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Bestandskonten und Erfolgskonten unterscheiden - Wertströme und Buchführung im Industriebetrieb - Ausbildung

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Bestandskonten und Erfolgskonten unterscheiden - Wertströme und Buchführung im Industriebetrieb - Ausbildung

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Einleitung

Du absolvierst das erste Ausbildungsjahr als Industriekaufmann oder Industriekauffrau und lernst, Geschäftsvorfälle eines Industriebetriebs mit Belegen und Konten nachvollziehbar abzubilden. Bestandskonten zeigen Vermögen, Schulden oder Eigenkapital zu einem Stichtag. Erfolgskonten sammeln Aufwendungen und Erträge innerhalb eines Zeitraums. Am Ende erkennst du, warum die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung zusammengehören.

Alle Namen, Belege und Beträge dieses Kurses sind erfunden. Die Nordblick Maschinenbau GmbH baut im Planspiel Montagelinien; es werden nur kaufmännische Modellbuchungen durchgeführt. Kein Beispiel enthält vertrauliche Unternehmensdaten. Du arbeitest ausschließlich an Übungsbelegen und nicht an Maschinen, elektrischen Anlagen oder Drucksystemen. Betriebspraktische Arbeit erfordert qualifizierte Aufsicht und betriebliche Vorgaben; dieser Kurs ersetzt weder eine Einweisung noch Befähigungsnachweise.

Lernziele: Du ordnest Konten den Gruppen Aktivbestand, Passivbestand, Aufwand und Ertrag zu. Du unterscheidest Anfangs- und Schlussbestände von Periodenerfolgen, formulierst einfache Buchungssätze, prüfst Belege und berechnest einen nachvollziehbaren Erfolg.

Einordnung: Der KMK-Rahmenlehrplan für Industriekaufmann und Industriekauffrau (Beschluss vom 15.12.2023) behandelt die Arbeit mit Bestands- und Erfolgskonten in Lernfeld 5 „Wertströme buchhalterisch dokumentieren und auswerten“, 1. Ausbildungsjahr, Zeitrichtwert 80 Stunden. Das ist ein schulischer Rahmenlehrplan. Davon zu unterscheiden ist die bundesrechtliche Ausbildungsordnung vom 12.03.2024 (IndKflAusbV, in Kraft seit 01.08.2024), die unter anderem die betriebliche Berufsbildposition „kaufmännische Steuerung und Kontrolle durchführen“ enthält. Diese Regelwerke sind keine identischen Stunden- oder Aufgabenlisten. Stand der hier geprüften Verweise: 21.10.2026.


Von Geschäftsprozessen zum Konto


Geschäftsvorfall, Wertstrom und Beleg

Eine Bestellung allein ist nicht automatisch eine Buchung über einen Aufwand. Erst der konkrete wirtschaftliche Sachverhalt mit geeigneten Nachweisen entscheidet über die Buchung. Ein Geschäftsvorfall verändert mindestens zwei Kontenpositionen der doppelten Buchführung. Ein Beleg dokumentiert etwa Rechnung, Bankzahlung oder Abschreibung. Unterscheide den Material- oder Leistungsfluss vom Geldfluss: Auf Ziel gekaufte Maschinen werden bereits bei der Rechnung erfasst; die Zahlung folgt später.

Belegkette des Modellbetriebs: Eingangsrechnung E-101 über eine Werkzeugmaschine, Ausgangsrechnung A-201 über eine Dienstleistung, Bankauszüge B-01 bis B-03 sowie Abschreibungsbeleg AB-01. Für jeden Beleg notierst du Belegdatum, Geschäftspartner als fiktive Rolle, Leistung, Nettobetrag, Steuer, Gesamtbetrag und passende Konten. Eine reale Verarbeitung darf nur im freigegebenen betrieblichen System erfolgen.

Historischer englischsprachiger Buchungsauszug von 1926 als Anschauung: Schon die ältere doppelte Buchführung arbeitet mit gegenüberstehenden Kontoseiten; dies ist kein aktueller deutscher Kontenrahmen.


Soll, Haben und das Prinzip der doppelten Buchung

Jedes T-Konto hat links Soll und rechts Haben. Die Begriffe bedeuten nicht automatisch „gut“ und „schlecht“ oder „Zugang“ und „Abgang“: Welche Seite einen Zugang zeigt, hängt vom Kontotyp ab. Bei jeder vollständigen Buchung entspricht die Summe der Sollbeträge der Summe der Habenbeträge. Die Schreibweise „Sollkonto an Habenkonto“ nennt zuerst die Sollseite.

