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Aufnahmetechnik

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Aufnahmetechnik

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Einleitung

Zielgruppe: Jugendliche ab Klasse 9, Auszubildende in Medienberufen sowie Einsteigerinnen und Einsteiger in Podcast, Hörspiel und Musikproduktion. Du brauchst keine Studioausrüstung: Mit einem Computer oder Smartphone, Kopfhörern und einer kostenlosen Audiosoftware kannst du die wichtigsten Verfahren erproben.

Lernziele: Du beschreibst die Audiokette von der Schallquelle bis zur Datei, wählst ein Mikrofon und seine Position begründet aus, steuerst störungsarm aus, nimmst Sprache oder Instrumente auf und schneidest sowie exportierst das Ergebnis nachvollziehbar. Aufnahmetechnik meint hier die technische und gestalterische Erfassung von Schall für Tonaufnahmen, nicht die Fotografie.

Leitfrage: Warum klingt dieselbe Stimme im stillen, möblierten Zimmer oft klarer als in einem halligen Flur – selbst mit demselben Mikrofon? Raum, Abstand, Richtwirkung, Eingangspegel und Nachbearbeitung wirken zusammen. Höre bei allen Beispielen möglichst mit moderater Lautstärke über Kopfhörer.

Commons-Animation: Digitales Audiosignal wird bei der Wiedergabe in Schall umgewandelt; die Aufnahme verläuft in wesentlichen Teilen umgekehrt.


Schall, Raum und Mikrofone


Schallquelle und Aufnahmeumgebung

Schall besteht aus Druckschwankungen der Luft. Ein Mikrofon wandelt diese in ein elektrisches Signal um. Der Direktschall kommt unmittelbar von Stimme oder Instrument; Reflexionen an Wänden, Boden und Decke treffen zeitverzögert ein. Frühe Reflexionen färben den Klang, längerer Nachhall mindert häufig die Sprachverständlichkeit.

Prüfe den Raum vor der Aufnahme: Schließe störende Fenster, schalte vermeidbare Lüfter aus und höre auf Straßenverkehr, Netzbrummen sowie Tastaturgeräusche. Vorhänge und weiche Möbel können Reflexionen dämpfen, ersetzen aber keine professionelle Raumakustik. Eine Decke nahe der Schallquelle ist für ein einfaches Experiment hilfreich; bedecke damit niemals Lüftungsöffnungen oder elektrische Geräte.

Beispiel für eine Gesangsaufnahme mit Popschutz vor dem Mikrofon.


Wandlertyp und Richtcharakteristik

Dynamische Mikrofone sind im Bühnen- und Sprachbereich verbreitet und benötigen bei üblichen passiven Tauchspulenmodellen keine Phantomspeisung. Kondensatormikrofone besitzen aktive Elektronik und benötigen abhängig vom Modell 48-V-Phantomspeisung, Batterien oder eine andere Versorgung. Die Bauart allein garantiert keinen besseren Klang.

Die Richtcharakteristik beschreibt die Empfindlichkeit für Schall aus verschiedenen Richtungen. Eine Kugel nimmt näherungsweise aus allen Richtungen auf; eine Niere bevorzugt Schall von vorn und dämpft Schall von hinten. Die tatsächliche Richtwirkung ist frequenzabhängig. Ein nach hinten gerichteter Störgeräusch-Erzeuger lässt sich mit einer Niere häufig besser abschwächen als einer vor dem Mikrofon.

Polardiagramm einer Nierencharakteristik, Quelle Wikimedia Commons.

Zum Vergleich das Polardiagramm einer Kugelcharakteristik.

Die folgende Animation veranschaulicht, wie sich virtuelle Richtcharakteristiken aus einem Ambisonics-Signal verändern lassen. Sie zeigt nicht die mechanische Bewegung eines gewöhnlichen Studiomikrofons.

Animation virtueller Mikrofon-Richtcharakteristiken aus B-Format-Aufnahmen.

Vertiefung per Video: Shure DACH erklärt Wandlertyp, Richtcharakteristik und Frequenzgang (Herstellervideo; der Name des Unternehmens ist eine Quellenangabe, keine Produktempfehlung).


Abstand, Einsprechrichtung und Popschutz

Für eine einzelne Sprechstimme beginne mit ungefähr 15–25 cm Abstand, einem Popschutz und einer Position leicht seitlich vor dem Mund. Das ist ein Startpunkt, keine feste Norm: Stimme, Mikrofon, Raum und Sprechweise entscheiden. Ein kleiner Abstand verstärkt bei gerichteten Mikrofonen oft tiefe Frequenzen durch den Nahbesprechungseffekt; zugleich nehmen Atem- und Plosivgeräusche zu. Teste drei Abstände bei ansonsten gleichen Einstellungen und vergleiche Verständlichkeit, Raumklang und Nebengeräusche.


Signalkette, Digitalisierung und Aussteuerung


Vom Mikrofon zur Audiodatei

Eine typische Signalkette lautet: Schallquelle → Mikrofon → Mikrofonkabel → Vorverstärker → Analog-Digital-Wandler → Audiosoftware → Datei. Viele Audiointerfaces vereinen Vorverstärker, Wandler und Kopfhöreranschluss. Ein symmetrisches XLR-Kabel mit passend ausgelegtem Eingang hilft, eingestreute Störungen zu unterdrücken; eine schlechte Steckverbindung oder eine Masseschleife kann dennoch hörbare Probleme verursachen.

48-V-Phantomspeisung aktivierst du nur, wenn ein dafür ausgelegtes Mikrofon oder aktives Gerät sie benötigt. Schalte die Abhörlautstärke beim Verkabeln herunter; prüfe bei empfindlichen Spezialmikrofonen die Herstellerangaben. Mikrofon-, Line- und Instrumenteneingänge sind nicht beliebig austauschbar.

XLR-Anschluss an einem Studiomikrofon; die Buchse allein beschreibt noch nicht die gesamte Signalführung.


Abtastrate und Wortbreite

Bei Digitalaudio werden elektrische Signale zeitlich abgetastet und quantisiert. 44,1 kHz und 48 kHz sind übliche Abtastraten; 48 kHz wird häufig bei Videoprojekten verwendet. Bei der Abtastung muss die Frequenz ausreichend hoch sein, damit der gewünschte hörbare Frequenzbereich ohne Aliasartefakte erfasst werden kann; ein geeignetes Anti-Aliasing-Filter gehört zum Wandler.

24 Bit bieten mehr theoretischen Dynamikbereich als 16 Bit und erleichtern die Aufnahme mit Sicherheitsreserve. Die Qualität entsteht aber nicht allein durch Zahlen: Mikrofon, Raum, Rauschen, Analogschaltung und Aufnahmepegel bleiben entscheidend. Für die Bearbeitung verwende nach Möglichkeit verlustfreie Projekt- oder Audiodaten.

In Audacity angezeigte Sprach-Wellenform; Ausschläge verdeutlichen die Veränderung des Signals im Zeitverlauf.


Gain, Clipping und Monitoring

Der Gain-Regler bestimmt die Vorverstärkung vor der Digitalisierung. Ist sie zu hoch, überschreiten Signalspitzen den verfügbaren Bereich: Clipping erzeugt Verzerrungen, die später nicht vollständig repariert werden können. Ist sie unnötig niedrig, kann bei der anschließenden Verstärkung auch das vorhandene Rauschen stärker hörbar werden.

Praktische Faustregel: Sprich oder spiele zum Einpegeln die lauteste erwartete Stelle. Lass die Spitzen klar unter 0 dBFS; bei 24-Bit-Aufnahmen sind etwa −12 bis −6 dBFS als Spitzenbereich oft ein sinnvoller Ausgangspunkt, keine vorgeschriebene Norm. Kontrolliere den Pegel mit dem Eingangs-Meter und einer Probeaufnahme. Ein übersteuertes Analogteil vor dem Wandler kann auch dann verzerren, wenn die Software keinen roten Pegel anzeigt.

Beim Monitoring hörst du das Aufnahmesignal über Kopfhörer. Direktes Abhören am Interface kann eine störende Softwarelatenz umgehen. Verwende anfangs eine niedrige, sichere Lautstärke und prüfe, ob Kopfhall in das Mikrofon überspricht.


Mikrofonierung und Aufnahmeplanung


Sprache, Instrumente und Stereobild

Sprache: Platziere das Mikrofon stabil, verwende bei Bedarf einen Popschutz und markiere die Sprechposition. Für eine einzelne Stimme ist Mono meist ausreichend; Stereo ist keine automatische Qualitätssteigerung. Notiere Mikrofon, Entfernung, Raum und Pegel, damit du die Aufnahme wiederholen kannst.

Akustische Instrumente: Variiere Position und Winkel statt sofort zum Equalizer zu greifen. Eine sehr nahe Mikrofonierung kann einzelne Geräuschanteile überbetonen, größerer Abstand lässt den Raum stärker mitwirken. Bei zwei Mikrofonen überprüfst du Laufzeitunterschiede und die Monokompatibilität: Werden Kanäle zusammengemischt, können bestimmte Frequenzen ausgelöscht oder verstärkt erscheinen.

Hörvergleich: Nimm denselben kurzen Satz in stiller Umgebung mit Abstand A und Abstand B auf. Spiele beide Dateien bei ähnlicher Abhörlautstärke ab, ohne die Aufnahmespuren schon stark zu bearbeiten. Entscheide anhand von Sprachverständlichkeit, Raumhall und Störgeräuschen.


Checkliste vor der Aufnahme

  1. Aufnahmeplanung: Zweck, Dauer, Beteiligte und erlaubte Nutzung vorher klären.
  2. Mikrofonierung: Gerät stabil befestigen, Popschutz und Position prüfen.
  3. Audiointerface: Richtigen Eingang wählen, Kabel prüfen, notwendige Versorgung kontrollieren.
  4. Aussteuerung: Lauteste Stelle probeweise einspielen und Sicherheitsreserve lassen.
  5. Monitoring: Kopfhörerlautstärke und störungsfreies Abhören prüfen.
  6. Datensicherung: Speicherplatz und verständlichen Dateinamen vorbereiten.

Fehlersuche: Bei Brummen zuerst Kabelweg, Netzteile und Anschlüsse kontrollieren. Bei dumpfem Klang Einsprechrichtung und Abstand prüfen; bei Plosivlauten Popschutz und Winkel verändern; bei Aussetzern Aufnahmequelle, Rechnerlast und Audio-Puffer kontrollieren. Ändere pro Test möglichst nur eine Größe, damit der Vergleich aussagekräftig bleibt.


Schnitt, Qualitätsprüfung und Veröffentlichung


Vom Rohmaterial zum fertigen Hörbeitrag

Speichere das Rohmaterial unverändert und arbeite nach Möglichkeit in einer Projektkopie. Schneide misslungene Ansätze, überlange Pausen und Störungen vorsichtig; übertriebene Rauschreduktion kann metallische Artefakte erzeugen. Mit EQ lassen sich problematische Frequenzbereiche verändern, mit Dynamikkompression starke Pegelunterschiede reduzieren. Beides ersetzt keine saubere Mikrofonierung.

Prüfe Anfang, Ende, Übergänge, Lautstärkekonstanz und Verständlichkeit auch auf einem zweiten Wiedergabegerät. Exportiere für Archiv und weitere Bearbeitung möglichst WAV oder FLAC und für platzsparende Verteilung nach Bedarf MP3 oder AAC. Verlustbehaftete Formate nicht wiederholt als Zwischenstufe neu exportieren. Wenn eine Plattform einen Lautheitszielwert vorgibt, miss den fertigen Beitrag gesondert; Spitzenpegel und wahrgenommene Lautheit sind verschiedene Größen.

Screenshot einer Audacity-Oberfläche aus dem Jahr 2026; Menüs können je nach Version abweichen.

Deutschsprachiges Videotutorial: Andreas Kalt zeigt einen einfachen Sprachaufnahme- und Schnittablauf in Audacity. Das Video stammt aus 2017; einzelne Bedienelemente können heute anders aussehen.


Hörproben aus Wikimedia Commons

Die folgenden kurzen, englischsprachigen Audiobeispiele von DavidMCEddy dienen zum Üben von Pausenschnitt, Montage und Übergängen. Achte besonders darauf, dass beim Schneiden keine Silben abgeschnitten werden und die Atmosphäre nicht sprunghaft wechselt.

Kurzinterview als Übungsmaterial (9,6 Sekunden).

Beispielmaterial für die Anordnung von Intro, Unterbrechung und Outro (23 Sekunden).


Datenschutz, Urheberrecht und Hörschutz

Veröffentliche keine heimlichen Mitschnitte persönlicher Gespräche. Hole vor der Aufnahme und Veröffentlichung die erforderlichen Einwilligungen ein, insbesondere bei erkennbaren Personen und Minderjährigen; bespreche schulische Projekte mit der verantwortlichen Lehrkraft. Prüfe für Musik, Soundeffekte, Texte und fremde Aufnahmen die Nutzungsrechte. Eine frei zugängliche Audiodatei ist nicht automatisch frei lizenziert.

Verwende für offene Lernprojekte möglichst eigene Aufnahmen oder eindeutig lizenzierte Open Educational Resources. Dokumentiere Autor, Herkunft, Lizenz und gegebenenfalls Bearbeitungen. Eine YouTube-Einbettung ist nicht dasselbe wie eine Erlaubnis zum Herunterladen, Verändern oder Wiederveröffentlichen des Videos. Halte die Abhörlautstärke moderat und vermeide langes Kontrollhören bei hohen Pegeln.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Überprüfe dein Wissen

Was wandelt ein Mikrofon unmittelbar in ein elektrisches Signal um? (Schalldruckschwankungen) (!Digitale Dateinamen) (!Videobilder) (!Notenblätter)




Welche Richtcharakteristik bevorzugt Schall von vorn und dämpft Schall von hinten? (Niere) (!Kugel) (!Unbegrenzt) (!Ohne Richtung)




Was ist die Hauptaufgabe eines Audiointerfaces bei einer digitalen Mikrofonaufnahme? (Vorverstärkung und Analog-Digital-Wandlung) (!Automatische Zustimmung aller Beteiligten) (!Vollständige Entfernung jedes Raumhalls) (!Umwandlung von Sprache in gedruckte Noten)




Welche Einstellung verhindert Übersteuerung bei sehr lauten Passagen am ehesten? (Passenden Eingangspegel mit Reserve wählen) (!Den Kopfhörer immer maximal aufdrehen) (!Den Gain blind auf Maximum stellen) (!Nur den Dateinamen ändern)




Was bezeichnet 0 dBFS in einem digitalen PCM-System? (Die obere digitale Vollaussteuerungsgrenze) (!Die Lautstärke völliger Stille) (!Die normale Mikrofonentfernung) (!Die Zahl der Tonspuren)




Welche Abtastrate ist bei Video-Audioprojekten verbreitet? (48 kHz) (!48 Hz) (!4 Hz) (!480 MHz)




Wann ist eine 48-V-Phantomspeisung sinnvoll? (Wenn das angeschlossene Gerät sie laut Spezifikation benötigt) (!Immer bei jedem passiven Mikrofon) (!Nur bei Kopfhörern) (!Um Raumreflexionen zu beseitigen)




Was eignet sich zum verlustfreien Archivieren eines fertigen Hörbeitrags? (WAV oder FLAC) (!Ausschließlich MP3) (!Nur ein Bildschirmfoto) (!Nur die temporäre Projektvorschau)




Warum sind zwei Mikrofone bei einer Instrumentenaufnahme sorgfältig auszurichten? (Laufzeitunterschiede können Phaseneffekte verursachen) (!Zwei Mikrofone verhindern jede Übersteuerung) (!Der Ton wird automatisch urheberrechtsfrei) (!Die Abtastrate wird dadurch verdoppelt)




Was ist vor Veröffentlichung einer erkennbaren Interviewstimme wichtig? (Erforderliche Einwilligung und Nutzungsrechte prüfen) (!Nur einen Hall-Effekt hinzufügen) (!Den Dateinamen anonymisieren und sonst nichts tun) (!Ungefragt auf mehreren Plattformen hochladen)





Memory-Spiel

Popschutz Mindert störende Luftstöße bei Plosivlauten
Vorverstärker Hebt ein schwaches Mikrofonsignal auf Arbeitspegel
Kugelcharakteristik Nimmt Schall aus vielen Richtungen ähnlich stark auf
Latenz Zeitverzögerung zwischen Signal und Abhören
Clipping Verzerrung durch Übersteuerung einer Signalstufe
Rohmaterial Unveränderte Ausgangsaufnahme für spätere Bearbeitung





Drag-and-Drop: Begriffe zuordnen

Ordne jedem Fachbegriff die passende Beschreibung zu. Aufnahmetechnik
Nierenmikrofon Bevorzugt Schall aus der vorderen Richtung
XLR-Kabel Typische Steckverbindung für professionelle Mikrofonsignale
Abtastrate Anzahl digitaler Messwerte pro Sekunde
Direktmonitoring Abhören ohne zusätzlichen Weg durch die Software
FLAC Format zur verlustfreien Audiokompression





Kreuzworträtsel

Mikrofon Welches Gerät wandelt Luftschall in ein elektrisches Signal um?
Popschutz Welches Hilfsmittel mindert störende Luftstöße beim Sprechen?
Abtastrate Wie heißt die Zahl digitaler Messungen je Sekunde?
Vorverstärker Welche Stufe hebt ein schwaches Mikrofonsignal an?
Kopfhörer Womit hörst du bei der Aufnahme möglichst ohne Lautsprecherübersprechen ab?
Nachhall Wie heißt der im Raum nachklingende Anteil des Schalls?





LearningApps

Suchen und bearbeiten: Wähle eine geeignete interaktive Übung und kontrolliere, ob sie fachlich korrekt ist.


Lückentext

Ergänze die zentralen Fachbegriffe.
Ein Mikrofon verwandelt

in ein elektrisches Signal.
Ein Popschutz reduziert insbesondere

bei Sprachaufnahmen.
Die Nierencharakteristik bevorzugt Schall von

.
Die Stärke der Eingangsvorverstärkung heißt

.
Digitales Übersteuern kann zu

führen.
Die Anzahl der Abtastungen pro Sekunde heißt

.
Bei 24 Bit bleibt eine sinnvolle Pegelreserve oder

hilfreich.
Ein Interface kann durch direktes

das verzögerte Abhören vermeiden.
Das Dateiformat

arbeitet ohne verlustbehaftete Audiokompression.
Vor einer Veröffentlichung kontrollierst du die erforderlichen

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Höranalyse: Vergleiche zwei Aufnahmen desselben Satzes aus verschieden halligen Räumen. Beschreibe Direktschall, Nachhall und Verständlichkeit.
  2. Mikrofon: Zeichne den Weg von der Stimme bis zur Audiodatei und erkläre die Funktion jedes Geräts mit eigenen Worten.
  3. Richtcharakteristik: Untersuche die zwei Polardiagramme dieses Kurses und markiere geeignete Positionen für Sprecher und Störschallquelle.
  4. Aufnahmeplanung: Entwickle eine Checkliste mit Raumprüfung, Kopfhörerkontrolle, Probeaufnahme, Datenschutz und Dateisicherung.


Standard

  1. Sprachaufnahme: Nimm mit Zustimmung der Beteiligten denselben Satz in drei Mikrofonabständen auf und beurteile Unterschiede mithilfe selbst festgelegter Kriterien.
  2. Aussteuerung: Erstelle mehrere kurze eigene Testaufnahmen mit unterschiedlichem Gain. Dokumentiere die Spitzenwerte und erkennbare Verzerrungen, ohne Lautsprecher oder Gehör zu überlasten.
  3. Audioschnitt: Bearbeite eine selbst aufgenommene, unkritische Kurzgeschichte oder das frei lizenzierte Commons-Interview; schneide Versprecher, sichere das Original und dokumentiere jeden Schnitt.
  4. Audiotechnik: Vergleiche Mono und Stereo anhand zweier geeigneter Aufnahmesituationen und begründe, welche Kanalwahl für ein Schulinterview sinnvoller ist.


Schwer

  1. Mikrofonierung: Entwickle und erprobe zwei begründete Mikrofonpositionen für ein akustisches Instrument; vergleiche Klangfarben, Reflexionen und Nebengeräusche.
  2. Mehrspuraufnahme: Entwirf eine kurze Produktion mit mindestens zwei rechtmäßig nutzbaren Spuren und überprüfe Pegel, Übergänge sowie Monokompatibilität.
  3. Fehleranalyse: Simuliere gezielt zwei harmlose Aufnahmeprobleme wie Plosivlaute oder Raumhall und erarbeite Lösungen direkt am Aufnahmeort sowie in der Bearbeitung.
  4. Open Educational Resources: Plane einen veröffentlichungsfähigen zweiminütigen Hörbeitrag mit Quellen-, Lizenz-, Einwilligungs- und Sicherungsprotokoll; veröffentliche ihn erst nach Rechteprüfung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Signalkette: Begründe, warum eine stark übersteuerte Mikrofonvorstufe nicht durch nachträgliches Leiserstellen der Audiodatei repariert werden kann.
  2. Raumakustik: Plane die technisch sinnvollste Aufnahme einer Sprechstimme in einem stark hallenden Klassenraum und erläutere mindestens drei Maßnahmen.
  3. Digitalaudio: Vergleiche 16 und 24 Bit sowie 44,1 und 48 kHz hinsichtlich möglicher Vorteile, Grenzen und Anwendungsfelder.
  4. Mikrofonierung: Erkläre anhand eines gedachten Interviews, wie Richtcharakteristik, Mikrofonabstand und Störgeräuschposition zusammenwirken.
  5. Audiointerface: Analysiere einen Fall mit hörbarem Monitoring-Echo und ordne sinnvolle Maßnahmen der Signalführung zu.
  6. Urheberrecht: Beurteile, ob ein öffentliches YouTube-Musikstück ohne weitere Prüfung als Hintergrundmusik in einem frei veröffentlichten Schulpodcast verwendet werden darf, und entwickle eine rechtmäßige Alternative.


Lernnachweis

Als Lernnachweis dienen Wissen, praktische Umsetzung und begründete Entscheidungen: eine Skizze der Signalverarbeitung, beschriftete Mikrofon-Polardiagramme, ein Aufnahme- und Pegelprotokoll, mindestens zwei dokumentierte Vergleichsaufnahmen, ein geschnittener Hörbeitrag, das originale Rohmaterial, ein kurzer Reflexionstext zur Fehlerkorrektur sowie ein nachvollziehbarer Rechte- und Quellencheck. Beurteilungskriterien sind Verständlichkeit, störungsfreie Technik, nachvollziehbarer Arbeitsprozess, angemessene Lautstärke und rechtssichere Nutzung; teure Hardware ist kein Qualitätskriterium.


OER und Wikipedia

Nachprüfbare Fachquellen

Mediennachweise und Rechte: Die folgenden Dateien stammen unverändert aus Wikimedia Commons. Bei eigener Weiterverwendung sind die konkreten Lizenzbedingungen einschließlich Namensnennung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen zu beachten. Die Dateiseite liefert den verbindlichen Nachweis.

Datei Quelle Urheber Lizenz laut Commons
Pop filter.jpg Commons midiman CC BY 2.0
Sound wave animation no labels.gif Commons KyleThayer CC0 1.0
Polar pattern cardioid.svg Commons Nicoguaro CC BY 4.0
Polar pattern omnidirectional.svg Commons Galak76 CC BY-SA 3.0
Virtual Microphone Animation.gif Commons Nettings CC BY-SA 3.0
XLR-microphone.jpg Commons Kreuzschnabel CC BY-SA 3.0
Signal-speech-martin-de.png Commons MartinThoma CC0 1.0
Audacity version 4.0.png Commons Zurel CC BY-SA 4.0
AudioEditExample-interview.ogg Commons DavidMCEddy CC BY-SA 4.0
AudioEditExample-IntroBreakOutro.ogg Commons DavidMCEddy CC BY-SA 4.0

YouTube-Videos: Shure DACH: Basiswissen Mikrofone (Shure DACH; Einbettung, keine Weiterverbreitung oder CC-Behauptung). Andreas Kalt: Audacity Tutorial – Einstieg, einfache Aufnahme und Nachbearbeitung (Andreas Kalt; die Videobeschreibung nennt CC BY 4.0). Inhalte nur über den offiziellen YouTube-Player abspielen. Eine Einbettung allein gewährt kein Recht zur Übernahme der Videodateien.

Wikipedia zum Weiterlesen (deutsch):


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