Zum Inhalt springen

Fußball entdecken im Grundschulalter - Fußballtraining

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 3. November 2026, 12:25 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (AI MOOC Plugin b2457542c2bfa11ab71c42a434e9000b)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Fußball entdecken im Grundschulalter - Fußballtraining

QR-Code



Einleitung

Kinder üben Fußball in einer Gruppe – viele eigene Ballaktionen sind wichtiger als frühe Spezialisierung.
Kinder üben Fußball in einer Gruppe – viele eigene Ballaktionen sind wichtiger als frühe Spezialisierung.

Bildnachweis und Textalternative: Kinder beim Fußballtraining in Stara Pryluka; Visem, 29.06.2021, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, unverändert eingebunden. Alt-Text: Kinder trainieren gemeinsam auf einem Fußballfeld. Das Foto illustriert vielfältige Bewegung, keine Bewertung einzelner Kinder.

Entdecke Fußball mit deinen Füßen, deinen Ideen und deinem Team! Dieser Kurs richtet sich vor allem an Kinder von 6 bis 9 Jahren, an Spielerinnen und Spieler und an begleitende Coaches in Schule und Verein. Du brauchst keine Vorerfahrung. Du lernst zu dribbeln, anzuhalten, zu passen, Tore zu treffen und fair zusammenzuspielen. Du darfst Fehler machen, ausprobieren und lachen. Es gibt keine festen Positionen und keine Auswahl nach vermeintlichem Talent. Wer neu beginnt, spielt mit.

Unsere drei Leitideen: Freude am Spiel, viele passende Ballaktionen und gemeinsames Lernen. Die bundesweit seit 2024/25 verbindlichen neuen Kinderfußball-Spielformen in der G-, F- und E-Jugend setzen auf kleine Teams und regelmäßige Wechsel. Für F-Kinder sind unter anderem Drei-gegen-Drei und Fünf-gegen-Fünf vorgesehen; die konkrete Durchführung richtet sich nach den aktuellen Vorgaben des zuständigen Landesverbands. Quelle: DFB – Kinderfußball, geprüft 03.11.2026. Hier lernst du zunächst spielerisch, nicht für eine frühe Ergebnis- oder Positionstabelle.

Sicherheitsregel für alle Übungen: Eine verantwortliche erwachsene Fachkraft prüft einen ebenen, freien Platz, standsicher verankerte Tore, ausreichende Abstände, geeignete Schuhe und altersgerechte weiche Bälle. Nicht an Toren klettern. Nur freiwilliger, kontrollierter Körperkontakt, keine gefährlichen Sprünge und kein verpflichtendes Kopfballtraining. Getränke, individuelle Pausen und altersgerechte Belastung sind selbstverständlich. Bei Schmerzen, Schwindel oder anderen Beschwerden sofort abbrechen und eine verantwortliche erwachsene Person informieren. Keine eigenständige Behandlung einer Verletzung.


Spielfreude, Vielfalt und Fair Play


Was Kinderfußball besonders macht

Im Kinderfußball ist das Spiel selbst der Lernort. Kleine Felder sorgen dafür, dass der Ball öfter zu dir kommt und du häufiger entscheiden kannst: Dribble ich, passe ich oder schieße ich? Es gibt keine Pflicht, in jeder Minute alles richtig zu machen. Gute Coaches beobachten, ermutigen und stellen kurze Fragen wie „Wo war Platz?“ statt jede Bewegung vorzugeben. Wer gerade keine Aktion am Ball hat, lernt ebenfalls: einen freien Raum finden, sich anbieten, einem anderen Kind helfen oder nach einem Gegentor neu anfangen.

Die DFB-Trainingsphilosophie nennt Freude, passende Intensität und Wiederholung. Für Sechs- bis Neunjährige heißt das: lieber mehrere lebendige kurze Spiele mit Pausen als langes Warten in Reihen. Nicht alle müssen gleich schnell laufen oder die gleiche Schwierigkeit bewältigen. Besonders beim Einstieg verdienen Mädchen, Jungen, Kinder mit Behinderungen und Kinder ohne Vereinserfahrung dieselben Lernchancen. Das gemeinsame Ziel ist Teilhabe, nicht ein frühes Leistungsranking.


Faire Entscheidungen treffen

Ein Mädchen übt selbstständig mit dem Fußball – Fußball ist für alle Kinder da.
Ein Mädchen übt selbstständig mit dem Fußball – Fußball ist für alle Kinder da.

Bildnachweis und Textalternative: Fußballübung in Khayelitsha, Kapstadt, Ed Suter, 03.12.2009, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Historische Aufnahme, nicht als heutiger Trainingsbetrieb ausgewiesen. Alt-Text: Ein Mädchen übt mit einem Ball auf einem Spielfeld. Unveränderte Einbindung als Beispiel für Zugang und Selbstwirksamkeit.

Fair Play bedeutet: Stopp sagen und beachten, niemanden auslachen, Fouls zugeben, Entscheidungen besprechen und nach einem Spiel abklatschen. Sind zwei Kinder verschiedener Meinung, nennt jedes ruhig seine Sicht; wenn sie keine Lösung finden, hilft der Coach neutral. Ein Kind darf eine andere Spielrolle ausprobieren: angreifen, verteidigen, anspielen und – wo es die Spielform vorsieht – auch einmal das Tor hüten. Kein Kind bleibt dauerhaft „hinten“, nur weil es noch lernt.