Prüfroutine: Was ist geschehen? Welcher Beleg weist es nach? Welche Konten sind betroffen? Welche Kontenart liegt vor? Ist es Zugang oder Abgang beziehungsweise Aufwand oder Ertrag? Auf welche Seite gehört der Betrag? Stimmen Soll und Haben überein?


Bestandskonten: Aktiva und Passiva


Aktive Bestandskonten

Aktivkonten erfassen Vermögenswerte wie Bank, Kasse, Maschinen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Anfangsbestand und Zugänge stehen im Soll, Abgänge im Haben. Der Endbestand ergibt sich rechnerisch aus Anfangsbestand plus Zugängen minus Abgängen. Bankguthaben ist damit ein Aktivkonto; ein Zahlungseingang erhöht den Bankbestand, ohne allein schon einen neuen Ertrag zu begründen.


Passive Bestandskonten

Passivkonten erfassen Kapitalquellen: etwa Eigenkapital, Darlehen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Anfangsbestand und Zugänge stehen im Haben, Abgänge im Soll. Eine Darlehensaufnahme erhöht das Bankguthaben und zugleich die Darlehensschuld; sie ist kein Umsatz und kein Gewinn. Eine Tilgung vermindert Bank und Darlehen; sie ist für sich kein Aufwand.

Englisch beschriftete grafische Bilanzdarstellung zur Orientierung. Für die folgenden Aufgaben gelten die deutschen Begriffe Aktiva, Passiva, Vermögen und Kapital.


Die Eröffnungsbilanz des Modellbetriebs

Die frei erfundene Nordblick Maschinenbau GmbH beginnt ihre Übungsperiode mit folgenden Werten in Euro (EUR):

Aktiva Betrag in EUR Passiva Betrag in EUR
Bank 20.000,00 Darlehen 10.000,00
Kasse 1.000,00 Eigenkapital 41.000,00
Maschinen 30.000,00 – –
Summe Aktiva 51.000,00 Summe Passiva 51.000,00

Die Summen sind gleich. Eröffne die Aktivkonten im Soll und die Passivkonten im Haben. Merke: Die Bilanz ist eine Stichtagsrechnung; eine bloße Umbuchung von Bank zu Kasse verändert weder die Bilanzsumme noch das Ergebnis.


Erfolgskonten: Aufwand und Ertrag


Aufwandskonten

Aufwand erfasst erfolgsmindernden Werteverzehr einer Periode, zum Beispiel Raumaufwand oder Abschreibungen. Eine laufende Aufwandsbuchung steht regelmäßig im Soll. Ein Aufwand kann zugleich eine Auszahlung sein, muss es aber nicht: Eine Abschreibung mindert den Buchwert einer Maschine und den Periodenerfolg, ohne dass im Zeitpunkt der Abschreibungsbuchung Geld fließt.


Ertragskonten

Ertrag erfasst erfolgserhöhende Wertentstehung einer Periode, zum Beispiel Umsatzerlöse für erbrachte Leistungen. Ein Ertrag wird regelmäßig im Haben gebucht. Er kann vor der Zahlung entstehen: Wird eine Dienstleistung auf Rechnung erbracht, entstehen eine Forderung und ein Umsatzerlös; der spätere Geldeingang tauscht lediglich Forderung gegen Bank.


Erfolgskonten und die GuV

Aufwands- und Ertragskonten sind Unterkonten der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und werden für den Periodenabschluss über sie abgeschlossen. Vereinfacht gilt: Gewinn = Erträge − Aufwendungen. Ein Gewinn erhöht das Eigenkapital, ein Verlust vermindert es. Erfolgskonten beginnen in der neuen Periode im Regelfall ohne eigenen Anfangsbestand, anders als Bestandskonten. Es ist falsch, jeden Geldzufluss Ertrag und jeden Geldabfluss Aufwand zu nennen.


Sechs Geschäftsfälle sicher zuordnen


Belege und Buchungssätze

Für die Lernrechnung nehmen wir bei zwei steuerpflichtigen Umsätzen den allgemeinen Umsatzsteuersatz von 19 % nach § 12 Absatz 1 UStG an. Der gesondert bezeichnete Vorsteuerbetrag wird nur im Modell einer zum Vorsteuerabzug berechtigten Unternehmung verwendet. Die echten Voraussetzungen für Rechnung, Steuerentstehung und Vorsteuerabzug müssen im Betrieb individuell geprüft werden. Bei der vereinfachten Raummiete wird ein Beleg ohne gesonderten Umsatzsteuerausweis unterstellt.

