sagen alles: doch wären sie so falsch
Vorlage S. 501
231
Wie aufgefärbtes Schwarz, wie Wind und Wasser;
Vorlage S. 501
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
232
Falsch, wie sich der die Würfel wünscht, der Mein
Vorlage S. 501
233
Und Dein nicht trennen will; doch ist es Wahrheit,
Vorlage S. 501
234
Zu sagen, dass dies Kind mir gleicht. – Komm, Page,
Vorlage S. 501
235
Blick' mit dem Himmelsaug' mich an, du Schelm!
Vorlage S. 501
236
Mein Herz! mein Schatz! – Kann deine Mutter? – kann sie? –
Vorlage S. 501
237
Affekt! dein Ahnen bohrt zum Mittelpunkt;
Vorlage S. 501
238
Das machst du möglich, was unmöglich schien,
Vorlage S. 501
239
Verkehrst mit Träumen? – (Wie kann dies geschehn?) –
Vorlage S. 502
240
Mit Schatten, du einbildungsfäh'ge Kunst,
Vorlage S. 502
241
Und bist dem Nichts verbrüdert; nun, wie glaublich,
Vorlage S. 502
242
Dass du auch Wesen dich gesellst; so ist's
Vorlage S. 502
243
(Und das jenseit des Wahnes, und ich fühl' es);
Vorlage S. 502
244
Und das bis zur Vergiftung meines Hirns
Vorlage S. 502
245
Und meiner Stirn Verhärtung.
Vorlage S. 502
246
POLYXENES.
Vorlage S. 502
247
Was ist dem König?
Vorlage S. 502
248
HERMIONE.
Vorlage S. 502
249
Es scheint, als quäl' ihn was.
Vorlage S. 502
250
POLYXENES.
Vorlage S. 502
251
Wie steht's, mein Fürst?
Vorlage S. 502
252
LEONTES.
Vorlage S. 502
253
Was gibt's? wie geht es Euch, mein bester Bruder?
Vorlage S. 502
254
HERMIONE.
Vorlage S. 502
255
Ihr habt ein Ansehn,
Vorlage S. 502
256
Als wär' die Stirn Euch von Gedanken schwer.
Vorlage S. 502
257
Herr, fehlt Euch etwas?
Vorlage S. 502
258
LEONTES.
Vorlage S. 502
259
Nein, in vollem Ernst. –
Vorlage S. 502
260
Wie oft verrät Natur die eigne Torheit
Vorlage S. 502
261
Und Zärtlichkeit, und macht sich zum Gespött
Vorlage S. 502
262
Für härtre Seelen! Hier, des Knaben Antlitz
Vorlage S. 502
263
Betrachtend, war es mir, als ging' ich rückwärts
Vorlage S. 502
264
Um dreiundzwanzig Jahr; so sah ich mich
Vorlage S. 502
265
Im grünen Kinderröckchen, in der Scheide
Vorlage S. 502
266
Fest meinen Dolch, dass er den Herrn nicht stoße,
Vorlage S. 502
267
Und so, wie Putzwerk oft, gefährlich werde.
Vorlage S. 502
268
Wie ähnlich, dünkt mich, war ich da der Knospe,
Vorlage S. 502
269
Dem Sproß da, diesem Herrchen; – starker Mann,
Vorlage S. 502
270
Nimmst du statt Silberstüber Nasenstüber?
Vorlage S. 502
271
MAMILLIUS.
Vorlage S. 502
272
O nein, ich schlage los.
Vorlage S. 502
273
LEONTES.
Vorlage S. 502
274
So? wer's trifft, hat den Preis! – Mein teurer Bruder,
Vorlage S. 502
275
Seid Ihr in Euern Prinzen so verliebt,
Vorlage S. 502
276
Wie wir in unsern sind?
Vorlage S. 502
277
POLYXENES.
Vorlage S. 502
278
Bin ich daheim,
Vorlage S. 502
279
Ist er mein Ziel für Scherz und Ernst, mein Spielwerk,
Vorlage S. 502
280
Jetzt mein geschworner Freund, und dann mein Feind,
Vorlage S. 502
281
Mein Höfling, mein Minister, mein Soldat:
Vorlage S. 502
282
Er kürzt mir Juli zu Dezembertagen,
Vorlage S. 502
283
Und heilt durch tausend Kinderei'n Gedanken,
Vorlage S. 502
284
Die sonst mein Blut verdickten.
Vorlage S. 502
285
LEONTES.
