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Autumn Rhythm - Number 30 - Kunst

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Autumn Rhythm - Number 30 - Kunst

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Autumn Rhythm - Number 30 - Kunst

Kunstwerk: Autumn Rhythm (Number 30) von Jackson Pollock, 1950.

Fach: Kunst – Klasse 7 bis 13 (G, M, E)

Epoche: Abstrakter Expressionismus – amerikanische Nachkriegskunst

Leitfrage: Welche Spuren von Bewegung erkennst du in der Farbschichtung?

Zurück zur Präsentation Kunst-Welt · Zum Lernpaket 100 Kunstwerke – Eine Reise durch die Kunst


Einleitung

Jackson Pollocks Autumn Rhythm (Number 30) zeigt keine klar erkennbaren Menschen oder Landschaften. Stattdessen siehst Du ein dichtes Geflecht aus Linien, Tropfen und Farbspritzern.

Das Besondere: Die Farbe macht Bewegungen des Malens sichtbar.

Schau Dir zunächst das Original in diesem Museumsfilm an.

Originalwerk im Video – The Metropolitan Museum of Art, 2026:

Einstieg: Welche drei Wörter beschreiben Deinen ersten Eindruck? Welche Linie möchtest Du mit dem Finger in der Luft nachzeichnen?

Bildhinweis: Das Video zeigt das Original beziehungsweise gefilmte Ansichten und Ausschnitte. Die später gezeigten Wikimedia-Commons-Bilder sind ausdrücklich andere Werke oder Technikbeispiele.


Das Werk auf einen Blick

Merkmal Gesicherte Angabe
Künstler Jackson Pollock (1912–1956)
Werktitel Autumn Rhythm (Number 30)
Datierung 1950
Technik Emaillelack auf Leinwand; die Museumsdaten beschreiben das Material auch als ölmodifiziertes Alkydharz
Größe Rund 2,67 × 5,26 Meter
Sammlung Metropolitan Museum of Art, New York
Inventarnummer 57.92

Originalquelle: Werkdatensatz des Metropolitan Museum of Art.

Die Datierung 1950 und die Zuschreibung an Pollock sind durch das Museum gesichert. Eine genauere Monatsangabe ist für diese Analyse nicht nötig.


Das Bild genau betrachten


Formen und Farben

Beobachtung: Du erkennst dünne und breite Farblinien, Tropfen, Flecken, Bögen und Kreuzungen. Schwarz, Weiß und verschiedene Braun- und Grautöne bestimmen den Eindruck. Dazwischen bleiben Partien des helleren Bildgrundes sichtbar.

Komposition: Die Farbspuren verteilen sich fast über die gesamte Fläche. Es gibt keinen eindeutigen Hauptgegenstand. Diese flächendeckende Gestaltung wird All-over-Komposition genannt.

Wirkung: Das Bild kann unruhig, rhythmisch, lebendig oder auch geordnet erscheinen. Diese Wörter beschreiben mögliche Eindrücke, keine nachgewiesenen Gefühle des Künstlers.


Material und Bewegung

Pollock arbeitete bei diesem Werk mit einer auf dem Boden liegenden, nicht auf einen Rahmen gespannten Leinwand. Er ließ Farbe von Stäben und anderen Werkzeugen fließen, tropfen oder schleuderte sie auf den Bildgrund. Auch das Gießen aus Farbdosen gehörte zu seiner Arbeitsweise.

Die Linien zeigen deshalb nicht nur Formen, sondern können auch Hinweise auf die Bewegungen bei ihrer Entstehung geben.

Begriff: Drip Painting bezeichnet Malerei mit getropfter oder gegossener Farbe.

Vergleichsbild – nicht von Pollock:

Arbeitsimpuls: Vergleiche die Richtung und Dichte der Spuren mit Pollocks Werk. Dieses frei lizenzierte Beispiel stammt von Gmhofmann und ist kein Ausschnitt aus Autumn Rhythm.


Farbschichten erkennen

An vielen Stellen überschneiden sich Linien. Eine Spur liegt sichtbar über einer anderen. Dort lässt sich eine örtliche Schichtfolge untersuchen.

Aber Vorsicht: Aus einer Kreuzung lässt sich nicht die gesamte Entstehungsreihenfolge des Gemäldes bestimmen.

Freies Vergleichswerk – nicht von Pollock:

Dieses Drip Painting von Ole Hedeager aus dem Jahr 2020 ist ein eigenständiges Kunstwerk.

Frage: Wo wirken die Spuren dicht? Wo lässt der Bildgrund mehr Raum? Vergleiche danach mit dem Video des Originals.


Wie entsteht eine Tropfspur?

Ein flüssiger Farbauftrag verändert sich durch Bewegung, Fallhöhe, Fließfähigkeit und Untergrund. Eine sichtbare Spur verrät jedoch nicht immer eindeutig, welches Werkzeug verwendet wurde.

Animation – physikalisches Vergleichsbeispiel, keine Farbe:

Die Wikimedia-Commons-Animation von Chris 73 zeigt einen Wassertropfen. Sie erklärt das Fallen eines Tropfens, nicht Pollocks konkrete Malbewegung.

Hörvergleich – ebenfalls Wasser, keine historische Tonaufnahme:

Hörst Du eine regelmäßige Wiederholung oder wechselnde Abstände? Überlege, warum ein gleichmäßiger Klang und ein unregelmäßiges Linienbild trotzdem beide einen Rhythmus besitzen können.


Kunst in der Nachkriegszeit

1950 lag das Ende des Zweiten Weltkriegs fünf Jahre zurück. In den USA gewann der Abstrakter Expressionismus an Bedeutung. Künstlerinnen und Künstler erprobten neue Formen, Größen und Techniken der Malerei.

Pollocks Bilder zeigen besonders deutlich körperliche Bewegung und Farbmaterial. Der Kunstkritiker Harold Rosenberg prägte dafür 1952 den Begriff Action Painting.

Wichtig: Dass das Gemälde in der Nachkriegszeit entstand, ist ein historischer Fakt. Ob einzelne Linien Angst, Freiheit oder Kriegserfahrungen ausdrücken, ist dagegen eine begründungsbedürftige Interpretation.

Kurzer Museumsfilm zur Präsentation des Originals:

Der Film des Metropolitan Museum of Art von 2026 dokumentiert die Installation des Werks. Er zeigt nicht den historischen Malprozess von 1950.


Beobachtung, Fakt und Deutung unterscheiden

Aussage Kategorie
„Ich sehe schwarze Linien, die weiße Linien kreuzen.“ Beobachtung
„Pollock schuf das Bild 1950.“ Gesicherter historischer Fakt
„Die übereinanderliegenden Spuren erinnern mich an schnelle Bewegungen.“ Begründete Deutung
„Pollock wollte damit unbedingt Angst darstellen.“ Unbelegte Behauptung

Merksatz: Erst beschreiben, dann mit Quellen prüfen, anschließend deuten.


Interaktive Bildbetrachtung

Das folgende Video von Smarthistory erschließt genau Autumn Rhythm (Number 30). Es wurde von Dr. Beth Harris und Dr. Steven Zucker gestaltet.

Geprüfter Mediennachweis: https://www.youtube.com/watch?v=rQ9LbAsRs0I

Anleitung: Halte das Video an geeigneten Werkansichten an. Bearbeite die Beobachtungsaufgaben und öffne anschließend die Rückmeldungen. Die eingeblendeten Bilddetails sind Ausschnitte aus der filmischen Wiedergabe des Originals.


Blick A: Gesamtfläche

Betrachte das ganze Bild.

  1. Wo beginnt und endet für Dich die Bewegung?
  2. Gibt es eine Stelle, die Deinen Blick besonders anzieht?
  3. Wirkt das Werk eher wie eine einzige große Fläche oder wie mehrere getrennte Bilder?

Rückmeldung zu Blick A anzeigen

Die Linien verteilen sich weit über die gesamte Leinwand. Du kannst die Komposition als zusammenhängendes Geflecht beschreiben. Ein eindeutiges Hauptmotiv ist nicht erkennbar.


Blick B: Linien und Bilddetails

Halte das Video bei einer Nahansicht an. Achte auf eine Stelle mit mehreren sich kreuzenden Linien.

  1. Unterscheide eine dünne von einer breiteren Farbspur.
  2. Suche eine sichtbare Überlagerung.
  3. Beschreibe, was Du über eine Bewegung vermuten kannst und was unklar bleibt.

Rückmeldung zu Blick B anzeigen

Eine geschwungene Linie kann auf eine Bewegung des Werkzeugs hinweisen. Eine Kreuzung zeigt örtliche Überlagerung. Die genaue Geschwindigkeit, Absicht und vollständige zeitliche Reihenfolge bleiben ohne zusätzliche Quellen unsicher.


Blick C: Linke Seite und rechte Seite

Vergleiche die beiden Bildhälften in der Gesamtansicht.

  1. Wo findest Du besonders dichte Liniengeflechte?
  2. Wo siehst Du vergleichsweise offene Stellen?
  3. Welche Gemeinsamkeiten verbinden die Bildhälften?

Rückmeldung zu Blick C anzeigen

Unterschiede in Dichte und Linienrichtung können Deinen Blick lenken. Entscheidend ist, Deine Aussage an konkreten Stellen zu begründen. Ein kurzer Bildausschnitt allein beweist nichts über die Verteilung im gesamten Werk.


Blick D: Wirkung und Interpretation

Wähle eine der Deutungen: Tanz, Chaos, Naturbewegung oder geordneter Rhythmus.

Nenne zwei beobachtbare Merkmale als Begründung und formuliere eine mögliche Gegenposition.

Rückmeldung zu Blick D anzeigen

Mehrere Deutungen sind möglich. Eine überzeugende Interpretation nennt sichtbare Merkmale und unterscheidet eigene Assoziationen von dokumentierten Aussagen über das Werk.


Vergleiche und Vertiefung


Nahsicht und Oberfläche

Frei verwendbares Vergleichsdetail – nicht Pollock:

Weiteres Vergleichsdetail desselben eigenständigen Werks:

Beide Fotos stammen von Tomwsulcer und zeigen dessen eigenes Werk Tornadoes at Sunset, nicht Pollocks Gemälde. Achte darauf, wie anders eine Farboberfläche aus seitlichem Blickwinkel erscheinen kann.

Digitales Vergleichsbild – keine historische Kopie:

MichaelPhilip hat diese digitale Zeichnung als frei nutzbares Beispiel geschaffen, das an Action Painting erinnert.

Vergleichsfrage: Was unterscheidet eine digitale Simulation von tatsächlich aufgetragener, übereinanderfließender Farbe?


Oberstufe: Rekonstruktion und Kunsttheorie

Das Museum of Modern Art zeigt eine Fotomontage zur Rekonstruktion eines früheren Zustands von Autumn Rhythm.

Quellenkritik: Diese Fotomontage ist eine Rekonstruktion, keine unveränderte historische Fotografie eines vollständig gesicherten Frühzustands. Sie wird hier nur auf der offiziellen Museumsseite verlinkt.

Vergleiche die Rekonstruktion mit der späteren Werkansicht. Welche zusätzlichen Informationen wären notwendig, um eine vollständige Arbeitsabfolge zu beweisen?

Künstlerische Perspektive – Robert Longo über Autumn Rhythm:

Der Film stammt aus The Artist Project des Metropolitan Museum of Art (2015).

Vertiefungsfrage E: Robert Longo deutet das Gemälde unter anderem als Spur menschlicher Präsenz. Welche Aussagen sind beobachtungsnah, welche sind persönliche oder historische Interpretationen?


Audio: Ein Kunstbegriff

Aussprache von „Action-Painting“:

Dieses kurze Sprachbeispiel von Jeuwre ist eine freie Wikimedia-Commons-Aufnahme. Es ist keine Stimme Jackson Pollocks.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer schuf das Gemälde Autumn Rhythm (Number 30)? (Jackson Pollock) (!Wassily Kandinsky) (!Pablo Picasso) (!Claude Monet)



Feedback: Jackson Pollock ist als Künstler im Werkdatensatz des Metropolitan Museum of Art verzeichnet.


Aus welchem Jahr stammt das Werk? (1950) (!1912) (!1930) (!1975)



Feedback: Das Museum datiert das Gemälde auf 1950. Es entstand damit in der Nachkriegszeit.


Welcher Bildträger wurde verwendet? (Leinwand) (!Marmor) (!Glas) (!Bronze)



Feedback: Pollock arbeitete auf einer großen Leinwand, die während des Farbauftrags auf dem Boden lag.


Welches Farbmaterial nennt der Museumsdatensatz? (Emaillelack) (!Ausschließlich Aquarellfarbe) (!Bunte Kreide) (!Frischer Kalkputz)



Feedback: Das Met bezeichnet die Farbe als Emaillelack und nennt in der Bildbeschreibung ölmodifiziertes Alkydharz.


Welche Technik ist für dieses Werk besonders wichtig? (Tropfen und Gießen von Farbe) (!Meißeln von Stein) (!Drucken mit Holzstöcken) (!Malen mit einer Druckluftpistole als gesichertem Einzelwerkzeug)



Feedback: Die charakteristischen Spuren entstanden durch fließende, tropfende und geschleuderte Farbe.


Was lässt sich an vielen Linienkreuzungen beobachten? (Eine örtliche Überlagerung von Farbspuren) (!Die vollständige Reihenfolge aller Arbeitsschritte) (!Eine perspektivisch gemalte Straße) (!Eine eindeutig erkennbare Person)



Feedback: Überlagerungen sind sichtbar. Die gesamte zeitliche Entstehung ist daraus allein nicht sicher abzuleiten.


Was beschreibt eine All-over-Komposition? (Eine über weite Teile des Bildes verteilte Gestaltung) (!Ein einziges Gesicht in der Mitte) (!Eine streng symmetrische Gebäudefassade) (!Eine Landschaft mit klarem Horizont)



Feedback: Die vielen Spuren bilden ein weitgehend zusammenhängendes Feld ohne eindeutiges Hauptmotiv.


Welche Aussage ist eine reine Bildbeobachtung? (Ich erkenne mehrere sich kreuzende schwarze Linien) (!Pollock wollte seine Angst zeigen) (!Das Bild beweist seine politische Haltung) (!Alle Betrachter empfinden dasselbe)



Feedback: Sichtbare Linien lassen sich beschreiben. Aussagen über Absichten und Gefühle benötigen weitere Belege.


Wann wurde der Begriff Action Painting durch Harold Rosenberg geprägt? (1952) (!1870) (!1912) (!2005)



Feedback: Der Begriff wurde 1952 geprägt und kann deshalb rückblickend zur Beschreibung des Werks von 1950 verwendet werden.


Wie lässt sich das geschützte Original in diesem Kurs rechtlich zurückhaltend zeigen? (Über die offiziell veröffentlichten und eingebetteten Werkvideos) (!Durch eine ungeprüfte Kopie aus einer Bildersuche) (!Durch eine neu hochgeladene Museumsfotografie ohne Erlaubnis) (!Durch die Behauptung alle Kunst auf Commons sei automatisch gemeinfrei)



Feedback: Das Met weist auf Bildrechte hin. Verlinkte Museumsseiten und regulär eingebettete Videos werden nicht als frei nachnutzbare Bilddateien ausgegeben.



Memory

Dripping Tropf- und Gießtechnik
Leinwand Trägermaterial des Gemäldes
Emaillelack Industrielles Farbmaterial
All-over Flächendeckende Bildgestaltung
Farbschichtung Überlagerung von Farbspuren
Deutung Begründete Interpretation





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Beschreibung
Tropfen Einzelne flüssige Farbmengen fallen auf den Untergrund
Gießen Farbe wird in einem Strom aufgebracht
Überlagern Eine Farbspur befindet sich sichtbar über einer anderen
Komposition Anordnung der Bildelemente auf der Fläche
Deuten Sichtbare Merkmale mit einer begründeten Bedeutung verbinden





Kreuzworträtsel

Pollock Wie lautet der Nachname des Künstlers?
Leinwand Auf welchen Bildträger brachte der Künstler die Farbe?
Emaille Welcher Lacktyp wird in den Werkdaten genannt?
Dripping Wie heißt die Tropftechnik auf Englisch?
Rhythmus Welcher Begriff im deutschen Werktitel bezeichnet ein wiederkehrendes Muster?
Abstraktion Wie heißt die Abkehr von der eindeutigen Darstellung erkennbarer Gegenstände?





LearningApps

Hinweis: Die Einbettung führt zur thematischen LearningApps-Suche. Die einzelnen Suchtreffer sind keine geprüften Aufgaben dieses Kurses.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Jackson Pollock schuf das Gemälde im Jahr

.
Das Werk gehört zum

.
Als Bildträger verwendete Pollock eine große

.
Ein wesentliches Farbmaterial war

.
Beim Malen befand sich die Leinwand auf dem

.
Das Tropfen von Farbe wird als

bezeichnet.
Die Gestaltung über die gesamte Bildfläche heißt

.
Sich kreuzende Farbspuren zeigen eine örtliche

.
Eine nachprüfbare Angabe zur Entstehungszeit ist ein historischer

.
Eine Aussage über die mögliche Bedeutung des Gemäldes nennt man

.




Offene Aufgaben

Drei Kernaufgaben mit Differenzierung: G = grundlegendes Niveau, M = mittleres Niveau, E = erweitertes Niveau. Die weiteren Aufgaben sind Wahlangebote.


Leicht – G (Klasse 7–8)

  1. Kernaufgabe G – Bewegungsspuren: Zeichne auf einem Blatt fünf unterschiedliche Linienbewegungen nach, die Du in Autumn Rhythm entdeckt hast. Beschrifte sie mit Wörtern wie „schwingen“, „kreuzen“ oder „tropfen“. Ergänze drei Beobachtungssätze.
  2. Bildbeschreibung: Beschreibe das Original mit fünf Begriffen zu Farbe, Form und Dichte, ohne ein Gefühl des Künstlers zu behaupten.
  3. Rhythmus: Erfinde eine kurze Klatschfolge und erkläre, wodurch sich Dein Klangrhythmus vom visuellen Rhythmus des Bildes unterscheidet.
  4. Kunstvergleich: Suche in den gekennzeichneten freien Vergleichsbildern zwei Gemeinsamkeiten und zwei Unterschiede zu Autumn Rhythm.


Standard – M (Klasse 9–10)

  1. Kernaufgabe M – Bildanalyse: Erstelle ein Spurenprotokoll zu drei Stellen des Originalwerks. Unterscheide jeweils sichtbare Form, vermutete Bewegung und Grenze Deiner Schlussfolgerung. Nutze die offiziellen Werkvideos.
  2. Maltechnik: Erprobe auf Altpapier mit geeigneter wasserbasierter Schulfarbe zwei Arten des Farbauftrags. Dokumentiere die Ergebnisse und vergleiche die Spuren; arbeite mit Unterlage und Schutzkleidung.
  3. Bildkomposition: Vergleiche eine Nahansicht und eine Gesamtansicht. Erkläre, warum ein Ausschnitt die Wirkung der Komposition verändern kann.
  4. Quellenkritik: Vergleiche die Werkangaben des Metropolitan Museum of Art mit einem anderen seriösen Kunstportal. Kennzeichne Fakten, Deutungen und unterschiedliche Detailangaben.


Schwer – E (Klasse 11–13)

  1. Kernaufgabe E – Kunstinterpretation: Verfasse eine argumentierende Werkanalyse zur Leitfrage. Entwickle zwei konkurrierende Deutungen der Bewegungsspuren und prüfe sie anhand sichtbarer Merkmale sowie zweier verlässlicher Quellen.
  2. Rekonstruktion: Analysiere die vom MoMA veröffentlichte Fotomontage eines früheren Bildzustands. Erkläre den Unterschied zwischen Rekonstruktion, Fotografie und historischem Nachweis.
  3. Nachkriegskunst: Untersuche, inwiefern Autumn Rhythm typische Merkmale des Abstrakten Expressionismus zeigt, ohne daraus eine eindeutig belegte persönliche oder politische Aussage Pollocks abzuleiten.
  4. Urheberrecht: Erstelle einen kurzen Mediennachweis für eine digitale Schulausstellung. Unterscheide Originalwerk, Fotografie, Vergleichsbild, Videoeinbettung und frei lizenzierte Dateien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Formanalyse: Erkläre anhand zweier konkreter Bildstellen, wie unterschiedliche Linienrichtungen den Eindruck von Bewegung beeinflussen können.
  2. Wahrnehmung: Begründe, warum zwei Personen dieselben Farbspuren verschieden interpretieren dürfen, ihre Beobachtungen aber überprüfen können müssen.
  3. Medienkompetenz: Analysiere, welche Informationen über die Gesamtkomposition verloren gehen, wenn Du nur ein Detail des Gemäldes siehst.
  4. Kunstgeschichte: Zeige, welche Bedeutung der körperliche Farbauftrag innerhalb des Abstrakten Expressionismus haben kann. Unterscheide historische Einordnung und individuelle Künstlerabsicht.
  5. Argumentation: Prüfe die Behauptung „Das Bild ist völlig zufällig entstanden“. Formuliere eine differenzierte Gegenposition mit Quellen- und Bildbelegen.
  6. Transfer: Übertrage Dein Wissen über sichtbare Bewegungsspuren auf ein anderes abstraktes Kunstwerk und benenne Gemeinsamkeiten und Grenzen des Vergleichs.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis kannst Du ein Portfolio oder eine kurze Präsentation erstellen.

Wichtig sind:

  1. Eine zutreffende Zuordnung von Titel, Künstler, Jahr, Material und Aufbewahrungsort.
  2. Eine verständliche Beschreibung sichtbarer Formen, Farben und Komposition.
  3. Eine Erklärung der Tropftechnik und der erkennbaren Farbschichtung.
  4. Eine ausdrücklich als Deutung gekennzeichnete Interpretation mit mindestens zwei Bildbelegen.
  5. Eine sachliche Einordnung in den Abstrakten Expressionismus und die Nachkriegszeit.
  6. Eine erkennbare Unterscheidung von Originalwerk, filmischem Ausschnitt, Rekonstruktion und Vergleichsbild.
  7. Eine Quellenangabe und ein nachvollziehbarer Medien- und Lizenznachweis.

Bewertung: Beobachtungsgenauigkeit, sachliche Richtigkeit, Argumentation, Quellenkritik und eigenständiger Transfer stehen im Vordergrund.




OERs zum Thema

Wikipedia – Artikel zum einzelnen Werk:

Wikipedia-Artikel direkt öffnen

Vertiefende Quellen:

  1. Metropolitan Museum of Art – offizieller Werkdatensatz und Audioangebote
  2. Smarthistory – Jackson Pollock, Autumn Rhythm; Video und Transkript
  3. MoMA – Begriff Action Painting
  4. MoMA – Abstrakter Expressionismus
  5. The Met – historisches Foto von Hans Namuth mit Bezug zur Arbeit an Autumn Rhythm
  6. MoMA – historische Bildzustände als Fotomontage

Die genannten Museumsquellen sind nicht automatisch frei lizenzierte OER-Mediendateien.


Mediennachweise und Bildrechte

Prüfstand: 16. Oktober 2026.

Originalwerk: Jackson Pollock, Autumn Rhythm (Number 30), 1950. In Deutschland gilt grundsätzlich eine Schutzdauer von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers. Pollock starb 1956; das Werk ist deshalb hier im Jahr 2026 nicht als gemeinfrei zu behandeln. Quelle: § 64 UrhG.

Museumsfotografie: Eine Abbildung des Originals ist nicht schon deshalb frei nutzbar, weil sie online sichtbar ist. Das Metropolitan Museum of Art nennt urheberrechtliche Beschränkungen und lässt die Werkabbildung nicht zum Vergrößern oder Herunterladen zu. Historische Fotografien von Hans Namuth haben wiederum eigene Rechte. Werk, fotografische Aufnahme und digitale Nutzungsbedingungen sind getrennt zu prüfen.

Filmische Originalansichten: Die Videos von Smarthistory und dem Metropolitan Museum of Art werden über die veröffentlichten YouTube-Player eingebettet. Sie sind nicht als frei kopierbare Dateien gekennzeichnet. Die Museumsseiten verwenden selbst entsprechende YouTube-Player. Eine dauerhafte technische Verfügbarkeit der Einbettung ist nicht garantiert.

Geprüfte Videos:

  1. Smarthistory – Jackson Pollock, Autumn Rhythm, Dr. Beth Harris und Dr. Steven Zucker; Originalquelle.
  2. The Met – Autumn Rhythm: Number 30, 1950 – In Focus, Brinda Kumar, 2026; Museumsquelle.
  3. The Met – Installing Jackson Pollock's Autumn Rhythm, 2026; Museumsquelle.
  4. The Met – Robert Longo on Jackson Pollock's Autumn Rhythm, 2015; Museumsquelle.

Wikimedia Commons – frei lizenzierte Ergänzungen, ausdrücklich keine Aufnahmen von Pollocks Original:

  1. Action-painting.jpg: Gmhofmann, eigenes Werk, 2013, CC BY-SA 3.0. Quelle und Lizenz.
  2. Drip painting Light my fire.jpg: Ole Hedeager, eigenes Werk, 2020, CC BY-SA 4.0. Quelle und Lizenz.
  3. Action painting 1.JPG: MichaelPhilip, eigene digitale Zeichnung, gemeinfrei durch Freigabe des Urhebers. Quelle und Rechte.
  4. Side view of handyman drip art wall painting seen up close.JPG: Tomwsulcer, eigenes Werk und Foto, CC0 1.0. Quelle und Rechte.
  5. View of handyman drip art wall painting closeup on section.JPG: Tomwsulcer, eigenes Werk und Foto, CC0 1.0. Quelle und Rechte.
  6. Water drop animation.gif: Chris 73, eigene Animation, CC BY-SA 3.0. Quelle und Lizenz.
  7. Water drops dripping.ogg: ZooFari, eigene Tonaufnahme, CC BY-SA 3.0. Quelle und Lizenz.
  8. De-Action-Painting.ogg: Jeuwre, eigene Sprachaufnahme, CC BY-SA 4.0. Quelle und Lizenz.

Alle eingebundenen Commons-Beispiele sind als eigenständige Vergleichsmedien gekennzeichnet. Sie dürfen nicht als Originalfotografien, autorisierte Kopien oder Ausschnitte von Autumn Rhythm bezeichnet werden. Für Weiterverwendung und Veränderungen gelten die jeweiligen Dateilizenzen.


Verknüpfte Lernbereiche

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