Beleg / Geschäftsvorfall Buchungssatz (Soll an Haben) Auswirkung
E-101: Maschine auf Ziel 5.000,00 EUR netto + 950,00 EUR Vorsteuer = 5.950,00 EUR brutto Maschinen 5.000,00 EUR und Vorsteuer 950,00 EUR an Verbindlichkeiten 5.950,00 EUR Aktivzugang und Passivzugang; kein sofortiger Aufwand für die angeschaffte Maschine
B-01: Raummiete 1.000,00 EUR per Bank, vereinfachter Beleg ohne Umsatzsteuerausweis Raumaufwand 1.000,00 EUR an Bank 1.000,00 EUR Aufwand entsteht; Bank sinkt
A-201: erbrachte Dienstleistung auf Ziel 4.000,00 EUR netto + 760,00 EUR Umsatzsteuer = 4.760,00 EUR brutto Forderungen 4.760,00 EUR an Umsatzerlöse 4.000,00 EUR und Umsatzsteuer 760,00 EUR Forderung steigt; Ertrag entsteht; Steuerverbindlichkeit entsteht
B-02: Kunde zahlt 4.760,00 EUR Bank 4.760,00 EUR an Forderungen 4.760,00 EUR Aktivtausch, kein neuer Ertrag
B-03: Lieferantenrechnung wird mit 5.950,00 EUR bezahlt Verbindlichkeiten 5.950,00 EUR an Bank 5.950,00 EUR Schulden und Bankbestand sinken; kein neuer Maschinenaufwand
AB-01: planmäßige Wertminderung der Maschine, vereinfachte direkte Buchung 1.200,00 EUR Abschreibungen 1.200,00 EUR an Maschinen 1.200,00 EUR Aufwand steigt; Maschinenbuchwert sinkt

Die Beträge sind Übungsdaten und keine echten Kontenrahmen-Kontonummern. In der Praxis können Abschreibungen indirekt über Wertberichtigungskonten erfasst werden; hier wird für das Grundverständnis direkt auf Maschinen gebucht.

Englischsprachige Beispielgrafik zu einem Forderungsbuchungssatz: Vergleiche die Logik mit dem Geschäftsvorfall A-201. Die konkreten Zahlen des Nordblick-Falls stehen ausschließlich in der Tabelle.

Deutschsprachiges Lernvideo „Was sind Bestandskonten?“ (StudioEinfach; YouTube; Inhalte anhand des Modellfalls überprüfen).


Vom Beleg zur richtigen Kontenklasse

E-101 berührt zunächst Bestandskonten, nicht das Erfolgskonto Maschinenaufwand. A-201 berührt zugleich das Aktivkonto Forderungen, das Ertragskonto Umsatzerlöse und das passive Steuerkonto. AB-01 berührt ein Aufwandkonto und ein Aktivkonto. Das zeigt: Ein Geschäftsvorfall kann Bestands- und Erfolgskonten gleichzeitig betreffen. Umsatzsteuer und Vorsteuer werden bei dieser angenommenen Regelbesteuerung getrennt von Umsatzerlös und Anschaffungskosten gebucht.

Fehlerkontrolle: Die E-101-Rechnung hat Soll 5.000,00 + 950,00 = 5.950,00 EUR und Haben 5.950,00 EUR. Die A-201-Rechnung hat Soll 4.760,00 EUR und Haben 4.000,00 + 760,00 = 4.760,00 EUR. Erst wenn Beträge, Beleg und Kontenart zusammenpassen, wird die Buchung im Übungsjournal freigegeben.


Periodenergebnis und Schlussbilanz prüfen


Den Erfolg der Periode berechnen

Die Nordblick GmbH erzielt 4.000,00 EUR Umsatzerlöse. Aufwendungen sind 1.000,00 EUR Raummiete und 1.200,00 EUR Abschreibung. 4.000,00 − 1.000,00 − 1.200,00 = 1.800,00 EUR Gewinn. Die Umsatzsteuer von 760,00 EUR und die Vorsteuer von 950,00 EUR sind in diesem Modell keine Erträge beziehungsweise Aufwendungen. Die Steuerkonten dürfen deshalb nicht in die 1.800,00 EUR Erfolgsrechnung hineingerechnet werden.


