Hardware nach Nutzungsszenarien vergleichen - Anforderungen und Schutzbedarf am IT-Arbeitsplatz - Ausbildung
Hardware nach Nutzungsszenarien vergleichen - Anforderungen und Schutzbedarf am IT-Arbeitsplatz - Ausbildung
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Einleitung
Du arbeitest im ersten Ausbildungsjahr als Fachinformatikerin oder Fachinformatiker. In diesem Kurs entscheidest du begründet, welche Hardware zu einem ausschließlich fiktiven IT-Arbeitsplatz passt. Du erkennst, dass mehr Rechenleistung nicht automatisch eine bessere Lösung bedeutet: Anforderungen, Informationssicherheit, Barrierefreiheit, Ergonomie, Kosten und Energiebedarf zählen zusammen.
Lernziele: Du formulierst überprüfbare Muss- und Wunschkriterien, erklärst CPU, RAM, SSD und Schnittstellen, bewertest Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, rechnest Energie und Nutzwerte korrekt aus und dokumentierst eine kundenorientierte Entscheidung. Nutze nur erfundene Daten und Angebote. Keine Arbeiten an offenen Netzteilen oder elektrischen Anlagen: Praktische Maßnahmen erfolgen ausschließlich unter qualifizierter Aufsicht, nach betrieblichen Regeln und innerhalb eigener Berechtigungen.
Bildungsbezug (Stand der herangezogenen Quellen: 22.10.2026): Der KMK-Rahmenlehrplan vom 13.12.2019 ordnet das Ausstatten von Arbeitsplätzen dem schulischen Lernfeld 2 des ersten Ausbildungsjahres mit 80 Unterrichtsstunden zu. Die Schutzbedarfsanalyse ist ein eigenes Lernfeld 4 mit 40 Unterrichtsstunden. Wir verbinden beide fachlich, ohne sie gleichzusetzen. Die betriebliche Ausbildung richtet sich dagegen nach der Fachinformatikerausbildungsverordnung vom 28.02.2020 und ihrem Ausbildungsrahmenplan, unter anderem zu Kundenberatung, Systembewertung, Wirtschaftlichkeit und IT-Sicherheit. Weder dieser Kurs noch die Modellaufgaben sind amtliche Prüfungsaufgaben oder eine Fach- bzw. Rechtsfreigabe.

Abbildung: mobiler Arbeitsplatz als Vergleichsgegenstand. Foto: Darakshanehaluddin, Wikimedia Commons, CC0 1.0.
Kundenauftrag und Nutzungsszenarien verstehen
Fiktiver Ausbildungsfall: Wolkenfels Archivservice
Die erfundene „Wolkenfels Archivservice GmbH“ digitalisiert fiktive Vereinsakten. Es existieren keine echten Personen-, Betriebs- oder Kundendaten. Die interne Auftraggeberin benötigt einen Arbeitsplatz zur Textbearbeitung, Videokonferenz, parallelen Recherche und Bildprüfung von 300 fiktiven Scan-Dateien pro Woche. Sie möchte zwei verstellbare Bildschirme, eine ruhige Arbeitsumgebung, einen geschützten Zugang zu Modellakten und bei Defekten eine Wiederaufnahme der Arbeit innerhalb eines Werktags. Gesamtbudget: höchstens 1.200 € netto je vollständigem Arbeitsplatz einschließlich zweier Bildschirme; die drei Angebote sind frei erfunden.
Muss-Kriterien sind zwingend: zwei anschließbare Bildschirme, 16 GB Arbeitsspeicher oder mehr, 512 GB SSD oder mehr, zentral verwaltbares Betriebssystem, unterstützter Systemstartschutz, Geräteverschlüsselung technisch möglich und Betrag nicht größer als 1.200 €. Wunsch-Kriterien sind besonders geringe Leistungsaufnahme, kompakte Bauform, mindestens 32 GB RAM und einfacher Austausch von Komponenten. Die tatsächliche Eignung von Sicherheitstechnik muss zusätzlich durch Konfiguration und organisatorische Maßnahmen nachgewiesen werden.
