Fachübungen 1 – Das Unternehmen und die eigene Rolle im Betrieb beschreiben - IT-System-Elektroniker
Fachübungen 1 – Das Unternehmen und die eigene Rolle im Betrieb beschreiben - IT-System-Elektroniker
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Einleitung
Du absolvierst das erste Ausbildungsjahr im Beruf IT-System-Elektronikerin beziehungsweise IT-System-Elektroniker. In Lernfeld 1 lernst du, ein Unternehmen anhand seiner Leistungen, Marktbeziehungen, Wertschöpfung und Ziele zu erklären und deine eigene Rolle verantwortungsvoll darzustellen. Der KMK-Rahmenlehrplan weist diesem Lernfeld 40 Unterrichtsstunden als Zeitrichtwert zu. Die Übungen verbinden Recherche, begründete Entscheidungen, einfache Kalkulation, Fehleranalyse, Präsentation und Reflexion in drei Anforderungsniveaus.
Lernziele: Du erstellst ein Unternehmensprofil, unterscheidest Aufbau- und Ablauforganisation, ordnest Arbeitsschritte einer Wertkette zu, erklärst Zuständigkeiten und Handlungsspielräume, berechnest ein synthetisches Beispiel korrekt und bewertest eine Unternehmenspräsentation nach überprüfbaren Kriterien. Alle Fallfirmen, Zahlen und Personenrollen sind erfunden. Elektrische Prüfungen, Eingriffe in Anlagen und sicherheitsrelevante Arbeiten dürfen nur im Rahmen qualifizierter fachlicher Anleitung durchgeführt werden; hier planst und bewertest du ausschließlich auf Papier.
Berufsportal: Ausbildung – IT-System-Elektroniker. Verwandte Grundlagen: Wertkette, Organigramm, Datenschutz, IT-Sicherheit und Projektmanagement.
Medienauftrag: Sammle aus dem Berufsporträt drei typische Tätigkeiten und gleiche organisatorische oder rechtliche Aussagen mit der aktuellen Ausbildungsordnung ab. Das Video ersetzt keine amtliche Rechtsquelle.
Ausbildungsberuf, Ausbildungsbetrieb und eigene Rolle
Beruf und Lernfeld einordnen
Die duale Berufsausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Die IT-System-Elektroniker-Ausbildungsverordnung vom 28. Februar 2020 ist seit dem 1. August 2020 maßgeblich; die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Das Berufsbild umfasst unter anderem das Planen, Installieren, Konfigurieren, Warten und Instandsetzen von IT-Systemen und Netzinfrastruktur sowie Kundendienst, IT-Sicherheit und Datenschutz. Die Abschlussprüfung ist nach der Verordnung in zwei Teile gegliedert; konkrete Prüfungsfristen und Bewertungen sind nicht Gegenstand dieser Lernfeldübung.
Präzisierung: Die Verordnung nennt verschiedene Einsatzgebiete, etwa digitale Infrastruktur, Funknetze, leitungsgebundene Netze, Computersysteme oder Sicherheitssysteme. Das sind keine eigenständigen Fachrichtungen. Das tatsächliche Einsatzgebiet legt der Ausbildungsbetrieb im rechtlichen Rahmen fest. Eine Berufsbezeichnung ist nicht mit einer unbeschränkten Elektrofachkraft-Befugnis gleichzusetzen.
Die Ausbildungsvorgaben verbinden berufliche Fertigkeiten mit Arbeitsorganisation, Kommunikation, Qualität, Nachhaltigkeit und Sicherheit. Im ersten Lernfeld steht daher nicht die reale Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage, sondern das Verstehen des Betriebs als Organisation und die begründete Beschreibung deines Beitrags im Mittelpunkt.
Deine Rolle und der Ausbildungsauftrag
Als Auszubildende oder Auszubildender führst du übertragene, zum Ausbildungsstand passende Aufgaben unter Anleitung aus, dokumentierst den Fortschritt, fragst bei Unklarheiten nach und hältst Sicherheits-, Datenschutz- und Vertraulichkeitsregeln ein. Die Ausbildungsleitung organisiert die Vermittlung der Kompetenzen. Die Berufsschule ergänzt sie durch fachliche, wirtschaftliche und übergreifende Lerninhalte. Ein Ausbildungsnachweis kann helfen, Lernfortschritte strukturiert zu reflektieren.
| Beteiligte Rolle | Typischer Beitrag in einem fiktiven IT-Systemhaus | Grenze |
|---|---|---|
| Ausbildungsperson | Erklärt Ziel, Gefährdungen, Verfahren und überprüft Arbeitsschritte | Verantwortet die qualifizierte Anleitung und Freigabe |
| Auszubildende Person | Recherchiert, dokumentiert, rechnet, stellt Rückfragen | Trifft keine eigenmächtige sicherheitskritische Freigabe |
| Vertrieb und Projektleitung | Klären Angebot, Auftrag, Termine und Kundenanforderungen | Entscheidung nach interner Zuständigkeitsregel |
| Technikteam | Plant und erbringt fachlich zulässige Dienstleistungen | Elektrische Tätigkeiten nur mit erforderlicher Qualifikation |
| Kundschaft | Formuliert Anforderungen und nimmt Leistungen nach Vereinbarung ab | Erhält keine internen oder fremden vertraulichen Daten |
Typischer Fehler: „Ich kenne mich technisch aus, deshalb darf ich jeden Auftrag selbst freigeben.“ Fachwissen ersetzt weder Zuständigkeit noch die notwendige Qualifikation. Das richtige Vorgehen lautet: Auftrag, Ausbildungsstand und Grenzen prüfen, zuständige Person hinzuziehen, Entscheidung dokumentieren.
Unternehmen, Markt und Unternehmensziele analysieren
Leistungsangebot und Marktbeziehungen
Ein IT-Systemhaus kann Beratung, Beschaffung, Einrichtung, Service, Wartung und Support anbieten. Für eine Unternehmensanalyse unterscheidest du Zielgruppen (an wen sich das Angebot richtet), Kundennutzen (welches Problem gelöst wird), Wettbewerb (alternative Anbieter) und Lieferanten (Bezugsquellen). Ein Betrieb ist Teil eines Netzes aus Kundschaft, Lieferanten, Beschäftigten, Behörden und weiteren Anspruchsgruppen (Stakeholdern).
Eine erste Marktanalyse beantwortet fünf Fragen: Welche konkreten Leistungen bietet das Unternehmen an? Für welche Kundengruppen? Über welche Kanäle? Mit welchen Wettbewerbsalternativen? Welche Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen sind nachprüfbar? Trenne beobachtete Tatsachen von Annahmen. Für ein echtes Unternehmen dürfen nur öffentlich freigegebene Informationen verwendet werden.
| Analysefeld | Beispiel für einen erfundenen IT-Dienstleister | Prüffrage |
|---|---|---|
| Leistung | Wartungs- und WLAN-Betreuung | Wird eine einmalige oder laufende Leistung angeboten? |
| Kundschaft | Kleine und mittlere Unternehmen | Welche Anforderungen sind typisch? |
| Lieferanten | Hardwaregroßhandel | Gibt es Abhängigkeiten und Alternativen? |
| Wettbewerb | Regionales Systemhaus oder interne IT-Abteilung | Was ist der nachvollziehbare Unterschied? |
| Nachweis | Öffentliche Leistungsübersicht und anonymisierte Prozessbeschreibung | Ist die Quelle aktuell und verlässlich? |
Rechtsform und Entscheidungsspielraum
Rechtsformen wie GmbH, AG oder eingetragener Kaufmann unterscheiden sich etwa nach rechtlicher Struktur, Vertretung und Haftungsregeln. Die Rechtsform lässt sich grundsätzlich anhand geeigneter Register- und Pflichtangaben belegen, sagt aber nicht automatisch, welche Beschäftigten einen Auftrag genehmigen dürfen.
Vollmacht bedeutet rechtlich erteilte Vertretungsbefugnis. Davon zu unterscheiden sind interne Zuständigkeiten, Zeichnungsregeln und technische Freigaben. Eine Person im ersten Ausbildungsjahr darf aus einer Funktionsbezeichnung keine eigene Abschluss- oder Freigabebefugnis ableiten. Bei Unsicherheit gilt: nachfragen und an die zuständige Stelle eskalieren.
Ökonomische, ökologische und soziale Ziele
Ein Unternehmensleitbild beschreibt Selbstverständnis, Werte und grundlegende Ziele. Ökonomisch geht es beispielsweise um Wirtschaftlichkeit, Kundenzufriedenheit und langfristigen Bestand. Ökologisch geht es um Energieverbrauch, Reparierbarkeit, Ressourcenschonung und sachgerechte Entsorgung. Sozial geht es etwa um Gesundheit, Ausbildung, faire Zusammenarbeit und Barrierefreiheit. Zielkonflikte müssen sichtbar und begründet entschieden werden.

Analyseauftrag: Formuliere für jede Zieldimension eine konkrete Kennzahl und erkläre, warum „günstig“ oder „grün“ ohne Messgröße keine belastbare Aussage ist.
Organisation, Verantwortung und betriebliche Zusammenarbeit
Aufbauorganisation im Organigramm
Die Aufbauorganisation beantwortet, welche Stellen und Abteilungen existieren, wem sie organisatorisch zugeordnet sind und welche Zuständigkeiten vereinbart wurden. Ein Organigramm stellt diese Beziehungen grafisch dar. Die Grafik zeigt ein allgemeines Beispiel, keine verbindliche Vorlage für den eigenen Ausbildungsbetrieb.

Synthetisches Organigramm in Textform: Geschäftsführung → Projektleitung → Vertrieb und Technikteam; Ausbildungsleitung begleitet die Auszubildenden fachlich. In einem realen Unternehmen können Berichtswege und fachliche Weisungen anders geregelt sein. Prüfe daher Stellenbeschreibungen, nicht nur Pfeile.
Videoauftrag: Unterscheide Aufbauorganisation als Zuordnung von Stellen und Ablauforganisation als Reihenfolge von Arbeitsschritten; übertrage beide Sichtweisen auf einen Supportauftrag.
Ablauforganisation und Schnittstellen
Die Ablauforganisation beschreibt, in welcher sachlich und zeitlich sinnvollen Folge ein Vorgang bearbeitet wird. Bei einer Serviceanfrage kann die Abfolge lauten: Anfrage aufnehmen → Anforderung und Berechtigung klären → Auftrag freigeben lassen → fachlich qualifizierte Bearbeitung → Ergebnis prüfen → Rückmeldung und Dokumentation. Das ist ein Lernmodell; reale betriebliche Prozesse und Sicherheitsvorgaben haben Vorrang.

Eine Schnittstelle ist ein Übergang von Informationen oder Arbeitsergebnissen zwischen Beteiligten. Schnittstellenfehler entstehen etwa durch fehlende Anforderungen, widersprüchliche Versionsstände oder eine nicht dokumentierte Übergabe. Hilfreich sind eindeutige Ticketnummern, Zuständigkeiten, Zeitpunkte, Prüfmerkmale und ein datensparsamer Kommunikationsweg.
| Fehlersymptom | Mögliche organisatorische Ursache | Fachlich angemessene Reaktion |
|---|---|---|
| Zwei Teams bestellen dieselbe Komponente | Unklare Beschaffungsfreigabe | Bestellstatus prüfen und Zuständigkeit dokumentieren |
| Auftrag beginnt trotz offener Kundenanforderung | Fehlender Klärungsschritt | Bearbeitung anhalten und Anforderungen bestätigen lassen |
| Geplanter Termin ist nicht haltbar | Kapazität wurde nicht mit der Projektleitung abgestimmt | Risiken und Alternativen transparent melden |
| Kundenliste liegt ungeschützt im Teamchat | Ungeeigneter Kommunikationskanal | Datenschutzvorgaben beachten und zuständige Stelle informieren |
Kommunikation, Datenschutz und Weiterbildung
Eine wirksame betriebliche Rückfrage benennt Anlass, bekannten Sachstand, offene Entscheidung, mögliche Folgen und gewünschte Rückmeldung. Eine Übergabe enthält nur die für den Zweck erforderlichen Daten. Datenschutz schützt personenbezogene Informationen; vertrauliche Betriebsdaten dürfen in Lehrmaterialien nicht veröffentlicht werden. Nutze für die Aufgaben ausschließlich vollständig erfundene Namen, Aufträge und Kennzahlen.
Weiterbildung ist Teil beruflicher Entwicklung: Dokumentationstechniken, Kundenkommunikation, Netzwerktechnik, IT-Sicherheit und qualifizierende elektrotechnische Kompetenzen werden nach Ausbildungsstand und Tätigkeit vertieft. Halte persönliche Lernziele konkret und überprüfbar fest, beispielsweise „Ich erkläre bis zum nächsten Lerncheck drei betriebliche Schnittstellen mit je einem Prüfmerkmal“.
Wertschöpfung, Kalkulation und Qualitätskontrolle
Wertkette eines IT-Systemhauses
Wertschöpfungskette bezeichnet die miteinander verbundenen Aktivitäten, durch die für Kundinnen und Kunden nutzbare Leistungen entstehen. Für ein IT-Systemhaus eignen sich beispielsweise: Erstkontakt und Beratung → Bedarfsanalyse → Angebot und Abstimmung → Beschaffung → fachlich angeleitete Bereitstellung → Qualitätsprüfung → Dokumentation und Support. Unterstützende Tätigkeiten sind etwa Personalentwicklung, Einkauf, IT-Sicherheit und Verwaltung. Eine Wertkette ist nicht identisch mit der bloßen Summe der Rechnungsbeträge.

| Phase im Modellbetrieb | Ergebnis beziehungsweise Übergabedokument | Qualitätsfrage |
|---|---|---|
| Bedarfsanalyse | Anforderungsliste | Sind Standort, Umfang und Freigaben geklärt? |
| Angebot | Prüffähige Positionen und Annahmen | Sind Mengen, Preise und Grenzen eindeutig? |
| Beschaffung | Bestellübersicht | Sind Artikel, Menge und Termin abgestimmt? |
| Leistungserbringung | Freigegebene Arbeitsdokumentation | Liegt die erforderliche Qualifikation vor? |
| Prüfung und Übergabe | Prüfprotokoll und Kundenrückmeldung | Sind die vereinbarten Kriterien belegt? |
| Support | Ticket und Verbesserungsvorschläge | Ist der Vorgang nachvollziehbar abgeschlossen? |
Fachrechnen und Datenauswertung
Mengenpreis: Menge × Einzelpreis. Arbeitswert: Stunden × vereinbarter Stundensatz. Nettogesamtwert: Summe der angesetzten Netto-Positionen. Umsatzsteuerbetrag: Nettogesamtwert × Steuersatz. Bruttogesamtwert: Netto plus Umsatzsteuer. In dieser Übung wird für das Rechenbeispiel ein Umsatzsteuersatz von 19 Prozent vorgegeben; Steuerbehandlung und Angebotsbedingungen müssen bei echten Vorgängen fachkundig geprüft werden.
Prozentrechnung: Eine Quote berechnest du als Teilwert ÷ Grundwert × 100 Prozent. Beispiel mit erfundenen Daten: Von 25 anonymen Supporttickets wurden 20 innerhalb des vereinbarten Zeitfensters abgeschlossen. Die Quote beträgt 20 ÷ 25 × 100 = 80 Prozent. Das bedeutet nicht automatisch, dass die übrigen fünf Vorgänge mangelhaft bearbeitet wurden; Ursachen und Vereinbarungen gehören zur Interpretation.
Typische Rechenfehler: Stückpreis und Gesamtpreis vertauschen; Stunden und Minuten vermischen; Brutto und Netto addieren; die Umsatzsteuer doppelt aufschlagen; eine Quote ohne Bezugsgröße angeben. Gegenprobe: Einheit, Zwischenergebnis, Rundung und Plausibilität kontrollieren.
Berufstypischer Modellfall: WLAN-Dienstleistung dokumentieren
Ausgangslage (vollständig erfunden): Das fiktive Systemhaus „Netzwerkstatt Beispiel GmbH“ soll für eine ebenso fiktive Bürokundschaft ein unverbindliches Papierangebot für zwölf WLAN-Zugangspunkte und zwei Netzwerk-Switches erstellen. Das Projektteam darf noch keine technische Ausführung oder elektrische Freigabe vornehmen. Vor einer realen Planung müssten unter anderem Standortaufnahme, Funkabdeckung, Anforderungen an Energieversorgung, Datenschutz, Zugriffsschutz, Zuständigkeiten und Sicherheitsregeln fachlich geklärt werden.
Fiktive Angebotsdaten (Netto-Ansätze):
| Position | Menge | Einheitspreis | Rechenweg | Positionswert |
|---|---|---|---|---|
| WLAN-Zugangspunkte | 12 Stück | 85,00 € | 12 × 85,00 € | 1.020,00 € |
| Netzwerk-Switches | 2 Stück | 240,00 € | 2 × 240,00 € | 480,00 € |
| Dokumentations- und Planungsleistung | 15 Stunden | 60,00 € | 15 × 60,00 € | 900,00 € |
| Pauschale für Logistik | 1 | 120,00 € | 1 × 120,00 € | 120,00 € |
| Netto gesamt | 1.020 + 480 + 900 + 120 | 2.520,00 € | ||
| Umsatzsteuer im Rechenmodell | 19 % | 2.520 × 0,19 | 478,80 € | |
| Brutto gesamt | 2.520 + 478,80 | 2.998,80 € |
Musterarbeitsprodukt A – Prozessskizze: Kundenanfrage → Bedarfsaufnahme → technische und wirtschaftliche Klärung → Angebotsentwurf → interne Freigabe → Kundenentscheidung → gegebenenfalls fachlich qualifizierte Umsetzung → dokumentierte Prüfung und Übergabe. Die Auszubildenden übernehmen Recherche, Mengenabgleich und Dokumentationsentwurf unter Anleitung, niemals eine eigenständige Freigabe der Elektroinstallation.
Musterarbeitsprodukt B – Entscheidungsvorlage: Ziel ist eine nachvollziehbare Kostenschätzung, keine Behauptung einer sicheren Netzabdeckung. Offene Fragen: Sind zwölf Zugangspunkte begründet? Welche baulichen und betrieblichen Bedingungen liegen vor? Wer prüft die elektrische Sicherheit? Welche Dokumentation erhält die Kundschaft? Erst nach Klärung, Qualifikationsprüfung und verbindlicher Freigabe kann die weitere Planung erfolgen.
Musterarbeitsprodukt C – Fehlerdiagnose: Eine fehlerhafte Rechnung nennt 2.998,80 € als Netto-Preis und addiert danach nochmals 19 Prozent. Diagnose: Netto-/Bruttoverwechslung; das korrekte Netto ist 2.520,00 €, die bereits enthaltene Umsatzsteuer 478,80 €. Eine zweite fehlerhafte Übergabe nennt keinen Freigabeverantwortlichen: organisatorische Lücke, die vor Umsetzung geschlossen werden muss.
Bewertungsraster für den Modellfall
| Kriterium | Maximalpunkte | Nachweis für volle Punkte |
|---|---|---|
| Unternehmens- und Kundenanalyse | 15 | Leistungsangebot, Kundennutzen, offene Annahmen eindeutig beschrieben |
| Rollen, Zuständigkeiten und Grenzen | 15 | Zuständige Stellen, Rückfragen und sichere Übergaben korrekt zugeordnet |
| Wertkette und Ablauf | 20 | Vollständige, begründete und dokumentierbare Prozesskette mit Freigabeschritt |
| Fachrechnung | 20 | Positionen, Netto 2.520,00 €, Steuer 478,80 € und Brutto 2.998,80 € rechnerisch korrekt |
| Fehleranalyse und Datenschutz | 15 | Beide Fehler erklärt, geeignete Korrektur und Datensparsamkeit genannt |
| Qualitäts- und Nachhaltigkeitsreflexion | 15 | Mindestens drei überprüfbare Kriterien samt Verbesserungsvorschlag |
| Gesamt | 100 | Transparentes Feedback anhand nachprüfbarer Ergebnisse |
Bewertungshinweis: Fachlich begründete Alternativen sind möglich. Die Rechenwerte gelten ausschließlich für das vorgegebene synthetische Datenblatt. Ein Sicherheitsrisiko oder fehlende Freigabe darf nicht durch einen hohen Punktwert übergangen werden.
Unternehmenspräsentation, Qualität und Transfer
Adressatengerechte multimediale Darstellung
Ein gutes Unternehmensprofil erklärt kurz und präzise: Wer sind wir? Welche Bedürfnisse bedienen wir? Welche Leistungen und Anspruchsgruppen gibt es? Wie ist die Aufbauorganisation gestaltet? Wie laufen ausgewählte Prozesse ab? Wo liegt meine Ausbildungsrolle? Welche ökonomischen, ökologischen und sozialen Ziele sind konkret messbar? Für eine Präsentation eignen sich ein selbst erstelltes Organigramm, eine Prozessgrafik, eine kleine Kennzahlentabelle und Quellenhinweise.
Arbeite mit einem roten Faden: Zielgruppe bestimmen, Aussagen anhand verlässlicher Quellen prüfen, nur freigegebene Inhalte aufnehmen, Medien lesbar beschriften, Perspektiven der Kundschaft berücksichtigen, Zeitrahmen proben und Verständlichkeit mit einer Checkliste testen. Quellen- und Lizenzangaben gehören an die verwendeten Medien oder in eine zuordenbare Quellenliste.
Qualitätsprüfung und Selbstreflexion
Qualität ist der Grad der Erfüllung nachvollziehbarer Anforderungen, nicht bloß ein schöner Foliensatz. Nützliche Prüffragen sind: Ist die Rechtsform korrekt? Stimmt der Unterschied zwischen Aufbau und Ablauf? Sind Mengen und Einheiten konsistent? Sind Unklarheiten sichtbar markiert? Ist die eigene Kompetenzgrenze beschrieben? Wurden Personen- und Betriebsdaten geschützt?

Transferbeispiel: Ein günstigeres Gerät muss nicht die wirtschaftlichste und nachhaltigste Wahl sein, wenn Wartungsaufwand, Reparierbarkeit, Energiebedarf oder Lebensdauer ungünstiger sind. Vergleiche solche Kriterien anhand belastbarer Daten statt Werbeaussagen.
| Qualitätsdimension | Beobachtbarer Nachweis | Verbesserungsweg |
|---|---|---|
| Fachlichkeit | Quellen passen zu Rechts- und Sachbehauptungen | Unbelegte Aussage prüfen oder kennzeichnen |
| Verständlichkeit | Begriffe sind erklärt, Grafiken beschriftet | Fachbegriffe mit Beispiel verdeutlichen |
| Rechnen | Nachvollziehbare Zwischenschritte und Einheiten | Mit Schätz- und Gegenprobe kontrollieren |
| Datenschutz | Nur synthetische beziehungsweise zulässig freigegebene Daten | Vertrauliche Angaben entfernen |
| Reflexion | Eigenes Lernziel und Grenzen sind benannt | Konkreten nächsten Lernschritt festlegen |
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz
Bearbeite die zehn Aufgaben. Die erste Antwortoption ist jeweils die richtige. Vergleiche die Erklärung erst nach deiner eigenen Entscheidung.
Welches Ziel steht im Mittelpunkt des ersten Lernfelds? (Das Unternehmen hinsichtlich seiner Wertkette darstellen und die eigene Rolle beschreiben) (!Eine elektrische Anlage eigenständig abnehmen) (!Komplette Netzwerke ohne Anleitung freigeben) (!Nur Programmiersprachen auswendig lernen)
Rückmeldung: Der KMK-Rahmenlehrplan verlangt Unternehmensanalyse, Präsentation und Rollenreflexion, nicht eigenmächtige technische Abnahmen.
Was kennzeichnet die duale Berufsausbildung? (Lernen im Betrieb und in der Berufsschule) (!Ausschließlich Unterricht in einer Hochschule) (!Nur selbst organisierte Onlinekurse) (!Ausschließlich praktische Arbeit ohne Theorie)
Rückmeldung: Betriebliche Ausbildung und Berufsschule ergänzen sich und fördern gemeinsam berufliche Handlungskompetenz.
Welche Aussage zur Ausbildungsstruktur ist zutreffend? (Die Verordnung nennt Einsatzgebiete und eine reguläre Ausbildungsdauer von drei Jahren) (!Der Beruf hat zwingend die Fachrichtung Anwendungsentwicklung) (!Die Ausbildungsdauer beträgt immer ein Jahr) (!Das Einsatzgebiet darf nur die Kundschaft bestimmen)
Rückmeldung: Einsatzgebiete sind keine Fachrichtungen; der Betrieb legt das Einsatzgebiet innerhalb der Verordnung fest.
Welche Frage beantwortet die Aufbauorganisation vor allem? (Wer übernimmt welche Aufgabe und wem ist eine Stelle zugeordnet) (!Mit welchem Steuersatz ein Angebot besteuert wird) (!Wie hoch der Energieverbrauch eines Servers ist) (!Welche Reihenfolge jedes einzelne Ticket haben muss)
Rückmeldung: Die Aufbauorganisation ordnet Stellen, Verantwortlichkeiten und hierarchische Beziehungen zu.
Was wird durch die Ablauforganisation beschrieben? (Die sachlich und zeitlich sinnvolle Abfolge betrieblicher Schritte) (!Nur die Namen der Geschäftsführung) (!Die Rechtsform einer Organisation) (!Ausschließlich die Anzahl der Mitarbeitenden)
Rückmeldung: Bei der Ablauforganisation stehen Vorgänge, Schnittstellen und ihre Reihenfolge im Zentrum.
Wie handelt eine auszubildende Person bei unklarer Freigabebefugnis richtig? (Sie fragt die zuständige Person und dokumentiert die Entscheidung) (!Sie nimmt die Freigabe ohne Rückfrage vor) (!Sie leitet vertrauliche Daten an beliebige Dritte weiter) (!Sie ignoriert den Auftrag vollständig)
Rückmeldung: Fachwissen allein erteilt keine rechtliche Vertretungsbefugnis oder sicherheitsrelevante Freigabe.
Welche Aussage beschreibt die Wertkette eines IT-Systemhauses sinnvoll? (Sie verknüpft Beratung, Bedarfsklärung, Leistung und Service mit unterstützenden Tätigkeiten) (!Sie besteht nur aus der Marketingabteilung) (!Sie ist immer identisch mit dem Umsatzsteuerbetrag) (!Sie hat keine Verbindung zur Kundschaft)
Rückmeldung: Wert entsteht durch abgestimmte Aktivitäten; unterstützende Aufgaben ermöglichen die Kernleistung.
Wie groß ist der Netto-Positionswert von zwölf Geräten zu je 85 Euro? (1020 Euro) (!970 Euro) (!1085 Euro) (!1428 Euro)
Rückmeldung: Zwölf mal 85 ergibt 1020. Bei einer Mengenrechnung sind Einheiten und Multiplikation zu prüfen.
Wie hoch ist im Modellfall der Bruttogesamtwert einschließlich 19 Prozent Umsatzsteuer? (2998 Euro und 80 Cent) (!2520 Euro) (!3478 Euro und 80 Cent) (!478 Euro und 80 Cent)
Rückmeldung: 2520 Euro netto plus 478,80 Euro Umsatzsteuer ergeben 2998,80 Euro brutto.
Was ist ein geeignetes Qualitätsmerkmal für die Unternehmenspräsentation? (Nachprüfbare Quellen, nachvollziehbare Zuständigkeiten und geschützte Daten) (!Möglichst viele unbeschriftete Grafiken) (!Veröffentlichung aller Kundendaten) (!Frei erfundene Aussagen über die Firmenstruktur)
Rückmeldung: Fachliche Richtigkeit, Transparenz, Adressatenbezug und Datenschutz machen eine Präsentation brauchbar.
Memory
Ordne Fachbegriffe ihren einzigartigen Beschreibungen zu.
| Aufbauorganisation | Verteilung von Stellen und Zuständigkeiten |
| Ablauforganisation | Zeitliche und sachliche Reihenfolge von Tätigkeiten |
| Leitbild | Gemeinsame Werte und grundlegende Zielvorstellungen |
| Wertkette | Verknüpfte Aktivitäten zur Erstellung einer Leistung |
| Vollmacht | Rechtlich erteilte Befugnis zur Vertretung |
| Stakeholder | Gruppen mit Interessen am Unternehmen |
Drag-and-drop
Ordne jedem Prozessbaustein das dazu passende Arbeitsergebnis zu.
| Prozessbaustein | Passendes Ergebnis |
|---|---|
| Bedarfsklärung | Bestätigte Anforderungsliste |
| Kalkulation | Prüffähige Kostenübersicht |
| Interne Freigabe | Dokumentierte Entscheidung |
| Übergabe | Nachvollziehbares Übergabeprotokoll |
| Qualitätsreflexion | Begründeter Verbesserungsvorschlag |
Kreuzworträtsel
Finde jeweils den passenden Fachbegriff aus den fünf Kapiteln.
| Leitbild | Wie heißt die Erklärung über grundlegende Unternehmenswerte und Ziele? |
| Organigramm | Wie heißt die grafische Darstellung von Stellen und Zuordnungen? |
| Vollmacht | Wie heißt die erteilte Vertretungsbefugnis? |
| Wertkette | Wie heißt das Modell miteinander verbundener wertschaffender Tätigkeiten? |
| Datenschutz | Wie heißt der Schutz personenbezogener Informationen? |
| Kalkulation | Wie heißt die nachvollziehbare Berechnung von Mengen und Preisen? |
LearningApps
Suche ergänzende Lernspiele und prüfe Inhalte und Qualität der angezeigten Angebote eigenständig.
Lückentext
Ergänze die zentralen Fachbegriffe. Pro Satz fehlt genau ein Ausdruck.
Offene Aufgaben
Bearbeite genau die vier Aufgaben deiner Niveaustufe oder wähle nach Rücksprache eine passende nächste Herausforderung. Verwende erfundene oder ausdrücklich zur Veröffentlichung freigegebene Daten; technische Arbeiten bleiben qualifiziert angeleitet.
Leicht
- Berufsbildkarte: Gestalte eine Karte mit drei typischen Tätigkeiten, einem Lernort und einer Aufgabe, die nur nach fachlicher Freigabe erfolgt. Musterkriterium: Tätigkeiten zutreffend, zwei Lernorte genannt und Sicherheitsgrenze klar.
- Ziel-Steckbrief: Formuliere für das erfundene Unternehmen je ein ökonomisches, ökologisches und soziales Ziel mit möglicher Kennzahl. Musterkriterium: alle drei Perspektiven und jeweils überprüfbare Beobachtung.
- Mini-Organigramm: Zeichne Geschäftsführung, Projektleitung, Vertrieb, Technik und Ausbildungsperson mit sinnvollen Zuordnungen. Musterkriterium: fünf benannte Rollen und klare, nicht als Vollmacht missverstandene Wege.
- Prozesskarten: Ordne die Karten Anfrage, Klärung, Angebot, Freigabe, Dokumentation und Support und erläutere einen Übergabepunkt. Musterkriterium: nachvollziehbare Abfolge und ein benannter Schnittstellenfehler.
Standard
- Vergleich zweier Anbieter: Vergleiche zwei rein erfundene IT-Systemhäuser anhand von Zielgruppe, Leistungsangebot, Wettbewerbsvorteil und Quellenlage. Musterkriterium: gleiche Vergleichskriterien und mindestens eine kritische Annahme.
- Angebotsrechnung: Erstelle aus den Positionen des Modellfalls eine Netto-Steuer-Brutto-Tabelle mit Gegenprobe. Musterkriterium: 2.520,00 €, 478,80 € und 2.998,80 € einschließlich Einheiten und Rechenweg.
- Fehlerdiagnose einer Übergabe: Erfinde einen anonymen Supportablauf, in dem die Freigabe fehlt, und schreibe einen korrigierten Ablauf. Musterkriterium: Ursache, mögliche Folge, zuständige Rolle und Prävention.
- Dreiminütige Betriebsvorstellung: Produziere drei bis fünf Folien zur fiktiven Firma mit Organigramm, Wertkette und Quellenliste. Musterkriterium: adressatengerecht, lesbar, fachlich überprüfbar und datensparsam.
Schwer
- Zielkonfliktentscheidung: Begründe, wie ein IT-Systemhaus niedrigere Anschaffungskosten gegen Wartungsaufwand, soziale Bedingungen und Ressourcenschonung abwägt. Musterkriterium: Kriterienmatrix, Annahmen, Entscheidung und Grenzen.
- Prozessoptimierung: Analysiere die Übergaben im Modellfall, entwirf eine verbesserte Prozesslandkarte und definiere zwei Qualitätskennzahlen. Musterkriterium: Vorher-Nachher-Begründung, Verantwortlichkeit und Messbarkeit.
- Audit eines Angebots: Prüfe ein absichtlich fehlerhaftes Angebot mit Netto-Brutto-Verwechslung und fehlender Freigabe; verfasse einen kurzen Prüfbericht. Musterkriterium: mindestens zwei Fehler, korrekte Rechnung und geeignete sichere Abhilfe.
- Entwicklungsplan: Entwerfe für eine fiktive auszubildende Person einen sechsmonatigen Kompetenzentwicklungsplan mit Lernzielen, Zuständigen, Nachweisen und Sicherheitsgrenzen. Musterkriterium: messbare Ziele, realistische Etappen und Reflexion ohne Scheinfreigaben.


Lernkontrolle
Bearbeite die fünf zusätzlichen Transferaufgaben und nutze anschließend die Musterkriterien zur Selbst- oder Partnerkontrolle.
- Zuordnungsprüfung: Ein Ticket wurde Vertrieb und Technik gleichzeitig zugeteilt. Erkläre den Unterschied zwischen Zuständigkeitsproblem und Ablaufproblem und schlage eine eindeutige Übergabe vor.
- Dreifachziel: Beurteile die Aussage „Der billigste Dienstleister ist immer die beste Wahl“ aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Perspektive mit jeweils einem prüfbaren Indikator.
- Plausibilitätskontrolle: Eine Musterrechnung bezeichnet 2.998,80 € als Netto und will 19 Prozent addieren. Benenne den Fehler und gib den richtigen Netto-, Steuer- und Bruttobetrag an.
- Datensparsame Präsentation: Entscheide, welche Inhalte aus einem fiktiven Supportticket in eine öffentliche Betriebspräsentation dürfen, und begründe die Auslassung identifizierender Angaben.
- Rollenreflexion: Formuliere eine kurze sachliche Anfrage an deine Ausbildungsperson, wenn ein Auftrag unklare elektrische Sicherheitsanforderungen und eine fehlende Freigabe enthält.
Lösungskriterien und Musterarbeitsprodukte
Zur Zuordnungsprüfung: Ein Zuständigkeitsproblem betrifft die Frage „Wer ist verantwortlich?“, ein Ablaufproblem betrifft „Wann wird an wen übergeben?“. Muster: Projektleitung benennt eine federführende Rolle; Übergabe enthält Ticketstatus, offene Anforderung und dokumentierte Entscheidung.
Zum Dreifachziel: Ein geringerer Kaufpreis kann durch höhere Folgekosten, kurze Nutzungsdauer oder soziale Nachteile relativiert werden. Musterindikatoren: erwartete Lebenszykluskosten, Reparierbarkeitsquote, dokumentierte Ausbildungs- und Arbeitsstandards. Werte müssen belegt oder als Annahmen markiert sein.
Zur Plausibilitätskontrolle: Netto 2.520,00 €, 19 Prozent Steuer 478,80 €, Brutto 2.998,80 €. Der Ausgangsbetrag wurde falsch als netto etikettiert; erneuter Steueraufschlag würde doppelt zählen.
Zur Datenschutzaufgabe: Öffentlich geeignet sind die abstrakte Aufgabe, eine synthetische Prozessgrafik und allgemeine Qualitätskriterien. Nicht geeignet sind konkrete Kundennamen, Zugänge, Kontaktdaten, Gerätestandorte oder vertrauliche Betriebsunterlagen ohne rechtliche Grundlage und Freigabe.
Zur Rollenreflexion: Musterformulierung: „Für das Beispielprojekt fehlen mir die Bestätigung der technischen Anforderungen und die zuständige Sicherheitsfreigabe. Ich dokumentiere die offenen Punkte und bitte die qualifizierte Fachperson um Anleitung, bevor weitere Schritte geplant oder ausgeführt werden.“
Erwartungshorizont zu den zwölf offenen Aufgaben:
| Niveau und Aufgabe | Musterprodukt | Prüfbare Kriterien |
|---|---|---|
| Leicht 1 | Berufsbildkarte mit drei Tätigkeiten | Betrieblicher Bezug, Lernorte, sichere Grenze |
| Leicht 2 | Drei-Ziele-Steckbrief | Drei Dimensionen und konkrete Indikatoren |
| Leicht 3 | Organigramm mit fünf Rollen | Zuständigkeiten logisch und ohne erfundene Vollmachten |
| Leicht 4 | Prozesskartenfolge | Übergabepunkt und möglicher Fehler erklärt |
| Standard 1 | Vergleichstabelle | Zielgruppe, Angebot, Wettbewerb, Quellenkritik |
| Standard 2 | Angebotsblatt | Netto, Steuer und Brutto mit Rechenweg korrekt |
| Standard 3 | Korrigiertes Ticketdiagramm | Freigabe und Verantwortlichkeit sichtbar |
| Standard 4 | Folien mit Quellenliste | Verständlichkeit, Datenschutz, korrekte Verknüpfung |
| Schwer 1 | Bewertete Kriterienmatrix | Abwägung mit offen gelegten Annahmen |
| Schwer 2 | Prozesslandkarte und Kennzahlenblatt | Messbare Verbesserung und Rollenklärung |
| Schwer 3 | Prüfbericht | Zwei Fehler fachlich erklärt und sicher korrigiert |
| Schwer 4 | Entwicklungsplan | SMART-artige Lernziele, Nachweis und Begleitung |
Ein Beispiel erfüllt die Aufgabe nicht bereits durch Fachwortnennung: Fachliche Begründung, klare Zuständigkeit, belegte Quellen und korrigierbare Ergebnisse sind zu berücksichtigen.
Lernnachweis
Erstelle zum Abschluss ein Portfolio mit fünf Komponenten: einem einseitigen synthetischen Unternehmensprofil, einem beschrifteten Organigramm, einer Wertketten- oder Prozessgrafik, dem vollständig gerechneten Modellangebot sowie einer begründeten Rollenreflexion. Ergänze eine kurze Quellen- und Lizenzübersicht. Als Mindestnachweis soll jede Komponente zeigen, was du beobachtet, berechnet, kritisch geprüft oder verbessert hast.
Selbstkontrolle: Ich kann den Beruf und sein Lernfeld korrekt einordnen; ich unterscheide Rechtsform, Vollmacht und interne Zuständigkeit; ich erläutere Marktbeziehungen und drei Unternehmenszielarten; ich zeichne Aufbau- und Ablaufstrukturen; ich errechne Netto, Steuer und Brutto mit Gegenprobe; ich schütze vertrauliche Informationen und kenne meine fachlichen Grenzen. Schreibe zu jedem Punkt ein konkretes Beispiel als Beleg.
Feedbackfolge: Selbstkontrolle → Partnerfeedback anhand des 100-Punkte-Rasters → fachliche Rückmeldung der Lehrkraft oder Ausbildungsperson → Überarbeitung. Dokumentiere mindestens zwei Verbesserungen und ein nächstes realistisches Lernziel. Keine Originalprüfungsaufgaben, keine personenbezogenen Lernenden- oder Kundendaten.
OER und Wikipedia
Verlässliche fachliche und rechtliche Quellen:
- BIBB – Berufsprofil IT-System-Elektroniker/in, einschließlich Ausbildungsstruktur und Einsatzgebieten.
- IT-System-Elektroniker-Ausbildungsverordnung (ITSEAusbV), ausgefertigt am 28. Februar 2020, Textnachweis ab 1. August 2020.
- KMK – Rahmenlehrplan, Lernfeld 1, Seite 12, Beschluss 13. Dezember 2019, Zeitrichtwert 40 Stunden.
- BIBB – Ausbildung gestalten: IT-System-Elektroniker/in, Umsetzungshilfe.
- BERUFENET – Tätigkeiten und Lernorte.
- Wertkette, Unternehmensleitbild, Organigramm, Aufbauorganisation und Datenschutz als vertiefende Begriffe.
Bildquellen und offene Nutzungsrechte (jeweils Commons-Dateiseite):
| Eingebundene Datei | Verifizierte Dateiseite | Urheberin oder Urheber | Lizenz |
|---|---|---|---|
| File:Sustainability venn diagram.svg | Quelle | Nicoguaro | CC BY 4.0 |
| File:Organizational chart.svg | Quelle | TotoBaggins | CC BY-SA 3.0 |
| File:VAC-production-company4.png | Quelle | PZ0151 | CC0 1.0 |
| File:Value chain analysis diagram.svg | Quelle | Peter Gladdish | CC BY 4.0 |
Die Grafiken sind illustrative Modelle und keine Abbildungen des fiktiven Betriebs. Bei Weiterverwendung sind die jeweiligen Bedingungen der Originaldateiseiten einzuhalten.
Videonachweise und Rechte:
- IT-System-Elektroniker:in – Ausbildungsberufe erklärt, Kanal smusy., veröffentlicht 2023. Einbettung aus YouTube; das Video ist nicht als freie OER-Lizenz ausgewiesen. Inhalte mit BIBB und geltendem Recht abgleichen.
- Ablauforganisation & Aufbauorganisation, Kanal Ausbilderwelt, veröffentlicht 2026. Einbettung aus YouTube; urheberrechtliche Rechte bleiben bei den Berechtigten, keine CC-Lizenz behauptet.
Hinweis: Externe Videos können sich ändern oder entfallen; die schriftlichen Kapitel und Aufgaben sind ohne Video bearbeitbar. Keine Sofatutor-Materialien werden verwendet.
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Die Lernfelder des Berufes bauen aufeinander auf: Die sichere und begründete Beschreibung des Unternehmens schafft die Grundlage für spätere Kundenaufträge, Netzwerkarbeit, Service und IT-Sicherheit. Weiterführender Einstieg: Ausbildung – IT-System-Elektroniker.
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