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Die Stadt - Lichtenstein, Alfred - Gedichtanalyse

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Die Stadt - Lichtenstein, Alfred - Gedichtanalyse

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Die Stadt - Lichtenstein, Alfred - Gedichtanalyse

Alfred Lichtenstein: Die Stadt (1913)

Zielgruppe: Klasse 9–10, mit Vertiefung für Klasse 11–13

Thema: Moderne, Expressionismus, Großstadtlyrik, Gedichtanalyse

Lernziele: Du untersuchst Inhalt, Form, Klang und Bildsprache. Du lernst, Beobachtungen mit Verszitaten zu belegen und eigene Deutungen zu begründen.


Einleitung

„Ein weißer Vogel ist der große Himmel.“ (V. 1)

So beginnt Alfred Lichtensteins Gedicht Die Stadt aus dem Jahr 1913. Es zeigt eine Stadt voller ungewöhnlicher Bilder. Häuser wirken wie alte Menschen. Der Wind wird zu einem mageren Hund. Ein einsamer Mensch sucht seine Geliebte und wird verspottet.

Leitfrage: Warum wirkt diese Stadt so traurig und bedrückend?

Alfred Lichtenstein (1889–1914), Aufnahme von 1914.


Gedichttext und Quellen


Quellfassung: Der Originaldruck von 1913

Das Gedicht erschien am 4. Oktober 1913 in der Zeitschrift Die Aktion, Jahrgang 3, Nummer 40, Spalte 945.

Originalquelle:

Digitalisat der Originalausgabe von Die Aktion, Spalte 945, Universität Wuppertal

Historisches Digitalisat bei Wikimedia Commons

Der Originaldruck ist die Quellfassung. Er zeigt, wie das Gedicht 1913 tatsächlich gedruckt wurde.

Achte auf die alte Schreibweise „blinde Kuh“ in Vers 10 und die zwei Punkte nach „fände“ in Vers 8. Beides steht so im Originaldruck.


Lesefassung: Das Gedicht lesen

Die folgende Lesefassung übernimmt die zwölf Verse aus dem Originaldruck von 1913. Die Zeilen werden hier übersichtlich in vier Strophen dargestellt. Die historische Schreibweise bleibt erhalten.

Alfred Lichtenstein: Die Stadt

Ein weißer Vogel ist der große Himmel.
Hart unter ihn geduckt stiert eine Stadt.
Die Häuser sind halbtote alte Leute.

Griesgrämig glotzt ein dünner Droschkenschimmel.
Und Winde, magre Hunde, rennen matt.
An scharfen Ecken quietschen ihre Häute.

In einer Straße stöhnt ein Irrer: Du, ach, du –
Wenn ich dich endlich, o Geliebte, fände ..
Ein Haufen um ihn staunt und grinst voll Spott.

Drei kleine Menschen spielen blinde Kuh –
Auf alles legt die grauen Puderhände
der Nachmittag, ein sanft verweinter Gott.

Vorhandene Textseite: Gedicht – Die Stadt – Lichtenstein, Alfred

Weitere überprüfte Lesefassungen:

Wikisource: Die Stadt

TextGrid: Die Stadt

Wichtig: In manchen digitalen Fassungen steht „Blindekuh“ statt „blinde Kuh“. Auch die Zeichensetzung und Großschreibung können abweichen. Wenn Du zitierst, nenne deshalb die benutzte Fassung. In diesem Kurs gelten die Versnummern des Originaldrucks.


Übersetzung und Interpretation unterscheiden

Übersetzung: Eine Übersetzung überträgt einen Text in eine andere Sprache. Das Gedicht ist bereits deutsch. Deshalb brauchst Du hier keine Übersetzung ins Deutsche.

Übertragung in einfache Sprache: Du kannst schwierige Ausdrücke erklären. Zum Beispiel:

  1. Droschkenschimmel: Ein helles Pferd, das eine Pferdekutsche zieht.
  2. stieren: Starr und lange auf etwas schauen.
  3. griesgrämig: Schlecht gelaunt oder mürrisch.
  4. Puderhände: Ein Bild für Hände, die wie feiner Staub wirken.

Diese Erklärungen sind keine zusätzlichen Originalverse.

Interpretation: Eine Interpretation fragt nach der möglichen Bedeutung eines Textes. Sie muss durch wirkliche Wörter und Verse begründet sein.


Epoche: Moderne und Expressionismus

Das Gedicht gehört zur literarischen Moderne und zum Expressionismus.

Um 1900 wuchsen viele Städte stark. Neue Verkehrsmittel, Fabriken und dichte Wohnviertel veränderten den Alltag. Viele Menschen erlebten die Stadt zugleich als aufregend und anstrengend.

Expressionistische Künstler zeigten häufig Angst, Einsamkeit und starke Gefühle. Sie nutzten überraschende Sprachbilder und ungewöhnliche Formen.

Wichtig: Das Gedicht erschien 1913, also vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Es darf deshalb nicht einfach als Reaktion auf diesen Krieg erklärt werden.

Berlin um 1910: Historische Stadtansicht als Vergleich zum Gedicht.

Medienimpuls: Vergleiche die historische Fotografie mit Vers 2: „Hart unter ihn geduckt stiert eine Stadt.“ Was zeigt das Foto? Was verändert das Gedicht durch seine Sprache?


Bewegte Bilder: Berlin um 1900

Das folgende Video von ZDF/Terra X zeigt Wohnverhältnisse in Berlin zur Kaiserzeit. Es ist kein Film über das Gedicht selbst.

Datei:So wohnten die Berliner in der Kaiserzeit (CC BY 4.0).webm

Beobachtungsfrage: Warum könnte das Leben in einer schnell wachsenden Stadt bei manchen Menschen Enge oder Überforderung auslösen?


Lernvideo: Der Expressionismus

erklaerung-und-mehr: Die Literaturepoche Expressionismus einfach und kurz erklärt (2025).


Gedichtanalyse


Inhalt und lyrisches Sprechen

Das Gedicht zeigt nacheinander mehrere Eindrücke einer Stadt.

In den Versen 1–3 erscheinen Himmel, Stadt und Häuser. In den Versen 4–6 folgen ein Pferd und windige, unruhige Bilder.

In den Versen 7–9 ruft eine Person nach ihrer Geliebten. Die Umstehenden reagieren mit Spott. Zum Schluss zeigt das Gedicht drei kleine Menschen beim Spiel und einen traurigen Nachmittag.

Wer spricht? Eine beobachtende Stimme beschreibt die Stadt. Ein ausdrückliches lyrisches Ich ist in dieser Beschreibung nicht zu erkennen.

Das Wort „ich“ in Vers 8 gehört zur direkten Rede des als „Irrer“ bezeichneten Menschen. Es ist nicht automatisch die Stimme des ganzen Gedichts.

Deutungsfrage: Warum nennt das Gedicht die Umstehenden nur „Ein Haufen“ (V. 9)?


Form und Reimschema

Das Gedicht hat zwölf Verse in vier Strophen mit jeweils drei Versen.

Die Reime verbinden jeweils zwei Strophen:

Strophe 1: a b c
Strophe 2: a b c

Strophe 3: d e f
Strophe 4: d e f

Das erkennst Du zum Beispiel an den Reimpaaren:

  1. „Himmel“ und „Droschkenschimmel“ (V. 1 und 4).
  2. „Stadt“ und „matt“ (V. 2 und 5).
  3. „Leute“ und „Häute“ (V. 3 und 6).
  4. „Spott“ und „Gott“ (V. 9 und 12).

Der Rhythmus ist überwiegend jambisch und oft fünfhebig. Einzelne Verse weichen beim Sprechen von diesem Grundmuster ab.

Vertiefung für Klasse 11–13: Prüfe, wie sich die Rede des Menschen in Vers 7–8 auf den gleichmäßigen Rhythmus auswirkt.


Klang und sprachliche Mittel

Alliteration: „Griesgrämig glotzt“ (V. 4). Beide Wörter beginnen mit demselben Laut. Das verstärkt den mürrischen Eindruck.

Lautwirkung: „quietschen“ (V. 6) und „stöhnt“ (V. 7) lassen die Stadt unangenehm und klagend klingen.

Wiederholung: „Du, ach, du“ (V. 7) macht die Sehnsucht der rufenden Figur hörbar.

Zeilensprung: In Vers 11–12 beginnt ein Satzteil mit „Auf alles legt die grauen Puderhände“, bevor in Vers 12 das handelnde Subjekt „der Nachmittag“ erscheint.

Untersuchung: Lies Vers 4–9 laut. Welche Wörter klingen hart? Welche eher traurig?


Bildsprache und Wirkung

Vers Textbeleg Mögliches Verständnis
1 „Ein weißer Vogel ist der große Himmel.“ Der Himmel erscheint als Vogel. Das kann Weite und Freiheit zeigen.
2 „stiert eine Stadt“ Die Stadt erhält eine menschliche Handlung. Sie wirkt unheimlich.
3 „halbtote alte Leute“ Häuser werden mit erschöpften Menschen gleichgesetzt.
5 „Winde, magre Hunde“ Die Winde erscheinen wie ausgemergelte Hunde. Das ist ein Vergleichsbild ohne das Wort „wie“.
9 „Ein Haufen“ und „Spott“ Die Umstehenden wirken wenig mitfühlend.
12 „der Nachmittag, ein sanft verweinter Gott“ Die Tageszeit wird als trauriges, gottähnliches Wesen dargestellt.

Merke: Das sind mögliche Deutungen. Ein Bild kann mehr als eine Bedeutung haben. Entscheidend ist, wie Du Deine Erklärung mit dem Text begründest.

Ernst Ludwig Kirchner: Potsdamer Platz (1914). Expressionistische Malerei als Vergleich.

Bildvergleich: Findest Du im Gemälde ähnliche Gefühle wie im Gedicht? Unterscheide zwischen dem, was Du siehst, und dem, was Du vermutest.


Mögliche Deutungen

Deutung 1 – Einsamkeit: Der Mensch ruft nach seiner Geliebten, aber die Menge reagiert mit Spott (V. 7–9). Nähe scheint schwierig.

Deutung 2 – Erschöpfung: Die „halbtote[n] alte[n] Leute“ (V. 3) und die „magre[n] Hunde“ (V. 5) erzeugen den Eindruck einer müden Stadt.

Deutung 3 – Traurige Welt: Der „sanft verweinte Gott“ (V. 12) kann bedeuten, dass die Traurigkeit den ganzen Stadtraum überzieht.

Offene Frage: Ist der weiße Vogel in Vers 1 ein Hoffnungsbild oder gehört er ebenfalls zur bedrückenden Stimmung?


Medienwerkstatt: Sehen und Hören


Hörbeispiel: Wie klingt eine heutige Stadt?

Das folgende Audio zeigt Straßengeräusche in Berlin im Jahr 2026. Es ist keine historische Aufnahme von 1913 und keine Rezitation des Gedichts.

Hörauftrag: Welche Geräusche hörst Du? Vergleiche sie mit „quietschen“ (V. 6) und „stöhnt“ (V. 7). Erkläre, wie sich Wirklichkeit und dichterische Darstellung unterscheiden.


Weiteres Lernvideo

Simpel2Learn: Expressionismus – Literaturepoche und ihre Merkmale (2021).


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Lesequiz mit Versbelegen: Nutze die Lesefassung. Jede Frage bezieht sich auf einen überprüfbaren Vers oder die Form des Gedichts.

Was wird in Vers 1 mit einem weißen Vogel gleichgesetzt? (Der große Himmel) (!Der Droschkenschimmel) (!Der Nachmittag) (!Ein Haus)




Was tut die Stadt in Vers 2 laut dem Wortlaut? (Sie stiert) (!Sie singt) (!Sie tanzt) (!Sie schläft)




Womit werden die Häuser in Vers 3 gleichgesetzt? (Mit halbtoten alten Leuten) (!Mit weißen Vögeln) (!Mit lachenden Kindern) (!Mit hohen Bäumen)




Welche beiden Wörter bilden in Vers 4 eine Alliteration? (Griesgrämig glotzt) (!Dünner Droschkenschimmel) (!Weiße Himmel) (!Stadt matt)




Was wird in Vers 5 als magere Hunde dargestellt? (Die Winde) (!Die Häuser) (!Die Wolken) (!Die Zuschauer)




Welches Geräuschwort steht in Vers 6? (quietschen) (!flüstern) (!klappern) (!singen)




Wen sucht die sprechende Figur in Vers 8? (Die Geliebte) (!Den Vater) (!Einen Arzt) (!Einen Freund)




Wie reagiert die Menschenmenge in Vers 9? (Sie grinst voll Spott) (!Sie hilft dem Menschen) (!Sie geht schweigend weg) (!Sie singt gemeinsam)




Was spielen drei kleine Menschen in Vers 10? (blinde Kuh) (!Verstecken) (!Fangen) (!Schach)




Wer wird in Vers 12 als verweinter Gott beschrieben? (Der Nachmittag) (!Der Himmel) (!Der Droschkenschimmel) (!Der Irrer)





Memory

Ordne den Fachbegriffen passende Beispiele oder Erklärungen zu.

Metapher Himmel als weißer Vogel
Personifikation stierende Stadt
Alliteration griesgrämig glotzt
Direkte Rede Du ach du
Enjambement Satz läuft über eine Versgrenze
Reimpaar Spott und Gott





Drag and Drop

Ordne die sprachlichen Bilder den passenden Begriffen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Gemeinter Gegenstand oder Zusammenhang
weißer Vogel Himmel
halbtote alte Leute Häuser
magre Hunde Winde
Ruf nach der Geliebten Sehnsucht
graue Puderhände Nachmittag





Kreuzworträtsel

Finde die gesuchten Wörter aus dem Gedicht.

