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Den Betrieb präsentieren und die betriebliche Zusammenarbeit mitgestalten - Automobilkaufmann - LF 1

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Den Betrieb präsentieren und die betriebliche Zusammenarbeit mitgestalten - Automobilkaufmann - LF 1

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Einleitung

Du beginnst deine Ausbildung als Automobilkaufmann oder Automobilkauffrau. Schon am ersten Arbeitstag merkst du, dass ein Autohaus mehr ist als ein Verkaufsraum: Fahrzeugvertrieb, Serviceannahme, Teilelager, Werkstatt, Buchhaltung und Geschäftsführung müssen Informationen zuverlässig austauschen. In diesem aiMOOC lernst du, die wirtschaftliche Stellung eines Kfz-Betriebs zu erklären, seine Organisation und Geschäftsprozesse zu analysieren, sicher und rechtmäßig zusammenzuarbeiten und deinen Betrieb adressatengerecht zu präsentieren.

Einordnung: Lernfeld 1 des KMK-Rahmenlehrplans für Automobilkaufleute, erstes Ausbildungsjahr, Zeitrichtwert 80 Unterrichtsstunden. Die handlungsorientierte Leitaufgabe lautet: Plane für fiktive neue Auszubildende eine überprüfbare Kurzpräsentation eines Autohauses und entwickle einen konkreten Vorschlag zur besseren Zusammenarbeit. Du untersuchst, planst, begründest, erstellst, kontrollierst und dokumentierst dein Ergebnis. Passe Beispiele im echten Betrieb an den betrieblichen Ausbildungsplan, den Landeslehrplan und die Anweisungen deiner Ausbildenden an. Dieser Kurs ist kein amtlicher Ausbildungs- oder Prüfungsnachweis.

Kompetenzziele: Du kannst den einfachen Wirtschaftskreislauf und das ökonomische Prinzip auf ein Autohaus übertragen; Geschäftsbereiche, Rechtsformen, Aufbau- und Ablauforganisation sowie Vollmachten unterscheiden; Markt- und Vertragspartner einordnen; Rechte, Pflichten, Interessenvertretung und Arbeitsschutz in der dualen Ausbildung erklären; eine begründete, datenschutzgerechte Präsentation entwerfen, vortragen und anhand eines Kriterienrasters verbessern.

Medienimpuls: Ausbildung.de mit Unterstützung des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe zeigt Berufsaufgaben und Stationen im Autohaus (2021). Gehaltszahlen im älteren Video sind keine aktuellen Vergütungsangaben; prüfe dafür geltende Verträge und die zuständige Stelle.


Das Autohaus als Wirtschaftsunternehmen verstehen


Unternehmen, Leistungen und Geschäftspartner

Ein Betrieb kombiniert menschliche Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe, Wissen und Kapital, um Leistungen zu erbringen. Ein Unternehmen ist die rechtlich-wirtschaftliche Einheit, die Ziele festlegt und das unternehmerische Risiko trägt; es kann mehrere Betriebe oder Standorte umfassen. Ein Autohaus handelt beispielsweise mit neuen und gebrauchten Fahrzeugen, organisiert Kundendienst, verkauft Teile und vermittelt gegebenenfalls Mobilitäts- oder Finanzdienstleistungen. Eine Vermittlung ist keine automatische Befugnis, selbst Versicherungs- oder Kreditverträge abzuschließen.

In der Wertschöpfungskette liefern Hersteller oder Importeure Fahrzeuge, Zulieferer Teile und Dienstleister zusätzliche Leistungen. Der Händler organisiert Beschaffung, Beratung, Präsentation und Übergabe; Kundinnen und Kunden erhalten Nutzen und bezahlen Leistungen. Hersteller, Großhandel, freie Werkstätten, digitale Vermittlungsplattformen, Banken, Versicherungen, öffentliche Stellen und Beschäftigte sind weitere Akteure. Beziehungen unterscheiden sich: Ein Werkstattauftrag ist etwas anderes als eine Fahrzeugbestellung beim Hersteller oder eine Zusammenarbeit mit einer Leasinggesellschaft. Benenne stets den tatsächlichen Vertragspartner und die im Betrieb geltende Zuständigkeit.

Abbildung: reales Autohaus als Beispiel eines Kfz-Betriebs. Das Kursunternehmen im Praxisfall ist dagegen vollständig erfunden.


Einfacher Wirtschaftskreislauf

Im einfachen Wirtschaftskreislauf werden zunächst nur private Haushalte und Unternehmen betrachtet. Haushalte stellen den Unternehmen Produktionsfaktoren bereit, etwa ihre Arbeitsleistung, und erhalten dafür Einkommen. Unternehmen bieten Waren und Dienstleistungen an; Haushalte verwenden Einkommen, um diese zu bezahlen. Güter- beziehungsweise Faktorströme und Geldströme verlaufen spiegelbildlich. Diese Vereinfachung blendet unter anderem Staat, Banken, Auslandsbeziehungen und Sparen zunächst aus.

Beispiel: Eine Person arbeitet im Autohaus und erhält vereinbarungsgemäß Arbeitsentgelt. Der Betrieb bietet einen Wartungsservice an; ein privater Haushalt beauftragt und bezahlt ihn. Arbeitsleistung und Wartungsleistung sind reale Leistungen; Lohn und Serviceentgelt sind Geldzahlungen. Im erweiterten Kreislauf kämen zum Beispiel Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Kredite oder internationale Fahrzeuglieferungen hinzu. Typischer Fehler: Den Warenstrom mit dem Geldstrom gleichsetzen oder annehmen, im einfachen Modell gebe es bereits alle realen Wirtschaftsakteure.

Englisch beschriftete Veranschaulichung von Kreislaufbeziehungen: Übertrage die Begriffe in ein eigenes deutschsprachiges Zwei-Sektoren-Modell und prüfe die Pfeilrichtungen.

Erklärvideo zum einfachen Wirtschaftskreislauf (Skill Navigator, 2025); zeichne danach ein eigenes Modell für ein Autohaus.


