Zum Inhalt springen

Abend - Eichendorff, Joseph von - Gedichtanalyse

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Abend - Eichendorff, Joseph von - Gedichtanalyse

QR-Code



Abend - Eichendorff, Joseph von - Gedichtanalyse

Deutsch | Klasse 7–8 | Gedichte verstehen und untersuchen

Kurzbeschreibung: Das Gedicht „Abend“ von Joseph von Eichendorff beginnt mit „Gestürzt sind die goldnen Brücken“. Es umfasst 28 Verse in sieben Strophen. Eine Stimme erlebt zuerst Schmerz und Verzweiflung. Später bringen Frühling, Natur und Abend neue Hoffnung und Ruhe.

Du liest den Originaltext, verstehst schwierige Wörter und lernst, Deine Deutungen mit Versen zu belegen.

Lernziele:

  1. Du kannst den Inhalt der sieben Strophen kurz erklären.
  2. Du erkennst die Gefühle des lyrischen Ichs.
  3. Du findest Metaphern, Personifikationen und Reime.
  4. Du kannst eine kurze Gedichtanalyse mit Textbelegen schreiben.
  5. Du unterscheidest den historischen Gedichttext von einer vereinfachten Lesefassung.

Historische Darstellung Joseph von Eichendorffs. Urheber nicht angegeben, gemeinfrei. Quelle: Wikimedia Commons.


Einleitung

Joseph von Eichendorff lebte von 1788 bis 1857. Er gehört zu den bekannten Dichtern der Romantik.

In seinen Gedichten spielen oft Natur, Gefühle, Musik und Sehnsucht eine wichtige Rolle.

„Abend“ zeigt einen Wandel: Am Anfang ist das lyrische Ich sehr unruhig. Am Schluss findet es Ruhe.

Wichtig: Das lyrische Ich ist die Stimme im Gedicht. Es ist nicht automatisch Eichendorff selbst.


Die historische Ausgabe

Wir verwenden die Textfassung aus:

Joseph von Eichendorff: Gedichte (Ausgabe 1841), 6. Geistliche Gedichte, „Abend“.

Die Ausgabe von 1841 ist unsere Textgrundlage. Sie ist nicht mit dem Entstehungsjahr gleichzusetzen. Nach den Angaben der TextGrid-Edition entstand das Gedicht 1815/16; der Erstdruck erfolgte 1837.

Quellen:

  1. Zeno.org: Abend – Ausgabe 1841
  2. TextGrid Repository: Abend – Gedichte, Ausgabe 1841
  3. TextGrid: Gedicht und Hinweise zur Entstehung


Das Gedicht: Quellfassung

Historischer Wortlaut der Ausgabe von 1841. Die ältere Schreibweise und die Zeichensetzung bleiben erhalten. Die Leerzeilen zeigen die sieben Strophen.

Gestürzt sind die goldnen Brücken
Und unten und oben so still!
Es will mir nichts mehr glücken,
Ich weiß nicht mehr, was ich will.

Von üppig blühenden Schmerzen
Rauscht eine Wildnis im Grund,
Da spielt wie in wahnsinnigen Scherzen
Das Herz an dem schwindligen Schlund. –

Die Felsen möchte ich packen
Vor Zorn und Wehe und Lust,
Und unter den brechenden Zacken
Begraben die wilde Brust.

Da kommt der Frühling gegangen,
Wie ein Spielmann aus alter Zeit,
Und singt von uraltem Verlangen
So treu durch die Einsamkeit.

Und über mir Lerchenlieder
Und unter mir Blumen bunt,
So werf ich im Grase mich nieder
Und weine aus Herzensgrund.

Da fühl ich ein tiefes Entzücken,
Nun weiß ich wohl, was ich will, Es bauen sich andere Brücken,
Das Herz wird auf einmal still.

Der Abend streut rosige Flocken,
Verhüllet die Erde nun ganz,
Und durch des Schlummernden Locken
Ziehn Sterne den heiligen Kranz.

Text: Joseph von Eichendorff, gemeinfrei. Nachweis: TextGrid, „Gedichte (Ausgabe 1841)“, Abschnitt „6. Geistliche Gedichte“. Die Verszählung im Folgenden beginnt bei „Gestürzt“ mit Vers 1.


Höre das Gedicht

Hörfassung: „Abend“ – gesprochen von Erik Schumann.

