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Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Edelsteinschleifer - 3. Ausbildungsjahr

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Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Edelsteinschleifer - 3. Ausbildungsjahr

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Einleitung

Du bearbeitest im dritten Ausbildungsjahr einen durchgängigen, fiktiven Kundenauftrag: Ein bereits facettierter Amethyst mit beschädigter Rundiste soll beurteilt, wirtschaftlich umgeschliffen, qualitätsgesichert und überzeugend präsentiert werden. Du verbindest dabei Lernfeld 8 – Edelsteine präsentieren, Lernfeld 9 – Edelsteine umschleifen und Lernfeld 10 – Edelsteinschliffe herstellen. Das Ziel ist nicht das bloße Bedienen einer Maschine, sondern eine vollständige berufliche Handlung vom Erstgespräch über Planung und sichere Ausführung bis zur begründeten Übergabe.

Das Jahresprojekt ist ein didaktisches Übungsszenario und keine amtliche Prüfung oder eigenständige Berechtigung zum Betrieb von Maschinen. Alle Fallkennungen, Maße, Preise, Beobachtungen und Gesprächspartner sind erfunden. Halte den betrieblichen Ausbildungsplan, die Vorgaben der zuständigen Kammer, den einschlägigen Landeslehrplan und die Weisungen der ausbildenden Fachkraft ein. Gefährliche Tätigkeiten an Schleif-, Trenn- und Poliermaschinen, mit Chemikalien und bei Wartung erfolgen ausschließlich nach Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung unter befugter Aufsicht. Ohne diese Voraussetzungen bearbeitest du Pappmodelle, Bilder, sichere digitale Schliffskizzen und simulierte Messprotokolle.

Das Kompetenzziel lautet: Du kannst einen berufstypischen Auftrag analysieren, informieren, entscheiden, planen, begründet bearbeiten, kontrollieren, präsentieren und reflektieren. Als Produkte erstellst du eine Auftragsklärung, zwei Varianten, einen Arbeits- und Sicherheitsplan, nachvollziehbare Fachrechnungen, ein prüfbares Modell- oder reales Arbeitsergebnis, ein Qualitätsprotokoll und eine Kundenpräsentation. Die drei Fachrichtungen mit Diamant- oder Gravurschwerpunkt können den Fall fachrichtungsbezogen abwandeln; der hier durchgerechnete Beispielweg bezieht sich ausdrücklich auf die Fachrichtung Edelsteinschleifen.


Kundenauftrag, Fachbegriffe und Entscheidung


Ausgangslage und Informationsfluss

Übungsauftrag P-03/26: Ein Kunde bringt einen als Amethyst deklarierten ovalen Facettenstein mit einer sichtbar ausgebrochenen Stelle am Rand. Die mitgeteilten Ausgangsdaten lauten: Masse 1,80 ct, Länge 8,00 mm, Breite 6,00 mm. Er möchte eine harmonische Form, glatte unbeschädigte Kanten und eine gut lesbare Präsentation. Die Steinsorte wird im Modellfall als bestätigt vorausgesetzt; im echten Auftrag prüfst du Identität und Hinweise auf Behandlungen, statt eine ungesicherte Deklaration zu übernehmen.

Auftragsklärung: Was genau ist beschädigt? Ist die Oberfläche nur zerkratzt oder reicht ein Riss tiefer? Wird ein vorhandenes Schmuckstück weiterverwendet, sodass ein bestimmtes Einbaumaß erforderlich ist? Welche Mindestmasse, Preisspanne und Frist sind akzeptabel? Übersteigen Risiken und Kosten den Nutzen? Notiere die Befunde und die noch offenen Kundenentscheidungen in einer freigegebenen, datensparsamen Auftragsakte. Der Stein erhält eine neutrale interne Kennung; echte Namen, Kontaktdaten, Schülerdaten oder Betriebsgeheimnisse gehören weder ins Lernwiki noch in veröffentlichte Fotos.

Informations- und Materialfluss: Annahme mit Zustandsdokumentation → gemmologische Eingangsprüfung → Entwurf und Kalkulation → schriftliche Variantenfreigabe → gesicherte Materialübergabe an die Fachkraft → beaufsichtigte Bearbeitung oder Modell → Zwischenkontrolle → Endkontrolle → Übergabeprotokoll. Jede Station dokumentiert Verantwortlichkeit, Prüfkriterium und Übergabestatus. Bei Unklarheiten wird die Arbeit angehalten statt ein ungeprüfter Stein weitergegeben.


Begriffe präzise verwenden

Eine Facette ist eine gezielt angelegte ebene Schlifffläche. Die Rundiste ist der Übergangsbereich zwischen Ober- und Unterteil, dessen Kante beschädigt sein kann. Schliffart unterscheidet unter anderem Facettenschliff und Glattschliff mit Cabochon. Ein Umschliff verändert einen bestehenden Schliff; Nachpolieren kann bei oberflächlichen Schäden genügen, muss aber nach fachlicher Beurteilung erfolgen. Einschluss bezeichnet Material oder Strukturen innerhalb des Steins; er kann Bearbeitbarkeit und Risiko beeinflussen. Schliffriss oder tiefer Ausbruch erfordert gegebenenfalls einen größeren Substanzabtrag oder eine Ablehnung. Toleranz ist eine für den konkreten Auftrag vereinbarte zulässige Abweichung, nicht automatisch ein gesetzlich festgelegter Einheitswert.

