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Verkaufsvorgänge und Forderungen erfassen - Wertströme und Buchführung im Industriebetrieb - Ausbildung

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Verkaufsvorgänge und Forderungen erfassen - Wertströme und Buchführung im Industriebetrieb - Ausbildung

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Einleitung

Du lernst, wie ein Industriebetrieb einen Verkauf von der Bestellung über den Ausgangsbeleg bis zum Zahlungseingang buchhalterisch dokumentiert. Dabei trennst du Umsatzerlöse von Umsatzsteuer, erkennst Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und prüfst offene Posten. Der Kurs richtet sich an Industriekaufleute im ersten Ausbildungsjahr.

Lernziele: Du kannst Belege sachlich prüfen, einen beispielhaften Nettoverkauf mit 19 % Umsatzsteuer berechnen, Soll und Haben begründet zuordnen, Zahlungseingänge und Skonti in einem vereinfachten Modell erfassen und Kontensalden abstimmen.

Didaktische Einordnung: Der KMK-Rahmenlehrplan vom 15.12.2023 ordnet die buchhalterische Dokumentation dem schulischen Lernfeld 5: Wertströme buchhalterisch dokumentieren und auswerten zu (1. Ausbildungsjahr, Zeitrichtwert 80 Unterrichtsstunden). Dies ist nicht mit der betrieblichen Ausbildungsordnung gleichzusetzen. Die bundesrechtliche Industriekaufleuteausbildungsverordnung vom 12.03.2024 (in Kraft seit 01.08.2024) regelt die betriebliche Berufsausbildung. Die Anwendung schulischer Lernfelder erfolgt nach den Vorgaben der Länder. Quellen dazu findest du am Kursende.

Sicherheit und Verantwortung: Sämtliche Personen, Aufträge, Kundennamen, Konten und Belege der Übungsfirma sind erfunden. Du arbeitest nur mit Musterdaten. Reale Buchungen, kundenbezogene Daten und Freigaben erfolgen ausschließlich unter qualifizierter Anleitung und nach betrieblichen Vorgaben. Der Kurs ersetzt weder Befähigungsnachweise noch eine fachliche oder rechtliche Freigabe.


Vom Kundenauftrag zum Ausgangsbeleg


Die fiktive Maschinenbaufirma

Die Donau-Präzision Maschinenbau GmbH stellt in diesem vollständig erfundenen Fall kleine Spannmodule für Produktionsanlagen her. Die ebenfalls fiktive Werkstatt Nord GmbH bestellt am 10.09.2026 vier Spannmodule des Modells DP-40 zu je 2.500,00 EUR netto. Der Nettoauftragswert beträgt 4 Stück × 2.500,00 EUR/Stück = 10.000,00 EUR. Als rein didaktische Annahme gilt eine reguläre inländische, steuerpflichtige Lieferung mit 19 % Umsatzsteuer und ohne Versandkosten oder Rabatte.

Der einfache Belegfluss lautet: Kundenbestellung → Auftragsbestätigung → Lieferung und Lieferschein → Ausgangsrechnung → Buchung → Überwachung des Zahlungseingangs. Nicht jeder Beleg löst bereits dieselbe Buchung aus: Bestellung und Auftragsbestätigung dokumentieren zunächst die Vereinbarung. Im Fall buchen wir die Forderung nach der dokumentierten Leistung und Rechnungsstellung; die zeitliche Zuordnung richtet sich in der Praxis nach den einschlägigen Rechnungslegungsgrundsätzen.

Medienhinweis: Symbol für eine Rechnung; Font Awesome, CC BY 4.0, Wikimedia Commons.


Rechnung als Nachweis

In der Ausgangsrechnung stehen beispielsweise die fiktive Rechnungsnummer DP-2026-0912-01, das Rechnungsdatum 12.09.2026, die beteiligten Unternehmen, die Menge 4 Stück, die Art der gelieferten Spannmodule, das vereinbarte Entgelt und die Umsatzsteuer. Im Übungsfall unterstellen wir, dass alle für den Fall notwendigen Rechnungsangaben vorliegen. In der betrieblichen Praxis sind die jeweils anwendbaren Rechnungsvorgaben zu prüfen (insbesondere § 14 UStG und die Regeln zur elektronischen Rechnung).