Quelle: YouTube, Kanal „Lyrik für Puristen“, veröffentlicht 2020. Rezitation: Erik Schumann; Aufnahme laut Videobeschreibung aus einer Veröffentlichung der SWR Edition. Das Video ist ein externes Streaming-Angebot und keine frei nachnutzbare OER-Aufnahme.

Hörauftrag: Achte darauf, wie sich die Stimmung beim Vorlesen verändert.


Vereinfachte Lesefassung

Didaktische Lesefassung in einfacher Sprache.

Diese Sätze geben den Inhalt sinngemäß wieder. Sie sind keine historische Textfassung und keine wörtliche Übersetzung. Bei unklaren Bildern handelt es sich um mögliche Deutungen.

Strophe 1 – Verse 1–4: Etwas Wichtiges ist zerbrochen. Die Stimme fühlt sich verloren und weiß nicht weiter.

Strophe 2 – Verse 5–8: Die Gefühle sind sehr stark. Der innere Schmerz erscheint wie ein gefährlicher Abgrund.

Strophe 3 – Verse 9–12: Wut und Verzweiflung wachsen. Die Stimme benutzt heftige Bilder von Felsen und Zacken.

Strophe 4 – Verse 13–16: Der Frühling erscheint wie ein Musiker. Er bringt Erinnerungen und Sehnsucht mit.

Strophe 5 – Verse 17–20: Vögel singen und Blumen blühen. Die Stimme legt sich ins Gras und weint.

Strophe 6 – Verse 21–24: Neue Möglichkeiten werden sichtbar. Das Herz wird ruhig.

Strophe 7 – Verse 25–28: Der Abend bedeckt die Erde mit sanftem Licht. Über einem Schlafenden bilden die Sterne in der Vorstellung einen heiligen Kranz.


Schwierige Wörter einfach erklärt

  1. goldnen: ältere, verkürzte Form von „goldenen“.
  2. glücken: gelingen.
  3. üppig: sehr reich oder stark.
  4. Schlund: tiefe Öffnung oder Abgrund.
  5. Wehe: Schmerz oder Leid.
  6. Spielmann: Musiker, der Lieder vorträgt.
  7. Verlangen: starker Wunsch oder Sehnsucht.
  8. Entzücken: große Freude oder Begeisterung.
  9. Verhüllet: ältere Form von „verhüllt“.
  10. Schlummernder: ein schlafender Mensch.

Erste Hilfe: Lies immer zuerst nur eine Strophe. Markiere ein Gefühl und ein wichtiges Bild.


Gedichtanalyse in kleinen Schritten


Schritt 1: Wie verändert sich die Stimmung?

Am Anfang: „Ich weiß nicht mehr, was ich will“ (V. 4).

Die Stimme ist ratlos. Die „gestürzten Brücken“ (V. 1) können für verlorene Verbindungen stehen.

Caspar David Friedrich: „Der Mönch am Meer“, 1808/09. Gemeinfreies Gemälde. Wikimedia Commons. Das Gemälde ist ein Vergleichsbild, keine Illustration der Gedichtausgabe.

Bildfrage: Wirkt die Landschaft für Dich einsam oder friedlich? Begründe mit zwei Bilddetails.

In der Mitte: „Da kommt der Frühling gegangen“ (V. 13).

Der Frühling wird wie ein lebendiges Wesen beschrieben. Er kann für einen neuen Anfang stehen.

Ludwig Richter: „Der Brautzug im Frühling“, 1847. Gemeinfreies Gemälde. Wikimedia Commons. Das Bild entstand nach der Gedichtausgabe von 1841 und dient nur dem Vergleich.

Bildfrage: Welche Zeichen für Leben, Freude oder Bewegung erkennst Du?

Am Ende: „Das Herz wird auf einmal still“ (V. 24).

Die Stimme findet Ruhe. Der Abend kann diese Ruhe verstärken.

Caspar David Friedrich: „Der Abend“, um 1821. Gemeinfreies Gemälde. Wikimedia Commons. Auch dieses Bild ist kein ursprünglicher Bestandteil des Gedichts.

Merksatz: Eine mögliche Deutung lautet: Aus Schmerz kann neue Hoffnung und Ruhe entstehen.


Schritt 2: Natur hören und sehen

In Vers 17 stehen die „Lerchenlieder“. Damit wird die Natur hörbar.

Feldlerche. Foto: Alun Williams333, CC BY-SA 4.0. Quelldatei. Unverändert eingebunden.

Hörbeispiel: Gesang einer Feldlerche

Tonaufnahme von Lawrence Shove, 1965. Rechteinhaber: British Library Board. Bereitgestellt unter CC BY-SA 4.0. Wikimedia Commons. Unverändert eingebunden. Naturaufnahme, keine Gedichtrezitation.

Hörauftrag: Beschreibe den Klang mit drei Adjektiven. Passt er eher zur ersten oder zur fünften Strophe?


Schritt 3: Sprachliche Bilder erkennen

Metapher: Ein Ausdruck wird bildlich verwendet.

Beispiel: „Gestürzt sind die goldnen Brücken“ (V. 1).

Die Brücken können für wichtige Verbindungen oder Hoffnungen stehen.

Personifikation: Etwas Nichtmenschliches handelt wie ein Mensch.

Beispiel: „Da kommt der Frühling gegangen“ (V. 13).

Der Frühling wird so dargestellt, als könne er gehen.

Vergleich: Zwei Dinge werden mit einem Vergleichswort verbunden.

Beispiel: „Wie ein Spielmann aus alter Zeit“ (V. 14).

Der Frühling wird mit einem Musiker verglichen.

Weitere Personifikation: „Der Abend streut rosige Flocken“ (V. 25).

Der Abend handelt, als sei er ein Mensch.


Schritt 4: Die Form untersuchen

Das Gedicht besteht aus sieben Strophen mit jeweils vier Versen.

Die Endreime folgen einem Kreuzreim: abab.

Beispiel aus Strophe 1:

Versende Reim
Brücken a
still b
glücken a
will b

Erklärung: Die erste Zeile reimt sich auf die dritte. Die zweite reimt sich auf die vierte.

Deutungshilfe: Die regelmäßigen Reime bilden einen geordneten Rahmen. Dazu stehen die wilden Gefühle am Anfang in einem spannenden Gegensatz. Das ist eine mögliche Erklärung der Wirkung.


Schritt 5: Den Schluss verstehen

Der Schluss verbindet Abend, Schlaf und Sterne.

Caspar David Friedrich: „Mondaufgang am Meer“, 1822. Gemeinfreies Gemälde. Wikimedia Commons. Vergleichsbild zur romantischen Abendstimmung.

Der „heilige Kranz“ (V. 28) kann als religiöses Zeichen gelesen werden. Das passt dazu, dass das Gedicht 1841 unter „Geistliche Gedichte“ steht.

Eine weitere mögliche Deutung ist: Die Sterne zeigen Geborgenheit und Frieden.

Wichtig: Eine Interpretation ist eine begründete Lesart. Sie ist nicht automatisch die einzige richtige Bedeutung.

Naturbeobachtung: Abend im Zeitraffer

Datei:Sunset tokyoarea-timelapse-2019-03-17.webm

Video: Nesnad, 2019, CC BY-SA 4.0. Wikimedia Commons. Unverändert eingebunden. Diese reale Naturaufnahme zeigt nicht die historische Gedichtszene.

Beobachtungsauftrag: Wie verändern sich die Farben? Vergleiche sie mit „rosige Flocken“ (V. 25).


Hilfe: Eine kurze Gedichtanalyse schreiben


Aufbau

Einleitung: Nenne Autor, Titel, Textgrundlage und Thema.

Hauptteil: Erkläre Inhalt, Stimmung, Form und sprachliche Bilder.

Schluss: Formuliere Deine Deutung und nenne einen passenden Beleg.


Gestufte Schreibhilfen

Hilfe 1 – Einstieg: Suche zwei Verse. Einer soll Schmerz zeigen, der andere Ruhe.

Hilfe 2 – Satzanfänge:

  1. „Am Anfang fühlt sich das lyrische Ich ..., denn in Vers ... steht ...“
  2. „Das Bild der Brücken könnte bedeuten, dass ...“
  3. „Ab Vers ... verändert sich die Stimmung, weil ...“
  4. „Am Schluss entsteht der Eindruck von ...“

Hilfe 3 – Anspruchsvoll: Stelle zwei Deutungen gegenüber. Erkläre, welche besser zum Wortlaut passt.

Schreibregel: Behauptung + kurzer Textbeleg + Erklärung.


Lernvideo: Das lyrische Ich

Studyflix: „Lyrisches Ich | einfach erklärt“, YouTube, 2022. Externes Lernvideo, kein nachgewiesenes frei lizenziertes OER-Material.

Lernpunkt: Die sprechende Stimme ist nicht automatisch der Autor.


Lernvideo: Gedichte untersuchen

MOOCit The Monkey Dance: „Gedichte untersuchen – Basiswissen Deutsch“, YouTube, 2026. Externes Lernvideo. Eine freie Weiterverwendung außerhalb der YouTube-Einbettung wird nicht vorausgesetzt.

Lernpunkt: Suche Form, Inhalt und sprachliche Bilder. Belege jede wichtige Aussage.


Interaktive Aufgaben

Die folgenden Aufgaben helfen Dir beim Üben. Die Quizfragen prüfen den Wortlaut des Gedichts und einfache Deutungen. Offene Interpretationen werden später nicht automatisch bewertet.


Quiz: Teste Dein Wissen

Was können die „gestürzten Brücken“ in Vers 1 bedeuten? (Eine wichtige Verbindung ist verloren) (!Eine neue Straße wird eröffnet) (!Ein Schiff fährt über das Meer) (!Ein Fest beginnt)




Welches Gefühl zeigt „Ich weiß nicht mehr, was ich will“ in Vers 4? (Ratlosigkeit) (!Übermut) (!Stolz auf einen Sieg) (!Langeweile beim Lesen)




Was ist an „üppig blühenden Schmerzen“ in Vers 5 auffällig? (Schmerz wird mit dem Bild des Blühens verbunden) (!Der Schmerz wird wissenschaftlich gemessen) (!Ein Baum erhält einen Namen) (!Es wird nur eine Farbe beschrieben)




Welche Gefühle werden in Vers 10 ausdrücklich zusammen genannt? (Zorn und Wehe und Lust) (!Freude und Ruhe und Frieden) (!Angst und Hunger und Durst) (!Neid und Stolz und Scham)




Mit wem wird der Frühling in Vers 14 verglichen? (Mit einem Spielmann) (!Mit einem König) (!Mit einem Ritter) (!Mit einem Fischer)




Was erklingt in Vers 17? (Lerchenlieder) (!Glockenschläge) (!Trompetenmusik) (!Meereswellen)




Was macht das lyrische Ich in Vers 20? (Es weint) (!Es tanzt) (!Es schläft ein) (!Es schreibt einen Brief)




Was zeigt „Nun weiß ich wohl, was ich will“ in Vers 22? (Die Ratlosigkeit verändert sich) (!Die Stimme vergisst alles) (!Ein Gewitter beginnt) (!Die Stimme verlässt ein Haus)




Was wird in Vers 23 mit „andere Brücken“ beschrieben? (Neue Möglichkeiten entstehen) (!Alle Wege bleiben zerstört) (!Ein Vogel baut ein Nest) (!Der Winter beginnt)




Welches Stilmittel steckt in „Der Abend streut rosige Flocken“ aus Vers 25? (Personifikation) (!Wörtliche Rede) (!Sachliche Definition) (!Direkte Anrede des Lesers)





Memory

Ordne jeden Fachbegriff der richtigen Erklärung zu.

Strophe Gruppe aus mehreren Verszeilen
Vers Einzelne Gedichtzeile
Lyrisches Ich Sprechende Stimme
Metapher Bildhafter Ausdruck ohne Vergleichswort
Personifikation Vermenschlichung
Kreuzreim Reimfolge abab





Drag and Drop

Welche Textbilder passen zu welcher einfachen Deutung?

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Goldne Brücken Verlust einer Verbindung
Schlund Bedrohlicher Abgrund
Frühling Hoffnung auf Neubeginn
Lerchenlieder Klang der Natur
Andere Brücken Neue Möglichkeiten
Abend Ruhe und Geborgenheit





Kreuzworträtsel

Löse die Fragen zum Gedicht. Alle Antworten bestehen aus einem Wort.

Abend Welche Tageszeit steht im Titel?
Felsen Was möchte die Stimme in Vers 9 packen?
Spielmann Mit welcher Figur wird der Frühling verglichen?
Blumen Was ist laut Vers 18 bunt?
Brücken Was entsteht in Vers 23 neu?
Sterne Was bildet am Schluss einen heiligen Kranz?





LearningApps

Weitere Übungen zum Suchen und Ausprobieren:

Dies ist eine Suchseite. Die gefundenen Übungen gehören nicht automatisch zur überprüften Textfassung von 1841.


Lückentext

Ergänze die fehlenden Begriffe.

Vervollständige den Text.
Der Dichter Joseph von

gehört zur Romantik.
Die Textgrundlage ist eine Ausgabe aus dem Jahr

mit dem Abschnitt „Geistliche Gedichte“.
Das Gedicht hat insgesamt

Strophen.
Jede Strophe enthält genau

Verse.
Das lyrische

spricht am Anfang von Ratlosigkeit.
Die gestürzten Brücken können einen

darstellen.
In der vierten Strophe erscheint der

wie ein Musiker.
Der Vergleich nennt einen

aus alter Zeit.
In Vers 20 beginnt die Stimme zu

und zeigt starke Gefühle.
Später entstehen andere

als Bild neuer Möglichkeiten.
Die Stimmung wechselt schließlich zur

am Abend.
Das Reimschema nennt man

wegen der abwechselnden Reimenden.
Die Vermenschlichung des Abends ist eine

als Stilmittel.




Offene Aufgaben

Diese Aufgaben sind offen. Du arbeitest selbstständig oder mit anderen. Es gibt keine automatische Bewertung und nicht immer nur eine richtige Deutung.


Leicht

  1. Gefühlswörter finden: Schreibe vier Gefühle auf, die zum Gedicht passen. Ordne jedem Gefühl einen Vers zu. Hilfe: Beginne mit Vers 4 und Vers 24.
  2. Strophen kurz erklären: Wähle zwei Strophen. Schreibe zu jeder zwei einfache Sätze über den Inhalt.
  3. Ein Bild erklären: Erkläre „goldne Brücken“ mit eigenen Worten. Nutze den Satzanfang: „Die Brücken könnten für ... stehen.“
  4. Vier eigene Verse: Schreibe vier Zeilen über den Wechsel von Unruhe zu Ruhe. Du darfst Bilder aus der Natur verwenden.


Standard

  1. Stimmungswechsel beschreiben: Schreibe einen Absatz mit fünf bis sieben Sätzen. Vergleiche Vers 4 und Vers 22 und nutze beide als Belege.
  2. Den Frühling sprechen lassen: Verfasse einen kurzen Monolog mit sechs bis acht Sätzen aus Sicht des Frühlings. Kennzeichne den Text als eigene Fantasie.
  3. Klang und Gefühle: Höre die Feldlerche. Schreibe einen kurzen Text darüber, wie Vogelgesang die Stimmung in Strophe 5 beeinflussen könnte.
  4. Reime und Wirkung: Markiere die Reimwörter in zwei Strophen. Schreibe drei Sätze dazu, wie die Reime beim Vorlesen wirken.


Schwer

  1. Ein Brief des lyrischen Ichs: Schreibe einen Brief nach Vers 24. Erkläre darin, was sich verändert hat. Nutze drei Textbelege. Der Brief ist eine erfundene Fortsetzung.
  2. Zwei Deutungen vergleichen: Deute den Schluss einmal als Naturerlebnis und einmal religiös. Verwende für jede Sicht mindestens zwei Verse. Begründe, warum beide möglich sind.
  3. Gedicht und Malerei: Vergleiche „Der Mönch am Meer“ und „Der Abend“ von Caspar David Friedrich mit dem Gedicht. Schreibe etwa 150 Wörter. Unterscheide Beobachtung und persönliche Deutung.
  4. Eine Deutung verteidigen: Prüfe die Aussage: „Im Gedicht löst die Natur alle Probleme.“ Schreibe einen begründeten Text mit drei Belegen und mindestens einem Gegenargument.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf der folgenden Aufgaben schriftlich. Wichtig sind Zusammenhänge und eigene Erklärungen.

  1. Verlust und Neubeginn: Erkläre, warum die Brücken in Vers 1 und Vers 23 einander gegenüberstehen. Was verändert sich dadurch?
  2. Natur und Gefühle: Untersuche, wie Frühling, Lerchengesang und Blumen auf die Stimmung der Stimme wirken können.
  3. Zwei Lesarten: Erkläre, weshalb der heilige Kranz sowohl religiös als auch allgemein als Zeichen von Frieden verstanden werden könnte.
  4. Autor und Stimme: Eine Person sagt: „Eichendorff hatte selbst diese Gefühle.“ Erkläre, warum sich das allein aus dem Gedicht nicht beweisen lässt.
  5. Form und Inhalt: Zeige, wie der regelmäßige Kreuzreim mit den starken Gefühlen des Textes zusammenwirkt. Begründe Deine Beobachtung.
  6. Quell- und Lesefassung: Vergleiche zwei Verse der historischen Fassung mit der vereinfachten Erklärung. Was wird verständlicher? Was geht dabei von der Bildsprache verloren?


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis gibst Du einen eigenen kurzen Analysetext ab.

Er sollte Folgendes enthalten:

  1. Einleitung: Autor, Titel und historische Textgrundlage von 1841.
  2. Inhalt: Den Stimmungswechsel vom Anfang bis zum Ende.
  3. Form: Sieben Strophen, 28 Verse und ein Beispiel für den Kreuzreim.
  4. Sprache: Mindestens zwei erklärte sprachliche Bilder.
  5. Textbelege: Mindestens drei passende Versangaben.
  6. Deutung: Eine eigene, nachvollziehbare Interpretation.
  7. Textbewusstsein: Unterscheidung von Autor, lyrischem Ich, Original und Lesefassung.
  8. Reflexion: Ein Satz darüber, was beim Lesen schwierig oder überraschend war.

Rückmeldung: Bewertet wird, ob Deine Erklärungen verständlich sind, die Belege passen und Deine Deutungen begründet werden. Für offene Interpretationen gibt es keine automatische Bewertung.




OERs zum Thema


Historische Textquellen

  1. Zeno.org – Abend, Gedichte (Ausgabe 1841)
  2. TextGrid – Digitale Textfassung der Ausgabe 1841

Der historische Gedichttext ist gemeinfrei. Die vereinfachte Lesefassung dieses aiMOOCs ist eine didaktische Bearbeitung und nicht Bestandteil der historischen Quelle.


Wikipedia: Autor und Epoche

Zum hier behandelten Gedicht ist kein eigenständiger Wikipedia-Artikel als Grundlage verwendet worden. Deshalb führt das folgende Fenster zum Autor.

Weitere Informationen: Romantik, Eichendorffs Lyrik, Gedichtanalyse.


Mediennachweise und Rechte

Wikimedia-Commons-Bilder und -Gemälde:

  1. Joseph von Eichendorff – historische Darstellung, Urheber unbekannt, gemeinfrei: Datei.
  2. Caspar David Friedrich – „Der Mönch am Meer“, gemeinfrei: Datei.
  3. Ludwig Richter – „Der Brautzug im Frühling“, gemeinfrei: Datei.
  4. Caspar David Friedrich – „Der Abend“, gemeinfrei: Datei.
  5. Caspar David Friedrich – „Mondaufgang am Meer“, gemeinfrei: Datei.
  6. Alun Williams333 – Feldlerchenfoto, CC BY-SA 4.0: Datei.

Ton und Bewegtbild:

  1. Lawrence Shove / British Library Board – Feldlerchengesang, CC BY-SA 4.0: Audio.
  2. Nesnad – Abend-Zeitraffer, CC BY-SA 4.0: Video.

Lizenztexte: CC BY-SA 4.0 und Public Domain Mark 1.0.

Die Commons-Medien werden hier unverändert eingebunden. Bei einer Bearbeitung oder Weiterverbreitung sind die jeweiligen Lizenzbedingungen zu beachten.

YouTube:

  1. Lyrik für Puristen – „Abend“, Rezitation Erik Schumann.
  2. Studyflix – „Lyrisches Ich | einfach erklärt“.
  3. MOOCit The Monkey Dance – „Gedichte untersuchen“.

Die YouTube-Videos werden über die reguläre Einbettung gezeigt. Ihre Verfügbarkeit und Nutzungsbedingungen richten sich nach YouTube und den jeweiligen Rechteinhabern. Sie sind nicht automatisch frei lizenziert.

Hinweis: Keines der ergänzenden Gemälde oder Naturmedien wird als ursprüngliche Illustration der Gedichtausgabe von 1841 ausgegeben.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte