Zum Inhalt springen

Flucht - Aston, Louise - Gedichtanalyse

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 19. Oktober 2026, 10:04 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (AI MOOC Plugin bd37bf4b18df0ef30e34003b32c65b38)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Flucht - Aston, Louise - Gedichtanalyse

QR-Code



Einleitung

Flucht von Louise Aston zeigt eine Stimme, die aus engen Grenzen ausbrechen will. Ein wilder Ritt wirkt zuerst wie Befreiung. Doch am Schluss bleibt Schmerz. Du liest den Text, untersuchst sprachliche Mittel und begründest deine Deutung mit Versen.

Zielgruppe: Klassen 9–10; Vertiefung für Klassen 11–13. Ziele: 40 Verse genau lesen, ein lyrisches Ich beschreiben, Form und Klang untersuchen, die Bilder des Gedichts verstehen und eine eigene Deutung belegen.

Louise Aston: Stich von Auguste Hüssener, vermutlich 1851 (gemeinfrei; Quellenangaben unten).


Textgrundlage und die vier Textarten

  • Quellfassung: die historisch überlieferte Schreibweise, z. B. „Muthig“ (V. 9). Der vollständige Text ist auch auf der vorhandenen Seite Gedicht – 3. Flucht – Aston, Louise zugänglich. Externe Vergleichsquelle: TextGrid, „3. Flucht“ (Gedicht aus Wilde Rosen). Die folgende Zitierfassung folgt TextGrid; Versnummern wurden zum Lernen ergänzt. Das historische Gedicht ist gemeinfrei.
  • Lesefassung: derselbe vollständige Text mit einigen modernisierten Schreibweisen, z. B. „Mutig“ und „Tal“. Sie ist keine neue Dichtung. Inhalt, Versfolge und die wesentlichen Wortformen bleiben erhalten. Für wörtliche Zitate verwende die Quellfassung.
  • Übersetzung / Übertragung: Das Gedicht ist bereits deutsch. Eine Übersetzung in eine andere Sprache ist hier nicht nötig. Eine kurze Sinnübertragung in heutige Alltagssprache steht unten und ist nicht als Zitat zu verwenden.
  • Interpretation: eine begründete Erklärung. Sie ist nicht der Wortlaut des Gedichts. Mehrere Deutungen können möglich sein, wenn sie durch Verse gestützt werden.


Quellfassung: 40 Verse in fünf Strophen

Historische Schreibung nach TextGrid. Die vorangestellten Zahlen gehören nicht zum Original.

Strophe 1 (V. 1–8)

1 Soll ich nicht brechen die engen Schranken?
2 Kurz ist der Jugend blühende Lust!
3 Länger ertrag' ich den Sturm der Gedanken,
4 Trage den Kampf nicht der sehnenden Brust!
5 Wild wie Bäche von Felsen schäumen,
6 Jauchzend hernieder in's schöne Thal:
7 Sehnt sich mein Geist aus den engen Räumen
8 Hin zu der Freiheit belebendem Strahl!

Strophe 2 (V. 9–16)

9 Muthig, mein Renner mit flatternden Mähnen!
10 Muthig hinein in die weite Welt!
11 Rasch, wie des Geistes geflügeltes Sehnen;
12 Wie das Gewölk am Himmelszelt!
13 Fliehen der Landschaft Bilder vorüber,
14 Dörfer und Wälder, Hügel und Thal:
15 Tob' ich aus des Gedankens Fieber;
16 Flieht mich der eigenen Seele Qual!

Strophe 3 (V. 17–24)

17 Mögen die Funken durchs Dunkel stieben;
18 Einsamer Hufschlag verhallen in Nacht!
19 So zerstob mein Hoffen, mein Lieben;
20 Sinkende Sterne in wilder Pracht.
21 Gähnende Schlünde zur Rechten, zur Linken;
22 Tanzende Lichter, dem Abgrund entsandt!
23 Mögen die Geister der Tiefe winken:
24 Meiner Seele sind sie verwandt!

Strophe 4 (V. 25–32)

25 Wettergewölk mag die Felsen umthürmen,
26 Blitze zucken von Höh' zu Höh'!
27 Frei ausathmet nur in Stürmen
28 Meine Brust ihr lastendes Weh!
29 Wenn der Donner mächtig die Felsen rüttelt;
30 Wenn die Gipfel geißelt des Sturms Gebraus:
31 Flüchtet der Dämon, der mich schüttelt,
32 Zu den Brüdern in's All hinaus.

Strophe 5 (V. 33–40)

33 Muthig, mein Renner mit flatternden Mähnen!
34 Bote des Sturms in geflügeltem Lauf!
35 Trocknet der Himmel die Wolkenthränen;
36 Steigen die ewigen Sterne auf!
37 Weh'! wenn die finstern Schleier schwinden,
38 Richt' ich die Blicke himmelwärts;
39 Winkt nur aus endlos tiefen Gründen
40 Mir mein unendlicher, tiefer Schmerz.


Lesefassung: orthografisch behutsam angepasst

Vollständige Lesefassung mit denselben 40 Versen. Nur eindeutig ältere Schreibweisen wurden angepasst; Verkürzungen wie „ertrag'“ bleiben wegen des Gedichtrhythmus erhalten. Die Lesefassung ersetzt keinen historischen Textbeleg.

Strophe 1 (V. 1–8)

1 Soll ich nicht brechen die engen Schranken?
2 Kurz ist der Jugend blühende Lust!
3 Länger ertrag' ich den Sturm der Gedanken,
4 Trage den Kampf nicht der sehnenden Brust!
5 Wild wie Bäche von Felsen schäumen,
6 Jauchzend hernieder ins schöne Tal:
7 Sehnt sich mein Geist aus den engen Räumen
8 Hin zu der Freiheit belebendem Strahl!

Strophe 2 (V. 9–16)

9 Mutig, mein Renner mit flatternden Mähnen!
10 Mutig hinein in die weite Welt!
11 Rasch, wie des Geistes geflügeltes Sehnen;
12 Wie das Gewölk am Himmelszelt!
13 Fliehen der Landschaft Bilder vorüber,
14 Dörfer und Wälder, Hügel und Tal:
15 Tob' ich aus des Gedankens Fieber;
16 Flieht mich der eigenen Seele Qual!

Strophe 3 (V. 17–24)

17 Mögen die Funken durchs Dunkel stieben;
18 Einsamer Hufschlag verhallen in Nacht!
19 So zerstob mein Hoffen, mein Lieben;
20 Sinkende Sterne in wilder Pracht.
21 Gähnende Schlünde zur Rechten, zur Linken;
22 Tanzende Lichter, dem Abgrund entsandt!
23 Mögen die Geister der Tiefe winken:
24 Meiner Seele sind sie verwandt!

Strophe 4 (V. 25–32)

25 Wettergewölk mag die Felsen umtürmen,
26 Blitze zucken von Höh' zu Höh'!
27 Frei ausatmet nur in Stürmen
28 Meine Brust ihr lastendes Weh!
29 Wenn der Donner mächtig die Felsen rüttelt;
30 Wenn die Gipfel geißelt des Sturms Gebraus:
31 Flüchtet der Dämon, der mich schüttelt,
32 Zu den Brüdern ins All hinaus.

Strophe 5 (V. 33–40)

33 Mutig, mein Renner mit flatternden Mähnen!
34 Bote des Sturms in geflügeltem Lauf!
35 Trocknet der Himmel die Wolkentränen;
36 Steigen die ewigen Sterne auf!
37 Weh'! wenn die finstern Schleier schwinden,
38 Richt' ich die Blicke himmelwärts;
39 Winkt nur aus endlos tiefen Gründen
40 Mir mein unendlicher, tiefer Schmerz.


Sinnübertragung in leichtes Deutsch

Die sprechende Person fühlt sich eingeengt. Sie möchte frei sein. Auf einem Pferd flieht sie schnell in die Natur. Das Unwetter passt zu ihrer inneren Unruhe. Der wilde Ritt wirkt kurz wie eine Erleichterung. Doch wenn sich der Himmel aufklart, spürt sie ihren Schmerz wieder. Das ist eine Erklärung des Inhalts, keine Übersetzung Vers für Vers.


Louise Aston und ihre Zeit

Louise Aston (1814–1871) schrieb Gedichte und setzte sich für mehr Selbstbestimmung von Frauen ein. Die Sammlung Wilde Rosen erschien 1846. Im Vormärz forderten viele Menschen politische Freiheit. Das Biedermeier betonte im kulturellen Leben oft das Private und Häusliche. Beide Strömungen bestanden im gleichen Zeitraum; einfache Gegensätze erklären nicht jedes Werk.

Zug zum Hambacher Fest 1832, Federlithografie von Erhard Joseph Brenzinger (gemeinfrei). Das Bild erklärt den historischen Freiheitsdiskurs; es zeigt keine Szene aus Astons Gedicht.

Denkfrage: Die „engen Schranken“ (V. 1) können persönliche Grenzen bezeichnen. Man kann sie auch im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Vorschriften lesen. Wichtig: Die lyrische Stimme ist nicht automatisch mit der Autorin gleichzusetzen. Ein genauer Anlass der Flucht wird im Gedicht nicht genannt.


Lyrisches Sprechen: Wer spricht?

Ein lyrisches Ich redet in der ersten Person. V. 3 nennt den „Sturm der Gedanken“, V. 7 den „Geist“ und V. 28 „Meine Brust“. Wir erleben den Aufbruch durch ihre Gefühle. Der „Renner“ wird direkt angerufen (V. 9 und 33). Das ist eine Anrede an das Pferd. Andere Personen antworten nicht.

Deutung: Die Stimme handelt mutig, ist aber auch verzweifelt. V. 24 zeigt ihre Nähe zu dunklen „Geistern der Tiefe“. Das Gedicht verbindet äußere Bewegung mit innerem Kampf.


Aufbau, Form und Klang

Es gibt fünf Strophen mit je acht Versen. Die Endreime sind oft kreuzweise angeordnet: In V. 1–4 reimen sich „Schranken“ / „Gedanken“ und „Lust“ / „Brust“ (Schema ABAB). In V. 5–8 folgt erneut ein Kreuzreim. In anderen Abschnitten gibt es auch ungenauere Klangpaare; prüfe sie beim lauten Lesen statt ein überall perfektes Schema zu behaupten.

Kurze Ausrufe, Fragen und wiederkehrende Anfänge erzeugen Tempo. Vergleiche „Muthig“ (V. 9, 10 und 33), „Mögen“ (V. 17, 23, 25) und „Wenn“ (V. 29, 30). Die Betonung ist lebhaft; ein vollkommen gleichmäßiges Metrum sollte nicht ohne genaue Prüfung behauptet werden.

Hör-Auftrag: Lies V. 9–16 laut. Sprich „Muthig“ energisch. Mache nach V. 16 eine Pause. Wie verändert das den Eindruck von Flucht und Qual?


Bilder: Bewegung, Sturm und Sterne

  • Schranken und enge Räume (V. 1, 7): ein Bild für Einschränkung.
  • Renner und flatternde Mähnen (V. 9, 33): das Pferd steht für schnelle Bewegung und einen möglichen Aufbruch.
  • Sturm, Donner, Dämon (V. 25–32): Naturgewalt macht den inneren Kampf fühlbar. Der „Dämon“ kann als Bild für eine quälende Kraft verstanden werden, nicht zwingend als wirkliche Gestalt.
  • Wolkentränen und Sterne (V. 35–36): das Wetter wird ruhiger. Der Gegensatz zu V. 40 macht deutlich: Äußere Ruhe beendet den inneren Schmerz nicht automatisch.

Historische Bewegungsstudie eines galoppierenden Pferdes (Fotografien von Eadweard Muybridge, 1887; Animation Waugsberg, gemeinfrei). Veranschaulichung des Tempos, keine Darstellung der Gedichtentstehung.

Satellitenanimation eines nächtlichen Gewitters 2025 (CSU/CIRA und NOAA/NESDIS; gemeinfrei). Sie veranschaulicht das Motiv „Sturm“, nicht die Zeit des Vormärz.

Höre genau hin:

Pferdewiehern als Klangbeispiel

(2,3 Sekunden) und

Donner als Klangbeispiel

(18 Sekunden). Beschreibe, ob die Geräusche eher Ruhe oder Bewegung auslösen. Es sind keine Gedichtrezitationen.