Vorlage S. 502
286
Ganz das Amt
Vorlage S. 502
287
Hat dieser Herr bei mir; ich geh' mit ihm,
Vorlage S. 503
288
Ihr geht wohl ernstern Weg. – Hermione,
Vorlage S. 503
289
Wie du mich liebst, zeig' unsers Gasts Bewirtung;
Vorlage S. 503
290
Was kostbar in Sizilien, werde wohlfeil;
Vorlage S. 503
291
Mit dir und meinem kleinen Schelm ist er
Vorlage S. 503
292
Der Nächste meinem Herzen.
Vorlage S. 503
293
HERMIONE.
Vorlage S. 503
294
Sucht Ihr uns,
Vorlage S. 503
295
So trefft Ihr uns im Garten; kommt Ihr bald?
Vorlage S. 503
296
LEONTES.
Vorlage S. 503
297
Geht Eurer Neigung nach, ich find' Euch schon,
Vorlage S. 503
298
Bleibt Ihr am Tageslicht; –
Vorlage S. 503
299
beiseit
Vorlage S. 503
300
ich angle jetzt,
Vorlage S. 503
301
Wenn Ihr auch nicht die Schnur mich werfen seht.
Vorlage S. 503
302
Schon gut, schon gut!
Vorlage S. 503
303
Er beobachtet Polyxenes und Hermione.
Vorlage S. 503
304
Wie sie nach ihm den Mund, den Schnabel reckt!
Vorlage S. 503
305
Und sich mit eines Weibes Frechheit rüstet,
Vorlage S. 503
306
Des Mannes Schwachsinn trauend! Ha, schon fort!
Vorlage S. 503
307
Polyxenes und Hermione gehn mit Gefolge ab.
Vorlage S. 503
308
Zolldick, knietief, über Kopf und Ohr gehörnt! –
Vorlage S. 503
309
Geh, spiel', Kind, deine Mutter spielt, auch ich;
Vorlage S. 503
310
Doch meine Roll' ist schmachvoll, und der Schluss
Vorlage S. 503
311
Wird in mein Grab mich zischen; Hohngeschrei
Vorlage S. 503
312
Mir Sterbeglocke sein. – Geh, Kind, und spiel'! –
Vorlage S. 503
313
Auch sonst gab's, irr' ich nicht, betrogne Männer;
Vorlage S. 503
314
Und manchen gibt's noch jetzt im Augenblick,
Vorlage S. 503
315
Der, grad' indem ich sprech', umarmt sein Weib; –
Vorlage S. 503
316
Er träumt nicht, dass sie ihm ward abgeleitet,
Vorlage S. 503
317
Sein Teich vom nächsten Nachbar ausgefischt,
Vorlage S. 503
318
Ja, vom Herrn Nachbar Lächler: das ist Trost;
Vorlage S. 503
319
Auch andre haben Tor', und offne Tore,
Vorlage S. 503
320
Wie ich, sehr wider Willen. Soll verzweifeln,
Vorlage S. 503
321
Wem sich sein Weib empört, so hängte sich
Vorlage S. 503
322
Der Menschheit Zehntel. Dafür hilft kein Arzt.
Vorlage S. 503
323
Es ist ein kupplerisch Gestirn, das trifft,
Vorlage S. 503
324
Wo es regiert, und mächtig muss es sein
Vorlage S. 503
325
In Ost, West, Nord und Süd; drum steht es fest,
Vorlage S. 503
326
Für eine Frau ist keine Grenzensperre;
Vorlage S. 503
327
O glaubt's! Sie lässt den Feind herein, hinaus,
Vorlage S. 503
328
Mit Sack und Pack. Viel tausend unter uns,
Vorlage S. 503
329
Die diese Krankheit haben, fühlen's nicht. –
Vorlage S. 504
330
Nun, Knabe?
Vorlage S. 504
331
MAMILLIUS.
Vorlage S. 504
332
Man sagt, ich gleich' Euch.
Vorlage S. 504
333
LEONTES.
Vorlage S. 504
334
Ja, das ist noch Trost.
Vorlage S. 504
335
Wie, ist Camillo hier?
Vorlage S. 504
336
CAMILLO.
Vorlage S. 504
337
Ja, teurer Herr.
Vorlage S. 504
338
LEONTES.
Vorlage S. 504
339
Geh spielen, Kind; du bist ein ehrlich Blut. –
Vorlage S. 504
340
Mamillius geht ab.
Vorlage S. 504
341
Der große König bleibt noch hier, Camillo.
Vorlage S. 504
342
CAMILLO.
Vorlage S. 504
343
Viel Mühe macht's Euch, eh' sein Anker hielt:
Vorlage S. 504
344
So oft Ihr auswarft, wich er.
Vorlage S. 504
345
LEONTES.
Vorlage S. 504
346
Merktest du's?
Vorlage S. 504
347
CAMILLO.
Vorlage S. 504
348
Auf Eure Bitten blieb er nicht; ihm schien
Vorlage S. 504
349
Zu wichtig sein Geschäft.