Bank, Maschine und Bilanz abstimmen

Bankendbestand: 20.000,00 − 1.000,00 + 4.760,00 − 5.950,00 = 17.810,00 EUR. Maschinenendbestand: 30.000,00 + 5.000,00 − 1.200,00 = 33.800,00 EUR. Kasse bleibt 1.000,00 EUR. Forderungen aus dem verkauften Auftrag stehen nach der Zahlung bei 0,00 EUR; die Verbindlichkeit aus E-101 nach Bezahlung ebenfalls bei 0,00 EUR.

Schlussbilanz – Aktiva EUR Schlussbilanz – Passiva EUR
Bank 17.810,00 Darlehen 10.000,00
Kasse 1.000,00 Eigenkapital nach Gewinn 42.800,00
Maschinen 33.800,00 Umsatzsteuer 760,00
Vorsteuerforderung 950,00 – –
Summe 53.560,00 Summe 53.560,00

Abstimmung: 41.000,00 EUR Anfangseigenkapital + 1.800,00 EUR Gewinn = 42.800,00 EUR Endeigenkapital. Die getrennt ausgewiesene Vorsteuerforderung von 950,00 EUR und Umsatzsteuerverbindlichkeit von 760,00 EUR könnten bei erfüllten Voraussetzungen im realen Verfahren saldiert beziehungsweise verrechnet werden; die Lerntabelle zeigt sie bewusst getrennt. Die Prüfung lautet: Aktivsumme 53.560,00 EUR = Passivsumme 53.560,00 EUR. Eine ausgeglichene Bilanz beweist allein noch nicht, dass sämtliche Buchungen sachlich richtig sind.


Lernen mit einer Audioquelle und einem Erklärvideo

Deutschsprachiges Audio-Aussprachebeispiel „Buchhaltung“ (Jeuwre, Wikimedia Commons); es ist kein fachlicher Lehrvortrag.

Deutschsprachiges Video „Buchen mit Erfolgskonten! Aufwendungen und Erträge verstehen“ (Herr Tafelschwamm; prüfe die Beispiele anhand der erklärten Soll-Haben-Regeln).

Wichtige Grenze: Diese selbst erstellte Lernsituation erläutert schulische Grundlagen. Sie stellt weder Steuer- oder Rechtsberatung noch eine fachliche oder rechtliche Freigabe für die Praxis dar. Für reale Buchungen gelten die betrieblichen Kontierungsregeln, Belege, Aufsicht, Prüfungsschritte und Berechtigungen.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Welches Konto der Nordblick GmbH ist ein aktives Bestandskonto? (Bank) (!Raumaufwand) (!Umsatzerlöse) (!Darlehenszinsen)



Begründete Rückmeldung: Das Bankkonto zeigt verfügbares Vermögen an einem Stichtag. Raumaufwand ist Aufwand, Umsatzerlöse sind Ertrag und Zinsen wären Aufwand.

Wie wird das Darlehen in Höhe von 10.000 Euro eingeordnet? (Passives Bestandskonto) (!Ertragskonto) (!Aktives Bestandskonto) (!Aufwandskonto)



Begründete Rückmeldung: Ein Darlehen ist eine Schuld und damit eine Kapitalquelle auf der Passivseite. Die Aufnahme erzeugt nicht automatisch Gewinn.

Wo wird der laufende Raumaufwand bei Buchung der Miete erfasst? (Im Soll des Aufwandskontos) (!Im Haben des Aufwandskontos) (!Im Soll des Ertragskontos) (!Nur in der Bilanz ohne Erfolg)



Begründete Rückmeldung: Aufwendungen mindern den Periodenerfolg und werden im vereinfachten Buchungsablauf im Soll des Aufwandskontos gebucht.

Welcher Kontotyp erfasst die Umsatzerlöse von 4.000 Euro? (Ertragskonto) (!Passives Darlehenskonto) (!Aktives Maschinenkonto) (!Aufwandskonto)



Begründete Rückmeldung: Umsatzerlöse erhöhen den Periodenerfolg; Erträge werden im Haben des Ertragskontos gebucht.

Auf welcher Seite steigt ein aktives Bankkonto? (Im Soll) (!Im Haben) (!Immer gleichzeitig in Soll und Haben) (!Auf keiner Kontenseite)



Begründete Rückmeldung: Bei aktiven Bestandskonten stehen Anfangsbestand und Zugänge im Soll. Ein Abgang wird im Haben erfasst.

