Deckungsbeiträge in einem Modellfall berechnen - Marketing und Kostenentscheidungen in der Industrie - Ausbildung
Deckungsbeiträge in einem Modellfall berechnen - Marketing und Kostenentscheidungen in der Industrie - Ausbildung
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Einleitung
Du bist im zweiten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann. In diesem vollständigen Lernkurs berechnest du Stückdeckungsbeiträge, Gesamtdeckungsbeiträge und das Betriebsergebnis anhand eines ausschließlich fiktiven Industriebetriebs. Du prüfst Rechenschritte, ordnest Kundeninformationen ein und schlägst nachvollziehbare Maßnahmen vor. Alle Daten sind erfunden, beziehen sich auf einen Monat und sind Nettowerte ohne Umsatzsteuer.
Lernziele: Du trennst variable und fixe Kosten, berechnest Deckungsbeiträge mit Einheiten, bestimmst eine Gewinnschwelle und unterscheidest kurzfristige Rechenvorteile von qualitativen Risiken.
Einordnung der Ausbildung (Stand: 21.10.2026): Der KMK-Rahmenlehrplan vom 15.12.2023 behandelt die Deckungsbeitragsrechnung ausdrücklich in Lernfeld 8: Kosten- und Leistungsrechnung zur Vorbereitung unternehmerischer Entscheidungen durchführen (2. Ausbildungsjahr, 80 Unterrichtsstunden). Markt- und Kundenperspektiven gehören ergänzend zu Lernfeld 9: Marketingkonzepte planen und umsetzen (2. Ausbildungsjahr, 80 Unterrichtsstunden). Die davon zu unterscheidende betriebliche Ausbildungsordnung ist die Industriekaufleuteausbildungsverordnung (IndKflAusbV) vom 12.03.2024, in Kraft seit 01.08.2024. Ihr Ausbildungsrahmenplan umfasst u. a. kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Marketingmaßnahmen. Ein Lernfeld ist keine eigene betriebliche Rechtsvorschrift.
KMK-Rahmenlehrplan Industriekaufleute (PDF) · Betriebliche Ausbildungsordnung · BIBB-Berufsprofil
Kosten verstehen und einordnen
Fixe, variable und gesamte Kosten
Variable Kosten verändern sich innerhalb des betrachteten Bereichs mit der Herstellungs- oder Absatzmenge, etwa zusätzlich benötigtes Material. Fixkosten fallen im betrachteten Monat unabhängig von kleinen Mengenänderungen an, zum Beispiel eine fest vereinbarte Hallenmiete. Die Unterscheidung hängt von Zeitraum und betrachteter Entscheidung ab; auch Fixkosten können langfristig veränderbar sein.
Die Teilkostenrechnung ordnet hier den Produkten ihre variablen Kosten zu. Der Rest der Erlöse ist der Deckungsbeitrag zur Deckung fixer Kosten. Anders als bei der Vollkostenrechnung werden nicht pauschal sämtliche Gemeinkosten auf einzelne Stücke umgelegt. Achtung: Variable Kosten sind nicht gleichbedeutend mit Einzelkosten, und Fixkosten nicht gleichbedeutend mit Gemeinkosten.

Medienhinweis: Verschiedene Kostenverläufe verdeutlichen, warum Kosten nicht immer proportional steigen. Quelle: Wikimedia Commons, WissensDürster, CC BY-SA 3.0; die Modellrechnung setzt ausdrücklich konstante variable Stückkosten voraus.
Größen und Formeln mit Einheiten
Verwende p = Nettoverkaufspreis in €/Stück, kᵥ = variable Kosten in €/Stück, x = verkaufte Stückzahl, Kf = Fixkosten in €/Monat.
Stückdeckungsbeitrag: db = p − kᵥ [€/Stück].
Gesamtdeckungsbeitrag: DB = db × x [€/Monat], sofern x die Verkäufe im betrachteten Monat bezeichnet.
Betriebsergebnis: BE = Summe aller Produkt-DB − Kf [€/Monat].