Vorlage S. 504
350
LEONTES.
Vorlage S. 504
351
Hast du's beachtet?
Vorlage S. 504
352
Sie passen mir schon auf; sie flüstern, murmeln:
Vorlage S. 504
353
Sizilien ist ein solcher: das geht weit,
Vorlage S. 504
354
Fällt mir's zuletzt ins Aug'. – Wie kam's, Camillo,
Vorlage S. 504
355
Dass er noch bleibt?
Vorlage S. 504
356
CAMILLO.
Vorlage S. 504
357
Die gute Kön'gin bat ihn.
Vorlage S. 504
358
LEONTES.
Vorlage S. 504
359
Die Kön'gin, ja; »gut« wäre angemessen;
Vorlage S. 504
360
Doch so ist's, dass es nicht so ist. Griff dies
Vorlage S. 504
361
Nur ein so kluger Kopf wie deiner auf?
Vorlage S. 504
362
Denn dein Verstand saugt ein, nimmt in sich auf
Vorlage S. 504
363
Mehr als gemeiner Dummkopf; – dies ward nur
Vorlage S. 504
364
Von schärferm Sinn beachtet? und von wen'gen,
Vorlage S. 504
365
Durchdringend im Verstand? Die gröbre Masse
Vorlage S. 504
366
Ist wohl stockblind für diesen Handel? Sprich!
Vorlage S. 504
367
CAMILLO.
Vorlage S. 504
368
Für diesen Handel? Jeder, denk' ich, sieht,
Vorlage S. 504
369
Dass Böhmen länger bleibt.
Vorlage S. 504
370
LEONTES.
Vorlage S. 504
371
Wie?
Vorlage S. 504
372
CAMILLO.
Vorlage S. 504
373
Länger bleibt.
Vorlage S. 504
374
LEONTES.
Vorlage S. 504
375
Ja, doch weshalb?
Vorlage S. 504
376
CAMILLO.
Vorlage S. 504
377
Um Eurer Hoheit Bitte zu befried'gen,
Vorlage S. 504
378
Und unsrer gnäd'gen Fürstin.
Vorlage S. 504
379
LEONTES.
Vorlage S. 504
380
Zu befried'gen?
Vorlage S. 504
381
Die Bitten Eurer Fürstin zu befried'gen? –
Vorlage S. 504
382
Das ist genug. Camillo, dir vertraut' ich,
Vorlage S. 505
383
Was mir zunächst am Herzen lag, wie auch
Vorlage S. 505
384
Mein Staatsgeheimnis; priesterlich entludest
Vorlage S. 505
385
Du mir die Brust; und stets gebessert schied ich
Vorlage S. 505
386
Von dir, wie von dem Beicht'ger; doch wir wurden
Vorlage S. 505
387
Getäuscht in deiner Redlichkeit, getäuscht
Vorlage S. 505
388
In dem, was so uns schien.
Vorlage S. 505
389
CAMILLO.
Vorlage S. 505
390
Verhüt' es Gott!
Vorlage S. 505
391
LEONTES.
Vorlage S. 505
392
So starr zu sein! – Du bist nicht ehrlich, oder
Vorlage S. 505
393
Willst du es sein, bist du 'ne Memme doch,
Vorlage S. 505
394
Die Ehrlichkeit von rückwärts lähmt und hemmt
Vorlage S. 505
395
Im festen Lauf; oder du bist ein Diener,
Vorlage S. 505
396
Zum edelsten Vertrauen eingeweiht,
Vorlage S. 505
397
Und hierin lässig; oder sonst ein Tor,
Vorlage S. 505
398
Der falsches Spiel, den Satz verloren sieht,
Vorlage S. 505
399
Und alles nimmt für Scherz.
Vorlage S. 505
400
CAMILLO.
Vorlage S. 505
401
Mein gnäd'ger Herr,
Vorlage S. 505
402
Wohl mag ich lässig, töricht, furchtsam sein;
Vorlage S. 505
403
Kein Mensch ist frei von allen diesen Fehlern,
Vorlage S. 505
404
Dass seine Torheit, Lässigkeit und Furcht
Vorlage S. 505
405
Nicht in des Lebens mannigfachem Treiben
Vorlage S. 505
406
Sich öfter zeigt. In Euren Sachen, Herr,
Vorlage S. 505
407
Wenn jemals ich mit Willen lässig war,
Vorlage S. 505
408
So war es Torheit; wenn ich wissentlich
Vorlage S. 505
409
Den Toren spielte, war es Lässigkeit,
Vorlage S. 505
410
Die nicht das End' erwog; und war ich furchtsam,
Vorlage S. 505
411
Zu handeln, wo der Ausgang mißlich schien
Vorlage S. 505
412
Und der Erfolg nachher wohl schelten durfte
Vorlage S. 505
413
Die Unterlassung, – war es eine Furcht nur,
Vorlage S. 505
414
An der auch oft der Weise krankt; dies, König,
Vorlage S. 505
415
Sind so bekannte Fehl', dass Ehrlichkeit
Vorlage S. 505
416
Stets daran leidet. Doch, mein hoher König,
Vorlage S. 505
417
Sprecht frei heraus, und zeigt mir mein Vergehn
Vorlage S. 505
418
Mit eignem Antlitz; wenn ich dann es leugne,
Vorlage S. 505
419
So ist's nicht mein.
