Zum Inhalt springen

Transistor - Elektrotechnik

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 22. Oktober 2026, 16:31 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (AI MOOC Plugin 20811a370a24440c0aa87d98929d19e5)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Transistor - Elektrotechnik

QR-Code



Einleitung

Transistoren sind winzige, elektrisch steuerbare Halbleiterbauelemente. Sie begegnen dir im Smartphone, im Fahrradlicht, in Computerprozessoren, in der Industrieautomatisierung und in modernen Netzteilen. Mit einem relativ kleinen elektrischen Steuersignal können sie den Strom durch einen anderen Schaltungsteil beeinflussen. Transistoren werden deshalb insbesondere als elektronische Schalter und als Verstärker eingesetzt.

In diesem aiMOOC lernst du den Aufbau und die Funktionsweise von Bipolartransistoren und Feldeffekttransistoren kennen. Du interpretierst Schaltzeichen und Datenblätter, berechnest einfache Widerstände und erprobst eine ungefährliche Kleinspannungsschaltung. Ziel ist, dass du einen Transistor nicht nur benennen, sondern sein Verhalten erklären und seine Verwendung begründen kannst.

Transistoren in unterschiedlichen Gehäusen: Die äußere Form allein verrät nicht den Bauteiltyp oder die Anschlussbelegung. Bild: Mister rf, Wikimedia Commons; Quelle und Lizenz.


Halbleiter als Grundlage


Leitfähigkeit und Dotierung

Zwischen guten Leitern, etwa Kupfer, und Isolatoren, etwa Glas, liegen die Halbleiter. Besonders verbreitet ist Silizium. Seine elektrische Leitfähigkeit lässt sich gezielt durch die Zugabe kleiner Mengen anderer Atome beeinflussen. Dies heißt Dotierung. Bei n-dotiertem Silizium sind Elektronen die beweglichen Mehrheitsladungsträger; bei p-dotiertem Silizium sind es sogenannte Löcher. Treffen Bereiche mit unterschiedlicher Dotierung aufeinander, entsteht ein p-n-Übergang, der das elektrische Verhalten beeinflusst.

Ein Transistor nutzt die Eigenschaften solcher Halbleiterstrukturen. Er benötigt neben dem zu steuernden Strompfad einen Steuereingang. Ein wichtiger Unterschied: Beim bipolaren Transistor wird die Steuerwirkung üblicherweise über einen Basisstrom beschrieben, beim MOSFET über die Spannung am Gate relativ zur Source.


Schalten und Verstärken unterscheiden

Beim Schalten wird ein Strompfad möglichst weit gesperrt oder niederohmig leitend gemacht. Beispiele sind das Einschalten einer LED oder das Ansteuern eines Relais. Beim Verstärken wird ein kleiner Signalwechsel in eine größere Änderung des Ausgangssignals übertragen. Die dazu erforderliche Energie stammt aus der Versorgungsspannung: Ein Transistor erzeugt nicht aus dem Nichts zusätzliche Energie.

Merke: Ein Transistor ist kein einzelner mechanischer Schalter mit festem Verhalten. Seine Funktion hängt vom Typ, der Beschaltung, den Spannungen, den Strömen und der Temperatur ab.


Bipolartransistoren: NPN und PNP


Drei Anschlüsse und Schaltzeichen

Der Bipolartransistor besitzt Emitter (E), Basis (B) und Kollektor (C). Beim NPN-Typ liegt zwischen zwei n-dotierten Bereichen ein dünner p-dotierter Basisbereich; beim PNP-Typ ist die Reihenfolge umgekehrt. Im Schaltzeichen zeigt der Pfeil am Emitter beim NPN vom Basisanschluss weg, beim PNP zur Basis hin. Die Bezeichnung des Gehäusepins darfst du nicht aus der Lage der Zeichenanschlüsse ableiten: Maßgeblich ist das Datenblatt des konkreten Bauteils.

Schaltzeichen eines NPN-Bipolartransistors. Bild: MovGP0, gemeinfreie Darstellung; Dateiseite.

Vereinfachter Querschnitt eines planaren NPN-Transistors. Bild: Matthewbeckler, gemeinfrei; Dateiseite.


Wie der NPN-Transistor arbeitet

In einer typischen NPN-Schaltung mit gemeinsamem Emitter wird die Basis-Emitter-Strecke in Durchlassrichtung betrieben. Bei Siliziumtransistoren liegt die Basis-Emitter-Spannung unter vielen üblichen Betriebsbedingungen grob in der Größenordnung von 0,6 bis 0,8 Volt; sie ist kein unveränderlicher Schwellwert. In der aktiven Betriebsregion kann ein kleiner Basisstrom einen deutlich größeren Kollektorstrom steuern. Näherungsweise gilt I_C = β · I_B mit der Stromverstärkung β; der Emitterstrom erfüllt I_E = I_C + I_B. Der Verstärkungsfaktor hängt vom Typ, der Temperatur, der Spannung und dem Arbeitspunkt ab.

Die Näherung I_C = β · I_B gilt nicht uneingeschränkt: Als eingeschalteter Schalter wird ein BJT häufig bewusst in die Sättigung gebracht. In diesem Fall begrenzen Last und Versorgung den Kollektorstrom; die lineare Stromverstärkungsformel darf nicht unkritisch weitergerechnet werden.


Betriebszustände und PNP-Typ

Im Sperrbereich ist die Basis-Emitter-Strecke nicht genügend in Durchlassrichtung vorgespannt; es fließt nur ein sehr kleiner Reststrom. Im aktiven Bereich kann ein NPN-Transistor Signale verstärken. Im Sättigungsbereich ist er für eine Schaltanwendung stark durchgesteuert; Kollektor und Emitter weisen dann meist eine kleine, aber nicht exakt verschwindende Spannung auf.

Beim PNP-Transistor sind die nötigen Spannungs- und konventionellen Stromrichtungen gegenüber einer entsprechenden NPN-Schaltung umgekehrt. Eine Schaltung darf daher nicht allein durch Austausch von NPN gegen PNP übernommen werden.


Ein NPN-Transistor als elektronischer Schalter


LED-Schaltung mit Kleinspannung

Betrachte eine einfache Versuchsschaltung mit 5 Volt Gleichspannung, einer LED, einem LED-Vorwiderstand und einem NPN-Transistor als Low-Side-Schalter. Der Emitter liegt am gemeinsamen Minuspol. Die LED samt Vorwiderstand verbindet den Pluspol mit dem Kollektor. Ein Steuersignal führt über einen Basiswiderstand zur Basis. Ohne ausreichenden Basisstrom bleibt die LED aus; bei genügend Basisstrom kann der Transistor den Laststrom durch die LED führen.

Wähle für den LED-Zweig beispielsweise 220 Ω. Bei einer angenommenen LED-Flussspannung von 2,0 V und einer Sättigungsspannung von 0,2 V ergibt sich überschlägig I = (5,0 V − 2,0 V − 0,2 V) / 220 Ω ≈ 12,7 mA. Das sind Beispielwerte, keine zugesicherten Bauteildaten. Prüfe die zulässige LED-Stromstärke im Datenblatt.


Basiswiderstand berechnen

Für eine robuste Schaltanwendung kann mit einer bewusst klein gewählten erzwungenen Stromverstärkung von beispielsweise 10 gerechnet werden, soweit Datenblatt und Steuerquelle dazu passen. Für rund 13 mA Kollektorstrom wären rechnerisch etwa 1,3 mA Basisstrom nötig. Mit einem 5-V-Steuersignal und angenommenen 0,7 V an der Basis-Emitter-Strecke erhältst du R_B ≈ (5,0 V − 0,7 V) / 0,0013 A ≈ 3,3 kΩ. Ob dieser Wert für einen konkreten Transistor eine ausreichende Sättigung garantiert, musst du mit den Datenblattangaben zur Sättigungsspannung und zum erforderlichen Basisstrom prüfen.

Wichtige Praxisregel: Verbinde einen digitalen Ausgang nicht ohne geeigneten Strombegrenzungswiderstand direkt mit der Basis eines Bipolartransistors. Beachte die maximale Strombelastbarkeit des Steuerausgangs und der Bauteile. Bei induktiven Lasten, etwa einer Relaisspule, wird zusätzlich ein geeigneter Schutz gegen die Abschaltspannung benötigt, zum Beispiel eine korrekt gepolte Freilaufdiode.


Lernvideo

Deutschsprachiges Einführungsvideo „Was ist ein Transistor? Grundlagen Transistor einfach erklärt“ von Alex Tbg – SimpleLearning; Originalvideo. Achte auf den Unterschied zwischen Stromverstärkung und Schaltbetrieb.


MOSFET: Steuerung über ein elektrisches Feld


Gate, Drain und Source

Ein MOSFET besitzt die Anschlüsse Gate (G), Drain (D) und Source (S); in der Bauteilstruktur existiert außerdem ein Body-Bereich, der bei vielen diskreten Leistungs-MOSFETs intern mit Source verbunden ist. Das Gate ist im idealisierten MOSFET durch eine Isolierschicht vom Halbleiter getrennt. Die Gate-Source-Spannung U_GS beeinflusst die Leitfähigkeit des Kanals zwischen Drain und Source. Im stationären Idealfall fließt kaum Gleichstrom ins Gate; beim Ein- und Ausschalten muss jedoch die Gate-Kapazität geladen oder entladen werden.

Aufbau eines n-Kanal-MOSFETs im Anreicherungstyp. Bild: Hermitage17 / Fred the Oyster, gemeinfrei; Dateiseite.

Schaltsymbole von n- und p-Kanal-MOSFETs im Anreicherungstyp. Bild: Jaanus.kalde, CC0; Dateiseite.


Schwellenspannung ist nicht die volle Durchsteuerung

Beim üblichen n-Kanal-Anreicherungs-MOSFET entsteht ein leitfähiger Kanal, wenn U_GS ausreichend positiv ist. Die im Datenblatt genannte Gate-Threshold-Spannung U_GS(th) wird jedoch bei einem festgelegten, häufig kleinen Prüfstrom bestimmt. Sie sagt nicht aus, dass der Transistor bei dieser Spannung bereits einen großen Laststrom mit geringem Verlust schalten kann. Für ein 3,3-V- oder 5-V-Steuersignal ist insbesondere der Durchlasswiderstand R_DS(on) bei genau dieser Gate-Spannung relevant.

Ein MOSFET kann im eingeschalteten Zustand näherungsweise wie ein Widerstand wirken. Seine Leitungsverlustleistung wird häufig mit P ≈ I_D² · R_DS(on) abgeschätzt. Bei schnellen Schaltvorgängen kommen Schaltverluste hinzu. Besonders wichtig sind geeignete Gate-Ansteuerung, sichere Grenzen für U_GS und U_DS sowie das thermische Verhalten.


Bipolartransistor und MOSFET vergleichen

Merkmal Bipolartransistor MOSFET
Anschlüsse Basis, Kollektor, Emitter Gate, Drain, Source
Steuergröße Basisstrom bei geeigneter Vorspannung Gate-Source-Spannung
Typische Schaltbetrachtung Sperre und Sättigung Sperre und niederohmiger Einzustand
Auswahl für eine Anwendung Basisstrom, Sättigungsspannung, zulässige Verlustleistung U_GS, R_DS(on), Gateladung, zulässige Verlustleistung
Häufige Verwendung Signalverstärkung und einfache Schaltstufen Digitalschaltungen und effiziente Leistungsschalter

Die vereinfachte Gegenüberstellung ist keine allgemeine Aussage, dass ein Typ immer besser wäre. Für jede konkrete Anwendung entscheiden die Grenzdaten, Kosten, Frequenz und Schaltungstopologie.


Verstärken, Kennlinien und Arbeitspunkt


Der Arbeitspunkt des Verstärkers

Damit ein Bipolartransistor kleine Wechselanteile eines Signals verstärken kann, muss ein geeigneter Arbeitspunkt eingestellt werden. Bei einer Emitterschaltung legt eine Vorspannung den mittleren Basis- und Kollektorstrom fest. Ändert sich das Eingangssignal geringfügig, verändert sich der Kollektorstrom; an einem Kollektorwiderstand entsteht daraus eine Ausgangsspannungsänderung. Ein zu großer oder zu kleiner Eingangshub kann den Transistor in Sperre oder Sättigung treiben und das Signal verzerren.

Die Emitterschaltung verstärkt typischerweise die Spannung und kehrt dabei die Signalphase um. Die Kollektorschaltung (Emitterfolger) hat näherungsweise eine Spannungsverstärkung kleiner oder nahe eins, kann jedoch bei passender Auslegung zur Impedanzanpassung dienen. Die Basisschaltung wird unter anderem bei speziellen Hochfrequenzanwendungen genutzt.


Kenngrößen aus dem Datenblatt

Ein Datenblatt nennt zum Beispiel maximale Kollektor-Emitter-Spannung U_CEO, maximalen Kollektorstrom I_C, Verlustleistung P_tot, typische Stromverstärkung h_FE und Sättigungswerte. Bei MOSFETs sind insbesondere U_DS(max), I_D, R_DS(on), U_GS(max), Gateladung sowie thermische Kenngrößen wichtig. Absolute Maximum Ratings beschreiben Grenzbelastungen und keine empfohlenen Dauerbetriebswerte.

Rechenbeispiel: Bei 0,2 V Kollektor-Emitter-Sättigungsspannung und 0,1 A Laststrom entstehen am bipolaren Schalter näherungsweise P = U_CE · I_C = 0,02 W. Beim MOSFET mit 0,10 Ω Durchlasswiderstand und 0,1 A Laststrom ergeben sich P ≈ 0,001 W, sofern der angegebene Widerstand unter den tatsächlichen Gate- und Temperaturbedingungen gilt. Das Beispiel zeigt eine Rechenmethode und ist kein allgemeiner Wirkungsgradvergleich der Transistorfamilien.


Praktisches Arbeiten und Sicherheit


Messen und Schaltungen prüfen

Arbeite bei Lernexperimenten ausschließlich an ungefährlicher, galvanisch getrennter Kleinspannung, etwa mit einer geeigneten 5-V-Laborversorgung mit Strombegrenzung. Kontrolliere vor dem Einschalten die Polarität, die Anschlussbelegung und den Strombegrenzungswiderstand. Miss mit dem Multimeter Spannungen immer parallel und Ströme mit dafür geeigneter Verschaltung in Reihe. Eine Strommessbuchse darf niemals direkt über die Spannungsversorgung gelegt werden.

Wenn die LED nicht leuchtet, prüfe nacheinander: Versorgungsspannung, LED-Polarität, Pinbelegung des Transistors, gemeinsame Masse, Basiswiderstand und Steuersignal. Erst danach solltest du Werte verändern. Dokumentiere Messwerte mit Einheiten und notiere, welche Annahmen du bei deiner Berechnung getroffen hast.


Fehlerbilder und Schutzmaßnahmen

Ein fehlender LED-Vorwiderstand kann LED und Transistor zerstören. Eine falsch gewählte Anschlussbelegung führt zu unerwartetem Verhalten. Ein überlasteter Transistor kann sich stark erwärmen. Eine Relaisspule ohne passende Schutzbeschaltung kann beim Abschalten eine hohe Spannung erzeugen. Bei MOSFETs kann ein nicht definiertes Gate-Potenzial ein ungewolltes Einschalten verursachen; ein geeignet platzierter Gate-Source-Pulldown kann dies in typischen Low-Side-Schaltungen verhindern.

Sicherheit: Keine Versuche an Netzspannung, keine geöffneten netzbetriebenen Geräten und keine Hochleistungs- oder Akkupack-Schaltungen für dieses Lernexperiment. Lass elektrische Aufbauten vor dem Einschalten fachkundig überprüfen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Wissen

Wofür wird ein Transistor besonders häufig verwendet? (Zum elektronischen Schalten und Verstärken) (!Zum dauerhaften Speichern von mechanischer Energie) (!Als Ersatz für jedes elektrische Kabel) (!Zum Erzeugen von Energie ohne Spannungsquelle)




Welche drei Anschlüsse besitzt ein Bipolartransistor? (Basis Kollektor Emitter) (!Gate Drain Source) (!Anode Kathode Schutzleiter) (!Phase Neutralleiter Erdung)




Was bedeutet die Bezeichnung NPN? (Zwei n dotierte Bereiche mit einem p dotierten Bereich dazwischen) (!Drei gleichartig p dotierte Bereiche) (!Eine mechanische Verbindung aus drei Metallen) (!Zwei Isolatoren um einen Kupferdraht)




Welcher Zusammenhang gilt in der aktiven Betriebsregion eines Bipolartransistors näherungsweise? (Kollektorstrom ist Stromverstärkung mal Basisstrom) (!Kollektorstrom ist immer null) (!Basisstrom muss gleich Kollektorstrom sein) (!Emitterstrom ist stets kleiner als Basisstrom)




Warum benötigt eine LED gewöhnlich einen Vorwiderstand? (Zur Begrenzung des Stroms durch die LED) (!Zur Erhöhung der Netzfrequenz) (!Damit der Transistor mechanisch einrastet) (!Zur Speicherung der Software auf dem Transistor)




Welche Größe steuert einen MOSFET hauptsächlich? (Spannung zwischen Gate und Source) (!Temperatur des Gehäuseaufdrucks) (!Strom durch einen mechanischen Taster) (!Farbe der angeschlossenen Leitung)




Was zeigt die MOSFET Schwellenspannung allein nicht sicher an? (Dass bei dieser Spannung ein hoher Laststrom verlustarm geschaltet werden kann) (!Dass es eine Gate Elektrode gibt) (!Dass ein Datenblatt Messbedingungen nennt) (!Dass eine Spannung gemessen werden kann)




Welcher Zustand ist beim bipolaren Schalter für starkes Durchsteuern typisch? (Sättigung) (!Vollständige mechanische Trennung) (!Unbegrenzte Stromverstärkung) (!Magnetische Speicherung)




Was ist bei der Ansteuerung einer Relaisspule besonders wichtig? (Schutz vor der induktiven Abschaltspannung) (!Weglassen sämtlicher Schutzbauteile) (!Direkter Anschluss an Netzspannung) (!Entfernung der Strombegrenzung)




Welche Aussage zu Grenzdaten eines Transistors ist richtig? (Sie dürfen auch kurzzeitig nicht unzulässig überschritten werden) (!Sie sind empfohlene Dauerarbeitswerte) (!Sie gelten nur bei ausgeschaltetem Gerät) (!Sie ersetzen jede Schaltungsberechnung)





Memory: Fachbegriffe zuordnen

Basis Steuerelektrode des Bipolartransistors
Kollektor Anschluss des Bipolartransistors im üblichen Hauptstrompfad
Emitter Anschluss mit Pfeil im Bipolartransistorsymbol
Gate Isolierte Steuerelektrode des MOSFETs
Sättigung Stark durchgesteuerter Schaltzustand des Bipolartransistors
Dotierung Gezielte Änderung der Halbleitereigenschaften durch Fremdatome
Vorwiderstand Bauteil zur Begrenzung des LED Stroms





Drag and Drop: Bauteil und Eigenschaft

Ordne den Fachbegriff zu. Zugehörige Eigenschaft
NPN-Bipolartransistor Stromgesteuerter Transistor mit Basisanschluss
n-Kanal-MOSFET Feldeffektbauelement mit Gate und Source
Basiswiderstand Begrenzt den Strom zur Basis
Freilaufdiode Bietet induktivem Strom beim Abschalten einen Schutzpfad
Datenblatt Liefert Grenzwerte und elektrische Kennwerte





Kreuzworträtsel

Basis Wie heißt der Steuereingang beim Bipolartransistor?
Kollektor Wie heißt der Anschluss C beim Bipolartransistor?
Emitter Welcher Anschluss trägt beim Bipolartransistor den Pfeil im Schaltzeichen?
Silizium Welches Halbleitermaterial wird besonders häufig verwendet?
Dotierung Wie heißt das gezielte Einbringen von Fremdatomen in Halbleiter?
Source Wie heißt beim MOSFET der mit S abgekürzte Anschluss?





LearningApps

Suche interaktive Zuordnungs- und Übungsangebote zum Thema Transistor und Elektrotechnik:


Lückentext

Ergänze jeweils einen passenden Fachbegriff.
Ein Transistor gehört zur Gruppe der elektronischen

bauelemente.
Der Steuereingang eines Bipolartransistors heißt

.
Ein typischer NPN-Bipolartransistor besitzt außerdem Emitter und

.
Im aktiven Bereich kann der Kollektorstrom durch den

beeinflusst werden.
Beim Schalten wird ein Bipolartransistor häufig in die

gebracht.
Eine LED benötigt gewöhnlich einen

zur Strombegrenzung.
Beim MOSFET steuert die Spannung am

relativ zur Source die Leitfähigkeit.
Der Widerstand im eingeschalteten MOSFET heißt

.
Technische Grenzwerte stehen im

.
Eine Relaisspule kann beim Abschalten eine gefährlich hohe

erzeugen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Schaltzeichen: Zeichne die Schaltzeichen eines NPN- und eines PNP-Transistors und beschrifte Basis, Kollektor, Emitter und die Pfeilrichtungen.
  2. Transistor: Fotografiere oder skizziere drei Geräte mit Transistoren und erläutere deren vermutliche Aufgaben, ohne die Geräte zu öffnen.
  3. Halbleiter: Erstelle eine Lernkarte, die die Begriffe n-Dotierung, p-Dotierung und p-n-Übergang anschaulich erklärt.
  4. Datenblatt: Suche das öffentliche Datenblatt eines einfachen NPN-Transistors und markiere Pinbelegung, zulässige Spannung und Kollektorstrom.


Standard

  1. Leuchtdiode: Berechne für einen LED-Stromkreis mit 5 V den Vorwiderstand und stelle die Rechnung mit Einheit und Annahmen dar.
  2. Elektronische Schaltung: Zeichne eine vollständige NPN-Low-Side-Schaltung mit LED, Vorwiderstand, Basiswiderstand und gemeinsamer Masse.
  3. Multimeter: Baue unter Aufsicht eine ungefährliche 5-V-LED-Transistorschaltung auf, miss Basis- und Kollektorspannungen und dokumentiere die Ergebnisse.
  4. MOSFET: Vergleiche zwei öffentlich zugängliche MOSFET-Datenblätter im Hinblick auf R_DS(on) bei einer tatsächlichen Gate-Ansteuerung von 5 V.


Schwer

  1. Emitterschaltung: Entwerfe eine einfache verstärkende Emitterschaltung und erkläre mithilfe einer Skizze, wie der Arbeitspunkt das Ausgangssignal beeinflusst.
  2. Schaltverluste: Berechne die Leitungsverluste eines MOSFETs für mehrere Lastströme und erläutere die quadratische Abhängigkeit vom Strom.
  3. Relais: Untersuche in einer sicheren Simulation die Spannungsspitze beim Abschalten einer induktiven Last und zeige die Wirkung einer Freilaufdiode.
  4. Fehlersuche: Produziere eine kurze Videoerklärung oder ein bebildertes Prüfprotokoll zur systematischen Diagnose einer nicht funktionierenden LED-Transistorschaltung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transistorschaltung: Begründe, weshalb ein Mikrocontroller-Ausgang eine LED mit höherem Laststrom über einen Transistor ansteuern kann, ohne dadurch selbst beliebig viel Strom liefern zu müssen.
  2. Basiswiderstand: Berechne bei einem 5-V-Steuersignal und angenommener Basis-Emitter-Spannung von 0,7 V einen geeigneten Basiswiderstand für 2 mA Basisstrom und überprüfe die Plausibilität mit einem Datenblatt.
  3. Feldeffekttransistor: Ein MOSFET besitzt eine Schwellenspannung von 2 V. Erläutere, warum daraus nicht folgt, dass er bei 3,3 V Gate-Spannung eine große Last verlustarm schalten kann.
  4. Leistung: Vergleiche die Leitungsverluste eines MOSFETs bei verdoppeltem Laststrom und unverändertem R_DS(on); begründe die Änderung mit einer Formel.
  5. Messung: Entwirf eine sichere Messanordnung, mit der du feststellen kannst, ob ein NPN-Transistor in Sperre oder in Sättigung betrieben wird.
  6. Induktivität: Erkläre die Ursache einer Abschaltüberspannung an einer Relaisspule und skizziere eine Schutzmaßnahme.
  7. Verstärker: Beschreibe, weshalb ein Arbeitspunkt nötig ist und welche Signalverzerrungen beim Erreichen von Sperre oder Sättigung entstehen können.




Lernnachweis

Du kannst deinen Lernerfolg nachweisen, wenn du (1) Bipolartransistor und MOSFET mit korrekt bezeichneten Anschlüssen unterscheidest, (2) Schalt- und Verstärkerbetrieb erklärst, (3) einen LED- und Basiswiderstand mit nachvollziehbaren Annahmen berechnest, (4) wesentliche Datenblattwerte für eine reale Ansteuerung findest, (5) eine sicher aufgebaute Kleinspannungsschaltung misst oder simuliert und (6) die beobachteten Messwerte mit deinem Schaltungsmodell vergleichst.

Als Lernprodukte eignen sich ein beschrifteter Schaltplan, eine Rechentabelle, ein Foto oder eine Simulation, ein Messprotokoll mit Einheiten, eine kurze Fehlersuche und eine reflektierte Entscheidung zwischen BJT und MOSFET. Achte darauf, dass du Annahmen und tatsächliche Datenblattwerte sauber unterscheidest.




OER und Wikipedia

Weiterführende, frei zugängliche Grundlagen:

Bildnachweise und Nutzungshinweise: Transistorer (cropped).jpg, Symbol NPN Transistor.svg, Npn bjt cross section.svg, N-channel enhancement-type MOSFET.svg und Mosfets.svg. Urheberangaben und konkrete Lizenzbedingungen findest du auf den verlinkten Wikimedia-Commons-Dateiseiten; beachte sie bei Weiterverwendung.



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...