Auf welcher Seite steigt eine Lieferantenverbindlichkeit? (Im Haben) (!Im Soll) (!Ausschließlich über die GuV) (!Auf der Ertragsseite)



Begründete Rückmeldung: Die Lieferantenverbindlichkeit ist ein passives Bestandskonto. Ein Schuldenzugang wird im Haben, die Zahlung im Soll gebucht.

Welche Aussage zum Maschinenkauf auf Ziel trifft im Übungsfall zu? (Maschinen und Vorsteuer steigen und Verbindlichkeiten steigen) (!Der Kauf ist sofort ein Umsatzerlös) (!Die Bank sinkt bereits bei der Rechnung) (!Die Maschine wird nur als Mietaufwand verbucht)



Begründete Rückmeldung: Die Rechnung E-101 begründet eine Maschine und eine Vorsteuerforderung gegen eine Verbindlichkeit. Eine Bankzahlung folgt erst später.

Was passiert bei Zahlung einer bereits gebuchten Kundenforderung? (Bank steigt und Forderungen sinken ohne neuen Ertrag) (!Umsatzerlöse werden erneut gebucht) (!Der Gewinn erhöht sich nochmals um den Bruttobetrag) (!Darlehen steigt automatisch)



Begründete Rückmeldung: Die Leistung wurde bei Rechnungstellung als Ertrag erfasst. Die spätere Zahlung ist ein Tausch zwischen zwei Aktivkonten.

Welchen Gewinn ergibt der vereinfachte Modellfall? (1.800 Euro) (!4.760 Euro) (!3.000 Euro) (!760 Euro)



Begründete Rückmeldung: Die Erträge betragen 4.000 Euro und die Aufwendungen 1.000 plus 1.200 Euro. Der Differenzbetrag ist 1.800 Euro Gewinn.

Wie hoch ist die angenommene Umsatzsteuer auf 4.000 Euro netto bei 19 Prozent? (760 Euro) (!950 Euro) (!4.760 Euro) (!190 Euro)



Begründete Rückmeldung: Vier Tausend Euro multipliziert mit 0,19 ergeben 760 Euro. Bruttobetrag und Steuer dürfen nicht verwechselt werden.


Memory: Begriffe zuordnen

Ordne jeder eindeutigen Kontenart ihre passende Erläuterung zu.

Aktivkonto Vermögenswert mit Zugang im Soll
Passivkonto Kapitalquelle mit Zugang im Haben
Aufwandskonto Erfasst Werteverzehr der Periode
Ertragskonto Erfasst erfolgserhöhende Wertentstehung
Forderung Anspruch auf Zahlung gegen einen Kunden
Verbindlichkeit Verpflichtung zur Zahlung an einen Gläubiger
Gewinn Positiver Unterschied zwischen Erträgen und Aufwendungen





Drag-and-Drop: Geschäftsfälle ordnen

Ordne dem Buchungsmerkmal die jeweilige fachliche Aussage zu.

Passender Begriff Beschreibung des Geschäftsvorfalls
Aktivmehrung Zunahme des Bankguthabens nach Forderungseinzug
Passivmehrung Entstehung der Lieferantenverbindlichkeit bei einem Kauf auf Ziel
Aktivminderung Verringerung des Maschinenbuchwerts durch Abschreibung
Aufwandsbuchung Erfassung des Raumaufwands im Soll
Ertragsbuchung Erfassung der Umsatzerlöse im Haben





Kreuzworträtsel: Buchhaltungssprache

Die Lösungen bestehen aus jeweils einem einzelnen Wort.

Bilanz Stichtagsübersicht über Vermögen und Kapital
Aufwand Erfolgsgröße, die das Ergebnis mindert
Ertrag Erfolgsgröße, die das Ergebnis erhöht
Forderung Anspruch eines Unternehmens gegen einen Schuldner
Darlehen Rückzahlungspflicht aus der Aufnahme fremden Kapitals
Buchung Erfassung eines Geschäftsvorfalls auf Konten





LearningApps: Weitere Zuordnungen

Suche zusätzliche Übungen zu Bestandskonten und Erfolgskonten; die Treffer sind Angebote Dritter und nicht Bestandteil der benoteten Lernkontrolle.


Lückentext: Überprüfe die Zusammenhänge

Ergänze die Begriffe und Zahlen aus dem Kurs.
Ein Bestandskonto beschreibt eine Größe zu einem

.
Aktivkonten erfassen grundsätzlich das

.
Passive Bestandskonten zeigen unter anderem das

.
Ein Zugang auf einem Aktivkonto steht im

.
Ein Zugang auf einem Passivkonto steht im

.
Ein Raumaufwand wird über ein

erfasst.
Umsatzerlöse werden über ein

erfasst.
Erfolgskonten werden über die

abgeschlossen.
Der Gewinn der fiktiven Nordblick GmbH beträgt

Euro.
Die Schlussbilanzsumme beträgt

Euro.
Eine Zahlung auf eine zuvor gebuchte Kundenforderung löst keinen neuen

aus.




Offene Aufgaben

Bearbeite ausschließlich die fiktiven Belege E-101, A-201, B-01, B-02, B-03 und AB-01. Gib bei jeder Berechnung Eurobeträge mit zwei Nachkommastellen an und beschreibe deinen Weg.


Leicht

  1. Bestandskonto: Erstelle eine Tabelle mit Bank, Maschinen, Kasse, Darlehen und Eigenkapital. Ordne jeden Begriff Aktiv- oder Passivbestand zu und begründe die Wahl jeweils mit einem Satz.
  2. Erfolgskonto: Vergleiche Raumaufwand, Abschreibungen und Umsatzerlöse. Ordne sie Aufwand oder Ertrag zu und nenne den Einfluss auf den Periodengewinn.
  3. Soll und Haben: Zeichne ein T-Konto Bank mit 20.000,00 EUR Anfangsbestand. Markiere, auf welcher Seite die spätere Kundenzahlung und die Mietzahlung eingetragen werden.
  4. Buchungsbeleg: Formuliere für Beleg E-101 eine Checkliste mit fünf Daten, die vor der Modellbuchung überprüft werden müssen. Verwende keine realen Rechnungen oder Kundendaten.


Standard

  1. Buchungssatz: Buche im Übungsjournal E-101 und A-201 vollständig mit Vorsteuer beziehungsweise Umsatzsteuer. Prüfe pro Beleg die Gleichheit von Soll und Haben.
  2. Forderungen: Stelle A-201 und B-02 gegenüber. Begründe schriftlich, warum die Zahlung von 4.760,00 EUR den bereits erfassten Ertrag nicht ein zweites Mal erhöht.
  3. Gewinn- und Verlustrechnung: Berechne aus 4.000,00 EUR Umsatzerlösen, 1.000,00 EUR Raumaufwand und 1.200,00 EUR Abschreibungen das Ergebnis. Erläutere, warum die Steuerkonten nicht darin enthalten sind.
  4. Bestandsvergleich: Berechne den Bankendbestand, den Maschinenendbestand und den Schlussbestand der Verbindlichkeiten aus E-101. Notiere jede verwendete Anfangsgröße, jeden Zugang und Abgang.


Schwer

  1. Fehleranalyse: Ein fiktiver Azubi bucht die Kundenzahlung nochmals auf Umsatzerlöse. Erläutere den Fehler, stelle den richtigen Buchungssatz auf und beziffere die unzulässige Erhöhung des ausgewiesenen Umsatzes.
  2. Jahresabschluss: Erstelle anhand der Kursdaten eine Schlussbilanz mit Vorsteuer und Umsatzsteuer getrennt und begründe rechnerisch, warum die Bilanzsumme 53.560,00 EUR erreicht.
  3. Kontenplan: Entwerfe ein visuelles Lernposter als Zuordnungsbaum mit vier Kontengruppen, mindestens acht Unterkonten und je einem selbst erdachten Geschäftsvorfall. Nutze keine vertraulichen Kontenpläne.
  4. Geschäftsprozess: Produziere ein zwei- bis dreiminütiges Erklärskript oder ein digitales Schaubild zu „Rechnung – Forderung – Zahlung – Erfolg“. Prüfe, ob die Darstellung Belegkette und Zeitpunkt der Ertragsentstehung fachlich unterscheidet.




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Lernkontrolle

  1. Kontenzuordnung: Ordne zehn von dir benannte Modellkonten einer der vier Kontengruppen zu, erkläre jeweils deine Begründung und lasse die Lösung durch einen Partner anhand der Regeln gegenprüfen.
  2. Buchungsprüfung: Kontrolliere E-101 auf Nettobetrag, 19 Prozent Vorsteuer und Bruttobetrag. Dokumentiere, warum 5.000,00 + 950,00 = 5.950,00 EUR im Soll und Haben dieselbe Summe ergeben.
  3. Ergebnisermittlung: Zeige mit einer vollständigen Rechnung, weshalb 4.000,00 − 1.000,00 − 1.200,00 = 1.800,00 EUR gilt, und erkläre den Einfluss des Ergebnisses auf das Eigenkapital.
  4. Liquidität: Vergleiche die Auswirkungen der Auftragserfassung A-201 und der Kundenzahlung B-02 auf Gewinn und Bankbestand. Trenne ausdrücklich Erfolgs- und Zahlungszeitpunkt.
  5. Bilanzgleichheit: Rekonstruiere die vier Aktivwerte 17.810,00, 1.000,00, 33.800,00 und 950,00 EUR sowie die Passivwerte 10.000,00, 42.800,00 und 760,00 EUR. Ermittle beide Summen und beschreibe Grenzen dieser formalen Prüfung.
  6. Transferaufgabe: Ein Lieferant gewährt einen Zahlungsaufschub für eine bereits verbuchte Rechnung. Erkläre, welche Bestandsposition bestehen bleibt, warum dadurch noch kein Aufwand entsteht und welche Belege du prüfen würdest.

Musterkontrolle: Richtwerte sind 950,00 EUR Vorsteuer bei E-101, 760,00 EUR Umsatzsteuer bei A-201, 1.800,00 EUR Gewinn, 17.810,00 EUR Bankendbestand, 33.800,00 EUR Maschinenendbestand und 53.560,00 EUR Schlussbilanzsumme. Für volle Punkte zählt neben dem Ergebnis der begründete Buchungsweg.




Lernnachweis

Dein Lernnachweis besteht aus einer begründeten Kontenarten-Matrix, sechs sachlich passenden Belegbuchungen mit Soll-Haben-Kontrolle, einer Berechnung des Periodengewinns und einer in sich stimmigen Schlussbilanz des erfundenen Unternehmens. Erkläre mündlich, warum eine Forderungszahlung kein neuer Ertrag ist, weshalb ein Darlehenszufluss keinen Gewinn erzeugt und wieso Abschreibungen ohne aktuelle Bankzahlung Aufwand sein können. Dokumentiere bei jedem Ergebnis die Rechenmethode und die Einheit EUR.

Bewertungsraster (Vorschlag): 25 Prozent Kontenklassifikation; 30 Prozent korrekte Buchungssätze und Belegbezug; 25 Prozent vollständige Gewinn- und Bilanzrechnung; 20 Prozent Fachbegründung und Fehlerprüfung. Fremde echte Belege, personenbezogene Daten oder betriebsinterne Unterlagen werden nicht verwendet.




OER und Wikipedia

Amtliche und fachliche Orientierung, überprüft am 21.10.2026:

Wikimedia-Commons-Mediennachweise (exakte Datei, Urheber, Lizenz und Quelle):

Eingebundene Datei Nachweis bei Wikimedia Commons Urheber laut Dateiseite Lizenz / Rechtehinweis
File:Double-entry example from 1926.png Historischer Kontenauszug Nelson Hindley Prouty, Buchscan 1926 Public Domain Mark 1.0
File:Balance Sheet 1.jpg Bilanzschema Moochieboy74 CC0 1.0
File:Record Journal Entry.gif Journal-Buchungsgrafik Nasir310 CC BY-SA 4.0
File:De-Buchhaltung.ogg Deutsche Aussprache „Buchhaltung“ Jeuwre CC BY-SA 4.0

Verifizierte externe Videos:

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https://www.youtube.com/watch?v=aJc7WLNhaMA Was sind Bestandskonten? StudioEinfach – Wissen, das Klick macht! YouTube-Nutzungsbedingungen; keine freie Nachnutzungslizenz behauptet
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Die beiden englischsprachigen Buchhaltungsbilder illustrieren historische beziehungsweise generische Darstellungen; für den deutschen Übungsfall sind die im Kurs erläuterten Regeln maßgeblich. Die externen Medien werden ohne Änderung eingebunden und nicht als Eigenproduktion bezeichnet. Die Commons-Dateien erfordern die angegebenen Quellen- und Lizenzangaben. Es werden keine geschützten Gesetzes-, Prüfungs- oder Lehrbuchvolltexte wiedergegeben.



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