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Einen Logistikauftrag im Fachgespräch vorstellen - Lagerkennzahlen und Abschlussauftrag - Ausbildung

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Einen Logistikauftrag im Fachgespräch vorstellen - Lagerkennzahlen und Abschlussauftrag - Ausbildung

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Einleitung

Du bist im dritten Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Lagerlogistik. In diesem vollständigen Kurs bereitest du einen fiktiven Logistikauftrag vor, berechnest Lagerkennzahlen, triffst eine begründete Entscheidung und verteidigst sie in einem strukturierten Fachgespräch. Ziel ist nicht das Auswendiglernen von Formeln, sondern eine nachvollziehbare Antwort auf die Fragen: Was war der Auftrag? Was zeigen die Daten? Was schlägst du vor? Welche Risiken und Kontrollen sind nötig?

Kompetenzziele: Du kannst Auftrags- und Bestandsdaten auf Plausibilität prüfen, Bestände und Kennzahlen mit Einheiten berechnen, Grenzen von Kennzahlen erläutern, Verbesserungsvorschläge quantitativ vergleichen und eine kurze mündliche Präsentation mit Rückfragen gestalten. Alle Namen, Preise, Mengen, Ergebnisse und Belege des Ausbildungsfalls sind erfunden.

Einordnung der Lernorte (Stand: 21.10.2026): Der KMK-Rahmenlehrplan für die Berufsschule vom 25.03.2004 ordnet das Ermitteln und Auswerten von Kennzahlen im dritten Ausbildungsjahr dem Lernfeld 12 (80 Unterrichtsstunden als Zeitrichtwert) zu. Die betriebliche Ausbildungsordnung ist ein anderes Regelwerk: Die Verordnung vom 26.07.2004 beschreibt in § 11 und im Ausbildungsrahmenplan die betrieblichen Kompetenzen; § 14 regelt unter anderem ein insgesamt bis zu 15-minütiges Fachgespräch innerhalb des Prüfungsbereichs Praktische Arbeitsaufgaben. Unsere Simulation ist keine amtliche Prüfungsaufgabe, keine IHK-Prüfung und keine praktische Befähigung.

Abbildung: Beispiel für Palettenregale; Bild von Axisadman, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Das Foto zeigt nicht den erfundenen Betrieb.


Den fiktiven Logistikauftrag klären


Ausgangssituation und Verantwortlichkeiten

Der erfundene Ausbildungsbetrieb Nordbogen Lernlogistik GmbH versendet Kartons mit ungefährlichen Ersatzteilen an gewerbliche Kunden. Du bekommst im Lernbüro den Auftrag, die Leistung des Kommissionierbereichs für ein fiktives 90-Tage-Quartal zu analysieren. Die Teamleitung möchte wissen, ob Wegezeiten gesenkt werden können, ohne Termintreue, Qualität, Ergonomie oder Arbeitsschutz zu verschlechtern. Du sollst keine Maschine bedienen, sondern anhand einer Datentabelle planen und eine Entscheidung empfehlen.

Auftragsergebnis: ein Blatt mit geprüften Rechenwegen, eine Maßnahmenmatrix, eine Präsentationskarte und ein fünf- bis siebenminütiges simuliertes Fachgespräch mit Nachfragen. Die Simulation kann im Unterricht länger oder kürzer gestaltet werden; sie beansprucht nicht, die amtliche Prüfungszeit oder Aufgabenform verbindlich abzubilden.


Auftrag, Beleg und Datenqualität

Ein Lieferschein dokumentiert die gelieferte Ware und Mengen; eine Inventur erfasst einen physischen Istbestand zu einem festgelegten Zeitpunkt. Die Buchbestandsfortschreibung folgt im einfachen Modell Anfangsbestand + Zugänge − Abgänge = Soll-Endbestand. Kontrolliere zuerst Zeitraum, Mengeneinheit, Datenquelle und Definition. Fehlen Wareneingangsbelege oder sind unterschiedliche Zeiträume vermischt, können Kennzahlen rechnerisch stimmen, aber inhaltlich irreführen.

Sicherheitsgrenze: Eine veränderte Regalbelegung oder Verkehrsführung ist zunächst nur eine Modellidee. Reale Änderungen bedürfen zuständiger betrieblicher Prüfung und Freigabe. Flurförderzeuge, Krane, elektrische Anlagen, Drucksysteme und Gefahrstoffe sind keine eigenständigen Praxisaufträge dieses Kurses. Tatsächliche Tätigkeiten erfolgen nur nach betrieblicher Unterweisung, geeigneter Befähigung und qualifizierter Aufsicht; dieser Kurs ersetzt keine Nachweise.

Bildbeispiel für eingelagerte Paletten: Palette, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Die Abbildung ist keine Handlungsfreigabe.


Einen belastbaren Datensatz auswerten


Fiktive Auftragsdaten

Die folgenden Werte sind vollständig erfunden. Jede Mengenangabe zur Artikelgruppe A bezieht sich auf Stück; Auftragspositionen sind eine andere Zähleinheit.

Größe Wert Definition
Betrachtungszeitraum 90 Kalendertage Unterrichtsmodell eines Quartals
Anfangsbestand Artikel A 800 Stück Buchbestand am Periodenanfang
Zugänge Artikel A 1.000 Stück Summe gebuchter Wareneingänge
Abgänge Artikel A 1.200 Stück Summe gebuchter Ausgänge
Physischer Istbestand am Ende 597 Stück fiktiv gezählter Inventurbestand
Bearbeitete Auftragspositionen 200 Positionen definierter Nenner für zwei Qualitätsquoten
Vollständig und termingerecht erledigt 192 Positionen erfüllt beide Bedingungen
Mit Kommissionierfehler bearbeitet 4 Positionen unabhängig von Termintreue gezählt
Bisherige mittlere Weg- und Suchzeit 6 Minuten je Position Zeitstudie im Modell
Geplante mittlere Weg- und Suchzeit 4,5 Minuten je Position reine Modellannahme
Kalkulatorischer Personalstundensatz 28 Euro je Stunde fiktiver Rechenwert, kein realer Lohn
Einmalige Kennzeichnungs- und Planungsarbeit 90 Euro fiktiver Aufwand


Zuerst Plausibilität herstellen

Rechenweg: 800 Stück + 1.000 Stück − 1.200 Stück = 600 Stück Soll-Endbestand. Dem stehen 597 Stück gezählter Istbestand gegenüber. Inventurdifferenz (Ist minus Soll): 597 − 600 = −3 Stück. Bezogen auf 600 Stück Buchbestand entspricht dies −3 / 600 × 100 = −0,5 %. Das negative Vorzeichen zeigt einen Minderbestand; es ist noch keine belegte Ursache. Denkbar sind Zählfehler, fehlende Buchungen oder beschädigte Ware. Sichere Belege und veranlasse eine befugte Prüfung, statt unkontrolliert zu korrigieren.

Der Unterschied zwischen einem Sollbestand aus Buchungen und einem Istbestand aus Zählung ist im Fachgespräch ausdrücklich zu benennen. Für die folgenden Lagerumschlagsrechnungen verwenden wir die konsistenten Buchbestände; die Inventurdifferenz wird gesondert berichtet.

Palettenregale als Gesprächsanlass zur Lagerplatzorganisation: Erik1980, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5.


Lagerkennzahlen fachgerecht berechnen und interpretieren


Durchschnittlicher Bestand, Umschlag und Lagerdauer

Wenn für das Modell nur Anfangs- und Endbuchbestand vorliegen, verwenden wir den vereinfachten Zweipunkt-Durchschnitt: (800 + 600) / 2 = 700 Stück. Das ist nicht automatisch der exakte Durchschnitt aller täglichen oder monatlichen Bestände. Bei starken Schwankungen wären mehr Stichtage sinnvoll.