Zwei vertretbare Deutungen

Persönliche Lesart: Eine Person möchte Liebesleid und innere Unruhe durch einen Ritt vergessen. V. 19 „So zerstob mein Hoffen, mein Lieben“ und V. 40 „Mir mein unendlicher, tiefer Schmerz“ stützen diese Lesart.

Gesellschaftliche Lesart: Die „engen Schranken“ (V. 1) und die ersehnte Freiheit (V. 8) lassen sich auch als Wunsch nach Selbstbestimmung lesen. Das passt zu Astons Lebensumfeld im Vormärz. Der Text nennt aber kein konkretes Gesetz und keine bestimmte politische Forderung. Belege und Grenzen der Deutung gehören zusammen.

Carl Spitzweg: „Der arme Poet“ (1839, gemeinfrei). Vergleiche den engen Innenraum des Biedermeierbildes mit dem Bewegungsraum in Astons Gedicht. Die Werke erzählen nicht dieselbe Geschichte.


Medien: Videos zum geschichtlichen Kontext

Biedermeier für Klasse 9–10: „Die Biedermeierzeit einfach und kurz erklärt“, erklaerung-und-mehr (2024). Erläutert den Rückzug ins Private und die politische Restauration.

Vormärz und Junges Deutschland für Klasse 11–13: „Biedermeier, Vormärz u. Junges Deutschland (1/3)“, FT-Abi-Plattform (2015). Eine Schülerpräsentation mit Fragen und historischen Bezügen.

Beide Videos sind von ihren jeweiligen YouTube-Kanälen bereitgestellt und hier nur über YouTube eingebunden; keine Neuveröffentlichung oder freie Lizenz wird behauptet. Sie bieten Kontext, keinen Wortbeleg für „Flucht“.


Zitiergestütztes Lesequiz vorbereiten

Lies für jede Frage die Quellfassung. „V. 23–24“ bedeutet: Verse 23 und 24. Prüfe auch Gegenbelege. Besonders wichtig sind V. 1, 8, 9, 14, 17, 24, 27, 32, 35–36 und 40.


Gestufte Hilfen

  • Hilfe 1 – Finden: Unterstreiche in V. 1 und 8 die Wörter für Enge und Freiheit. Markiere in V. 40 das letzte Gefühlswort.
  • Hilfe 2 – Vergleichen: Stelle „Muthig“ (V. 9) und „Schmerz“ (V. 40) gegenüber. Schreibe für beide Wörter eine kurze Gefühlsbeschreibung.
  • Hilfe 3 – Begründen: Verwende den Satzanfang: „Der Ritt wirkt wie ..., weil in V. ... das Wort ... steht. Der Schluss zeigt aber ..., denn V. 40 nennt ...“. Für die Oberstufe: Überprüfe, ob die gesellschaftliche Deutung mehr ist als eine biografische Vermutung.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz: Textbelege prüfen

Pro Frage ist eine Antwort richtig. Alle Zitate beziehen sich auf die Quellfassung.

Was möchte die Stimme in „Soll ich nicht brechen die engen Schranken?“ (V. 1) tun? (Begrenzungen überwinden) (!Sich einschließen) (!Ein Haus bauen) (!Jemanden bestrafen)




Wofür steht „der Freiheit belebendem Strahl“ (V. 8) am ehesten? (Für erhoffte Befreiung) (!Für eine Sonnenfinsternis) (!Für eine Strafe) (!Für einen abgeschlossenen Traum)




Welche Wirkung hat „Muthig, mein Renner“ (V. 9 und V. 33)? (Es wiederholt den Antrieb zum Aufbruch) (!Es erklärt den Namen des Pferdes) (!Es wechselt zu einer fremden Figur) (!Es beendet beide Strophen)




Was zeigen „Dörfer und Wälder, Hügel und Thal“ (V. 14)? (Vorbeiziehende Landschaft bei schneller Bewegung) (!Eine ruhige Szene im Haus) (!Den Schulalltag) (!Eine Reise über das Meer)




Wie deutet die Stimme die „Geister der Tiefe“ in V. 23–24? (Als ihrer Seele verwandt) (!Als völlig bedeutungslos) (!Als eindeutig hilfreiche Engel) (!Als historische Personen)




Welche Funktion hat der Sturm in „Frei ausathmet nur in Stürmen“ (V. 27)? (Er ermöglicht ein Gefühl der Entlastung) (!Er verhindert jede Bewegung) (!Er steht nur für gutes Wetter) (!Er zeigt Zufriedenheit ohne Konflikt)




Was geschieht mit dem „Dämon“ laut V. 31–32? (Er flüchtet hinaus) (!Er wird zum Pferd) (!Er spricht die Autorin an) (!Er bleibt dauerhaft im Zimmer)




Was geschieht, wenn „der Himmel die Wolkenthränen“ trocknet (V. 35–36)? (Der Sturm klingt ab und Sterne erscheinen) (!Das Pferd verschwindet sofort) (!Ein Krieg wird beschrieben) (!Die Sonne geht auf)




Wie endet das Gedicht in „Mir mein unendlicher, tiefer Schmerz“ (V. 40)? (Der innere Schmerz bleibt bestehen) (!Alle Sorgen sind gelöst) (!Die Stimme erreicht ihr Ziel ohne Zweifel) (!Der Schauplatz wechselt ins Haus)




Welche Stimmung stützt „Mögen die Funken durchs Dunkel stieben“ (V. 17)? (Gefahr und starke Erregung) (!Heitere Gelassenheit) (!Langeweile) (!Sachliche Distanz)





Memory: Begriff und Bedeutung

Verbinde jeden Begriff mit genau einer passenden Erklärung.

Lyrisches Ich Die sprechende Stimme des Gedichts
Kreuzreim Reime meist abwechselnd in der Folge ABAB
Wiederholung Derselbe sprachliche Ausdruck kehrt zurück
Metapher Ein Bild überträgt eine Bedeutung
Vormärz Politisch geprägte Zeit vor der Märzrevolution 1848
Lesefassung Text mit behutsam angepasster Schreibweise





Drag and Drop: Bild und Deutung

Ordne die fünf Bilder ihrer passenden Wirkung zu.

Ordne den passenden Begriff zu Wirkung im Gedicht
Schranken Bild für Begrenzung und Enge
Renner Bild für schnellen Aufbruch
Donner Naturkraft als Spiegel der inneren Erregung
Wolkentränen Personifikation des Himmels
Sterne Ruhe am Himmel als Gegensatz zur fortbestehenden Qual





Kreuzworträtsel: Wörter aus dem Gedicht

Gesucht ist immer genau ein Wort.

Schranken Was will die Stimme laut V. 1 brechen?
Freiheit Wonach sehnt sich der Geist in V. 8?
Renner Wie nennt die Stimme ihr Pferd in V. 9?
Stürmen In welchen Naturereignissen atmet die Brust laut V. 27 frei?
Sterne Was steigt in V. 36 auf?
Schmerz Welches Gefühl steht am Ende von V. 40?





LearningApps

Suche vorhandene interaktive Übungen zu Louise Aston und der Gedichtanalyse. Diese Suche ist kein Nachweis für eine bereits geprüfte Einzelübung.


Lückentext

Ergänze die zentralen Begriffe. Nutze pro Satz genau eine Lücke.

Ergänze passende Wörter.
Das Gedicht hat fünf

.
Jede Strophe besteht aus acht

.
Die sprechende Stimme nennt enge

.
Der schnelle Aufbruch wird durch den

dargestellt.
Der Donner passt zur inneren

.
Am Schluss bleibt der tiefe

.
Eine Erklärung muss sich durch einen

stützen lassen.




Offene Aufgaben

Wähle zuerst deine Stufe. Drei Schreibaufträge sind besonders gekennzeichnet. Nutze möglichst genaue Versangaben.


Leicht

  1. Schreibauftrag A – Gefühle beschreiben: Schreibe fünf einfache Sätze über die Gefühle am Anfang und am Ende. Zitiere V. 1 und V. 40.
  2. Wortsuche: Markiere fünf Wörter für Bewegung. Notiere zu jedem Wort die Verszahl und eine kurze Wirkung.
  3. Wer spricht?: Erkläre in drei Sätzen den Unterschied zwischen Louise Aston und dem lyrischen Ich. Nenne V. 3 oder V. 28.
  4. Bildwörter: Erkläre in eigenen Worten „Schranken“ (V. 1) und „Wolkentränen“ (V. 35).


Standard

  1. Schreibauftrag B – kurze Analyse: Schreibe einen Absatz mit Behauptung, Verszitat und Erklärung über den „Renner“ in V. 9 und V. 33.
  2. Reimprüfung: Bestimme die Endreime der V. 1–8. Notiere das Schema und lies die Reimwörter laut.
  3. Zwei Lesarten: Formuliere eine persönliche und eine gesellschaftliche Deutung von „engen Schranken“ (V. 1). Begründe beide vorsichtig.
  4. Bildvergleich: Vergleiche Spitzwegs „Der arme Poet“ und die Außenwelt bei Aston. Schreibe sechs bis acht Sätze ohne die Bilder gleichzusetzen.


Schwer

  1. Schreibauftrag C – Deutungsthese: Verfasse eine gegliederte Interpretation mit These, mindestens vier korrekten Versbelegen, möglicher Gegenlesart und Schluss.
  2. Biografie kritisch prüfen: Vergleiche einen belegten Lebensaspekt Astons mit V. 1 und V. 8. Erkläre ausdrücklich, weshalb Autorin und lyrisches Ich nicht identisch sein müssen.
  3. Klang untersuchen: Vergleiche V. 9–16 und V. 33–40 nach Wiederholung, Reim, Ausrufen und Sprechtempo. Prüfe dabei auch ungenaue Reime.
  4. Deutungsgrenzen: Formuliere ein Urteil, ob „Flucht“ eher persönliches Leid oder gesellschaftliche Unfreiheit gestaltet. Trenne sichere Textbefunde von Vermutungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Sprechsituation: Begründe mit V. 3, 7 und 28, weshalb das Gedicht aus einer persönlichen Sicht erzählt ist.
  2. Form und Wirkung: Weise das Schema der V. 1–8 nach und erkläre, ob der Klang zur Bewegung passt.
  3. Bilder im Zusammenhang: Vergleiche die Wirkung von „Renner“ (V. 9) und „Dämon“ (V. 31).
  4. Wendepunkt: Erkläre anhand von V. 35–40, warum das Aufklaren nicht zu einem eindeutig glücklichen Ende führt.
  5. Historischer Transfer: Zeige, welche Textstellen eine Freiheitslesart erlauben und welche keine eindeutige politische Aussage enthalten.
  6. Quellkritik: Vergleiche „Muthig“ / „Mutig“ und „Thal“ / „Tal“. Begründe, warum wörtliche Belege aus der Quellfassung stammen sollten.




Lernnachweis

Du kannst am Ende nachweisen, dass du das 40-verse Gedicht genau gelesen hast: durch einen markierten Text, ein überprüftes Reimschema, richtige Antworten im Lesequiz, eine kurze oder ausführliche Interpretation und drei passende Verszitate. In der Oberstufe zeigst du zusätzlich eine begründete Gegenlesart. Bewerte eine Deutung anhand ihrer Textbelege, nicht nach einer vermuteten Absicht der Autorin.




OER und Wikipedia

Originaltext / wissenschaftliche Quelle: TextGrid Repository: Aston, Wilde Rosen, „3. Flucht“ (TextGrid Digitale Bibliothek; Quellgedicht gemeinfrei; TextGrid-Bearbeitung/Annotation unter CC BY 3.0 DE mit Nennung TextGrid und www.editura.de). Zusätzlich vorhandene MOOCwiki-Textseite; keine zweite Gedicht-Textseite wird angelegt.

Historische Einordnung: Bundeszentrale für politische Bildung: Der deutsche Vormärz, Deutsches Historisches Museum: Vormärz und Revolution, Wikisource: Louise Aston.

Wikipedia: Biografie von Louise Aston. Der folgende Wikipedia-Rahmen ist Hintergrundwissen und keine Gedicht-Quellfassung:

Bild-, Ton- und Animationsnachweise (alle auf Wikimedia Commons geprüft):

Die Medien sind Illustration und Lernanlass, keine historischen Bild- oder Tonaufnahmen des Gedichts. Medien werden nicht neu erzeugt und nicht als eigene ausgegeben. YouTube-Beiträge bleiben Inhalte ihrer jeweiligen Rechteinhaber und sind nicht als OER ausgezeichnet.



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...