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ABI - Gesprochene und geschriebene Sprache vergleichen

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ABI - Gesprochene und geschriebene Sprache vergleichen




ABI - Gesprochene und geschriebene Sprache vergleichen

Mini-Beschreibung: Analysiere Unterschiede und Übergänge zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit in unterschiedlichen Kommunikationskontexten. Du arbeitest mit Gespräch, Interview, Chat, Rede und schriftlichem Text, untersuchst offene Medien und gestaltest eigene Beispiele. Der Kurs richtet sich an die Kursstufe in Baden-Württemberg und bereitet auf das Deutsch-Abitur 2027 vor.

Leitidee: Nicht jedes Gesprochene ist konzeptionell mündlich und nicht jedes Geschriebene konzeptionell schriftlich. Entscheidend sind Medium, Planung, Situation, Interaktion, Adressatenbezug und sprachliche Gestaltung.

Gespräch als Kommunikationssituation. Freies Bild auf Wikimedia Commons; Lizenzangaben auf der Dateiseite.


Einleitung

Wenn Du ein spontanes Gespräch verschriftlichst, verändert sich das Material: Pausen, Betonung, Lautstärke, Blickkontakt und Gestik sind im bloßen Wortlaut nicht vollständig sichtbar. Umgekehrt kann ein schriftlicher Chat sehr spontan, dialogisch und nähesprachlich wirken. Deshalb lohnt es sich, mediale und konzeptionelle Eigenschaften getrennt zu untersuchen.

Dieser aiMOOC arbeitet mit kurzen, eigenen oder offen lizenzierten Materialien. Bei geschützten Ganzschriften werden nur Titel, Aufgabenbezüge und kurze funktionale Zitate verwendet. Volltexte werden nicht reproduziert.


Einstieg: Hören, sehen, vergleichen

Kurze deutschsprachige Gesprächsaufnahme auf Wikimedia Commons. Prüfe auf der Dateiseite die Lizenz- und Urheberangaben.

Schreiben als mediale Schriftlichkeit. Wikimedia Commons, CC0.

Einstiegsauftrag: Höre die Audiodatei und betrachte das Bild. Notiere drei Informationen, die in einem Audio vorhanden sein können, im reinen Schriftbild aber erst markiert werden müssten. Notiere anschließend zwei Vorteile schriftlicher Kommunikation.

Kurzfeedback: Typische Beobachtungen sind Betonung, Sprechtempo, Pausen, Lautstärke oder Sprecherwechsel auf der einen sowie Überarbeitbarkeit, Dauerhaftigkeit und visuelle Gliederung auf der anderen Seite. Diese Merkmale sind keine starren Gegensätze: Kommunikationsformen können Eigenschaften mischen.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Mündlichkeit und Schriftlichkeit: mediale und konzeptionelle Mündlichkeit bzw. Schriftlichkeit unterscheiden.
  2. Kommunikationsanalyse: Gespräch, Interview, Chat, Rede und schriftlichen Text anhand derselben Kriterien vergleichen.
  3. Gesprächsanalyse: Sprecherwechsel, Reparaturen, Ellipsen, Deixis, Prosodie sowie para- und nonverbale Mittel funktional untersuchen.
  4. Textanalyse: sprachliche Merkmale mit Kommunikationssituation, Funktion und Wirkung verknüpfen und durch kurze Belege absichern.
  5. Transfer: Inhalte zwischen mündlichen und schriftlichen Formen umgestalten und die Veränderungen begründen.
  6. Abitur Deutsch: AFB I, II und III unterscheiden und passende Operatoren sowie Arbeitsschritte anwenden.
  7. KI-Kompetenz: KI gezielt nutzen, Ergebnisse unabhängig prüfen und die Unterstützung transparent machen.


Vorwissen

Du solltest zentrale Begriffe der Kommunikation, grundlegende sprachliche Mittel, Adressatenbezug, Textsorte, Argumentation und die Arbeit mit Belegen kennen.

Schnellcheck: Erkläre ohne Hilfsmittel in je einem Satz die Begriffe Kontext, Adressat, sprachliches Mittel und Wirkung. Wenn Dir zwei Begriffe unsicher sind, bearbeite zuerst die Abschnitte „Analysewerkzeug“ und „Mini-Korpus“.


Kompaktwissen


Medial und konzeptionell unterscheiden

Medial beschreibt, wie Sprache materiell realisiert wird:

  1. phonisch: Sprache wird gesprochen und gehört.
  2. grafisch: Sprache wird geschrieben und gelesen.

Konzeptionell beschreibt, wie eine Äußerung gestaltet ist. Zwischen Sprache der Nähe und Sprache der Distanz liegt ein Kontinuum. Deshalb kann ein privater Chat grafisch geschrieben und zugleich konzeptionell mündlich sein. Eine sorgfältig vorbereitete Rede kann phonisch gesprochen und zugleich konzeptionell schriftlich geprägt sein.