Mini-Aufgabe: Erfinde mit einer Partnerperson zwei freundliche Sätze für ein verlorenes Spiel. Musterlösung: „Guter Versuch, beim nächsten Mal finden wir gemeinsam Platz“ und „Danke fürs faire Spiel.“ Beobachte, ob sich alle wieder auf die nächste Runde freuen.


Ballgefühl durch Fantasiespiele


Dribbeln: Der Farbenwald

Ziel: Den Ball mit vielen kleinen Kontakten steuern, hochschauen und das Tempo selbst wählen. Material: pro Kind möglichst ein Ball, 12 weiche Markierungsteller in drei Farben, Hütchen als Feldgrenzen. Aufbau: Ein übersichtliches Feld von ungefähr 15 × 15 Metern; die Farbinseln liegen weit genug auseinander, sodass keine Laufwege zum Zusammenstoß zwingen. Durchführung: Alle sind Entdeckerinnen und Entdecker im Farbenwald. Auf ein vereinbartes Wort dribbeln sie selbstständig zu einer farbigen Insel, bremsen vor dem Teller und setzen ihre Reise fort. Nach einigen Runden bestimmt ein Kind ein eigenes Farbwort oder eine sichere Route. Typische Fehler: Ball zu weit vorlegen, nur auf den Ball blicken, zu dicht aneinanderlaufen. Beobachtung: Bleibt der Ball erreichbar, schauen Kinder gelegentlich auf und reagieren sie auf andere? Leichter: größeres Feld, Gehen statt Laufen, freie Farbwahl. Schwerer: Farbwechsel beim Hochsehen oder ein sanfter Richtungswechsel mit dem anderen Fuß. Transfer: Im Zwei-gegen-Zwei freien Raum erkennen und den Ball dort hindribbeln. Sicherheit: Nur weiche Signale ohne plötzliches Zusammenrennen; bei Unruhe wird das Spiel unterbrochen.

Kinder beim gemeinsamen Training – mögliche Anregung für eigene Ball- und Bewegungsaufgaben.
Kinder beim gemeinsamen Training – mögliche Anregung für eigene Ball- und Bewegungsaufgaben.

Bildnachweis und Textalternative: Training mit Kindern in Lusaka; Mepereshka, 27.02.2019, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Alt-Text: Kinder bei einer angeleiteten Übung auf einem Sportfeld. Unverändert als Illustration verwendet; das Foto ist keine verbindliche Übungsanweisung.


Stoppen und Wenden: Schatzinseln

Ziel: Den Ball kontrolliert stoppen, stehen bleiben und die Richtung wechseln. Material: ein Ball je Kind, flache Reifen oder Markierungsteller als „Inseln“, ausreichend Platz. Aufbau: Vier bis sechs Inseln im Feld, jede Insel mit mehreren sicheren Anfahrtswegen. Durchführung: Du dribbelst mit deinem Ball zur frei gewählten Insel, hältst den Ball mit der Sohle ruhig, schaust links und rechts und fährst zu einer neuen Insel. Nach einer Runde darfst du einen Fantasienamen für deine Insel erfinden. Typische Fehler: auf den Ball treten und das Gleichgewicht verlieren; zu spät abbremsen; sich auf einer Insel drängen. Beobachtung: Stoppt der Ball innerhalb eines kleinen Bereichs? Wird eine freie Insel gewählt? Leichter: langsam gehen und den Ball neben der Sohle anhalten. Schwerer: mit beiden Füßen abwechselnd stoppen oder vor dem Weitergehen bewusst umschauen. Transfer: Einen gegnerischen Laufweg erkennen und sicher abbremsen, bevor du passt. Sicherheit: keine rutschigen Reifen verwenden; bei engem Raum weniger Kinder gleichzeitig starten.


Kleine Technik, große Erlebnisse

Das Dribbling ist kein Slalomwettbewerb gegen andere Kinder. Du darfst mit Innen- oder Außenseite spielen, ausprobieren, welcher Fuß sich gerade gut anfühlt, und den Ball auch einmal verlieren. Wer seinen Ball wiederfindet und weiterspielt, hat etwas gelernt. Kurze ruhige Fragen helfen: „Wann hat der Ball dir gehorcht?“ und „Was kannst du morgen ausprobieren?“ Coaches notieren Fortschritt ohne Veröffentlichung personenbezogener Daten.

Eigenes Bewegungsdiagramm – Ballkontrolle (Textgrafik, erstellt für diesen Kurs am 03.11.2026):

Situation Deine Aktion Beobachtung
Start im freien Raum Kleiner Fußkontakt → hochschauen Ball bleibt erreichbar
Insel wird näher Tempo verringern → Sohle auf den Ball Ball ruht sicher
Neuer Weg wird frei Körper drehen → Ball sanft mitnehmen kein Zusammenstoß

Textalternative: Dreischritt aus sanftem Dribbeln, kontrolliertem Stoppen und sicherem Richtungswechsel. Rechte: eigenständig formuliertes Schema, keine Fremdvorlage.


Zusammen spielen: Passen und Platz finden


Passtür und freier Raum

Ziel: Einen flachen Pass zur Mitspielperson spielen und anschließend einen neuen freien Anspielplatz finden. Material: je zwei Kinder ein Ball, Markierungsteller als zwei Meter breite Passtore. Aufbau: Mehrere voneinander getrennte Partnerfelder, jeweils ein Passtor in der Mitte. Durchführung: A passt durch das Tor zu B, B stoppt den Ball, beide zeigen mit einem kurzen Zuruf ihren neuen Standort an und wechseln ihre Seite leicht. Danach wird zurückgepasst. Die Entfernung passen die Kinder an ihr Können an. Typische Fehler: zu hart passen, Partnerperson nicht ansehen, nach dem Pass stehen bleiben. Beobachtung: Kommt der Ball kontrolliert an? Wird nach dem Pass ein freier Ort angeboten? Leichter: breites Passtor und kurzer Abstand, ruhender Ball. Schwerer: nach dem Zuspiel gemeinsam ein weiteres freies Passtor suchen. Transfer: Im Drei-gegen-Drei ohne Druck freilaufen und ein sicheres Zuspiel ermöglichen. Sicherheit: Paarfelder trennen; keine Bälle quer durch benachbarte Spiele schlagen.