Ein positiver Stückdeckungsbeitrag ist noch kein Unternehmensgewinn. Erst der gesamte Deckungsbeitrag im Vergleich zu sämtlichen relevanten Fixkosten zeigt in diesem vereinfachten Monatsmodell einen Gewinn oder Verlust.
Deutschsprachiger Lernfilm „Deckungsbeitrag berechnen mit einfachem Beispiel“ von Studyflix (YouTube, 06.06.2018), zur ergänzenden Erklärung. Keine Weiterverwendung des Videos außerhalb des Anbieter-Players zugesichert.
Fiktive Industriefirma: Daten und Ausgangslage
Fallakte der Nordtal Bauteile GmbH
Die Nordtal Bauteile GmbH existiert ausschließlich in diesem Übungsfall. Sie verkauft zwei mechanische Montageteile an fiktive Industrieunternehmen: Basis-Halter A und Präzisions-Halter B. Verkaufszahlen, Preise und Kosten gelten für einen vollständigen fiktiven Monat. Es gibt keine Bestandsänderungen; produzierte und verkaufte Menge sind gleich. Rabatte und Rücksendungen sind bereits berücksichtigt; Umsatzsteuer und Ertragsteuern bleiben ausgeklammert.
| Kenngröße | Halter A | Halter B | Einheit |
|---|---|---|---|
| Nettoverkaufspreis p | 120 | 160 | €/Stück |
| Variable Stückkosten kᵥ | 75 | 110 | €/Stück |
| Absatzmenge x | 200 | 150 | Stück/Monat |
Die gemeinsamen, in der Ausgangsrechnung nicht produktweise zugeordneten Fixkosten betragen 13.200 €/Monat. Die Absatzmengen folgen einem fiktiven Verhältnis von vier Stück A zu drei Stück B. Ein Verkauf wird erst angesetzt, wenn tatsächlich ein Absatz erwartet wird; Fertigung allein erzeugt keinen Erlös.
Einheitenkontrolle
Preise und variable Kosten sind Euro je Stück. Die Multiplikation von €/Stück mit Stück/Monat ergibt €/Monat. Fixkosten in €/Monat dürfen erst von einer monatlichen Gesamtgröße abgezogen werden. Ein häufiger Fehler wäre, die 13.200 € Fixkosten schon von jedem einzelnen Stückdeckungsbeitrag abzuziehen.
Deckungsbeiträge Schritt für Schritt berechnen
Rechnung für Halter A und Halter B
Halter A: db_A = 120 €/Stück − 75 €/Stück = 45 €/Stück. DB_A = 45 €/Stück × 200 Stück/Monat = 9.000 €/Monat.
Halter B: db_B = 160 €/Stück − 110 €/Stück = 50 €/Stück. DB_B = 50 €/Stück × 150 Stück/Monat = 7.500 €/Monat.
Gesamtdeckungsbeitrag: 9.000 + 7.500 = 16.500 €/Monat. Betriebsergebnis: 16.500 − 13.200 = 3.300 €/Monat Gewinn. Du erkennst: B erzielt den höheren Beitrag je Stück, A den höheren Gesamtbeitrag wegen der größeren Absatzmenge.
| Kontrollrechnung | Betrag | Einheit |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse A: 120 × 200 | 24.000 | €/Monat |
| Umsatzerlöse B: 160 × 150 | 24.000 | €/Monat |
| Erlöse gesamt | 48.000 | €/Monat |
| Variable Kosten A: 75 × 200 | 15.000 | €/Monat |
| Variable Kosten B: 110 × 150 | 16.500 | €/Monat |
| Variable Kosten gesamt | 31.500 | €/Monat |
| Deckungsbeitrag gesamt | 16.500 | €/Monat |
| Fixkosten | 13.200 | €/Monat |
| Ergebnis | 3.300 | €/Monat |
Gegenprobe: 48.000 € − 31.500 € − 13.200 € = 3.300 €.
Wie liest du die Gewinnschwelle?

