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Eine Lageroptimierung anhand von Daten begründen - Lagerkennzahlen und Abschlussauftrag - Ausbildung

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Eine Lageroptimierung anhand von Daten begründen - Lagerkennzahlen und Abschlussauftrag - Ausbildung

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Einleitung

Du bist im dritten Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Lagerlogistik. In diesem vollständigen aiMOOC untersuchst du einen vollständig erfundenen Lagerbetrieb, prüfst Daten, berechnest Lagerkennzahlen und begründest einen Verbesserungsvorschlag. Du unterscheidest dabei zwischen belegten Istwerten, rechnerischen Prognosen und erst nach einem Pilotversuch messbaren Ergebnissen.

Lernziele: Du kannst den durchschnittlichen Lagerbestand, den Lagerumschlag, die durchschnittliche Lagerdauer, Kapitalbindung, Lieferbereitschaft und Fehlerquote mit Einheiten ermitteln. Du erklärst Zielkonflikte zwischen Kosten, Verfügbarkeit, Arbeitsbelastung und Sicherheit. Am Ende erstellst du eine nachvollziehbare Entscheidungsvorlage mit Bedingungen für eine sichere Umsetzung.

Bildungsbezug (Quellenstand: Abruf Oktober 2026): Der KMK-Rahmenlehrplan vom 25.03.2004 benennt für die Berufsschule im dritten Ausbildungsjahr Lernfeld 12 „Kennzahlen ermitteln und auswerten“ mit 80 Stunden; Lernfeld 10 „Logistische Prozesse optimieren“ ergänzt die Perspektive. Die betriebliche Ausbildung richtet sich dagegen nach der Verordnung vom 26.07.2004 mit § 11 und Anlage 2 zum Ausbildungsrahmenplan. Ein schulisches Lernfeld ist keine eigene betriebliche Ausbildungsordnung. Es werden keine geschützten Volltexte oder offiziellen Prüfungsaufgaben wiedergegeben.

Bildimpuls: Welche Lagerplätze scheinen schnell erreichbar, welche verlangen mehr Wege? Foto: Axisadman, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; Datei und Rechte im Quellenverzeichnis.


Modellfall und belastbare Datengrundlage


Der Ausbildungsauftrag

Die frei erfundene Nordtor Modelllogistik GmbH lagert den Artikel Dichtung D-12. Die Lagerleitung möchte Wegezeit und durchschnittliche Kapitalbindung senken, ohne die Lieferbereitschaft zu verschlechtern. Du sollst nicht selbst Regale umbauen oder Fördergeräte bedienen. Dein Auftrag besteht aus einer rechnerischen Analyse und einer begründeten Empfehlung anhand vollständig fiktiver Betriebsdaten.

Die Perioden heißen Vergleichsjahr A und Planjahr B. Beide verwenden für die Kennzahlen 360 kaufmännische Tage je Jahr. Diese Rechenkonvention ist ausdrücklich keine Behauptung über tatsächlich geöffnete Arbeitstage. Alle Mengen beziehen sich auf dieselbe Artikelnummer D-12; der vereinfachte unveränderte Stückwert beträgt 12,00 €.


Datenkarte

Größe Vergleichsjahr A: Ist Planjahr B: Annahme oder Ziel Einheit und Bedeutung
Anfangsbestand 1.200 800 Stück zum Periodenbeginn
Wareneingänge 5.600 5.600 Stück im Jahr
Entnahmen bzw. Verbrauch 6.000 6.000 Stück im Jahr
Endbestand 800 400 Stück zum Periodenende
Bewerteter Stückwert 12,00 12,00 €/Stück
Sofort erfüllte Auftragspositionen 470 mindestens 485 von 500 geprüften Positionen
Fehlerhafte Bearbeitungen 25 höchstens 10 von 500 geprüften Bearbeitungen
Durchschnittliche Bearbeitungszeit je Pick 8 angestrebte 5 Minuten je Pick
Jährliche Pickanzahl 1.200 angenommene 1.200 Picks/Jahr
Kalkulatorischer Zeitwert 24 24 €/Arbeitsstunde
Kalkulatorischer Kapitalbindungssatz 8 8 % pro Jahr
Einmalige Umstellungsaufwendung 0 900 €