Vorlage S. 505
420
LEONTES.
Vorlage S. 505
421
Camillo, sahst du nicht
Vorlage S. 505
422
(Doch ja, du musstest, ist dein Augenfenster
Vorlage S. 505
423
Nicht dicker als ein Hahnreihorn); hört'st du
Vorlage S. 505
424
(Denn wo der Augenschein so klar, da kann
Vorlage S. 506
425
Gerücht nicht schweigen), dacht'st du (denn Gedanke
Vorlage S. 506
426
Lebt in dem Menschen nicht, der das nicht denkt),
Vorlage S. 506
427
Mein Weib sei ungetreu? Bekenn' es gleich
Vorlage S. 506
428
(Sonst musst mit frecher Stirn du auch verleugnen
Vorlage S. 506
429
Gedank' und Aug' und Ohr): dann sprich, es sei
Vorlage S. 506
430
Mein Weib ein Steckenpferd, und schmählicher
Vorlage S. 506
431
Zu nennen als die Viehmagd, die sich hingibt
Vorlage S. 506
432
Vor der Verlobung. Gesteh's und sage ja!
Vorlage S. 506
433
CAMILLO.
Vorlage S. 506
434
Nie ständ' ich wohl dabei und hörte so
Vorlage S. 506
435
Beschimpfen meine höchste Fürstin; nein,
Vorlage S. 506
436
Zur Rache schritt' ich schnell. Bei meinem Leben,
Vorlage S. 506
437
Nie spracht Ihr etwas, das Euch wen'ger ziemte;
Vorlage S. 506
438
Es wiederholen wäre Sünde, greulich
Vorlage S. 506
439
Wie jene, wär' sie wahr.
Vorlage S. 506
440
LEONTES.
Vorlage S. 506
441
Ist Flüstern nichts?
Vorlage S. 506
442
Und Wang' an Wange lehnen? Nas' an Nase?
Vorlage S. 506
443
Mit innern Lippen küssen? durch 'nen Seufzer
Vorlage S. 506
444
Den Lauf des Lachens hemmen? (Sichres Zeichen
Vorlage S. 506
445
Gebrochner Ehre!) – Setzen Fuß auf Fuß?
Vorlage S. 506
446
In Winkel kriechen? Uhren schneller wünschen?
Vorlage S. 506
447
Die Stunde zur Minut' und Tag zur Nacht?
Vorlage S. 506
448
Und aller Augen blind, stockblind, nur ihre
Vorlage S. 506
449
Nicht, ihre nicht,
Vorlage S. 506
450
Um ungesehn zu freveln? Ist das nichts?
Vorlage S. 506
451
Dann ist die Welt und was darin ist nichts,
Vorlage S. 506
452
Des Himmels Wölbung nichts, und Böhmen nichts,
Vorlage S. 506
453
Mein Weib ist nichts, und nichts in all dem Nichts,
Vorlage S. 506
454
Wenn dies nichts ist.
Vorlage S. 506
455
CAMILLO.
Vorlage S. 506
456
Oh, lasst Euch heilen, Herr,
Vorlage S. 506
457
Von diesem Fieberwahn, und das bei Zeiten,
Vorlage S. 506
458
Denn er ist tödlich.
Vorlage S. 506
459
LEONTES.
Vorlage S. 506
460
Sprich, sag: ja, es ist.
Vorlage S. 506
461
CAMILLO.
Vorlage S. 506
Historische Illustration zu Das Wintermärchen
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Das Wintermärchen“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · John Opie · Public domain Bildquelle ↗
462
Nein! Nein! mein Fürst.
Vorlage S. 506
463
LEONTES.
Vorlage S. 506
464
Es ist; du lügst, du lügst;
Vorlage S. 506
465
Ich sag', du lügst, und hasse dich, Camillo;
Vorlage S. 506
466
Nenn' dich 'nen Tropf und sinnberaubten Sklaven,
Vorlage S. 506
467
Wo nicht, zweizüng'gen Achselträger, der
Vorlage S. 506
468
Zugleich dasselb' als gut und böse sieht
Vorlage S. 507
469
Und beides lobt. Wär' meines Weibes Leber
Vorlage S. 507
470
Vergiftet, wie ihr Leben, stürbe sie
Vorlage S. 507
471
Mit dieser Stunde.