Himmel Was wird im ersten Vers als weißer Vogel bezeichnet?
Stadt Wer stiert im zweiten Vers?
Häuser Was wird im dritten Vers mit alten Leuten gleichgesetzt?
Winde Was wird im fünften Vers als magere Hunde beschrieben?
Spott Welches Wort bezeichnet die Reaktion der Menge in Vers neun?
Nachmittag Wer wird am Ende als verweinter Gott dargestellt?





LearningApps

Hier findest Du bereits bestehende Übungen zum Thema.


Lückentext

Vervollständige die Sätze zum Gedicht.
Alfred Lichtensteins Gedicht erschien im Jahr

.
Das Gedicht besteht aus vier

.
Insgesamt umfasst das Gedicht zwölf

.
In Vers eins erscheint der Himmel als weißer

.
Die Häuser werden in Vers drei mit alten

gleichgesetzt.
In Vers fünf werden die Winde als magere

beschrieben.
Die gleiche Anfangslautung von „Griesgrämig glotzt“ heißt

.
Ein Reimpaar lautet „Spott“ und

.
Die umstehenden Menschen zeigen in Vers neun wenig

.
Das Gedicht gehört zur literarischen Strömung des

.
Eine begründete Erklärung der möglichen Bedeutung nennt man

.




Gestufte Hilfen

Die Hilfen unterstützen Dich bei den offenen Aufgaben.


Hilfe zur Bildsprache

Hilfe 1 – Finden: Suche ein ungewöhnliches Bild und schreibe seine Versnummer auf.

Hilfe 2 – Erklären: Beschreibe, was mit diesem Bild gemeint sein könnte.

Hilfe 3 – Formulieren: Verwende diesen Satzanfang: „In Vers ... wird ... als ... dargestellt. Dadurch wirkt ...“


Hilfe zur Form und zum Klang

Hilfe 1 – Hören: Lies die Verse laut.

Hilfe 2 – Untersuchen: Markiere Reimwörter, Wiederholungen und auffällige Laute.

Hilfe 3 – Begründen: Erkläre, wie ein sprachliches Mittel die Wirkung verändert.


Hilfe zur Interpretation

Hilfe 1 – Beobachten: Was geschieht mit dem Menschen in Vers 7–9?

Hilfe 2 – Verbinden: Vergleiche diese Szene mit der Darstellung der Häuser oder des Nachmittags.

Hilfe 3 – Schreiben: Beginne mit: „Das Gedicht kann als Kritik an ... gelesen werden, weil ...“


Offene Aufgaben


Leicht – Klasse 9–10

  1. Ein Bild erklären: Wähle ein Sprachbild aus dem Gedicht. Schreibe fünf bis sechs Sätze. Erkläre seine mögliche Wirkung und nenne die richtige Versnummer. Du kannst dazu eine kleine Zeichnung anfertigen.


Standard – Klasse 9–11

  1. Ein kreativer Perspektivwechsel: Schreibe einen inneren Monolog aus Sicht des Menschen, der seine Geliebte sucht. Verwende acht bis zwölf Sätze. Beziehe Dich danach in zwei erklärenden Sätzen auf die Verse 7–9 und unterscheide Deine erfundenen Gedanken vom Originaltext.


Schwer – Klasse 11–13

  1. Eine begründete Interpretation: Schreibe eine Gedichtanalyse mit Einleitung, Hauptteil und Schluss. Untersuche lyrisches Sprechen, Reimschema, Rhythmus, Bildsprache und mindestens zwei mögliche Deutungen. Belege Deine Aussagen mit mindestens fünf korrekt zugeordneten Verszitaten. Erkläre auch, welche Unsicherheiten bei der Deutung bleiben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Text und Wirkung: Erkläre anhand von zwei Zitaten, warum die Stadt bedrückend wirken kann.
  2. Sprechsituation: Begründe, warum die direkte Rede in Vers 7–8 nicht automatisch die Stimme des lyrischen Sprechers ist.
  3. Form und Bedeutung: Zeige, wie regelmäßige Reime und beunruhigende Bilder zusammenwirken.
  4. Unterschiedliche Deutungen: Entwickle zwei mögliche Bedeutungen des weißen Vogels und belege Deine Gedanken mit dem Gedicht.
  5. Epochenvergleich: Vergleiche ein Sprachbild des Gedichts mit Kirchners Gemälde. Begründe, was beide Darstellungen expressionistisch wirken lässt.
  6. Textfassungen prüfen: Erkläre den Unterschied zwischen dem Originaldruck „blinde Kuh“ und der Schreibweise „Blindekuh“ in einer digitalen Fassung. Warum ist Quellentreue beim Zitieren wichtig?



Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Den Autor, das Erscheinungsjahr und den Epochenkontext richtig nennst.
  2. Inhalt und Sprechsituation in eigenen Worten erklärst.
  3. Vier Strophen, zwölf Verse und das Reimschema richtig bestimmst.
  4. Mindestens drei sprachliche Mittel mit echten Zitaten belegst.
  5. Zu jedem Zitat eine nachvollziehbare Wirkung erklärst.
  6. Mindestens eine eigene Deutung begründest und alternative Deutungen zulässt.
  7. Quellfassung, Lesefassung, sprachliche Übertragung und Interpretation unterscheidest.
  8. Bei schriftlichen Arbeiten Versnummern und Textgrundlage angibst.

Bewertungsschwerpunkt: Nicht das bloße Nennen von Fachbegriffen ist entscheidend. Wichtig ist die Verbindung von Beobachtung, Textbeleg und Erklärung.



OERs zum Thema

Originaltext und weitere Lernangebote:

  1. Vorhandene Gedichtseite auf MOOCwiki
  2. Bestehender MOOCwiki-Kurs zur Gedichtanalyse
  3. Wikisource – Die Stadt
  4. TextGrid – wissenschaftliche digitale Textausgabe
  5. Originaldruck von 1913 – Universität Wuppertal
  6. Studyflix – Expressionismus in der Literatur
  7. Studyflix – Expressionistische Gedichte analysieren

Wikipedia zum Autor:

Wikipedia zum Expressionismus:

Hinweis: Der Wikipedia-Artikel „Die Stadt (Gedicht)“ behandelt ein anderes Gedicht von Theodor Storm. Er ist keine Quelle für Lichtensteins Text.


Mediennachweise und Lizenzen

Die folgenden Medien stammen aus bestehenden Quellen. Für diesen aiMOOC wurde kein eigenes Bild, Audio oder Video erzeugt.

  1. Originaldruck: Alfred Lichtenstein, Die Stadt, in Die Aktion, 4. Oktober 1913, Sp. 945. Digitalisat: Staatsbibliothek Berlin, auf Wikimedia Commons verfügbar. Quelldatei. Lizenzkennzeichnung: Public Domain.
  2. Autorenfoto: Alfred Lichtenstein 1914.jpg, Fotograf unbekannt, 1914, Quelle Zeno.org. Dateiseite. Lizenzkennzeichnung: Public Domain.
  3. Historisches Berlin: Berlin Friedrichstr Victoria Hotel (um 1910).jpg, historische Ansichtskarte, Fotograf unbekannt, um 1910. Dateiseite. Lizenzkennzeichnung: Public Domain.
  4. Expressionistische Malerei: Ernst Ludwig Kirchner, Potsdamer Platz, 1914. Dateiseite. Lizenzkennzeichnung: Public Domain.
  5. Geschichtsvideo: So wohnten die Berliner in der Kaiserzeit, ZDF/Terra X/Story House Productions, Jochen Ruderer, Jürgen Rehberg, Ronald Rist, Eike Wichmann, Fritz Göran Vöpel, Martin Wolkinger, Jörg Barton und Roger Grein. Dateiseite. Lizenz: CC BY 4.0. Keine Veränderung am eingebundenen Original.
  6. Tonaufnahme: Ambient sound city street Berlin 2026-05-17.oga, laut Dateiangabe SchlurcherBot, 17. Mai 2026. Dateiseite. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Keine Veränderung am eingebundenen Original.
  7. YouTube-Video Expressionismus: Kanal erklaerung-und-mehr, Die Literaturepoche Expressionismus einfach und kurz erklärt, 2025. Originalvideo. Als Plattformvideo eingebettet; keine freie Nachnutzungslizenz wird behauptet.
  8. YouTube-Video Literaturepoche: Kanal Simpel2Learn, Expressionismus – Literaturepoche und ihre Merkmale, 2021. Originalvideo. Als Plattformvideo eingebettet; keine freie Nachnutzungslizenz wird behauptet.

Rechtehinweis: Der Gedichttext von Alfred Lichtenstein ist in Deutschland gemeinfrei. Die nachgewiesenen Creative-Commons-Lizenzen der neueren Aufnahmen und Videos bleiben davon unabhängig. Bei einer Weiterverwendung sind die jeweiligen Lizenzbedingungen zu beachten.


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