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ABI - Funktionseigenschaften systematisch untersuchen

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ABI - Funktionseigenschaften systematisch untersuchen



ABI - Funktionseigenschaften systematisch untersuchen

Mini-Beschreibung: Untersuche Definitionsmenge, Wertemenge, Nullstellen, Symmetrie, Monotonie, Extrempunkte, Wendepunkte und Grenzverhalten systematisch. Du trainierst, welche Aussagen rechnerisch begründet werden müssen und was ein Graph nur vermuten lässt. Der Kurs richtet sich gemeinsam an Basisfach und Leistungsfach im Mathematik-Abitur Baden-Württemberg.


Einleitung

Bei einer Funktionsuntersuchung geht es nicht darum, möglichst viele Rechnungen hintereinander auszuführen. Du sollst aus Term, Ableitungen und Graph ein begründetes Gesamtbild einer Funktion entwickeln.

Als Leitbeispiel verwenden wir

f(x)=x3−3x.

Der Graph liefert Orientierung. Die Rechnung liefert die Begründung.


Abiturbezug Baden-Württemberg

Stand: 27.09.2026. Maßgeblich ist immer der Facherlass Deines eigenen Prüfungsjahrgangs. Für das Abitur 2027 verweist der Mathematik-Facherlass auf die Inhalte und Kompetenzen des Bildungsplans 2016. Im Leistungsfach beträgt die schriftliche Prüfungszeit 300 Minuten einschließlich Auswahlzeit; der erste Prüfungsteil wird zunächst ohne Hilfsmittel bearbeitet, danach werden die vorgesehenen Hilfsmittel eingesetzt. Für das Basisfach sind insbesondere die Vorgaben zur mündlichen Prüfung relevant.

Offizielle Abiturinformationen Baden-Württemberg

Bildungsplan: Funktionaler Zusammenhang im Basisfach

Wichtig: GeoGebra, dynamische Graphen, Lernapps und KI sind hier Übungswerkzeuge. Daraus folgt nicht, dass sie in Deiner konkreten Abiturprüfung zugelassen sind. Prüfe den Facherlass Deines Prüfungsjahrgangs.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. Definitionsmenge und Wertemenge passend zum Funktionstyp bestimmen oder begründet eingrenzen.
  2. Nullstellen rechnerisch bestimmen und graphisch kontrollieren.
  3. Symmetrie mit Funktionstermen prüfen.
  4. Monotonie aus dem Vorzeichen der ersten Ableitung begründen.
  5. Extrempunkte und Wendepunkte mit notwendigen und hinreichenden Kriterien untersuchen.
  6. Grenzverhalten mit Limes-Schreibweise beschreiben.
  7. zwischen graphischer Vermutung und mathematischer Begründung unterscheiden.
  8. im Basisfach Verfahren verständig anwenden und anschaulich erläutern.
  9. im Leistungsfach stärker formalisieren, begründen, verallgemeinern und modellieren.


Vorwissen-Check

1. Ableiten

Bestimme für g(x)=2x3−5x2+4 die erste Ableitung.

Lösung anzeigen

g′(x)=6x2−10x

2. Gleichung lösen

Löse x(x2−4)=0.

Lösung anzeigen

Mit dem Satz vom Nullprodukt erhältst Du x=−2, x=0 und x=2.

3. Vorzeichen lesen

Wenn in einem Intervall f′(x)>0 gilt, ist f dort streng monoton steigend.

4. Zweite Ableitung deuten

Das bloße Ergebnis f″(x0)=0 beweist noch keinen Wendepunkt.


Die systematische Reihenfolge

Eine sinnvolle Reihenfolge ist:

  1. Definitionsmenge prüfen.
  2. Symmetrie prüfen.
  3. Nullstellen und Achsenschnittpunkte bestimmen.
  4. Grenzverhalten untersuchen.
  5. Erste und zweite Ableitung bilden.
  6. Monotonie untersuchen.
  7. Extrempunkte bestimmen.
  8. Krümmung und Wendepunkte untersuchen.
  9. Wertemenge aus allen Ergebnissen begründen.
  10. Graph mit den Rechnungen abgleichen.


Rechnerisch oder graphisch?

Eigenschaft Sichere Begründung
Definitionsmenge Aus dem Funktionsterm und seinen Einschränkungen
Wertemenge Aus Verlauf, Extrema, Grenzwerten und gegebenenfalls Stetigkeit
Nullstellen Gleichung f(x)=0
Symmetrie Vergleich von f(−x) mit f(x) oder −f(x)
Monotonie Vorzeichen von f′(x)
Extrempunkte Kandidaten über f′(x)=0, danach hinreichendes Kriterium
Wendepunkte Krümmungswechsel, zum Beispiel über Vorzeichenwechsel von f″
Grenzverhalten Grenzwerte für Randstellen oder x→±∞

Prüfungsregel: Ein Graph kann eine Aussage sichtbar machen. Wenn die Aufgabe „begründen“, „nachweisen“ oder „zeigen“ verlangt, reicht bloßes Ablesen normalerweise nicht.


Definitionsmenge

Die Definitionsmenge enthält alle erlaubten Eingabewerte.

Ganzrationale Funktionen:

Df=ℝ

Gebrochenrationale Funktionen: Nenner darf nicht null sein.

Bei

g(x)=x+1x−2

gilt

Dg=ℝ∖{2}.

Wurzelfunktionen: Unter einer reellen Quadratwurzel muss gelten:

u(x)≥0.

Leistungsfach-Vertiefung: Bei logarithmischen Termen muss das Argument positiv sein:

u(x)>0.


Dynamischer Check: Definitionsbereich und Kurvenverlauf

Denkfrage: Welche sichtbaren Teile eines Graphen verschwinden, wenn bestimmte x-Werte nicht zur Definitionsmenge gehören?


Wertemenge

Die Wertemenge enthält alle tatsächlich angenommenen Funktionswerte.

Für f(x)=x3−3x gilt wegen des Verhaltens für große positive und negative x:

Wf=ℝ.

Bei Funktionen mit globalem Maximum oder Minimum kann die Wertemenge durch diese Extremwerte begrenzt sein.

Achtung: Die Wertemenge ist oft kein früher Rechenschritt. Häufig lässt sie sich erst nach Extrema und Grenzverhalten sicher angeben.


Nullstellen

Nullstellen erfüllen

f(x)=0.

Für unser Leitbeispiel:

x3−3x=0

x(x2−3)=0

Daraus folgen

x1=−3,x2=0,x3=3.

Graphisch sind dies die Schnittpunkte mit der x-Achse. Rechnerisch sind es die Lösungen der Gleichung.


Symmetrie

Für Achsensymmetrie zur y-Achse prüfst Du:

f(−x)=f(x).

Für Punktsymmetrie zum Ursprung prüfst Du:

f(−x)=−f(x).

Beim Leitbeispiel:

f(−x)=(−x)3−3(−x)=−x3+3x=−f(x).

Also ist der Graph punktsymmetrisch zum Ursprung.


Grenzverhalten

Beim Leitbeispiel dominiert für große Beträge von x der Term x3.

limx→∞(x3−3x)=∞

und

limx→−∞(x3−3x)=−∞.

Bei gebrochenrationalen Funktionen können zusätzlich Polstellen und waagrechte oder schiefe Asymptoten auftreten.


Ableitungen als Untersuchungswerkzeug

Für das Leitbeispiel gilt:

f′(x)=3x2−3

f″(x)=6x

f‴(x)=6.

Die erste Ableitung beschreibt die lokale Änderungsrate. Die zweite Ableitung hilft beim Krümmungsverhalten.


Dynamisches Modell: Funktion und Ableitungen

Arbeitsauftrag: Blende nacheinander Eigenschaften von f und f′ ein. Formuliere zu jedem Extrempunkt von f die passende Aussage über f′.


Monotonie

Zuerst löst Du

f′(x)=0.

Also:

3x2−3=0

x2=1

x=−1oderx=1.

Nun untersuchst Du das Vorzeichen von f′.

Intervall Vorzeichen von f′ Verhalten von f
(−∞,−1) positiv streng steigend
(−1,1) negativ streng fallend
(1,∞) positiv streng steigend

Begründungsmuster: Weil f′(x)>0 im Intervall I gilt, ist f dort streng monoton steigend.


Extrempunkte

Notwendige Bedingung für einen inneren Extrempunkt einer differenzierbaren Funktion:

f′(xE)=0.

Das allein reicht nicht.

Für x=−1 gilt:

f″(−1)=−6<0.

Also liegt ein lokales Maximum vor.

f(−1)=2.

Damit:

H(−1∣2).

Für x=1 gilt:

f″(1)=6>0.

Also liegt ein lokales Minimum vor.

f(1)=−2.

Damit:

T(1∣−2).


Basisfach und Leistungsfach unterscheiden

Basisfach: Du solltest das Verfahren sicher anwenden und erklären können, warum das Vorzeichen der Ableitung Monotonie und Extremstellen beschreibt.

Leistungsfach: Du solltest notwendige und hinreichende Bedingungen sauber unterscheiden, Sonderfälle erkennen und Begründungen auch bei Funktionsscharen oder Modellierungsaufgaben formulieren.


Wendepunkte

Ein Wendepunkt ist ein Punkt, an dem sich das Krümmungsverhalten ändert.

Ein häufiger Kandidat entsteht aus

f″(xW)=0.

Beim Leitbeispiel:

6x=0

also

xW=0.

Zur Absicherung kann hier verwendet werden:

f‴(0)=6≠0.

Damit liegt ein Wendepunkt vor:

W(0∣0).

Fehlerwarnung: Aus f″(x0)=0 allein folgt noch kein Wendepunkt. Bei h(x)=x4 gilt zwar h″(0)=0, aber die Krümmung wechselt dort nicht.


Dynamisches Modell: Extremum, Sattelpunkt, Wendepunkt

Leistungsfach-Frage: Warum ist f‴(xW)≠0 in vielen Standardfällen ein hinreichendes Wendekriterium, während f″(xW)=0 allein nur eine notwendige Kandidatenbedingung ist?


Gesamtergebnis zum Leitbeispiel

Für

f(x)=x3−3x

erhältst Du:

  1. Df=ℝ
  2. Wf=ℝ
  3. Nullstellen: −3, 0, 3
  4. Punktsymmetrie zum Ursprung
  5. steigend auf (−∞,−1) und (1,∞)
  6. fallend auf (−1,1)
  7. Hochpunkt H(−1∣2)
  8. Tiefpunkt T(1∣−2)
  9. Wendepunkt W(0∣0)
  10. f(x)→∞ für x→∞
  11. f(x)→−∞ für x→−∞


Interaktives Beispiel

Untersuche

p(x)=x4−4x2.

Schritt 1: Symmetrie

Berechne p(−x).

Feedback

p(−x)=(−x)4−4(−x)2=x4−4x2=p(x). Der Graph ist achsensymmetrisch zur y-Achse.

Schritt 2: Nullstellen

Hilfe

Klammere zuerst x2 aus.

Feedback

x4−4x2=x2(x2−4)=x2(x−2)(x+2). Die Nullstellen sind −2, 0 und 2.

Schritt 3: Extrempunkte

p′(x)=4x3−8x=4x(x2−2).

Hilfe

Die Kandidaten sind x=0 und x=±2. Prüfe sie mit p″(x)=12x2−8.

Feedback

Bei x=0 ist p″(0)=−8: lokales Maximum. Bei x=±2 ist p″(±2)=16: lokale Minima.


Übungen mit Hilfen und Feedback


Übung 1: Graph oder Rechnung?

Entscheide, ob die Aussage als sichere Begründung genügt:

„Der Graph sieht symmetrisch aus, also ist die Funktion gerade.“

Feedback

Als Vermutung ist das sinnvoll. Für einen rechnerischen Nachweis prüfst Du f(−x)=f(x).


Übung 2: Wendepunktfalle

Gegeben ist q(x)=x4. Eine Person behauptet: „Weil q″(0)=0, ist der Ursprung ein Wendepunkt.“

Feedback

Die Behauptung ist falsch. q″(x)=12x2 ist links und rechts von 0 nicht negativ, sondern positiv. Es gibt keinen Krümmungswechsel.


Übung 3: Monotonie aus der Ableitung

Gegeben sei

r′(x)=(x−2)(x+1).

Bestimme die Monotonieintervalle von r.

Hilfe

Prüfe das Vorzeichen von r′ in den Intervallen (−∞,−1), (−1,2) und (2,∞).

Feedback

r′>0 außerhalb der beiden Nullstellen und r′<0 dazwischen. Also steigt r, fällt anschließend und steigt danach wieder.


Fehleranalyse

Typischer Fehler Korrektur
f′(x)=0 wird sofort als Extrempunkt bezeichnet. Erst hinreichendes Kriterium oder Vorzeichenwechsel prüfen.
f″(x)=0 wird sofort als Wendepunkt bezeichnet. Krümmungswechsel oder geeignetes hinreichendes Kriterium prüfen.
Die Definitionsmenge wird aus dem Graphen geraten. Einschränkungen des Funktionsterms untersuchen.
Monotonie wird nur mit Pfeilen im Graphen begründet. Vorzeichen von f′ angeben.
Eine numerische Näherung wird als exakte Nullstelle ausgegeben. Zwischen exakter und näherungsweiser Lösung unterscheiden.


Transfer: Mathematik und Modell

Ein vereinfachtes Höhenmodell lautet

h(t)=−5t2+20t+1.

Im mathematischen Sinn ist der Term für alle reellen t definiert. Im Modell kann aber ein Zeitintervall vorgegeben sein, zum Beispiel

0≤t≤4.

Damit unterscheiden sich mathematische Definitionsmenge und sinnvolle Modellmenge.

Bestimme im Intervall [0,4] den höchsten Wert.

h′(t)=−10t+20.

h′(t)=0⟺t=2.

h(2)=21.

Da zusätzlich die Randwerte geprüft werden,

h(0)=1

und

h(4)=1,

ist 21 der globale Maximalwert im Modellintervall.

Transferfrage: Warum wäre es unvollständig, bei einer Aufgabe auf einem abgeschlossenen Intervall nur die inneren Extremstellen zu prüfen?


Selbstkontrolle

Bewerte Dich selbst:

  1. Ich kann aus einem Funktionsterm Einschränkungen der Definitionsmenge erkennen.
  2. Ich kann Nullstellen exakt oder begründet näherungsweise bestimmen.
  3. Ich kann Symmetrie rechnerisch nachweisen.
  4. Ich kann aus f′ Monotonie begründen.
  5. Ich unterscheide notwendige und hinreichende Bedingungen für Extrempunkte.
  6. Ich kann einen Wendepunkt durch einen Krümmungswechsel begründen.
  7. Ich kann Grenzverhalten mit Limes-Schreibweise formulieren.
  8. Ich erkenne, wann ein Graph nur eine Vermutung liefert.
  9. Ich prüfe bei Modellen auch Randpunkte und sinnvolle Definitionsbereiche.


KI sinnvoll einsetzen

KI kann Dir Varianten von Aufgaben erzeugen, Rechenwege erklären oder einen Gegencheck liefern. Du solltest jede Ausgabe mathematisch prüfen.

Regel: Eine KI-Antwort ersetzt keinen Nachweis.

Prüfe insbesondere:

  1. Sind Definitionsmenge und Randbedingungen berücksichtigt?
  2. Wurde aus einer notwendigen Bedingung fälschlich eine hinreichende gemacht?
  3. Stimmen Ableitungen und Vorzeichen?
  4. Sind exakte und gerundete Werte klar getrennt?
  5. Passt die Begründung zum Operator der Aufgabe?

Verwende bei Lernwerkzeugen keine personenbezogenen Daten, die für die Mathematik nicht erforderlich sind.


Kompetenzcheck

Basisfach

Du bist auf gutem Weg, wenn Du Standardfunktionen systematisch untersuchen, Ergebnisse erläutern und Graphen sinnvoll zur Kontrolle verwenden kannst.

Leistungsfach

Zusätzlich solltest Du Kriterien präzise formulieren, Sonderfälle prüfen, Funktionsscharen untersuchen, Modellannahmen reflektieren und Ergebnisse argumentativ absichern können.

Prüfungssprache

Achte auf Operatoren:

  1. bestimmen: Ergebnis mit geeignetem Verfahren ermitteln.
  2. begründen: nachvollziehbare mathematische Argumente angeben.
  3. nachweisen: geforderte Aussage durch Rechnung oder logische Argumentation bestätigen.
  4. interpretieren: mathematisches Ergebnis in den Sachzusammenhang übertragen.


Reflexion

Beantworte nach der Bearbeitung drei Fragen:

  1. Welche Funktionseigenschaft erkennst Du am Graphen schnell, musst sie aber rechnerisch absichern?
  2. Bei welchem Schritt hilft Dir eine Vorzeichentabelle am meisten?
  3. Welche Bedingung für Extrem- oder Wendepunkte hast Du früher möglicherweise zu schnell verwendet?


