Zum Inhalt springen

Frottage

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 25. Oktober 2026, 09:28 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (AI MOOC Plugin 3e83833f9a6737825b3db83af4aa8c9a)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Frottage

QR-Code



Einleitung

Ein Blatt Papier, ein Stift und eine interessante Oberfläche: Damit kannst du unscheinbare Spuren in Bilder verwandeln. In diesem Kurs erforschst du die Frottage, sammelst Strukturen und gestaltest daraus eine eigene Bildidee.

Zielgruppe: Klassen 5–7, etwa 10–13 Jahre; auch für ältere Einsteigerinnen und Einsteiger. Vorkenntnisse brauchst du nicht. Plane für die Grundlagen und dein erstes Bild ungefähr drei Unterrichtsstunden ein; die offenen Aufgaben bieten weitere Projekte.

Das lernst du: Du erklärst die Durchreibetechnik, wählst geeignete Materialien, untersuchst die Wirkung deiner Arbeitsweise und begründest gestalterische Entscheidungen. Du lernst außerdem, Medienquellen und Nutzungsrechte anzugeben.

Dein Lernweg: Entdecken – ausprobieren – vergleichen – gestalten – erklären. Bewahre deine Proben auf: An ihnen erkennst du, was du verändert und gelernt hast.


Wie Oberflächen auf Papier sichtbar werden

Bei der Frottage legst du Papier auf eine strukturierte Unterlage und reibst mit einem Stift darüber. Die Erhöhungen und Vertiefungen prägen die entstehenden Spuren. So wird eine fühlbare Oberflächenstruktur als sichtbare Zeichnung übertragen. Das französische Wort frotter bedeutet „reiben“. Quelle: Wikipedia, Frottage

Eine Struktur beschreibt hier die Beschaffenheit einer Oberfläche, etwa gerillt, körnig oder faserig. Ein Muster ist eine sichtbare Anordnung von Formen; es kann sich regelmäßig wiederholen. Ein aufgedrucktes Schachbrett besitzt beispielsweise ein Muster, aber auf ganz glattem Papier kein entsprechend ertastbares Relief.

Ein Relief besitzt Erhöhungen und Vertiefungen. Fahre vorsichtig mit dem Finger über deine Unterlage: Was fühlst du, und welche dieser Formen erwartest du später auf dem Papier?

Münzabreibung: Erhabene Formen werden als Zeichnung sichtbar.
Münzabreibung: Erhabene Formen werden als Zeichnung sichtbar.

Münzabreibung: Erhabene Formen werden als Zeichnung sichtbar. Quelle: Wikimedia Commons; Nicola L.K.; CC BY-SA 3.0.

Schau genau hin: Welche Linien der Münze erkennst du in der Abreibung? Vergleiche die erhabene Vorlage mit der flachen Spur auf dem Papier. Farbe wird dabei vom Stift auf das Papier aufgetragen; die Unterlage wird nicht eingefärbt.


Hören: das französische Wort

Die kurze Aufnahme spricht das einzelne Wort „frottage“ auf Französisch aus. Höre zu und sprich es nach. Die schriftliche Wiedergabe lautet: frottage.

Französische Aussprache des Wortes frottage; Sprecher und Aufnahme: Mecanautes.

Französische Aussprache des Wortes frottage; Sprecher und Aufnahme: Mecanautes. Quelle: Wikimedia Commons; Mecanautes; CC0 1.0.


Material wählen und die erste Abreibung herstellen

Du brauchst: eher dünnes Papier, einen weichen Bleistift, etwa 2B oder 4B, oder einen Wachsmalstift sowie eine feste Arbeitsunterlage. Geeignete Versuchsmaterialien sind ein trockenes Blatt, Wellpappe, ein Stück Gewebe oder ein sauberes Holzstück mit spürbarer Maserung. Die Mine des Bleistifts enthält Graphit.

