Abschlussprüfung und beruflicher Handlungsauftrag - Fachkraft für Lagerlogistik - 3. Ausbildungsjahr
Abschlussprüfung und beruflicher Handlungsauftrag - Fachkraft für Lagerlogistik - 3. Ausbildungsjahr
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Einleitung
Du stehst im dritten Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Lagerlogistik und möchtest eine komplexe berufliche Aufgabe von der Auftragsklärung bis zum überprüfbaren Versand selbstständig bewältigen. Hier trainierst du fachliches Wissen, mathematische Verfahren, Arbeitsorganisation, Arbeitssicherheit, digitale Buchungen und die Begründung deiner Entscheidungen im Fachgespräch. Der Kurs verwendet selbst entwickelte, vollständig fiktive Aufträge statt geschützter Original-Prüfungsaufgaben. Er ersetzt weder betriebliche Unterweisung noch Prüfungsordnung, verbindliche Kammerinformation oder eine amtliche Prüfung. Sicherheitskritische Handlungen darfst du nur nach Befähigung, betrieblicher Freigabe und unter erforderlicher Aufsicht ausführen. Für das Selbstlernen genügen Kartonmodelle, Papieretiketten und eine fiktive Lagerdatei.
Lernziel: Du kannst einen berufstypischen Handlungsauftrag analysieren, planen, begründet bearbeiten, kontrollieren und dokumentieren. Dazu erstellst du eine nachvollziehbare Arbeitsplanung, eine überprüfte Mengen- und Gewichtsrechnung, eine schematische Beladeübersicht, eine Abweichungsmeldung und eine mündliche Begründung. Fachbegriffe wie Kommissionierung, Inventur, Ladungssicherung, Warenwirtschaftssystem und Qualitätsmanagement werden an konkreten Beispielen erläutert.
Prüfungsaufbau und verbindliche Grundlagen
Ausbildungsberuf, Rechtsstand und Kammer
Die betriebliche Berufsausbildung dauert regulär 36 Monate. Maßgeblich ist nach der beim BIBB geführten Berufsinformation die Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich vom 26. Juli 2004, insbesondere § 14 für die Abschlussprüfung der dreijährigen Fachkraft für Lagerlogistik. Dass die Verordnung aus 2004 stammt, macht sie nicht automatisch ungültig: Verwende die aktuell abrufbare konsolidierte Fassung. Der KMK-Rahmenlehrplan vom 25. März 2004 beschreibt die schulischen Lernfelder; der jeweils umgesetzte Landeslehrplan und der individuelle betriebliche Ausbildungsplan sind zusätzlich zu beachten.
Zuständig ist bei diesem Industrie- und Handelsberuf in der Regel die örtlich zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK) als zuständige Stelle. Das BIBB veröffentlicht Berufsinformationen, nimmt aber nicht deine individuelle Abschlussprüfung ab. Schriftliche Aufgaben werden je nach zuständiger IHK beispielsweise durch die AkA bereitgestellt; verbindliche Einladung, Termin, erlaubte Hilfsmittel, Durchführungsdetails und eventuelle Abweichungen kommen von deiner IHK. Dieser Kurs legt keine eigenmächtigen Prüfungstermine oder Zulassungsvoraussetzungen fest.
Vier Bereiche und korrekte Zeitangaben
| Bereich | Verfahren | Maßgeblicher Zeitrahmen | Anteil |
|---|---|---|---|
| Praktische Arbeitsaufgaben, zwei Aufgaben aus verschiedenen Gebieten | praktische Durchführung mit insgesamt bis zu 15 Minuten Fachgespräch innerhalb der Gesamtzeit | insgesamt höchstens 5 Stunden | je Aufgabe 25 %, zusammen 50 % |
| Prozesse der Lagerlogistik | schriftlich, komplexe Prozessaufgaben | Verordnung: höchstens 180 Minuten; AkA veröffentlicht aktuell 150 Minuten für ihr Verfahren | 25 % |
| Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag | schriftlich, gebundene und ungebundene Teile je nach Verfahren | höchstens bzw. veröffentlicht 90 Minuten | 15 % |
| Wirtschafts- und Sozialkunde | schriftlich, praxisbezogene wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen | höchstens bzw. veröffentlicht 60 Minuten | 10 % |
Wichtig: Die Verordnung setzt beim Bereich Prozesse der Lagerlogistik eine rechtliche Obergrenze von 180 Minuten. Die aktuell abrufbaren AkA-Prüfungsinformationen nennen für ihr schriftliches Verfahren 150 Minuten. Das ist kein Widerspruch: „höchstens“ ist nicht die Pflicht, die gesamte Zeit auszuschöpfen. Maßgeblich für dich sind stets die Angaben der zuständigen IHK für deinen Termin. Praxisaufgabe und mündliche Ergänzungsprüfung sind ebenfalls nicht dasselbe: Eine mögliche mündliche Ergänzungsprüfung betrifft nach § 14 Abs. 8 unter engen Voraussetzungen einen schriftlichen Bereich, dauert etwa 15 Minuten und kann für das Bestehen ausschlaggebend sein; die schriftliche Leistung und Ergänzungsprüfung werden dann 2:1 gewichtet.
Anforderungen und Bestehen
Die Verordnung nennt für die praktischen Arbeitsaufgaben insbesondere das Erfassen von Güterbewegungen, Belade- und Tourenplanung, Verpacken/Verladen/Sichern, Ein-/Um-/Auslagern sowie Mängelkontrolle und Maßnahmen. Ein ganzheitlicher Lösungsweg umfasst Arbeitsplanung, technisch und wirtschaftlich begründete Durchführung, sichere Arbeitsweise und Ergebniskontrolle. Für das Bestehen sind ausreichende Leistungen im Gesamtergebnis, im praktischen Bereich, im gewichteten Durchschnitt der schriftlichen Bereiche und in mindestens zwei schriftlichen Bereichen erforderlich. Eine ungenügende Leistung in einer praktischen Aufgabe oder einem schriftlichen Prüfungsbereich verhindert das Bestehen; prüfe für deinen Fall stets die vollständige Prüfungsregelung.
Die schulischen Lernfelder 9 Güter versenden, 10 Logistische Prozesse optimieren, 11 Güter beschaffen und 12 Kennzahlen ermitteln und auswerten bilden einen sinnvollen Schwerpunkt des dritten Ausbildungsjahrs. Du verknüpfst sie hier mit früheren Kompetenzen wie Wareneingang, Lagern, Kommissionieren und Verladen.

Regallager als Ausgangspunkt für Prozessanalyse, Wegeoptimierung und Arbeitsplatzsicherheit; Bildnachweis im OER-Abschnitt.
Deutschsprachiges Orientierungsvideo von LagerLernen zur Abschlussprüfung (2021). Einzelne Angaben daraus bitte mit der aktuellen Verordnung und der eigenen IHK vergleichen; das Video ist keine amtliche Prüfungsinformation.
Beruflichen Handlungsauftrag analysieren und planen
Handlungszyklus statt ungeprüfter Einzelaktionen
Ein realistischer Auftrag beginnt nicht mit dem Stapler, sondern mit der Informationsprüfung. Kläre Wer bestellt was in welcher Menge, Güte und Frist, was ist tatsächlich vorhanden, welche Lagerorte sind zulässig, wie sind Material- und Informationsfluss verknüpft, welches Personal und welche Arbeitsmittel sind verfügbar und wer darf was freigeben. Trenne zwingende Bedingungen von Optimierungswünschen. Erfasse auf einer Checkliste: Artikel, Menge, Charge falls erforderlich, Bruttomasse, Abmessungen, Versandart, Zeitfenster, Schnittstellen, Mängelstatus und Dokumentationsweg.
Ein guter Arbeitsplan ordnet Tätigkeiten sinnvoll: (a) Auftrag und Risiken prüfen, (b) Lager- und Systemdaten abgleichen, (c) sichere Bereitstellung planen, (d) kommissionieren und kontrollieren, (e) geeignete Packmittel wählen, (f) nur nach Freigabe die Verladung beziehungsweise ein Modell simulieren, (g) systemseitige Buchungen autorisiert durchführen, (h) Abweichungen nachvollziehbar dokumentieren. Wo eine Sperre oder unklare Lastgrenze besteht, Arbeit unterbrechen und die verantwortliche Person einbeziehen, nicht improvisieren.
Arbeitsmittel, Sicherheit und Datenschutz
Flurförderzeuge dürfen nicht allein aufgrund der Teilnahme an einem Onlinekurs gefahren werden. Die DGUV Vorschrift 68 und die DGUV-Hinweise verlangen für das selbstständige Steuern bestimmter Flurförderzeuge geeignete Qualifikation und eine schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer; eine betriebliche Unterweisung und die konkret geltende Unfallverhütungsvorschrift kommen hinzu. Prüfe vor jeder zulässigen Tätigkeit Verkehrswege, Lastdiagramm, Tragfähigkeit, Sicht, Lastaufnahme, Verkehrsregelung, Absperrungen und persönliche Schutzausrüstung nach Gefährdungsbeurteilung. Hebe Lasten ergonomisch, nutze passende Hilfsmittel und sperre beschädigte Geräte oder Paletten aus.

Handhubwagen: Einsatzmöglichkeiten hängen von Last, Zustand, Verkehrsweg und Betriebsanweisung ab; kein Ersatz für Unterweisung.
Ein Warenwirtschaftssystem beziehungsweise Warehouse-Management-System (WMS) zeigt zum Beispiel Sollbestand und Lagerplatz. Der Scanner übermittelt die Artikelkennung, aber ein Scan ersetzt die Sichtprüfung nicht. Zugriffe sind rollenbezogen zu beschränken; nach dem Grundsatz der Datenminimierung in Art. 5 DSGVO darfst du personenbezogene Informationen nicht ohne Zweck und Berechtigung veröffentlichen. Arbeite im Kurs ausschließlich mit Musterdaten: „Kunde K-001“, „Lagerort R-03“ oder erfundene Artikelnummern, nie reale Namen, Adressen, Zugangsdaten oder Kundenbelege.

Beispiel eines Barcode-Lesegeräts. Für prüfbare Güterbewegungen müssen Artikel, Menge, Zeitpunkt und Freigabe im fiktiven Datensatz übereinstimmen.
Durchgerechneter Praxisfall: Kommissionierung und Versand
Ausgangslage und Auftrag
Fiktive Übungsfirma Nordlager, Auftrag NL-2026-017: Für eine erlaubte Modelllieferung werden 32 Kartons Typ A, 12 Kartons Typ B und 24 Kartons Typ C benötigt. Keine Gefahrstoffe, keine Lebensmittel und keine schutzbedürftigen Originaldaten. Es stehen drei leere Modell-Europaletten mit jeweils rechnerisch 1,20 m × 0,80 m Grundfläche, für diese Aufgabe angenommenen 0,15 m Höhe und 25 kg Eigenmasse bereit. Die Fahrzeug-Übungskarte nennt drei Palettenstellplätze und 750 kg verbleibende Nutzlast. Dies ist eine Rechenannahme, keine reale Fahrzeugfreigabe. Der Modellbetrieb setzt eine maximale Palettenhöhe von 1,40 m voraus; Produktstapelbarkeit und zulässige Ladeeinheit sind gesondert zu prüfen.
| Artikel | Auftrag | Kartonmaß L × B × H | Masse je Karton | Buchbestand | Sichtgezählter Bestand |
|---|---|---|---|---|---|
| A, Gehäuse | 32 | 30 × 20 × 25 cm | 8 kg | 36 | 36 |
| B, Sensorboxen | 12 | 40 × 40 × 20 cm | 6 kg | 16 | 12 |
| C, Kleinteile | 24 | 20 × 20 × 20 cm | 2 kg | 30 | 30 |
Handlungsauftrag: Prüfe Verfügbarkeit und Differenzen, erstelle Arbeitsplan und Pickliste, berechne Masse und Raumbedarf, plane drei standsichere Paletten ohne Überstand, erarbeite einen schematischen Beladeplan, dokumentiere die Kontrolle und begründe die Sicherheitsgrenzen.
Arbeitsplan und Mengenprüfung
| Phase | Tätigkeit | Dokument oder Prüfkriterium |
|---|---|---|
| Auftragsklärung | Vollständigkeit der Positionen und Berechtigungen feststellen | Auftrag NL-2026-017, drei Artikel und Versandfrist plausibel |
| Bestand | Buchbestand mit Sichtzählung vergleichen, Fehlbuchung melden | Artikel B: 16 im System, 12 gezählt, Differenz −4; für Auftrag 12 physisch vorhanden |
| Freigabe | Differenz an Lagerleitung geben; keine eigenmächtige Bestandskorrektur | Abweichungsprotokoll mit anonymisiertem Vorgang, Rückfrage dokumentiert |
| Kommissionierung | Geeignete Wegefolge und Entnahmeplätze planen, A 32, B 12, C 24 kontrolliert entnehmen | Pickliste und Zählkontrolle mit Vier-Augen-Prinzip im Übungsszenario |
| Verpackung | Kartons nach Güte, Standsicherheit und erlaubten Lagen auf drei Paletten verteilen | Etiketten P1, P2, P3 und Maße/Massen |
| Versandkontrolle | Nur Modell-Beladeplan und Sicherungskonzept dokumentieren | Kapazitätsvergleich, mögliche Risiken, ausdrücklicher Freigabevorbehalt |
| Abschluss | Soll-Ist-Abgleich und erlaubte Systembuchung simulieren | Fiktiver Lieferschein ohne persönliche Daten, Prüfprotokoll |
Ergebnis der Bestandsprüfung: B hat eine Inventurdifferenz von −4 Kartons (12 statt 16); die verlangten 12 Kartons sind dennoch sichtbar vorhanden. Eine Freigabe für deren Nutzung und die Klärung der Differenz sind notwendig. Für A bleiben nach rechnerischer Entnahme 4 Kartons, für B bei nachweislich freigegebener Entnahme 0 physische Kartons und für C 6 Kartons. Buchbestand und tatsächliche Menge dürfen nicht stillschweigend gleichgesetzt werden.
Rechenwege: Palettenaufbau, Volumen und Masse
P1 (A): Auf einer Grundfläche von 120 × 80 cm passen bei erlaubter Orientierung 4 × 4 = 16 Kartons zu 30 × 20 cm pro Lage. Für 32 Kartons sind zwei gleichförmige Lagen nötig. Kartonhöhe 2 × 25 cm = 50 cm; einschließlich angenommener Palette 65 cm. Bruttomasse = 32 × 8 kg + 25 kg = 281 kg. Warenvolumen = 32 × 0,30 × 0,20 × 0,25 m³ = 0,480 m³.
P2 (B): Pro Lage passen 3 × 2 = 6 Kartons mit 40 × 40 cm; zwei Lagen ergeben 12 Kartons. Höhe 2 × 20 + 15 = 55 cm. Bruttomasse = 12 × 6 + 25 = 97 kg. Warenvolumen = 12 × 0,40 × 0,40 × 0,20 = 0,384 m³.
P3 (C): Pro Lage passen 6 × 4 = 24 Kartons mit 20 × 20 cm; eine Lage reicht. Höhe 20 + 15 = 35 cm. Bruttomasse = 24 × 2 + 25 = 73 kg. Warenvolumen = 24 × 0,20 × 0,20 × 0,20 = 0,192 m³.
Gesamt: 32 + 12 + 24 = 68 Kartons. Warenmasse = 256 + 72 + 48 = 376 kg. Palettenmasse = 3 × 25 = 75 kg; somit Bruttomasse = 451 kg. Warenvolumen = 0,480 + 0,384 + 0,192 = 1,056 m³. Stellplatz-Grundfläche = 3 × (1,20 × 0,80) = 2,88 m². Die Fahrzeug-Übungsnutzlast von 750 kg wird um 299 kg unterschritten. Dies prüft nur die angenommene Gesamtnutzlast, nicht Achslastverteilung, zulässige Bodenlast, Tragfähigkeit von Ladehilfsmitteln oder sichere Ladungssicherung. Höhen und Lagen sind nur bei geprüfter Verpackungsfestigkeit, sauberem Palettenzustand und geeigneter Sicherung zulässig.
Beladeskizze als Textmodell: P1 = schwerste Ladeeinheit (281 kg), P2 = 97 kg, P3 = 73 kg. Platziere P1 im rechnerisch zu prüfenden tragfähigen Bereich möglichst günstig für den Gesamtschwerpunkt; gleiche Links-rechts-Verteilung anstreben. Eine genaue Stellposition ist ohne fahrzeugbezogenen Lastverteilungsplan und Achsdaten nicht seriös bestimmbar. Zeichne auf Papier drei Stellplätze mit P1–P3, notiere den Prüfvorbehalt und lasse einen realen Plan von einer befugten Fachperson prüfen.
Prüffähiges Arbeitsergebnis und typische Fehler
Der fertige Muster-Datensatz besteht aus: Auftragskopf NL-2026-017, Pickliste mit drei Mengen, Abweichungsbericht B −4, Blatt mit drei Palettenaufbauten, Berechnungen mit Einheiten, schematischem Stellplatzplan, Kontrollvermerk „Sicherung und Achslasten vor realer Abfahrt zu prüfen“ und Abschluss-Checkliste. Du kannst das Ergebnis allein mit den oben stehenden Daten nachrechnen.
Typische Fehler: Nur Kartonmassen statt Palettenbruttomasse addieren; Zentimeter bei Volumenformeln nicht in Meter umrechnen; Systembestand ungeprüft für physischen Bestand halten; „Nutzlast passt“ mit „Ladung ist sicher“ verwechseln; schwere Kartons instabil auf leichte stellen; Differenzen ohne Berechtigung korrigieren; ungeprüft annehmen, dass der Staplerführerschein schon jede Einsatzfreigabe ersetzt. Jede Abweichung ist ein Anlass für Ursachenklärung, sichere Entscheidung und begründete Dokumentation.
Güter sichern, Qualität prüfen und nachhaltig handeln
Ladungssicherung ist mehr als eine Massenrechnung
Nach § 22 StVO muss Ladung so verstaut und gesichert sein, dass sie bei Vollbremsung und plötzlichem Ausweichen nicht verrutscht, umkippt oder herabfällt; die anerkannten Regeln der Technik sind zu beachten. Beachte die jeweils aktuelle Richtlinienreihe VDI 2700, zulässige Gesamtmasse, Achslasten, Lastverteilungsplan, Anschlag-/Zurrpunkte, Eignung und Zustand der Sicherungsmittel sowie Betriebsanweisungen. Formschluss (z. B. geeignetes Abstützen gegen tragfähige Begrenzungen) und Kraftschluss (z. B. durch dafür richtig ausgelegte Zurrmittel) sind verschiedene Prinzipien; ihre Wirksamkeit muss fachkundig bemessen werden. Ohne vollständige Reibwert-, Winkel-, Fahrzeug- und Sicherungsmitteldaten werden hier weder Gurtanzahl noch Sicherungskraft erfunden. Das ist kein Mangel des Plans, sondern eine dokumentierte Sicherheitsgrenze.

Verladevorgang als Anlass, Verkehrsweg, Abstände, Lastverteilung und Zuständigkeiten zu besprechen; keine Abbildung als technische Sicherungsanweisung verwenden.
Sichere Simulation: Verwende drei ausgeschnittene Papierpaletten auf einem Fahrzeuggrundriss. Verschiebe Gewichte auf einer Rasterzeichnung und prüfe, ob deine Annahmen nachvollziehbar sind. Keine realen Lasten heben, keine Fahrzeuge bewegen und keine Ladung sichern ohne die betriebliche Befugnis, Unterweisung und erforderliche fachliche Überwachung.
Qualitätsmanagement, Nachhaltigkeit und digitale Prozesse
Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) sucht die Ursache wiederkehrender Fehler. Beispiel: Wenn Scanfehler bei Artikel B häufig auftreten, prüfe schlecht lesbare Etiketten, unpassende Scanner-Einstellungen, unklare Lagerorte und Schulungsbedarf; dokumentiere eine Maßnahme und kontrolliere später die Fehlerquote. Kennzahl Kommissionierfehlerquote = falsche Positionen / geprüfte Positionen × 100 %. Bei 3 falschen von 150 geprüften Positionen ergibt das 2,0 %; der Nenner muss klar definiert sein. Für eine ABC-Analyse werden Verbrauchswerte nach Menge mal Wert geordnet; A-Güter binden typischerweise besonders viel Wert, nicht automatisch die größte Stückzahl.
Spare Energie durch kurze, kollisionsarme Wege, passende Fördermittel und verlässliche Tourenplanung. Vermeide unnötige Einwegverpackung, nutze geeignete Mehrwegträger und trenne sortenrein, soweit möglich. Wiederverwendung darf niemals Tragfähigkeit, Hygiene oder Produktschutz beeinträchtigen. WMS, Barcode, RFID und fahrerlose Transportsysteme können Transparenz erhöhen, erfordern aber Datenqualität, Rollenrechte und Sicherheitsabstände.

Illustration automatisierter Entnahmeprozesse; beurteile Wirtschaftlichkeit, Prozessintegration und sichere Mensch-Maschine-Schnittstellen statt Technik ungeprüft zu übernehmen.
Datenschutzbeispiel: Ein Übungsprotokoll darf „Auftrag NL-2026-017, drei Paletten“ enthalten, aber keine echten Personenkennungen. Öffentliche Lehrprojekte nutzen synthetische Datensätze. Lösche unnötige Kopien und achte im Betrieb auf die verbindlichen Lösch- und Berechtigungsregeln.
Fachgespräch, WiSo und begründete Entscheidungen
Fachgespräch zum selbst erstellten Auftrag
Ein Fachgespräch prüft, warum du eine Entscheidung getroffen hast, nicht bloß die Wiedergabe von Schlagwörtern. Trainiere die Struktur Situation – Risiko – Alternative – Entscheidung – Prüfung. Mögliche eigens formulierte Fragen: „Warum meldest du die Differenz bei B trotz ausreichender Ist-Menge?“, „Welche Information fehlt, um P1 sicher im Fahrzeug zu positionieren?“, „Wie beeinflusst die Verpackungsfestigkeit die Stapelhöhe?“, „Welche zweite Kontrolle verhindert eine falsche WMS-Ausbuchung?“ und „Wie begründest du eine ressourcenschonende Verpackung ohne Produktschaden?“. Ein belastbarer Erwartungshorizont benennt konkrete Fakten, wägt Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ab und beschreibt die nachweisbare Kontrolle.
Beispielantwort mit Begründung: „Ich melde B −4, weil die Daten im System vom gezählten Bestand abweichen. Der Auftrag ist mengenmäßig erfüllbar, doch ich stoppe eigenmächtige Korrekturen, lasse Ursache und Freigabe dokumentieren, gleiche den physischen Entnahmebeleg ab und überprüfe die abschließende Buchung.“ Das ist nicht die Lösung des Quiz, sondern ein Muster dafür, wie eine Fachbegründung aufgebaut wird.
Wirtschafts- und Sozialkunde in Lagerentscheidungen
Wirtschafts- und Sozialkunde verbindet Berufsbildungsgesetz, Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz, Mitbestimmung, Sozialversicherung sowie nachhaltiges Wirtschaften. Ein betrieblicher Zielkonflikt lautet: „Expressversand reduziert Wartezeit, erzeugt aber höhere Kosten und gegebenenfalls mehr Emissionen.“ Eine gute WiSo-Antwort nennt betroffene Akteure, Rechte und Pflichten, vergleicht Alternativen nach vereinbarten Kriterien und empfiehlt eine begründete Lösung. Bei einem Konflikt über Sicherheitsunterweisung hat sichere Arbeit Vorrang vor Zeitdruck; die zuständigen betrieblichen Stellen und Schutzregelungen sind zu beachten.
Eigenes Rechenbeispiel für eine Beschaffungsentscheidung: Vergleichbare Angebote über 100 Verpackungseinheiten: Anbieter X berechnet 4,80 € pro Einheit plus 30 € Versand, insgesamt 510 € netto; Anbieter Y berechnet 5,05 € mit kostenfreier Lieferung, insgesamt 505 € netto. Bei ansonsten identischen Qualitäts-, Termin- und Vertragsbedingungen ist Y um 5 € günstiger. In der Praxis müssen Qualität, Lieferzeit, Nachhaltigkeit, Retourenbedingungen und die aktuelle vertragliche Lage ebenfalls berücksichtigt werden. Beispielbeträge sind frei erfunden.
Persönlicher Lern- und Prüfplan
Trainiere den vollständigen Prozess in vier Durchläufen: zunächst mit Hilfekarte, dann selbstständig, dann mit erfundener Störung und zuletzt mit einer kurzen Fachgesprächs-Simulation. Reflektiere bei jedem Durchlauf: Was war korrekt, wo fehlten Daten, welche Entscheidung war sicher, wie wurde dokumentiert? Die Lernzeit dieses Kurses ist keine offizielle Prüfungszeit. Übernimm die Zeit- und Hilfsmittelhinweise ausschließlich aus deiner aktuellen IHK-Einladung.
Interaktive Aufgaben
Bearbeite die Quizfragen zuerst ohne Blick auf andere Quellen. Nutze anschließend die Zuordnungsspiele, das Kreuzworträtsel und den Lückentext zur Wiederholung. Die Inhalte der Quizoptionen enthalten bewusst keinen öffentlich eingeblendeten Lösungsschlüssel; kontrolliere dein Verständnis durch begründete Rückmeldungen und erneute Beschäftigung mit den Fachkapiteln.
Quiz: Prüfe dein Wissen
Welcher Prüfungsbereich umfasst nach der Ausbildungsordnung zwei praktische Aufgaben aus verschiedenen Gebieten? (Praktische Arbeitsaufgaben) (!Wirtschafts- und Sozialkunde) (!Lernfeld Einkauf als eigene Prüfung) (!Nur das schriftliche Lagerrechnen)
Was ist für die offizielle zeitliche Planung der schriftlichen Prüfung entscheidend? (Die aktuelle Mitteilung der zuständigen IHK) (!Ein beliebiges älteres Lehrbuch) (!Die Dauer eines Onlinevideos) (!Die frei gewählte Lernzeit)
Welche Aussage zum Fachgespräch in den praktischen Arbeitsaufgaben ist richtig? (Es ist Teil des höchstens fünfstündigen praktischen Prüfungsbereichs) (!Es ersetzt grundsätzlich alle schriftlichen Bereiche) (!Es dauert bei jedem Prüfling eine volle Stunde) (!Es ist in jedem Fall eine separate Nachprüfung)
Welche Abweichung zeigt der Übungsfall für Artikel B? (Vier Kartons weniger als gebucht) (!Vier Kartons mehr als gebucht) (!Zwölf Kartons fehlen für den Auftrag) (!Keine Inventurdifferenz)
Wie hoch ist die gesamte Bruttomasse der drei Modellpaletten? (451 Kilogramm) (!376 Kilogramm) (!426 Kilogramm) (!750 Kilogramm)
Welche Warenvolumensumme wurde für die 68 Kartons berechnet? (1,056 Kubikmeter) (!2,88 Kubikmeter) (!0,904 Kubikmeter) (!10,56 Kubikmeter)
Welche zusätzliche Information ist für eine konkrete sichere Lastverteilung im Fahrzeug nötig? (Fahrzeugspezifischer Lastverteilungsplan mit Achsdaten) (!Allein die Anzahl der Versandetiketten) (!Nur die Farbe der Kartons) (!Ausschließlich die freie Gesamtzuladung)
Welche Reaktion ist bei ungeklärter Bestandsabweichung fachgerecht? (Abweichung dokumentieren und autorisierte Klärung veranlassen) (!WMS ohne Freigabe berichtigen) (!Etiketten ignorieren und blind weitermachen) (!Den Scanverlauf öffentlich teilen)
Welche Maßnahme schont Ressourcen ohne die Sicherheit zu vernachlässigen? (Geeignete Mehrwegverpackung nach Qualitätsprüfung einsetzen) (!Beschädigte Paletten beliebig wiederverwenden) (!Auf jede Transportsicherung verzichten) (!Kontrollschritte generell streichen)
Was kennzeichnet eine begründete Antwort im Fachgespräch? (Eine Entscheidung mit Risikoabwägung und Kontrollnachweis erläutern) (!Nur Fachwörter möglichst schnell aufzählen) (!Jede Rückfrage ohne Begründung ablehnen) (!Ergebnisse ohne Maßeinheiten nennen)
Memory
Ordne jeweils den Fachbegriff seiner zutreffenden Funktion zu. Nach einem Fehlversuch prüfe, ob du Dokumentation, Mengenprüfung und Sicherheitsfreigabe unterschieden hast.
| Sollbestand | Im System erwartete Artikelmenge |
| Istbestand | Tatsächlich festgestellte Artikelmenge |
| Pickliste | Vorgabe zur mengenrichtigen Entnahme |
| Bruttomasse | Warenmasse einschließlich Ladehilfsmittel und Verpackung |
| Lastverteilungsplan | Fahrzeugbezogene Grundlage für zulässige Schwerpunktlage |
| Fachgespräch | Begründete Erläuterung des eigenen Arbeitshandelns |
Drag-and-drop
Ordne jedem Prüfschritt den passenden Nachweis zu. Achte darauf, Kontrolle nicht mit einer unbefugten Korrektur zu verwechseln.
| Prüfschritt | Zugehöriger Nachweis |
|---|---|
| Mengenabgleich | Differenzbericht über Buch- und Sichtbestand |
| Kommissionierung | Abgehakte Pickliste mit Artikel und Menge |
| Palettenplanung | Lagenbild mit Höhe und Bruttomasse |
| Versandvorbereitung | Schematicher Stellplatzplan mit Freigabevorbehalt |
| Abschlusskontrolle | Dokumentierter Soll-Ist-Abgleich der Lieferung |
Kreuzworträtsel
Finde sechs eindeutige Fachwörter zu den Hinweisen.
| Inventur | Körperliche Ermittlung und dokumentierte Prüfung vorhandener Bestände |
| Nutzlast | Maximal zulässige Masse einer zusätzlichen Fahrzeugbeladung |
| Tourenplan | Ablaufplan der Anfahrten für eine Transportfahrt |
| Versand | Organisierter Übergang der vorbereiteten Lieferung zum Transport |
| Fachgespräch | Prüfungsteil zum fachlich begründeten Erklären des Handelns |
| Kommissionierung | Auftragsbezogenes Zusammenstellen ausgewählter Waren |
LearningApps
Die folgende Suche bei LearningApps führt zu thematisch passenden externen Übungsangeboten; einzelne Treffer stammen von Dritten und müssen fachlich und urheberrechtlich vor eigener Verwendung geprüft werden.
Lückentext
Ergänze zu jedem vollständigen Satz einen zentralen Begriff. Falls du unsicher bist, gehe zum passenden Fachkapitel zurück.
Offene Aufgaben
Leicht
- Ausbildungsordnung: Schreibe die vier Prüfungsbereiche in eine eigene Übersicht und kennzeichne, welches Format praktisch beziehungsweise schriftlich ist; prüfe die Quelle.
- Warenbestand: Erstelle für A, B und C eine Soll-Ist-Tabelle des Modellauftrags und erkläre, warum die Abweichung bei B gemeldet werden muss.
- Kommissionierung: Zeichne eine selbst erfundene Pickliste mit Artikel, Regalplatz, Menge und fiktivem Kontrollfeld.
- Arbeitssicherheit: Gestalte eine Sicherheitskarte mit drei Situationen, in denen Arbeit unterbrochen und eine befugte Person informiert wird.
Standard
- Lagerlogistik: Berechne die Bruttomasse und Kartonvolumina des Übungsauftrags neu und dokumentiere jeden Einheitenschritt.
- Paletten: Zeichne die drei Palettenlagen maßstabsnah auf Papier und begründe die Annahmen zur Stapelbarkeit und Höhe.
- Datenschutz-Grundverordnung: Gestalte ein fiktives digitales Kommissionierprotokoll mit minimal erforderlichen Daten und begründe Rollenrechte.
- Qualitätsmanagement: Erstelle ein Ursachen-Wirkungs-Schema für eine wiederkehrende Scandifferenz und definiere eine nachprüfbare KVP-Maßnahme.
Schwer
- Ladungssicherung: Entwickle einen Modell-Beladeplan mit offen ausgewiesenen fehlenden Fahrzeuginformationen und formuliere einen fachlich korrekten Freigabevorbehalt.
- Berufliche Handlungskompetenz: Simuliere mit einer Partnerperson ein Fachgespräch zum Fall B −4 und bewerte Argumentation, Sicherheit und Ergebnisprüfung.
- Wirtschafts- und Sozialkunde: Vergleiche zwei fiktive Beschaffungs- oder Versandoptionen anhand einer Nutzwertmatrix aus Kosten, Verlässlichkeit, Umweltwirkung und Arbeitsschutz.
- Prozessoptimierung: Plane eine durchgängige digitale Verbesserung vom Auftrag bis zum Beleg und belege Risiken, Kennzahlen, Wirtschaftlichkeit und Datenschutz.


Lernkontrolle
- Prüfungsvorbereitung: Erkläre den Unterschied zwischen gesetzlicher Höchstdauer von 180 Minuten und veröffentlichtem AkA-Ablauf von 150 Minuten für Prozesse der Lagerlogistik und nenne die verbindliche Informationsquelle.
- Arbeitsplanung: Entwirf aus einer neuen fiktiven Bestellung einen Arbeitsplan mit Entscheidungspunkten, erforderlicher Befugnis, Materialfluss und Dokumentationsnachweis.
- Lagerkennzahl: Rechne für 3 fehlerhafte von 150 geprüften Positionen die Fehlerquote vor, interpretiere sie und schlage eine geeignete Vergleichsmessung vor.
- Bestandsführung: Beurteile, warum zwölf vorhandene Kartons B trotz Buchbestand 16 nicht zur stillen Systemkorrektur berechtigen, und beschreibe einen nachvollziehbaren Klärungsprozess.
- Transportplanung: Begründe, welche Informationen neben Bruttomasse und Stellplatzzahl für rechtssichere Verladung und Ladungssicherung fehlen und warum du bis zur Freigabe nur simulierst.
- Wirtschafts- und Sozialkunde: Stelle einen Zielkonflikt zwischen Schnelligkeit, Kosten und Nachhaltigkeit dar und treffe eine dokumentierte, überprüfbare Entscheidung.
Didaktischer Erwartungshorizont: Volle Zielerreichung liegt vor, wenn nicht nur Schlagwörter vorkommen, sondern korrekte Begriffe, nachvollziehbare Rechnungen mit Einheiten, geeignete Kontrollkriterien, gesetzte Sicherheitsgrenzen und begründete Handlungsalternativen. Bei Teilerfolg werden fehlende Belege, Einheiten oder Freigaben präzise nachgearbeitet. Für die offenen Lernkontrollen kann eine Lernpartnerin oder eine ausbildende Fachkraft anhand des untenstehenden Rasters Rückmeldung geben.
Lernnachweis
Konkretes Portfolio für den Modellauftrag NL-2026-017: Gib eine zweiseitige Auftragsanalyse und Arbeitsplanung, eine vollständige Pick-/Kontrollliste, die drei Lagenbilder, den nachvollziehbaren Rechenbogen (68 Kartons, 376 kg Waren, 75 kg Paletten, 451 kg brutto, 1,056 m³ Warenvolumen), einen modellhaften Beladeplan mit benannten Grenzen, ein fiktives Differenzprotokoll B −4 und ein schriftliches Reflexionsblatt ab. Ergänze eine selbst aufgenommene Tonaufnahme mit fiktivem Fall ohne Personenbezug oder ein Protokoll eines 5-minütigen Fachgesprächstrainings; deine Zeitaufnahme ist keine amtliche Prüfungszeit. Erstelle keine Aufnahme anderer Personen ohne die erforderliche Zustimmung.
Transparenter Übungs-Bewertungsbogen, insgesamt 100 Punkte – kein offizieller IHK-Schlüssel:
| Kriterium | Maximalpunkte | Prüfbarkeit |
|---|---|---|
| Auftragsanalyse und Vollständigkeit | 15 | Mengen, Daten, Schnittstellen, Anforderungen und Freigaben benannt |
| Arbeitsplanung und Wirtschaftlichkeit | 15 | logische Reihenfolge, Arbeitsmittel und begründete Alternativen |
| Mengen-, Massen- und Volumenrechnung | 20 | alle relevanten Zwischenschritte und Einheiten stimmen |
| Arbeitssicherheit und Rechtsbewusstsein | 20 | echte Risiken erkannt, Kompetenzgrenzen und Freigaben festgehalten |
| Qualität und Dokumentation | 15 | Abweichung B −4 korrekt behandelt, Abschlusskontrollen nachvollziehbar |
| Fachgespräch, WiSo und Nachhaltigkeit | 15 | fachliche Begründung, Transfer, Ressourcen und Datenschutz berücksichtigt |
| Gesamt | 100 | Nur für diese Lernübung |
Rückmelde-Regel: 90–100 Punkte = differenziert und vollständig; 75–89 = überwiegend tragfähig mit gezielter Nacharbeit; 60–74 = Grundlagen vorhanden, Belege oder Kontrollen ergänzen; darunter = Fall mit Anleitung erneut bearbeiten. Diese Stufen sind rein didaktisch und keine amtlichen Noten- oder Bestehensgrenzen. Ein sicherheitskritischer Mangel erfordert unabhängig von der Punktzahl eine vollständige Korrektur vor jeder realen Umsetzung.
Selbstcheck: Kann eine andere Person anhand meiner Unterlagen alle Rechnungen prüfen? Sind Unsicherheiten und Freigabevorbehalte sichtbar? Habe ich keine echten Kunden-, Betriebs-, Mitarbeitenden- oder Schülerdaten verarbeitet? Kann ich mindestens drei Entscheidungen argumentativ verteidigen und eine neue Störung verantwortungsvoll lösen?
OER und Wikipedia
Verbindliche Ausgangsquellen und weiterführende Informationen (am 23. Oktober 2026 abgerufen):
- BIBB: Fachkraft für Lagerlogistik – Berufsprofil, Ausbildungsdauer, geltende Verordnung und KMK-Link.
- § 14 Ausbildungsordnung Lagerbereich: Prüfungsbereiche, Höchstzeiten, Fachgespräch, Gewichtungen, Bestehen und Ergänzungsprüfung.
- AkA: aktuell veröffentlichte schriftliche Verfahren und Zeiten; IHK Ulm: Berufs- und Prüfungsinformationen. Deine individuell zuständige IHK muss Termine und Hilfsmittel bestätigen.
- KMK-Rahmenlehrplan mit Lernfeldern des dritten Ausbildungsjahres; den gültigen Landeslehrplan zusätzlich beachten.
- DGUV Vorschrift 68, Flurförderzeuge und DGUV-FAQ zu Befähigung und schriftlichem Fahrauftrag.
- § 22 StVO: Ladung, BG Verkehr: Lastverteilung sowie VDI 2700 Blatt 3.2, Ausgabe Februar 2026: Anwendung/Prüfung von Sicherungsmitteln. Vollständige aktuelle Normtexte und Herstellerangaben sind für reale Arbeit separat zu prüfen, nicht ungeprüft aus älteren Materialien übernehmen.
- EU-Datenschutz-Grundverordnung, insbesondere Art. 5: Datenminimierung.
- DGUV/BGHW: Deutsches Fachvideo „Richtig eingestellt – Ergonomie und Sicherheit beim Fahren von Flurförderzeugen“ als extern abrufbarer Präventionsfilm.
- LagerLernen: „IHK-Abschlussprüfung Lagerlogistik: Ablauf, Inhalte & wichtige Tipps“ (2021). Externes urheberrechtlich geschütztes Video, Einbettung über den angegebenen YouTube-Dienst; keine freie Nachnutzungslizenz behauptet.
Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien und Urheber-/Lizenznachweise:
| Eingebundene Datei | Geprüfte Dateibeschreibung | Urheber/in | Lizenz, Nachweis |
|---|---|---|---|
| File:Modern warehouse with pallet rack storage system.jpg | Palettenregallager | Axisadman | CC BY-SA 3.0 |
| File:Pallet Jack.jpg | Handhubwagen | Poo Poo / Poo (Commons-Übertrag) | CC BY-SA 3.0 |
| File:Honeywell 4600g-8664.jpg | Handscanner | © Raimond Spekking | CC BY-SA 4.0 |
| File:A man loading up a Truck.jpg | Verladung | Kihara wa kigo | CC BY-SA 4.0 |
| File:Item Picking Robot.png | Kommissionierrobotik-Illustration | Rlistmedia | CC BY 4.0 |
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Transferprojekte: Vergleiche im fiktiven Schul- oder Modelllager zwei zulässige Kommissionierwege, skizziere ein datensparsames WMS-Interface, gestalte eine sichere Freigabe-Checkliste und simuliere ein Fachgespräch zu einem selbst entwickelten Auftragsfehler. Verbinde diese Produkte mit den Lernfeldern 9–12 und beziehe den betrieblichen Ausbildungsplan sowie den tatsächlich geltenden Landeslehrplan ein. Eine Veröffentlichung von realen Betriebsabläufen, vertraulichen Unterlagen oder Schülerarbeiten findet nicht statt.
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