Bildvergleich: Facettierter Diopsid und Cabochon zeigen unterschiedliche Oberflächenwirkungen; nicht jedes Material eignet sich gleich gut für jede Schliffart.

Schematischer Vergleich der Schliffarten und Teile eines Schliffs; beachte Oberteil, Unterteil und Rundiste.


Kundenfreundliche Varianten statt vorschneller Zusage

Variante A – moderater Umschliff: Beschädigte Rundistenbereiche unter kontrolliertem Materialabtrag neu anlegen, benachbarte Facetten angleichen und prüfen, ob sich der optische Gesamteindruck erhalten lässt. Modellrechnung: 1,53 ct Zielmasse und begrenzter Formverlust. Variante B – weitergehender Neuaufbau: Komplette Symmetrie mit deutlich größerer Substanzänderung anstreben; Modellrechnung: 1,35 ct Zielmasse, höherer Aufwand. Die Angabe ist zunächst eine Prognose, keine Zusage für einen realen Stein. Ein verborgener Riss kann beide Varianten ausschließen.

Beispiel Kundenkommunikation: „Wir können eine schonende Korrektur versuchen. Der Stein wird dabei voraussichtlich leichter und geringfügig kleiner. Die genaue Restmasse ist vor der Bearbeitung nicht garantiert. Alternativ ist ein stärkerer Neuaufbau möglich; bei Hinweisen auf einen tiefen Riss empfehlen wir, nicht weiterzubearbeiten. Welche Variante sollen wir unter den genannten Grenzen freigeben?“ Die Antwort dokumentierst du vor Arbeitsbeginn. Reklamationen werden nachmessbar aufgenommen, nicht mit bloßen Werturteilen abgetan.

Vier facettierte Amethyste als Anschauung für Formgleichheit, Blickwinkel, Symmetrie und ein konsistentes Präsentationslicht.


Arbeitsplanung, Steinverlust und transparente Kalkulation


Fachrechnen am vollständigen Praxisfall

Massenumrechnung: Für Edelsteine gilt 1 metrisches Karat (ct) = 0,20 g. Anfangsmasse 1,80 ct × 0,20 g/ct = 0,360 g. Für Variante A wird 1,53 ct × 0,20 g/ct = 0,306 g angenommen. Geplanter Materialverlust: 1,80 − 1,53 = 0,27 ct oder 0,054 g. Relativer Verlust: 0,27 / 1,80 × 100 = 15 %; Masseerhalt beziehungsweise Ausbeute: 1,53 / 1,80 × 100 = 85 %. Für Variante B: 1,80 − 1,35 = 0,45 ct, folglich 25 % Verlust und 75 % Masseerhalt. Eine Prozentangabe ohne Bezugsmasse führt zu falscher Bewertung.

Beispielhafte Qualitätsgrenzen für Variante A (nur für diesen Übungsauftrag ausdrücklich vereinbart): Restmasse mindestens 1,50 ct; Länge 7,80 ± 0,10 mm; Breite 5,80 ± 0,10 mm; bei geeigneter Beleuchtung und zehnfacher Lupenbetrachtung keine erkennbaren neuen Oberflächenkratzer; harmonischer Verlauf der nachgearbeiteten Facetten; keine neu festgestellte kritische Schädigung. Die Kriterien müssen zum echten Material, zur späteren Fassung und zu Messverfahren passen. Nicht jede Erscheinung lässt sich mit einem einzigen Zahlenwert beurteilen.

Preisbeispiel Variante A, alle Werte rein fiktiv, netto vor einer gegebenenfalls anzuwendenden Umsatzsteuer:

Kostenposition Rechnung Betrag
Nacharbeit und Einrichtung 72 min / 60 × 48,00 €/h 57,60 €
Qualitätskontrolle und Dokumentation 12 min / 60 × 48,00 €/h 9,60 €
Verbrauchs- und Hilfsmittel geschätzte Pauschale 9,40 €
Gemeinkostenzuschlag 20 % × 67,20 € Arbeitskosten 13,44 €
Selbstkosten dieser Übung 57,60 € + 9,60 € + 9,40 € + 13,44 € 90,04 €
Beispielhafter Aufschlag 20 % × 90,04 € = 18,008 € 18,01 €
Rechenangebot 90,04 € + 18,008 €, auf Cent gerundet 108,05 €

Kontrollfrage der Kalkulation: Die Aufschläge beziehen sich hier ausdrücklich auf unterschiedliche Basen: der Gemeinkostenzuschlag auf Arbeitskosten, der kalkulatorische Aufschlag auf Selbstkosten. Ein Nettoangebot ist kein pauschal gültiger Bruttopreis. Tatsächliche Tarife, Risiken, Steuern und Vertragsbedingungen bestimmt der Betrieb. Neben Preis und Masse müssen Auftragswert, unsichere Ausgangslage und gegebenenfalls ein Abbruchvorbehalt erläutert werden.


Arbeitsplan, Prüfpunkte und Freigaben

Phase Geplante Tätigkeit und Unterlagen Prüfpunkt / verantwortliche Freigabe
1. Annehmen Synthetische Auftragskarte, neutrale Kennung, Erstfotos, Ausgangsmessung Schäden und Kundenziele schriftlich erfassen
2. Untersuchen Unter fachlicher Anleitung Material und Einschlüsse beurteilen, Besonderheiten dokumentieren Unbekanntes Material und kritische Risse an Fachkraft melden
3. Entwerfen Variantenzeichnungen, Sollmaße, Verlustrechnung und Preisalternative Kundenfreigabe zu Ziel und Restrisiko dokumentieren
4. Arbeitsmittel planen Materialeigenschaften, Werkzeuge, Schutzmaßnahmen, Betriebsvorgaben und Herstellerdokumentation prüfen Befugte Fachkraft bestätigt sichere Arbeitsbedingungen
5. Modell oder Bearbeitung Digitale Facettenfolge beziehungsweise beaufsichtigte fachrichtungsbezogene Arbeit nach separater Unterweisung Zwischenkontrolle der Kanten und Abmessungen vor Weiterarbeit
6. Endprüfung Masse, Länge, Breite, Schliffbild, Oberfläche, Ressourceneinsatz protokollieren Soll-Ist-Vergleich und Entscheidung annehmen, nacharbeiten oder sperren
7. Präsentieren Produktfoto, beschriftete Skizze, Pflegehinweis, transparente Kostendarstellung Team- und Kundenfeedback, dokumentierte Übergabe

Die Jahresarbeit kann in abgestimmte Meilensteine gegliedert werden: Monate 1–2 Auftrag und Materialkunde, 3–4 Varianten und Kalkulation, 5–7 Modell/unterwiesene Praxis, 8 Messung und Fehleranalyse, 9 Präsentation, 10 Abschluss und Transfer. Dieser didaktische Zeitplan ersetzt weder die Stundentafel noch den betrieblichen Ausbildungsplan.

Ansicht einer Facettiermaschine: Die Abbildung dient der Einordnung der Bauteile, nicht als Bedienungsanweisung oder Sicherheitsfreigabe.


Bearbeitung oder sichere Simulation fachgerecht gestalten


Schliffentwurf mit überprüfbaren Entscheidungen

Zuerst zeichnest du Vorder-, Seiten- und Rückansicht des hypothetischen Ovals. Trage die beschädigte Rundistenzone, geschätzte Abtragsbereiche und die gewünschte Erhaltung der Symmetrie ein. Ein Schliffdiagramm macht Facettenabfolge, Winkelbezüge und Treffpunkte nachvollziehbar; eine perspektivische Illustration allein reicht für die Fertigungsplanung nicht. Die Facettentreffpunkte sind jene Punkte beziehungsweise Kanten, an denen mehrere Schliffflächen aufeinandertreffen sollen. Ihre Lage kann mit einer Zeichnung und fotografisch dokumentiert werden.

Eine vorhandene Beschädigung kann nicht beliebig „wegpoliert“ werden: Politur verbessert Oberflächenrauheit, aber eine tiefe Ausbruchstelle erfordert gegebenenfalls geometrische Korrekturen, die Masse und Proportionen verändern. Vor der Freigabe beurteilt die Fachkraft, ob Materialstruktur, Einschlüsse und geplanter Abtrag vertretbar sind. Maße und Bearbeitungsfolge richten sich nach gewähltem Stein und Schleiftechnik; es gibt keine allgemein gültige sichere Drehzahl, Körnung oder Schleifkraft für alle Steine.

Didaktische Zeichnung eines Facettenschliffs. Übertrage das Prinzip in deinen individuell bemaßten Entwurf.


Berufsspezifische Arbeitssicherheit

Vor jeder realen Arbeit sind die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Betriebsanweisung und Herstellerangaben maßgeblich. Risiken umfassen wegfliegende Partikel oder Werkstücke, Kontakt mit rotierenden Teilen, Quetschen, Lärm, Staub, Spritznebel, Hautkontakte mit Hilfsstoffen, elektrische Gefährdungen und ungünstige Körperhaltung. Geeignete Schutzvorrichtungen, Absaugung oder sichere Nassverfahren, fachlich ausgewählte persönliche Schutzausrüstung, sachgerechte Aufspannung und passende Prüfmittel werden von der verantwortlichen Fachkraft festgelegt. Bei mineralischem Staub, insbesondere quarzhaltigem Material, ist eine wirksame Expositionsminderung wichtig. Keine trockene Staubverteilung durch Abblasen oder gewöhnliches Fegen. Kühlschmierstoffe und andere Hilfsmittel sind nach Stoffinformation und Entsorgungsvorgabe zu behandeln.

Ein nasser Arbeitsprozess macht elektrische und chemische Risiken nicht automatisch harmlos. Keine eigenmächtigen Maschinenumbauten, kein Entfernen von Schutzeinrichtungen, kein Arbeiten bei unklarer Materialidentität, Rissen im Schleifwerkzeug, fehlender Unterweisung oder unsicherer Spannlage. Stoppe den Vorgang und informiere eine befugte Fachkraft, wenn eine Abweichung auftritt. Eine Videoanleitung ersetzt weder betriebliche Freigabe noch die Beurteilung des konkreten Arbeitsplatzes. Orientierung: DGUV Information 209-002 „Schleifen“, Ausgabe 06/2023 und TRGS 500 „Schutzmaßnahmen“, Fassung 2019 mit Berichtigung 2020; relevante aktuelle Vorgaben vor einer realen Durchführung erneut prüfen.


Vollwertige ungefährliche Modellalternative

Ohne geeigneten beaufsichtigten Werkstattplatz ist diese Alternative verpflichtend: Baue aus Papier, Karton oder einem 3D-Modell ein 8,00 × 6,00 mm im Maßstab 10:1 gezeichnetes Oval, markiere den „Ausbruch“ farblich und konstruiere zwei mögliche neue Konturen. Lege Facettenflächen mit Lineal oder Vektorprogramm als grafische Flächen an. Erfasse die angegebene synthetische Massenreihe 1,80 ct → 1,53 ct → 1,52 ct in einer Tabelle, berechne Verlust, Ausbeute und Soll-Ist-Abweichung und fotografiere ausschließlich dein selbst hergestelltes Modell. Prüfe Maßstäbe, Proportionen, Beschriftung und vollständige Dokumentation. Keine realen rotierenden Werkzeuge, kein Steinabrieb, kein Lösemittel und keine Wärmebehandlung sind dafür erforderlich.

Fachvideo 1: Dokumentierte Schleif- und Polierschritte an der Planschleifmaschine, deutschsprachiges Herstellervideo; analysiere Arbeitsschritte und beurteile gezeigte Schutzmaßnahmen kritisch, statt sie ungeprüft zu übernehmen.

Fachvideo 2: Deutschsprachige Demonstration der Formgebung und Politur an einem als „Ostsee-Jade“ bezeichneten Faserkalk; die Handelsbezeichnung beweist keine mineralogische Jade-Identität. Vergleichbar sind die Planungs- und Qualitätsfragen, nicht pauschal die Werkzeugparameter.


Messprotokoll, Fehleranalyse und Nachhaltigkeit


Auswertung des abgeschlossenen Modellauftrags

Nach der simulierten Bearbeitung liegen als frei erfundene Messwerte vor: 1,52 ct, 7,77 mm Länge, 5,84 mm Breite, optisch gleichmäßige neue Facetten und bei der zehnfachen Lupenbetrachtung keine neuen sichtbaren Kratzer. Prüfe jeden Wert anhand der zuvor vereinbarten Grenzwerte: Die Masse überschreitet das Minimum 1,50 ct um 0,02 ct. Länge 7,77 mm liegt innerhalb 7,70 bis 7,90 mm; Breite 5,84 mm liegt innerhalb 5,70 bis 5,90 mm. Die tatsächlich modellierte Masse weicht vom Prognosewert 1,53 ct um −0,01 ct ab, also um −0,01 / 1,53 × 100 ≈ −0,65 %. Realisierter Masseerhalt: 1,52 / 1,80 × 100 ≈ 84,44 %; Materialverlust 15,56 %. Dokumentiere Rundungen und Vorzeichen.

Kriterium Vereinbarter Sollwert Simulierter Istwert Ergebnis
Fertigmasse mindestens 1,50 ct 1,52 ct im Grenzbereich zulässig
Länge 7,70–7,90 mm 7,77 mm innerhalb der Toleranz
Breite 5,70–5,90 mm 5,84 mm innerhalb der Toleranz
Politur bei zehnfacher Lupe keine neuen Kratzer keine neuen Kratzer beobachtet Kriterium im Modell erfüllt
Facettenbild harmonisch und mit Entwurf vergleichbar symmetrisch in Vergleichszeichnung im Modell erfüllt

Prüfbares Arbeitsergebnis: zwei nummerierte Variantenzeichnungen, die farbig markierte Abtragszone, die vollständige Masse- und Preisrechnung, die obige Soll-Ist-Tabelle sowie eine schriftliche Freigabe- oder Sperrentscheidung. Der fiktive Modellfall erfüllt die genannten Kriterien. Im echten Betrieb ersetzt eine Musterrechnung weder mineralogische Prüfung noch fachkundige Endabnahme.


Typische Fehler und Ursachenketten

Ungleichmäßige Facetten: unklare Winkelbezüge, fehlerhaft übertragene Zeichnung oder ungeprüfter Bearbeitungsstand → Zwischenprüfung, mit Fachkraft über Korrektur entscheiden. Mattes Ergebnis: ungeeignete Abfolge von Bearbeitungsstufen, Verunreinigung oder materialabhängige Polierprobleme → Ursache eingrenzen, Materialverträglichkeit und Werkzeugzustand klären, statt ungeprüft mehr Druck aufzubringen. Übermäßiger Masseverlust: falsche Zielgeometrie oder ungeplanter Zusatzabtrag → Prognose neu berechnen und Kundenfreigabe einholen. Kratzer nach der Endreinigung: ungeeignete Lagerung oder verschmutzte Hilfsmittel → Prozess- und Verpackungsfolge überprüfen. Messabweichungen: falsch abgelesene Einheit, ungeeignetes Messmittel, fehlende Kalibrier- beziehungsweise Funktionskontrolle → erneut sachgerecht messen und dokumentieren.

Eine Ursachenanalyse trennt beobachtete Abweichung, mögliche Erklärung, Prüfmethode, Abstellmaßnahme und erneute Verifikation. Nicht jede beschädigte Ware ist durch weitere Bearbeitung rettbar. Bei tiefen Rissen, zweifelhaftem Material oder zu geringer Restmasse kann Ablehnen oder Stoppen das fachlich beste Ergebnis sein.


Ökologie, Digitalisierung und Datenverantwortung

Wähle einen technisch ausreichenden, möglichst materialschonenden Entwurf. Erfasst werden Rohmaterialausbeute, Schleifmittel- und Hilfsstoffverbrauch, Energiebedarf und Abfallweg. Sammle Schleifschlämme, gebrauchte Medien und Reinigungsreste gemäß betrieblicher Einstufung und Entsorgungsregel; nicht unkontrolliert in den Abfluss geben. Frage nach dokumentierter Herkunft von Materialien, ohne ungesicherte Nachhaltigkeitszertifikate zu behaupten.

Digitale Arbeitskarten und geschützte Bilder erleichtern Versionierung, Rückverfolgbarkeit und Vergleich von Soll und Ist. Lege nur die notwendigen Daten ab, begrenze Zugriffsrechte und verwende im Kurs ausschließlich synthetische Beispiele. Versende keine realen Kundenbilder, Betriebsdokumente oder Ausbildungsnachweise an frei zugängliche Plattformen. Für Bearbeitungsdaten gelten betriebliche Datenschutzregeln und die jeweils einschlägigen Rechtsgrundlagen.


Präsentation, Übergabe und Kompetenzcheck


Produkt und Arbeitsweg verständlich zeigen

Lernfeld 8 verlangt nicht bloß ein schönes Bild, sondern eine nachvollziehbare Präsentationsentscheidung. Gestalte ein Bildpaar „vorher – nachher“ auf der Basis des selbst erzeugten Modells und ergänze dieselbe Beleuchtung, denselben Blickwinkel, Maßstabsangabe und eine kurze Beschreibung der Grenzen der Darstellung. Verwende die Bezeichnungen Amethyst, Facettenschliff, Rundiste, Umschliff, Restmasse korrekt. Behaupte aus einem Foto keine gemmologische Echtheits- oder Qualitätsgarantie.

Sammlung von Amethysten in unterschiedlichen Farben, Formen und Größen: Was gehört zu einer fairen, vergleichbaren Produktdarstellung?

Die Kurzpräsentation an den fiktiven Kunden enthält Ausgangsbefund, zwei besprochene Varianten, dokumentierte Entscheidung, Preisannahmen, Arbeitsschritte, Sicherheit, Verlustberechnung, Qualitätsdaten und Pflegehinweis. Verweise auf die geeignete Aufbewahrung: Einzelverpackung schützt vor gegenseitigem Verkratzen und Stößen; Reinigung und Pflege richten sich nach Mineralart, etwaigen Behandlungen und fachlicher Freigabe. Keine pauschale Ultraschallreinigung aller Schmucksteine empfehlen.

Englischer Fachkontakt als optionale Transferleistung: „The stone was recut within the approved size range. The documented model result is 1.52 carats. Please review the measurements and care information.“ Auch in anderen Sprachen muss eine Massendifferenz oder Prognose klar und ohne Verkaufsübertreibung erklärt werden.


Kompetenzcheck als berufliche Handlung

Das folgende lokale Bewertungsraster dient der Übungsrückmeldung und ist keine amtliche Prüfungsbewertung. Pro Kriterium werden 0 Punkte vergeben, wenn ein Nachweis fehlt oder fachlich nicht tragfähig ist; 1 Punkt bei grundsätzlich erkennbarem, aber lückenhaftem Nachweis; 2 Punkte bei nachvollziehbar richtigem, überprüfbarem Nachweis. Die Beurteilung erfolgt anhand der tatsächlich eingereichten Dokumente und des beobachteten Vorgehens, nicht allein aufgrund der Selbstaussage.

Kompetenz und prüfbarer Nachweis Maximalpunkte
Auftrag, Material, Beschädigung und Kundenwunsch erfasst; offene Fragen genannt 2
Zwei fachlich begründete Varianten, passende Entwurfsskizzen und freigegebene Entscheidung 2
Masse, Verlust, Ausbeute, Toleranzen und Kosten mit Rechenweg korrekt 2
Arbeitsablauf, Materialfluss, Freigaben und notwendige Dokumente vollständig 2
Gefährdungen und wirksame Schutzmaßnahmen bzw. sichere Modellalternative richtig begründet 2
Modell oder beaufsichtigte Arbeit sowie Qualität anhand messbarer Daten geprüft 2
Fehlerursachen, Verbesserung und Ressourceneinsatz reflektiert 2
Kundenpräsentation fachlich korrekt, transparent und datensparsam 2

Gesamt: höchstens 16 Punkte. Didaktische Orientierung: 14–16 weitgehend sicherer Transfer, 10–13 teilweise sicher mit gezielten Korrekturen, 0–9 wesentliche fachliche Nacharbeit. Sicherheitsfreigabe ist keine kompensierbare Punktleistung: Fehlen Unterweisung oder sichere Arbeitsbedingungen, darf keine maschinelle Ausführung stattfinden – unabhängig von der Punktzahl.

Reflexion am Ende des Jahres: Wo war die Prognose unsicher? Welche Entscheidung verhinderte unnötigen Materialverlust? Was würdest du gegenüber einem Kunden anders formulieren? Welche Messung hat die Annahme am stärksten verändert? Wie würdest du den Prozess bei Industriediamanten, Schmuckdiamanten oder Gravur fachrichtungsgerecht abändern, ohne Verfahren und Sicherheitsparameter unzulässig zu übertragen?


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz: Fachwissen anwenden

Welche erste Entscheidung ist bei einer beschädigten Rundiste fachlich sinnvoll? (Ausgangsbefund und Kundenanforderungen dokumentieren) (!Sofort mit dem größten verfügbaren Schleifmittel beginnen) (!Die Masse ohne Messung als unverändert zusagen) (!Ohne Kundenfreigabe einen neuen Schliff festlegen)




Wie viel Gramm entsprechen im Modellfall 1,80 ct? (0,360 g) (!0,180 g) (!0,900 g) (!3,600 g)




Wie hoch ist der geplante Masseverlust von 1,80 ct auf 1,53 ct? (15 Prozent) (!10 Prozent) (!20 Prozent) (!85 Prozent)




Welche Aussage beschreibt die Variante mit 1,35 ct gegenüber der Ausgangsmasse richtig? (Es verbleiben 75 Prozent der Masse) (!Es verbleiben 25 Prozent der Masse) (!Es gehen 75 Prozent der Masse verloren) (!Die Masse bleibt nahezu konstant)




Welche Aussage zur Kalkulation des Beispiels stimmt? (Der Gemeinkostenzuschlag wird auf 67,20 Euro Arbeitskosten berechnet) (!Der Gemeinkostenzuschlag wird auf die ursprüngliche Steinmasse berechnet) (!Der Aufschlag wird direkt zum Bruttoverkaufspreis erklärt) (!Die Umsatzsteuer ist bereits pauschal im Stundenlohn enthalten)




Welche Messung liegt innerhalb der vereinbarten Länge von 7,80 plus oder minus 0,10 mm? (7,77 mm) (!7,66 mm) (!7,94 mm) (!8,02 mm)




Was gilt, wenn die geplante Facette einen möglicherweise tiefen Riss erreicht? (Arbeit stoppen und fachkundige Neubewertung veranlassen) (!Den Stein ohne Prüfung weiter abtragen) (!Den Riss allein durch stärkeren Anpressdruck beseitigen) (!Die Auffälligkeit aus der Qualitätsakte entfernen)




Welche Aussage zu realen Schleifarbeiten ist korrekt? (Nur nach Unterweisung und Gefährdungsbeurteilung unter befugter Aufsicht ausführen) (!Ein Fachvideo genügt als Sicherheitsfreigabe) (!Nassarbeit beseitigt alle elektrischen Risiken) (!Schutzvorrichtungen dürfen für bessere Sicht entfernt werden)




Was belegt im Beispiel die vereinbarte Endqualität am besten? (Dokumentierte Soll-Ist-Messungen und eine geprüfte Oberflächenbeurteilung) (!Nur eine ansprechende Produktaufnahme) (!Nur die Aussage des Kunden, dass der Stein glänzt) (!Nur die geplante Ausgangsmasse)




Welche Information gehört in eine verantwortliche Kundenübergabe? (Umschliffmaßnahmen, tatsächliche Restmasse und materialgerechte Pflege) (!Eine garantierte Wertsteigerung ohne Prüfung) (!Die vertraulichen Daten anderer Kunden) (!Ein unerklärter Endpreis ohne Leistungsbeschreibung)






Memory: Begriffe zuordnen

Eingangsprüfung Beurteilung von Material, Schäden und Ausgangszustand vor der Freigabe
Masseerhalt Verhältnis der verbleibenden zur ursprünglichen Steinmasse
Rundiste Übergangszone zwischen Oberteil und Unterteil des Schliffs
Facettentreffpunkt Bereich, in dem geplante Schliffflächen genau zusammenlaufen
Soll-Ist-Vergleich Bewertung gemessener Ergebnisse anhand vereinbarter Vorgaben
Abbruchkriterium Vorab festgelegter Grund, eine riskante Bearbeitung anzuhalten





Drag-and-drop: Nachweise und Zwecke

Ordne den passenden Nachweis zu. Zweck im Kundenauftrag
Zustandsaufnahme Beschädigung vor der Bearbeitung nachvollziehbar machen
Variantenzeichnung Materialschonende Lösung mit weitergehendem Neuaufbau vergleichen
Kalkulationsblatt Arbeitszeit und Zuschläge transparent aufschlüsseln
Prüfprotokoll Restmasse und Abmessungen mit Grenzwerten vergleichen
Übergabevermerk Abgeschlossenes Ergebnis samt Pflegehinweis übergeben





Kreuzworträtsel: Edelsteinschliff

Rundiste Wie heißt der Randbereich zwischen Oberteil und Unterteil eines facettierten Steins?
Facette Wie heißt eine einzelne plane Fläche eines Facettenschliffs?
Schablone Welches Hilfsmittel dient dem Vergleich einer geometrischen Form mit einer Vorlage?
Politur Wie nennt man die abschließende Oberflächenbearbeitung für gleichmäßigen Glanz?
Einschluss Wie heißt eine im Edelstein eingeschlossene Struktur oder Fremdphase?
Toleranz Wie heißt die vereinbarte zulässige Abweichung von einem Sollmaß?





LearningApps: thematische Übungssuche

Der folgende Suchrahmen erschließt passende LearningApps; er ist keine Zusage, dass eine einzelne externe Aufgabe fachlich geprüft oder dauerhaft verfügbar ist.


Lückentext: vollständiger Auftragsprozess

Ergänze pro Satz den passenden Fachbegriff oder Zahlenwert.
Die Prüfung eines beschädigten Steins beginnt mit einer dokumentierten

.
Die Masse von Edelsteinen wird unter anderem in der Einheit

angegeben.
Bei 1,80 ct Ausgangsmasse und 1,53 ct Zielmasse beträgt der relative Verlust

Prozent.
Das Verhältnis der Restmasse zur Ausgangsmasse heißt hier

.
Vor jeder tatsächlichen Maschinenarbeit ist eine betriebliche

erforderlich.
Bei einem unklaren tiefen Riss ist die Bearbeitung zu

.
Ein verbindlicher Größenbereich wird vor der Arbeit als

vereinbart.
Für die Endprüfung werden gemessene Werte mit den

verglichen.
Ein ungeeigneter Arbeitsschritt wird mit einer strukturierten

untersucht.
Der Kundenabschluss umfasst einen sachlichen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Schadensbild: Zeichne am vergrößerten Kartonoval die fiktiv beschädigte Rundiste und beschreibe mindestens drei prüfbare Beobachtungen; nutze keine echten Kundendaten.
  2. Karatrechnung: Rechne 1,80 ct, 1,53 ct und 1,52 ct jeweils in Gramm um und dokumentiere Einheit, Ansatz und Ergebnis.
  3. Fachsprache: Beschrifte eine eigene Zeichnung mit Oberteil, Unterteil, Rundiste, Facette und möglichem Einschluss; erläutere deren Bedeutung für den Auftrag.
  4. Sicherheit: Erstelle aus öffentlich zugänglichen DGUV- und BAuA-Informationen eine Liste von vier konkreten Gefährdungen und jeweils eine sachlich begründete Schutzmaßnahme; keine Maschinenbedienung.


Standard

  1. Variantenvergleich: Stelle die beiden Modellvarianten mit Zeichnung, prognostizierter Restmasse, Prozentverlust und kundenbezogenem Vorteil oder Nachteil gegenüber.
  2. Kalkulationsprüfung: Rechne das Netto-Musterangebot aus Arbeitszeit, Verbrauchsmitteln, Gemeinkosten und Aufschlag nach und prüfe eine Änderung des Stundensatzes auf 52 Euro.
  3. Qualitätskontrolle: Vergleiche die fiktiven Maße 7,77 mm, 5,84 mm und 1,52 ct mit dem Soll und schreibe einen fachlich nachvollziehbaren Abnahmevermerk.
  4. Produktdarstellung: Erzeuge zwei vergleichbare Modellfotos oder CAD-Ansichten, eine Skizze und einen sachlichen Präsentationstext mit offengelegten Unsicherheiten.


Schwer

  1. Vollständiger Praxisauftrag: Bearbeite den gesamten fiktiven Auftrag als dokumentierte vollständige Handlung von Erstgespräch bis Abnahme; führe reale Gefahrarbeiten nicht ohne befugte Aufsicht aus.
  2. Reklamationsfall: Simuliere einen Nachbearbeitungsfall mit zu geringer Restmasse von 1,47 ct, entwickle Ursachenprüfung, Kundenantwort und begründete Entscheidung gegen eigenmächtige Nacharbeit.
  3. Fachrichtungstransfer: Erstelle begründete Änderungen der Prüfkriterien für Gravur, Schmuckdiamant oder Industriediamant; benenne erforderliche zusätzliche Fachfreigaben.
  4. Nachhaltigkeitsbilanz: Ermittle für drei rein fiktive Bearbeitungsoptionen Materialverlust, Arbeitszeit und Hilfsstoffe, prüfe einen Zielkonflikt und begründe die ressourcenschonende Wahl.




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Lernkontrolle

  1. Auftragsanalyse: Erläutere, welche fünf Informationen im Fall P-03/26 die Entscheidung über einen Umschliff bestimmen und warum ein tiefer Riss zum Abbruch führen kann.
  2. Fachrechnen: Ermittle Verlust in ct, Gramm und Prozent für den Übergang von 1,80 ct auf 1,52 ct und erkläre den richtigen Bezug der Prozentzahl.
  3. Kostenkalkulation: Prüfe die 108,05 € des Musterangebots schrittweise und erläutere den Unterschied zwischen Arbeitskostenbasis, Selbstkostenbasis und einem gegebenenfalls steuerpflichtigen Verkaufspreis.
  4. Qualitätssicherung: Bewerte die angegebenen Istmaße gegenüber den vereinbarten Toleranzen und nenne zusätzliche Befunde, die eine rechnerisch passende Endabnahme dennoch verhindern könnten.
  5. Kundenkommunikation: Formuliere eine transparente Nachricht mit zwei Varianten, prognostizierter Restmasse, Kosten- und Risikohinweis sowie notwendiger Freigabe vor der Bearbeitung.
  6. Gefährdungsbeurteilung: Begründe an drei werkstatttypischen Risiken, weshalb eine Unterweisung und die Eignung der Maschinen- und Absaugeinrichtungen nicht durch eine Online-Anleitung ersetzt werden.
  7. Fehleranalyse: Entwickle eine Ursachen- und Maßnahmenkette für neue Kratzer nach der Politur und beschreibe, wie du die Wirksamkeit der Korrektur überprüfst.
  8. Transfer: Entwirf einen angepassten Jahresauftrag für eine weitere Fachrichtung und benenne die Grenzen einer direkten Übernahme des Amethystmodells.


Lernnachweis

Einzureichendes Projektportfolio für das Übungsjahr, ausschließlich mit erfundenen Fällen: (1) Auftragskarte mit Kundenzielen und dokumentierten Unsicherheiten; (2) beschriftete Zustandsaufnahme; (3) zwei Entwürfe mit prognostiziertem Masseerhalt; (4) Kostentabelle mit Rechenwegen; (5) Arbeits- und Sicherheitsplan mit benannten Freigaben; (6) ungefährliches Karton-/CAD-Modell oder ein ausdrücklich autorisiertes, betreutes Werkstück; (7) Soll-Ist-Prüfprotokoll mit Messmitteln, Einheiten und Abweichungen; (8) Kundenpräsentation mit Pflege- und Materialhinweisen; (9) fachliche Reflexion und ein dokumentierter Verbesserungsvorschlag.

Beurteilung: Nutze das Acht-Kriterien-Raster mit maximal 16 Punkten aus dem Kapitel „Präsentation, Übergabe und Kompetenzcheck“. Lege die Nachweise so ab, dass eine Lehrkraft oder ausbildende Fachkraft die Rechnungen, Varianten und Freigabeentscheidung unabhängig nachvollziehen kann. Ein fiktiver Kompetenzcheck ist kein Ersatz für praktische Unterweisung, Kammerprüfung, Ausbildungsnachweis oder amtliche Prüfungszulassung.


OER und Wikipedia

Geprüfte fachliche Ausgangsquellen (abgerufen für diese Kurserstellung im Oktober 2026):

Bildquellen und ausdrücklich zugeordnete Rechteangaben: Die Namen sind identisch mit den eingebundenen Commons-Dateien; Quellen und Urheber wurden anhand der jeweiligen Dateiseiten geprüft. Die Bilder sind hier unverändert eingebunden.

Eingebundene Datei Geprüfte Dateiseite Urheber Lizenz / Nachweis
File:Faceting machine.JPG Commons Doug Coldwell CC BY-SA 4.0
File:Types of gem cutting - smoothed and facets.png Commons Ra'ike CC BY-SA 3.0
File:Diopsid - facettiert und als Cabochon.jpg Commons Ra'ike CC BY-SA 3.0
File:Four faceted amethysts 1.jpg Commons W.carter CC BY 4.0
File:Collection of Amethyst Gemstones.JPG Commons Michelle Jo CC BY 3.0
File:Facet 2 (PSF).png Commons Pearson Scott Foresman Gemeinfrei laut Dateiseite

Deutschsprachige Videoquellen (nicht als OER-Lizenz behauptet; nur zur Betrachtung eingebettet):

Wikipedia-Vertiefung zum verifizierten Artikel über Schliffarten:


Verknüpfte Lernbereiche

Verknüpfte Projekte: Entwickle ein risikofreies Schliffmodell, vergleiche Varianten eines Umschliffs, gestalte eine qualitätsgesicherte Produktdarstellung, untersuche nachhaltigen Materialeinsatz und führe eine simulierte Kundenabnahme durch. Die drei Lernfelder des dritten Ausbildungsjahres sind mit dem Jahresportfolio zusammengeführt. Andere Fachrichtungen erhalten nur nach fachlich begründeter Anpassung eigene Praxisparameter.


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