Allgemeine Gewinnschwellen-Grafik, keine Darstellung unserer konkreten Zahlen. Quelle: Wikimedia Commons, Empro2; spätere Bearbeitung Ahellwig, CC BY-SA 3.0.
Bei nur einem Produkt und konstantem positivem db ergibt sich die rechnerische Gewinnschwellenmenge x₀ = Kf ÷ db. Bei unserem Zwei-Produkt-Fall wäre Kf ÷ db_A als gemeinsame Gewinnschwelle falsch, wenn beide Halter weiter verkauft werden.
Für einen festen Produktmix 4 A : 3 B definieren wir ein Modellbündel mit sieben verkauften Stück: 4 × 45 € + 3 × 50 € = 330 € Deckungsbeitrag je Bündel. Deshalb beträgt die Gewinnschwelle 13.200 € ÷ 330 €/Bündel = 40 Bündel pro Monat, also 160 Stück A und 120 Stück B. Der DB ist dann genau 13.200 €, das Ergebnis 0 €. Beim Ausgangsabsatz von 50 Bündeln beträgt der DB 16.500 € und der Gewinn 3.300 €. Ohne stabilen Mix ist diese Bündelrechnung nicht auf andere Mengenkombinationen übertragbar.

Allgemeine Break-even-Formelgrafik, getrennt vom fiktiven Bündelmodell. Wikimedia Commons, J-p-fuss, CC BY-SA 3.0.
Deutschsprachiges Rechenvideo „Deckungsbeitragsrechnung einfach erklärt“ von JL Education (YouTube, 23.11.2024). Fremdmedium, nur Einbettung; keine freie Bearbeitungslizenz nachgewiesen.
Marketing und kurzfristige Entscheidungen
Kundenwunsch, Preis und Absatz gehören zusammen
Eine fiktive Kundenbefragung zeigt: Einige Abnehmer bevorzugen eine schnelle Lieferzeit, andere einen niedrigeren Preis. Marktforschung kann Erwartungen schätzen, aber keine sichere Nachfrage garantieren. Rechne deshalb Szenarien und ergänze die Zahlen durch Qualitätsanforderungen, vorhandene Kapazität, Lieferfähigkeit und mögliche Folgewirkungen.
Szenario Preisnachlass bei B: Sinkt der Nettoverkaufspreis von B auf 150 €/Stück und steigt dessen Monatsabsatz nur von 150 auf 180 Stück, beträgt der neue db_B = 150 − 110 = 40 €/Stück. Neuer DB_B = 40 × 180 = 7.200 €/Monat. Vorher waren es 7.500 €/Monat: Der absolute B-Beitrag sinkt um 300 €/Monat, obwohl die Stückzahl steigt. Sofern A und die Fixkosten unverändert bleiben, fällt das Gesamtergebnis auf 3.000 €/Monat. Die 180 Stück sind eine Annahme, keine Marktprognose.
Zusatzauftrag: nur relevante Mehrkosten
Eine andere fiktive Kundin bietet 95 €/Stück für 20 zusätzliche Halter A. Pro zusätzlichem Stück fallen 75 € variable Kosten an. Einmalig benötigt der Zusatzauftrag 200 € zusätzliche Verpackungs- und Versandkosten. Der zusätzliche Netto-Deckungsbeitrag beträgt: 20 × (95 − 75) € − 200 € = 200 €. Bei freien Kapazitäten, unveränderten übrigen Verkäufen und tatsächlich unveränderten Fixkosten verbessert das den Monatsgewinn im Modell von 3.300 € auf 3.500 €. Bei Verdrängung regulärer Aufträge oder zusätzlichen Rüst- und Qualitätskosten muss neu gerechnet werden. Dieser Modellwert ist keine allgemeine Preisuntergrenze und kein automatischer Annahmebeschluss.
Engpassrechnung und Risikoprüfung
Angenommen, ein gemeinsamer Fertigungsabschnitt ist knapp. A benötigt 15 Maschinenminuten je Stück, B 20 Minuten je Stück. Dann ergibt sich für A ein relativer DB von 45 €/Stück ÷ 15 min/Stück = 3,00 €/Maschinenminute; für B 50 ÷ 20 = 2,50 €/Maschinenminute. Unter gleichen Annahmen und ohne weitere Einschränkungen ist A rechnerisch je Engpassminute vorrangig. Das ersetzt keine Prüfung von Mindestabnahmemengen, Lieferpflichten, Nachfragegrenzen, Umrüstzeiten oder anderen Engpässen.
Merksatz: Ein hoher Stückdeckungsbeitrag, ein positiver zusätzlicher Auftragsbeitrag und ein hoher relativer Deckungsbeitrag beantworten verschiedene Entscheidungen. Zahlen sind Entscheidungshilfen, keine alleinige Entscheidung.
Ergebnisse prüfen und sicher übertragen
Plausibilitäts- und Sensitivitätscheck
Führe vier Kontrollen durch: Stimmen die Einheiten? Werden Nettoerlöse mit Nettokosten verglichen? Sind Kosten korrekt variabel oder fix eingeordnet? Passen Ergebnisse zur Rückrechnung aus Umsatz minus variablen minus fixen Kosten?
Sensitivität: Steigen bei A die variablen Stückkosten von 75 auf 80 €/Stück, fällt db_A von 45 auf 40 €/Stück. Bei 200 Stück verringert sich DB_A um 1.000 € auf 8.000 €. Mit unverändertem B und denselben Monatsfixkosten beträgt das neue Gesamt-DB 15.500 € und das Betriebsergebnis 2.300 €/Monat. Die Preis-, Mengen- und Kostenannahmen sind Modellannahmen; in der Praxis können sie sich gegenseitig beeinflussen.
Geltungsbereich und Verantwortung
Nutze für den Kurs ausschließlich die offenen, fiktiven Daten. Keine echten Kundenlisten, vertraulichen Kostenkalkulationen, Herstellerdaten oder offiziellen Prüfungsaufgaben einfügen. Eine wirtschaftliche Modellrechnung autorisiert weder Eingriffe in Maschinen noch Tätigkeiten an Kranen, Elektrik, Druckanlagen oder Gefahrstoffen. Praktische betriebliche Umsetzungen erfordern zuständige Fachpersonen, Aufsicht und geltende betriebliche Vorgaben. Dieser Kurs ersetzt weder Qualifikations- oder Befähigungsnachweise noch fachliche oder rechtliche Freigaben.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe dein Wissen
Wie hoch ist der Stückdeckungsbeitrag von Halter A? (45 Euro je Stück) (!75 Euro je Stück) (!120 Euro je Stück) (!9000 Euro je Stück)
Begründete Rückmeldung: 120 € minus 75 € ergibt 45 € je Stück; 9.000 € wäre der Gesamtbeitrag für 200 Verkäufe.
Wie groß ist der Gesamtdeckungsbeitrag von Halter B im Ausgangsfall? (7500 Euro pro Monat) (!9000 Euro pro Monat) (!16500 Euro pro Monat) (!13200 Euro pro Monat)
Begründete Rückmeldung: 50 € je Stück mal 150 Stück pro Monat sind 7.500 € pro Monat.
Welche Gleichung beschreibt den Stückdeckungsbeitrag? (Nettoverkaufspreis minus variable Stückkosten) (!Nettoverkaufspreis minus gesamte Monatsfixkosten) (!Umsatz plus variable Kosten) (!Fixkosten geteilt durch Absatzmenge)
Begründete Rückmeldung: Der Stückdeckungsbeitrag entsteht aus Preis abzüglich variabler Kosten je Stück.
Wie hoch ist das Betriebsergebnis im Ausgangsmonat? (3300 Euro Gewinn) (!16500 Euro Gewinn) (!13200 Euro Gewinn) (!3300 Euro Verlust)
Begründete Rückmeldung: Aus 16.500 € Gesamtdeckungsbeitrag abzüglich 13.200 € Fixkosten folgen 3.300 € Gewinn.
Was ist bei einem positiven Stückdeckungsbeitrag noch nicht bewiesen? (Dass das ganze Unternehmen Gewinn erzielt) (!Dass ein Stück einen Beitrag zu Fixkosten leistet) (!Dass der Verkaufspreis die variablen Stückkosten übersteigt) (!Dass der Stückdeckungsbeitrag berechnet werden kann)
Begründete Rückmeldung: Positiver db deckt zunächst nur variable Stückkosten und hilft anschließend bei den Fixkosten; der Gesamtgewinn bleibt offen.
Wie hoch ist der Deckungsbeitrag eines festen Bündels aus vier A und drei B? (330 Euro je Bündel) (!165 Euro je Bündel) (!45 Euro je Bündel) (!50 Euro je Bündel)
Begründete Rückmeldung: Viermal 45 € und dreimal 50 € ergeben zusammen 330 € pro Bündel.
Bei welcher Bündelzahl wird im festen Mix die Gewinnschwelle erreicht? (40 Bündel pro Monat) (!50 Bündel pro Monat) (!30 Bündel pro Monat) (!13200 Bündel pro Monat)
Begründete Rückmeldung: 13.200 € Fixkosten geteilt durch 330 € je Bündel ergibt genau 40 Bündel.
Wie verändert der angenommene Preisnachlass bei B dessen Gesamtdeckungsbeitrag? (Er sinkt um 300 Euro pro Monat) (!Er steigt um 300 Euro pro Monat) (!Er bleibt bei 7500 Euro) (!Er steigt um 1500 Euro pro Monat)
Begründete Rückmeldung: 180 Stück mal 40 € sind 7.200 €; gegenüber 7.500 € ist das ein Rückgang um 300 €.
Wie hoch ist der zusätzliche Beitrag aus dem Sonderauftrag nach zusätzlichen Versandkosten? (200 Euro) (!400 Euro) (!1900 Euro) (!1500 Euro)
Begründete Rückmeldung: 20 Zusatzstücke mit je 20 € Beitrag erbringen 400 €; abzüglich 200 € Zusatzkosten bleiben 200 €.
Welches Produkt erzielt im Modell mehr DB pro Engpassminute? (Halter A mit 3 Euro je Minute) (!Halter B mit 3 Euro je Minute) (!Halter A mit 2 Euro je Minute) (!Beide mit 2 Euro je Minute)
Begründete Rückmeldung: A: 45 €/15 min = 3 €/min; B: 50 €/20 min = 2,50 €/min. Weitere Engpässe bleiben zu prüfen.
Memory
Ordne jeweils den Fachbegriff genau einer passenden Definition zu.
| Stückdeckungsbeitrag | Verkaufspreis abzüglich variabler Kosten je Stück |
| Gesamtdeckungsbeitrag | Beitrag aller im Zeitraum verkauften Einheiten |
| Fixkosten | Im betrachteten Mengenbereich kurzfristig konstante Monatskosten |
| Gewinnschwelle | Absatz bei dem der berechnete Gewinn null ist |
| Engpassminute | Knappes Zeitmaß für die relative Produktbewertung |
| Preisnachlass | Verringerung des angebotenen Verkaufspreises |
Drag-and-Drop
Verbinde die fünf Fachbegriffe mit den zutreffenden Aussagen.
| Gesuchter Begriff | Passende Beschreibung |
|---|---|
| Variable Stückkosten | Zusätzlicher mengenabhängiger Aufwand je verkauftem Stück |
| Periodenergebnis | Gesamtdeckungsbeitrag nach Abzug der Periodenfixkosten |
| Zusatzauftrag | Zusätzliche Bestellung mit gesondert zu prüfenden Grenzwerten |
| Produktmix | Verhältnis der verkauften Varianten untereinander |
| Sensitivitätsanalyse | Überprüfung einer Ergebnisänderung bei veränderten Eingabewerten |
Kreuzworträtsel
Finde die sechs deutschen Fachwörter. Jede Lösung besteht aus genau einem Wort.
| Fixkosten | Wie heißen Kosten, die im betrachteten Bereich trotz kleiner Mengenänderungen konstant bleiben? |
| Erlöse | Welcher Begriff bezeichnet Umsatzerträge aus Verkäufen? |
| Absatz | Wie heißt die verkaufte Menge am Markt? |
| Gewinn | Wie heißt ein positives Betriebsergebnis? |
| Engpass | Wie nennt man eine knappe Kapazität im Produktionsablauf? |
| Preis | Wie heißt der Geldbetrag je verkauftem Stück? |
LearningApps
Hier findest du über die thematische Suchfunktion passende externe Übungen. Suchtreffer können sich verändern und gehören nicht zur offiziellen Lernkontrolle.
Eigenständiger Lückentext
Setze in jedem Satz genau einen passenden Begriff oder Wert ein.
Offene Aufgaben
Leicht
- Variable Kosten: Ordne sechs selbst erdachte Kosten eines fiktiven Halterbetriebs zu; kennzeichne zwei Grenzfälle, bei denen die Einordnung vom Zeitraum abhängt.
- Stückdeckungsbeitrag: Rechne db_A und db_B mit Einheit vor und kontrolliere jeweils durch Rückaddition der variablen Stückkosten.
- Gesamtdeckungsbeitrag: Fertige eine Zwei-Produkt-Tabelle mit Preis, Menge, variablen Stückkosten und DB an.
- Betriebsergebnis: Erläutere in einem kurzen Text, warum 16.500 € Deckungsbeitrag nicht 16.500 € Gewinn bedeuten.
Standard
- Gewinnschwelle: Berechne die 4-zu-3-Bündel-Gewinnschwelle und erstelle eine nachvollziehbare Tabelle für 39, 40 und 41 Bündel.
- Preispolitik: Vergleiche B bei 160 € und 150 € Nettoverkaufspreis mit den angenommenen Mengen und formuliere eine Entscheidung mit mindestens zwei Unsicherheiten.
- Zusatzauftrag: Erstelle für die zusätzlichen 20 Stück A eine Grenzrechnung einschließlich 200 € Sonderkosten und erkläre die Rolle freier Kapazität.
- Tabellenkalkulation: Stelle eine Formel-Tabelle mit getrennten Eingabezellen und Kontrollzelle für Umsatz minus Kosten zusammen; benutze nur die fiktiven Daten.
Schwer
- Engpassrechnung: Berechne für beide Halter die Beiträge je Maschinenminute und beschreibe, wann diese Rangfolge nicht für das ganze Produktionsprogramm gilt.
- Sensitivitätsanalyse: Verändere die variablen Kosten von A auf 80 € je Stück, rechne das Ergebnis neu und formuliere eine nachvollziehbare Ursache-Wirkungs-Kette.
- Marketing-Mix: Entwirf für die beiden fiktiven Kundengruppen eine kurze Preis- und Leistungsstrategie mit DB-Ziel, Qualitätsziel und überprüfbaren Annahmen.
- Entscheidungsvorlage: Schreibe eine einseitige Empfehlung zur Annahme des Zusatzauftrags; beziehe mathematische Rechnung, Kapazität, Lieferpflichten, Nachhaltigkeit und Grenzen des Modells ein.


Lernkontrolle
- Plausibilitätskontrolle: Kontrolliere unabhängig, dass die beiden Umsatzwerte zusammen 48.000 € ergeben und der Gegencheck 3.300 € Gewinn zeigt.
- Produktmix: Erkläre, warum die Gewinnschwelle 40 Bündel nur bei festem Verhältnis vier zu drei gilt und welche Daten bei neuem Mix fehlen.
- Preiskalkulation: Ermittle, welche Absatzmenge B bei 150 € und 110 € variablen Stückkosten mindestens benötigt, um seinen bisherigen DB von 7.500 € zu erreichen; interpretiere das Ergebnis.
- Kostenänderung: Weise nach, wie ein Mehrbetrag von 5 € variablen Kosten je Stück A den Monatsgewinn bei 200 Verkäufen beeinflusst.
- Auftragsentscheidung: Begründe anhand der 200 € Zusatzbeitrag und dreier qualitativer Prüfkriterien, ob der fiktive Sonderauftrag geeignet ist.
- Wirtschaftliche Kompetenz: Trenne Aussagen des schulischen Lernfeldes 8 von betrieblichen Ausbildungsinhalten der IndKflAusbV und beschreibe die gemeinsame Kompetenzentwicklung.
Kontrollhinweise: Für B bei 150 € netto ist db = 40 €/Stück; zum früheren DB von 7.500 € wären rechnerisch mindestens 187,5, also 188 ganze verkaufte Stück erforderlich. 188 × 40 € = 7.520 €. Bei 187 Stück wären es nur 7.480 €. Dieser Grenzwert berücksichtigt keine zusätzlichen Fixkosten und ist keine Nachfragegarantie.
Lernnachweis
Ein vollständiger Lernnachweis umfasst deine eigenständig dokumentierte Modellrechnung mit Eingabedaten, Rechenwegen und Einheiten, die Gegenprobe mit 48.000 € Umsatz und 44.700 € Gesamtkosten, die richtige Gewinnschwellenrechnung mit 40 Bündeln sowie eine kurze Entscheidungsvorlage zum Zusatzauftrag. Erkennbar sein sollen korrekte Fachbegriffe, eigene Fehlerkontrolle, begründete Annahmen und der Transfer zu Marketing, Engpässen und qualitativen Zielen. Bewerte nichts anhand privater Betriebsunterlagen.
OER und Wikipedia
Sachquellen und amtliche Orientierung (abgerufen am 21.10.2026):
- KMK: Rahmenlehrplan Industriekaufleute vom 15.12.2023, besonders Lernfelder 8 und 9, Seiten 17–18.
- Bundesrecht: IndKflAusbV vom 12.03.2024, in Kraft seit 01.08.2024 – betrieblicher Ausbildungsrahmenplan; keine amtlichen Texte hier übernommen.
- BIBB: Industriekaufmann/Industriekauffrau, Umsetzungshilfe 2024 – Informationen zur betrieblichen Ausbildung, keine Übernahme geschützter Volltexte.
- Bundeszentrale für politische Bildung: Deckungsbeitragsrechnung – Begriff und Prinzip.
- Haufe: Break-even-Analyse – Berechnungsansatz für die Gewinnschwelle.
- Wikipedia: Deckungsbeitrag – weiterführende frei zugängliche Einführung.
Wikimedia-Commons-Mediennachweis: Die ausgewiesenen Lizenzen erlauben Nutzung nur unter ihren jeweiligen Bedingungen einschließlich Namensnennung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Die Grafiken stammen nicht aus dem Modellbetrieb und bilden keine konkreten Falldaten ab.
| Eingebundene Datei | Verifizierte Quellseite | Urheberangabe | Lizenznachweis |
|---|---|---|---|
| File:Kostenverläufe.svg | Wikimedia Commons | WissensDürster | CC BY-SA 3.0 |
| File:Gewinnschwelle 1.1.svg | Wikimedia Commons | Empro2; spätere Version Ahellwig | CC BY-SA 3.0 |
| File:Bep-formel-1.png | Wikimedia Commons | J-p-fuss | CC BY-SA 3.0 |
| https://www.youtube.com/watch?v=VwATjXEvSdc | Studyflix-Video | Studyflix | Anbieter-Player; keine freie Bearbeitungslizenz nachgewiesen |
| https://www.youtube.com/watch?v=x7Wh4fuXJ04 | JL-Education-Video | JL Education | Anbieter-Player; keine freie Bearbeitungslizenz nachgewiesen |
Hinweis zu externen Medien: Videos werden nur über ihre offiziellen YouTube-Player eingebunden. Es wird kein Video heruntergeladen, kopiert oder umgestaltet. Geeignete frei lizenzierte Audiodateien oder Animationen speziell zur Deckungsbeitragsrechnung konnten nicht hinreichend nachgewiesen werden und werden deshalb nicht fingiert.
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