Zwei gegen eins: Hilf mir!

Ziel: Wahrnehmen, wann ein freier Pass hilfreicher ist als ein Dribbling. Material: ein Ball, vier Hütchen, zwei kleine sichere Tore je Feld. Aufbau: Ein schmales, überschaubares Feld; zwei Angreifende versuchen an einer fair verteidigenden Person vorbei ein Tor zu erreichen. Durchführung: Die Angreifenden dürfen dribbeln oder passen. Nach einem kurzen Durchgang tauschen alle Rollen; die Verteidigung versucht nur sauber den Ball zu erobern. Typische Fehler: beide Angreifenden rennen zum Ball, zu spätes Abspiel, körperliches Schieben. Beobachtung: Gibt es seitlich eine freie Anspielstation? Sehen die Kinder vor der Entscheidung kurz auf? Leichter: breiteres Feld, Verteidigung zunächst passiv. Schwerer: Verteidigung aktiv, aber kontrolliert, oder ein Zeitfenster für mehrere Lösungen. Transfer: Im Drei-gegen-Drei statt eines langen Einzelrennens zusammen ein freies Tor finden. Sicherheit: kein Grätschen oder Rempeln; Coach stoppt unsichere Situationen sofort.


Kindern Fragen stellen statt Wege vorsagen

Wenn du den Ball hast, hörst du vielleicht „Hier!“ und siehst einen offenen Raum. Du darfst selbst wählen. Ein guter Coach greift nicht ständig ein, sondern fragt: „Welche Möglichkeit hast du gesehen?“ Ein verlorener Ball ist keine Strafe, sondern eine neue Lerngelegenheit. Gleichzeitig helfen klare Regeln zum Stoppen, Wechseln und fairen Umgang. Für erfahrenere Kinder können später Laufwege und Entscheidungen anspruchsvoller werden; für die Jüngeren zählt zunächst das eigene Entdecken.

Videonachweis und Textalternative: „Der neue Kinderfußball in Sachsen“, Erklärvideo des Sächsischen Fußball-Verbands, nachgewiesen auf SFV – Kinderfußball und in einer Verbandsvorlage von 2024; YouTube-Original. Konkretes Upload-Datum aus der verfügbaren Quelle nicht zweifelsfrei bestimmt; Abruf 03.11.2026. Urheber/Anbieter: Sächsischer Fußball-Verband laut Verbandsquelle; kein CC-Lizenznachweis, ausschließlich Originalplayer, keine Kopie und keine öffentliche Nutzungserlaubnis für Downloads. Alt-Text: Erklärvideo zu kleinen Spielformen im Kinderfußball. Externe Inhalte nur gemäß Einwilligung/VIDIS-Wahl laden; die Textbeschreibung bleibt ohne Video nutzbar.


Tore erleben: kleine Spiele, viele Entscheidungen


Zwei oder drei gegen drei auf vier Minitore

Im Kinderfußball muss nicht jedes Team nur auf ein großes Tor zielen. Bei vier Minitoren verteidigt eine Mannschaft zwei Tore und greift auf zwei gegenüberliegende Tore an. So entdeckst du, dass ein Pass oder Richtungswechsel eine neue Chance öffnet. Die DFB-Regelübersicht sieht für die G-Jugend Zwei-gegen-Zwei oder Drei-gegen-Drei, für die F-Jugend unter anderem Drei-gegen-Drei oder Fünf-gegen-Fünf vor. Wettbewerbsregeln wie Schusszonen, Einwechselrhythmus und Feldabmessungen müssen Coaches für den konkreten Verband nachschlagen; die folgende Übung ist eine Trainingsform, kein offizieller Spielbericht.

Eigenes Taktikschema – vier Tore von oben betrachtet (Textgrafik, 03.11.2026):

Linkes Minitor Spielfeld Nord Rechtes Minitor
Tor N1 Angriffsziel für Team Rot ↑ Tor N2
Freie linke Bahn Blau A – Rot A – Ball – Blau B Freie rechte Bahn
Freie linke Bahn Rot B – Blau C – Rot C Freie rechte Bahn
Tor S1 Angriffsziel für Team Blau ↓ Tor S2

Legende und Textalternative: Rot versucht eines der beiden nördlichen Tore N1/N2 zu treffen, Blau eines der südlichen Tore S1/S2. Beide Teams bestehen hier aus je drei Kindern; das Schema ist nicht maßstäblich. Pfeile stehen für Angriffsrichtungen, nicht für vorgeschriebene Laufwege. Quelle und Rechte: eigens erstelltes Lernschema, 03.11.2026.


Das Vier-Tore-Festival

Ziel: Dribbling, Pass, Torabschluss und gemeinsame Entscheidungen selbstständig verbinden. Material: vier sicher befestigte Minitore pro Feld, Markierungen, genügend Bälle am Rand, farbige Leibchen. Aufbau: Ein kleines freies Feld, beispielhaft etwa 26 × 20 Meter für ein F-Jugend-Drei-gegen-Drei; Abstände und Schusszonen nach örtlichen Regeln anpassen. Bei zwölf Kindern zwei Felder aufbauen; pro Feld spielen drei gegen drei. Durchführung: Nach kurzem gemeinsamen Start wird mehrere Minuten frei gespielt. Nach jedem Durchgang werden Teams ausgewogen neu gemischt, alle erhalten Spielzeit. Die Fachkraft begleitet Regelstreit neutral. Typische Fehler: alle laufen auf den Ball zu, zwei Kinder bleiben ohne Beteiligung, große Tore werden stärker bewacht als freie Räume. Beobachtung: Wie viele Kinder haben Ballaktionen, öffnen sich Laufwege und zeigen Teams Fair Play? Leichter: größeres Feld, kürzere Wege zu den Toren oder Zwei-gegen-Zwei. Schwerer: bewusst das freie zweite Tor nutzen, einen kurzen Doppelpass versuchen. Transfer: In einem nächsten Spiel selbst entscheiden, ob Dribbling, Pass oder Schuss am besten passt. Sicherheit: kein harter Körperkontakt, feststehende Tore, ausreichend Abstand der Felder und Trinkpausen.


Spielerisch beobachten – ohne Kinder festzulegen

Ein Coach zählt nicht bloß Tore, sondern achtet darauf, ob viele Kinder aktiv waren. Kurz nach jeder Runde dürfen die Kinder erzählen: „Welcher Moment war schön?“, „Wie habt ihr einander geholfen?“ und „Was probieren wir als Nächstes?“ Teams wechseln, damit neue Begegnungen entstehen. Eine zeitweilige Torwartrolle in dafür vorgesehenen Spielen ist möglich, aber keine dauerhafte Spezialisierung. Kein Kind wird anhand einzelner Ballverluste kategorisiert.

Videonachweis und Textalternative: „Kinderfußball – Wissenswertes zum F-Jugend-Spieltag“ bzw. ein vom Württembergischen Fußballverband verlinkter Film zum F-Jugend-Mixfeld, WFV-Quellseite, YouTube-Original. Anbieter-Nachweis: WFV-Verbandsseite; genauer Filmurheber und Upload-Datum aus dem öffentlich abgerufenen Datensatz nicht gesichert; geprüft 03.11.2026. Einbettungsgrund: Offiziell vom Landesverband referenziertes Anschauungsbeispiel; keine freie Videolizenz behauptet, nur Original-YouTube-Player. Alt-Text: Erklärung eines F-Jugend-Spieltags mit kleinen Spielfeldern und Wechseln. Die Wiedergabe ist optional und soll Einwilligungs- und VIDIS-Einstellungen respektieren.


Training mit allen planen und reflektieren


Beispiel für eine kinderfreundliche Einheit

50 Minuten als flexible Planungsillustration für 6- bis 9-Jährige – Pausen nach Bedarf, kein vorgeschriebenes Belastungsmaximum. 5 Minuten ankommen und Sicherheitscheck; 8 Minuten Farbenwald; 8 Minuten Schatzinseln und Partnerpässe; 3 Minuten trinken und ruhen; 9 Minuten Drei-gegen-Drei; 3 Minuten Gespräch und Teamwechsel; 9 Minuten Drei-gegen-Drei mit neuen Mitspielenden; 5 Minuten gemeinsamer Abschluss. Die Nettozeiten werden dem Wetter, den Bewegungsbedürfnissen und der Gruppe angepasst. Für Kinder mit wenig Erfahrung gibt es zusätzliche freie Ballkontakte ohne Gegnerdruck, für Fortgeschrittene offene Entscheidungsaufgaben. Eine sichere Durchführung hat Vorrang vor dem Zeitplan.

Eigenes Ablaufdiagramm – Entscheidung beim Ballbesitz (Textgrafik, 03.11.2026):

Beobachte Frage dich Mögliche Handlung
Vor dir ist freier Platz Kann ich den Ball gut führen? Dribbeln
Eine freie Mitspielperson ruft Ist ein sicherer Pass möglich? Flach passen
Ein freies Minitor liegt vor dir Bin ich im erlaubten Schussbereich? Kontrolliert schießen
Du verlierst den Ball Wie helfe ich jetzt? Fair nachsetzen oder Raum sichern

Textalternative: Vier Situationen im Spiel führen zu offenen Möglichkeiten, nicht zu starren Befehlen. Eigenes Diagramm; keine Positionen werden zugeteilt.


Modellfall: Zwölf Kinder beim ersten Fußballfest

Ausgangslage – erfundenes Lehrbeispiel, keine echten Kinderdaten: Zwölf sieben- bis achtjährige Kinder besuchen eine offene Fußballgruppe. Einige sind zum ersten Mal mit einem Ball unterwegs; einige spielen regelmäßig. Die Gruppe hat zwei verantwortliche erwachsene Coaches, acht sicher verankerte Minitore, zwölf weiche Bälle, Markierungsteller und zwei freie Kleinfelder. In einer ersten langen Schlange kamen die Einsteigerinnen und Einsteiger kaum an den Ball. Ein Kind möchte nicht gegen andere spielen, drei Kinder sind besonders schnell. Das gemeinsame Ziel lautet: Alle bewegen sich sicher, erleben Selbstwirksamkeit und erhalten viele echte Spielaktionen.

Aufgabe: Plane eine Einheit mit Einstieg, Spielphase, Pausen, Variation, Wechseln und Auswertung. Erkläre, wie du unnötiges Warten und frühe Positionsvergabe vermeidest. Beschreibe, woran du erkennen kannst, dass der Plan funktioniert.

Nachvollziehbare Musterlösung: (1) Sicherheitscheck der beiden Felder und Tore; fünf Minuten freies Ballankommen. (2) Alle zwölf Kinder haben im Farbenwald ihren eigenen Ball, sodass keine Schlange entsteht. (3) Ein Kind, das Gegnerdruck noch nicht möchte, beginnt freiwillig in einer offenen Parallelzone mit Dribbel- und Passaufgaben und kann jederzeit in ein Spiel wechseln. (4) Danach bilden wir auf zwei Feldern je zwei Dreierteams; alle zwölf spielen gleichzeitig im Drei-gegen-Drei. (5) Nach kurzen Durchgängen werden Mitspielende gewechselt; keine dauerhaften Stürmer-, Abwehr- oder Torwartrollen. (6) Coaches begleiten aus sicherer Distanz, stoppen gefährlichen Kontakt und erfragen die Ideen der Kinder. (7) Gemeinsam wird beobachtet: Waren alle mindestens mehrfach am Ball? Waren die Felder übersichtlich? Wurde respektvoll gesprochen? (8) Bei Überforderung wird das Feld vergrößert, der Gegnerdruck reduziert oder Zwei-gegen-Zwei angeboten; bei Unterforderung darf das freie zweite Tor bewusst angespielt werden. (9) Wasserpausen und Abbruch bei Beschwerden sind jederzeit möglich. (10) Am Schluss nennt jedes Kind freiwillig einen erfreulichen Moment und ein nächstes persönliches Ziel.

Bewertungsraster für Coach-Entwürfe: Jede der folgenden fünf Dimensionen erhält 0, 1 oder 2 Punkte; maximal 10 Punkte. Die Punkte beurteilen den Trainingsentwurf, nicht den Wert oder das Talent eines Kindes.

Kriterium 0 Punkte 1 Punkt 2 Punkte
Sicherheit und Pausen wesentliche Risiken fehlen einzelne Schutzregeln vorhanden Platz, Tore, Kontakt, Pausen und Abbruch klar geregelt
Beteiligung lange Wartezeiten bleiben einzelne Kinder haben viel Ballkontakt alle haben regelmäßig spielerische Ballaktionen
Vielfältige Rollen feste Rollen werden erzwungen einige Wechsel geplant alle dürfen wechselnde Spielsituationen ausprobieren
Differenzierung nur eine Schwierigkeit eine Entlastung oder Herausforderung freiwillige leichtere und schwierigere Wege mit gleichem Spielrecht
Beobachtung und Fair Play nur Ergebnis zählt einzelne Rückmeldungen konkrete Beobachtungen und kindgerechte gemeinsame Reflexion

Beispielbewertung: Der Musterplan enthält Sicherheit (2), Teilhabe (2), Rollenwechsel (2), Differenzierung (2) und Beobachtung (2), somit 10 von 10 möglichen Punkten. Ein abweichender guter Plan darf gleichwertige Lösungen enthalten. Eine Selbst- und Fremdbewertung begründet jede Punktvergabe mit einem beobachtbaren Merkmal.


Alter, Erfahrung und freiwillige Herausforderungen

6–9 Jahre – Zielgruppe: Fantasiespiele, jedes Kind möglichst oft am Ball, kleine Felder, spielerische Regeln und freier Rollenwechsel; Anfänger brauchen Sicherheit und Zeit. 10–13 Jahre: Grundlagen werden variabler, mit Blickkontakt, unterschiedlichen Passwegen und ersten bewussten Entscheidungen unter altersgerechtem Gegnerdruck. 14–17 Jahre: Spielnahe Aufgaben können komplexer werden, etwa Umschalten, Gruppenzusammenarbeit und begründete taktische Entscheidungen unter fachkundiger Belastungssteuerung. Erwachsene: Aufgaben an Erfahrung, Gesundheit und Bewegungsmöglichkeiten anpassen; gemeinsames Spielen und Sicherheit behalten ihren Wert. Die Altersangaben beschreiben Entwicklungsschwerpunkte, keine Leistungsnormen.


Vorbilder anschauen und eigene Wege finden


Was wir von Profis lernen können – ohne sie zu kopieren

Aitana Bonmatí bei einem Spiel im April 2019 – Bildanlass für den Blick auf Raum und Mitspielende.
Aitana Bonmatí bei einem Spiel im April 2019 – Bildanlass für den Blick auf Raum und Mitspielende.

Bildnachweis und Textalternative: Aitana Bonmatí, Champions-League-Spiel gegen Bayern München, April 2019; El Loko Foto, Wikimedia Commons, CC BY 4.0; unverändert eingebunden. Alt-Text: Fußballerin Aitana Bonmatí auf dem Spielfeld. Historisches Foto von 2019, kein Beleg für aktuelle Mannschaftszugehörigkeit und keine persönliche Empfehlung dieses Kurses.

Lionel Messi bei einem Länderspiel im November 2017 – Bildanlass für Ballführung und Blickverhalten.
Lionel Messi bei einem Länderspiel im November 2017 – Bildanlass für Ballführung und Blickverhalten.

Bildnachweis und Textalternative: Lionel Messi, Russland–Argentinien in Moskau am 11.11.2017; Voltmetro, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, unverändert eingebunden. Alt-Text: Lionel Messi auf einem Spielfeld im Rahmen des Länderspiels 2017. Historisches Bild ohne Aussage über den Kader 2026; keine persönliche Mitwirkung oder Empfehlung.

Beobachtungsauftrag: Schau auf einem Foto nach, wo Ball, Mitspielende und freier Raum sein könnten. Ein einzelnes Standbild zeigt weder die gesamte Spielsituation noch die Absicht der abgebildeten Person; erfinde keine sichere taktische Diagnose. Aitana Bonmatí und Lionel Messi sind Beispiele für Menschen, die auf höchstem Niveau spielen, aber deine heutige Aufgabe ist nicht, ihre komplexen Aktionen nachzuahmen. Probiere stattdessen eine kleine eigene Entscheidung: Ball stoppen, hochsehen, zur freien Seite spielen. Mädchen und Jungen dürfen sich alle Vorbilder aussuchen.


Medien klug und freiwillig nutzen

Bilder können Bewegungen sichtbar machen; ein Video kann einen Ablauf zeigen. Schau zuerst auf deine eigene sichere Spielfläche und vertraue dem verantwortlichen Coach. Für externe Videos gilt: nur über den regulären, geschützten Originalplayer und nur, wenn deine Einrichtung bzw. du die Einbindung entsprechend den bestehenden Einwilligungs- und VIDIS-Entscheidungen freigibst. Ohne Video funktionieren die textlichen Übungsanleitungen. Keine Videos von Kindern ohne geeignete Rechte und Einwilligungen erstellen oder hochladen. Wenn Bild und Wirklichkeit nicht übereinstimmen, frage nach und probiere keine riskante Aktion nach.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Fußballwissen

Was ist beim Kinderfußball zuerst wichtig? (Freude und viele Ballaktionen für alle) (!Nur die höchste Trefferzahl eines Kindes) (!Feste Positionen schon ab dem ersten Tag) (!Lange Wartezeiten in einer Reihe)




Welche Gruppengröße hilft beim Einstieg oft besonders? (Kleine Teams mit vielen Ballkontakten) (!Große Teams mit vielen Zuschauenden) (!Ein Kind gegen eine ganze Klasse) (!Nur die schnellsten Kinder spielen)




Was machst du vor dem Weiterdribbeln nach einem Stopp? (Kurz umsehen und einen sicheren Weg wählen) (!Die Augen die ganze Zeit schließen) (!Gegen ein anderes Kind rennen) (!Den Ball absichtlich wegschlagen)




Woran erkennst du einen hilfreichen Pass? (Die Mitspielperson kann den Ball erreichen und kontrollieren) (!Der Pass ist immer maximal hart) (!Der Ball fliegt in eine andere Trainingsgruppe) (!Niemand weiß wohin der Ball kommt)




Was ist nach deinem Pass sinnvoll? (Einen neuen freien Anspielplatz suchen) (!Immer auf derselben Stelle stehen bleiben) (!Das eigene Team anschreien) (!Das Feld ungefragt verlassen)




Wie viele gegnerische Minitore kannst du beim Vier-Tore-Spiel ansteuern? (Zwei) (!Keine) (!Immer nur vier gegnerische Tore) (!Sechs)




Was ist bei einem Streit über einen Ausball fair? (Ruhig besprechen und bei Bedarf den Coach um Hilfe bitten) (!Andere auslachen) (!Weiter schubsen) (!Den Ball verstecken)




Welche Regel gilt für eine erste Kindergruppe? (Alle dürfen verschiedene Rollen ausprobieren) (!Nur die Größten dürfen angreifen) (!Einmal Torwart bedeutet immer Torwart) (!Anfänger bleiben immer am Rand)




Was ist bei Schmerzen während des Spiels richtig? (Sofort aufhören und die erwachsene Betreuung informieren) (!Unbedingt weiterspielen) (!Alle Beschwerden ignorieren) (!Allein eine Verletzung behandeln)




Was kann dir ein Profi-Foto sicher zeigen? (Einen einzelnen aufgenommenen Moment) (!Die Gedanken aller Personen) (!Den vollständigen Spielverlauf) (!Den aktuellen Verein in jeder späteren Saison)





Memory: Fußballbegriffe entdecken

Dribbeln Den Ball mit vielen kleinen Fußkontakten führen
Passen Den Ball gezielt zur Mitspielperson spielen
Freilaufen Sich an einem erreichbaren freien Ort anbieten
Fair Play Andere respektieren und Regeln gemeinsam achten
Rotation Nach einer Runde die Spielrolle oder Besetzung wechseln
Minitor Kleines Tor für kindgerechte Spielformen





Drag and Drop: Situationen zuordnen

Passender Begriff Beobachtete Situation
Dribbeln Vor dir liegt freier Raum und du führst den Ball selbst weiter
Passen Eine Mitspielperson steht frei und du spielst den Ball kontrolliert zu ihr
Stoppen Du bremst ab und bringst den Ball mit dem Fuß zur Ruhe
Umschauen Du prüfst mit den Augen wo andere Kinder und freie Wege sind
Abklatschen Nach einer fairen Runde dankst du deinem Gegenüber





Kreuzworträtsel

Dribbling Wie heißt die Ballführung mit wiederholten Fußkontakten?
Freilaufen Wie nennt man das Anbieten an einem freien Ort?
Fairplay Wie nennt man den respektvollen Umgang im Sport?
Minitore Wie heißen die kleinen Ziele beim Vier-Tore-Spiel?
Rotation Wie heißt das regelmäßige Wechseln der Mitspielenden oder Rollen?
Ballgefühl Wie heißt die Fähigkeit den Ball kontrolliert wahrzunehmen und zu steuern?





LearningApps

Entdecke weitere Übungen zum Thema. Die folgende Suche ist ein externer Dienst und keine von diesem Kurs selbst erstellte oder geprüfte einzelne LernApp. Bei schulischer Verwendung Datenschutz und Freigabe beachten.


Lückentext: Mein erstes Fußballfest

Ergänze das passende Wort.
Beim Dribbeln halte ich den Ball möglichst

bei mir.
Vor einem neuen Laufweg schaue ich mich

.
Bei einem freien Mitspieler kann ein

helfen.
Beim Vier-Tore-Spiel greift jedes Team auf

gegnerische Tore an.
Nach einem Ballverlust darf ich es erneut

.
Bei den Kindern sollen möglichst

mitspielen.
Nach einem Streit reden wir

miteinander.
Bei Schmerzen sage ich sofort

.
Zwischen den Spielrunden gönne ich mir eine

.
Eine gute Übung macht mir

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Mein Ballweg: Zeichne drei sichere Wege zwischen Farbeninseln und probiere einen langsam aus. Lösungsidee: Der Weg hat Abstand zu anderen, enthält einen Stopp und einen Blick nach vorn.
  2. Mein Fair-Play-Satz: Denke dir einen freundlichen Satz nach einem Fehler aus und sage ihn deiner Gruppe. Lösungsidee: „Wir versuchen es noch einmal zusammen“ statt einer Beschuldigung.
  3. Mein Lieblingsmoment: Male eine schöne Spielsituation und erzähle, warum sie dir Spaß gemacht hat. Lösungsidee: Ein eigenes Tor, ein hilfreicher Pass oder ein gemeinsamer Jubel sind gleichwertige Erfolge.
  4. Mein Ballstopp: Probiere unter Aufsicht zwei sichere Stopps und beschreibe, welcher besser gelang. Lösungsidee: Bei langsamem Tempo bleibt der Ball vor dem Körper kontrollierbar.


Standard

  1. Passtor gestalten: Baue mit einem Partner ein breites Passtor und dokumentiere zwei passende Entfernungen. Lösungsidee: Zuerst kurzer Abstand, dann etwas weiter, nur wenn beide den Ball erreichen.
  2. Inselspiel verändern: Denke dir eine leichtere Regel für ein neues Kind aus. Lösungsidee: Weniger Tempo, freie Inselwahl und genügend Abstand.
  3. Der freie Platz: Zeichne zu einer Zwei-gegen-Eins-Szene zwei mögliche Laufwege und begründe deine Wahl. Lösungsidee: Eine Mitspielperson entfernt sich vom direkten Gegner, sodass ein sicherer Passweg entsteht.
  4. Unser Spielvertrag: Formuliere mit anderen drei Gruppenregeln und zeichne passende Zeichen. Lösungsidee: Keine gefährlichen Kontakte, niemand bleibt ausgeschlossen, bei Streit ruhig Hilfe holen.


Schwer

  1. Mini-Festival planen: Plane zwei kleine Felder für zwölf Kinder mit gerechten Wechseln. Lösungsidee: Pro Feld spielen drei gegen drei, die Besetzung rotiert nach kurzen Durchgängen.
  2. Spielaktionen beobachten: Erfinde drei anonyme Beobachtungsmerkmale und werte zwei Durchgänge ohne Namen aus. Lösungsidee: Anzahl aktiver Kinder, sichere Pässe und faires Stoppen; niemals Kinder öffentlich vergleichen.
  3. Übung verändern: Mache aus einem zu schwierigen Zwei-gegen-Eins eine passende leichtere Aufgabe und begründe sie. Lösungsidee: Breiteres Feld oder passiv verteidigende Person schafft mehr Entscheidungszeit.
  4. Foto kritisch untersuchen: Vergleiche das Foto eines Profis mit deiner eigenen Übung und benenne zwei Grenzen eines Standbilds. Lösungsidee: Das Foto zeigt weder die vorherigen Pässe noch die Gedanken; sicher üben statt spektakulär kopieren.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Spielidee begründen: Erkläre, weshalb zwei Drei-gegen-Drei-Felder für zwölf Kinder oft besser als eine lange Warteschlange sind. Musterlösung: Alle spielen gleichzeitig, haben häufiger Ballaktionen und können verschiedene Entscheidungen ausprobieren.
  2. Fehler verbessern: Ein Kind dribbelt ständig in andere hinein. Nenne zwei Änderungen ohne Beschämung. Musterlösung: Größeres Feld und die Regel „vor dem Richtungswechsel umschauen“; vor jedem Start Sicherheitsabstand prüfen.
  3. Entscheidung im Spiel: Du bist mit dem Ball vor einer Verteidigung, rechts steht dein Team frei. Welche zwei Handlungen sind möglich und wann passt welche? Musterlösung: Pass bei freier erreichbarer Person, Dribbling bei offenem sicherem Weg; ein Kind darf selbst entscheiden.
  4. Konflikt lösen: Zwei Kinder streiten nach einem knappen Ausball. Formuliere einen Ablauf. Musterlösung: Anhalten, beide hören einander zu, faire Einigung; bei Bedarf vermittelt der Coach ruhig.
  5. Alle beteiligen: Bei einem Spiel berühren zwei Kinder den Ball kaum. Wie änderst du die Aufgabe? Musterlösung: Kleineres Team oder weitere Felder, passende Schwierigkeitsgrade und Wechsel für alle statt Schuldzuweisung.
  6. Sicher reagieren: Ein Kind sagt nach einem Zusammenstoß, dass ihm schwindelig ist. Was tust du? Musterlösung: Spiel sofort stoppen, verantwortliche erwachsene Betreuung hinzuziehen, nicht weiterspielen lassen; keine eigene medizinische Behandlung.


Lernnachweis

Für Kinder: Zeige, dass du den Ball in einer einfachen Spielsituation kontrolliert führen und stoppen kannst, einmal eine faire Passmöglichkeit suchst, andere respektierst und weißt, wann du Hilfe holst. Dein Nachweis kann ein gezeichnetes Spielfeld, eine mündliche Erklärung, eine gemeinsam erlebte Spielrunde oder eine kleine Übungsbeschreibung sein. Ein öffentliches Foto oder Video von Kindern ist nicht erforderlich.

Für Coaches: Reiche einen kindgerechten Spielplan mit Ziel, Material, sicherem Aufbau, Ablauf, Varianten, Beobachtung und Transfer ein. Ergänze ein anonymes Reflexionsblatt: Haben alle mitgespielt? Wie wurde Fair Play gestärkt? Welche Änderung half Anfängern? Beurteile den Entwurf mit dem Fünf-Kriterien-Raster aus dem Modellfall; begründe die Punkte anhand der Planung. Erfolgskriterium: Sicherheit und Teilhabe gehen vor Punkten, Tempo oder der Zahl erzielter Tore.

Selbstcheck: „Ich traue mich auszuprobieren“, „Ich finde Platz“, „Ich achte auf andere“, „Ich darf Pausen machen“ und „Ich kann erklären, wie mein Spiel verbessert wird“. Kreuze nicht andere Kinder als besser oder schlechter an, sondern wähle für dich ein nächstes Lernziel.


OER und Wikipedia

Kostenloses Grundlagenlernen: Die Erklärungen und selbst erstellten Aufgaben dieses Kurses sollen frei zugänglich bleiben. Weiterführende Materialien nutzen nur die auf ihren Quellseiten angegebenen Rechte; eine YouTube-Einbettung bedeutet keine offene Download-Lizenz. Quellenstand der folgenden Hinweise: 03.11.2026.

Medienregister: Eingebundene Bilddateien bleiben unverändert. Lizenzangaben stammen von den jeweiligen Commons-Dateiseiten; Bildnachweise und Textalternativen stehen auch direkt bei jeder Abbildung. Für die beiden YouTube-Filme ist keine Creative-Commons-Lizenz festgestellt; sie werden nicht heruntergeladen oder vervielfältigt. Bilder zeigen historische Aufnahmedaten, keine aktuellen Vereinszugehörigkeiten.

Medium und Textalternative Belegseite Urheber und Datum Lizenz beziehungsweise zulässiger Einbettungsgrund
Football training in Stara Pryluka 08.jpg – Kinder trainieren gemeinsam Commons-Dateiseite Visem, 29.06.2021 CC BY-SA 4.0, unverändertes Foto
Young girl practices her soccer skills, Khayelitsha, Cape Town.jpg – Mädchen übt Fußball Commons-Dateiseite Ed Suter, 03.12.2009 CC BY-SA 4.0, historische Aufnahme
Football training exercises.jpg – Kinder bei einer Übung Commons-Dateiseite Mepereshka, 27.02.2019 CC BY-SA 4.0
Aitana Bonmatí 20190421.jpg – Fußballerin im Spiel Commons-Dateiseite El Loko Foto, April 2019 CC BY 4.0; keine Aussage über heutiges Team
2017 FRIENDLY MATCH RUSSIA v ARGENTINA - Lionel Messi.jpg – Fußballer beim Länderspiel Commons-Dateiseite Voltmetro, 11.11.2017 CC BY-SA 4.0; historisches Foto
OQqAOxvgbuo – Video zu neuen Kinderfußball-Spielformen YouTube-Original, SFV-Nachweis SFV als herausgebender Verband; Upload-Datum nicht gesichert, überprüft 03.11.2026 Regulärer YouTube-Player, keine behauptete freie Lizenz
7ql1B-HAOCI – Video zum F-Jugend-Spieltag YouTube-Original, WFV-Nachweis Verlinkt durch WFV, Filmurheber und Upload-Datum nicht gesichert, überprüft 03.11.2026 Regulärer YouTube-Player, keine behauptete freie Lizenz

Eigene schematische Materialien: Tabellen „Ballkontrolle“, „Vier-Tore-Feld“ und „Entscheidung beim Ballbesitz“ wurden am 03.11.2026 für diesen Kurs als textbasierte, auch ohne Bilder lesbare Originaldiagramme erstellt. Eine fachlich passende offen lizenzierte Animation konnte für diese Fassung nicht hinreichend verifiziert werden; daher wird keine fremde Animation als vorhanden ausgegeben.


Verknüpfte Lernbereiche

Die neue Fußballwelt verbindet Ballgefühl, Spielfreude, Gesundheit, Fairness und erste Spielentscheidungen. Sie ist ein eigenständig entwickelter Lernpfad. Ältere Fußballkurse wurden dafür weder übernommen noch kopiert. Das Bildungsnetz verknüpft Grundlagen zu Fußball und Fußballtraining auf MOOCwiki mit allgemein verständlichen Lernbereichen. Alle grundlegenden Lernaufgaben bleiben kostenfrei zugänglich.


aiMOOC Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Suche verfeinern

Dein Lernplan bestimmt, was oben steht. Alle anderen Inhalte bleiben erreichbar. Seitenaufrufe beeinflussen die Auswahl nicht.

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...