Vorlage S. 507
472
CAMILLO.
Vorlage S. 507
473
Wer vergiftet sie?
Vorlage S. 507
474
LEONTES.
Vorlage S. 507
475
Nun, er, dem wie ein Ehrenschmuck sie um
Vorlage S. 507
476
Den Nacken hängt, der Böhme; der – hätt' ich
Vorlage S. 507
477
Noch treue Diener, die mit gleichen Augen
Vorlage S. 507
478
Auf meine Ehr' und ihren Vorteil schauten,
Vorlage S. 507
479
Auf ihren eignen Nutzen, – sie wohltäten,
Vorlage S. 507
480
Was hemmte jenes Tun; jawohl, und du,
Vorlage S. 507
481
Sein Mundschenk, – den aus niederm Stand ich hob
Vorlage S. 507
482
Zu Rang und Würden, der so klar es sieht,
Vorlage S. 507
483
Wie Himmel Erde sieht und Erde Himmel,
Vorlage S. 507
484
Wie ich gekränkt bin, – kannst den Becher würzen,
Vorlage S. 507
485
Der meinem Feind ein ew'ger Schlaftrunk würde,
Vorlage S. 507
486
Mir stärkend Heilungsmittel.
Vorlage S. 507
487
CAMILLO.
Vorlage S. 507
488
Herr, mein Fürst,
Vorlage S. 507
489
Tun könnt' ich's wohl, und nicht durch rasche Mittel,
Vorlage S. 507
490
Nein, durch ein langsam zehrendes, das scharf
Vorlage S. 507
491
Nicht wirkt, wie Gift; doch kann ich nimmer glauben,
Vorlage S. 507
492
Dass solch ein Makel meine Fürstin traf,
Vorlage S. 507
493
Die auf der Ehre höchstem Gipfel steht.
Vorlage S. 507
494
Ich liebt' Euch –
Vorlage S. 507
495
LEONTES.
Vorlage S. 507
496
Sei verdammt, wenn du noch zweifelst!
Vorlage S. 507
497
Denkst, ich sei so verschlammt, so ganz verwahrlost,
Vorlage S. 507
498
Mir selbst zu schaffen diese Qual? die Weiße
Vorlage S. 507
499
Und Reinheit meines Lagers zu besudeln,
Vorlage S. 507
500
Das ungekränkt mir Schlaf ist, doch befleckt
Vorlage S. 507
501
Mich sticht wie Nesseln, Dornen, gift'gé Wespen?
Vorlage S. 507
502
Das Blut des Prinzen, meines Sohns, zu schmähen,
Vorlage S. 507
503
Der, glaub' ich, mein ist, den ich lieb' als mein, –
Vorlage S. 507
504
Ohn' überlegten Antrieb? Tät' ich dies?
Vorlage S. 507
505
Ist wohl ein Mensch so toll?
Vorlage S. 507
506
CAMILLO.
Vorlage S. 507
507
Ich muss Euch glauben;
Vorlage S. 507
508
Ich tu's, und schaff Euch Böhmen auf die Seite,
Vorlage S. 507
509
Vorausgesetzt, Eure Hoheit schenkt der Kön'gin,
Vorlage S. 507
510
Ist jener fort, die vor'ge Liebe wieder;
Vorlage S. 507
511
Schon Euers Sohnes halb, wie auch, zu fesseln
Vorlage S. 508
512
Die Lästerzungen all der Reich' und Höfe,
Vorlage S. 508
513
Die Euch befreundet und verwandt.
Vorlage S. 508
514
LEONTES.
Vorlage S. 508
515
Du rätst mir,
Vorlage S. 508
516
Wie ich den eignen Weg mir schon erwählt:
Vorlage S. 508
517
Ich will die Ehr' ihr nicht beflecken, nein.
Vorlage S. 508
518
CAMILLO.
Vorlage S. 508
519
Mein König,
Vorlage S. 508
520
So geht; und heitern Angesichts, wie nur
Vorlage S. 508
521
Die Freundschaft zeigt bei Festen, sprecht mit Böhmen
Vorlage S. 508
522
Und Eurer Königin; ich bin sein Mundschenk:
Vorlage S. 508
523
Wenn er von mir gesunden Trank erhält,
Vorlage S. 508
524
So zählt mich zu den Euren nicht.
Vorlage S. 508
525
LEONTES.