Rechnungsposition Berechnung Betrag
4 Spannmodule DP-40 4 Stück × 2.500,00 EUR/Stück 10.000,00 EUR netto
Umsatzsteuer 19 % 10.000,00 EUR × 0,19 1.900,00 EUR
Rechnungsbetrag 10.000,00 EUR + 1.900,00 EUR 11.900,00 EUR brutto

Plausibilitätsprüfung: Die Einheit des Stückpreises lautet EUR/Stück. Multipliziert mit Stück ergibt sich EUR. Die Umsatzsteuer bezieht sich hier auf den Nettobetrag. Die Summe der Rechnungsbestandteile beträgt exakt 11.900,00 EUR.

Beispielabbildung einer Musterrechnung, keine Rechnung der Übungsfirma; Dj.jagota, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons. Die dargestellten Werte sind nicht für die Fallrechnung maßgeblich.

Deutschsprachiges Lernvideo „S1 | E4 | Die Eröffnung: Warenverkauf, Umsatzerlöse, Umsatzsteuer, Forderungen erklärt mit Beispiel“, Bibi Bilanzierung, YouTube (2020). Fachliche Aussagen mit aktuellem Rechtsstand abgleichen.


Forderungen und Verkaufserlöse buchen


Was bedeuten Soll und Haben?

Forderung bedeutet: Die Übungsfirma hat gegenüber ihrem Kunden einen Zahlungsanspruch aus der Lieferung. Eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen (kurz Forderungen a. L. u. L.) ist in der Finanzbuchhaltung ein Aktivkonto. Eine Zunahme wird dort im Soll erfasst. Umsatzerlöse sind ein Ertragskonto; ihre Zunahme wird im Haben erfasst. Die Umsatzsteuer aus der Ausgangsrechnung wird im vereinfachten Modell ebenfalls im Haben erfasst und ist kein zusätzlicher Umsatzerlös.

Bei der doppelten Buchführung sind Soll- und Habenbeträge eines Buchungssatzes insgesamt gleich hoch. Der Satz lautet im Übungsmodell:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.900,00 EUR an Umsatzerlöse 10.000,00 EUR und Umsatzsteuer 1.900,00 EUR.

Konto Soll Haben
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.900,00 EUR
Umsatzerlöse 10.000,00 EUR
Umsatzsteuer 1.900,00 EUR
Summe 11.900,00 EUR 11.900,00 EUR

Wichtig: Der offene Kundenbetrag beträgt 11.900,00 EUR, der ausgewiesene Erlös aber nur 10.000,00 EUR. Würdest du die 11.900,00 EUR insgesamt als Erlös erfassen, wäre der Erlös um 1.900,00 EUR zu hoch.


Vom Journal zum Hauptbuch

Im Journal werden Geschäftsfälle geordnet erfasst; das Hauptbuch zeigt die Buchungen auf den betroffenen Konten. Im Debitorennebenbuch oder einer Offene-Posten-Liste wird die Forderung kundenspezifisch verfolgt. Die aus historischen Büchern stammenden Abbildungen erläutern die Logik, nicht moderne deutsche Kontenpläne.

Beispiel eines Hauptbuchauszugs; Bgibbs (WMF), CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Historisches Beispiel der doppelten Buchführung aus dem Jahr 1926; Prouty, Nelson Hindley, nach der Commons-Dateibeschreibung gemeinfrei in den USA, Wikimedia Commons.


Zahlungseingänge erfassen und offene Posten prüfen


Eine Teilzahlung verbuchen

Am 20.09.2026 geht im Fall eine erste Teilzahlung der Werkstatt Nord GmbH über 5.000,00 EUR auf dem Bankkonto ein. Der Bankbestand steigt (Aktivkonto Bank: Soll), die Kundenforderung sinkt (Aktivkonto Forderungen: Haben).

Bank 5.000,00 EUR an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.000,00 EUR.

Der offene Rechnungsbetrag ist danach 11.900,00 EUR − 5.000,00 EUR = 6.900,00 EUR. Ein Zahlungseingang aus dieser zuvor erfassten Forderung ist kein neuer Umsatzerlös. Er tauscht hier lediglich zwei Aktivposten aus.

