Barrieren auf einem Modellspielplatz entdecken - Gemeinschaftskunde 1-4
Barrieren auf einem Modellspielplatz entdecken - Gemeinschaftskunde 1-4
Fach: Gemeinschaftskunde / Sachunterricht
Klassen: 1 bis 4
Thema: Barrierefreiheit, Inklusion, Kinderrechte
Leitfrage: Wie können möglichst alle Kinder auf einem Spielplatz mitspielen?
Du lernst: Du entdeckst Hindernisse. Du findest Hilfen. Du erklärst, warum eine Verbesserung sinnvoll sein kann.
So arbeitest Du:
- Klasse 1 und 2: Bilder ansehen, zuhören, zeigen und sprechen.
- Klasse 3 und 4: Bilder vergleichen, kurze Texte lesen und Entscheidungen begründen.
Deine Hilfen: Du darfst Dir alles vorlesen lassen. Du darfst Bilder und Töne mehrfach ansehen oder anhören. Du kannst mündlich antworten, etwas zeigen oder schreiben. Alle Hilfen sind freiwillig und jederzeit erneut nutzbar.
Wichtig: Niemand muss von einer eigenen Behinderung oder privaten Erfahrung erzählen. Alle Personen und Modellfälle in diesem Kurs sind erfunden.
Einleitung
Alle Kinder sollen spielen können.
Aber manchmal gibt es Hindernisse.
Ein Hindernis nennt man auch Barriere.
Eine Treppe kann eine Barriere sein. Ein schwerer Text kann auch eine Barriere sein.
Wir schauen uns einen Spielplatz an und suchen Lösungen.
Schau genau hin.
- Was kannst Du auf dem Bild entdecken?
- Wo können Kinder spielen?
- Was würdest Du noch prüfen, damit viele Kinder mitspielen können?
Wichtig: Ein Foto zeigt nur einen Teil eines Spielplatzes. Ob wirklich alle Wege und Geräte zugänglich sind, muss genauer geprüft werden.
Unsere Wörter mit Bildern
Barriere: Ein Hindernis, das die Teilnahme erschwert.
Rampe: Ein schräger Weg ohne Stufen.

Piktogramm: Ein einfaches Bildzeichen.

Barrierefreiheit: Orte und Informationen sind möglichst ohne Hindernisse zugänglich und nutzbar.
Inklusion: Menschen können dazugehören und mitmachen.
Kommunikation: Menschen tauschen Informationen aus. Das geht auch mit Bildern oder Zeichen.
Begründung: Du sagst, warum Du etwas denkst.
Merksatz: Nicht jeder Mensch braucht dieselbe Hilfe. Gute Lösungen beachten verschiedene Bedürfnisse.
Station 1: Wege entdecken
Bild A: Eine Treppe

Fragen für Klasse 1 und 2:
- Zeige die Stufen.
- Kann man hier ohne Stufen nach unten kommen?
- Welche weitere Information fehlt Dir?
Zusatz für Klasse 3 und 4:
Die Treppe führt zu Spielflächen. Eine Person mit Rollstuhl kann diese Stufen nicht einfach hinunterrollen.
Das Bild zeigt aber nicht, ob es anderswo einen stufenlosen Weg gibt.
Frage: Warum reicht ein einziges Foto nicht aus, um den ganzen Spielplatz zu beurteilen?
Bild B: Eine Rampe

Fragen:
- Zeige die Rampe.
- Vergleiche sie mit der Treppe.
- Wem könnte die Rampe helfen?
Eine Rampe kann den Zugang erleichtern.
Sie sollte sicher und gut nutzbar sein.
Denkfrage: Auch ein zu steiler oder zu schmaler Weg kann schwierig sein. Was müsste man deshalb noch prüfen?
Unser erster Modellfall
Auf dem erfundenen Spielplatz Sonnental führt nur eine Treppe zum Spielturm.
Mila nutzt einen Rollstuhl.
Jonas kommt mit einem Kinderwagen zu seinem kleinen Geschwisterkind.