Prüfung der Materialbilanz: Anfang + Zugänge − Abgänge = Ende. A: 1.200 + 5.600 − 6.000 = 800 Stück; B: 800 + 5.600 − 6.000 = 400 Stück. Die beiden Jahre sind dadurch als Folgeperioden vereinbar. Die Bedarfsmenge B ist eine Modellannahme und keine Verkaufsprognose mit Sicherheit.


Datenqualität statt Scheingenauigkeit

Prüfe vor jeder Auswertung die gleiche Bezugsperiode, Artikelnummer, Mengeneinheit, Buchungsstichtage und Datenherkunft. Der einfache Mittelwert aus Anfang und Ende ist nur bei hinreichend gleichmäßigem Verlauf eine brauchbare Näherung. Bei saisonalen Spitzen sind mehrere Monatsstichtage oder ein zeitgewichteter Mittelwert besser.

Ein getrennter Übungs-Inventurfall für Artikel E-1 hat 200 Stück Sollbestand und 198 Stück gezählten Istbestand. Die Abweichung lautet Ist − Soll = −2 Stück; relativ zum Soll: −2/200 × 100 = −1 %. Dokumentiere Zählung, Belegprüfung und Ursachenanalyse, bevor du eine Bestandskorrektur vorschlägst. Nicht jede Differenz ist Diebstahl: Erfassungs- und Zählfehler sind ebenfalls möglich.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Foto eines realen Warenlagers als Anschauungsmaterial, nicht des fiktiven Modellbetriebs: Heb, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.


Lagerkennzahlen mit korrekten Einheiten


Durchschnittsbestand

Bei einem hier angenommenen gleichmäßigen Verlauf gilt als Näherung: durchschnittlicher Bestand = (Anfangsbestand + Endbestand) / 2.

A: (1.200 + 800) Stück / 2 = 1.000 Stück. B: (800 + 400) Stück / 2 = 600 Stück. Die rechnerische Senkung beträgt 400 Stück beziehungsweise 40 % des A-Durchschnitts. Die Angaben sind Stückzahlen, nicht Eurobeträge.


Umschlagshäufigkeit

Lagerumschlag = Jahresverbrauch / durchschnittlicher Bestand. Bei gleichem Artikel und gleichem Zeitraum kürzt sich die Einheit Stück heraus; das Ergebnis wird als Umschläge pro Jahr interpretiert. A: 6.000/1.000 = 6 pro Jahr. B: 6.000/600 = 10 pro Jahr. Höherer Umschlag kann weniger gebundenes Kapital anzeigen, beweist aber ohne Liefer- und Sicherheitsprüfung noch keine bessere Lagerleistung.


Durchschnittliche Lagerdauer

Lagerdauer = 360 Tage / Umschlagshäufigkeit pro Jahr im hier gewählten kaufmännischen Modell. A: 360/6 = 60 Tage. B: 360/10 = 36 Tage. Die Dauer sinkt prognostisch um 24 Tage. Die Werte sind rechnerische Näherungen, keine Messung der Aufenthaltsdauer jeder einzelnen Dichtung.


Kapitalbindung und Kosten

Durchschnittliche Kapitalbindung = Durchschnittsbestand × bewerteter Stückwert. A: 1.000 Stück × 12 €/Stück = 12.000 €. B: 600 Stück × 12 €/Stück = 7.200 €. Der modellierte Unterschied beträgt 4.800 € durchschnittlich gebundenes Kapital. Das ist keine automatisch realisierte Gewinnsteigerung. Bei unverändertem kalkulatorischen Satz von 8 % pro Jahr entspräche dies 4.800 € × 0,08/Jahr = 384 € kalkulatorischer jährlicher Kapitalkostenentlastung. Weitere Lagerkosten sind nicht berücksichtigt.


Kurzüberblick

Kennzahl Ist A Prognose B Bewertung
Durchschnittsbestand 1.000 Stück 600 Stück 400 Stück weniger
Umschlag 6/Jahr 10/Jahr höher, aber Zielkonflikt prüfen
Lagerdauer 60 Tage 36 Tage 24 Tage kürzer
Kapitalbindung 12.000 € 7.200 € 4.800 € weniger
Kalkulatorische Kapitalkosten bei 8 % 960 €/Jahr 576 €/Jahr 384 €/Jahr weniger

Deutschsprachiges Erklärvideo zu Lagerkennzahlen von Christian Hakenes (2022). Video als ergänzende Erklärung; Berechnungsgrundlage dieses Kurses bleibt die oben vollständig abgedruckte Modellkarte.


Prozessqualität und Zielkonflikte


Servicegrad und Fehlerquote sind verschieden

Wir definieren für diesen Modellfall den positionsbezogenen Sofort-Servicegrad = sofort vollständig verfügbare Auftragspositionen / geprüfte Auftragspositionen × 100 %. In A: 470/500 × 100 = 94 %. B soll mindestens 485/500 × 100 = 97 % erreichen. Die 97 % sind ein Ziel, noch kein Messwert. Andere Betriebe können andere Servicegrad-Definitionen haben: Die Definition muss bei Vergleichen gleich bleiben.

Die Bearbeitungsfehlerquote = fehlerhafte Bearbeitungen / geprüfte Bearbeitungen × 100 %. A: 25/500 × 100 = 5 %. B-Ziel: höchstens 10/500 × 100 = 2 %. Ein fehlender Artikel und eine falsche Entnahme sind verschiedene Ereignisse; deshalb darfst du Fehlerquote nicht pauschal als „100 % minus Servicegrad“ berechnen.


Ursachen prüfen

Kurze Wege, erkennbare Lagerplatzkennzeichnungen, zuverlässige Artikel- und Platzdaten und kontrollierte Bestandsbuchungen können Bearbeitungszeiten und Verwechslungen reduzieren. Eine ABC-Analyse priorisiert nach Verbrauchswert: Jahresmenge × Stückwert. Zur Übung: D-12: 6.000 × 12 € = 72.000 €; Schraubensatz S-7: 15.000 × 2 € = 30.000 €; Etikettenrolle E-1: 10.000 × 0,50 € = 5.000 €. Gesamt: 107.000 €. Der D-12-Anteil ist 72.000/107.000 × 100 ≈ 67,29 %. Eine konkrete A/B/C-Grenze wäre betrieblich festzulegen und ist nicht naturgegeben.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Vereinfachte grafische Lagerkarte: Sie kann für einen Papierentwurf zur Wegeoptimierung genutzt werden. VersionMismatch, Wikimedia Commons, CC BY 4.0; kein tatsächlicher Nordtor-Plan.


Buchung und sichere Abläufe

Eine korrekte Buchung im Lagerverwaltungssystem vermeidet Fehlentscheidungen auf Grundlage veralteter Bestände. Die folgende Commons-Animation zeigt nur das Prinzip eines Barcodescans an einer Kasse, nicht das Scannen im fiktiven Lager. Der Übertrag ist: Code lesen, Artikeldaten abgleichen und Buchungsbestätigung prüfen.

Animation: Mateus2019, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Sie ersetzt keine betriebliche Einweisung.

Hörbeispiel: – Aufnahme eines Flurfördergeräts von Work With Sounds / Werstas (Aufnahme: Aki Laulajainen), CC BY 4.0. Achte auf die Bedeutung von sicherer Trennung von Verkehrswegen und Fußwegen. Anhand einer Tonaufnahme lässt sich kein sicherer Maschinenzustand diagnostizieren.

Sicherheit: Du bearbeitest in diesem Kurs ausschließlich Modellpläne, Daten und Simulationen. Änderungen an Regalen, Verkehrswegen, Fördermitteln, Kranen, elektrischen Anlagen, Drucksystemen oder Gefahrstoffabläufen erfolgen niemals unbegleitet. Praktische Tätigkeiten sind nur nach betrieblicher Freigabe, unter qualifizierter Aufsicht und entsprechend den geltenden Vorgaben zulässig. Der Kurs ersetzt keine Befähigungsnachweise.


Optimierungsvarianten wirtschaftlich prüfen


Maßnahme und Gegenbedingungen

Im Modell lautet Variante B: häufig benötigte D-12-Komponenten werden in planerisch gut erreichbaren, dafür freigegebenen Lagerzonen eingeordnet; Lagerplätze und Scanprüfung werden verbessert; der prognostizierte Durchschnittsbestand sinkt. Die tatsächliche Platzwahl setzt erst eine betrieblich geprüfte Tragfähigkeits-, Ergonomie-, Verkehrswege- und Sicherheitsbewertung voraus.

Unter der vereinfachten Annahme von 6.000 Stück Jahresverbrauch sind dies 6.000/360 = 16,67 Stück je Modelltag. Bei 6 Modelltagen Wiederbeschaffungszeit und 250 Stück angesetztem Sicherheitsbestand ergibt sich der modellierte Meldebestand = Verbrauch je Tag × Lieferzeit + Sicherheitsbestand = 16,67 × 6 + 250 ≈ 350 Stück. Das ist eine Rechenvorgabe, keine real bestätigte Bestellpolitik. Schwankende Nachfrage, Lieferausfälle, Mindestbestellmengen und reale Arbeitstage können den benötigten Bestand verändern.


Zeitersparnis und Jahreswirkung

Die geplante Zeitdifferenz ist 8 − 5 = 3 Minuten pro Pick. Mit 1.200 Picks/Jahr ergibt das 3 × 1.200 = 3.600 Minuten/Jahr = 60 Arbeitsstunden/Jahr. Bei 24 €/Stunde ist die rechnerische, nur bei tatsächlich nutzbarer Kapazitätsentlastung wirtschaftlich wirksame Zeitersparnis 60 × 24 € = 1.440 €/Jahr.

Mit den 384 €/Jahr Kapitalkostenentlastung ergibt sich unter den vereinfachten Annahmen ein jährlicher Bruttonutzen von 1.824 €. Nach einer einmaligen Umstellung von 900 € verbleibt im ersten Jahr ein rechnerischer Nettoeffekt von 924 €. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine vollständige Investitionsrechnung; zusätzliche IT-, Qualitäts-, Transport- und Sicherheitskosten können das Ergebnis verändern. Die 4.800 € geringere Kapitalbindung werden nicht nochmals als Gewinn addiert.


Alternativen und Risiken

Variante A: bisherige Zuordnung und Bestände beibehalten; geringe Einführungskosten, aber längere Modelllagerdauer und längere Pickzeit. Variante B: vorgeschlagene Bestands- und Wegereduktion mit geprüften Pufferbeständen; positiver rechnerischer Nutzen unter Annahmen, Risiko von Fehlmengen. Variante C: Bestand noch stärker absenken; ohne Liefer- und Nachfragedaten kann das Verfügbarkeitsrisiko nicht seriös bewertet werden. Ein Kostenminimalwert ist keine hinreichende Entscheidung, wenn Qualität und Sicherheit leiden.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Ein Beispiel hoher Regalplätze: Ergonomie und Freigaben beachten, keine Aufforderung zum Eigenumbau. Erik1980, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.


Entscheidungsvorlage und kontrollierter Pilot


Aussage, Beleg, Grenze

Eine überzeugende Empfehlung unterscheidet Ist-Daten (A: 6 Umschläge und 94 % Sofort-Servicegrad), Modellergebnisse (B: 10 Umschläge, 36 Tage Lagerdauer, 924 € rechnerischer Erstjahresnettoeffekt) und zu überprüfende Ziele (B: mindestens 97 % Sofort-Servicegrad, höchstens 2 % Fehlerquote). Aus erwarteten Verbesserungen darfst du keine tatsächlichen Erfolge machen.

Muster einer begründeten Entscheidung: „Ich empfehle Variante B als zeitlich begrenzten, beaufsichtigten Pilotversuch. Im Modell sinkt die durchschnittliche Kapitalbindung um 4.800 € und die rechnerische Lagerdauer von 60 auf 36 Tage. Der mögliche Erstjahresnettoeffekt beträgt 924 €, sofern die Zeitersparnis wirtschaftlich nutzbar ist. Freigabevoraussetzungen sind geprüfte Lagerplätze, sichere Wege, realistische Meldebestände und stabile Lieferfähigkeit. Bei sinkendem Servicegrad wird die Maßnahme überprüft oder zurückgenommen.“


Messplan im Modell

Definiere vor dem Pilotversuch gleiche Artikel, Zählweise und Messzeiträume. Beobachte beispielsweise sechs Wochen lang wöchentlich Sofort-Servicegrad, Fehlerquote, Pickzeit, Bestandsabweichungen und Sicherheitsbeobachtungen. Dokumentiere Nachfragespitzen, Lieferverzögerungen und Änderungen von Prüfbedingungen. Bei Verschlechterung der Verfügbarkeit oder Sicherheitsauffälligkeiten wird der Pilot gestoppt und durch verantwortliche Fachkräfte neu beurteilt. Eine kleine Stichprobe liefert nur eingeschränkte Gewissheit.

Deutschsprachiger Überblick zur durchschnittlichen Lagerdauer von „Lagertastisch – der Logistik Kanal“ (2025). Prüfe auch hier selbst die Bezugsgröße 360 Tage.


Abgabeformat

Deine Abschlussunterlage enthält eine Datenprüfung mit Einheiten, mindestens vier korrekt berechnete Kennzahlen, einen Vergleich A/B, ein kleines Risikoregister, eine tabellarische Kostenbetrachtung, eine begründete Entscheidung und einen Messplan. Behauptete Kooperationen oder Freigaben von echten Unternehmen gehören nicht in diese fiktive Aufgabe. Gib keine betrieblichen Unterlagen oder personenbezogenen Daten ein.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Für jede Aufgabe steht die richtige Lösung an erster Stelle. Die Rückmeldung erläutert jeweils den fachlichen Zusammenhang; nutze sie nach deinem eigenen Lösungsversuch.

Wie lautet der rechnerische Endbestand im Vergleichsjahr A? (800 Stück) (!1.000 Stück) (!5.600 Stück) (!1.200 Stück)



Rückmeldung: 1.200 Anfang plus 5.600 Zugang minus 6.000 Entnahme ergeben 800 Stück. Eine Bestandsbilanz muss aufgehen.

Welchen durchschnittlichen Bestand ergibt die vereinfachte Zweipunktrechnung für A? (1.000 Stück) (!800 Stück) (!1.200 Stück) (!2.000 Stück)



Rückmeldung: Der Mittelwert aus 1.200 und 800 ist 1.000 Stück. Bei starken Schwankungen wären mehrere Stichtage besser.

Welche Lagerumschlagshäufigkeit ergibt sich für Planjahr B? (10 Umschläge pro Jahr) (!6 Umschläge pro Jahr) (!36 Umschläge pro Jahr) (!600 Umschläge pro Jahr)



Rückmeldung: 6.000 Stück Jahresverbrauch geteilt durch 600 Stück Durchschnittsbestand ergibt 10 pro Jahr.

Wie hoch ist die rechnerische Lagerdauer in A bei 360 Tagen? (60 Tage) (!36 Tage) (!6 Tage) (!90 Tage)



Rückmeldung: 360 Tage geteilt durch 6 Umschläge pro Jahr sind 60 Tage. Die Rechenkonvention ist anzugeben.

Welcher Wert beschreibt die rechnerische Abnahme der durchschnittlichen Kapitalbindung? (4.800 Euro) (!384 Euro) (!1.440 Euro) (!924 Euro)



Rückmeldung: 400 Stück weniger Durchschnittsbestand mal 12 Euro je Stück ergeben 4.800 Euro. Die 384 Euro sind nur die modellierten jährlichen Kapitalkosten.

Welcher Sofort-Servicegrad wurde im Istjahr A gemessen? (94 Prozent) (!97 Prozent) (!5 Prozent) (!2 Prozent)



Rückmeldung: 470 sofort erfüllte Positionen von 500 ergeben 94 Prozent. Die 97 Prozent sind lediglich das Ziel für B.

Welche Fehlerquote gilt für die Bearbeitungen in A? (5 Prozent) (!95 Prozent) (!6 Prozent) (!2 Prozent)



Rückmeldung: 25 fehlerhafte Bearbeitungen geteilt durch 500 geprüfte Bearbeitungen ergeben 5 Prozent.

Welche jährliche Zeitersparnis wird aus der geplanten Pickzeit berechnet? (60 Stunden) (!3 Stunden) (!360 Stunden) (!1.200 Stunden)



Rückmeldung: 3 Minuten weniger je Pick mal 1.200 Picks sind 3.600 Minuten und damit 60 Stunden je Jahr.

Welche Aussage zum Erstjahresnettoeffekt im Modell ist richtig? (924 Euro unter den angegebenen Annahmen) (!4.800 Euro garantierter Gewinn) (!1.824 Euro nach Abzug der Einmalkosten) (!900 Euro jährlicher Sparbetrag)



Rückmeldung: 1.440 Euro mögliche Zeitentlastung plus 384 Euro Kapitalkostenersparnis minus 900 Euro einmalige Aufwendung ergeben 924 Euro. Wirtschaftliche Nutzbarkeit bleibt zu prüfen.

Welche Entscheidung ist angesichts des Zielkonflikts am besten begründet? (Variante B kontrolliert testen und Qualität sowie Sicherheit messen) (!Bestände ohne Nachfrageprüfung maximal senken) (!Den Zielservicegrad bereits als Istwert angeben) (!Verkehrswege ohne Freigabe eigenständig umbauen)



Rückmeldung: Der Pilot überprüft angenommene Vorteile gegen reale Risiken. Unbeaufsichtigte bauliche oder maschinelle Eingriffe sind keine Ausbildungsaufgabe.


Memory

Ordne jedem Begriff seine eindeutige fachliche Erklärung zu.

Durchschnittsbestand Näherungswert aus Anfangsbestand und Endbestand
Umschlagshäufigkeit Jahresverbrauch geteilt durch mittleren Bestand
Lagerdauer Kaufmännische Jahrestage geteilt durch Umschlag
Kapitalbindung Mittlerer Bestand mit Stückwert bewertet
Sofort-Servicegrad Anteil unmittelbar erfüllbarer Auftragspositionen
Fehlerquote Anteil fehlerhafter geprüfter Bearbeitungen





Drag-and-Drop

Ordne den jeweiligen Prüfschritt seinem Zweck zu.

Passender Prüfschritt Fachliche Aufgabe
Buchungsabgleich Fehlende oder doppelte Bestandsbewegungen erkennen
Einheitenprüfung Mengen und Werte nicht miteinander verwechseln
Zeitreihenvergleich Gleichlange Messzeiträume gegeneinander halten
Risikobeurteilung Verfügbarkeit und sichere Verkehrswege bewerten
Pilotmessung Prognosewerte gegen tatsächlich beobachtete Werte prüfen





Kreuzworträtsel

Jede gesuchte Antwort besteht aus einem Wort.

Inventur Wie heißt die mengenmäßige Bestandsaufnahme?
Umschlag Welcher Kurzbegriff bezeichnet das Verhältnis von Jahresverbrauch zu durchschnittlichem Bestand?
Lagerdauer Wie nennt man die rechnerische Zeit zwischen Einlagerung und Verbrauch?
Meldebestand Welcher Bestand löst im Modell die Nachbestellung aus?
Kapitalbindung Wie heißt das im Durchschnitt im Vorrat eingesetzte bewertete Vermögen?
Fehlerquote Wie nennt man den Anteil fehlerhafter Vorgänge an allen geprüften Vorgängen?





LearningApps

Suche ergänzende Übungsangebote zu diesem Thema. Suchergebnisse sind nicht automatisch redaktionell geprüft.


Eigenständiger Lückentext

Ergänze die fachlich passenden Begriffe. Jede Aussage enthält genau eine Lücke.

Vervollständige den Modellfall.
Die Differenz aus Anfangsbestand plus Zugängen minus Entnahmen ergibt den

.
Die vereinfachte mittlere Vorratsmenge heißt

.
Der Quotient aus Jahresverbrauch und mittlerem Bestand heißt

.
Die rechnerischen Tage zwischen Lagerzugang und Verbrauch werden über die

beschrieben.
Der durchschnittliche Bestandswert zeigt die

.
Die sofort bedienten Positionen bilden den Zähler des

.
Fehlerhafte Bearbeitungen gehören in den Zähler der

.
Die Kontrolle einer rechnerischen Empfehlung in kleinerem Maßstab heißt

.
Die Abweichung zwischen gezähltem und gebuchtem Vorrat heißt

.
Ein Vergleich benötigt identische

.



Offene Aufgaben

Bearbeite genau vier Aufgaben pro Niveau. Nutze nur synthetische Daten und bewertete Papier- oder Tabellenmodelle.


Leicht

  1. Bestandsbilanz: Erstelle eine Tabelle mit Anfang, Zugang, Entnahme und Ende für A und B; kennzeichne alle Werte mit Stück.
  2. Durchschnittlicher Lagerbestand: Berechne beide Mittelwerte und erkläre in fünf Sätzen den Unterschied zwischen Stück und Euro.
  3. Lagerumschlag: Rechne die 6 und 10 Umschläge nach; erstelle eine eigene beschriftete Vergleichsgrafik ohne vertrauliche Daten.
  4. Inventurdifferenz: Analysiere die Übungszählung 200 zu 198 Stück und formuliere zwei plausible, zuerst zu prüfende Ursachen.


Standard

  1. Lagerdauer: Berechne die beiden Lagerdauern und beurteile, was eine Senkung um 24 Tage zeigen kann und was nicht.
  2. ABC-Analyse: Ermittle aus den drei fiktiven Artikelwerten 72.000 €, 30.000 € und 5.000 € die jeweiligen Wertanteile und eine begründete Prüfpriorität.
  3. Kommissionierung: Zeichne auf Papier eine alternative Lagerzonierung; erläutere mögliche Wegeverkürzung und notwendige fachliche Freigaben ohne Umsetzung.
  4. Servicegrad: Entwirf eine Tabelle zur getrennten Erfassung von Sofort-Servicegrad und Fehlerquote in sechs fiktiven Pilotwochen.


Schwer

  1. Wirtschaftlichkeitsrechnung: Berechne Bruttonutzen und Erstjahresnettoeffekt und füge ein Szenario ohne monetarisierbare Arbeitszeitersparnis hinzu.
  2. Sensitivitätsanalyse: Variiere Nachfrage, Lieferzeit und Sicherheitsbestand und erläutere, wann der Meldebestand von 350 Stück nicht reicht.
  3. Qualitätssicherung: Entwirf fünf Stopp- und Prüfkriterien für den fiktiven Pilotversuch mit Bewertung von Lieferfähigkeit, Ergonomie und Datenfehlern.
  4. Entscheidungsvorlage: Verfasse ein einseitiges Management-Memo mit drei Varianten, Ergebnistabelle, Einheiten, Unsicherheiten und begründetem Pilotvorschlag.




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Lernkontrolle

  1. Kennzahlen prüfen: Kontrolliere alle Modellrechnungen per Rückrechnung: Stimmen Mengenbilanz, Umschlag und Lagerdauer?
  2. Fehlschluss erkennen: Begründe, weshalb der Rückgang gebundenen Kapitals um 4.800 € nicht als zusätzlicher Jahresgewinn addiert werden darf.
  3. Dateninterpretation: Unterscheide die 94 % gemessenen Servicegrad von den 97 % Zielservicegrad und formuliere, welche Daten einen Erfolg nachweisen würden.
  4. Szenarien vergleichen: Rechne den Erstjahresnettoeffekt ohne wirtschaftlich realisierbare Zeitersparnis und entscheide erneut.
  5. Sicherheitsentscheidung: Erkläre, weshalb selbst ein wirtschaftlich günstiger Lagerplatzwechsel eine Qualifizierung und betriebliche Freigabe benötigt.
  6. Übertragungsaufgabe: Zeige an einem erfundenen zweiten Artikel, warum ein hoher Umschlag bei starken Lieferzeitschwankungen problematisch sein kann.




Lernnachweis

Ein vollständiger Lernnachweis enthält: (1) nachvollziehbare Quellen- und Einheitenprüfung; (2) eine korrekte Bestandsbilanz in Stück; (3) die Kennzahlen mit Formel, Rechenweg und Ergebnis; (4) eine klare Trennung von Ist, Prognose und Ziel; (5) eine monetäre Modellbewertung ohne Doppelzählung; (6) ein begründetes Risikoregister; (7) eine sichere Pilotplanung; (8) einen verständlichen schriftlichen Entscheidungsvorschlag.

Transparente Bewertungsrubrik als Unterrichtsvorschlag: Rechenrichtigkeit 30 %, Interpretation und Zielkonflikte 25 %, Wirtschaftlichkeit 15 %, Datenqualität und Sicherheitsdenken 20 %, Klarheit und Nachprüfbarkeit 10 %. Diese Rubrik ist keine offizielle Prüfungsbewertung.




OER und Wikipedia

Geprüfte fachliche und amtliche Orientierung (Abruf: Oktober 2026):

Wikipedia-Einbettung zur Lagerhaltung:

Mediennachweise: Alle nachfolgenden Wikimedia-Dateien wurden über ihre konkreten Dateibeschreibungsseiten auf Commons überprüft. Urheber und Lizenzen beziehen sich auf die jeweils verlinkte Quelldatei; Lizenzpflichten einschließlich Namensnennung und Lizenzverlinkung sind bei Weiterverwendung zu beachten.

Medium / genaue Datei Datei- und Quellenseite Urheberangabe Lizenz / Nachweis
File:Modern warehouse with pallet rack storage system.jpg Wikimedia Commons Axisadman CC BY-SA 3.0
File:UNICEF pallets 01.jpg Wikimedia Commons Heb CC BY-SA 3.0
File:Detailed warehouse map.svg Wikimedia Commons VersionMismatch CC BY 4.0
File:Barcode scanning device (cash register) ani.gif Wikimedia Commons Mateus2019 CC BY-SA 4.0
File:WWS Forklifttruck.ogg Wikimedia Commons Work With Sounds / Werstas; Aufnahme Aki Laulajainen CC BY 4.0
File:Hoogbouw-magazijn.JPG Wikimedia Commons Erik1980 CC BY-SA 3.0
https://www.youtube.com/watch?v=8MBTjK_a9vI Video „Lagerkennzahlen berechnen“ (2022) Christian Hakenes YouTube-Streaming; keine freie Nachnutzungslizenz behauptet
https://www.youtube.com/watch?v=vphLbggjlgI Video „Durchschnittliche Lagerdauer“ (2025) Lagertastisch – der Logistik Kanal YouTube-Streaming; keine freie Nachnutzungslizenz behauptet

Hinweis: Die Medien sind allgemeines Anschauungsmaterial und stammen nicht aus dem Modellbetrieb. Die zugänglichen Videometadaten wurden recherchiert; Inhalt, dauerhafte Erreichbarkeit und Nutzungsrechte der Videoplattform werden dadurch nicht garantiert. Es werden weder Fachnormen ohne Quellenbeleg benannt noch fachliche oder rechtliche Vollfreigaben behauptet.



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