Folgekurs

Als nächste Themen eignen sich:

  1. ABI - Funktionenscharen untersuchen
  2. ABI - Extremwertprobleme
  3. ABI - Integralrechnung und Flächen
  4. ABI - Modellieren mit Funktionen
  5. ABI - Ableitungsgraphen zuordnen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Gleichung verwendest Du zur rechnerischen Bestimmung von Nullstellen? (f von x gleich null) (!f Strich von x gleich null) (!f Doppelstrich von x gleich null) (!f von x gleich eins)




Welche Beziehung weist Achsensymmetrie zur y-Achse nach? (f von minus x gleich f von x) (!f von minus x gleich minus f von x) (!f Strich von x gleich null) (!f Doppelstrich von x gleich null)




Was folgt aus f Strich größer null auf einem Intervall? (Die Funktion ist dort streng monoton steigend) (!Die Funktion besitzt dort zwingend einen Wendepunkt) (!Die Funktion ist dort achsensymmetrisch) (!Die Funktion besitzt dort zwingend eine Nullstelle)




Welche Aussage über f Doppelstrich gleich null ist korrekt? (Es entsteht zunächst nur ein möglicher Kandidat für einen Wendepunkt) (!Es liegt immer ein Wendepunkt vor) (!Es liegt immer ein Hochpunkt vor) (!Die Funktion besitzt keine Krümmung)




Welche Ableitung wird zuerst für Extremstellen untersucht? (Die erste Ableitung) (!Die zweite Ableitung) (!Die dritte Ableitung) (!Keine Ableitung)




Welche Eigenschaft muss bei einem gebrochenrationalen Term zuerst beachtet werden? (Der Nenner darf nicht null werden) (!Der Zähler muss positiv sein) (!Die Ableitung muss überall null sein) (!Der Graph muss symmetrisch sein)




Was beschreibt das Grenzverhalten? (Das Verhalten einer Funktion an Randstellen oder für sehr große Beträge der Variablen) (!Nur die Lage ihrer Nullstellen) (!Nur die Anzahl ihrer Extrempunkte) (!Nur den y Achsenabschnitt)




Welche Aussage ist für einen inneren Extrempunkt einer differenzierbaren Funktion notwendig? (Die erste Ableitung ist dort null) (!Die zweite Ableitung ist dort immer null) (!Der Funktionswert ist dort null) (!Die Definitionsmenge endet dort)




Warum reicht ein Graph allein häufig nicht als Begründung? (Weil er Eigenschaften nur sichtbar oder näherungsweise zeigen kann) (!Weil Graphen keine Funktionswerte enthalten) (!Weil Ableitungen nie graphisch dargestellt werden können) (!Weil Nullstellen nur bei Geraden vorkommen)




Was muss bei einem Modell zusätzlich zur mathematischen Definitionsmenge geprüft werden? (Der sachlich sinnvolle Bereich) (!Nur die Symmetrie) (!Nur die dritte Ableitung) (!Nur die Anzahl der Nullstellen)





Memory

Definitionsmenge erlaubte Eingabewerte
Wertemenge tatsächlich angenommene Ausgabewerte
Nullstelle Schnitt mit der x Achse
Monotonie Steigen oder Fallen auf Intervallen
Extrempunkt lokales oder globales Maximum beziehungsweise Minimum
Wendepunkt Wechsel des Krümmungsverhaltens





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
f von minus x gleich f von x Achsensymmetrie
f Strich positiv Steigen
f Strich wechselt von plus nach minus Hochpunkt
f Doppelstrich wechselt das Vorzeichen Wendepunkt
f von x gleich null Nullstelle






Kreuzworträtsel

Definitionsmenge Wie heißt die Menge aller erlaubten Eingabewerte?
Nullstelle Wie heißt eine Stelle mit Funktionswert null?
Symmetrie Wie heißt eine Eigenschaft bei Spiegelung oder Punktspiegelung?
Monotonie Wie heißt das systematische Steigen oder Fallen einer Funktion?
Wendepunkt Wie heißt ein Punkt mit Wechsel des Krümmungsverhaltens?
Grenzwert Wie heißt der Wert oder das Verhalten, dem sich eine Funktion annähert?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Menge der erlaubten Eingabewerte heißt