Anforderungsmatrix:
| Nutzerbedarf | überprüfbares Kriterium | Prüfverfahren |
|---|---|---|
| Gleichzeitig Videokonferenz und Office | mindestens 16 GB RAM | technische Spezifikation und beaufsichtigter Anwendungstest |
| 300 Scans wöchentlich | mindestens 512 GB SSD | Datenblatt, freie Kapazität und Sicherungskonzept |
| Zwei Bildschirme | zwei geeignete Bildausgänge oder geprüfte Docking-Lösung | Anschlussplan und Test mit fiktiven Anzeigen |
| Vertrauliche Modellakten | Geräteverschlüsselung, geregelte Zugriffe, gesicherte Anmeldung | Richtlinien- und Konfigurationstest mit erfundenen Daten |
| Arbeitskomfort | verstellbare Displays und geeignete Eingabegeräte | ergonomische Checkliste |
| Budget | höchstens 1.200 € netto komplett | Angebotsaddition |
Nutzungsszenarien unterscheiden
Ein Office-Arbeitsplatz verlangt meist solide Prozessorleistung, ausreichend RAM und gute Eingabegeräte. Bei 3D-Konstruktion oder Videoschnitt kann eine leistungsfähige Grafiklösung entscheidend sein; prüfe konkrete Softwareanforderungen statt einer pauschalen GPU-Empfehlung. Ein mobiler Außendienst-Arbeitsplatz erfordert zusätzlich Akku, Gewicht, geeignete Anschlüsse und Schutz gegen Verlust. Ein öffentlicher Besucherterminal benötigt dagegen besonders eingeschränkte Rechte, robuste Gehäuse und leicht wiederherstellbare Konfiguration. Leite die Komponenten immer aus Tätigkeiten und Risiken ab, nicht aus Werbung.
Hardware verständlich auswählen
CPU, RAM, SSD, Grafik und Anschlüsse
Die CPU führt Programmbefehle aus. Kernanzahl und Takt sind Indikatoren, aber keine allein ausreichenden, herstellerübergreifend vergleichbaren Leistungsmaße. RAM hält gerade benötigte Programme und Daten flüchtig bereit; 32 GB erlauben in diesem Modell mehr Reserven als 16 GB. Die SSD speichert Daten dauerhaft auf Flash-Bausteinen. Eine SSD mit 1 TB hat nominal ungefähr 1.000 GB Kapazität, nutzbarer Platz hängt unter anderem von Dateisystem und Systembelegung ab. Eine dedizierte GPU lohnt nur, wenn die eingesetzte Anwendung sie tatsächlich ausnutzt. Prüfe außerdem USB-Anschlüsse, Bildschirmauflösung, WLAN- und Ethernetbedarf sowie Geräteverwaltung.

Hauptplatine mit Bauteilen, Foto: Kurt Kaiser, Wikimedia Commons, CC0 1.0.

Verschiedene RAM-Module; Bauformen sind nicht beliebig austauschbar. Foto: Wilbysuffolk, CC BY-SA 4.0.

Beispielfoto einer SSD, keine Produktempfehlung. Foto: D-Kuru/Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 AT.
Speicher und Datenwege anschaulich
RAM und SSD erfüllen verschiedene Aufgaben: Ein Stromausfall leert typischerweise den flüchtigen RAM-Inhalt, während eine intakte SSD Daten ohne Strom hält. GB bezeichnet Datenmengen, GB/s Datenübertragungsraten, W Leistung und kWh Energie. Häufig verwechselte Größen sind Gb (Gigabit) und GB (Gigabyte); 8 Bit entsprechen 1 Byte. Beachte bei Kompatibilitätsprüfungen den konkreten Steckplatz und das Protokoll: „M.2“ bezeichnet eine Bauform, nicht automatisch das Übertragungsverfahren NVMe.

Schema des Datenflusses zwischen Rechnerbaugruppen; Animation/Datei: Lambtron, CC BY-SA 4.0. Das Modell ist vereinfacht.

Animation eines USB-Speichergeräts, AlMare, CC BY-SA 2.5. Externe Medien sind kein Ersatz für geregelte Datensicherung.
Deutschsprachiges Ergänzungsvideo „Worin liegt der Unterschied? HDD vs. SSD“ von Wondershare Deutsch (08.10.2020). Kritisch mit aktuellen Herstellerdaten und dem tatsächlichen Einsatzfall abgleichen.
Schutzbedarf und Sicherheitsmaßnahmen begründen
Drei grundlegende Schutzziele
Vertraulichkeit bedeutet, dass nur Berechtigte Informationen einsehen. Integrität verlangt richtige, unveränderte Daten und korrekte Verarbeitung. Verfügbarkeit bedeutet, dass Informationen und Funktionen rechtzeitig für Berechtigte nutzbar bleiben. Nach der BSI-Methodik wird der Schutzbedarf anhand möglicher Schäden begründet und beispielsweise als normal, hoch oder sehr hoch eingestuft; diese Kategorien sind keine Punktwerte oder automatische Zertifizierung.
Fiktive Schadensbetrachtung:
| Schutzziel | Szenario im Modellbetrieb | Bedarf | Begründung |
|---|---|---|---|
| Vertraulichkeit | fremde Person liest digitale Modellakten | hoch | unbefugte Offenlegung vertraulicher Übungsinformationen |
| Integrität | Scan-Zuordnungen werden unbemerkt geändert | hoch | fehlerhafte Zuordnung beeinträchtigt die Arbeitsqualität |
| Verfügbarkeit | Bürorechner fällt am Nachmittag aus | normal | ein Werktag Ersatzzeit ist im fiktiven Ablauf tragbar |
Dies ist keine echte betriebliche Schutzbedarfsfeststellung: Für reale Daten wären verantwortliche Stellen, verbindliche Sicherheitsleitlinien, verifizierte Schadensannahmen und Freigaben erforderlich. Ein Laptop oder TPM allein macht einen Arbeitsplatz nicht sicher.
Maßnahmen dem Risiko zuordnen
Bei hoher Vertraulichkeit helfen, abhängig vom Einsatz, Geräteverschlüsselung, starke Anmeldung, Rollen- und Rechtekonzept sowie Sichtschutz. Bei hoher Integrität sind kontrollierte Softwareverteilung, Prüfsummen und nachvollziehbare Änderungen wichtig. Für Verfügbarkeit braucht es gesicherte Wiederherstellung, Ersatzkonzept und getestete Backups. Secure Boot schützt den Startpfad innerhalb seines Schutzmodells; TPM kann Schlüssel schützen, ersetzt jedoch weder Datensicherung noch korrekte Verwaltung. Patches, Sperrbildschirm, sichere Entsorgung und die Prüfung externer Speichermedien gehören zum Gesamtkonzept. Den Schutzbedarf nicht mit einer Produktfunktion oder einem Zertifikat verwechseln.

Vereinfachte Animation einer kaskadierenden Netzstörung: Stickulator, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Ein Einzelbild/Modell ersetzt keine Ausfallanalyse.
Deutschsprachige Einführung „Schutzziele in der Informationssicherheit“ von InformatikVideos (10.03.2017); zur Vertiefung stets mit aktuellen BSI-Erläuterungen abgleichen.
Drei fiktive Angebote vergleichen
Technische Übersicht und Muss-Kriterien
Für einen didaktischen Vergleich ohne Produkt- oder Herstellerbezug erhältst du diese erfundenen Gesamtangebote, jeweils inklusive zwei verstellbarer Bildschirme, Tastatur und Maus. „CPU-Klasse“ ist hier nur eine erfundene relative Kategorie; reale Benchmarks fehlen absichtlich.
| Merkmal | Paket A „Basis“ | Paket B „Balance“ | Paket C „Grafik“ |
|---|---|---|---|
| CPU/Grafik | Mittelklasse, integriert | höhere Mittelklasse, integriert | obere Klasse, dediziert |
| RAM | 16 GB | 32 GB | 64 GB |
| SSD | 512 GB | 1 TB | 2 TB |
| Zwei Bildschirme anschließbar | ja | ja | ja |
| Verwaltungsfunktionen/Startschutz/verschlüsselbarer Datenträger | ja, jeweils prüfpflichtig | ja, jeweils prüfpflichtig | ja, jeweils prüfpflichtig |
| Gesamtkosten netto | 1.020 € | 1.160 € | 1.290 € |
| angenommene mittlere Arbeitsleistung samt Displays | 48 W | 55 W | 110 W |
Ergebnis der Muss-Prüfung: A und B erfüllen nach Modellannahmen alle Muss-Kriterien. C überschreitet das Limit um 90 € und scheidet unabhängig von seinen Leistungsreserven aus. Für mobile Außenarbeit wären Gewicht, Akkulaufzeit und Docking eine separate Entscheidung; keine der obigen Angaben beweist Mobilität.
Nutzwertanalyse nachvollziehen
Eine Nutzwertanalyse gewichtet Eigenschaften. Bewertungsskala 1 bis 5, wobei 5 am besten ist; die Gewichte summieren sich zu 100 %. Die Zahlen sind subjektive, offen gelegte Modellannahmen und keine offiziellen Leistungsbewertungen.
| Kriterium | Gewicht | A | B | C |
|---|---|---|---|---|
| Passung/Rechenreserven | 35 % | 4 | 5 | 5 |
| Sicherheit und Verwaltbarkeit nach geplantem Gesamtkonzept | 30 % | 3 | 5 | 4 |
| Ergonomie und Anschlüsse | 20 % | 4 | 4 | 3 |
| Energie und Lebensdauer | 15 % | 5 | 4 | 2 |
Rechenweg: A = (35 × 4 + 30 × 3 + 20 × 4 + 15 × 5) / 5 = 77 Punkte von 100. B = (35 × 5 + 30 × 5 + 20 × 4 + 15 × 4) / 5 = 93 Punkte. C = (35 × 5 + 30 × 4 + 20 × 3 + 15 × 2) / 5 = 77 Punkte. Die Division durch 5 normiert die maximal 500 gewichteten Punktprodukte auf maximal 100. B ist die empfehlenswerte, budgetkonforme Option im erfundenen Fall. Die Sicherheitsbewertung ist eine Bewertung des geplanten Gesamtkonzepts, keine zugesicherte Eigenschaft der reinen Hardware.
Energie, Nachhaltigkeit und Übergabe
Energieverbrauch korrekt berechnen
Bei 220 Arbeitstagen mit je 6 Stunden vergleichbarer aktiver Nutzung ergeben sich 1.320 Stunden pro Jahr. Formel: Energie in kWh = mittlere Leistung in W × Betriebsstunden / 1.000. Für B sind es 55 W × 1.320 h / 1.000 = 72,6 kWh. Bei einem rein angenommenen Strompreis von 0,32 €/kWh: 72,6 kWh × 0,32 €/kWh = 23,232 € ≈ 23,23 € pro Jahr. Für C: 110 W × 1.320 h / 1.000 = 145,2 kWh, also 46,46 € gerundet. C verbraucht unter den Modellannahmen 72,6 kWh beziehungsweise ungefähr 23,23 € mehr als B pro Jahr. Leerlauf, Standby, Energiemix, Anschaffung, Wartung und Fertigung sind darin nicht enthalten; die Werte sind keine realen Messdaten.
Wirtschaftlich, ergonomisch und nachhaltig handeln
Zum Gesamtvergleich gehören Anschaffung, Strom, Reparierbarkeit, Ersatzteilverfügbarkeit, Lebensdauer, Verpackung und fachgerechte Entsorgung. Eine hohe Auflösung nützt wenig, wenn Schrift nicht ergonomisch lesbar ist. Lasse Bildschirmhöhe, Abstände, Beleuchtung und barrierearme Eingabemöglichkeiten mit Betroffenen abstimmen. Prüfe Herstellerangaben zu Energie und Anschlüssen anhand aktueller Datenblätter; vergleichbare Lastprofile sind notwendig. Eine energiearme Lösung mit unzureichender Sicherheit ist keine gute Gesamtlösung.
Geprüfte Modellübergabe statt unbegleiteter Installation
Erstelle ein Übergabeprotokoll mit fiktiver Inventarnummer, Seriennummer nur als Platzhalter, Leistungsdaten, Anschlussübersicht, Zugriffsrollen, Softwarefreigabestatus, dokumentiertem Test der zwei Bildschirme, Sicherungs- und Wiederherstellungsplan, Verantwortlichkeiten und offenen Risiken. Die fachliche Freigabe erfolgt durch die zuständige, qualifizierte Person; Auszubildende dokumentieren im Rahmen ihres Auftrags. Kein Öffnen von Netzteilen, keine Arbeiten an Netzspannung, Kränen, Drucksystemen oder Gefahrstoffen. Dieser aiMOOC ersetzt keine Unterweisung, Befähigungsnachweise oder betrieblichen Freigaben.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz
Wähle jeweils die fachlich richtige Antwort. Die erste Antwort ist im Quellformat als Lösung hinterlegt. Die Begründung unter jeder Aufgabe unterstützt die Selbstkontrolle.
Welcher Schritt steht vor einer Hardwarebestellung? (Kundenanforderungen in Muss- und Wunschkriterien übersetzen) (!!Schnell das teuerste Gerät auswählen) (!Nur die Prozessorfrequenz vergleichen) (!Erst nach Lieferung den Datenschutz klären)
Rückmeldung: Die Aufgaben und verbindlichen Kriterien bestimmen die technische Auswahl. Eine teure CPU ersetzt keine Bedarfsermittlung.
Welcher Wert beschreibt die flüchtige Arbeitskapazität für laufende Programme? (RAM in GB) (!SSD in TB) (!Netzteil in W) (!Bildschirmgröße in Zoll)
Rückmeldung: RAM stellt temporären Arbeitsraum bereit und wird üblicherweise in GB Kapazität angegeben.
Welche Aussage über SSD und RAM ist richtig? (Eine SSD speichert Daten auch ohne Strom während RAM typischerweise flüchtig ist) (!RAM ist dauerhaft und SSD flüchtig) (!Eine SSD ersetzt automatisch die Datensicherung) (!SSD und RAM haben exakt dieselbe Aufgabe)
Rückmeldung: SSDs sind nichtflüchtige Massenspeicher. Backups bleiben auch bei SSD-Nutzung erforderlich.
Welche Größe ist eine Energieeinheit? (kWh) (!W) (!GB) (!GHz)
Rückmeldung: kWh misst Energie; W bezeichnet die momentane Leistung. Energie ergibt sich aus Leistung mal Zeit.
Wie viel Energie benötigt Paket B bei 55 W über 1320 Stunden? (72,6 kWh) (!7,26 kWh) (!726 kWh) (!55 kWh)
Rückmeldung: 55 mal 1320 geteilt durch 1000 ergibt exakt 72,6 kWh.
Was bedeutet Vertraulichkeit? (Nur berechtigte Personen dürfen Informationen einsehen) (!Jeder Rechner muss ständig online sein) (!Daten dürfen niemals gesichert werden) (!Alle Beschäftigten erhalten Administratorrechte)
Rückmeldung: Vertraulichkeit verhindert unberechtigte Kenntnisnahme; Rollen und Verschlüsselung können dazu beitragen.
Welche Aussage trifft für ein TPM zu? (Es kann kryptografische Schlüssel schützen aber ersetzt kein Backup) (!Es verhindert garantiert jede Schadsoftware) (!Es macht jede Hardware automatisch rechtskonform) (!Es ersetzt die Benutzerverwaltung)
Rückmeldung: Ein TPM unterstützt bestimmte Sicherheitsfunktionen, nicht die ganze Sicherheitsorganisation.
Welches Paket verletzt im Modell die Budgetgrenze von 1200 Euro netto? (Paket C) (!Paket A) (!Paket B) (!Keines der Pakete)
Rückmeldung: Paket C kostet 1290 Euro und liegt somit 90 Euro über dem Muss-Limit.
Welches Paket erzielt in der dargestellten Nutzwertanalyse 93 von 100 Punkten? (Paket B) (!Paket A) (!Paket C) (!Alle drei Pakete)
Rückmeldung: Für B ergeben die gewichteten Produkte zusammen 465; geteilt durch 5 sind das 93 Punkte.
Was gehört zu einer verantwortlichen Arbeitsplatzübergabe? (Dokumentierte Tests Zugriffsregeln und offene Risiken) (!Nur die Originalverpackung) (!Unkontrollierte Weitergabe des Administratorkennworts) (!Verzicht auf alle Wiederherstellungstests)
Rückmeldung: Eine überprüfbare Übergabe umfasst Funktion, Berechtigungen und Nachvollziehbarkeit; sensible Zugangsdaten werden geschützt behandelt.
Memory
Finde sechs zusammengehörige Begriffs- und Erklärungspaare.
| CPU | verarbeitet Programmbefehle |
| RAM | flüchtiger Arbeitsspeicher |
| SSD | nichtflüchtiger Flash-Massenspeicher |
| Vertraulichkeit | Schutz vor unbefugter Einsicht |
| Integrität | Schutz der Richtigkeit und Unverändertheit |
| Verfügbarkeit | rechtzeitige Nutzbarkeit von Daten und Systemen |
Drag-and-Drop
Ordne die fünf Aufgaben dem passenden Verfahren zu.
| Passender Begriff | Praxisbeschreibung |
|---|---|
| Muss-Kriterium | Zweiter Monitoranschluss zwingend vorhanden |
| Nutzwertanalyse | Alternativen anhand gewichteter Kriterien bewerten |
| Schutzbedarf | Erwartete Schäden bei Verlust eines Schutzziels abschätzen |
| Energiebilanz | Betriebsleistung mit Nutzungszeit verrechnen |
| Übergabeprotokoll | Prüfergebnisse und Verantwortlichkeiten dokumentieren |
Kreuzworträtsel
Jede Lösung ist genau ein Wort.
| Prozessor | Welches Bauteil führt Befehle eines Programms aus? |
| Arbeitsspeicher | Welcher flüchtige Speicher nimmt laufende Programme auf? |
| Verschlüsselung | Wie heißt die kryptografische Umwandlung von Klartext in Geheimtext? |
| Vertraulichkeit | Welches Schutzziel schützt vor unbefugter Kenntnisnahme? |
| Integrität | Welches Schutzziel sichert die Richtigkeit von Informationen? |
| Ergonomie | Wie heißt die Anpassung des Arbeitsplatzes an menschliche Bedürfnisse? |
LearningApps
Suche ergänzende öffentliche Übungsangebote zum Thema. Externe Suchergebnisse sind nicht Teil der bewerteten Modelllösung.
Eigenständiger Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite die zwölf Aufgaben ausschließlich mit frei erfundenen Bezeichnungen, Preisen und Daten. Jede Aufgabe führt zu einem prüfbaren Lernprodukt.
Leicht
- Kundenanforderung: Formuliere für den fiktiven Archivarbeitsplatz mindestens sechs Anforderungen; trenne Muss- und Wunschkriterien und begründe je zwei.
- Computerhardware: Erstelle ein selbst formuliertes Glossar mit CPU, RAM, SSD, GPU, HDMI und TPM; nenne je eine reale Funktion, aber keine vertraulichen Daten.
- Datensicherheit: Ordne den drei Schutzzielen je ein Schadensszenario aus dem Fall sowie eine passende Schutzmaßnahme zu.
- Energieverbrauch: Rechne die 72,6 kWh von Paket B mit Formel, Einheiten und drei klaren Zwischenschritten nach.
Standard
- Hardwarevergleich: Übertrage die drei Modellangebote in eine Vergleichstabelle und markiere nachweisbar jedes erfüllte oder verfehlte Muss-Kriterium.
- Nutzwertanalyse: Rechne alle vier gewichteten Kriterien für Paket A und B einzeln aus und kontrolliere die Ergebnisse 77 und 93 Punkte.
- Informationssicherheit: Schreibe eine Risiko-Maßnahmen-Matrix mit Eintrittsszenario, Schutzziel, geplanter Gegenmaßnahme und zuständiger Rolle.
- Arbeitsplatzergonomie: Entwickle eine kurze Checkliste für zwei Bildschirme und mögliche Barrieren; dokumentiere einen fiktiven Beratungstermin als Rollenspiel.
Schwer
- Wirtschaftlichkeitsrechnung: Erstelle eine Drei-Jahres-Modellrechnung aus Anschaffungskosten und 220 Nutzungstagen pro Jahr; kennzeichne ausgeschlossene Kosten.
- Anforderungsanalyse: Ändere den fiktiven Fall zu mobilem Außendienst; aktualisiere Muss-Kriterien, Gewichtung und begründete Empfehlung ohne reale personenbezogene Daten.
- IT-Sicherheitskonzept: Skizziere ein Testkonzept für Verschlüsselung, gesperrte Benutzerrollen, Backup und Wiederherstellung mit klaren Abnahmekriterien und Aufsicht.
- Kundenpräsentation: Verfasse ein einseitiges, fiktives Angebot und ein Übergabeprotokoll; erläutere Datenschutz, Nachhaltigkeit, offene Risiken und Grenzen der Freigabe.


Lernkontrolle
- Bedarfsanalyse: Erkläre, warum eine besonders schnelle Grafikkarte für den Office-Fall kein automatischer Nutzengewinn ist, und nenne einen Gegenfall.
- Hardware: Rechne 55 W für 1320 h in kWh um und kontrolliere 23,23 Euro bei angenommenen 0,32 Euro je kWh; beschreibe drei Annahmen.
- Schutzziel: Vergleiche einen unberechtigten Lesezugriff und eine unbemerkte Datenänderung hinsichtlich Schutzziel, Auswirkung und Maßnahme.
- Nutzwertanalyse: Berechne Paket B bei einer hypothetischen Gewichtsänderung von Leistung 25 %, Sicherheit 40 %, Ergonomie 20 %, Nachhaltigkeit 15 %; erkläre die Grenzen der Bewertungen.
- Beschaffung: Prüfe, ob Paket C trotz 77 Punkten und viel RAM ausgewählt werden dürfte; begründe dein Urteil anhand der Muss-Kriterien.
- Datensicherung: Erkläre, warum Geräteverschlüsselung, Wiederherstellungstests und Rechtekonzept drei unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
- Projektmanagement: Beschreibe eine geordnete, beaufsichtigte Abnahme mit dokumentierten Tests und verantwortlicher Freigabeperson.
Kontrollhinweise für die Ausbildung: Zu Aufgabe 4 ist der neue Wert (25 × 5 + 40 × 5 + 20 × 4 + 15 × 4) / 5 = 93 Punkte; gleiche Endzahl trotz veränderter Gewichtung ist hier ein Modellzufall. Zu Aufgabe 5 ist die Budgetüberschreitung zwingend: 1.290 € minus 1.200 € = 90 €. Bewerte immer auch die Qualität der Begründung, nicht nur den Zahlenwert.
Lernnachweis
Als Nachweis deiner Kompetenz legst du eine Anforderungsmatrix mit eindeutigem Modellkundenbedarf, einen Datenblattvergleich mit prüfbaren Einheiten, eine Schutzbedarfsbegründung zu Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, eine vollständig ausgerechnete Nutzwertanalyse und eine Energie- und Kostenrechnung vor. Hinzu kommen ein fiktives Angebot und ein beaufsichtigtes Übergabeprotokoll mit Testfällen, Abnahmekriterien und offenen Risiken. Ein reflektierter Transfer auf ein zweites Nutzungsszenario zeigt, dass du nicht nur Werte auswendig kennst. Nur qualifizierte Verantwortliche dürfen erforderliche praktische und rechtliche Freigaben erteilen.
OER und Wikipedia
Amtliche und fachliche Quellen (abgerufen am 22.10.2026):
- KMK, Rahmenlehrplan Fachinformatiker/-in, Beschluss 13.12.2019, Lernfelder 2 und 4 – schulischer Lernort und Kompetenzziele; kein Prüfungsaufgabenheft.
- Ausbildungsrahmenplan nach Fachinformatikerausbildungsverordnung, BGBl. I 2020 – betriebliche Berufsausbildung, insbesondere Beratung und IT-Systemvergleich.
- BIBB, Fachinformatiker/Fachinformatikerin, Umsetzungshilfe 2020 – fachliche Einordnung, Volltext hier nicht übernommen.
- BSI, Lektion 4 Schutzbedarfsfeststellung – Schutzziele, Verfahren und Begründung von Schutzbedarf.
- Landesbildungsserver Baden-Württemberg, Lernfeld 2 – Unterrichtsbezug.
Freie Mediendateien und Urheber-/Lizenznachweise (keine eigenen Medien erzeugt):
| Eingebundene Datei | geprüfte Commons-Dateiseite | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|---|
| File:Laptop image.jpg | Wikimedia Commons | Darakshanehaluddin | CC0 1.0 |
| File:Computer motherboard.jpg | Wikimedia Commons | Kurt Kaiser | CC0 1.0 |
| File:Pile of Laptop & Desktop RAM Memory Modules.jpg | Wikimedia Commons | Wilbysuffolk | CC BY-SA 4.0 |
| File:Samsung SSD 840 EVO-front left PNr°0418.jpg | Wikimedia Commons | D-Kuru/Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0 AT |
| File:ABasicComputer.gif | Wikimedia Commons | Lambtron | CC BY-SA 4.0 |
| File:USB Flash Drive animated.gif | Wikimedia Commons | AlMare | CC BY-SA 2.5 |
| File:Networkfailure.gif | Wikimedia Commons | Stickulator | CC BY-SA 3.0 |
Bei CC-BY-SA-Medien Urheber, Lizenz, Link und eventuelle Bearbeitungen nennen; hier wurden die Quelldateien nicht bearbeitet. Die Videos liegen bei den genannten YouTube-Kanälen, nicht unter einer von uns behaupteten offenen Lizenz; Einbindung erfolgt als externer Player, ohne Download oder Übernahme der Videos. Wondershare Deutsch, HDD/SSD, 2020 und InformatikVideos, Schutzziele, 2017.
Ergänzende, frei erreichbare deutschsprachige Enzyklopädieartikel: Hardware, Arbeitsspeicher, Solid-State-Drive. Sie sind ergänzende Orientierung, keine offiziellen technischen Abnahmen.
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