Eine stufenlose Verbindung könnte beiden helfen.
Entscheide: Was würdest Du zuerst prüfen?
A: Gibt es einen sicheren stufenlosen Weg?
B: Welche Farbe hat die Rutsche?
Rückmeldung: A hilft zuerst bei der Frage nach dem Zugang. Die Farbe kann schön sein, löst aber das Hindernis der Treppe nicht.
Station 2: Spielgeräte für verschiedene Kinder
Eine besondere Schaukel

Schau hin:
- Was ist an dieser Schaukel anders?
- Für wen könnte sie geeignet sein?
- Was müsste eine erwachsene Fachperson zur Sicherheit prüfen?
Nicht alle Spielgeräte sind für alle Kinder gleich gut geeignet.
Ein guter Spielplatz bietet unterschiedliche Möglichkeiten zum gemeinsamen Spielen.
Wichtig: Besondere Schaukeln dürfen nur nach ihren Sicherheitsregeln benutzt werden. Nicht jede Bauart ist für jeden Rollstuhl geeignet.
Spielen und fühlen

Manche Spielgeräte kannst Du drehen, drücken oder fühlen.
Das kann Kindern mit verschiedenen Fähigkeiten Freude machen.
Aufgabe: Nenne zwei Arten, wie man mit diesem Gerät spielen könnte.
Vertiefung: Warum ist es sinnvoll, nicht nur Klettergeräte anzubieten?
Ein kurzer Commons-Film
Datei:Playing at playground.webm
Textalternative: Der etwa 20 Sekunden lange Film zeigt eine Spielsituation auf einem Spielplatz in Indonesien. Er dient als Anlass, über Spielmöglichkeiten nachzudenken. Er belegt nicht, dass der gesamte Spielplatz barrierefrei ist.
Leitfragen:
- Welche Spielhandlungen erkennst Du?
- Welche Informationen über Wege fehlen Dir?
- Was würdest Du vor einem Besuch fragen?
Entscheidung: Würdest Du einen Spielplatz allein nach einem kurzen Film als barrierefrei bezeichnen?
Rückmeldung: Nein, für eine sichere Aussage braucht man mehr Informationen über die Wege, Spielgeräte und ihre Nutzbarkeit.
Station 3: Wörter und Sprache
Manchmal sind Informationen schwer zu verstehen.
Ein Schild hat vielleicht sehr kleine Buchstaben oder schwierige Wörter.
Das kann eine sprachliche Barriere sein.
Bilder, kurze Sätze und verständliche Erklärungen können helfen.
Drei Wörter hören
Ton A: Deutsch
Transkript: „Hallo.“
Ton B: Englisch
Transkript: „Hello.“
Ton C: Französisch
Transkript: „Bonjour.“
Die drei Wörter sind Begrüßungen.
Hör-Aufgabe für Klasse 1 und 2:
- Höre jeden Ton an oder lass Dir die Wörter vorlesen.
- Ordne die drei Wörter den Sprachkarten Deutsch, Englisch und Französisch zu.
- Zeige, welches Wort Du schon kennst. Du musst keines kennen.
Zusatz für Klasse 3 und 4:
Stell Dir vor, ein Schild am Spielplatz enthält nur einen langen Satz in einer unbekannten Sprache.
Was könnte helfen?
A: Ein kurzer Text mit einem passenden Bildzeichen.
B: Noch mehr schwierige Wörter.
Rückmeldung: A kann eine gute Unterstützung sein. Bilder allein sind aber nicht immer eindeutig. Kurzer Text und Bild können sich ergänzen.
Wichtig: Verschiedene Sprachen sind kein Fehler und keine Schwäche. Das Hindernis entsteht, wenn eine wichtige Information nicht verständlich zugänglich ist.
Eine Kommunikationstafel

Kommunikationstafeln enthalten Bilder und Wörter.
Menschen können auf Bilder zeigen, um etwas mitzuteilen.
Fragen:
- Wie kann eine solche Tafel helfen?
- Warum können Bilder und Wörter zusammen nützlich sein?