Medium / Konzeption eher Nähe eher Distanz
phonisch spontanes Alltagsgespräch vorbereitete Rede oder Vortrag
grafisch privater Chat ausgearbeiteter Sach- oder Fachtext

Merksatz: Medium und Konzeption nicht gleichsetzen. Die Beispiele markieren typische Positionen, keine starren Schubladen.

Chat-Symbol auf Wikimedia Commons, CC0.


Fünf Kommunikationskontexte im Vergleich

Form typische Tendenzen besonders untersuchen
Gespräch meist synchron, dialogisch, spontan, situationsnah Sprecherwechsel, Rückmeldungen, Reparaturen, Ellipsen, Prosodie, Gestik
Interview mündlich, dialogisch, aber durch Rollen und Fragen strukturiert Frage-Antwort-Folgen, Steuerung, Nachfragen, Rollenverteilung, Öffentlichkeit
Chat grafisch, oft schnell und interaktionsnah Kürze, Ellipsen, Emojis, Interpunktion, Antworttempo, Thread- oder Turn-Struktur
Rede phonisch, häufig vorbereitet und eher monologisch Aufbau, Adressatenbezug, rhetorische Mittel, Stimme, Pausen, Manuskriptbezug
schriftlicher Text grafisch, häufig stärker geplant und überarbeitbar Kohärenz, Kohäsion, Explizitheit, Syntax, Register, Gliederung

Wichtig: Die Merkmale sind Tendenzen. Ein formelles Interview kann stark geplant sein; ein Notizzettel kann fragmentarisch sein; ein Live-Chat kann zeitverzögert verlaufen.


Analysewerkzeug: dieselben Kriterien für alle Materialien

Kriterium Leitfrage
Kommunikationssituation Wer kommuniziert mit wem, wo, wann und wozu?
Medium Ist die Äußerung phonisch, grafisch oder multimodal?
Planung Wirkt sie spontan, vorbereitet oder nachträglich überarbeitet?
Synchronität Erfolgt die Reaktion unmittelbar oder zeitversetzt?
Dialogizität Wechseln Sprecherrollen oder dominiert ein längerer Beitrag?
Situationsbindung Wie stark stützt sich die Äußerung auf gemeinsames Wissen und die konkrete Situation?
Syntax Finden sich kurze Einheiten, Ellipsen, Abbrüche oder komplexe Satzgefüge?
Lexik und Register Welche Wortwahl und Sprachebene passen zu Anlass und Adressaten?
Kohäsion und Kohärenz Wie werden Aussagen sprachlich und gedanklich verbunden?
Deixis Verweisen Wörter wie „hier“, „jetzt“, „da“ oder „du“ auf die Situation?
Prosodie Welche Rolle spielen Betonung, Sprechtempo, Intonation, Lautstärke und Pausen?
nonverbale Mittel Welche Bedeutung haben Mimik, Gestik, Blick oder Körperhaltung?
Dauerhaftigkeit und Revision Kann die Äußerung vor der Rezeption leicht überarbeitet oder später erneut gelesen werden?
Funktion Was soll informiert, erklärt, überzeugt, koordiniert oder sozial ausgehandelt werden?


Gesprochene Sprache ist nicht „fehlerhafte Schriftsprache“

Ellipsen, Wiederholungen, Abbrüche, Verzögerungssignale und Selbstkorrekturen können im Gespräch funktional sein. Sie ermöglichen Planung während des Sprechens, sichern Aufmerksamkeit oder reparieren Missverständnisse. Beurteile deshalb nicht vorschnell nach schriftsprachlichen Normen, sondern frage nach Funktion im Kontext.


Gesprächsanalyse in einem offenen Video

„Einführung in die Angewandte Linguistik: Gesprächsanalyse“, TU Dresden; das Video ist als Open Educational Resource gekennzeichnet.

Medienauftrag: Notiere beim Ansehen vier Merkmale gesprochener Interaktion. Ordne jedes Merkmal anschließend einem Kriterium aus dem Analysewerkzeug zu.

Ein weiteres OER-Video zur Gesprächsanalyse von Alexander Lasch.

Vergleichsauftrag: Prüfe, welche Begriffe in beiden Videos vorkommen und wo die Schwerpunktsetzung unterschiedlich ist. Formuliere danach eine eigene Definition von Gesprächsanalyse in höchstens 35 Wörtern.