Vorlage S. 508
526
Genug;
Vorlage S. 508
527
Tu's, so ist dein die Hälfte meines Herzens,
Vorlage S. 508
528
Tu's nicht, so spalt'st du deins.
Vorlage S. 508
529
CAMILLO.
Vorlage S. 508
530
Ich tu's, mein Fürst.
Vorlage S. 508
531
LEONTES.
Vorlage S. 508
532
So will ich freundlich scheinen, wie du rietest.
Vorlage S. 508
533
Er geht ab.
Vorlage S. 508
534
CAMILLO.
Vorlage S. 508
535
O unglücksel'ge Frau! – Doch, weh, wie steht es
Vorlage S. 508
536
Nun um mich selbst? Ich soll der Mörder werden
Vorlage S. 508
537
Des gütigen Polyxenes; kein Antrieb,
Vorlage S. 508
538
Als meines Herrn Gebot; und eines Herrn,
Vorlage S. 508
539
Der in Empörung mit sich selbst verlangt,
Vorlage S. 508
540
Dass mit ihm rast, wer ihm gehört. – Es tun,
Vorlage S. 508
541
Befördert mich; wenn ich ein Beispiel fände
Vorlage S. 508
542
Von Tausenden, die Mord gesalbter Kön'ge
Vorlage S. 508
543
Zum Glück erhob, so tät' ich's nicht; doch so,
Vorlage S. 508
544
Da Erz, Stein, Pergament nicht eins bewahrt,
Vorlage S. 508
545
Verschwör' es selbst die Schändlichkeit. Verlassen
Vorlage S. 508
546
Muss ich den Hof; Tun, Nichttun, beides bricht
Vorlage S. 508
547
Den Hals mir sicher. Glücksstern, geh mir auf!
Vorlage S. 508
548
Hier kommt Polyxenes.
Vorlage S. 508
549
Polyxenes tritt auf.
Vorlage S. 508
550
POLYXENES.
Vorlage S. 508
551
Seltsam! mich dünkt,
Vorlage S. 508
552
Im Sinken hier sei meine Gunst. Nicht sprechen?
Vorlage S. 508
553
Camillo, guten Tag!
Vorlage S. 508
554
CAMILLO.
Vorlage S. 508
555
Heil, teurer König!
Vorlage S. 508
556
POLYXENES.
Vorlage S. 508
557
Was gibt's am Hofe Neues?
Vorlage S. 509
558
CAMILLO.
Vorlage S. 509
559
Nichts Besondres.
Vorlage S. 509
560
POLYXENES.
Vorlage S. 509
561
Der König blickt so ernst, als ging verloren
Vorlage S. 509
562
Ihm eine der Provinzen, ein Gebiet,
Vorlage S. 509
563
Das wie sich selbst er liebt; ich traf ihn eben
Vorlage S. 509
564
Und grüßt' ihn auf gewohnte Art; doch er,
Vorlage S. 509
565
Den Blick zur Seite werfend und verächtlich
Vorlage S. 509
566
Die Lippe beißend, eilt vorüber, lässt
Vorlage S. 509
567
Mich sinnend stehn, was sich wohl zugetragen,
Vorlage S. 509
568
Das seine Sitten so verwandelt.
Vorlage S. 509
569
CAMILLO.
Vorlage S. 509
570
Herr,
Vorlage S. 509
571
Nicht wag' ich, es zu wissen.
Vorlage S. 509
572
POLYXENES.
Vorlage S. 509
573
Wie! wagst du's nicht! Du weißt's, und wagst es nicht
Vorlage S. 509
574
Mir mitzuteilen? Ja, so ist's gemeint;
Vorlage S. 509
575
Denn was du weißt, das musst du dir doch sagen,
Vorlage S. 509
576
»Nicht wag' ich's«, passt da nicht. Du guter Mann,
Vorlage S. 509
577
Dein Blick ist, so verwandelt, mir ein Spiegel,
Vorlage S. 509
578
Der mir den meinen auch verwandelt zeigt;
Vorlage S. 509
579
Mich muss der Wechsel angehn, da ich selbst
Vorlage S. 509
580
Auch mit verwechselt bin.
Vorlage S. 509
581
CAMILLO.
Vorlage S. 509
582
Es gibt ein Übel,
Vorlage S. 509
583
Das manchen aufreibt, doch die Krankheit nennen,
Vorlage S. 509
584
Das kann ich nicht; auch kam die Ansteckung
Vorlage S. 509
585
Von Euch, der Ihr gesund.
Vorlage S. 509
586
POLYXENES.
Vorlage S. 509
587
Wie das? von mir?
Vorlage S. 509
588
Nein, gib mir nicht des Basilisken Auge,
Vorlage S. 509
589
Ich sah auf Tausend, die nur mehr gediehn
Vorlage S. 509
590
Durch meinen Blick; Tod bracht' er nie. – Camillo, –
Vorlage S. 509
591
So wie ein Edelmann du bist und auch
Vorlage S. 509
592
Gelehrt, erfahren (was nicht wen'ger ziert
Vorlage S. 509
593
Den Adel, als der Väter edle Namen,
Vorlage S. 509
594
Durch die wir adlig sind), – beschwör' ich dich,
Vorlage S. 509
595
Weißt etwas du, das meinem Wissen frommt, –
Vorlage S. 509
596
Werd' ich davon belehrt, so sperr' es nicht
Vorlage S. 509
597
In den Verschluss des Schweigens!
Vorlage S. 509
598
CAMILLO.
Vorlage S. 509
599
Ich kann nichts sagen.
Vorlage S. 509
600
POLYXENES.
Vorlage S. 509
601
Krankheit, die ich gebracht, und ich gesund!
Vorlage S. 509
602
Du musst es sagen. – Hörst du wohl, Camillo,
Vorlage S. 509
603
Bei jeder Pflicht des Manns beschwör' ich dich,
Vorlage S. 510
604
Die heilig ist der Ehr' – und diese Bitte
Vorlage S. 510
605
Ist wahrlich nicht verächtlich –, gib mir Aufschluß,
Vorlage S. 510
606
Was du von einem nah'nden Übel weißt,
Vorlage S. 510
607
Das auf mich zuschleicht, ob es fern, ob nah;
Vorlage S. 510
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Wie (wenn dies möglich ist) ihm vorzubeugen;
Vorlage S. 510
609
Wo nicht, wie sich's am besten trägt.
Vorlage S. 510
610
CAMILLO.
Vorlage S. 510
611
So hört:
Vorlage S. 510
612
Ihr selbst, höchst ehrenvoll, beschwört mich bei
Vorlage S. 510
613
Der Ehre; darum merket meinen Rat,
Vorlage S. 510
614
Den Ihr befolgen müsst, so schnell als ich
Vorlage S. 510
615
Ihn geben kann, sonst haben beide wir
Vorlage S. 510
616
Das Spiel verloren, und zu Ende ist's.
Vorlage S. 510
617
POLYXENES.
Vorlage S. 510
618
Fahr' fort, Camillo!
Vorlage S. 510
619
CAMILLO.
Vorlage S. 510
620
Ich bin von ihm bestellt, Euch zu ermorden.
Vorlage S. 510
621
POLYXENES.
Vorlage S. 510
622
Von wem?
Vorlage S. 510
623
CAMILLO.
Vorlage S. 510
624
Von meinem König.
Vorlage S. 510
625
POLYXENES.
Vorlage S. 510
626
Und weshalb?
Vorlage S. 510
627
CAMILLO.
Vorlage S. 510
628
Er denkt, ja schwört mit vollster Zuversicht,
Vorlage S. 510
629
Als ob er's sah und selbst ein Werkzeug war,
Vorlage S. 510
630
Euch anzuketten, – dass auf frevle Weise
Vorlage S. 510
631
Die Kön'gin Ihr berührt.
Vorlage S. 510
632
POLYXENES.
Vorlage S. 510
633
Zu Gift dann eitre
Vorlage S. 510
634
Mein reinstes Blut, geschmiedet sei mein Name
Vorlage S. 510
635
An jenen, der den Heiligsten verriet!
Vorlage S. 510
636
Mein unbefleckter Ruf werd' eine Fäulnis,
Vorlage S. 510
637
Durch die mein Nahn dem stumpfsten Sinn ein Ekel;
Vorlage S. 510
638
Und meine Gegenwart sei scheu vermieden,
Vorlage S. 510
639
Ja, und gehaßt, mehr als die schlimmste Pest,
Vorlage S. 510
640
Die das Gerücht und Bücher je geschildert!
Vorlage S. 510
641
CAMILLO.
Vorlage S. 510
642
Schwört Ihr auch gegen seinen Wahn bei jedem
Vorlage S. 510
643
Besondern Stern und seinem Himmelseinfluß,
Vorlage S. 510
644
Könnt Ihr doch leichter wohl der See verbieten,
Vorlage S. 510
645
Dem Monde zu gehorchen, als durch Schwur
Vorlage S. 510
646
Ihr wegschiebt oder durch Vernunft erschüttert
Vorlage S. 510
647
Das Bauwerk seiner Torheit, dessen Grund
Vorlage S. 510
648
Auf seinem Glauben ruht und dauern wird,
Vorlage S. 510
649
Solang' sein Leib besteht.
Vorlage S. 510
650
POLYXENES.
Vorlage S. 511
651
Woher entsprang dies?
Vorlage S. 511
652
CAMILLO.
Vorlage S. 511
653
Ich weiß nicht; doch gewiss, zu fliehn ist sichrer
Vorlage S. 511
654
Das, was uns droht, als fragen, wie's entsprang.
Vorlage S. 511
655
Deshalb, vertraut Ihr meiner Redlichkeit,
Vorlage S. 511
656
Die dieser Leib verschließt, den Ihr als Pfand
Vorlage S. 511
657
Sollt mit Euch nehmen, – macht Euch auf zu Nacht!
Vorlage S. 511
658
Die Euren will ich in geheim belehren,
Vorlage S. 511
659
Und durch verschiedne Pförtchen schaff' ich sie
Vorlage S. 511
660
Zu zwei'n, zu drei'n zur Stadt hinaus; ich selbst,
Vorlage S. 511
661
In Euerm Dienst such' ich mein Glück, das hier
Vorlage S. 511
662
Durch die Entdeckung stirbt. Bedenkt Euch nicht,
Vorlage S. 511
663
Denn ich, bei meiner Eltern Ehre, sprach
Vorlage S. 511
664
Die reinste Wahrheit: wollt Ihr dies erprüfen,
Vorlage S. 511
665
So weil' ich nicht, und Ihr seid hier nicht sichrer
Vorlage S. 511
666
Als einer, den des Königs eigner Mund
Vorlage S. 511
667
Verurteilt und die Hinrichtung geschworen.
Vorlage S. 511
668
POLYXENES.
Vorlage S. 511
669
Ich glaube dir: ich sah in seinem Antlitz
Vorlage S. 511
670
Sein Herz. Gib mir die Hand, sei mein Pilot,
Vorlage S. 511
671
Und du sollst immer mir der Nächste bleiben.
Vorlage S. 511
672
Die Schiffe sind bereit, und meine Leute
Vorlage S. 511
673
Erwarten schon die Abfahrt seit zwei Tagen.
Vorlage S. 511
674
Die Eifersucht verfolgt ein kostbar Wesen,
Vorlage S. 511
675
Und wird so groß, wie jenes einzig ist;
Vorlage S. 511
676
Er, im Besitz der Macht, wird furchtbar toben,
Vorlage S. 511
677
Und da er glaubt, er sei durch einen Mann
Vorlage S. 511
678
Entehrt, der immer ihm der Nächste war,
Vorlage S. 511
679
So muss dies seine Rache bittrer schärfen.
Vorlage S. 511
680
Mich überschattet Furcht:
Vorlage S. 511
681
Beglückter Ausgang sei mein Freund, und tröste
Vorlage S. 511
682
Die holde Kön'gin, die dies Unglück teilt,
Vorlage S. 511
683
Doch unverdient den bösen Argwohn! Komm,
Vorlage S. 511
684
Wie einen Vater ehr' ich dich, wenn du
Vorlage S. 511
685
Mich ungekränkt von hier bringst; lass uns fliehn!
Vorlage S. 511
686
CAMILLO.
Vorlage S. 511
687
Es stehn mir durch mein Ansehn alle Schlüssel
Vorlage S. 511
688
Der Tore zu Gebot; gefällt's Eu'r Hoheit,
Vorlage S. 511
689
Dem Drang des Augenblicks zu folgen: kommt!
Vorlage S. 511
690
Sie gehn ab.
Vorlage S. 511

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Deshalb« in diesem Textausschnitt? »Deshalb, vertraut Ihr meiner Redlichkeit,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Wem sich sein Weib empört, so hängte sich«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Tu's, so ist dein die Hälfte meines Herzens, Tu's nicht, so spalt'st du deins.« B: »Zolldick, knietief, über Kopf und Ohr gehörnt! –« C: »Kein Haar breit wen'ger lieb' ich dich, als je«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »So weil' ich nicht, und Ihr seid hier nicht sichrer«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Sizilien kann Böhmen nie zu viel Huld erweisen.«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Sizilien kann Böhmen nie zu viel Huld erweisen.« und »So weil' ich nicht, und Ihr seid hier nicht sichrer«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Noch treue Diener, die mit gleichen Augen«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Wenn es sich einmal treffen sollte, Camillo, dass Ihr Böhmen besuchtet, bei einer ähnlichen Veranlassung, als mich jetzt in meinem Dienst hieher geführt, so werdet Ihr, wie ich schon gesagt habe, einen großen Unterschied zwischen unserm Böhmen und Euerm Sizilien finden.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Nur ein so kluger Kopf wie deiner auf?«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Dem Drang des Augenblicks zu folgen: kommt!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Das Wintermärchen

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 2, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 496- Berlin

Das Werk Das Wintermärchen von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: The Winter's Tale. Project Gutenberg eBook 1539. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.