Prüfung Betrag
Ursprünglicher Rechnungsbetrag 11.900,00 EUR
Abzüglich Bankeingang − 5.000,00 EUR
Offener Posten 6.900,00 EUR


Kundenzuordnung und Abstimmung

Die Buchhaltung gleicht Zahlungseingänge mit Rechnungsnummer, Betrag, Valutadatum und Debitor ab. Eine eindeutige Zahlungsreferenz hilft dabei. Die Summe der offenen Einzelposten eines Debitorenbestands muss mit dem zugehörigen Abstimmkonto vereinbar sein; Differenzen erfordern Prüfung, nicht eigenmächtige Korrektur ohne Beleg.

Mini-Fall: In der Bankliste stehen 5.000,00 EUR, auf der ursprünglichen Forderung 11.900,00 EUR. Wer den Zahlungseingang irrtümlich als neuen Umsatz erfasst, würde den Erlös erhöhen und die alte Forderung bestehen lassen. Richtig ist die Reduzierung der Forderung.

Fachsprache als Hörbeispiel: Buchhaltung (Ausspracheaufnahme; Jeuwre, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons).


Preisnachlässe und Skonto sachgerecht berechnen


Eine zweite, unabhängige Musterrechnung

Eine andere fiktive Kundin, die Beta Montage GmbH, erhält eine Rechnung für ein Prüfmodul über 2.000,00 EUR netto zuzüglich 380,00 EUR Umsatzsteuer (19 %). Die Bruttoforderung beträgt 2.380,00 EUR. Der vereinbarte Rechnungsfall gestattet bei fristgerechter Zahlung 2 % Skonto vom Bruttorechnungsbetrag; die Voraussetzungen gelten hier als erfüllt.

Der gewährte Skonto beträgt 2.380,00 EUR × 0,02 = 47,60 EUR. Er verteilt sich auf 40,00 EUR Nettoentgelt und 7,60 EUR Umsatzsteuer. Der Bankeingang beträgt 2.380,00 EUR − 47,60 EUR = 2.332,40 EUR. Die verbleibende Forderung beträgt nach dem vollständigen Ausgleich 0,00 EUR.

Rechenschritt Ergebnis
Bruttobetrag 2.380,00 EUR
Skonto brutto 2 % 47,60 EUR
Darin enthaltene Entgeltminderung 40,00 EUR
Korrektur der Umsatzsteuer 19 % von 40,00 EUR 7,60 EUR
Zahlung netto nach Skonto 2.332,40 EUR


Modellbuchungen und Fehlerquellen

Bei Rechnungsstellung: Forderungen 2.380,00 EUR an Umsatzerlöse 2.000,00 EUR und Umsatzsteuer 380,00 EUR.

Bei vollständiger Zahlung mit Skonto: Bank 2.332,40 EUR, gewährte Skonti beziehungsweise Erlösschmälerungen 40,00 EUR sowie Umsatzsteuerkorrektur 7,60 EUR an Forderungen 2.380,00 EUR. Die Sollsumme ist 2.380,00 EUR und stimmt mit dem Haben überein. Die jeweils tatsächlich verwendeten Unterkonten und Verfahren richten sich nach dem betrieblichen Kontenrahmen und dem Umsatzsteuerverfahren. Das Beispiel veranschaulicht eine Entgeltminderung, nicht einen pauschalen Rat zur steuerlichen Einzelfallbehandlung.

Typische Fehler: Skonto nur vom Nettobetrag abziehen, die Steuerkorrektur vergessen, die Forderung nicht vollständig ausgleichen oder einen Bruttobetrag als Umsatzerlös ausweisen. Mit dem Kontrollsatz Bankeingang + Netto-Skonto + Steuerkorrektur = ursprüngliche Bruttoforderung lassen sich die Zahlen prüfen.


Forderungsüberwachung und verantwortliches Handeln


Offene-Posten-Liste und Fälligkeit

Eine Offene-Posten-Liste (OP-Liste) zeigt für jede Rechnung zumindest Kunde, Belegnummer, Rechnungsbetrag, bezahlten Betrag, Restforderung und Zahlungsziel. Der Übungsfall nennt keine rechtlich pauschale Mahnfrist. Ob eine Forderung fällig ist oder Verzug vorliegt, muss anhand der tatsächlichen Vereinbarung und der einschlägigen Rechtsgrundlagen geprüft werden; ein bloß offener Posten ist nicht automatisch eine rechtlich gesicherte Verzugsfeststellung.

Vereinfachte OP-Liste zum 21.09.2026:

Fiktiver Debitor Rechnungsnummer Bruttoforderung Zahlung Offen
Werkstatt Nord GmbH DP-2026-0912-01 11.900,00 EUR 5.000,00 EUR 6.900,00 EUR
Beta Montage GmbH DP-2026-0918-02 2.380,00 EUR 2.332,40 EUR plus 47,60 EUR an Entgelt- und Steuerkorrektur 0,00 EUR

Die offenen Forderungen dieses zweirechnungsbezogenen Übungsbestands betragen 6.900,00 EUR. Die Zuordnung ist prüfbar; sie ist keine Aussage über ein reales Unternehmen.


Interne Kontrolle, Reklamation und Datenschutz

Wenn ein Kunde eine Rechnung beanstandet, prüfst du zunächst Auftrag, Lieferschein, Rechnung, Buchung und Kommunikation. Eine berechtigte Rücksendung oder Preisminderung kann einen neuen Korrekturbeleg und angepasste Buchungen erfordern. Ein Zahlungsausfall ist nicht dasselbe wie ein gewährter Rabatt; mögliche Wertberichtigungen sind ein fortgeschrittenes Thema. Belege bleiben nachvollziehbar, Änderungen werden dokumentiert und reale Kundendaten werden nur im erlaubten Arbeitsrahmen verarbeitet.

Berufliche Reflexion: Die Buchhaltung verbindet Vertrieb, Lager, Finanzen und Kundenservice. Eine unklare OP-Liste kann zu falschen Erinnerungen oder Fehlentscheidungen führen. Belege müssen daher vollständig, plausibel und zugriffsberechtigt bearbeitet werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

Wie hoch ist der Bruttobetrag der ersten fiktiven Rechnung? (11.900,00 EUR) (!10.000,00 EUR) (!1.900,00 EUR) (!12.500,00 EUR)



Rückmeldung: 4 Stück zu je 2.500,00 EUR ergeben 10.000,00 EUR netto; 19 % davon sind 1.900,00 EUR Umsatzsteuer.

Auf welcher Kontoseite steigt die Forderung bei Rechnungsstellung? (Im Soll des Aktivkontos Forderungen) (!Im Haben des Aktivkontos Forderungen) (!Im Soll des Kontos Umsatzerlöse) (!Im Haben des Bankkontos)



Rückmeldung: Eine Forderung gehört zum Aktivvermögen; eine Erhöhung wird im Soll gebucht.

Welche Größe ist bei der ersten Rechnung der Umsatzerlös? (10.000,00 EUR) (!11.900,00 EUR) (!1.900,00 EUR) (!5.000,00 EUR)



Rückmeldung: Die Umsatzsteuer ist kein Umsatzerlös; der Erlös entspricht dem Nettoentgelt.

Welche Konten stehen beim Verkauf auf der Habenseite? (Umsatzerlöse und Umsatzsteuer) (!Bank und Forderungen) (!Forderungen und Bank) (!Forderungen und Umsatzerlöse)



Rückmeldung: Beim Ausgangsverkauf steigt die Forderung im Soll; Umsatzerlöse und Umsatzsteuer stehen im Haben.

Welcher Buchungssatz erfasst die Teilzahlung über 5.000,00 EUR? (Bank an Forderungen) (!Forderungen an Bank) (!Umsatzerlöse an Bank) (!Bank an Umsatzerlöse)



Rückmeldung: Der Geldeingang erhöht Bank und vermindert die bereits gebuchte Kundenforderung.

Wie hoch ist der erste offene Posten nach der Teilzahlung? (6.900,00 EUR) (!11.900,00 EUR) (!5.000,00 EUR) (!1.900,00 EUR)



Rückmeldung: Von der Forderung über 11.900,00 EUR sind 5.000,00 EUR eingegangen; 6.900,00 EUR bleiben offen.

Wie hoch ist das Bruttoskonto von 2 Prozent auf 2.380,00 EUR? (47,60 EUR) (!40,00 EUR) (!7,60 EUR) (!23,80 EUR)



Rückmeldung: 2 Prozent von 2.380,00 EUR sind 47,60 EUR; darin stecken 40,00 EUR Entgeltminderung und 7,60 EUR Umsatzsteuer.

Wie hoch ist die Zahlung nach dem vereinbarten Skonto? (2.332,40 EUR) (!2.380,00 EUR) (!2.340,00 EUR) (!2.000,00 EUR)



Rückmeldung: 2.380,00 EUR minus 47,60 EUR Skonto ergeben 2.332,40 EUR Bankeingang.

Welcher Beleg weist im Modell die bereits ausgeführte Lieferung beim Kunden aus? (Die Ausgangsrechnung) (!Die unverbindliche Werbung) (!Die interne Wunschliste) (!Ein beliebiger Kalender)



Rückmeldung: Die Ausgangsrechnung dokumentiert die Abrechnung; die nötigen Daten werden mit Auftrag und Lieferschein abgeglichen.

Was ist ein sinnvoller Schritt bei einer ungeklärten Zahlungsdifferenz? (Belege und Debitorenzuordnung prüfen) (!Den Restbetrag ohne Beleg löschen) (!Den gesamten Betrag erneut als Erlös buchen) (!Alle Kundendaten öffentlich machen)



Rückmeldung: Zuerst müssen Belegkette, Zahlungsreferenz und Buchung geklärt werden; unbelegte Korrekturen wären nicht nachvollziehbar.


Memory

Ordne jedem eindeutig formulierten Fachwort seine Erklärung zu. Es gibt sechs unterschiedliche Paare.

Debitor Geschäftspartner, gegenüber dem eine Kundenforderung besteht
Ausgangsrechnung Beleg über einen abgerechneten Verkauf
Umsatzerlös Ertrag aus dem Verkauf ohne gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer
Bruttoforderung Gesamter Zahlungsanspruch einschließlich Umsatzsteuer im Modell
Skonto Vereinbarte Minderung des Rechnungsbetrags bei rechtzeitiger Zahlung
Offener Posten Noch nicht ausgeglichener Teil eines erfassten Vorgangs





Drag-and-Drop

Ordne den fünf Arbeitsschritten die jeweils passende Beschreibung zu.

Richtigen Fachbegriff zuordnen Beschreibung
Auftrag prüfen Kundenwunsch, Anzahl und Stückpreis auf Plausibilität kontrollieren
Rechnung erstellen Nettoentgelt und Umsatzsteuer auf dem Ausgangsbeleg ausweisen
Forderung buchen Zahlungsanspruch und Verkaufserlös getrennt im Journal erfassen
Zahlung zuordnen Bankeingang mit Rechnungsnummer und Debitor abgleichen
Restbetrag überwachen Verbleibenden offenen Betrag in der OP-Liste nachhalten





Kreuzworträtsel

Trage die sechs jeweils aus einem Wort bestehenden Fachbegriffe zu den Hinweisen ein.

Debitor Bezeichnung für den Schuldner einer Kundenforderung in der Buchhaltung
Rechnung Dokument zur Abrechnung einer Lieferung oder Leistung
Forderung Anspruch auf Zahlung aus einem Verkauf
Umsatz Größe, die bei einem Verkauf aus den abgerechneten Erlösen hervorgeht
Skonto Preisnachlass für eine vereinbarungsgemäß frühzeitige Zahlung
Bankkonto Aktivkonto für den buchmäßig erfassten Bestand bei der Bank





LearningApps

Suche nach zusätzlichen Übungen zum Thema Rechnungswesen und Forderungsbuchung. Die Treffer sind externe Inhalte und werden nicht als individuell geprüfte Aufgaben dieses Kurses ausgegeben.


Lückentext

Ergänze die fachlich passenden Wörter und Beträge.
Bei einer Lieferung auf Ziel entsteht für den Verkäufer eine

. Die Rechnung mit 10.000,00 EUR netto enthält bei 19 Prozent Umsatzsteuer genau

EUR Umsatzsteuer. Der volle Rechnungsbetrag beträgt

EUR. Die Zunahme eines Aktivkontos wird auf der Seite

erfasst. Das Ertragskonto Umsatzerlöse wird bei einem Verkauf im

erhöht. Nach der Bankzahlung über 5.000,00 EUR bleiben

EUR offen. Die noch ausstehenden Zahlungen führt die Buchhaltung in einer Liste offener

. Ein vereinbarter Abzug für frühe Zahlung heißt

. Bei 2 Prozent von 2.380,00 EUR sind das

EUR. Der verbleibende Bankeingang lautet

EUR.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben mit erfundenen Belegen. Dokumentiere Rechenwege, Einheiten, Soll/Haben und Prüfmerkmale. Es handelt sich um Modellfälle ohne Freigabe für reale Kundenvorgänge.


Leicht

  1. Beleg zerlegen: Markiere auf einem selbst beschrifteten fiktiven Rechnungsblatt Nettobetrag, Steuer und Bruttobetrag. Berechne die 4 Stück zu je 2.500,00 EUR nach und dokumentiere die Einheiten.
  2. Forderung erklären: Formuliere in fünf bis sieben Sätzen, warum eine offene Kundenrechnung ein Vermögenswert ist und warum sie nicht mit dem Umsatzerlös gleichgesetzt wird.
  3. Belegkette ordnen: Lege Karten zu Bestellung, Lieferschein, Ausgangsrechnung, Buchung und Zahlung in eine nachvollziehbare Reihenfolge und begründe jeden Übergang.
  4. Soll und Haben skizzieren: Zeichne drei T-Konten für Forderungen, Umsatzerlöse und Umsatzsteuer und übertrage die Musterrechnung vollständig.


Standard

  1. OP-Liste anlegen: Erstelle mit fiktiven Daten eine Tabelle für beide Modellrechnungen mit Ursprungsforderung, Zahlungen, Skonto und offenem Rest. Weise als Ergebnis 6.900,00 EUR Gesamt-Restforderung nach.
  2. Zahlung buchen: Entwirf den Buchungssatz zur Teilzahlung über 5.000,00 EUR und erläutere, welche beiden Aktivkonten sich wie verändern.
  3. Skontorechnung prüfen: Rechne den 2-Prozent-Fall mit netto 2.000,00 EUR erneut und zerlege 47,60 EUR in 40,00 EUR Entgeltminderung und 7,60 EUR Steuerkorrektur.
  4. Fehlerbericht verfassen: Erkläre schriftlich, warum 11.900,00 EUR als Umsatzerlös statt 10.000,00 EUR den Erlös verfälschen. Zeichne eine korrekte Kontierung.


Schwer

  1. Kontenabstimmung simulieren: Erstelle aus fiktiven Buchungszeilen ein Hauptbuchkonto Forderungen und eine Debitoren-OP-Liste. Baue eine bewusst falsch zugeordnete Zahlung ein, finde und korrigiere sie mit dokumentiertem Belegnachweis.
  2. Skonto und Rücksendung vergleichen: Vergleiche den zweiten Skontofall mit einer separat angenommenen vollständigen Warenrücknahme von netto 2.000,00 EUR plus 380,00 EUR Umsatzsteuer. Erläutere die unterschiedlichen wirtschaftlichen Gründe.
  3. Kontrollprozess entwerfen: Erstelle ein Diagramm für Rechnungseingang beim Kunden, Kontierung, Zahlungsabgleich, OP-Prüfung und Klärung einer Reklamation mit verantwortlicher Stelle und Datenschutzkontrolle.
  4. Fachgespräch durchführen: Spiele ein zehnminütiges Fachgespräch mit Ausbildungsbegleitung zu beiden Rechnungen. Präsentiere fachliche Entscheidungen und belege alle Ergebnisse ohne echte Unternehmensdaten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Rechnungslogik: Ein fiktives Unternehmen stellt 3 Spannmodule à 1.600,00 EUR netto in Rechnung. Ermittle Nettoentgelt, 19 Prozent Umsatzsteuer und Bruttoforderung samt Einheiten und Buchungssatz. Prüfergebnis: 4.800,00 EUR netto, 912,00 EUR Steuer, 5.712,00 EUR brutto.
  2. Zahlungseingang: Auf die Forderung von 5.712,00 EUR gehen 2.500,00 EUR ein. Stelle Bank an Forderungen dar und begründe, weshalb kein weiterer Erlös entsteht. Prüfergebnis: 3.212,00 EUR offen.
  3. Entgeltminderung: Berechne 2 Prozent Bruttoskonto auf 1.190,00 EUR aus einem unabhängigen Modellverkauf. Prüfergebnis: 23,80 EUR brutto, 20,00 EUR netto, 3,80 EUR Umsatzsteuer, 1.166,20 EUR Bank.
  4. Fehlende Angaben: Entwirf einen Prüfplan für eine Ausgangsrechnung nach dem jeweils anwendbaren § 14 UStG; trenne Belegmängel, Buchungsfehler und Zahlungsdifferenzen. Nutze nur fiktive Dokumente.
  5. Abstimmung und Transfer: Eine OP-Liste weist 6.900,00 EUR aus, das zugehörige Abstimmkonto 11.900,00 EUR. Erkläre, welche falsch behandelte 5.000,00-EUR-Zahlung die Abweichung verursachen könnte und wie sie anhand einer Belegkette aufzuklären ist.
  6. Reflexion: Begründe an zwei Beispielen, wie eine fehlerhafte Forderungszuordnung Vertrieb, Kundenbeziehung und Jahresabschlussvorbereitung beeinträchtigen kann.




Lernnachweis

Fachwissen: Begriffe Rechnung, Debitor, Aktivkonto, Erlös, Umsatzsteuer, Bruttoforderung, OP-Liste und Skonto richtig erklären.

Rechenkompetenz: Netto-, Steuer- und Bruttobeträge mit EUR und EUR/Stück nachvollziehbar rechnen; 11.900,00 EUR und 2.332,40 EUR korrekt herleiten.

Buchungskompetenz: Buchungssätze in Soll und Haben begründen, Soll-/Habengleichheit kontrollieren, Teilzahlungen und modellhafte Entgeltminderungen unterscheiden.

Produkte: Eigene fiktive Ausgangsrechnung, Kontierungsblatt, überprüfte OP-Liste, Skontoberechnung und dokumentierte Fehleranalyse.

Transfer: Datenschutzfreundliche Kontrolle, Belegnachweise und Rückfragen bei unklaren Buchungen; reale Vorgänge nur unter betrieblich zuständiger fachlicher Aufsicht.




OER und Wikipedia

Amtliche und fachliche Orientierung, geprüft am 21.10.2026:

Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien und Nachweise:

Exakte Datei Beschreibung und Quelle Urheber Lizenz laut Commons-Dateiseite
File:File-invoice-solid.svg Rechnungssymbol Font Awesome CC BY 4.0
File:Sample Invoice.jpg Test-Musterrechnung Dj.jagota CC BY-SA 4.0
File:General ledger example.jpg Beispiel Hauptbuch Bgibbs (WMF) CC BY-SA 4.0
File:Double-entry example from 1926.png Historische Buchführung Prouty, Nelson Hindley Public Domain US laut Commons
File:De-Buchhaltung.ogg Hörbeispiel Buchhaltung Jeuwre CC BY-SA 4.0

Video-Nachweis: Bibi Bilanzierung: S1 E4 Warenverkauf, Umsatzerlöse, Umsatzsteuer und Forderungen, veröffentlicht am 13.11.2020; Autor/Kanal: Bibi Bilanzierung. Die Videobeschreibung bezeichnet die begleitenden Videos und Materialien als CC BY-SA 4.0. Die Plattform- und Rechtebedingungen des Originals bleiben maßgeblich. Aus Medienabbildungen dürfen keine konkreten Zahlen oder internen Konten der Übungsfirma abgeleitet werden.

Hinweis zur Aktualität: Rechtsanwendung, E-Rechnungspflichten, Rechnungsmerkmale und betriebliche Kontierung sind vor realen Arbeiten anhand der dann gültigen Normen und internen Vorgaben zu prüfen. Der Kurs bildet keine verbindliche Rechts- oder Steuerberatung ab und beansprucht keine fachliche Vollfreigabe.



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