.
Nullstellen werden rechnerisch mit der Gleichung

bestimmt.
Für Achsensymmetrie zur y-Achse prüfst Du die Beziehung

.
Das Vorzeichen der ersten Ableitung beschreibt die

.
Eine Nullstelle der ersten Ableitung ist zunächst nur ein

.
Bei einem Wendepunkt muss sich das

ändern.
Das Verhalten für sehr große positive oder negative x-Werte wird durch

beschrieben.
Ein Graph dient häufig zur Kontrolle, ersetzt aber nicht automatisch eine

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Funktionsgraph: Zeichne zu f(x)=x3−3x einen Graphen und markiere Nullstellen, Extrempunkte und Wendepunkt.
  2. Symmetrie: Finde je eine gerade und eine ungerade Funktion und weise die jeweilige Symmetrie rechnerisch nach.
  3. Ableitung: Erstelle eine Karte, auf der Du den Zusammenhang zwischen dem Vorzeichen von f′ und dem Verlauf von f visualisierst.
  4. Fehleranalyse: Erfinde eine falsche Begründung zu einem Wendepunkt und korrigiere sie nachvollziehbar.


Standard

  1. Kurvendiskussion: Untersuche p(x)=x4−4x2 vollständig und ordne jeden Rechenschritt einer Funktionseigenschaft zu.
  2. Monotonie: Entwickle eine Vorzeichentabelle zu einer Funktion Deiner Wahl und erkläre sie in einem kurzen Lernvideo.
  3. Wertemenge: Vergleiche die Wertemengen einer quadratischen, kubischen und exponentiellen Funktion anhand selbst erstellter Graphen.
  4. Modellierung: Erstelle ein realistisches Modell mit eingeschränktem Definitionsbereich und erkläre den Unterschied zur rein mathematischen Definitionsmenge.


Schwer

  1. Wendepunkt: Finde ein Beispiel, bei dem f″(x0)=0 gilt, aber kein Wendepunkt vorliegt, und beweise Deine Aussage.
  2. Funktionsschar: Untersuche eine Schar fa(x) darauf, wie sich Extrem- und Wendepunkte mit dem Parameter verändern.
  3. Beweis: Formuliere einen nachvollziehbaren Beweis dafür, warum ein Vorzeichenwechsel von f′ von positiv nach negativ ein lokales Maximum kennzeichnet.
  4. Digitale Mathematik: Baue in GeoGebra ein interaktives Modell, das f, f′ und f″ gleichzeitig zeigt, und ergänze Prüfaufträge für Mitschülerinnen und Mitschüler.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Begründung: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel den Unterschied zwischen „am Graphen erkennen“ und „rechnerisch nachweisen“.
  2. Extrempunkt: Untersuche eine Funktion mit mindestens zwei stationären Stellen und entscheide mit geeigneten Kriterien, welche davon Extrempunkte sind.
  3. Wendepunkt: Vergleiche zwei Funktionen mit f″(0)=0, von denen nur eine bei x=0 einen Wendepunkt besitzt.
  4. Modellierung: Begründe, warum in einem Modell auf einem abgeschlossenen Intervall auch Randwerte für globale Extrema geprüft werden müssen.
  5. Transfer: Du erhältst nur den Graphen von f′. Rekonstruiere daraus Monotonie und mögliche Extremstellen von f.
  6. Argumentation: Formuliere eine vollständige Begründungskette von f′ und f″ zum lokalen Verlauf von f.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst eine Funktion systematisch statt nur schematisch untersuchen.
  2. Du kannst Definitionsmenge, Nullstellen, Symmetrie, Monotonie, Extrema, Wendepunkte, Wertemenge und Grenzverhalten unterscheiden.
  3. Du setzt Ableitungen zielgerichtet ein.
  4. Du kennzeichnest Kandidatenbedingungen und hinreichende Kriterien korrekt.
  5. Du formulierst mathematische Begründungen passend zu Operatoren.
  6. Du kannst graphische Beobachtungen rechnerisch überprüfen.
  7. Du berücksichtigst bei Modellen sinnvolle Bereiche und Randwerte.
  8. Du kannst Basisfach-Verfahren sicher anwenden und im Leistungsfach vertiefend argumentieren.




OERs zum Thema

Weitere freie bzw. offene Lernmedien im Kurs: Die eingebundenen Diagramme stammen aus Wikimedia Commons. Die dynamischen Modelle sind über GeoGebra verknüpft. Prüfe bei Weiterverwendung jeweils die dort angegebene Lizenz und Urheberschaft.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte