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Verlegen eines Linoleumbelages - Bodenleger - LF 5

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Verlegen eines Linoleumbelages - Bodenleger - LF 5

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Einleitung

Du lernst, wie du einen berufstypischen Auftrag zum Verlegen eines Linoleumbelages vom ersten Kundengespräch bis zur dokumentierten Qualitätskontrolle bearbeitest. Der Kurs richtet sich an Auszubildende im Beruf Bodenleger/Bodenlegerin im 2. Ausbildungsjahr. Das KMK-Lernfeld 5 sieht 40 Unterrichtsstunden vor. Es verbindet Werkstoffkunde, Entwurf, Verlegeplan, Untergrundvorbereitung, Klebetechnologie, Naht- und Randanschlüsse, Materialbedarf, Verschnitt, Kosten, Sicherheit und Kundenberatung. Diese Lernfolge ist eine didaktische Vertiefung und kein amtlicher Prüfungsnachweis.

Leitfrage: Wie erhält ein fiktiver Seminarraum einen langlebigen, gestalterisch überzeugenden, sicher ausgeführten und wirtschaftlich kalkulierten Linoleumboden? Du analysierst den Auftrag, wählst ein zum Einsatz passendes System, entwickelst Alternativen, rechnest nach und überprüfst die Qualität. Der ausgearbeitete Fall dient als überprüfbare Musterlösung für die Rechen- und Planungsmethode; eigene Lernaufgaben und Quizfragen verlangen selbstständige Anwendung.

Sicherheitsgrenze: Schneid-, Schleif-, Klebe-, Walz-, Fräs- und Heißluftarbeiten führst du nur im freigegebenen Ausbildungsbetrieb oder unter befugter fachlicher Aufsicht aus. Alternativ bearbeitest du eine maßstäbliche Papierplanung, trockene Materialmuster und digitale Simulationen. Keine Altbeläge oder unbekannten Kleber eigenmächtig bearbeiten. Verwende ausschließlich erfundene Auftragsdaten.


Werkstoff Linoleum und geeignete Produkte


Herstellung und Aufbau

Linoleum ist ein elastischer Bodenbelag, kein Synonym für PVC-Boden. Leinöl wird durch Oxidation zu einem bindenden Stoff weiterverarbeitet; Naturharze, Holz- beziehungsweise Korkmehl, Kalkstein, Pigmente und ein Juteträger gehören zu typischen Rezepturen. Die Mischung wird unter anderem kalandriert, gereift und mit einer produktabhängigen Oberflächenvergütung versehen. Das erklärt die sichtbare Struktur, die Farbauswahl und die Bedeutung des Trägers. Für das geplante Objekt unterscheiden wir Linoleum-Bahnenware von modularen oder schwimmend verlegbaren Sonderprodukten: Ihre Verlegeverfahren dürfen nicht verwechselt werden.

Abbildung: tatsächlich verlegter Linoleumboden; beobachte Oberflächenbild und gleichmäßigen Anschluss. Quelle und CC-BY-SA-2.5-Nachweis stehen im Medienverzeichnis.

Abbildung: Belagskante mit Unterlage an einem Beispielbau; die dort sichtbaren Dicken sind keine allgemein gültige Vorgabe für dein Objekt.


Eigenschaften, Grenzen und Kennzeichnung

Zur Eignungsprüfung gehören Nutzungsklasse, Belagsdicke, Belastung durch Stuhlrollen, erwarteter Verkehr, Reinigungsregime, mögliche Fußbodenheizung sowie die Angaben zu Untergrund und Klebstoff. Linoleum reagiert im Verlegeprozess auf Feuchte und Klima: Richtungswechsel von Bahnen können wegen der Werksoberfläche zu Glanzunterschieden führen; während des Klebens können Dimensionsänderungen entstehen. Darum ist die richtungsgleiche Verlegung bei entsprechendem Forbo-Material eine ausdrücklich genannte Herstellervorgabe und die Nahtbearbeitung nicht beliebig vorziehbar. Produkteigenschaften und besondere Eignungen entnimmst du immer dem konkreten Datenblatt.

Die bei DIN Media als aktuell geführte DIN EN ISO 24011:2012-04 beschreibt die Spezifikation für Linoleum mit und ohne Muster. Die dort angegebene Ausgabe ersetzt DIN EN 548:2011-05; diese frühere Ausgabe ist nicht stillschweigend als heutige Regel zu verwenden. Die ebenfalls als aktuell geführte ATV DIN 18365:2019-09 betrifft Bodenbelagarbeiten. Ob und wie die VOB/C vertraglich gilt, muss im jeweiligen Auftrag geklärt werden. Der hier behandelte Normenstand ist auf den 22.10.2026 bezogen; beim tatsächlichen Arbeitsbeginn prüfst du den neuesten Stand erneut. Normtexte werden nicht nachgedruckt.


Gestaltung und verantwortungsvolle Werkstoffwahl

Erstelle für den fiktiven Seminarraum zwei Farbstudien: einen ruhigen, einfarbigen Boden und ein Konzept mit andersfarbiger Teilfläche. Beurteile Raumwirkung, Beleuchtung, Barrierefreiheit, Verschmutzungsempfindlichkeit und die Lage der Nähte. An Türöffnungen und Übergängen müssen Höhen und passende Profile früh geplant werden. Eine modische Farbe ersetzt keine geprüfte technische Eignung.

Historisches Gestaltungsbeispiel: geometrischer Linoleum-Boden; als Gestaltungsidee, nicht als aktuelle Verarbeitungsvorschrift.

Historisches Gestaltungsbeispiel: bedruckter Linoleumboden mit teppichartigem Dekor; untersuche Proportion, Kontrast und den Unterschied zu heutigen Kollektionen.

Nachhaltigkeit umfasst mehr als den Rohstoffursprung: frage nach Umweltproduktdeklaration, Haltbarkeit, Reparaturmöglichkeiten, Transport, Verschnitt, emissionsarmen Verlegewerkstoffen und zulässiger Entsorgung. Herstellerbezogene CO₂-Aussagen müssen mit Produkt, Bilanzgrenze und Nachweisen gelesen werden, nicht als pauschale Eigenschaft jedes Linoleums.


Auftrag analysieren, Untergrund prüfen und gestalten


Informationsaufnahme und Aufmaß

Erfasse zunächst Nutzung, mögliche Feuchtequellen, vorhandene Konstruktion, Türanschläge, Sockel, Heizungsbedingungen, Fugen, Untergrundart, Öffnungszeiten und Einbauzeit. Zeichne eine Grundrissskizze mit Maßen, Nord- oder Bezugsrichtung und Lichtfall. Ein schriftlicher Auftrag unterscheidet gesicherte Tatsachen von Annahmen. Für einen echten Auftrag müssen Fachbetrieb, Kunde und gegebenenfalls andere Gewerke technische Freigaben und Zeitfenster abstimmen. Im Musterfall ersetzen erfundene Angaben persönliche Kundendaten.

Die Fläche eines rechteckigen Raums errechnest du mit Länge mal Breite. Nischen, feste Einbauten und ungewöhnliche Geometrien sind separat aufzunehmen. Bei der Abrechnung darf eine geometrische Nettofläche nicht ohne weiteres mit einer vertraglich maßgeblichen Abrechnungsmenge gleichgesetzt werden; hierzu sind Leistungsverzeichnis und vereinbarte Regelwerke zu beachten.


Untergrundprüfung als Entscheidungstor

Unter Belegreife versteht man den für das vorgesehene Belagssystem ausreichend geeigneten Zustand des Untergrunds. Prüfe und dokumentiere etwa Sauberkeit, Tragfähigkeit und Oberflächenfestigkeit, Ebenheit, Risse, Fugen, Verunreinigungen, erforderliche Restfeuchte und Raumklima. Nutze geeignete Mess- und Prüfverfahren nur nach Einweisung. Insbesondere darfst du keinen allgemein gültigen Feuchte-Grenzwert aus einem anderen Estrich- oder Klebesystem übernehmen. Messmethode, aktuelle technische Regeln, Herstellerdaten und Freigabe entscheiden. Bei ungeklärten Mängeln gilt: nicht weiterverlegen, Bedenken dokumentieren und fachlich klären lassen.

Eine typische Fehlerkette lautet: Feuchte ungeprüft → falsche Belegreife angenommen → Klebstoff trocknet nicht planmäßig → Blasen und Haftungsprobleme. Die Gegenmaßnahme ist nicht mehr Klebstoff, sondern Ursachenprüfung und Freigabe. Vor Grundierung, Spachtelung und Absaugung prüfst du den geeigneten Werkzeug- und Verlegewerkstoffmix; Schleifstäube werden mit passenden staubarmen Verfahren und Absaugung beherrscht. Bei Verdacht auf Gefahrstoffe aus Altaufbauten: Arbeit stoppen und befugte Fachleute beauftragen.


Systementscheidung mit Produktinformationen

Stelle eine Entscheidungsübersicht zusammen: Nutzung → Belag und Klassifizierung → Untergrundfreigabe → geeignete Grundierung und Spachtelmasse → freigegebener Klebstoff und Zahnung → Naht-/Randdetail → Reinigung und Übergabe. Für jede Stufe notierst du die Datenblattstelle und einen Verantwortlichen. Lösemittelfreie Dispersions-Verlegewerkstoffe tragen typischerweise GISCODE D1; die Eignung für den konkreten Linoleumtyp bleibt trotzdem produktbezogen. Die TRGS 610 in der Fassung vom 17.10.2025 nennt Substitutionsmöglichkeiten für Bodenverlegeklebstoffe, während die BG BAU auf Sicherheitsdatenblatt, GISCODE, Arbeitsschutz und WINGIS verweist.


Verlegeplan, Materialbedarf und Kostenberechnung


Vollständig erläuterter Praxisfall: Seminarraum

Alle folgenden Mengen, Preise und Arbeitszeiten sind fiktive Übungswerte, keine Angebote, Richtpreise oder Freigaben. Der rechteckige Raum ist 7,20 m × 4,80 m groß, besitzt eine 1,00 m breite Türöffnung und soll Linoleum-Bahnenware mit einer angenommenen Rollenbreite von 2,00 m erhalten. Die Rohbahnen werden richtungsgleich geplant. Für den Zuschnitt kalkulieren wir als Lehrannahme je Bahnlänge 0,20 m Zugabe; die tatsächlich erforderliche Zugabe ergibt sich ausschließlich aus Aufmaß, Belag und Herstelleranleitung. Die belegbare Bodenfläche beträgt 7,20 × 4,80 = 34,56 m².

Variante A: Bahnen parallel zur langen Wand. Zum Abdecken von 4,80 m Breite sind drei Bahnen nötig; jede Rohbahn ist 7,20 + 0,20 = 7,40 m lang. Der Einkauf entspricht 3 × 7,40 × 2,00 = 44,40 m². Das bietet zwei innere Längsnähte, aber relativ viel Randabschnitt.

Variante B: Bahnen parallel zur kurzen Wand. Zum Abdecken von 7,20 m Breite sind vier Bahnen nötig; jede Rohbahn ist 4,80 + 0,20 = 5,00 m lang. Der Einkauf entspricht 4 × 5,00 × 2,00 = 40,00 m². Das ergibt drei innere Längsnähte, aber zunächst weniger Einkauf. Bei beiden Varianten sind die erforderlichen Werkskantenbeschnitte, Nähte und Randzugaben in einer echten CAD- oder Handzeichnung aufzuarbeiten. Da 4 × 2,00 m Rohbreite größer als 7,20 m ist, ist Variante B geometrisch möglich; die tatsächliche nutzbare Breite nach Kantenschnitt muss im Detail nachgewiesen werden.

Entscheidung: Wir verwenden für die Übung Variante B. Ihre Rohmaterialdifferenz zu A beträgt 44,40 − 40,00 = 4,40 m². Die rechnerische Differenz beim angenommenen Linoleumpreis von 30,00 €/m² beträgt 132,00 €, allerdings besitzt Variante B eine zusätzliche Naht, deren Arbeitszeit und Gestaltung zu berücksichtigen sind. Ein ausschließlich flächenoptimierter Plan ist deshalb nicht automatisch der beste.

Material- und Verschnittnachweis für Variante B: Netto 34,56 m², Einkaufsmenge 40,00 m². Differenz: 40,00 − 34,56 = 5,44 m² inklusive Randabschnitte und Zuschnittzugaben. Bezogen auf die Nettofläche: 5,44 / 34,56 × 100 = 15,74 % kalkulatorischer Mehrbedarf. Bezogen auf die Einkaufsmenge sind es 5,44 / 40,00 × 100 = 13,60 %. Verwende nicht beide Bezugsgrößen unter der unklaren Bezeichnung „Verschnittquote“. Prüfe, ob geeignete Reststücke anderweitig nutzbar sind, bevor du sie zu Abfall erklärst.

Skizzenauftrag: Zeichne Variante B im Maßstab 1:50. Dann entspricht die lange Raumseite 14,4 cm und die kurze 9,6 cm auf Papier. Zeichne vier parallele Bahnen, markiere ihre drei möglichen Nähte und die Türöffnung. Gib Laufrichtung, Anschnitt, einzuhaltende Ränder, Chargen- und Farbnummer sowie die endgültigen Ist-Maße an. Die Zahlen der Skizze sind Übungsannahmen; das bautechnisch zulässige Fugendetail bestimmst du erst aus dem Systemdatenblatt.


Weitere Mengen anhand transparenter Annahmen

Klebstoff: Angenommener Verbrauch 0,33 kg/m² auf 34,56 m². Bedarf 34,56 × 0,33 = 11,4048 kg; für das Rechenbeispiel wird ein 15-kg-Gebinde beschafft. Diese Annahme ist keine Zahnungsvorgabe und darf nur nach tatsächlicher Freigabe verwendet werden.

Spachtelmasse: Angenommener Ausgleich 3 mm, Rechenverbrauch 1,5 kg/(m² × mm). Rechnerisch 34,56 × 3 × 1,5 = 155,52 kg. Bei 25-kg-Säcken ergibt das Aufrunden von 155,52 / 25 = 6,2208 auf 7 Säcke = 175 kg Einkaufsmenge. Die Schichtdicke wird im echten Auftrag erst nach Messung und Produktvorgabe festgelegt.

Sockelleisten: Umfang 2 × (7,20 + 4,80) = 24,00 m; abzüglich 1,00 m Türöffnung = 23,00 m. Mit angenommener 5-%-Reserve: 23,00 × 1,05 = 24,15 m; bei Meterware gerundet 25 m. Türübergang: ein freigegebenes Profil von 1,00 m. Profile und Fugen müssen die technische Funktion des Gebäudes beachten.


Musterkalkulation und Preisprüfung

Leistung Rechnung Fiktive Kosten netto
Linoleumbahnen 40,00 m² × 30,00 €/m² 1.200,00 €
Klebstoff 15 kg × 5,00 €/kg 75,00 €
Spachtelmasse 7 Säcke × 22,00 € 154,00 €
Sockelleisten 25 m × 4,00 €/m 100,00 €
Türprofil 1 Stück 20,00 €
Arbeitszeit 16 h × 42,00 €/h 672,00 €
Werkzeug-/Schutz-/Entsorgungspauschale Übungsansatz 80,00 €
Zwischensumme Addition 2.301,00 €
Gemeinkostenzuschlag 10 % von 2.301,00 € 230,10 €
Nettobeispielpreis 2.301,00 € + 230,10 € 2.531,10 €
Beispiel-Umsatzsteuer 19 % von 2.531,10 € 480,91 €
Bruttobeispielpreis 2.531,10 € + 480,91 € 3.012,01 €

Die Rechnung berücksichtigt beispielhaft drei Nähte und die angenommene Ausführung in 16 Stunden, ersetzt aber keine realistische betriebliche Nachkalkulation. Zusatzkosten durch umfangreiche Untergrundinstandsetzung, besondere Prüfungen, geänderte Arbeitstermine und die tatsächliche Vertrags-/Steuersituation wären getrennt zu erfassen. Prüfbares Arbeitsergebnis sind Grundriss, Alternativenvergleich, Mengentabelle, kalkulierte Summe und dokumentierte Systemfreigaben. Kontrolliere Einheiten und Rundung; typischer Fehler ist das Kaufen von 34,56 m² trotz erforderlicher ganzer Bahnlängen.


Fachgerechter Arbeitsablauf, Klebung und Fugen


Arbeitsplan vom Auftrag bis zur Freigabe

Phase Tätigkeiten und Prüfpunkte Nachweis
1. Klären Nutzung, Einbauten, Maße, Licht, Bauzeit und Rollenrichtung festlegen Aufmaß und Auftragsskizze
2. Prüfen Untergrund und Raumklima bewerten; offene Mängel an Fachverantwortliche melden datensparsames Prüfprotokoll
3. Planen Produkt-/Klebstoffsystem, Bahneneinteilung, Profile, Risiken und Kosten abgleichen Verlegeplan und Materialliste
4. Vorbereiten Baustelle absichern; freigegebene Grundierung/Spachtelung; trocknen und absaugen dokumentierte Untergrundfreigabe
5. Konditionieren Linoleum nach aktueller Produktanleitung lagern; Charge, Temperatur und Richtung kontrollieren Chargen- und Klimavermerk
6. Verkleben vorgegebene Zahnung, offene Zeit, Klebstoffauftrag, Einlegen, Andrücken und Anwalzen beaufsichtigt ausführen Arbeitskontrollblatt
7. Fertigstellen Nähte und Randanschlüsse systemgerecht herstellen; ggf. Fugen thermisch bearbeiten lassen Naht- und Anschlusskontrolle
8. Übergeben Oberfläche, Verklebung, Pflegeinformation und Schutzfristen kontrollieren Abnahme- und Pflegeprotokoll


Werkzeuge, Klebetechnologie und typische Fehler

Zur Ausrüstung können Maßband, Schlagschnur, Winkel, Stahllineal, geeignete Verlegemesser mit sicheren Klingen, Kantenschneider, Klebstoffzahnung, Zahnspachtel, Andrücker, Walze, Nass-/Trockenmessmittel und Staubabsaugung gehören. Das konkrete System legt die Art und Eignung der Geräte fest. Das verwendete Klebstoffsystem muss zu Belag, saugfähigem Untergrund, Beanspruchung und Klima passen. Dokumentiere Gebinde, Produktfreigabe, Klebstoffmenge, offene Zeit und Arbeitsbedingungen. Offene Zeit bezeichnet hier den vom Hersteller vorgegebenen Zeitraum zwischen Auftrag und Belegeinlage; er ist nicht mit einer pauschalen „Wartezeit“ gleichzusetzen.

Forbos Verlege-FAQ nennt für sein Linoleum richtungsgleich verlegte Bahnen und das Beschneiden der Werkskanten um etwa 1,5–2,0 cm. Für diese Produktfamilie wird der endgültige Nahtschnitt erst nach dem Einlegen in das Klebstoffbett ausgeführt. Das ist ein produktspezifisches Beispiel, kein uneingeschränktes Maß für alle Marken. Zu dichte Nähte, gestürzte Bahnen, falsche Zahnung, fehlendes Anwalzen, Zugluft und zu frühe Belastung können Falten, Glanzsprünge, Kantenaufstellungen oder offene Nähte verursachen. Prüfe bei Abweichungen zuerst die Ursache und das Systemdatenblatt.

Fachvideo 1: „Anleitung: Linoleum verlegen“, Bodenversand24, Veröffentlichung 2020; als visuelle Ergänzung zur Arbeitsschrittanalyse. Prüfe Details stets gegen die heute gültigen Herstellerinformationen.

Fachvideo 2: „Forbo Linoleum Verlegevideo“, TOOLS Communication Development, Veröffentlichung 2009; ältere Darstellung nur zum kritischen Vergleich, nicht als aktuelle alleinige Ausführungsvorschrift. Beide Videoeinträge und ihre Urheberangaben wurden geprüft; eine freie Weiterverwendungslizenz der Videos ist nicht nachgewiesen.


Fugen, Randanschlüsse und thermische Arbeiten

Unterscheide Naht zwischen zwei Bahnen, Bauwerksfuge in der Konstruktion und Randabschluss an Wand oder Tür. Bauwerksbewegungsfugen dürfen nicht unbedacht durch eine starre Belagsschicht überbrückt werden. Ob eine Linoleum-Naht ohne zusätzlichen Fugendraht auskommt oder thermisch verfugt werden muss, hängt unter anderem von Produkt, Nutzung, Hygieneanforderung und Auftrag ab. Linoleum lässt sich nicht wie PVC mit einem PVC-Kaltschweißmittel anlösen; verwechsel diese Verfahren nicht.

Die thermische Fugenausbildung mit Fräse und Heißluftgerät ist eine Gefährdung durch Schneidwerkzeug, heiße Düse und Emissionen. Sie ist nur durch befugte, eingewiesene Personen mit geprüfter Ausrüstung, geeigneter Lüftung, Schutzmaßnahmen und freigegebenem System zulässig. Frästiefe, Temperatur, Abkühlung und Zeitpunkt hängen vom Hersteller ab und werden niemals aus einem beliebigen alten Video ungeprüft übernommen. Sichere Alternative: Zeichne das Nahtprofil in vergrößertem Maßstab und simuliere mit Papierstreifen die Lage und Reihenfolge von Fuge, Klebstoff und Belag.


Qualität sichern, pflegen und nachhaltig dokumentieren


Prüfmerkmale und Rückmeldungen

Die abschließende Kontrolle umfasst: Deckungsgleichheit mit dem freigegebenen Verlegeplan, Oberflächenbild, geradlinige Nähte, Rand- und Türanschlüsse, erkennbare Blasen und Aufstellungen, vereinbarte Sauberkeit, materialgerechte Schutzzeiten, Reststoffsammlung und Vollständigkeit der Dokumente. Die tatsächlich zulässigen Toleranzen und Prüfkriterien ergeben sich aus vereinbarten Regelwerken, Material und sachverständiger Freigabe. Bei einer sichtbaren Blase: Lage aufnehmen, Ursache prüfen, nicht eigenmächtig anstechen oder nachkleben. Bei einer offenen Naht: Nahtführung, Feuchte, Klebstoff, Belagsverhalten und Zeitpunkt der Verarbeitung systematisch untersuchen.

Erstpflege bedeutet nicht automatisch Neuversiegelung. Forbo weist für werkseitig mit Topshield Pro ausgerüstetes Marmoleum darauf hin, dass eine zusätzliche Einpflege nicht erforderlich ist und sogar nachteilig sein kann. Die Bauschlussreinigung, Reinigungsmittel, Pads und Nutzungsfreigabe sind immer produktbezogen zu erläutern. Vermeide aggressive Mittel und Dauerfeuchte ohne Freigabe; informiere über Schmutzfangzonen, Möbelgleiter und regelmäßige Reinigung.

Oberflächenvergleich: ein älteres Muster als Anlass, sichtbare Gebrauchsspuren, Musterwirkung und Dokumentationskriterien zu diskutieren.


Arbeitsschutz, Ressourcenschutz und Datenminimierung

Erstelle eine Gefährdungsbeurteilung für Schnittwerkzeuge, Zwangshaltungen, Lärm, Staub, elektrische Maschinen, Gefahrstoffe und Heißluftgeräte. Organisatorische und technische Schutzmaßnahmen haben Vorrang; passende persönliche Schutzausrüstung ergänzt sie. Geeignet sind zum Beispiel staubarme Maschinen mit Absaugung, sichere Messerführung, Knieschutz, Pausenwechsel und korrekt ausgewählte Handschuhe. Produktkennzeichnung und Sicherheitsdatenblatt sind vor Gebrauch auszuwerten. Nach TRGS 610 sind weniger problematische Ersatzverfahren beziehungsweise Verlegewerkstoffe zu prüfen; GISCODE D1 ist eine Produktgruppenangabe, keine vollständige Risikofreigabe.

Sorge für präzise Mengenplanung, rückstandsarme Gebindenutzung, getrennte Entsorgung und Wiederverwendung geeigneter sauberer Abschnitte. Restklebstoff nicht in Abwasser geben. Digitale Dokumentation kann aus maßstäblicher CAD-Zeichnung, Tabellenkalkulation, Chargenliste und anonymisierten Mängelfotos bestehen. Speicherorte und Zugriff werden auf Beteiligte begrenzt; echte Namen, Adressen, Gesichter und vertrauliche Betriebsunterlagen gehören nicht in den Lernkurs. In Kundenkommunikation sind klare, überprüfbare Pflegehinweise wichtiger als Werbeversprechen.


Kompetenzcheck des vollständigen Handlungsprozesses

Du kannst nun analysieren (Auftrag und Untergrund), planen (Gestaltung und Bahnen), begründen (Material und Schutz), ausführen beziehungsweise sicher simulieren (Arbeitsfolge), prüfen (Mess- und Qualitätsmerkmale) sowie dokumentieren und beraten (Kosten, Pflege, digitale Übergabe). Ein fachlicher Irrtum wird in der Rückmeldung als verbesserbarer Arbeitsschritt behandelt: Zeichnung überprüfen, Datenquelle nennen, Rechnung mit Einheiten wiederholen und erst nach Klärung zur nächsten Phase gehen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Fachwissen prüfen

Was unterscheidet klassisches Linoleum von PVC-Belägen? (Es basiert typischerweise auf oxidiertem Leinöl und weiteren Rohstoffen auf einem Träger) (!Es besteht grundsätzlich aus reinem Polyvinylchlorid) (!Es wird aus ungebundenem Sand und Zement gegossen) (!Es besitzt immer einen Klickverschluss aus Holz)




Welcher Schritt muss vor einer verbindlichen Klebstofffreigabe erfolgen? (Den Untergrund und die Verlegebedingungen fachgerecht prüfen) (!Alle Bahnen ohne Aufmaß vorschneiden) (!Den Klebstoff nach dem günstigsten Preis allein auswählen) (!Die Herstellerangaben durch ein altes Lehrvideo ersetzen)




Wie groß ist die Nettofläche eines rechteckigen Raumes mit 7,20 m Länge und 4,80 m Breite? (34,56 Quadratmeter) (!12,00 Quadratmeter) (!24,00 Quadratmeter) (!40,00 Quadratmeter)




Welche Materialmenge ergibt sich aus vier Rohbahnen von je 5,00 m Länge und 2,00 m Breite? (40,00 Quadratmeter) (!20,00 Quadratmeter) (!34,56 Quadratmeter) (!44,40 Quadratmeter)




Welche Aussage zur Bahneneinteilung ist fachlich richtig? (Nahtzahl und Materialverschnitt müssen gemeinsam bewertet werden) (!Die Richtung ist bei jeder Linoleumoberfläche gleichgültig) (!Man plant nur nach der geringsten Zahl an Bahnen ohne Zuschnitt) (!Werkskanten dürfen immer ungeprüft als fertige Naht bleiben)




Warum wird die Naht bei bestimmten Forbo-Linoleumbahnen erst im Klebstoffbett geschnitten? (Weil sich der Belag während der Verklebung dimensionsbedingt verändern kann) (!Weil die Naht dadurch automatisch wasserdicht ist) (!Weil sich dadurch die Untergrundprüfung erübrigt) (!Weil der Klebstoff dann keine Abbindezeit mehr hat)




Wie verhältst du dich bei ungeklärtem Feuchteverdacht im Untergrund? (Arbeit stoppen und Belegreife fachlich abklären lassen) (!Sofort eine zusätzliche Lage Klebstoff auftragen) (!Die Feuchte durch längeres Anwalzen beseitigen) (!Den Belag ohne Dokumentation überdecken)




Was bedeutet GISCODE D1 bei Verlegewerkstoffen? (Eine Gruppe lösemittelfreier Dispersions-Verlegewerkstoffe) (!Eine für jedes Produkt garantierte Zulassung zur Heißluftarbeit) (!Ein Prüfzeugnis über beliebige Estrichrestfeuchte) (!Eine Materialklasse ausschließlich für PVC)




Welche Aussage zur Nahtbehandlung von Linoleum ist zutreffend? (Die passende Fugenart ergibt sich aus Produkt und Nutzung) (!Jede Naht muss unabhängig vom System mit PVC-Kaltschweißmittel behandelt werden) (!Bauwerksfugen dürfen immer fest überklebt werden) (!Die Frästiefe ist bei allen Herstellern identisch)




Was ist bei werksseitig geschütztem Marmoleum für die Pflegeberatung wichtig? (Eine zusätzliche Einpflege kann entbehrlich oder nachteilig sein) (!Vor Nutzung muss immer mit aggressivem Lösemittel gereinigt werden) (!Eine möglichst dicke Wachsschicht ersetzt jede Reinigung) (!Das Produktdatenblatt spielt für die Pflege keine Rolle)





Memory

Verbinde Fachbegriff und eindeutige Beschreibung.

Linoxin Durch Oxidation aus Leinöl gebildeter Bindemittelbestandteil
Jutegewebe Typisches Trägermaterial klassischer Linoleumbahnen
Belegreife Fachlich ausreichende Eignung eines Untergrunds für den vorgesehenen Belag
Bahneneinteilung Festlegung von Anzahl, Richtung und Lage der zugeschnittenen Bahnen
Anwalzen Gleichmäßiges Andrücken des Belags in das vorgesehene Klebstoffbett
Bauschlussreinigung Produktgerechte Reinigung nach Abschluss der Bauarbeiten





Drag-and-drop

Ordne jedem fachlichen Ziel die richtige Maßnahme zu.

Passende Maßnahme Fachliches Ziel
Aufmaßskizze mit Raummaßen Bedarf aus dem tatsächlichen Grundriss bestimmen
Messprotokoll und Bedenkenhinweis Ungeklärte Untergrundeignung transparent machen
Richtungspfeile auf dem Verlegeplan Glanzunterschiede durch gestürzte Bahnen vermeiden
Kontrolle der Klebstoffzahnung Den vom System vorgesehenen Klebstoffauftrag sicherstellen
Pflegeanleitung bei Übergabe Den Werterhalt des fertigen Belags unterstützen





Kreuzworträtsel

Finde die sechs einschlägigen Fachbegriffe zu den Hinweisen.

Linoxin Wie heißt der durch Oxidation aus Leinöl entstehende Bindemittelbestandteil?
Jute Welche Naturfaser dient häufig als Gewebeträger?
Anwalzen Wie heißt das flächige Andrücken mit einer Walze?
Verschnitt Wie heißt materialbedingter Abschnitt außerhalb der eingebauten Fläche?
Belegreife Welcher Fachbegriff steht für ausreichende Eignung des Untergrunds?
Fugenschnitt Wie nennt man das präzise Herstellen der Nahtöffnung?





LearningApps

Hier findest du themenbezogene Suchergebnisse für ergänzende Lernaktivitäten. Ihre Qualität und Lizenz prüfst du vor der Übernahme.


Lückentext

Ergänze pro Satz einen Fachbegriff. Die Sätze wenden das Wissen aus den fünf Fachkapiteln an.

Ergänze die Lücken mit den fachlich passenden Begriffen.
Das klassische Linoleum verwendet häufig ein Gewebe aus

als Träger.
Die zum System passende Untergrundeignung heißt

.
Anzahl und Ausrichtung der Bahnen bestimmt die

.
Bei der Materialplanung müssen auch Randabschnitte als

berücksichtigt werden.
Zum gleichmäßigen Andrücken nutzt man das

.
Die geeignete Verlegewerkstoffgruppe für lösemittelfreie Dispersionen trägt den Code

.
Vor dem Heißluftverfahren ist die jeweilige

maßgeblich.
Die erste Reinigung nach Abschluss der Bauarbeiten heißt

.
Das schriftliche Festhalten der ausgeführten Arbeitsschritte heißt

.
Für einen Kundentermin entsteht aus dem Aufmaß ein prüfbarer

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Material-Steckbrief: Zeichne den vereinfachten Linoleumaufbau und erläutere in eigenen Worten die Funktion von Leinölmasse und Jute.
  2. Aufmaß lesen: Übertrage das fiktive Raummaß 7,20 m × 4,80 m in eine beschriftete Skizze mit Tür und prüfe die Nettofläche.
  3. Gefahren erkennen: Ordne fünf Gefährdungen je eine mögliche sichere Gegenmaßnahme zu; nutze ausschließlich eine Papier- oder Bildkarte.
  4. Naht und Bauwerksfuge: Zeichne zwei beschriftete Detail-Skizzen und erkläre, weshalb beide nicht dasselbe sind.


Standard

  1. Alternativenvergleich: Zeichne die beiden Bahneneinteilungen des Praxisfalls in 1:50 und bewerte Materialbedarf, Nahtzahl und Raumwirkung.
  2. Prüfblatt entwerfen: Erstelle eine anonymisierte Checkliste für Raumklima, Risse, Ebenheit, Sauberkeit, Tragfähigkeit und Restfeuchte mit Freigabefeld.
  3. Digitale Mengenrechnung: Rechne den Praxisfall in einer Tabellenkalkulation nach; setze alternative Materialpreise ein und kontrolliere Einheiten und Rundungen.
  4. Pflegehinweis gestalten: Verfasse eine verständliche einseitige Pflegeinformation für eine werkseitig vergütete Linoleumoberfläche mit Quellenangabe.


Schwer

  1. Fehlerursachenanalyse: Untersuche das fiktive Schadensbild einer offenen Naht und einer Blase; stelle mindestens drei prüfbare Hypothesen und passende Fachmaßnahmen dar.
  2. Lebenszyklusvergleich: Vergleiche zwei fiktive Beschaffungsvarianten anhand Lebensdauer, Verschnitt, EPD, Reparaturfähigkeit, Emissionen und Entsorgung; vermeide unbelegte Pauschalaussagen.
  3. Sichere Arbeitsablaufsimulation: Baue mit Papier und unbedenklichen trockenen Mustern eine Bahnen-/Nahtsimulation, filme ohne reale Personen oder Kundendaten und bewerte Arbeitsschritte anhand eines Prüfbogens.
  4. Betriebliche Übergabe: Erstelle aus dem Übungsauftrag eine vollständige digitale Projektmappe mit Freigabepunkten, Rollen, Aufmaß, Kalkulation, Arbeitsplan, Qualitätsprotokoll und Kundeninformation.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Untergrundentscheidung: Ein unbekannter Estrich weist auffällige Feuchtewerte auf. Begründe die nötige Entscheidung und formuliere einen sachlichen Bedenkenhinweis.
  2. Planvergleich: Berechne die Rohfläche für drei Bahnen zu je 7,40 m bei 2,00 m Breite, vergleiche sie mit der Alternative und erkläre den Zielkonflikt zwischen Nahtzahl und Verschnitt.
  3. Nahtfehler: Ein Stoß öffnet sich nach dem Kleben. Beschreibe eine sichere Prüf- und Rückmeldekette, ohne eigenmächtig eine Reparatur vorzunehmen.
  4. Produktwahl: Vergleiche emissionsarme und ungeeignete Klebstoffvarianten anhand von Datenblatt, GISCODE, Eignung und Entsorgung.
  5. Pflegeentscheid: Ein Kunde verlangt eine zusätzliche Wachsversiegelung für werkseitig vergütetes Marmoleum. Formuliere eine verständliche, produktbezogene Beratung.
  6. Datensparsamkeit: Plane ein Übergabeprotokoll ohne personenbezogene Daten, aber mit allen für Qualität und Gewährleistung wichtigen technischen Informationen.




Lernnachweis

Konkreter Leistungsnachweis: Gib eine vollständige anonymisierte Projektmappe zum Seminarraum ab, die folgende überprüfbaren Erzeugnisse enthält: (1) Auftrag und Aufmaßskizze, (2) zwei Bahneneinteilungen im Maßstab, (3) vollständige Mengen- und Kostenrechnung mit Rechenwegen, (4) belegte Produkt- und Sicherheitsentscheidung, (5) beaufsichtigtes Materialmuster oder sichere Papiersimulation, (6) Prüf- und Kundenübergabeprotokoll. Bei der Simulation legst du offen, welche realen Ausführungsschritte nicht stattgefunden haben.

Bewertungsraster (100 Punkte):

Kriterium 0 Punkte, wenn … Teilpunkte, wenn … Volle Punktzahl, wenn … Maximal
Auftrag/Untergrund wesentliche Daten fehlen Angaben oder Prüfungen lückenhaft Raum, Nutzung, Risiken und Freigabe nachvollziehbar 15
Gestaltung/Verlegeplan keine prüfbare Zeichnung nur eine Variante oder fehlende Maße zwei maßstäbliche Varianten mit begründeter Wahl 15
Mengen/Kalkulation Rechenweg fehlt kleine Mengen-, Einheiten- oder Rundungsfehler sämtliche Schritte, Zuschläge und Ergebnisse stimmen 20
Sicherheit/Produktauswahl Schutz und Datenblätter fehlen Maßnahmen teilweise belegt Gefahren, Systemfreigaben und Datenschutz konsequent dokumentiert 15
Arbeitsfolge/Muster keine Ausführung oder Simulation Reihenfolge mit Lücken sicher simuliert oder unter Aufsicht ausgeführt und kritisch ausgewertet 20
Qualitätsprüfung/Beratung keine Prüfung einzelne Merkmale/Quellen fehlen Mängelverfahren, Pflegeberatung und Übergabe vollständig 15
Summe 100

Auswertungshinweis: Feedback nennt jeweils eine belegbare Stärke, einen klaren fachlichen Verbesserungsauftrag und die nächste prüfbare Handlung. Von der Lehrkraft oder dem Ausbildungsbetrieb zu klären sind betrieblicher Ausbildungsplan, der jeweils gültige Landeslehrplan und die zuständige Stelle (für Bodenleger nach BIBB dem IHK-Bereich zugeordnet). Dieser Kurs vermittelt selbstständig nutzbare Kompetenzen, aber keine amtliche Anerkennung oder Prüfungszulassung.




OER und Wikipedia

Frei zugänglicher Überblick: Wikipedia: Linoleum bietet Hintergrundinformationen zur Geschichte, Werkstoffzusammensetzung und Anwendung. Prüfe Quellen und Bearbeitungsstand selbst; Wikipedia ersetzt keine Ausführungsnorm.

Amtliche und fachliche Quellen (die verlinkten Normen sind nicht als frei lizenzierter Volltext verfügbar):

  1. KMK-Rahmenlehrplan Bodenleger/Bodenlegerin, Druckseite 12, Lernfeld 5, Beschluss 14.05.2002; berufsbezogene Lernziele, nicht aktuelle Produktvorschrift.
  2. BIBB-Berufsprofil Bodenleger, einschließlich Verweis auf die Ausbildungsordnung vom 17.06.2002 und 36-monatige Ausbildung.
  3. DIN Media: DIN 18365:2019-09, als aktuell gelistete Bodenbelagarbeiten-Norm; jeweils neuen Status prüfen.
  4. DIN Media: DIN EN ISO 24011:2012-04, als aktuell gelistete Linoleum-Produktspezifikation.
  5. Forbo: FAQ Linoleum-Verlegung, Richtung, Werkskante, Naht und produktspezifische Hinweise.
  6. Forbo: FAQ Reinigung, insbesondere werksseitiges Finish und Einpflege.
  7. Tarkett: Linoleum-Verlegehinweise, zusätzliche Herstellerperspektive, keine markenübergreifende Vorgabe.
  8. BAuA: TRGS 610, Fassung vom 17.10.2025 zu Ersatzstoffen/-verfahren im Bodenbereich.
  9. BG BAU: C 314 Grundierungen, Klebstoffe, Versiegelungen, Schutzmaßnahmen und GISCODE.
  10. Umweltbundesamt: emissionsarme Verlegewerkstoffe, Umwelt- und Gesundheitsperspektive.

Prüfbare Bilder und Rechte: Die Originaldateien stammen aus Wikimedia Commons. Die dort genannten Lizenzen gelten für die jeweiligen Dateien; erforderliche Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen bei Bearbeitungen sind zu beachten. Hier sind die Bilder nicht verändert.

Eingebundene Datei Geprüfte Commons-Dateiseite Urheber/Quelle Lizenz laut Datei
File:Linoleum floor.jpeg Original blahedo, Eigenaufnahme CC BY-SA 2.5
File:Linoleum edge.jpeg Original blahedo, Eigenaufnahme CC BY-SA 2.5
File:Geometric linoleum flooring.jpg Original Richa Wilson und Kathleen Snodgrass, USDA Forest Service Gemeinfrei gemäß Commons-Rechteangabe
File:Linoleum Teppichimitat.jpg Original Zv0486~commonswiki, Eigenaufnahme CC BY-SA 4.0
File:Black and green linoleum.jpg Original Downtowngal, Eigenaufnahme Gemeinfrei laut Rechteangabe

Videoquellen und Rechte: Anleitung: Linoleum verlegen, Bodenversand24 (2020), und Forbo Linoleum Verlegevideo, TOOLS Communication Development (2009). Die Video-Titel, Veröffentlichung und Anbieter sind in den zugänglichen Einträgen bestätigt; unmittelbare Wiedergabe war für die Quellenkontrolle nicht verfügbar. Die Videos werden nur von YouTube eingebettet, keine Creative-Commons-Lizenz oder freie Nachnutzung wird behauptet. Das ältere Video dient allein der reflektierten historischen Vergleichsbetrachtung.



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