- Was muss man tun, wenn jemand ein Bild anders versteht?
Mögliche Antwort: Nachfragen und gemeinsam klären, was gemeint ist.
Unsere Bild-Wort-Karten
Ordne zu:
| Situation | Passende Hilfe |
|---|---|
| Ein Weg hat Stufen. | Stufenloser, sicherer Zugang. |
| Ein Schild hat schwierige Wörter. | Kurze Erklärung und Bildzeichen. |
| Ein Film hat nur gesprochene Informationen. | Untertitel oder Textalternative. |
| Ein Kind möchte etwas zeigen statt sprechen. | Eine verständliche Kommunikationstafel. |
| Ein Spielgerät ist nicht erreichbar. | Gut erreichbare zusätzliche Spielmöglichkeit. |
Rückmeldung: Eine passende Hilfe baut die jeweilige Barriere ab. Prüfe immer, für wen die Lösung funktioniert und ob sie sicher ist.
Station 4: Unser Modellspielplatz
Wir untersuchen den erfundenen Spielplatz Sonnental.
Das Modell hat:
- Einen Eingang mit einer Stufe.
- Einen schmalen Weg mit lockerem Kies.
- Einen Spielturm mit Treppe.
- Ein Schild mit schwierigen Wörtern.
- Eine Schaukel und einen niedrigen Spieltisch.
Alle Angaben sind erfunden.
Schritt 1: Entdecken
Suche im Modell eine räumliche Barriere und eine sprachliche Barriere.
Du darfst echte Bauklötze, Papierstreifen oder Gegenstände zum Zeigen nutzen. Du musst keine eigene Mediendatei erstellen.
Satzhilfe: „Die Barriere ist ...“
Schritt 2: Verbessern
Schlage für jede Barriere eine Hilfe vor.
Satzhilfe: „Ich würde ... verändern.“
Schritt 3: Begründen
Erkläre, wem die Änderung helfen kann.
Satzhilfe: „Das hilft, weil ...“
Schritt 4: Prüfen
Frage nach: Ist der Weg sicher? Sind die Wörter verständlich? Können verschiedene Kinder etwas spielen?
Satzhilfe: „Wir müssen noch prüfen, ob ...“
Station 5: Gemeinsam entscheiden
In Sonnental können zunächst nur zwei Verbesserungen umgesetzt werden.
Zur Auswahl stehen:
- Ein sicherer, breiter und stufenloser Weg.
- Ein neues Schild mit kurzen Sätzen und Bildzeichen.
- Ein weiteres Spielgerät, das verschiedene Kinder erreichen und nutzen können.
Was würdest Du zuerst auswählen?
Es gibt unterschiedliche, begründbare Entscheidungen.
Denke dabei an: Zugang, Sicherheit, Verständlichkeit und Spielmöglichkeiten.
Für Klasse 1 und 2: Nenne zwei Wünsche und erkläre einen davon mündlich.
Für Klasse 3 und 4: Entscheide Dich für zwei Maßnahmen. Begründe beide. Beschreibe auch, was durch die dritte Maßnahme verbessert würde.
Rückmeldung: Nicht eine bestimmte Auswahl zählt. Wichtig ist, dass Du die Hindernisse erkennst, die Folgen erklärst und Deine Entscheidung begründest.
Menschenwürde und Kinderrechte stehen nicht zur Abstimmung. Diskutiert wird, wie Verbesserungen sicher und sinnvoll umgesetzt werden können.
Station 6: Tatsachen, Meinungen und Werte
Tatsache: „Auf dem Modellweg liegt lockerer Kies.“ Das kann man am Modell überprüfen.
Meinung: „Ich mag bunte Schaukeln am liebsten.“ Menschen können das unterschiedlich sehen.
Werturteil: „Ein Spielplatz sollte allen Kindern möglichst gute Chancen zum Mitspielen bieten.“ Das ist eine begründbare Bewertung.
Rechte: Kinder haben ein Recht auf Spiel. Niemand darf wegen einer Behinderung benachteiligt werden.