Medienlabor


Gespräch

Eigenes Beispiel:

A: „Ähm, kommst du nachher noch mit?“
B: „Ja, glaub schon. Also, wenn der Bus – äh – wenn der pünktlich ist.“

Untersuche: Verzögerungssignale, Selbstreparatur, Satzbau, Sprecherwechsel und Situationswissen. Erkläre bei zwei Merkmalen ihre Funktion.


Interview

Interviewaufnahme auf Wikimedia Commons; freie Lizenz laut Dateiseite.

Eigenes Beispiel:

Frage: „Was hat deine Arbeitsweise verändert?“
Antwort: „Vor allem, dass ich Ergebnisse jetzt sofort mit anderen abgleiche.“

Untersuche: Wie steuert die Frage den Antwortspielraum? Formuliere eine offene Nachfrage, die keine Antwort vorwegnimmt.


Chat

Eigenes Beispiel:

18:04 Lia: „bin 5 min später 😅“
18:05 Noah: „ok, ich warte vorm Eingang“

Untersuche: Begründe, warum dieses Material medial schriftlich, aber konzeptionell eher mündlich eingeordnet werden kann. Nutze mindestens drei Kriterien.


Rede

Öffentliches Sprechen. Wikimedia-Commons-Datei; der Urheber hat die Aufnahme laut Dateiseite zur freien Nutzung freigegeben.

Eigenes Beispiel:

„Wer verständlich spricht, lädt zum Mitdenken ein. Darum müssen Beispiele, Aufbau und Ton zum Publikum passen.“

Untersuche: Markiere eine rhetorische Struktur und plane zwei verschiedene Vortragsweisen. Beschreibe, wie sich Pausen und Betonung auf die Wahrnehmung auswirken können.


Schriftlicher Text

Eigenes Beispiel:

„Kommunikationsformen unterscheiden sich nicht nur durch ihr Medium. Entscheidend sind auch Planung, Situation, Adressatenbezug und Grad der Interaktion.“

Untersuche: Zeige, wodurch der Text expliziter und stärker verdichtet wirkt als das Gesprächsbeispiel. Formuliere anschließend eine nähesprachliche Chat-Version.


Vom Material zum Analyseabsatz

Ein überzeugender Analyseabsatz verbindet Beobachtung → Beleg → Funktion → Kontext.

Beispiel: Im Gespräch zeigt die Wiederaufnahme „wenn der Bus – äh – wenn der pünktlich ist“ eine Selbstreparatur. Sie macht den laufenden Formulierungsprozess hörbar und präzisiert zugleich die Bedingung. Das Merkmal ist daher nicht bloß ein „Fehler“, sondern erfüllt in der spontanen Interaktion eine kommunikative Funktion.

Prüfregel: Nicht nur benennen, sondern erklären, warum ein Merkmal in genau dieser Kommunikationssituation bedeutsam ist.


Mini-Visualisierung: Übergänge statt Schwarz-Weiß

konzeptionell eher mündlich  <------------------------------>  konzeptionell eher schriftlich

Gespräch -------- privater Chat -------- Interview -------- vorbereitete Rede -------- Fachtext
 spontan             interaktiv          strukturiert          geplant                 stark überarbeitet

Medium prüfen:          phonisch / grafisch
Konzeption prüfen:      Nähe / Distanz als Kontinuum
Kontext prüfen:         Funktion / Rollen / Adressaten / Situation

Aufgabe: Verschiebe gedanklich die Formen auf der Skala, wenn sich der Kontext ändert: formelles Bewerbungsgespräch, moderierter Livestream-Chat, frei gehaltene Rede, handschriftlicher Einkaufszettel. Begründe jede Verschiebung.


Deutsch-Abitur 2027 Baden-Württemberg

Stand dieser Kursfassung: 24.09.2026. Maßgeblich sind immer der aktuelle Facherlass, der gültige Bildungsplan, die konkrete Unterrichtsplanung und die schulische Lektüreauswahl. Für spätere Prüfungsjahrgänge musst Du die Vorgaben erneut prüfen.

Amtliche Quellen:
Kultusministerium Baden-Württemberg: Termine und Informationen zum Abitur
Facherlass für die Abiturprüfung 2027, Stand 09.09.2025
Bildungspläne Baden-Württemberg


Leistungsfach

Der Facherlass 2027 nennt als verbindliches Themenfeld Sprache „Sprache in politisch-gesellschaftlichen Verwendungszusammenhängen“. Dazu gehören Kommunikation zwischen Verständigung und Strategie, sprachliche Merkmale sowie schriftlicher und mündlicher Sprachgebrauch in unterschiedlichen Medien.

Für Klausuren der Qualifikationsphase werden alle drei Anforderungsbereiche verlangt. Der Schwerpunkt liegt in AFB II; AFB III wird stärker akzentuiert als AFB I.

In der schriftlichen Abiturprüfung beträgt die Bearbeitungszeit laut Facherlass 315 Minuten einschließlich Auswahlzeit. Vorgelegt werden vier Aufgaben. Für diesen Kurs besonders anschlussfähig sind Analyse und Erörterung pragmatischer Texte sowie materialgestütztes Schreiben. Der Facherlass weist zugleich darauf hin, dass den Aufgaben II, III oder IV jeweils auch das Themenfeld Sprache zugrunde liegen kann.


Basisfach

Im Basisfach liegen Unterricht und Prüfung ebenfalls auf Grundlage des Bildungsplans 2016 und der ergänzenden Vorgaben des Facherlasses. Der Bildungsplan verlangt ausdrücklich, gesprochene und geschriebene Sprache in unterschiedlichen Kommunikationskontexten zu analysieren und zu reflektieren.

In Klausuren der Qualifikationsphase werden alle drei AFB einbezogen. Der Schwerpunkt liegt in AFB II; hier wird laut Facherlass AFB I stärker als AFB III akzentuiert. Klausuren dauern in der Regel drei Unterrichtsstunden.

Der Facherlass regelt für das Basisfach Deutsch die mündliche Abiturprüfung. Aufgaben erwachsen aus dem Unterricht der Qualifikationsphase; neben literarischen Texten sind pragmatische Texte angemessen zu berücksichtigen.


Basisfach und Leistungsfach auf einen Blick

Aspekt Basisfach Leistungsfach
Kernkompetenz dieses Kurses gesprochene und geschriebene Sprache in verschiedenen Kontexten analysieren und reflektieren dasselbe, zusätzlich vertieft theoriegestützt und im verbindlichen Themenfeld Sprache
Klausuren in der Kursstufe alle AFB; Schwerpunkt II; I stärker als III alle AFB; Schwerpunkt II; III stärker als I
Abiturbezug 2027 mündliche Prüfung nach Facherlass; Unterricht und schulische Auswahl beachten schriftliche Prüfung mit vier Aufgaben, 315 Minuten inklusive Auswahlzeit
Erwartung in diesem aiMOOC sichere Analyse, Vergleich und begründeter Transfer vertiefte, theoriegestützte Analyse, differenzierte Bewertung und komplexer Transfer


Anforderungsbereiche I, II und III

AFB Erwartung Beispiel zu diesem Thema
AFB I wiedergeben, benennen, beschreiben Medium, Gesprächsform und auffällige sprachliche Merkmale erfassen
AFB II analysieren, erklären, vergleichen, Zusammenhänge herstellen Gespräch und Chat mit denselben Kriterien vergleichen und Funktionen der Merkmale erklären
AFB III beurteilen, erörtern, übertragen, eigenständig gestalten und begründen einen Chat in einen formellen Text überführen und die sprachlichen Veränderungen kriteriengeleitet bewerten

Prüfungssatz: Ein guter AFB-II- oder AFB-III-Text besteht nicht aus einer Merkmalliste. Er verbindet Materialbeleg, Funktion, Kontext und eine nachvollziehbare Schlussfolgerung.


Abitur-Check

Prüfe vor dem Schreiben:

  1. Operator: Habe ich exakt geklärt, ob ich beschreiben, analysieren, vergleichen, erörtern oder beurteilen soll?
  2. Materialgrundlage: Beziehe ich jede zentrale Aussage auf das vorliegende Material?
  3. Vergleichskriterien: Nutze ich für beide Kommunikationsformen dieselben Kategorien?
  4. Belege: Verwende ich kurze, funktionale Textbelege oder genaue Stellenangaben?
  5. Funktion: Erkläre ich nicht nur, was auffällt, sondern wozu es im Kontext beiträgt?
  6. Differenzierung: Trenne ich Medium und Konzeption?
  7. Aufbau: Ist mein Gedankengang klar gegliedert und auf die Aufgabenstellung ausgerichtet?
  8. Überarbeitung: Prüfe ich Inhalt, Texttreue, Logik, Sprache und Quellen?


Typische Fehler

  1. Medium und Konzeption verwechseln: „geschrieben = konzeptionell schriftlich“ ist zu pauschal.
  2. Merkmalliste statt Analyse: Fachbegriffe ohne Beleg und Funktionsdeutung reichen nicht.
  3. Mündlichkeit abwerten: Ellipsen oder Reparaturen nicht automatisch als Fehler einstufen.
  4. Kontext ignorieren: Rollen, Adressaten, Öffentlichkeit, Zweck und Situation mitanalysieren.
  5. Transkript überschätzen: Ein Transkript bildet Audio und Körpersprache nur nach festgelegten Konventionen ab.
  6. Wirkung behaupten: Formuliere vorsichtig und materialnah, etwa „kann den Eindruck verstärken“, statt Absichten zu erfinden.
  7. KI ungeprüft übernehmen: Jede KI-Aussage am Material und an verlässlichen Quellen kontrollieren.


Prüfungstipps

  1. Aufgabenstellung markieren: Operator, Gegenstand und geforderte Vergleichsdimensionen zuerst kennzeichnen.
  2. Raster bilden: Vor dem Schreiben zwei bis vier tragfähige Vergleichskriterien festlegen.
  3. Belegnah schreiben: Kurze Belege sofort auswerten, nicht gesammelt ohne Analyse aneinanderreihen.
  4. Kontraste präzisieren: „eher“, „tendenziell“ und „im vorliegenden Kontext“ sind oft genauer als absolute Aussagen.
  5. Zeit reservieren: Plane am Ende Zeit für Kohärenz, sprachliche Präzision und Aufgabentreue ein.


KI-Spirale für die Kursstufe

Aufgabe verstehen → selbst Material erschließen → eigenen Ansatz entwickeln → KI gezielt befragen → Texttreue, Fakten, Logik und Quellen unabhängig prüfen → eigene Lösung verbessern → KI-Hilfe transparent machen.

KI ersetzt keine eigene Textarbeit.

Ein sinnvoller Ablauf:

  1. Aufgabe verstehen: Formuliere den Arbeitsauftrag zunächst ohne KI in eigenen Worten.
  2. Material erschließen: Markiere selbst Belege, Gesprächsmerkmale und Vergleichskriterien.
  3. Eigener Ansatz: Erstelle eine erste These oder Gliederung.
  4. KI gezielt befragen: Bitte zum Beispiel um Gegenargumente, alternative Kategorien oder eine Prüfung auf logische Lücken.
  5. Unabhängig prüfen: Vergleiche jede KI-Aussage mit Originalmaterial, Unterrichtswissen und seriösen Quellen.
  6. Verbessern: Übernimm nur nachvollziehbare Hinweise und formuliere selbst.
  7. Transparent machen: Dokumentiere knapp Werkzeug, Zweck der Nutzung und welche Vorschläge Du geprüft, verworfen oder verändert hast.

Datenschutz: Lade keine unnötigen personenbezogenen Daten, privaten Chats, Stimmen oder Bilder anderer Personen in KI-Dienste. Nutze für Übungen anonymisierte, selbst erstellte oder offen lizenzierte Materialien.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt die mediale Unterscheidung bei Sprache? (phonische und grafische Realisierung) (!Nähe und Distanz als soziale Gefühle) (!richtiges und falsches Deutsch) (!formelle und informelle Schulnoten)




Warum kann ein privater Chat konzeptionell mündlich wirken? (Er kann trotz Schriftmedium spontan dialogisch und situationsnah sein) (!Er wird immer laut vorgelesen) (!Er besitzt grundsätzlich keine Schriftzeichen) (!Er ist automatisch ein Transkript)




Wie lässt sich eine sorgfältig vorbereitete Rede typischerweise einordnen? (medial mündlich und konzeptionell eher schriftlich) (!medial schriftlich und konzeptionell immer mündlich) (!weder mündlich noch schriftlich) (!ausschließlich als privater Chat)




Welches Merkmal ist für spontane Gespräche besonders relevant? (Sprecherwechsel und Reparaturen) (!Seitenlayout und Fußnotenapparat) (!alphabetische Sortierung) (!Kapitelnummerierung)




Welche Eigenschaft ist für ausgearbeitete schriftliche Texte typisch? (stärkere Planbarkeit und Überarbeitbarkeit) (!notwendiger Blickkontakt) (!obligatorischer Sprecherwechsel) (!fehlende Kohäsion)




Was prägt ein Interview besonders? (Rollen und Frage-Antwort-Struktur) (!vollständig identische Sprecherrollen) (!das Fehlen jeder Planung) (!ausschließlich nonverbale Kommunikation)




Wie vergleichst Du zwei Kommunikationsformen methodisch sinnvoll? (mit denselben klar benannten Kriterien) (!mit je völlig anderen Kriterien ohne Bezug) (!nur nach der Textlänge) (!nur nach persönlichem Geschmack)




Was gehört in einen tragfähigen Analyseabsatz? (Beobachtung Beleg Funktion und Kontext) (!nur Fachbegriffe ohne Materialbezug) (!nur eine Inhaltsangabe) (!eine unbelegte Vermutung über Absichten)




Welche Tätigkeit gehört vor allem zu AFB II? (analysieren erklären und vergleichen) (!nur abschreiben) (!nur aufzählen ohne Zusammenhang) (!ausschließlich persönliche Vorlieben nennen)




Wie sollte KI in einer Abiturvorbereitung genutzt werden? (gezielt befragen unabhängig prüfen und transparent machen) (!Antworten ungeprüft übernehmen) (!Originalmaterial nicht mehr lesen) (!Quellen grundsätzlich weglassen)





Memory

Mediale Mündlichkeit phonische Realisierung
Mediale Schriftlichkeit grafische Realisierung
Konzeptionelle Mündlichkeit Sprache der Nähe
Konzeptionelle Schriftlichkeit Sprache der Distanz
Turn-Taking Sprecherwechsel
Reparatur Selbst- oder Fremdkorrektur
Prosodie Betonung Tempo Pausen
Deixis situative Verweiswörter





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
direkter Sprecherwechsel Gespräch
Frage-Antwort-Steuerung Interview
grafisch und interaktionsorientiert Chat
vorbereitet und mündlich präsentiert Rede
revidierbar und kohäsiv ausgearbeitet schriftlicher Text
Betonung Tempo und Pausen Prosodie






Kreuzworträtsel

Prosodie Wie heißt der Oberbegriff für Betonung Intonation Tempo und Pausen?
Deixis Wie heißt der sprachliche Verweis auf Elemente der Sprechsituation?
Reparatur Wie heißt eine Korrektur im laufenden Gespräch?
Interview Welche Kommunikationsform wird typischerweise durch Fragen gesteuert?
Manuskript Wie heißt eine schriftliche Vorlage für eine vorbereitete Rede?
Kohäsion Wie heißt die sprachliche Verknüpfung von Teilen eines Textes?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Noch vor der Analyse klärst Du das

.
Gesprochene Sprache ist medial

.
Geschriebene Sprache ist medial

.
Ein privater Chat kann trotz Schriftmedium konzeptionell

sein.
Eine vorbereitete Rede kann konzeptionell

geprägt sein.
In Gesprächen regelt

den Sprecherwechsel.
Pausen Tempo und Betonung gehören zur

.
AFB II verlangt vor allem

und Vergleich.
Aussagen werden durch kurze

abgesichert.
KI-Ergebnisse müssen unabhängig

werden.




Interaktive Vergleichsaufgabe mit Hilfestufen

Auftrag: Vergleiche das Gesprächsbeispiel und den Chat aus dem Medienlabor in 120 bis 180 Wörtern. Nutze mindestens vier gemeinsame Kriterien und zwei genaue Belege.

Hilfestufe 1: Beginne mit Medium, Synchronität, Satzbau und Situationsbindung.

Hilfestufe 2: Formuliere für jedes Kriterium zuerst eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied und erkläre danach die Funktion.

Hilfestufe 3: Satzstarter: „Während das Gespräch medial ..., ist der Chat ... . Beide wirken jedoch konzeptionell ..., weil ... . Dies zeigt sich an ... .“

Lösungshinweis: Eine überzeugende Antwort erkennt den phonischen bzw. grafischen Unterschied, zeigt aber zugleich die Nähe beider Beispiele zur konzeptionellen Mündlichkeit. Sie belegt dies etwa mit Kürze, Ellipsen, direktem Adressatenbezug und Situationswissen. Abweichende Lösungen sind möglich, wenn sie am Material begründet werden.

Feedbackraster:

Prüffrage erfüllt noch verbessern
dieselben Kriterien für beide Materialien verwendet Belege und Vergleich klar verbunden Kriterien vereinheitlichen
Medium und Konzeption getrennt differenzierte Einordnung Begriffe nochmals prüfen
Funktionen erklärt Analyse statt Merkmalliste nach dem „Wozu im Kontext?“ fragen
Materialtreue gewahrt nachvollziehbare Aussagen Vermutungen durch Belege ersetzen


Lösungen und Selbstkontrolle

Schnelllösung zum Einstieg: Audio kann zum Beispiel Pausen, Betonung, Tempo, Lautstärke und Sprecherwechsel hörbar machen. Schrift kann dagegen besonders gut dauerhaft gespeichert, gezielt gegliedert und vor Veröffentlichung überarbeitet werden.

Mini-Korpus: Eine plausible Einordnung lautet:

  1. Gespräch: medial mündlich; konzeptionell eher mündlich; hörbare Planung und Reparatur.
  2. Interview: medial mündlich; durch Rollen und Fragefolge stärker strukturiert.
  3. Chat: medial schriftlich; konzeptionell eher mündlich; kurz, dialogisch und situationsnah.
  4. Rede: medial mündlich; im Beispiel geplant und konzeptionell eher schriftlich.
  5. Schriftlicher Text: medial schriftlich; verdichtet, explizit und stärker konzeptionell schriftlich.

Selbstkontrolle: Erkläre jede Einordnung ohne auf die Musterlösung zu schauen. Kannst Du mindestens zwei Kriterien nennen und mit einem Beleg verbinden, ist die Grundlage sicher. Kannst Du zusätzlich Übergänge und Gegenbeispiele erklären, arbeitest Du auf vertieftem Kursstufenniveau.


Transfer

Wandle dasselbe Thema in drei Formen um:

  1. Chat-Nachricht: höchstens 40 Wörter, adressatennah und interaktiv.
  2. Kurzrede: etwa 60 Sekunden, klarer Einstieg, adressatenbezogene Beispiele und geplante Prosodie.
  3. Sachtext: 120 bis 160 Wörter, explizite Verknüpfungen und nachvollziehbare Gliederung.

Transferfrage: Welche Informationen musstest Du ergänzen, streichen oder anders ordnen? Welche Veränderungen entstehen durch Medium und Kommunikationssituation, welche durch Deine bewusste Konzeption?


Kompetenzcheck

Kreuze für Dich gedanklich „sicher“, „teilweise“ oder „noch unsicher“ an:

Kompetenz sicher teilweise noch unsicher
Ich trenne mediale und konzeptionelle Mündlichkeit bzw. Schriftlichkeit. ☐ ☐ ☐
Ich vergleiche Gespräch Interview Chat Rede und schriftlichen Text mit gemeinsamen Kriterien. ☐ ☐ ☐
Ich deute sprachliche Merkmale funktional und belege sie am Material. ☐ ☐ ☐
Ich unterscheide AFB I II und III. ☐ ☐ ☐
Ich kann Material in eine andere Kommunikationsform übertragen und Veränderungen begründen. ☐ ☐ ☐
Ich nutze KI erst nach eigener Erschließung und prüfe ihre Vorschläge unabhängig. ☐ ☐ ☐

Auswertung: Bei zwei oder mehr „noch unsicher“ wiederholst Du Analysewerkzeug und Mini-Korpus. Bei überwiegend „sicher“ bearbeitest Du die schweren offenen Aufgaben oder den Folgekurs.


Reflexion

Beantworte knapp:

  1. Erkenntnis: Welche frühere Annahme über Mündlichkeit oder Schriftlichkeit würdest Du jetzt korrigieren?
  2. Belegarbeit: Wo ist Dir der Schritt von Beobachtung zu Funktion noch schwergefallen?
  3. Medienwechsel: Welche Kommunikationsform verändert sich beim Übertragen in ein anderes Medium am stärksten?
  4. KI-Reflexion: An welcher Stelle kann KI sinnvoll helfen, ohne Deine eigene Materialanalyse zu ersetzen?
  5. Prüfungsvorbereitung: Welchen konkreten Arbeitsschritt willst Du in der nächsten Klausur konsequenter anwenden?


Folgekurs-Empfehlung

Als Anschluss eignen sich besonders ABI - Pragmatische Texte analysieren und erörtern, ABI - Materialgestütztes Schreiben und ABI - Politisch-gesellschaftliche Kommunikation analysieren. Für das Leistungsfach ist die Verbindung von Sprachreflexion, pragmatischen Texten und materialgestütztem Schreiben besonders wichtig; im Basisfach lohnt sich zusätzlich die mündliche Anwendung mit kurzen Analyse- und Transferaufgaben.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Mikrotranskript: Nimm mit Einwilligung eine selbst erzeugte Gesprächssequenz von höchstens 30 Sekunden auf oder verwende die offene Audiodatei dieses Kurses. Transkribiere sie knapp und markiere Sprecherwechsel, Pausen und eine Reparatur. Verwende keine unnötigen personenbezogenen Daten.
  2. Chat zu Mitteilung: Forme das selbst erstellte Chatbeispiel in eine formelle schriftliche Mitteilung um und begründe fünf Änderungen.
  3. Prosodie hören: Wähle aus einer offenen Audiodatei drei hörbare Merkmale wie Pause, Tempo oder Betonung und beschreibe ihre mögliche Funktion.
  4. Medienkarten: Erstelle fünf Karten für Gespräch, Interview, Chat, Rede und schriftlichen Text. Notiere je Medium, Planung, Interaktion und typische sprachliche Mittel.


Standard

  1. Gespräch und Chat vergleichen: Verfasse einen strukturierten Vergleich mit mindestens vier gemeinsamen Kriterien und kurzen Belegen.
  2. Eigenes Interview: Entwickle fünf offene Fragen, führe mit Einwilligung ein kurzes Interview, anonymisiere das Material und analysiere die Frage-Antwort-Steuerung.
  3. Rede und Manuskript: Schreibe eine 90-sekündige Rede, trage sie vor und vergleiche anschließend Manuskript und tatsächliche Realisierung. Achte auf Abweichungen, Pausen und Betonung.
  4. Text als Audio: Verwandle einen eigenen kurzen Sachtext in eine mündliche Erklärung. Beschreibe, welche Formulierungen Du beim Sprechen verändert hast und warum.


Schwer

  1. Mini-Korpus: Stelle ein kleines, rechtssicheres Korpus aus fünf Kommunikationsformen zusammen. Verwende eigene oder offen lizenzierte Materialien und dokumentiere Herkunft und Lizenz.
  2. Öffentliche Kommunikation analysieren: Vergleiche zwei öffentlich zugängliche Beiträge zu demselben Sachthema, etwa Rede und schriftliche Presseinformation. Untersuche Form, Adressatenbezug und sprachliche Strategie, ohne politische Akteure zu bewerten.
  3. OER-Erklärmedium: Produziere ein eigenes Schaubild, Audio oder Kurzvideo zum Kontinuum von Nähe und Distanz. Nutze nur eigene oder kompatibel offen lizenzierte Medien und nenne die Quellen.
  4. KI-Revisionstagebuch: Erstelle zuerst selbst eine Analyse, lasse anschließend gezielt einen KI-Vorschlag zu einer Schwachstelle erzeugen, prüfe ihn an Material und Quellen, verbessere Deine Fassung und dokumentiere transparent, was Du übernommen oder verworfen hast.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Kontextwechsel: Ein spontaner Gesprächsbeitrag wird als schriftlicher Bericht veröffentlicht. Erkläre mindestens vier notwendige Veränderungen und ordne sie Medium, Planung, Kohäsion oder Adressatenbezug zu.
  2. Grenzfall Chat: Beurteile die Aussage „Chat ist Schriftsprache und deshalb konzeptionell schriftlich“. Entwickle eine differenzierte Antwort mit Gegenbeispiel.
  3. Vergleichsmethode: Entwirf für Interview und Rede ein gemeinsames Analyseraster. Begründe, warum manche Kategorien besonders ergiebig und andere weniger ergiebig sind.
  4. Funktionsanalyse: Zeige an einem selbst gewählten offenen Gesprächsausschnitt, wie zwei scheinbar „unvollständige“ Formen kommunikativ sinnvoll sein können.
  5. Abiturtransfer: Formuliere zu einem kurzen pragmatischen Material je eine passende Aufgabe für AFB I, II und III und erläutere den steigenden Anspruch.
  6. Medienkritik: Vergleiche, welche Informationen in Audio, Transkript und schriftlicher Zusammenfassung jeweils sichtbar oder unsichtbar werden. Ziehe daraus Regeln für eine faire Analyse.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. eine klare Unterscheidung von medialer und konzeptioneller Mündlichkeit bzw. Schriftlichkeit,
  2. ein kriteriengeleiteter Vergleich mehrerer Kommunikationskontexte,
  3. materialnahe Belege und Funktionsdeutungen,
  4. die sichere Verwendung zentraler Fachbegriffe wie Turn-Taking, Reparatur, Prosodie, Deixis, Kohäsion und Register,
  5. die Berücksichtigung von Kommunikationssituation, Rollen, Adressaten und Funktion,
  6. eine Transferleistung zwischen mündlicher und schriftlicher Form,
  7. die korrekte Zuordnung von Arbeitsschritten zu AFB I, II und III,
  8. eine transparente und überprüfte Nutzung von KI-Hilfe,
  9. eine kurze Reflexion über Stärken, Grenzen und Verbesserungsmöglichkeiten der eigenen Analyse.




OERs zum Thema

Weitere offene oder frei zugängliche Ressourcen:

  1. Wikipedia: Gesprächsanalyse: Einstieg in Gegenstand und Grundbegriffe.
  2. Wikipedia: Gesprächsanalytisches Transkriptionssystem: Überblick zu GAT und GAT2.
  3. Wikimedia Commons: GesprächVorstellung.ogg: kurze offene Gesprächsaufnahme.
  4. Wikimedia Commons: Pen-writing.jpg: CC0-Bild zum Schreiben.
  5. Wikimedia Commons: Chat-message.svg: CC0-Symbol für Chat.
  6. Wikimedia Commons: Contre-jour talk.jpg: frei lizenziertes Gesprächsfoto.
  7. TU Dresden: Gesprächsanalyse: als OER gekennzeichnetes Lernvideo.
  8. Alexander Lasch: Gesprächsanalyse: OER-Video zur Vertiefung.

Lizenzregel: Vor einer eigenen Veröffentlichung prüfst Du bei jedem Medium die konkrete Dateiseite, Urheberangabe, Lizenz, Namensnennung und mögliche Share-Alike-Bedingungen. Ein frei zugängliches Medium ist nicht automatisch offen lizenziert.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte