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An Pauline - Mörike, Eduard - Gedichtanalyse

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An Pauline - Mörike, Eduard - Gedichtanalyse

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An Pauline - Mörike, Eduard - Gedichtanalyse

Fach: Deutsch | Klasse: 7–8 | Thema: Gedichtanalyse, Musen, Geheimnisse und lyrische Stimme


Einleitung

In diesem aiMOOC liest Du das Gedicht „An Pauline“ von Eduard Mörike. Es beginnt mit den Worten „Die Neune, die zu ewgen Tänzen“.

Das Gedicht hat 18 Verse. Es geht um die neun Musen, eine besondere Gabe und ein Geheimnis.

Du lernst, das Gedicht zu verstehen, Reime zu erkennen und Deine Meinung mit Textstellen zu begründen.

Eduard Mörike, Porträt von Bonaventura Weiß, 1851. Gemeinfrei. Quelle: Wikimedia Commons.


Das Gedicht


Die historische Ausgabe

Eduard Mörike lebte von 1804 bis 1875. Sein Gedicht „An Pauline“ entstand nach den Angaben des TextGrid Repository 1841. Es erschien erstmals 1847 unter dem Titel „An Pauline Mörike“.

Wir beziehen uns auf die Sammlung „Gedichte“ in der Ausgabe von 1867. Diese ist auch als Ausgabe letzter Hand bekannt.

Wichtig: Das Erscheinungsjahr 1867 ist nicht das Entstehungsjahr des Gedichts.

Quellennachweise:

  1. Zeno.org: An Pauline – Gedichte, Ausgabe 1867
  2. TextGrid Repository: An Pauline – Angaben zu Entstehung und Erstdruck
  3. Google Books: Gedichte, vierte Auflage 1867


Quellfassung – 18 Verse

Eduard Mörike: An Pauline

Die folgende Arbeitsfassung folgt dem digital überlieferten Wortlaut der Ausgabe 1867. Die Versfolge und die ältere Sprachform werden beibehalten. Es handelt sich nicht um eine diplomatische Abschrift eines eingescannten Exemplars von 1867. Einzelne Schreibweisen können in historischen Drucken abweichen.

Die Neune, die zu ewgen Tänzen
Sich schwesterlich die Stirne kränzen,
Sie sollen, heißt's, im Dämmerscheine
Der dichterischen Wunderhaine
Gar manches Mal dir gern begegnen
Und dich mit ihren Gaben segnen;
Nur daß du, was sie dir vertrauten,
Mit keiner Silbe läßt verlauten.
– Ob etwa sie, wie sie wohl pflegen,
Dir dieses Schweigen auferlegen?
Ich weiß, ein solcher Schatz, verschlossen,
Wird doppelt wonnig erst genossen,
Unendlich scheint er sich zu füllen,
Indem wir ihn der Welt verhüllen.
Drum, was die Freunde sagen möchten,
Es ziemt sich kaum mit dir zu rechten;
Wünscht mancher doch ein gleiches Glück
Unmutig oft sich selbst zurück!

Textgrundlage: Eduard Mörike, Gedichte, Ausgabe 1867, digitale Textüberlieferung bei Zeno.org; abgeglichen mit der späteren Textüberlieferung von 1906. Für einen genauen historischen Vergleich eignet sich auch der Druck von 1878, Seite 222. Dort stehen beispielsweise die Schreibweisen „Sylbe“ und „Unmuthig“. Dieser Druck von 1878 ist eine Vergleichsquelle und nicht die Ausgabe von 1867.

Der Gedichttext Mörikes ist gemeinfrei.


Lesefassung in einfacher Sprache

Hinweis: Dies ist eine sinngemäße Übertragung in heutiges Deutsch. Sie wurde als Lesehilfe erstellt. Sie ist kein Originaltext und keine Übersetzung aus einer Fremdsprache.

Verse 1–6: Neun Musen sollen Pauline begegnen. In der griechischen Mythologie fördern Musen Kunst und Dichtung. Vielleicht schenken sie Pauline besondere Ideen.

Verse 7–10: Pauline erzählt niemandem von diesen Gaben. Die sprechende Stimme fragt, ob die Musen ihr das Schweigen aufgetragen haben.

Verse 11–14: Ein geheimes Glück wird mit einem Schatz verglichen. Die Stimme meint, dass dieses Glück durch das Geheimhalten noch größer wirken kann.

Verse 15–18: Die Freunde könnten sich darüber ärgern. Die Stimme will Pauline aber nicht tadeln. Vielleicht wünschen sich die Freunde selbst ein solches Glück.

Merke: Die Lesefassung erklärt eine mögliche Bedeutung. Sie ersetzt nicht das genaue Lesen des Gedichts.


Schwierige Wörter

Wort im Gedicht Einfache Erklärung
die Neune Die neun Musen aus der griechischen Mythologie.
die Stirne kränzen Einen Kranz auf dem Kopf tragen.
Dämmerschein Schwaches Licht in der Dämmerung.
Wunderhaine Besondere, märchenhafte kleine Wälder.
Gaben Geschenke oder Fähigkeiten.
verlauten lassen Etwas bekannt machen oder erzählen.
wonnig Sehr angenehm oder beglückend.
verhüllen Verbergen.
es ziemt sich kaum Es wäre kaum angemessen.
mit dir rechten Mit Dir streiten oder Dich tadeln.

Lesehilfe: Lies erst die Lesefassung und dann das Original. Markiere Wörter, die Du jetzt besser verstehst.


Die Musen verstehen

In der griechischen Mythologie sind die Musen Göttinnen der Künste. Häufig werden neun Musen genannt.

Sie stehen für Dichtung, Musik, Tanz und weitere geistige Tätigkeiten.

Im Gedicht begegnen sie Pauline im „Dämmerscheine“ der „Wunderhaine“ (V. 3–4). Das ist eine geheimnisvolle Vorstellung.

Lodewijk Toeput: Die neun Musen, um 1580. Gemeinfreies Gemälde. Quelle und Rechte.

Bildfrage: Wie zeigt der Maler die Verbindung zwischen Kunst, Menschen und Natur? Vergleiche das Bild mit Vers 1–4.

Francesco Bartolozzi: Apollo tanzt mit den Musen. Gemeinfreie historische Grafik im GIF-Format, keine moderne Animation. Quelle und Rechte.

Denkfrage: Warum könnte ein Dichter die Musen als tanzende Schwestern darstellen?


Wer spricht im Gedicht?

In Vers 11 steht: „Ich weiß“.

Dieses „Ich“ ist die lyrische Stimme. Sie spricht Pauline direkt an.

Der Autor des Gedichts ist Eduard Mörike. Die sprechende Stimme und der historische Autor dürfen aber nicht einfach gleichgesetzt werden.

Wir können sagen: „Die lyrische Stimme verteidigt Paulines Schweigen.“ Wir sollten nicht ohne weitere Belege sagen: „Mörike wollte selbst ein Geheimnis haben.“

Lernvideo: Das lyrische Ich

Quelle: musstewissen Deutsch / funk, „Lyrisches Ich“, 2018. Extern eingebettetes YouTube-Video.

Aufgabe: Finde im Gedicht die Wörter „du“, „dir“, „Ich“ und „wir“. Überlege, wer jeweils gemeint sein könnte.


Sprachliche Bilder


Der Schatz als Metapher

In Vers 11 steht: „ein solcher Schatz“.

Vielleicht ist kein echter Schatz gemeint. Der Schatz kann für besondere Gedanken, Inspiration oder inneres Glück stehen.

Das nennen wir eine Metapher: Ein Ausdruck hat eine übertragene Bedeutung.

Schatztruhe als Bildzeichen. Wikimedia Commons / OpenClipart, CC0 1.0. Quelle und Rechte.

Denkfrage: Was kann für Dich wertvoll sein, obwohl es kein Geld kostet?


Schweigen und Geheimnis

Pauline lässt nach Vers 7–8 „Mit keiner Silbe“ etwas bekannt werden.

Die lyrische Stimme fragt in Vers 9–10, ob die Musen ihr das Schweigen aufgetragen haben.

Die Frage bleibt offen. Wir erfahren nicht sicher, warum Pauline schweigt.

Mögliche Deutung: Pauline möchte etwas Besonderes für sich behalten. Ob dies wirklich ihre Absicht ist, sagt der Text nicht ausdrücklich.


Reime und Aufbau

Eine Zeile im Gedicht heißt Vers.

Das Gedicht hat 18 Verse. Je zwei aufeinanderfolgende Verse bilden ein Reimpaar. Das nennt man Paarreim.

Beispiele:

  1. Tänzen – kränzen: Verse 1–2.
  2. Haine – Scheine: Verse 3–4, in umgekehrter Wortfolge im Text.
  3. Glück – zurück: Verse 17–18.

Das Reimschema besteht damit aus aufeinanderfolgenden Reimpaaren: aa bb cc dd ee ff gg hh ii.

Nicht alle Reimpaare klingen gleich rein. „möchten – rechten“ (V. 15–16) ist ein unreiner Reim.

Lernvideo: Reimschema einfach erkennen

Quelle: Diego Hagen, „Gedichtanalyse: Reimschema bestimmen“, 2025. Externes YouTube-Video.

Zusatzvideo für Fortgeschrittene: Versmaß und Reim

Quelle: Die Merkhilfe, „Versmaß, Kadenzen, Reimschema“, 2016. Externes YouTube-Video.


Medien zum Hören und Lesen


Audio: Den Namen Mörike hören

Aussprache des Namens Eduard Mörike. Sprecher: Jeuwre, 2026, CC BY-SA 4.0. Quelle und Lizenz.


Audio: Ein anderes Gedicht von Mörike

Lesung von „Er ist’s“ – ausdrücklich nicht „An Pauline“. Aufnahme von Commons-Benutzer DasBee, 2008, CC BY-SA 3.0. Quelle und Rechte.

Hörauftrag: Achte auf Pausen und Betonungen. Lies anschließend „An Pauline“ selbst laut. Probiere zwei verschiedene Betonungen aus.

Für „An Pauline“ wird hier keine ungesicherte Aufnahme als Original-Lesung ausgegeben.


Animation: Lesen und Verstehen

Lese-Animation von VideoPlasty.com, 2018, CC BY-SA 4.0, unverändert. Quelle und Lizenz.

Arbeitsauftrag: Lies wie die dargestellte Person zunächst still. Lies danach laut. Welche Wörter fallen Dir beim lauten Lesen besonders auf?


So schreibst Du eine kurze Gedichtanalyse

Eine Gedichtanalyse besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Einleitung: Nenne Autor, Titel, Ausgabe und Thema.

Hauptteil: Erkläre den Inhalt. Untersuche Reime, Sprache und die lyrische Stimme. Verwende kurze Zitate.

Schluss: Formuliere Deine eigene Deutung und begründe sie.

Beispiel für einen belegten Satz:

Die lyrische Stimme beschreibt das Geheimnis als etwas Wertvolles. Dafür benutzt sie das Wort „Schatz“ (V. 11). Das kann zeigen, wie besonders die verborgene Gabe ist.


Drei Hilfestufen

Hilfe 1 – Fragen: Wer spricht? Wen spricht die Stimme an? Was bleibt geheim?

Hilfe 2 – Satzanfänge: „In Vers ... steht ...“ – „Das bedeutet vielleicht ...“ – „Ich vermute das, weil ...“

Hilfe 3 – Textbeleg: Nenne ein kurzes Zitat mit Versangabe und erkläre, warum es zu Deiner Deutung passt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Lies bei jeder Frage die angegebene Textstelle. Es gibt jeweils genau eine richtige Antwort.

Wer sind wahrscheinlich „Die Neune“ (V. 1)? (Die neun Musen) (!Neun Könige) (!Neun Freunde) (!Neun Lehrer)




Was zeigt „heißt's“ in Vers 3? (Die Stimme gibt etwas Gehörtes wieder) (!Pauline erzählt ihre Geschichte selbst) (!Die Musen schreiben einen Brief) (!Die Aussage ist bereits bewiesen)




Wer wird mit „dir“ in Vers 5 angesprochen? (Pauline) (!Ein König) (!Eine Muse) (!Der Leser eines Sachbuchs)




Was schenken die Musen nach Vers 6? (Ihre Gaben) (!Ein Schloss) (!Ein Pferd) (!Eine goldene Krone)




Was macht Pauline nach Vers 7–8 mit dem Vertrauten? (Sie erzählt nichts davon) (!Sie schreibt es an alle Freunde) (!Sie veröffentlicht ein Buch) (!Sie verschenkt es an Fremde)




Was fragt die lyrische Stimme in Vers 9–10? (Ob die Musen Pauline zum Schweigen verpflichten) (!Ob Pauline die Musen zeichnen kann) (!Ob die Freunde die Musen zählen) (!Ob die Musen im Winter reisen)




Welches sprachliche Bild steht in Vers 11? (Der verschlossene Schatz) (!Ein verlorenes Schiff) (!Ein heller Regenbogen) (!Ein zerstörtes Haus)




Wer sagt „Ich weiß“ in Vers 11 innerhalb des Gedichts? (Die lyrische Stimme) (!Sicher Pauline selbst) (!Ein namentlich genannter Freund) (!Eine der neun Musen)




Wie bewertet die lyrische Stimme das verborgene Glück in Vers 11–14? (Es kann durch das Geheimhalten noch größer wirken) (!Es verliert sofort seinen Wert) (!Es gehört immer allen Menschen) (!Es darf niemals Freude machen)




Was deutet Vers 17–18 über manche Menschen an? (Sie wünschen sich vielleicht selbst ein solches Glück) (!Sie kennen alle Musen persönlich) (!Sie wollen unbedingt einen Schatz verkaufen) (!Sie lehnen jede Form von Kunst ab)





Memory

Finde die passenden Begriffspaare.

Neune Musen
Pauline Angesprochene Person
Dämmerschein Schwaches Abendlicht
Schatz Bild für verborgenes Glück
Paarreim Zwei benachbarte Reimverse
Lyrische Stimme Sprechende Instanz des Gedichts





Drag and Drop

Ordne die Begriffe den passenden Erklärungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Wunderhaine Märchenhafte kleine Wälder
Gaben Besondere Geschenke
Schweigen Etwas nicht erzählen
Verhüllen Etwas verborgen halten
Rechten Sich mit jemandem streiten





Kreuzworträtsel

Musen Wie heißen die neun Göttinnen der Künste?
Pauline Wen spricht die lyrische Stimme an?
Schatz Mit welchem wertvollen Gegenstand wird das geheime Glück verglichen?
Paarreim Wie heißt ein Reimschema mit jeweils zwei benachbarten Reimversen?
Schweigen Wie nennt man es, wenn man absichtlich nichts verrät?
Metapher Wie heißt ein sprachliches Bild mit übertragener Bedeutung?





LearningApps

Hier kannst Du nach weiteren Übungen suchen. Die Suche ist keine speziell geprüfte Einzelaufgabe.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Dichter des Gedichts heißt Eduard

.
Die hier behandelte Gedichtausgabe erschien im Jahr

.
Das Gedicht hat insgesamt

Verse.
Die neun Göttinnen der Künste nennt man

.
Im Gedicht wird eine Person namens

angesprochen.
Die Musen sollen ihr besondere

schenken.
Pauline erzählt nach der Darstellung des Gedichts niemandem von ihrem

.
Die sprechende Instanz im Gedicht heißt lyrische

.
Das geheime Glück wird mit einem

verglichen.
Das sprachliche Bild vom Schatz ist eine

.
Jeweils zwei benachbarte Verse bilden einen

.
Eine gute Gedichtanalyse begründet ihre Aussagen mit einem

.




Offene Aufgaben

Wichtig: Diese Schreibaufgaben werden nicht automatisch bewertet. Du kannst verschiedene Antworten finden. Begründe Deine Ideen am Text.


Leicht

  1. Vorlesen: Lies die Verse 1–8 langsam laut vor. Markiere zwei Stellen, an denen Du eine Pause machst, und erkläre Deine Wahl.
  2. Wortschatz: Wähle vier schwierige Wörter aus dem Gedicht. Schreibe zu jedem Wort eine einfache Erklärung.
  3. Inhaltsangabe: Fasse den Inhalt des Gedichts in drei eigenen Sätzen zusammen.
  4. Textbeleg: Suche zwei kurze Zitate zum Thema Geheimnis. Schreibe die Versnummern dazu.


Standard

  1. Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen Tagebucheintrag aus Paulines Sicht. Kennzeichne Deine erfundenen Gedanken als eigene Gestaltung.
  2. Gedichtanalyse: Schreibe einen Absatz über das Bild vom Schatz. Nutze mindestens ein Zitat und erkläre Deine Deutung.
  3. Reimschema: Untersuche vier Reimpaare. Schreibe auf, welche Reime besonders deutlich und welche weniger rein klingen.
  4. Kreatives Schreiben: Schreibe einen Brief der lyrischen Stimme an Pauline. Verwende zwei passende Textstellen als Grundlage.


Schwer

  1. Interpretation: Formuliere zwei mögliche Deutungen des geheimen Schatzes. Begründe beide mit Versangaben.
  2. Argumentation: Diskutiere schriftlich, ob Geheimnisse Menschen eher schützen oder voneinander trennen können. Stelle einen Bezug zum Gedicht her.
  3. Kreatives Schreiben: Verfasse ein eigenes kurzes Gedicht über ein verborgenes Glück. Schreibe danach, welche Idee Du von Mörikes Text übernommen hast.
  4. Quellenkritik: Vergleiche die digitale Textfassung mit dem Druck von 1878. Suche Unterschiede in Schreibweise oder Zeichensetzung und erläutere, warum bei Gedichten die Ausgabe angegeben werden sollte.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf Aufgaben schriftlich. Es geht um Verstehen, Begründen und Anwenden.

  1. Interpretation: Die lyrische Stimme stellt das Schweigen nicht einfach als Fehler dar. Erkläre diese Haltung mit Vers 9–16.
  2. Sprachliche Mittel: Warum passt das Bild vom Schatz gut zu einem persönlichen Geheimnis? Begründe Deine Antwort an einem selbst gewählten Beispiel.
  3. Perspektive: Ein Freund behauptet: „Pauline ist egoistisch.“ Schreibe eine begründete Antwort aus Sicht der lyrischen Stimme und benutze zwei Textbelege.
  4. Reim: Erkläre, wie die Reimpaare den Vortrag des Gedichts beeinflussen können. Zeige Deine Antwort an zwei Verspaaren.
  5. Textverständnis: Welche Aussagen über die Musen sind im Gedicht sicher, und welche werden nur als Vermutung dargestellt? Untersuche Vers 3 und Vers 9–10.
  6. Medienvergleich: Wähle ein Musenbild aus diesem aiMOOC. Erkläre, was das Bild über den Gedichttext zeigt und was es nicht beweisen kann.




Lernnachweis

Du zeigst, dass Du das Gedicht verstanden hast, wenn Du folgende Punkte bearbeitest:

  1. Du kannst Titel, Autor und die verwendete Ausgabe richtig nennen.
  2. Du kannst den Inhalt der 18 Verse in eigenen Worten wiedergeben.
  3. Du kannst die neun Musen und das Schatzbild erklären.
  4. Du kannst den Unterschied zwischen Autor und lyrischer Stimme beschreiben.
  5. Du kannst Reimpaare erkennen und benennen.
  6. Du kannst eine eigene Deutung mit Zitaten und Versangaben begründen.
  7. Du kannst zwischen Originaltext, Lesefassung und eigener Interpretation unterscheiden.

Vorschlag für einen Lernnachweis: Schreibe eine Gedichtanalyse mit etwa 150–200 Wörtern. Nutze eine kurze Einleitung, zwei belegte Beobachtungen und einen begründeten Schluss.




OERs zum Thema


Wikipedia: Eduard Mörike


Wikipedia: Die Musen


Textquellen und Rechte

Historische Textquellen:

  1. Zeno.org – An Pauline, Textfassung nach Ausgabe 1867.
  2. TextGrid Repository – An Pauline, Editions- und Entstehungsangaben.
  3. Google Books – Gedichte, Druckausgabe 1867.
  4. e-rara – Gesammelte Schriften, 1878, Seite 222; Vergleichsausgabe.
  5. Projekt Gutenberg – An Pauline, spätere Ausgabe 1906.

Wichtig zum Urheberrecht: Mörikes ursprünglicher Gedichttext ist wegen seines Todes 1875 gemeinfrei. Moderne Übersetzungen, Bearbeitungen, Tonaufnahmen und Bilder können dagegen eigene Rechte besitzen. Die einfache Lesefassung oben ist eine als solche gekennzeichnete sinngemäße Erklärung.


Bild-, Ton- und Animationsnachweise

Alle verwendeten Commons-Dateien haben eine geprüfte Dateibeschreibungsseite. Die hier genannten Lizenzen beziehen sich auf die jeweiligen Dateien:

  1. Mörike-Porträt: Bonaventura Weiß, 1851, gemeinfrei. Commons-Datei.
  2. Neun Musen: Lodewijk Toeput, historisches Gemälde, gemeinfrei. Commons-Datei.
  3. Apollo mit Musen: Francesco Bartolozzi, historische Grafik, gemeinfrei. Commons-Datei.
  4. Schatztruhe: OpenClipart/Wikimedia Commons, CC0 1.0. Commons-Datei.
  5. Aussprache Eduard Mörike: Jeuwre, 2026, CC BY-SA 4.0. Commons-Datei.
  6. Lesung „Er ist’s“: DasBee, 2008, CC BY-SA 3.0. Commons-Datei.
  7. Lese-Animation: VideoPlasty.com, 2018, CC BY-SA 4.0. Commons-Datei.

Die Dateien werden hier unverändert eingebunden. Für eine Weiterverwendung beachte die jeweilige Lizenz, die Namensnennung und gegebenenfalls die Pflicht zur Weitergabe unter gleichen Bedingungen.

YouTube-Hinweis: Die drei Lernvideos stammen von den jeweils genannten Kanälen und werden nur extern eingebettet. Sie werden nicht als frei lizenzierte Commons-Medien ausgegeben. Beim Abspielen können Daten an YouTube übertragen werden.



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