Diese Rechte bilden den Rahmen für unsere Entscheidungen.
Aufgabe: Was ist überprüfbar? Was ist Geschmack? Was ist eine Bewertung?
Rückmeldung: Prüfe bei Tatsachen die Belege. Höre bei Meinungen zu. Begründe Bewertungen mit nachvollziehbaren Gründen und achte die Rechte aller Menschen.
Station 7: Kurze Filme zum Weiterdenken
Gemeinsam spielen
Video: Aktion Mensch – „Ziemlich unzertrennlich“ (2019).
Textalternative: Der Film wirbt für inklusive Spielplätze, auf denen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen können. Er ist ein Werbefilm für ein Projekt und keine unabhängige Prüfung aller Spielplätze.
Fragen:
- Welche Idee möchte der Film vermitteln?
- Welche Verbesserung würde zu dieser Idee passen?
- Was müsste man an einem echten Spielplatz trotzdem noch prüfen?
Was bedeutet Inklusion?
Video: „Inklusion einfach erklärt in 60 Sekunden“ (Dein Land Steiermark, 2017).
Textalternative: Inklusion bedeutet, dass unterschiedliche Menschen dazugehören und möglichst gleichberechtigt mitmachen können. Auf einem Spielplatz heißt das: Die Angebote sollen unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen.
Leitfrage: Warum ist ein stufenloser Eingang allein noch kein Beweis dafür, dass alle Kinder gut mitspielen können?
Hinweis: Beide Filme sind freiwillige Zusatzmedien. Alle Lernaufgaben lassen sich mit den Textalternativen bearbeiten.
Interaktive Aufgaben
So geht es: Du darfst mehrfach versuchen. Lass Dir die Fragen bei Bedarf vorlesen. Lies die Rückmeldungen erst nach dem Antworten.
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Barriere? (Ein Hindernis beim Mitmachen) (!Ein besonders buntes Spielgerät) (!Ein Name für eine Schaukel) (!Ein besonders großer Ball)
Was kann einen Weg mit Stufen ergänzen? (Eine sichere Rampe) (!Ein schwieriges Schild) (!Eine höhere Stufe) (!Eine zusätzliche Mauer)
Welche Barriere ist räumlich? (Ein zu schmaler Weg) (!Ein unbekanntes Wort) (!Ein langer Satz) (!Eine schwere Erklärung)
Was ist eine sprachliche Barriere? (Ein schwer verständlicher Hinweis) (!Ein niedriger Spieltisch) (!Eine Sandkiste) (!Ein breiter Weg)
Wozu dient ein Piktogramm? (Es zeigt eine Information als Bildzeichen) (!Es macht Wege steiler) (!Es ersetzt jede Sicherheitsregel) (!Es sperrt eine Schaukel ab)
Welche Hilfe kann bei einem Film nützlich sein? (Eine Textalternative) (!Eine höhere Treppe) (!Ein schmalerer Bildschirmrand) (!Ein längerer Zaun)
Was ist bei einer guten Spielplatzplanung wichtig? (Verschiedene Bedürfnisse beachten) (!Nur ein einziges Kind fragen) (!Alle Hinweise entfernen) (!Nur eine Spielart anbieten)
Was gehört zu einer Begründung? (Ein nachvollziehbares Warum) (!Nur die Lieblingsfarbe) (!Ein zufälliges Wort) (!Ein ungeprüftes Gerücht)
Was sagt ein Foto von einer Rampe sicher aus? (Dass dort eine Rampe zu sehen ist) (!Dass der ganze Park barrierefrei ist) (!Dass alle Kinder alle Geräte nutzen können) (!Dass alle Wege überall sicher sind)
Was ist bei zwei verschiedenen Vorschlägen wichtig? (Die Gründe und Folgen prüfen) (!Andere Kinder auslachen) (!Nur die lauteste Stimme beachten) (!Eine Meinung ohne Prüfung übernehmen)
Rückmeldungen zum Quiz
- Frage 1: Eine Barriere erschwert oder verhindert Teilhabe.
- Frage 2: Eine gut geplante Rampe kann Stufen umgehen.
- Frage 3: Ein schmaler Weg ist eine räumliche Hürde.
- Frage 4: Schwierige Informationen können das Verstehen erschweren.
- Frage 5: Bildzeichen können bei der Orientierung helfen.
- Frage 6: Ein Text macht Informationen ohne Ton zugänglich.
- Frage 7: Nicht alle Kinder haben dieselben Bedürfnisse.
- Frage 8: Ein guter Grund erklärt, warum eine Lösung hilft.
- Frage 9: Ein Bild belegt nur, was darauf erkennbar ist.
- Frage 10: Für eine faire Entscheidung vergleicht man Argumente.
Memory
Finde die passenden Wortpaare.
| Barriere | Hindernis |
| Rampe | Schräger Zugang |
| Piktogramm | Einfaches Bildzeichen |
| Untertitel | Geschriebene Filmwörter |
| Kommunikationstafel | Verständigung mit Zeichen |
| Begründung | Erklärung mit Warum |
Rückmeldung: Wenn Du ein Paar gefunden hast, erkläre mit einem kurzen Satz, wozu es auf einem Spielplatz passt.
Drag and Drop
Ordne jeder Situation eine passende Hilfe zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Situation |
|---|---|
| Stufenloser Weg | Der Eingang hat eine hohe Stufe. |
| Bildzeichen | Die Wörter auf einem Schild sind schwer zu verstehen. |
| Fester Boden | Der Weg besteht aus lockerem Kies. |
| Textalternative | Ein Video enthält wichtige gesprochene Informationen. |
| Erreichbarer Spieltisch | Ein Spielangebot ist nur über eine Leiter erreichbar. |
Rückmeldung: Ordne nach der Barriere und ihrer Wirkung. Eine Hilfe passt besonders gut, wenn sie genau dieses Hindernis verringert.
Kreuzworträtsel
Finde die sechs Wörter. Alle Antworten bestehen aus einem Wort.
| Rampe | Wie heißt ein schräger Zugang ohne Stufen? |
| Barriere | Wie nennt man ein Hindernis beim Mitmachen? |
| Rollstuhl | Welches Hilfsmittel hat Räder und eine Sitzfläche? |
| Piktogramm | Wie heißt ein einfaches Bildzeichen? |
| Bildkarte | Wie heißt eine Karte mit einem Bild zur Verständigung? |
| Zugang | Wie nennt man die Möglichkeit, einen Ort zu erreichen? |
Rückmeldung: Prüfe nach dem Lösen, ob Du zu jedem Wort ein Beispiel aus dem Kurs nennen kannst.
LearningApps
Hier kannst Du nach weiteren passenden Lernübungen suchen. Nicht alle Suchergebnisse sind geprüft oder für jede Klasse geeignet.
Lückentext
Ergänze jeweils ein Wort. Du darfst die Lerntexte noch einmal lesen.
Rückmeldung: Suche das Wort im Lerntext. Erkläre anschließend, was es mit dem Modellspielplatz zu tun hat.
Offene Aufgaben
Du kannst sprechen, zeigen oder schreiben. Hilfen und Wiederholungen sind erlaubt. Benutze nur fiktive Beispiele oder die vorhandenen Kursmedien.
Leicht
- Hindernis entdecken: Sieh Dir das Treppenbild an. Zeige eine mögliche Barriere und benenne sie.
- Wege vergleichen: Vergleiche Treppe und Rampe. Sage einen Unterschied.
- Bildzeichen finden: Wähle ein Bildzeichen aus diesem Kurs. Erkläre mündlich seine Bedeutung.
- Wörter hören: Höre „Hallo“, „hello“ und „bonjour“ oder lies die Transkripte. Ordne sie den Sprachkarten zu.
Standard
- Modell prüfen: Lies die Beschreibung von Sonnental. Finde zwei Hindernisse und schlage Hilfen vor.