Vorbereiten: Lege das Material flach hin und das Papier darüber. Halte beides ruhig fest. Durchreiben: Führe den Stift möglichst flach und nutze die Seite der Mine. Beginne mit wenig Druck und arbeite in kurzen Bahnen. Prüfen: Hebe eine Papierecke an, ohne die Lage ganz zu verändern. Ist die Struktur bereits sichtbar? Anleitung zum Prinzip: Museum Brandhorst

Achtsam arbeiten: Verwende saubere, trockene und ungefährliche Unterlagen, die du benutzen darfst. Probiere auf losem Material. Kunstwerke, Denkmäler und empfindliche Oberflächen bleiben unberührt. Reiße keine Rinde vom Baum. Ein abgefallenes Blatt oder Wellpappe reicht für den Anfang.

Blattabreibung mit Graphit von Lisa Maule: Betrachte den Verlauf der Blattadern.
Blattabreibung mit Graphit von Lisa Maule: Betrachte den Verlauf der Blattadern.

Blattabreibung mit Graphit von Lisa Maule: Betrachte den Verlauf der Blattadern. Quelle: Wikimedia Commons; L Maule / Lisa Maule; CC BY-SA 4.0.

Bildauftrag: Verfolge die Blattadern. Beschreibe, wo du kräftige und wo du zarte Linien erkennst. Führe danach selbst einen kleinen Versuch aus.

Kunst mit Struktur: Arbeiten wie der Künstler Max Ernst – Museum Ludwig / Museumsdienst Köln; mit Georg Gartz. Sprache: Deutsch. YouTube-Original · Offizielles Museumsangebot.

Beobachtungsauftrag zum deutschsprachigen Museumstutorial: Achte darauf, wie Papier und Stift gehalten werden. Wähle anschließend zwei verschiedene Unterlagen für deine eigenen Proben. Wenn der Player nicht lädt, nutze den verlinkten Originalbeitrag.


Druck, Papier und Spuren untersuchen

Das Ergebnis hängt nicht nur von der Unterlage ab. Auch Papier, Werkzeug, Druck und Reiberichtung wirken mit. An erhabenen Stellen wird das Papier beim Reiben stärker unterstützt; dort entstehen häufig deutlichere Spuren. Wie kräftig sie erscheinen, prüfst du an deiner konkreten Materialkombination.

Vergleiche fair: Reibe dieselbe Unterlage auf demselben Papier mit demselben Stift zweimal ab. Ändere zunächst nur den Druck. Beschrifte die Proben „leicht“ und „kräftiger“. So kannst du eine Veränderung gezielt untersuchen.

Beobachtung Mögliche Ursache Nächster Versuch
Die Struktur ist kaum sichtbar Das Papier ist zu dick oder der Druck noch sehr gering Probiere zuerst dünneres Papier; ändere danach bei Bedarf den Druck
Das Papier reißt Die Kante ist scharf oder du drückst zu kräftig Nimm eine ungefährliche Unterlage und beginne sanfter
Die Spur erscheint doppelt Papier oder Unterlage ist verrutscht Halte die Lage besser fest
Alles wird gleichmäßig dunkel Zu viele Reibegänge verdecken feine Unterschiede Stoppe früher und vergleiche mit einer neuen Probe
Steinabreibung: Eine unregelmäßige Oberfläche hinterlässt andere Spuren als ein Blatt.
Steinabreibung: Eine unregelmäßige Oberfläche hinterlässt andere Spuren als ein Blatt.

Steinabreibung: Eine unregelmäßige Oberfläche hinterlässt andere Spuren als ein Blatt. Quelle: Wikimedia Commons; Nicola L.K.; Gemeinfreiheitsfreigabe durch den Urheber.

Vergleiche die Medien: Beschreibe drei Unterschiede zwischen Steinabreibung und Blattabreibung. Trenne dabei Beobachtung und Vermutung: „Ich sehe viele unregelmäßige Flecken“ ist genauer als „Das ist schlecht gezeichnet“.


Max Ernst: Zufall als Ausgangspunkt

Der Künstler Max Ernst nutzte die Frottage ab 1925 für seine surrealistische Kunst. Zunächst regte ihn ein abgenutzter Dielenboden an; später verwendete er weitere Materialien. Er entwickelte die künstlerische Arbeit mit vorhandenen Strukturen weiter. Abreibeverfahren gab es bereits zuvor. Quelle: Max Ernst Museum Brühl des LVR

Im Surrealismus können Traumvorstellungen und unerwartete Verbindungen eine wichtige Rolle spielen. Ernst ließ sich durch die gewonnenen Spuren zu fantastischen Landschaften und Wesen anregen und ergänzte Details. Der Zufall liefert einen Anfang; Auswahl und Weitergestaltung bleiben künstlerische Entscheidungen. Quelle: MoMA, Erläuterung zu einem Blatt aus Histoire naturelle, Englisch

Rindenabreibung: Welche Formen für ein Fantasiebild entdeckst du?
Rindenabreibung: Welche Formen für ein Fantasiebild entdeckst du?

Rindenabreibung: Welche Formen für ein Fantasiebild entdeckst du? Quelle: Wikimedia Commons; Nicola L.K.; Gemeinfreiheitsfreigabe durch den Urheber.

Fantasiefrage: Drehe den Kopf oder betrachte die Rindenspur aus einer anderen Richtung. Erinnert sie dich an Felsen, Federn oder ein unbekanntes Tier? Begründe deine Idee mit einer sichtbaren Form.

Techniken unterscheiden: Bei der Frottage reibst du eine Unterlage durch. Bei einer Collage fügst du Teile zusammen und klebst sie auf. Bei der Grattage werden Farbschichten abgeschabt. Eine Frottage kann später Bestandteil einer Collage werden. Techniken im Vergleich: Max Ernst Museum


Aus Strukturen ein eigenes Bild gestalten

Wähle aus deinen Proben drei deutlich verschiedene Strukturen. Suche eine Bildidee: ein Fantasiewesen, eine Landschaft oder ein abstraktes Bild. Schneide für eine Collage zuerst nur grob aus und verschiebe die Teile, bevor du klebst. Oder kombiniere mehrere Abreibungen direkt auf einem Blatt.

Komposition bedeutet, die Teile eines Bildes bewusst anzuordnen. Probiere große neben kleinen Formen und ruhige neben dichten Flächen. Ein Kontrast ist ein deutlicher Unterschied, zum Beispiel zwischen hell und dunkel. Ein heller Bereich kann eine dunkle Form hervorheben. Entscheide, wohin der Blick zuerst wandern soll.

Ergänze nur die Linien, die deine Idee braucht. Gib dem Bild einen Titel und schreibe drei Sätze: Welche Unterlagen hast du verwendet? Was entstand überraschend? Was hast du bewusst verändert?

Artist in Action – Fun with Frottage by Melissa Tan – Singapore Art Museum; mit Melissa Tan und Gabby. Sprache: Englisch. YouTube-Original · Offizielles Museumsangebot.

Englischsprachige Ergänzung: Melissa Tan und Gabby zeigen Frottage mit Haushaltsmaterialien. Beobachte die sichtbaren Arbeitsschritte und notiere eine Anregung für dein eigenes Bild. Du musst nicht jedes englische Wort verstehen.


Vertiefung: regelmäßige Muster überlagern

Animation zur Musterüberlagerung: Zwei gegeneinander gedrehte Gitter erzeugen ein Moiré-Muster.
Animation zur Musterüberlagerung: Zwei gegeneinander gedrehte Gitter erzeugen ein Moiré-Muster.

Animation zur Musterüberlagerung: Zwei gegeneinander gedrehte Gitter erzeugen ein Moiré-Muster. Quelle: Wikimedia Commons; P. Fraundorf; CC BY-SA 3.0.

Die Animation zeigt einen Moiré-Effekt: Zwei regelmäßige Gitter verändern durch ihre gegenseitige Drehung das sichtbare Gesamtmuster. Sie ergänzt die Bildgestaltung um ein Beispiel zur Musterüberlagerung. Beschreibung und Quelle der Animation

Erkunde selbst: Reibe eine regelmäßig gerillte Unterlage zweimal an derselben Stelle durch und ändere vor dem zweiten Durchgang ihren Winkel. Beschreibe die Veränderung. Ob dabei ein deutliches Moiré-Muster entsteht, hängt von den Strukturen und deiner Ausführung ab; die Animation erklärt nicht den Durchreibevorgang.

Bilder weiterverwenden: Prüfe die konkrete Dateiseite. Bei CC BY-SA gehören Urhebername, Quellen- und Lizenzlink sowie ein Hinweis auf Änderungen dazu; bearbeitete Fassungen stehen unter derselben oder einer kompatiblen Lizenz. Die genauen Angaben zu den Kursmedien findest du unter „OER und Wikipedia“. Eine öffentlich sichtbare Datei ist nicht automatisch frei nachnutzbar.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

Welcher Ablauf beschreibt die Frottage? (Papier auf eine strukturierte Unterlage legen und mit einem Stift darüberreiben) (!Eine Unterlage dick mit Wasserfarbe einstreichen und abwaschen) (!Ein Bild ausschließlich aus dem Gedächtnis malen) (!Ein Foto vergrößern und ausdrucken)




Warum lässt sich ein auf ganz glattem Papier gedrucktes Muster nicht einfach als entsprechendes Relief durchreiben? (Sichtbare Farbflächen müssen keine fühlbaren Erhöhungen bilden) (!Jede gedruckte Farbe wird durch das Papier hindurchgezogen) (!Ein Muster kann grundsätzlich keine geraden Linien enthalten) (!Papier kann ausschließlich Naturformen aufnehmen)




Wie hältst du einen Bleistift für einen ersten flächigen Durchrieb? (Relativ flach und mit der Seite der Mine) (!Senkrecht und nur auf der schärfsten Spitze) (!Ohne Kontakt zum Papier) (!Unter dem Gegenstand statt über dem Papier)




Du möchtest die Wirkung des Drucks untersuchen. Welcher Vergleich ist geeignet? (Gleiche Unterlage und gleiche Materialien verwenden und nur den Druck ändern) (!Gleichzeitig Papier und Stift und Unterlage wechseln) (!Nur die gelungenste Probe behalten und alle anderen vernichten) (!Zwei völlig unterschiedliche Bilder ohne Beschriftung vergleichen)




Eine Spur erscheint ungewollt doppelt. Welche Veränderung passt zur wahrscheinlichen Ursache? (Papier und Unterlage beim nächsten Versuch besser festhalten) (!Den Stift durch einen Pinsel ohne Farbe ersetzen) (!Die Vorlage während jedes Reibegangs weiter verschieben) (!Das Papier absichtlich zerreißen)




Welche Unterlage eignet sich für einen achtsamen ersten Versuch? (Ein sauberes Stück Wellpappe das du benutzen darfst) (!Eine empfindliche Oberfläche eines Museumsobjekts) (!Eine scharfkantige Glasscherbe) (!Eine Rindenplatte die du vom lebenden Baum abreißt)




Welche Aussage beschreibt Max Ernsts Arbeit mit der Frottage? (Er nutzte zufällige Strukturen als Ausgangspunkt für weitere Bildideen) (!Er verbot jede nachträgliche Veränderung seiner Bilder) (!Er stellte ausschließlich technisch genaue Münzkopien her) (!Er ersetzte jede Materialerprobung durch Fotokopieren)




Wann wird aus deinen Frottagepapieren eine Collage? (Wenn du ausgeschnittene Teile zu einem Bild zusammenfügst und aufklebst) (!Sobald du einen Bleistift anspitzt) (!Wenn du nur den französischen Namen aussprichst) (!Sobald du alle Proben ungesehen entsorgst)




Wie kannst du eine dunkle Hauptform durch einen Hell-Dunkel-Kontrast hervorheben? (Eine deutlich hellere Fläche daneben anordnen) (!Alle Flächen exakt gleich dunkel gestalten) (!Den Unterschied zwischen allen Flächen vollständig beseitigen) (!Die Hauptform mit deckendem Papier verbergen)




Was gehört zur Verwendung eines Bildes unter CC BY-SA? (Urheber und Lizenz angeben sowie die weiteren Lizenzbedingungen beachten) (!Jede Angabe zur Herkunft entfernen) (!Das Bild automatisch als eigenes Werk bezeichnen) (!Aus der freien Sichtbarkeit auf vollständige Rechtefreiheit schließen)





Memory: Begriffe und Bedeutungen

Finde die fünf passenden Paare.

Frottage Durchreiben einer Oberflächenstruktur auf Papier
Relief Oberfläche mit Erhöhungen und Vertiefungen
Kontrast Deutlicher Unterschied etwa zwischen hell und dunkel
Komposition Bewusste Anordnung der Teile eines Bildes
Collage Zusammengefügte und aufgeklebte Bildteile





Drag and Drop: Arbeitsschritte zuordnen

Ordne jedem Arbeitsschritt seine passende Handlung zu.

Arbeitsschritt Passende Handlung
Unterlage prüfen Ein sauberes ungefährliches Material auswählen
Papier auflegen Das Blatt über der Struktur ruhig festhalten
Stift führen Mit flach gehaltener Mine über die Fläche reiben
Probe beurteilen Die sichtbaren Spuren genau beschreiben
Bild gestalten Geeignete Strukturen zu einer Bildidee verbinden





Kreuzworträtsel

Löse die sechs Begriffe. Jede Antwort ist ein einzelnes Wort.

Papier Welcher dünne Bildträger liegt bei unseren Versuchen über der Unterlage?
Bleistift Welches Zeichenwerkzeug mit Graphitmine verwenden wir?
Struktur Wie nennen wir hier die Beschaffenheit einer Oberfläche?
Kontrast Wie heißt ein deutlicher Unterschied zwischen hell und dunkel?
Collage Wie heißt ein Bild aus zusammengefügten und aufgeklebten Teilen?
Zufall Was liefert überraschende Spuren, deren genaue Form du nicht vollständig planst?





LearningApps

Hier kannst du nach ergänzenden Übungen zum Thema suchen. Die Suchauswahl kann sich ändern. Wenn kein passendes Angebot erscheint, nutze die Aufgaben dieses Kurses.


Lückentext

Ergänze die Fachbegriffe.
Das französische Verb frotter bedeutet

. Bei unserem Verfahren liegt ein Blatt

auf einer strukturierten Unterlage. Ein Relief besitzt Erhöhungen und

. Die Mine eines Bleistifts enthält

, dessen Spuren auf dem Blatt sichtbar werden. Für einen flächigen Durchrieb hältst du den Stift möglichst

. Damit du die Wirkung des Drucks untersuchen kannst, veränderst du bei einem Vergleich nur den

. Überraschende Spuren können durch den

entstehen und neue Bildideen anregen. Max Ernst nutzte solche Entdeckungen für seine

Kunst. Die bewusste Anordnung deiner Bildelemente heißt

. Ein deutlicher Hell-Dunkel-Unterschied ist ein

. Schneidest du deine Frottagepapiere aus und klebst die Teile neu zusammen, entsteht eine

. Vor der Weiterverwendung fremder Bilder prüfst du die konkrete

.




Offene Aufgaben

Arbeite mit deinen eigenen Proben. Wähle mit deiner Lehrkraft einen passenden Einstieg und steigere die Schwierigkeit. Die zwölf Aufgaben sind nach Anspruch geordnet.


Leicht

  1. Strukturpass: Sammle sechs kleine Abreibungen ungefährlicher Unterlagen. Beschrifte jede mit Material und zwei passenden Wörtern, etwa gerillt oder körnig.
  2. Blattdetektiv: Reibe ein abgefallenes Blatt durch. Zeichne daneben eine vereinfachte Skizze seiner Adern. Beschreibe einen Unterschied zwischen genauer Abreibung und eigener Skizze.
  3. Druckreihe: Erzeuge auf derselben Unterlage drei Proben mit wenig, mittlerem und stärkerem Druck. Nutze denselben Stift und dasselbe Papier. Markiere die Probe mit den deutlichsten Strukturunterschieden.
  4. Spuren beschreiben: Wähle eine Kursabbildung. Schreibe fünf genaue Beobachtungen auf und ergänze eine Bildidee, die dich an diese Spur erinnert. Kennzeichne Beobachtung und Fantasie getrennt.


Standard

  1. Fantasiewesen: Gestalte ein Wesen aus mindestens drei verschiedenen Frottagestrukturen. Ergänze wenige eigene Linien. Erkläre, warum jede Struktur zu einem Körperteil passt.
  2. Papiervergleich: Prüfe zwei Papiersorten mit derselben Unterlage und demselben Stift. Bemühe dich um ähnliche Reibebewegungen und ähnlichen Druck. Dokumentiere Ergebnis, mögliche Störfaktoren und eine Verbesserung des Versuchs.
  3. Landschaft aus Spuren: Ordne deine Frottagepapiere zunächst lose zu zwei verschiedenen Landschaften. Entscheide dich begründet für eine Anordnung und klebe sie auf. Nutze einen deutlichen Hell-Dunkel-Kontrast.
  4. Galeriegespräch: Präsentiere ein Bild in einer kleinen Gruppe. Bitte um zwei konkrete Beobachtungen und eine Frage. Überarbeite eine Stelle und beschreibe, was sich dadurch für die Bildwirkung verändert hat.


Schwer

  1. Zufall und Entscheidung: Erstelle aus derselben Ausgangsstruktur zwei unterschiedliche Bildideen. Halte vor dem Weiterzeichnen fest, welche Formen du entdeckst. Erläutere danach an drei Stellen, was vorgefunden und was bewusst gestaltet wurde.
  2. Überlagerung erforschen: Vergleiche eine einzelne Abreibung einer regelmäßigen Struktur mit zwei Abreibungen im gleichen und in verändertem Winkel. Nutze die Moiré-Animation als Beobachtungsanregung. Erkläre auch, wenn dein Versuch keinen deutlichen Moiré-Effekt zeigt.
  3. Museumsgespräch auf Papier: Öffne die verlinkte MoMA-Werkseite und betrachte das dort gezeigte Werk. Verfasse einen kurzen Dialog zwischen einer fragenden Person und einer Kunstvermittlerin oder einem Kunstvermittler. Unterscheide belegte Werkangaben, eigene Beobachtungen und Deutungen; zitiere die Quelle.
  4. Anleitung mit Quellen: Schreibe eine verständliche Anleitung für Anfängerinnen und Anfänger. Verwende ein geeignetes Commons-Bild mit vollständigem Quellen- und Lizenzhinweis. Lass eine andere Person die Schritte erproben und verbessere eine unklare Stelle. Für eine Veröffentlichung werden keine Namen oder persönlichen Lerninformationen benötigt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Erklären und übertragen: Erkläre an einer Wellpappe, wie die Spur entsteht. Begründe, warum ein nur aufgedrucktes Streifenmuster auf glattem Papier eine andere Ausgangslage darstellt.
  2. Einen Versuch beurteilen: Zwei Proben unterscheiden sich in Papier, Stift und Druck. Eine Person behauptet, allein der Druck erkläre das Ergebnis. Beurteile diese Aussage und plane einen aussagekräftigeren Vergleich.
  3. Ein Problem lösen: Dein Blatt reißt und die Struktur ist undeutlich. Nenne zwei mögliche Ursachen. Beschreibe, welche Änderung du zuerst erprobst und woran du eine Verbesserung erkennst.
  4. Gestaltung begründen: Zeige an deinem Bild einen Kontrast und eine bewusst gewählte Anordnung. Erläutere deren Wirkung. Beschreibe eine alternative Anordnung und ihre mögliche Wirkung.
  5. Zufall und Absicht verbinden: Erkläre mit einem Beispiel, warum ein zufälliger Durchrieb und eine bewusste künstlerische Entscheidung zusammengehören können. Beziehe Max Ernsts Arbeitsweise ein.
  6. Ein Medium verantwortungsvoll nutzen: Wähle eine in diesem Kurs genutzte CC-BY-SA-Datei. Formuliere einen vollständigen Mediennachweis und erkläre, was du bei einer bearbeiteten Fassung zusätzlich beachten musst.




Lernnachweis

Dein Lernportfolio enthält die Materialsammlung, beschriftete Vergleichsproben, ein ausgearbeitetes Bild und eine kurze Reflexion. Entscheidend sind nachvollziehbare Erklärungen und bewusste Entscheidungen; ein besonders aufwendiges Bild ist allein noch kein Beleg für Verständnis.

Bereich Das kannst du zeigen
Fachwissen Du erklärst den Durchrieb und unterscheidest Frottage, Collage und Grattage anhand der ausgeführten Handlung.
Technisches Können Du stellst erkennbare Abreibungen her und passt deine Arbeitsweise begründet an Material und Papier an.
Untersuchung Du legst beschriftete Vergleichsproben vor, veränderst gezielt einen Einfluss und benennst Grenzen deines Vergleichs.
Gestaltung Du präsentierst ein eigenes Bild mit mindestens drei Strukturen und erläuterst Komposition, Kontrast sowie das Zusammenspiel von Zufall und Entscheidung.
Reflexion und Medienkompetenz Du dokumentierst eine Überarbeitung und gibst bei einem verwendeten fremden Medium Quelle, Urheber, Lizenz und gegebenenfalls Änderungen an.

Selbsteinschätzung: Kennzeichne für jeden Bereich „selbstständig“, „mit Hilfe“ oder „noch üben“. Wähle anschließend einen konkreten nächsten Schritt, etwa ruhigere Papierhaltung oder einen klareren Hell-Dunkel-Kontrast.




OER und Wikipedia


Fachquellen und weitere Lernangebote

Wikipedia auf Deutsch: Der folgende Artikel behandelt die künstlerische Durchreibetechnik. Nutze ihn als Ergänzung und vergleiche wichtige Aussagen mit den Museumsquellen.


Medienquellen und Nutzungsrechte

Die sechs Commons-Dateien sind vorhandene Medien. Sie werden inhaltlich unverändert eingebunden; lediglich die Anzeigegröße der Bilder wird angepasst. Bei mehrfach lizenzierten Dateien wird hier ausdrücklich die angegebene Creative-Commons-Lizenz genutzt.

Medium Quelle Urheber Rechte
File:Frottage 01.jpg Geprüfte Commons-Dateiseite Nicola L.K. CC BY-SA 3.0
File:Leafrubbing.jpg Geprüfte Commons-Dateiseite L Maule / Lisa Maule CC BY-SA 4.0
File:Frottage 02.jpg Geprüfte Commons-Dateiseite Nicola L.K. Gemeinfreiheitsfreigabe durch den Urheber
File:Frottage 03.jpg Geprüfte Commons-Dateiseite Nicola L.K. Gemeinfreiheitsfreigabe durch den Urheber
File:LL-Q150 (fra)-Mecanautes-frottage.wav Geprüfte Commons-Dateiseite Mecanautes CC0 1.0
File:Moire02.gif Geprüfte Commons-Dateiseite P. Fraundorf CC BY-SA 3.0

Videos: Die beiden Tutorials stammen aus den verlinkten offiziellen Museumsangeboten und werden über YouTube eingebunden. Eine freie Nachnutzungslizenz wurde für sie nicht nachgewiesen. Die Einbettung macht die Videos nicht zu frei bearbeitbaren OER. Nutze bei Ladeproblemen die Original- oder Museumslinks.

Video Herkunftsnachweis Anbieter und Mitwirkende Nutzung im Kurs
Kunst mit Struktur: Arbeiten wie der Künstler Max Ernst Offizieller Nachweis Museum Ludwig / Museumsdienst Köln; mit Georg Gartz YouTube-Einbettung; keine freie Nachnutzungslizenz nachgewiesen
Artist in Action – Fun with Frottage by Melissa Tan Offizieller Nachweis Singapore Art Museum; mit Melissa Tan und Gabby YouTube-Einbettung; keine freie Nachnutzungslizenz nachgewiesen

Recherchehinweis: Dateinamen, Urheber und Lizenzangaben wurden anhand der Commons-Dateiseiten geprüft; die Videos sind über die jeweiligen offiziellen Museumsangebote zugeordnet. Audio: französische Einzelwort-Aussprache. Animation: ergänzende Musterüberlagerung. Stand der Quellenprüfung: 25. Oktober 2026.

Für eigene Mediennachweise: Nenne Titel oder Dateiname, Urheber, Quellenlink, Lizenz samt Link und mögliche Änderungen. Die Rechte der einzelnen Medien gelten jeweils für diese Medien; eine offene Kursumgebung ersetzt diese Angaben nicht.


Verknüpfte Lernbereiche

Frottage verbindet genaues Beobachten, zeichnerisches Experimentieren und Bildgestaltung. Naturstrukturen bieten Material für eigene Ideen; Kunstgeschichte und Medienkompetenz helfen, Vorbilder und Quellen einzuordnen.


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...