Ökonomisches Prinzip, Ziele und Zielkonflikte

Bei knappen Ressourcen wägt ein Betrieb Alternativen ab. Das Minimalprinzip bedeutet: Ein festes Ergebnis mit möglichst geringem Ressourceneinsatz erzielen. Das Maximalprinzip bedeutet: Mit festgelegten Ressourcen ein möglichst gutes Ergebnis erzielen. Beides setzt angemessene Qualitäts-, Sicherheits- und Rechtsstandards voraus. Ein Autohaus kann daher nicht einfach die Unterweisung streichen, um Zeit zu sparen.

Rechenbeispiel: Für eine interne Informationsveranstaltung sind 40 Euro Sachbudget vorgegeben. Zehn wiederverwendbare Hinweiskarten kosten jeweils 1,80 Euro, ein Plakat kostet 12 Euro. Gesamtkosten = 10 × 1,80 Euro + 12 Euro = 30 Euro. Restbudget = 40 Euro − 30 Euro = 10 Euro. Das ist eine Budgetprüfung, kein Nachweis, dass die Materialien die Zielgruppe gut erreichen. Prüfe zusätzlich Verständlichkeit, Barrierefreiheit, Wiederverwendbarkeit und tatsächlichen Nutzen.

Drei Nachhaltigkeitsdimensionen: Ökonomisch zählt tragfähiges Wirtschaften, ökologisch beispielsweise weniger Material- und Energieverbrauch, sozial faire Zusammenarbeit, Gesundheit und gute Ausbildung. Zielkonflikt: Eine ausschließlich digitale Einladung spart Papier, erreicht aber nicht jede Person. Eine sinnvolle Lösung kombiniert zugängliche digitale Informationen mit wenigen gezielt eingesetzten Printmaterialien. Typischer Fehler: Nachhaltigkeit auf Kosten zu reduzieren oder eine CO₂-Wirkung ohne überprüfbare Daten zu behaupten.


Organisation, Rechtsform und Handlungsspielräume


Aufbauorganisation und Rechtsform

Die Aufbauorganisation legt fest, welche Stellen und Abteilungen es gibt, wer wem berichtet und wer welche Entscheidungen treffen darf. Häufige Geschäftsbereiche eines Autohauses sind Geschäftsleitung, Verkauf, Service/Kundendienst, Werkstatt, Teile und Zubehör, Disposition, Verwaltung und Rechnungswesen. Im Organigramm kannst du diese Beziehungen darstellen. Ein Organigramm zeigt Zuständigkeiten, aber nicht automatisch den zeitlichen Ablauf eines Kundenauftrags.

Allgemeines Organisationsschema als Anschauung, nicht als verbindliches Organigramm eines Autohauses: Für deine Aufgabe zeichnest du die tatsächlich benötigten Funktionen neu.

Es gibt verschiedene Organisationsformen. Eine funktionale Organisation bündelt Fachbereiche, etwa Verkauf und Service. Sparten können nach Produkten oder Marken gegliedert sein; bei einer Matrix berichten Mitarbeitende für bestimmte Aufgaben an mehrere Verantwortungsbereiche. Kleine Betriebe arbeiten oft mit flacheren Strukturen und Mehrfachzuständigkeiten. Die beste Struktur hängt von Größe, Sortiment, Abläufen und Verantwortlichkeiten ab.

Rechtsformen beeinflussen Vertretung, Leitung, Finanzierung und Haftung. Ein einzelkaufmännisch betriebenes Unternehmen unterscheidet sich von einer GmbH als eigener juristischer Person. Bei einer GmbH haftet im Regelfall die Gesellschaft mit ihrem Vermögen; persönliche Haftung kann in Sonderfällen hinzukommen. Die konkrete Firmierung steht im Handelsregister beziehungsweise in öffentlich zugänglichen Unternehmensangaben. Aus einem Markenlogo lässt sich die Rechtsform nicht ableiten. Eine GmbH & Co. KG ist nicht einfach eine GmbH; prüfe ihre rechtlichen Strukturen gesondert.


Vollmachten und sichere Entscheidungen

Wer im Betrieb etwas vorbereitet, darf nicht automatisch rechtsverbindlich handeln. Prokura ist eine handelsrechtlich besonders weitreichende Vollmacht, die ausdrücklich von den dazu Befugten erteilt wird (§ 48 HGB). Eine Handlungsvollmacht betrifft gewöhnlich die zugewiesenen Geschäfte; Umfang und Grenzen hängen von ihrer Erteilung und den rechtlichen Regeln ab (§ 54 HGB). Interne Freigaberegeln können zusätzlich enger sein.

Beispiel: Du darfst im Service eine fiktive Terminanfrage aufnehmen und zur Prüfung weitergeben. Daraus folgt weder die Befugnis, verbindliche Preisnachlässe zuzusagen, noch die Befugnis, einen Fahrzeugkaufvertrag zu unterschreiben. Bei Unsicherheit: Vorgang kennzeichnen, zuständige Person fragen und Freigabe dokumentieren. Typischer Fehler: Eine interne Aufgabe mit einer gesetzlichen Vertretungsbefugnis verwechseln.


Unternehmenskultur und Rollenbewusstsein

Ein Leitbild beschreibt Grundwerte und beabsichtigtes Verhalten, etwa Kundenorientierung, Zuverlässigkeit oder umweltschonendes Handeln. Es ist nicht identisch mit einer überprüften Leistungsbilanz. Beurteile daher Aussagen wie „Wir sind nachhaltig“ anhand von konkreten Maßnahmen: etwa dokumentierten Abfallwegen, reparaturfreundlichen Lösungen, Lieferantenauswahl oder Energieverbrauch. Ebenso wichtig sind Respekt, Gleichbehandlung, Inklusion und konstruktiver Umgang mit unterschiedlichen Meinungen.

Reflexionsfrage: Du beobachtest, dass eine Kollegin wegen eines Engpasses eine unrealistische Fertigstellungszeit nennen soll. Welche Interessen stehen gegenüber? Trenne Beobachtung, Annahme und Bewertung und suche einen ehrlichen, abgestimmten Kommunikationsweg. Sprich respektvoll, statt eine Person zu beschuldigen.


Geschäftsfelder, Prozesse, Markt und Digitalisierung


Arbeitsprozess oder Geschäftsprozess?

Ein Arbeitsprozess beschreibt zusammenhängende Arbeitsschritte einer konkreten Tätigkeit; ein Geschäftsprozess verbindet Funktionen vom Auslöser bis zum für den Kunden oder Betrieb relevanten Ergebnis. Ablauforganisation ordnet Reihenfolge, Übergaben, Informationen und Verantwortlichkeiten. Eine Darstellung mit Beginn, Tätigkeit, Entscheidung, Übergabe und Abschluss kann helfen, Schwachstellen zu finden.

Beispiel einer fiktiven Serviceanfrage ohne personenbezogene Daten:

  1. Eingang einer allgemeinen Anfrage zu einem Wartungstermin.
  2. Serviceannahme klärt die Art der gewünschten Leistung und fragt die Verfügbarkeit intern ab.
  3. Werkstattplanung meldet einen möglichen Termin oder Rückfragebedarf.
  4. Service bestätigt nach interner Freigabe die abgestimmte Information.
  5. Der Vorgang wird im freigegebenen System sachlich dokumentiert; überflüssige Angaben werden vermieden.
  6. Das Team wertet aus, ob die Übergabe verständlich und termingerecht war.

Schnittstelle bezeichnet den Übergabepunkt zwischen Bereichen. Wird ein Termin mündlich zugesagt, obwohl die Werkstattplanung noch nicht bestätigt hat, entstehen Rückfragen und möglicherweise Unzufriedenheit. Ein eindeutig benanntes Übergabefeld im dafür freigegebenen System kann helfen. Digitale Systeme verbessern die Zusammenarbeit nur, wenn Rollen, Zugriff, Datenqualität und Verantwortlichkeiten feststehen.

Beispiel für die räumliche Schnittstelle zwischen Kundendienst und Werkstatt. Betrachte die Bildinformation ohne Rückschluss auf echte Kunden- oder Betriebsabläufe.


Wertschöpfung, Rechtsbeziehungen und Wettbewerb

Das Autohaus steht in einem Wettbewerb um Qualität, Preis, Verfügbarkeit, Service, Erreichbarkeit und Vertrauen. Vergleiche Wettbewerber fair anhand öffentlich überprüfbarer Merkmale, beispielsweise Servicezeiten, ausgewiesenen Leistungen, barrierearmen Zugängen oder Mobilitätsangeboten. Preise ohne gleichen Leistungsumfang sind nicht unmittelbar vergleichbar. Vertriebspartnervereinbarungen, Lieferverträge, Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse sowie Kundenaufträge haben unterschiedliche rechtliche Grundlagen.

Beispiel für einen Kriterienvergleich: Betrieb A bietet eine online buchbare Terminanfage und einen telefonischen Zugang, Betrieb B nur eine telefonische Anfrage. Daraus folgt nicht, dass A fachlich bessere Reparaturen ausführt. Deine Bewertung muss die tatsächlich geprüften Kriterien und ihre Grenzen nennen. Typischer Fehler: Werbung, öffentlich einsehbare Fakten und betriebsinternes Wissen ununterschieden übernehmen.


Datenschutz, Informationssicherheit und digitale Zusammenarbeit

In Fahrzeug- und Kundendaten können Personenbezüge liegen: Namen, Kontaktwege, Kennzeichen, Fahrzeugidentifikationsnummern im Zusammenhang mit Personen, Buchungen und Reparaturhistorien. Die DSGVO fordert unter anderem Zweckbindung, Datenminimierung, geeignete Sicherheit und eine Rechtsgrundlage für Verarbeitung. Eine betriebliche Präsentation erhält nicht allein deshalb eine Rechtsgrundlage für die Veröffentlichung von Kundendaten, weil die Informationen bereits im internen System stehen.

Arbeitsregeln: Verwende für Übungen nur erfundene Daten und selbst erstellte Ablaufmodelle. Teile keine echten Screenshots aus CRM- oder Werkstattsystemen, keine vertraulichen Preislisten und keine ungeprüften Fotos von Mitarbeitenden oder Kundschaft. Prüfe vor jeder Veröffentlichung Freigaben, Persönlichkeits-, Marken-, Bild- und Urheberrechte. Halte dich an rollenbasierte Zugriffsrechte; melde einen Datenvorfall nach betrieblichen Vorgaben. Typischer Fehler: Eine geschwärzte Namenszeile für ausreichende Anonymisierung halten, obwohl andere Kennzeichen eine Identifizierung ermöglichen.


Duale Ausbildung und betriebliche Zusammenarbeit mitgestalten


Partner, Ausbildungsordnung und gegenseitige Pflichten

In der dualen Ausbildung arbeiten Ausbildungsbetrieb und Berufsschule zusammen. Die zuständige Stelle überwacht im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben die Ausbildung und ist Ansprechpartnerin für Verfahrensfragen; bei Automobilkaufleuten liegt der Zuständigkeitsbereich laut BIBB im Industrie- und Handelsbereich. Welche Kammer vor Ort zuständig ist, klärst du mit deinem Ausbildungsvertrag. Für den Beruf gelten die Automobilkaufleuteausbildungsverordnung vom 28. Februar 2017 in der geltenden Fassung, der betriebliche Ausbildungsplan und für den Unterricht der einschlägige Landeslehrplan auf KMK-Grundlage.

Auszubildende sollen die Fertigkeiten und Kenntnisse ernsthaft erwerben, aufgetragene Ausbildungsaufgaben sorgfältig erledigen, die Ordnung beachten, Arbeitsmittel pfleglich behandeln, Betriebsgeheimnisse schützen und Ausbildungsnachweise führen (§ 13 BBiG). Ausbildende müssen die Ausbildung planmäßig durchführen, geeignete ausbildungsbezogene Aufgaben übertragen, notwendige Ausbildungsmittel bereitstellen, Berufsschulbesuch ermöglichen und die Nachweise regelmäßig durchsehen (§ 14 BBiG). Der Vertrag, die einschlägigen Vorschriften und eventuelle Tarifregelungen konkretisieren weitere Rahmenbedingungen. Für Jugendliche unter 18 Jahren gelten zusätzliche Schutzvorschriften, insbesondere des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Beispiel: Eine Auszubildende wird wiederholt ohne Anleitung nur für berufsfremde Hilfsaufgaben eingeplant. Sie dokumentiert sachlich Aufgaben und Lernziele, spricht zunächst mit der ausbildenden Person und kann sich bei Bedarf an die zuständige Stelle oder betriebliche Interessenvertretung wenden. Nicht jede unangenehme Aufgabe ist automatisch rechtswidrig; entscheidend sind Ausbildungszweck, Zumutbarkeit und tatsächliche Einbindung in die Ausbildung.


Betriebsrat, JAV, Tarifvertrag und Teamkommunikation

Der Betriebsrat ist eine gesetzliche Interessenvertretung der Beschäftigten, soweit im Betrieb nach dem Betriebsverfassungsgesetz ein Betriebsrat gebildet wurde. Eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) kann unter den Voraussetzungen der §§ 60 ff. BetrVG bestehen und wirkt bei Ausbildungsbelangen insbesondere über den Betriebsrat. Eine JAV existiert nicht automatisch in jedem Autohaus. Tarifverträge regeln zwischen Tarifvertragsparteien zum Beispiel Entgelt oder Arbeitsbedingungen, soweit sie für das konkrete Arbeitsverhältnis gelten. Gewerkschaften vertreten Arbeitnehmerinteressen; Arbeitgeberverbände können Arbeitgeber vertreten. Ein Tarifvertrag ist keine beliebige betriebliche Hausregel.

Erklärfilm der Hans-Böckler-Stiftung zur betrieblichen Mitbestimmung (2016). Grundprinzipien erläutern; konkrete Rechte anhand des geltenden BetrVG prüfen.

Gute Zusammenarbeit benötigt klare Kommunikation: Wer sendet welche Information über welchen vereinbarten Kanal, bis wann, an wen und mit welcher Rückmeldung? Nutze aktives Zuhören, Ich-Botschaften und nachvollziehbare Übergaben. Situation: Das Lager hat ein Teil nicht verfügbar, der Service plant aber bereits einen festen Abholtermin. Eine konstruktive Rückmeldung lautet: „Ich sehe, dass die Teileverfügbarkeit noch offen ist. Können wir vor einer Zusage gemeinsam den Termin prüfen?“ Nicht hilfreich ist eine pauschale Schuldzuweisung.

Feedbackregel: Beschreibe eine beobachtbare Situation, ihre Wirkung und einen konkreten Verbesserungsvorschlag. Bei Präsentationen trennst du Inhalt, Vortrag und Gestaltung; Rückmeldungen sollen überprüfbar und respektvoll sein. Unterschiedliche Sprachkenntnisse oder Beeinträchtigungen sind bei Unterlagen und Kommunikationswegen mitzudenken.


Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt

Ein Kfz-Betrieb vereint Büro- und Werkstattgefahren: Stolperstellen, bewegte Fahrzeuge, Hebebühnen, Lärm, Gefahrstoffe, Batterien und gegebenenfalls Hochvoltsysteme. Die betriebliche Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung entscheiden über Schutzmaßnahmen. Nach DGUV Vorschrift 1 ist angemessen zu unterweisen, mindestens jährlich und zusätzlich bei entsprechendem Anlass; für Jugendliche können kürzere Fristen gelten. Melde Gefahren und Beinaheunfälle gemäß Betriebsablauf. Achte auch im Büro auf Ergonomie, Pausen und sichere Bildschirmarbeit.

Sicherheitsgrenze: Du führst keine technischen Arbeiten an Fahrzeugen, Hochvoltsystemen, Hebebühnen oder Gefahrstoffen ohne ausdrücklich erlaubte Aufgabe, erforderliche Qualifikation und befugte Aufsicht aus. Hochvolt-Fahrzeuge können auch scheinbar ausgeschaltet gefährlich sein; die einschlägige DGUV Information 209-093 und Herstellervorgaben gelten für qualifizierte Fachkräfte. Für dieses Lernfeld reicht eine gefahrlose Modellübung: Markiere auf einem Papiergrundriss sichere Besucherwege, ordne Warnsymbole auf Karten zu oder simuliere die Meldung einer Gefahrenstelle, ohne reale Anlagen zu bedienen.

Bildimpuls Werkstatt: Identifiziere nur sichtbare mögliche Gefährdungen und formuliere Rückfragen an fachkundige Personen; aus dem Foto allein lässt sich keine belastbare Gefährdungsbeurteilung erstellen.

Zum nachhaltigen Handeln gehören der verantwortliche Umgang mit Energie, Papier, Ersatzteilen, Verpackungen und Betriebsstoffen. Abfälle, insbesondere gefährliche Stoffe, dürfen nur im Rahmen der gültigen betrieblichen Entsorgungsprozesse behandelt werden. Typischer Fehler: Schutzmaßnahmen allein aus einem Internetfoto oder aus veralteten Vorschriften abzuleiten.


Betriebspräsentation als vollständiger beruflicher Praxisauftrag


Auftrag verstehen und planen

Ausgangslage (vollständig fiktiv): Das „Autohaus Nordstern GmbH“ möchte einer Gruppe neuer Auszubildender seinen Betrieb in sechs Minuten vorstellen und zwei Minuten für Rückfragen einplanen. Als erfundene Ausgangsdaten gelten 24 Beschäftigte, die Bereiche Geschäftsleitung, Fahrzeugvertrieb, Serviceannahme, Werkstatt, Teilelager und Verwaltung sowie ein Budget von höchstens 40 Euro für wiederverwendbare Anschauungsmaterialien. Die Teilnehmenden sollen erkennen, wer im Betrieb wofür zuständig ist und wie eine sichere Anfrage weitergeleitet wird. Für das Beispiel werden keinerlei reale Personen- oder Firmendaten verwendet.

Auftragsanalyse: Ergebnis ist eine fünfseitige Präsentation mit einer Prozessgrafik, einem kurzen Vortragsskript, einer Quellenliste, einem Sicherheits- und Datenschutzcheck sowie einem ausgefüllten Bewertungsbogen. Zielgruppe sind Lernende im ersten Ausbildungsjahr. Verbindliche Qualitätskriterien: fachlich korrekt, verständlich, zeitgerecht, datenschutzgerecht, barrierearm und mit konkreter Verbesserungsidee.

Arbeitsplan mit Prüfpunkten:

Phase Arbeitsschritt Zuständigkeit im Übungsteam Nachweis
1 Analyse Zielgruppe, Auftrag, fiktive Stammdaten und Grenzen erfassen Moderation Auftragsblatt mit Prüfkriterien
2 Recherche KMK, BIBB, Rechtsgrundlagen und Medienlizenzen prüfen Recherche Quellen- und Rechteprotokoll
3 Struktur Organigramm und Prozess von der Serviceanfrage bis zur Freigabe skizzieren Prozess-Team Zwei fachlich geprüfte Grafiken
4 Gestaltung Fünf Folien in klarer Sprache sowie barrierearme Alternativbeschreibung erstellen Gestaltung Präsentationsentwurf
5 Kontrolle Zeit, Kosten, Sicherheit, Datenschutz und Fakten im Vier-Augen-Prinzip prüfen Qualitätssicherung Checkliste mit Unterschriftkürzeln ausgedachter Rollen
6 Durchführung Sechs Minuten vorstellen, zwei Minuten Fragen beantworten, Feedback einholen Vortragsteam Protokoll und überarbeitete Fassung


Prüffähiges Arbeitsergebnis: fünf Folien

Folie 1 – Betrieb und Auftrag: „Autohaus Nordstern GmbH, fiktiver Kfz-Betrieb mit Fahrzeugvertrieb und Kundendienst“. Erläutere, dass die GmbH die unternehmerische Einheit ist. Die Berufsrolle der Automobilkaufleute liegt besonders in kaufmännischen Aufgaben und der Koordination von Schnittstellen.

Folie 2 – Wirtschaftliche Stellung: Zwei-Sektoren-Modell mit Haushalten als Anbietern von Arbeit und Nachfragern von Leistungen; das Autohaus als Unternehmen. Ergänze Hersteller und Banken ausdrücklich erst bei der Erklärung des erweiterten Modells. Benenne den Zielkonflikt zwischen Wirtschaftlichkeit, sozialer Verantwortung und Umweltschutz.

Folie 3 – Organigramm: Geschäftsleitung oben; darunter Vertrieb, Service, Werkstatt, Teile, Verwaltung. Eine gestrichelte Verbindung von Service und Werkstatt markiert Zusammenarbeit, nicht zusätzliche Weisungsbefugnis. Erkläre, warum Auszubildende keine nicht erteilten Vollmachten annehmen dürfen.

Folie 4 – Prozess und Sicherheit: Fiktive Serviceanfrage → Service nimmt Auftragstyp entgegen → Werkstattplanung prüft Kapazität → berechtigte Person bestätigt → Ergebnis wird im freigegebenen System dokumentiert. Notiere: Keine Veröffentlichung echter Kunden- oder Fahrzeugdaten; keine unbefugten Werkstatttätigkeiten.

Folie 5 – Zusammenarbeit und Verbesserung: Vereinbarte Übergabeinformation besteht aus Anfrageart, zuständigem Bereich, Status und nächstem Prüftermin – ohne unnötige personenbezogene Daten. Vorschlag: Ein gemeinsames Statusfeld „Prüfung offen / Freigabe erfolgt“ im bereits zugelassenen System erproben. Stelle klar, dass die tatsächliche Einführung nur nach Prüfung und Freigabe durch den Betrieb erfolgt.

Zeitrechnung: Folienzeiten 50 + 60 + 70 + 90 + 90 Sekunden = 360 Sekunden = 6 Minuten. Dazu 120 Sekunden Rückfragen = 8 Minuten Gesamtzeit. Eine Übungsgruppe stoppt die Redezeit und notiert Abweichungen. Bei 420 Sekunden Vortrag muss die Gruppe 60 Sekunden kürzen; sie soll Wiederholungen reduzieren, nicht Sicherheits- oder Datenschutzinformationen weglassen.

Kostenrechnung: Zehn wiederverwendbare Hinweiskarten zu 1,80 Euro kosten 18 Euro; ein wiederverwendbares Plakat kostet 12 Euro. Gesamtkosten = 30 Euro. Das Budget von 40 Euro wird um 10 Euro unterschritten. Bei einer Alternative von 20 Einweg-Handouts zu je 0,70 Euro wären dies 14 Euro zusätzlich; zusammen mit den 30 Euro ergäben sich 44 Euro, also 4 Euro über Budget. Die Gruppe wählt daher die barrierearme Digitalfassung plus bedarfsgerecht wenige Ausdrucke aus einem gesondert freizugebenden Budget statt pauschal 20 Handouts. Alle Beträge sind Übungswerte, keine Marktpreise.

Präsentationsregeln: Pro Folie eine Kernaussage, gut lesbare Schrift, stimmige Kontraste, einfache Diagramme mit erklärter Leserichtung und Quellenangaben. Plane die Sprechanteile fair, vermeide abwertende Sprache und frage nach, ob Rückfragen verständlich beantwortet wurden. Verwende nur freigegebene, lizenzierte oder selbst erstellte Medien.


Bewertungsraster, Qualitätskontrolle und Verbesserung

Die folgenden sechs Kriterien werden jeweils mit 0 bis 5 Punkten bewertet: 0 = fehlt, 1 = kaum erfüllt, 2 = teilweise, 3 = überwiegend, 4 = gut, 5 = vollständig, korrekt und nachvollziehbar. Der maximale Wert beträgt 30 Punkte. Die Prüferinnen und Prüfer begründen jeden Wert mit einer beobachteten Textstelle, Folie oder Präsentationshandlung.

Kriterium Beobachtbarer Erfolgsnachweis Maximum
Wirtschaftliche Einordnung Kreislauf, Geschäftspartner und mindestens ein Zielkonflikt korrekt erläutert 5
Organisation und Prozesse Realitätsnahes fiktives Organigramm und korrekt bezeichnete Übergaben 5
Ausbildung und Verantwortungsgrenzen Rechte, Pflichten, Zuständigkeiten, JAV und Vollmacht sachgerecht eingeordnet 5
Sicherheit, Datenschutz, Nachhaltigkeit Gefahren und Schutzgrenzen benannt, keine echten Daten, nachhaltige Lösung begründet 5
Präsentationsqualität Verständlich, barrierearm, quellenbasiert, Redezeit eingehalten, Kritik konstruktiv aufgenommen 5
Prüfbarkeit und Dokumentation Arbeitsplan, Zeit- und Budgetrechnung, Quellen, Versionsstand und Verbesserungsvorschlag vollständig 5
Gesamt Maximal erreichbare Punktzahl 30

Durchgerechnetes Bewertungsbeispiel: Eine Übungspräsentation erzielt in den sechs Kriterien 4, 4, 3, 5, 4 und 3 Punkte. Summe = 4 + 4 + 3 + 5 + 4 + 3 = 23 von 30 Punkten. Anteil = 23 / 30 × 100 = 76,7 Prozent (gerundet). Der Wert ist ausschließlich das Ergebnis dieses Unterrichtsrasters, keine offizielle IHK-Note oder Prüfungsentscheidung. Aus den beiden Dreierwerten folgen konkrete Überarbeitungsschritte: Vollmachtsgrenzen präzisieren und im Quellenprotokoll die Medienlizenzen vervollständigen. Danach erneut bewerten.

Abschlusskontrolle: Sind alle Angaben fiktiv und fachlich belegbar? Ist die Unterscheidung zwischen Aufbau- und Ablauforganisation sichtbar? Wurde eine Freigabe statt eines eigenmächtigen Kundenversprechens modelliert? Sind 360 Sekunden Redezeit und höchstens 40 Euro Budget eingehalten? Sind Bildurheber und Lizenzen angegeben? Wurden Feedback und Änderungen dokumentiert? Bewahre nur eine bereinigte Lernversion auf, keine vertraulichen Originaldaten.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz: Fachwissen anwenden

Welche Aussage beschreibt den einfachen Wirtschaftskreislauf zutreffend? (Private Haushalte bieten Arbeit an und fragen Leistungen von Unternehmen nach) (!Banken und Staat sind seine einzigen beiden Akteure) (!Waren und Geld bewegen sich immer in dieselbe Richtung) (!Er beschreibt nur den Fahrzeughandel zwischen Unternehmen)




Was bedeutet das Minimalprinzip bei einer betrieblichen Aufgabe? (Ein festgelegtes Ergebnis mit möglichst geringem zulässigem Mitteleinsatz erreichen) (!Mit unbegrenztem Mitteleinsatz möglichst viele Ergebnisse erzeugen) (!Unabhängig von Qualität immer das billigste Material kaufen) (!Alle gesetzlichen Sicherheitsanforderungen durch Freiwilligkeit ersetzen)




Wozu dient ein Organigramm? (Es stellt Stellen und Zuständigkeiten der Aufbauorganisation dar) (!Es zeigt ausschließlich die zeitliche Folge jedes Werkstattauftrags) (!Es belegt automatisch die Marktführerschaft eines Betriebs) (!Es ersetzt die schriftliche Erteilung einer Prokura)




Welche Aussage zur Prokura ist richtig? (Sie setzt eine ausdrückliche Erteilung durch dazu berechtigte Personen voraus) (!Jede auszubildende Person besitzt sie ab dem ersten Arbeitstag) (!Sie entsteht immer durch Zugang zum internen Computersystem) (!Sie ist mit jeder Terminbestätigung gleichzusetzen)




Was kennzeichnet eine betriebliche Schnittstelle? (Informationen und Verantwortung werden zwischen beteiligten Bereichen übergeben) (!Nur die Geschäftsführung darf überhaupt miteinander sprechen) (!Es handelt sich ausschließlich um einen elektrischen Anschluss im Fahrzeug) (!Bei jeder Schnittstelle entfällt die Pflicht zur Dokumentation)




Welche Rolle hat die Jugend- und Auszubildendenvertretung im Betrieb? (Sie bringt Anliegen berechtigter junger Beschäftigter und Auszubildender beim Betriebsrat ein) (!Sie ersetzt in jedem Autohaus automatisch die Geschäftsführung) (!Sie kann unabhängig von Voraussetzungen jederzeit allein einen Tarifvertrag abschließen) (!Sie führt ohne Abstimmung eigenständig alle Abschlussprüfungen durch)




Welche Pflicht gehört nach dem Berufsbildungsgesetz zu den Aufgaben von Auszubildenden? (Sie führen einen schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweis) (!Sie dürfen alle betriebsfremden Tätigkeiten ohne Anleitung selbst anordnen) (!Sie tragen die alleinige Verantwortung für die Ausbildungsplanung) (!Sie müssen alle Geschäftsgeheimnisse öffentlich präsentieren)




Welche Aussage zum Arbeitsschutz ist sachgerecht? (Tätigkeiten mit besonderen Gefahren erfordern passende Unterweisung und Befugnis) (!Hochvoltsysteme dürfen für Lernzwecke stets unbeaufsichtigt geöffnet werden) (!Eine Internetabbildung ersetzt die betriebliche Gefährdungsbeurteilung) (!Auszubildende sind grundsätzlich von Sicherheitsregeln ausgenommen)




Welche Information gehört in eine öffentliche Übungspräsentation? (Ein frei erfundenes und deutlich gekennzeichnetes Beispielorganigramm) (!Ein ungeprüfter Export echter Kundendaten aus dem Autohaus) (!Ein Foto von Beschäftigten ohne erforderliche Rechteprüfung) (!Ein vertraulicher Händlervertrag mit vollständigen Konditionen)




Welche Verbesserung ist anhand des Praxisauftrags überprüfbar? (Ein klar definiertes Statusfeld mit Zuständigkeit und dokumentierter Freigabe) (!Eine ungeprüfte Behauptung über bessere Kundenzufriedenheit) (!Eine zusätzliche Folie ohne Zusammenhang oder Quellen) (!Die Abschaffung aller Rückmeldungen zwischen Service und Werkstatt)





Memory: Begriff und Bedeutung

Finde jeweils den richtigen Fachbegriff zur Beschreibung. Überlege anschließend, an welcher Stelle des fiktiven Autohauses der Begriff praktisch wichtig wird.

Aufbauorganisation Zuordnung von Stellen und Zuständigkeiten
Ablauforganisation Reihenfolge und Koordination betrieblicher Vorgänge
Minimalprinzip Festes Ziel mit möglichst geringem Mitteleinsatz
Prokura Besonders weitreichende ausdrücklich erteilte handelsrechtliche Vollmacht
Schnittstelle Übergabe zwischen beteiligten Arbeitsbereichen
Datenschutz Schutz personenbezogener Informationen bei ihrer Verarbeitung





Drag-and-drop: Betriebliche Zuordnung

Ordne jeder Aufgabenbeschreibung den passenden Bereich oder das passende Instrument zu. Jede Zuordnung steht für eine typische, keine zwingend identische Betriebsorganisation.

Ordne den passenden Begriff zu. Betriebliche Aufgabe
Serviceannahme Anfrage aufnehmen und für die weitere Abstimmung vorbereiten
Teilelager Verfügbarkeit benötigter Ersatzteile prüfen
Werkstattplanung Freie Kapazität für einen Wartungstermin klären
Geschäftsleitung Grundlegende betriebliche Ziele und Verantwortungen festlegen
Berichtsheft Ausbildungsbezogene Tätigkeiten und Lernfortschritte festhalten





Kreuzworträtsel: Sechs Schlüsselbegriffe

Organigramm Wie heißt die schematische Darstellung von Stellen und Weisungsbeziehungen?
Kreislauf Welches Wort ergänzt das volkswirtschaftliche Modell der Güter- und Geldströme nach dem Wort Wirtschafts?
Prokura Wie heißt die besonders weitreichende handelsrechtliche Vollmacht?
Betriebsrat Welche betriebliche Interessenvertretung wirkt nach dem Betriebsverfassungsgesetz?
Datenschutz Welcher Begriff bezeichnet den Schutz personenbezogener Informationen?
Leitbild Wie heißt die Beschreibung grundlegender Werte und Ziele eines Unternehmens?





LearningApps: Weitere Übung finden

Nutze die thematische LearningApps-Suche. Wähle eine passende öffentlich verfügbare Anwendung und prüfe die Inhalte kritisch anhand dieses Kurses; das Suchfenster garantiert keine bestimmte App und ersetzt keine eigenen Lernkontrollaufgaben.


Lückentext: Wissen im Zusammenhang

Ergänze die Begriffe. Denke an die Bedeutung in einem realitätsnahen, aber ausschließlich erfundenen Autohaus.

Ergänze die Fachbegriffe.
Im einfachen Wirtschaftskreislauf stehen private Haushalte den

gegenüber.
Eine grafische Darstellung betrieblicher Stellen heißt

.
Die Reihenfolge der Arbeitsschritte beschreibt die

.
Bei festgelegtem Ergebnis und sparsamem Einsatz spricht man vom

.
Die handelsrechtliche Vollmacht mit besonders großem Umfang nennt man

.
Die Vertretung besonderer Belange von Auszubildenden heißt

.
In einem geregelten Übergabeprozess muss die zuständige Person eine Entscheidung zunächst

.
Personenbezogene Informationen unterliegen dem

.
Die Dokumentation der Ausbildung erfolgt im

.
In einer Präsentation wird der erreichte Qualitätsstand durch ein

überprüft.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben mit erfundenen Betrieben und Datensätzen. Verwende in öffentlichen Ergebnissen keine echten Kunden-, Beschäftigten- oder Betriebsdaten. Die Rückmeldung orientiert sich jeweils an Sachrichtigkeit, Begründung, Nachvollziehbarkeit und sicherer Durchführung.


Leicht

  1. Berufsprofil: Schreibe eine verständliche Kurzbeschreibung mit sechs typischen kaufmännischen Aufgaben und grenze sie von gefährlichen technischen Tätigkeiten ab; prüfe sie anhand des BIBB-Profils.
  2. Kreislaufskizze: Zeichne Haushalte, Autohaus, Leistungsströme und Geldströme mit farblich oder sprachlich eindeutig beschrifteten Pfeilen; erkläre deine Pfeilrichtungen.
  3. Organigramm: Erstelle für einen erfundenen Betrieb ein Organigramm mit mindestens fünf Bereichen; markiere zwei sinnvolle Schnittstellen.
  4. Sicherheitskarte: Gestalte eine Karte mit drei Büro- oder Werkstattgefahren und dem jeweiligen sicheren Meldeweg; führe keine realen Arbeiten an Anlagen durch.


Standard

  1. Betriebsvergleich: Vergleiche auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen eine GmbH und ein Einzelunternehmen hinsichtlich Organisation, Vertretung und typischen Grenzen deiner Aufgaben; kennzeichne offene Fragen.
  2. Prozessdiagramm: Visualisiere eine rein fiktive Serviceanfrage mit Eingangsprüfung, Werkstattabstimmung, Freigabe und Dokumentation; formuliere einen konkreten Kontrollpunkt.
  3. Ausbildungsfall: Bearbeite eine erfundene Konfliktsituation mit Ausbildungsaufgaben, Ausbilderpflichten und JAV; belege deine Lösung mit passenden amtlichen Rechtsquellen.
  4. Mediengestützte Betriebsdarstellung: Entwirf fünf Folien für fiktive neue Auszubildende; dokumentiere die verwendeten Bildrechte und überprüfe die Lesezugänglichkeit.


Schwer

  1. Ressourcenentscheidung: Vergleiche mindestens zwei Präsentationskonzepte mit fiktiven Budgets, rechne Gesamtkosten und Zielerreichung und begründe einen sozial und ökologisch vertretbaren Vorschlag.
  2. Informationsschutz-Audit: Prüfe einen selbst erfundenen Informationsfluss zwischen Service und Werkstatt auf Zweckbindung, Zugriffsrechte und Datenminimierung; beschreibe Verbesserungen ohne reale Datensätze.
  3. Prozessoptimierung: Entwickle für den fiktiven Betrieb eine neue Übergaberegel, simuliere einen Störfall mit Rollenkarten und dokumentiere die Wirkung anhand definierter Kriterien.
  4. Abschlussprojekt: Realisiere den vollständigen achtminütigen Praxisauftrag mit Arbeitsplan, Quellen, Fünf-Folien-Produkt, Zeit- und Kostenrechnung, Bewertungsbogen und protokollierter Überarbeitung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Wirtschaftliche Analyse: Erkläre an einer fiktiven Kundendienstleistung die realen und monetären Ströme und benenne zwei Grenzen des einfachen Kreislaufmodells.
  2. Organisationsentscheidung: Beurteile, ob eine zusätzliche Weisungslinie oder eine definierte Übergabe zwischen Service und Werkstatt zweckmäßiger wäre; begründe deine Wahl.
  3. Handlungsgrenzen: Analysiere einen Fall, in dem eine auszubildende Person einen Rabatt versprechen soll; zeige sichere Klärung und zuständige Freigabe.
  4. Ausbildungsrecht: Ordne im Fall einer einseitigen Aufgabenverteilung Pflichten von Auszubildenden, Ausbildenden, Schule und möglicher Interessenvertretung sachgerecht zu.
  5. Gefahrenbewertung: Unterscheide eine unkritische Papier-Simulation von einer unzulässigen praktischen Handlung an einem Hochvoltfahrzeug und begründe die Sicherheitsgrenze.
  6. Digitale Prozessprüfung: Überarbeite einen fiktiven Prozess so, dass nur erforderliche Informationen mit klaren Zugriffsrechten übergeben werden.
  7. Präsentationskritik: Bewerte einen erfundenen Vortrag mit dem Sechs-Kriterien-Raster, berechne die Gesamtpunktzahl und formuliere zwei konkrete Verbesserungen.




Lernnachweis

Persönliches Lernportfolio: Gib ein Auftragsblatt, ein Wirtschafts- und Partnerbild, ein Organigramm, ein freigegebenes Modell eines Geschäftsprozesses, eine fiktive Rechte-und-Pflichten-Übersicht, einen Sicherheits- und Datenschutzcheck, eine fünfseitige Präsentation, eine Zeit- und Kostenrechnung, die Quellen- und Bildrechtsliste sowie deinen Bewertungs- und Feedbackbogen ab. Verwende nur synthetische Daten. Für die praktische Durchführung genügt ein beaufsichtigtes Rollenspiel oder eine digitale Simulation.

Prüfkriterien: Du kannst Begriffe in eigenen Worten erklären, Entscheidungen aus Normen und nachvollziehbaren Quellen herleiten, Rollen und Vollmachten richtig abgrenzen, Gefährdungen erkennen ohne riskante Tätigkeiten auszuführen, Daten minimieren, eine plausible Kostenrechnung prüfen und Verbesserungsvorschläge aus Rückmeldungen ableiten. Als Lernnachweis dienen die dokumentierten Produkte und ihre Revision, nicht die bloße Teilnahme an einem Quiz.

Selbsteinschätzung: Kannst du erläutern, warum eine Serviceanfrage noch kein freigegebener Werkstatttermin ist? Kannst du den Unterschied zwischen Betriebsrat und JAV erklären, ohne eine automatisch existierende JAV anzunehmen? Kannst du deine Redezeit nachmessen, die Medienlizenzen belegen und mindestens eine Änderung fachlich begründen? Halte in einem kurzen Reflexionsprotokoll fest, was sicher gelungen ist und welche Unterstützung du noch brauchst. Dieser Lernnachweis ersetzt weder den vorgeschriebenen Ausbildungsnachweis noch betriebliche Leistungsfeststellungen oder offizielle Prüfungen.




OER und Wikipedia

Geprüfte Einstiegsquellen und Rechtsgrundlagen (Abruf: 22. Oktober 2026):

  1. KMK-Rahmenlehrplan Automobilkaufmann/Automobilkauffrau, insbesondere gedruckte Seite 8 zu LF 1 und die Vorbemerkungen zur Handlungsorientierung.
  2. BIBB: Berufsprofil, Ausbildungsdauer und Rechtsgrundlagen und Ausbildungsrahmenplan der AutoKflAusbV.
  3. § 13 BBiG: Pflichten Auszubildender, § 14 BBiG: Pflichten Ausbildender und § 70 BetrVG: JAV-Aufgaben.
  4. § 48 HGB: Prokura und § 54 HGB: Handlungsvollmacht; beachte stets den aktuellen Gesamtwortlaut und die konkrete betriebliche Erteilung.
  5. DGUV Vorschrift 1: Unterweisung, DGUV Kfz-Bildungsbereich und DGUV Information 209-093: Hochvoltqualifizierung.
  6. DSGVO, insbesondere Grundsätze der Verarbeitung und Voraussetzungen rechtmäßiger Verarbeitung. Lokale Datenschutzvorgaben ergänzend beachten.
  7. Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Lernfeldübersicht als Beispiel einer landesspezifischen Umsetzung. Für deinen Betrieb den einschlägigen Landeslehrplan und die zuständige Kammer prüfen.

Offene Medien und Bildnachweise: Die folgenden tatsächlich überprüften Dateien liegen auf Wikimedia Commons. Die Bildverwendung setzt die jeweilige Urheber- und Lizenzangabe voraus; bei Veränderungen sind die konkreten Lizenzbedingungen erneut zu prüfen.

  1. Issel, Autohaus Bojahr 20250821.jpg – Urheber P170, CC BY-SA 4.0; Außenansicht eines Autohauses.
  2. Circular flow of income.png – Urheber Le0t, CC BY-SA 3.0; englischsprachige Kreislaufgrafik.
  3. Organization Structure.svg – Urheber MovGP0, vom Urheber gemeinfrei freigegeben; allgemeines Organisationsdiagramm.
  4. Einfahrt Direktannahme Mazda.jpg – Urheber Matchboxler, unter anderem CC BY-SA 4.0; Direktannahme eines Autohauses.
  5. Car workshop.jpg – Urheber ProjectManhattan, CC BY-SA 3.0; Einblick in eine Werkstatt.

Geprüfte ergänzende Fachvideos: Ausbildung.de: Automobilkaufleute im Autohaus, Skill Navigator: einfacher Wirtschaftskreislauf und Hans-Böckler-Stiftung: betriebliche Mitbestimmung. Die Links wurden als tatsächliche deutschsprachige Videos mit passenden Themen geprüft. Ein YouTube-Video ist durch die freie Abrufbarkeit nicht automatisch offen lizenziert; deshalb werden nur die offiziellen Einbettungen verlinkt. Für historische Zahlen oder Rechtsauskünfte sind die aktuellen amtlichen Quellen maßgeblich.

Wikipedia als ergänzender, kritisch zu prüfender Überblick: Der deutschsprachige Artikel über den Ausbildungsberuf ist vorhanden, er ersetzt weder die Ausbildungsordnung noch amtliche Normen.


Verknüpfte Lernbereiche

Die Kenntnisse dieses Lernfelds verbinden berufliche Betriebswirtschaft mit Wirtschafts- und Sozialkunde, Kommunikation, Recht, Informatik, Nachhaltigkeit, Mathematik und Arbeitssicherheit. Die folgenden Links bilden eine fachliche Navigation; konkrete Ausbildungsinhalte ergeben sich zusätzlich aus dem gültigen betrieblichen Ausbildungsplan und Landeslehrplan.


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