- Hinweis vereinfachen: Ersetze den Satz „Die Benutzung der Spielvorrichtungen unterliegt besonderen Nutzungsbestimmungen“ durch einen kurzen, klaren Hinweis. Erkläre, welche Sicherheitsinformationen noch fehlen.
- Spielangebote vergleichen: Vergleiche die Schaukel und das Gerät mit den Drehklötzen. Welche verschiedenen Möglichkeiten bieten sie?
- Filme prüfen: Lies die Textalternative zum Commons-Film. Nenne zwei Dinge, die man damit noch nicht beurteilen kann.
Schwer
- Verbesserung auswählen: Wähle zwei Verbesserungen für Sonnental. Begründe Deine Auswahl mit Zugang und Teilhabe.
- Andere Sicht prüfen: Jemand möchte zuerst die Hinweise verbessern, jemand anderes zuerst den Weg. Schreibe oder sage je einen guten Grund für beide Vorschläge.
- Sicherheit prüfen: Warum genügt es nicht, einfach irgendein Brett als Rampe zu verwenden? Nenne zwei Dinge, die Fachleute prüfen müssen.
- Gemeinsame Entscheidung: Entwickle mit einer Gruppe einen Vorschlag für den erfundenen Spielplatz. Sammelt Gründe, hört einander zu und entscheidet mit einer erklärten Begründung.


Lernkontrolle
Hier zählt nicht nur das richtige Wort. Du zeigst, dass Du Zusammenhänge verstanden hast.
- Ursache und Wirkung: Ein Weg hat lockeren Kies. Erkläre, warum er für manche Menschen schwer nutzbar sein kann und was helfen könnte.
- Unterschiedliche Bedürfnisse: Erkläre, warum eine Rampe allein noch keinen vollständig inklusiven Spielplatz macht.
- Sprache verändern: Ein Hinweisschild hat lange Sätze. Schlage eine verständlichere Fassung vor und erkläre deren Nutzen.
- Belege prüfen: Auf einem Foto siehst Du eine zugängliche Schaukel. Warum kannst Du daraus nicht schließen, dass alle Geräte zugänglich sind?
- Entscheidung begründen: Begründe, welche zwei Verbesserungen Du für Sonnental zuerst auswählen würdest. Nenne auch einen möglichen Nachteil Deiner Entscheidung.
- Rechte anwenden: Beschreibe, wie Kinderrechte bei der Planung des Spielplatzes berücksichtigt werden können.
So werden Deine Lösungen beurteilt
| Kriterium | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Genau beobachten | Du benennst ein erkennbares Hindernis. |
| Folgen erklären | Du sagst, wem das Hindernis die Teilnahme erschweren kann. |
| Passende Hilfe finden | Deine Idee könnte die Barriere abbauen. |
| Gut begründen | Du erklärst ein nachvollziehbares Warum. |
| Andere Sicht beachten | Du prüfst andere Bedürfnisse, Sicherheit oder Einwände. |
Bewertung: Mündliche und schriftliche Antworten sind gleichwertig. Eine andere begründete Auswahl ist möglich. Bewertet werden Belege, Verständlichkeit und Begründungen – nicht eine vorgeschriebene politische Meinung.
Lernnachweis
Du kannst zeigen, was Du gelernt hast.
- Erkennen: Ich finde eine räumliche und eine sprachliche Barriere.
- Verstehen: Ich erkläre, wie eine Barriere das Mitspielen erschweren kann.
- Verbessern: Ich nenne passende Hilfen.
- Begründen: Ich kann erklären, warum mein Vorschlag sinnvoll ist.
- Prüfen: Ich unterscheide eine Beobachtung von einer Vermutung.
- Zusammenarbeiten: Ich kann andere begründete Vorschläge anhören.
- Rechte beachten: Ich weiß, dass Kinder ein Recht auf Spiel und Teilhabe haben.
Dein Lernnachweis kann ein kurzes Gespräch, ein ausgefüllter Text oder eine mündliche Erklärung am Modell sein.
Hinweise für Lehrkräfte
Zielgruppe: Grundschule, Klassen 1–4.
Empfohlene Durchführung: Drei kurze Lernphasen mit freiwilligen Wiederholungen.
- Einstieg: Bildbetrachtung, Vorlesen, Hörstation, mündliche Zuordnung.
- Erkundung: Treppe, Rampe, Spielgeräte und Kommunikationstafel vergleichen.
- Urteil: Verbesserungen am fiktiven Modell auswählen und begründen.
Differenzierung: Klasse 1/2 nutzt vor allem Bild, Ton und Gespräch. Klasse 3/4 verwendet zusätzlich kurze Begründungstexte und prüft Gegenargumente.
Methodischer Hinweis: Keine Simulation einer Behinderung als Pflichtaufgabe. Keine privaten Diagnosen oder Erlebnisse abfragen. Menschen mit Behinderungen nicht nur als hilfsbedürftig darstellen. Die Gestaltung der Umgebung steht im Mittelpunkt.
Sicherheit: Bauliche Ideen bleiben Modellvorschläge. Ein echter Spielplatz benötigt fachgerechte Planung, Sicherheitsprüfung und Beachtung der geltenden Regelwerke.
Politische Bildung: Die Grund- und Kinderrechte sind der normative Rahmen. Über Reihenfolge, Kosten, Gestaltung und unterschiedliche Lösungswege kann sachlich diskutiert werden.
Transparenz: Die Beispiele Sonnental, Mila und Jonas sind fiktiv. Fotos und Filme zeigen reale Beispiele, aber keine vollständige Prüfung der jeweiligen Anlagen.
Fachliche Quellen und Zeitstand
Recherche- und Prüfstand: 17. Oktober 2026.
- Grundgesetz, Artikel 3 Absatz 3: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Amtlicher Gesetzestext: Gesetze im Internet.
- UN-Kinderrechtskonvention, Artikel 31: Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung. Vertragstext: UNICEF Deutschland.
- UN-Behindertenrechtskonvention, Artikel 30 Absatz 5: Gleichberechtigte Teilnahme von Kindern mit Behinderungen an Spiel und Freizeit. Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte.
- Bundesfachstelle Barrierefreiheit: Fachinformationen zu öffentlichen Räumen und Spielplätzen sowie technischen Regelwerken: Bundesfachstelle.
- Aktion Mensch / FIBS: Studie „Inklusion auf Spielplätzen in Deutschland“, 2023. Die Studie zeigt erhebliche Zugangshindernisse auf vielen der untersuchten Spielplätze: Aktion Mensch.
- Kommunikationstafeln: Der kroatische Fachträger Mali dom beschreibt den Einsatz öffentlicher Kommunikationstafeln mit Symbolen und Wörtern, unter anderem am Jarun-See: Mali dom.
Hinweis zum Zeitstand: Studienergebnisse aus 2023 beschreiben den damaligen Untersuchungsstand und nicht automatisch den Zustand aller Spielplätze im Jahr 2026. Rechtliche Regeln für konkrete Bauvorhaben müssen am jeweiligen Ort geprüft werden.
Wikimedia Commons: Medienquellen und Lizenzen
Alle folgenden Medien wurden auf ihren konkreten Wikimedia-Commons-Dateiseiten geprüft. Die Einbettungen zeigen die vorhandenen Originalmedien ohne inhaltliche Bearbeitung. Die Bilder werden nur in einer kleineren Darstellungsgröße angezeigt. Eine Verkleinerung der Anzeige ist keine Veränderung der Originaldatei.
Freie Nutzung bedeutet nicht automatisch Nutzung ohne Bedingungen. Bei CC-Lizenzen sind Urheber, Dateiquelle, Lizenzlink und gegebenenfalls Änderungen anzugeben.
Bilder und Bildzeichen
- AccessiblePlayground.JPG: Foto eines zugänglich gestalteten Spielplatzes. Urheber: Versageek. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 3.0. Namensnennung: Versageek / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0. Entstehung: 2007.
- Ramp.svg: Rampenzeichen. Urheber: Xeror. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 3.0. Namensnennung: Xeror / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0. Entstehung: 2011.
- Disability wheelchair user accessibility sign 01.svg: Bildzeichen einer Person im Rollstuhl. Urheber: Accessible Icon Project, mit dokumentierten Farbanpassungen. Quelle: Wikimedia Commons. Rechtsstatus: Vom Urheber gemeinfrei freigegeben, siehe Freigabeerklärung. Nennung zur Dokumentation: Accessible Icon Project / Wikimedia Commons.
- Mauro Playground td (2021-01-24) 087 - Basketball Courts.jpg: Treppenzugang zu Spielflächen. Urheber: Tdorante10. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Namensnennung: Tdorante10 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0. Entstehung: 2021.
- Playground for All Children Qns td (2019-03-21) 017.jpg: Rampe zwischen zwei Spielplatzflächen. Urheber: Tdorante10. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Namensnennung: Tdorante10 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0. Entstehung: 2019.
- Wheelchair accessible swing.jpg: Rollstuhlzugängliche Schaukel in Sigillo. Urheber: Albarubescens. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Namensnennung: Albarubescens / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0. Entstehung: 2018.
- Accessible playground frame with spinning blocks.jpg: Spielgerät mit drehbaren Klötzen und verschiedenen Oberflächen. Urheber: AlphaLemur. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Namensnennung: AlphaLemur / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0. Entstehung: 2023.
- Communication board, at Jarun entrance.jpg: Öffentliche Kommunikationstafel in Zagreb. Urheber: Mnalis. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY 4.0. Namensnennung: Mnalis / Wikimedia Commons / CC BY 4.0. Entstehung: 2026.
Audiodateien
- De-hallo.ogg: Gesprochene deutsche Begrüßung „Hallo“. Urheber: Jeuwre. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Namensnennung: Jeuwre / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0. Aufnahme: 2019. Transkript: Hallo.
- En-us-hello.ogg: Gesprochene amerikanisch-englische Begrüßung „hello“. Urheber: Dvortygirl. Quelle: Wikimedia Commons. Rechtsstatus: Vom Urheber gemeinfrei freigegeben, siehe Freigabeerklärung. Nennung zur Dokumentation: Dvortygirl / Wikimedia Commons. Aufnahme: 2005. Transkript: Hello.
- Fr-bonjour.ogg: Gesprochene französische Begrüßung „bonjour“. Urheber: Vion Nicolas, Shtooka-Projekt. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY 2.0 Frankreich. Namensnennung: Vion Nicolas / Shtooka Project / Wikimedia Commons / CC BY 2.0 FR. Aufnahme: 2006. Transkript: Bonjour.
Commons-Video
- Playing at playground.webm: Etwa 20 Sekunden Spielplatzsituation in Indonesien. Urheber: Fitrah 9131. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 3.0. Namensnennung: Fitrah 9131 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0. Aufnahme: 2025. Textalternative: Eine kurze Spielsituation auf einem Spielplatz; die Zugänglichkeit des gesamten Ortes bleibt unbekannt.
YouTube-Videos
- Ziemlich unzertrennlich: Aktion Mensch, 2019. Videoquelle auf YouTube. Ein Projektfilm über gemeinsames Spielen und inklusive Spielplätze. Die Rechte am Film bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Der Film wird nur über YouTube eingebettet.
- Inklusion einfach erklärt in 60 Sekunden: Dein Land Steiermark, 2017. Videoquelle auf YouTube. Kurzer Erklärfilm über Inklusion. Die Rechte bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Der Film wird nur eingebettet.
Barrierearme Nutzung: Zu allen verwendeten Audiodateien stehen Transkripte bereit. Bilder haben Alternativtexte. Für Commons- und YouTube-Videos gibt es kurze Textalternativen, sodass keine Aufgabe das Anschauen oder Anhören voraussetzt. Die Textalternativen sind Inhaltszusammenfassungen und keine vollständigen Wort-für-Wort-Untertitel.
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Wikipedia: Barrierefreiheit
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