Umschlagshäufigkeit im 90-Tage-Zeitraum: 1.200 Stück Abgang / 700 Stück Durchschnittsbestand = 1,714... Umschläge im Quartal, gerundet 1,71-mal. Zähler und Nenner müssen sich auf dieselbe Artikelgruppe und Periode beziehen.

Rechnerische durchschnittliche Lagerdauer: 90 Kalendertage / (1.200 / 700) = 52,5 Kalendertage. Gleichwertig: 90 × 700 / 1.200 = 52,5 Tage. Dies ist eine modellhafte Bestandsreichweite auf Basis des Umschlags, nicht die gemessene tatsächliche Verweildauer jeder einzelnen Einheit. Für Jahreskennzahlen wird oft mit 360 oder 365 Tagen gerechnet; die Wahl muss angegeben und konsistent gehalten werden. Hier wird ausdrücklich mit 90 Tagen gerechnet.


Servicegrad, Fehlerquote und Bezugsgröße

Servicegrad in diesem Kurs = Anteil der Positionen, die vollständig und termingerecht erfüllt wurden: 192 / 200 × 100 = 96 %. Andere Betriebe können Servicegrad anders definieren, beispielsweise auftrags-, positions- oder mengengewichtet. Die Definition gehört daher immer zum Ergebnis.

Kommissionierfehlerquote in diesem Kurs = fehlerhaft kommissionierte Positionen / bearbeitete Positionen: 4 / 200 × 100 = 2 %. 96 % Servicegrad und 2 % Fehlerquote ergeben nicht zwingend 100 %, weil sich Kriterien und Ereignismengen unterscheiden: Eine fehlerhafte Position kann verspätet sein, muss es aber nicht.

Interpretation: Ein hoher Umschlag kann Kapitalbindung reduzieren, aber auch die Gefahr von Fehlmengen erhöhen. Ein guter Servicegrad ist nur sinnvoll, wenn Lieferfähigkeit, Datenqualität und sichere Abläufe gemeinsam betrachtet werden. Quoten sind keine Schuldzuweisungen.

Deutschsprachige externe Erklärung der Lagerkennzahlen von „Bensch erklärt's – Wirtschaft einfach verstehen“ (09.03.2023); eigene Modellannahmen dieses Kurses haben Vorrang, wenn Zeiträume oder Formeln abweichen.


Eine Verbesserung als Entscheidungsvorlage begründen


Maßnahmen, Nutzen und Grenzen

Vorschlag im Modell: Häufig entnommene Kartons erhalten nach betrieblicher Sicherheitsprüfung einen leichter erreichbaren, eindeutig markierten Platz. Zusätzlich werden Picklisten auf korrekte Lagerorte geprüft. Regalstatik, Fluchtwege, ergonomische Anforderungen und interne Freigabeprozesse gehen jeder tatsächlichen Umsetzung vor.

Zeitersparnis je Position: 6 Minuten − 4,5 Minuten = 1,5 Minuten. Für 200 Positionen: 200 × 1,5 Minuten = 300 Minuten = 5 Stunden. Kalkulatorische Entlastung: 5 Stunden × 28 Euro/Stunde = 140 Euro in derselben Betrachtungsperiode. Nach 90 Euro einmaliger Modellarbeit bleibt 50 Euro rechnerischer Nettoeffekt im ersten Modellquartal vor weiteren Folgekosten. Das ist keine nachgewiesene Einsparung und auch kein gesicherter Jahresgewinn: Es ist eine unter den Annahmen erstellte Entscheidungshilfe. Im zweiten vergleichbaren Quartal ohne Wiederholung der Einmalkosten könnte der Bruttoeffekt 140 Euro betragen, sofern der Zeitgewinn und das Volumen anhalten.


Qualität, Risiken und Erfolgsmessung

Eine Maßnahme darf den Servicegrad von 96 % und die Fehlerquote von 2 % nicht bloß durch schnellere Entnahme verschlechtern. Schlage vor, die beiden Quoten bei gleicher Definition vor und nach einem überwachten Versuch zu vergleichen. Erhebe zusätzlich Wegezeit, Reklamationen und sicherheitsrelevante Beobachtungen. Lege vorab fest, wer Daten freigibt, wer sichere Lagerorte genehmigt und wann ein Versuch abgebrochen wird. Mit nur 200 Positionen kann zufällige Schwankung groß sein; ein Unterschied von wenigen Fällen beweist noch keine Wirksamkeit.

Datei:CopyMapFactory.webm Kurze schematische Förderbandanimation, nicht der reale Ausbildungsbetrieb: TheMonkeyEatsBananas, Wikimedia Commons, CC0 1.0. Sie dient zur Diskussion von Materialfluss und Schnittstellen, nicht als Maschinenanleitung.

Hörbeispiel zur Reflexion der Arbeitsumgebung: – authentische Aufnahme eines Flurförderzeuggeräusches von Aki Laulajainen / Work With Sounds, Wikimedia Commons, CC BY 4.0. Höre in angemessener Lautstärke; erkennbare Geräusche ersetzen niemals eine betriebliche Gefährdungsbeurteilung oder Unterweisung.


Das Fachgespräch logisch und adressatengerecht führen


Vom Arbeitsauftrag zur überprüfbaren Empfehlung

Deine mündliche Darstellung folgt der Struktur Auftrag – Daten – Rechnung – Einordnung – Empfehlung – Kontrolle. Beginne mit einem Ergebnissatz: „Ich empfehle einen beaufsichtigten Modellversuch zur Wegezeitverkürzung, weil unter den gegebenen Annahmen fünf Stunden je 200 Positionen eingespart werden könnten.“ Danach belegst du die Zahlen mit Einheiten und erläuterst, dass die Inventurdifferenz ungeklärt bleibt. Schließe mit Bedingungen für die Freigabe und einem konkreten Messplan ab.

Muster einer knappen Präsentationskarte:

  1. Auftrag: Wegezeit bei gleicher Qualität und sicherer Lagerordnung prüfen.
  2. Datenbasis: 90 Tage; 200 Positionen; Artikel A, Stückzahlen und Buchbestände.
  3. Kennzahlen: Durchschnitt 700 Stück; Umschlag 1,71-mal; rechnerische Lagerdauer 52,5 Tage; Servicegrad 96 %; Fehlerquote 2 %.
  4. Abweichung: Soll 600 Stück, Ist 597 Stück; Differenz −3 Stück untersuchen.
  5. Empfehlung: nur nach Freigabe Modellversuch; Nettoeffekt 50 Euro im ersten Quartal unter Annahmen.
  6. Kontrolle: identische Kennzahlendefinitionen, Vorher-nachher-Vergleich, Sicherheitsprüfung und dokumentierte Entscheidung.


Fachfragen beantworten und Grenzen offenlegen

Mögliche Prüferfrage: „Warum sind 52,5 Tage keine gemessene Lagerzeit jedes Kartons?“ – Antwort: Der Wert wird aus einem Durchschnittsbestand und einem Periodenabgang berechnet, nicht aus einzelnen Ein- und Auslagerungszeitstempeln.

Mögliche Prüferfrage: „Sind fünf Stunden Zeitersparnis schon eine reale Kostensenkung?“ – Antwort: Nein. Es handelt sich um einen kalkulatorischen Modellwert. Reale Personaleinsatzplanung und zusätzliche Kosten wurden nicht belegt.

Mögliche Prüferfrage: „Warum korrigieren Sie die drei fehlenden Stück nicht sofort?“ – Antwort: Ohne dokumentierte Ursachenprüfung und betriebliche Berechtigung wäre das fachlich nicht abgesichert. Erst Belege und Nachzählung prüfen, dann befugt buchen.

Mögliche Prüferfrage: „Was tun Sie bei Zielkonflikten zwischen Tempo und Sicherheit?“ – Antwort: Sicherheitsvorgaben sind einzuhalten; die Maßnahme wird nicht umgesetzt oder angepasst, wenn ihre sichere Freigabe fehlt.

Sprich in kurzen Sätzen, zeige höchstens eine kleine Zahlentabelle, erläutere Einheiten und frage bei unklaren Rückfragen sachlich nach. Ein begründetes „Das wissen wir aus diesen Daten nicht“ ist besser als eine erfundene Gewissheit.

Deutschsprachige externe Orientierung zur Abschlussprüfung von LagerLernen (10.03.2021). Verbindliche Anforderungen ergeben sich aus den jeweils geltenden amtlichen Vorgaben und Mitteilungen der zuständigen Stelle, nicht aus dem Video.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Überprüfe dein Wissen

Welcher Soll-Endbestand folgt aus 800 Stück Anfang, 1.000 Stück Zugang und 1.200 Stück Abgang? (600 Stück) (!597 Stück) (!1.000 Stück) (!3.000 Stück)



Rückmeldung: Addiere zuerst die Zugänge zum Anfangsbestand und subtrahiere die Abgänge. Der gezählte Istbestand von 597 Stück ist davon getrennt.

Wie groß ist die Bestandsdifferenz Ist minus Soll? (−3 Stück) (!3 Stück Zugang) (!−30 Stück) (!0 Stück)



Rückmeldung: Der gezählte Istbestand von 597 Stück liegt drei Stück unter dem Buchbestand von 600 Stück; die Ursache bleibt offen.

Welche Größe ergibt der Zweipunkt-Durchschnitt aus 800 und 600 Stück? (700 Stück) (!600 Stück) (!1.400 Stück) (!900 Stück)



Rückmeldung: Der Mittelwert zweier Stichtage ist 700 Stück. Er ersetzt bei schwankenden Beständen nicht die Auswertung zahlreicherer Stichtage.

Welche Umschlagshäufigkeit gilt für 1.200 Stück Abgang und 700 Stück Durchschnittsbestand im Quartal? (Etwa 1,71-mal im Quartal) (!Etwa 0,58-mal im Quartal) (!1.900-mal im Quartal) (!52,5-mal im Quartal)



Rückmeldung: Teile den Periodenabgang durch den Durchschnittsbestand. Die Kennzahl ist ein Verhältnis und keine Stückzahl.

Welche rechnerische Lagerdauer folgt bei 90 Tagen und der ungerundeten Umschlagshäufigkeit? (52,5 Kalendertage) (!90 Kalendertage) (!1,71 Kalendertage) (!7 Kalendertage)



Rückmeldung: Nutze 90 geteilt durch 1200 geteilt durch 700 mit korrekter Klammerung oder direkt 90 mal 700 geteilt durch 1200.

Wie hoch ist der positionsbezogene Servicegrad bei 192 von 200 vollständig und termingerecht erledigten Positionen? (96 Prozent) (!4 Prozent) (!98 Prozent) (!192 Prozent)



Rückmeldung: 192 von 200 ergibt 0,96; die Prozentzahl bezieht sich ausdrücklich auf Auftragspositionen mit beiden erfüllten Bedingungen.

Wie groß ist die Kommissionierfehlerquote bei 4 fehlerhaften von 200 Positionen? (2 Prozent) (!4 Prozent) (!96 Prozent) (!0,2 Prozent)



Rückmeldung: Vier geteilt durch 200 mal 100 ergibt 2 Prozent. Der Nenner ist hier eine Position und keine einzelne Ware.

Wie viel Zeit spart die Modellmaßnahme bei 200 Positionen und 1,5 Minuten je Position? (5 Stunden) (!1,5 Stunden) (!20 Stunden) (!300 Stunden)



Rückmeldung: 200 mal 1,5 sind 300 Minuten; erst durch 60 teilen, um fünf Stunden zu erhalten.

Wie lautet der kalkulatorische Nettoeffekt bei 140 Euro Entlastung und 90 Euro Einmalaufwand? (50 Euro im ersten Modellquartal) (!230 Euro im ersten Modellquartal) (!140 Euro gesicherter Gewinn) (!90 Euro monatlich)



Rückmeldung: Ziehe den modellierten einmaligen Aufwand von 140 Euro ab. Die 50 Euro sind keine nachgewiesene betriebliche Einsparung.

Welche Aussage ist im Fachgespräch am besten begründet? (Ein sicher freigegebener Versuch mit gleicher Kennzahlendefinition ist sinnvoll) (!Die drei fehlenden Stück sind nachweislich gestohlen) (!Höhere Geschwindigkeit erlaubt stets weniger Sicherheitskontrollen) (!Ein rechnerischer Zeitgewinn beweist einen Jahresgewinn)



Rückmeldung: Nur eine dokumentierte, sicher freigegebene Prüfung mit vergleichbaren Daten erlaubt eine belastbare Empfehlung; Ursachen und Zukunftsergebnisse sind nicht belegt.


Memory

Ordne sechs Fachbegriffe ihren jeweils passenden Erläuterungen zu.

Sollbestand Aus Buchungen rechnerisch fortgeschriebene Menge
Istbestand Zu einem Stichtag tatsächlich gezählte Menge
Umschlagshäufigkeit Periodenabgang geteilt durch mittleren Bestand
Servicegrad Anteil definiert erfüllter Leistungsanforderungen
Fehlerquote Anteil fehlerhafter Fälle an allen geprüften Fällen
Fachgespräch Sachlicher Dialog über Vorgehen und Begründung





Drag-and-Drop

Ordne die Bestandteile einer fachlichen Entscheidung der richtigen Funktion zu.

Passender Schritt Bedeutung im Auftrag
Auftrag klären Ziel, Umfang und Zuständigkeit benennen
Daten prüfen Belege und Bezugsgrößen auf Plausibilität untersuchen
Kennzahlen berechnen Rechenweg mit korrekten Einheiten offenlegen
Maßnahme bewerten Nutzen, Aufwand und Sicherheitsbedingungen abwägen
Erfolg kontrollieren Vergleich mit zuvor definierten Kriterien durchführen





Kreuzworträtsel

Inventur Wie heißt die mengenmäßige Bestandsaufnahme?
Lagerdauer Welche Kennzahl beschreibt die rechnerische Verweildauer?
Servicegrad Welche Quote beschreibt hier vollständige und termingerechte Erfüllung?
Fehlmenge Wie nennt man einen Bestand unterhalb der erwarteten Menge?
Lieferschein Welcher Beleg begleitet üblicherweise die Warenlieferung?
Fachgespräch Wie nennt man den sachlichen mündlichen Dialog über das Vorgehen?





LearningApps

Vertiefe die Begriffe mit passenden öffentlich auffindbaren Übungen. Die Suche ist ein externer Dienst; einzelne fremde Übungen müssen inhaltlich selbst geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige die Sätze zum Modellfall.
Der fortgeschriebene Endbestand beträgt

Stück.
Der gezählte Istbestand umfasst

Stück.
Die Inventurdifferenz beträgt

Stück.
Der vereinfachte Durchschnittsbestand beträgt

Stück.
Die Umschlagshäufigkeit im Quartal ist gerundet

.
Die rechnerische Lagerdauer beträgt

Kalendertage.
Von 200 Positionen wurden

vollständig und pünktlich erledigt.
Der Servicegrad beträgt

Prozent.
Die Kommissionierfehlerquote beträgt

Prozent.
Die gesamte modellierte Zeitersparnis beträgt

Minuten.
Bei 28 Euro je Stunde ergeben fünf Stunden einen Bruttowert von

Euro.
Nach dem Einmalaufwand verbleibt ein rechnerischer Nettoeffekt von

Euro.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lagerbestand: Stelle für den fiktiven Artikel A Anfangsbestand, Zugänge, Abgänge und den Soll-Endbestand auf einer übersichtlichen Karte dar; notiere die Einheiten.
  2. Inventur: Erläutere schriftlich in fünf Sätzen, warum −3 Stück noch keine gesicherte Ursache für eine Inventurdifferenz sind und welche Belege geprüft werden sollten.
  3. Lagerkennzahl: Rechne die Werte 700 Stück Durchschnittsbestand und 1,71 Umschläge mit Formeln nach und erkläre beide Größen einem Lernpartner.
  4. Kommunikation: Formuliere für das fiktive Fachgespräch einen 45-sekündigen Einstieg mit Auftragsziel, Datenherkunft und Sicherheitsgrenze.


Standard

  1. Lagerdauer: Rechne die 52,5 Kalendertage auf zwei Wegen aus und untersuche, was sich bei einer fehlerhaften 360-Tage-Jahresannahme im Quartalsmodell verändern würde.
  2. Servicegrad: Vergleiche die Definitionen positionsbezogener Servicegrad und mengenbezogener Lieferfähigkeit; konstruiere dazu einen eigenen fiktiven Datensatz.
  3. Kommissionierung: Entwickle eine Maßnahmenmatrix mit Nutzen, Aufwand, möglichen Qualitätsfolgen, zuständiger Freigabe und überprüfbarer Kennzahl.
  4. Präsentation: Halte in einer Dreiergruppe ein simuliertes Fachgespräch von fünf bis sieben Minuten; lasse Rückfragen stellen und erstelle ein anonymes Feedbackprotokoll.


Schwer

  1. Sensitivitätsanalyse: Berechne den Nettoeffekt erneut für drei fiktive Zeitersparnisse von 0,5, 1,0 und 1,5 Minuten je Position; bestimme jeweils die Gewinnschwelle bei 90 Euro Einmalkosten.
  2. Qualitätsmanagement: Entwirf ein Vorher-nachher-Messkonzept mit identischem Nenner, Stichprobenumfang, Beobachtungsdauer und dokumentierten Abbruchkriterien; benenne Unsicherheiten.
  3. Lageroptimierung: Bewerte eine Alternative ohne Lagerplatzänderung, etwa bessere Datenpflege, anhand einer eigens begründeten fiktiven Kosten-Nutzen-Rechnung und unter Schutz betrieblicher Daten.
  4. Fachgespräch: Nimm mit Einwilligung aller Beteiligten eine rein fiktive mündliche Präsentation auf, analysiere fachliche Nachfragen und überarbeite deine Entscheidungsbegründung; veröffentliche keine personenbezogenen Daten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Datenprüfung: Begründe, welche Annahme hinter dem Zweipunkt-Durchschnitt von 700 Stück steht und welche zusätzlichen Daten die Aussagekraft erhöhen.
  2. Inventurdifferenz: Erkläre die Reihenfolge von Nachzählung, Belegkontrolle, Ursachenprüfung und gegebenenfalls berechtigter Korrekturbuchung.
  3. Kennzahlenvergleich: Berechne den Servicegrad bei 188 vollständig und pünktlich erledigten von weiterhin 200 Positionen und beurteile die Veränderung gegenüber 96 %.
  4. Wirtschaftlichkeit: Errechne, ab wie vielen bearbeiteten Positionen bei 1,5 Minuten Zeitgewinn und 28 Euro je Stunde die 90 Euro Einmalaufwand ausgeglichen wären; erläutere das Aufrunden.
  5. Arbeitssicherheit: Beschreibe, welche Sicherheits- und Freigabebedingungen auch bei deutlich positiver Kostenrechnung Vorrang behalten.
  6. Mündliche Prüfung: Antworte in höchstens 90 Sekunden auf die Rückfrage, warum 50 Euro Nettoeffekt keine bewiesene Einsparung darstellen.
  7. Transfer: Übertrage die Entscheidungsvorlage auf eine neue fiktive Artikelgruppe und benenne zwei Gründe, weshalb Kennzahlen ohne Definition des Nenners nicht vergleichbar sind.

Orientierung zur Selbstkontrolle: Bei 188 von 200 Positionen ergibt sich ein Servicegrad von 94 % und damit ein Rückgang um 2 Prozentpunkte. Pro Position spart das Modell 1,5/60 Stunden × 28 Euro/Stunde = 0,70 Euro; 90 / 0,70 = 128,57, also mindestens 129 Positionen zum rechnerischen Ausgleich des Einmalaufwands. Diese Schwelle gilt nur unter konstanten fiktiven Annahmen.




Lernnachweis

Dein Lernportfolio enthält (1) eine geprüfte Tabelle mit Rechenwegen und Einheiten, (2) ein dokumentiertes Abweichungsprotokoll zum Minderbestand, (3) eine nachvollziehbare Kosten-Nutzen-Abwägung, (4) eine Präsentationskarte mit sechs logisch geordneten Schritten, (5) eine Reflexion der Rückfragen und (6) einen Vorschlag zur Erfolgskontrolle. Bewertet werden sachliche Richtigkeit, begründeter Transfer, Umgang mit Unsicherheit, Sprache, Sicherheitsbewusstsein und die klare Trennung zwischen Daten, Annahmen und Entscheidungen.

Musterbewertung für die Unterrichtssimulation: 30 % fachlich korrekte Analyse, 25 % transparente Rechenwege, 20 % realistische Abwägung, 15 % verständliches Fachgespräch, 10 % Reflexion. Dies ist eine didaktische Rubrik, keine offizielle Prüfungsbewertung. Keine personenbezogenen oder betrieblich vertraulichen Unterlagen hochladen.




OER und Wikipedia

Amtliche Orientierung – zwei getrennte Regelungsebenen:

Stand der hier wiedergegebenen amtlichen Quellen: Abruf am 21.10.2026. Zuständige Stellen und spätere Rechtsänderungen bleiben bei konkreten Prüfungsfragen maßgeblich. Keine geschützten Aufgabensätze und keine Normvolltexte übernommen.

Bild-, Video- und Audiolizenzen – Einzelnachweise:

Medium Exakte Quelle Urheber Quelle und Rechte
File:Modern warehouse with pallet rack storage system.jpg Commons-Dateiseite Axisadman CC BY-SA 3.0
File:Paletten Einlagerung.JPG Commons-Dateiseite Palette CC BY-SA 3.0
File:Hoogbouw-magazijn.JPG Commons-Dateiseite Erik1980 CC BY-SA 2.5
File:CopyMapFactory.webm Commons-Dateiseite TheMonkeyEatsBananas CC0 1.0
File:WWS Forklifttruck.ogg Commons-Dateiseite Aki Laulajainen / Work With Sounds CC BY 4.0
https://www.youtube.com/watch?v=zr7Chf-06bk YouTube: Lagerkennzahlen Teil 2 Bensch erklärt's – Wirtschaft einfach verstehen Externes Video; Urheberrechte verbleiben beim Anbieter
https://www.youtube.com/watch?v=mrchlg0hMrw YouTube: IHK-Abschlussprüfung Lagerlogistik LagerLernen Externes Video; keine freie Lizenz behauptet

Offene Nachschlagewerke: Lagerhaltung, Lagerumschlagshäufigkeit, Inventur, Kommissionierung, Logistik.



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