Juni - Verlaine, Paul-Marie - Gedichtanalyse
Einleitung
Juni – Verlaine, Paul-Marie – Gedichtanalyse
Das Gedicht Juin (deutsch: Juni) stammt von Paul Verlaine. Es erschien 1892 im Gedichtband Liturgies intimes. Das Gedicht hat 20 Verse in fünf Strophen.
Der Juni ist hier mehr als ein Sommermonat. Er steht für Liebe, Natur, Glauben und Hoffnung. Zugleich geht es um den Kampf gegen das Böse.
Zielgruppe: Klasse 9–10, mit Vertiefungen für Klasse 11–13.
Dein Lernziel: Du kannst die Sprache und die Bilder des Gedichts untersuchen. Du kannst Deine Deutung mit echten Verszitaten begründen.
Bestehende Gedichtseite: Gedicht – Juni – Verlaine, Paul-Marie

Paul Verlaine, fotografiert von Dornac, um 1892. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain).
Textgrundlage und Quellen
Quellfassung, Lesefassung, Übersetzung und Interpretation
Für eine gute Gedichtanalyse musst Du vier Dinge unterscheiden.
- Quellfassung: Das französische Original trägt den Titel Juin. Die vollständigen 20 Verse findest Du bei Wikisource. Die dortige Textfassung beruht auf einer Ausgabe von 1905.
- Lesefassung: Lies die vorhandene deutsche Gedichtseite Gedicht - Juni - Verlaine, Paul-Marie. Sie dient Dir als Ausgangspunkt für die Lektüre.
- Übersetzung: Die hier untersuchte deutsche Übertragung stammt von Graf Wolf von Kalckreuth. Sie ist in den Ausgewählten Gedichten von 1906 enthalten. Du findest sie vollständig bei Projekt Gutenberg.
- Interpretation: Eine Interpretation erklärt mögliche Bedeutungen. Sie ist keine weitere Textfassung. Jede Deutung braucht einen überprüfbaren Beleg.
Wichtig: Die Verszitate in diesem Lernkurs stammen aus der nachprüfbaren deutschen Kalckreuth-Übertragung. Kleine Unterschiede in Schreibweise oder Zeichensetzung zwischen Ausgaben sind möglich. Vergleiche deshalb immer die verwendete Textfassung.
Historisches Digitalisat von Verlaines Liturgies intimes, Ausgabe von 1893. Quelle: Wikimedia Commons. Autor: Paul Verlaine. Lizenz: gemeinfrei.
Original und Übersetzung im Vergleich
Französisches Original, Vers 1:
„Mois de Jésus, mois rouge et or, mois de l’Amour,“
Deutsche Übertragung, Vers 1:
„Monat der Liebe, Monat Jesu, gold und rot,“
Die Übersetzung verändert die Reihenfolge. Im Französischen steht Jesus zuerst, im Deutschen die Liebe.
Vergleich des Schlusses:
Französisches Original, Ausschnitt aus Vers 19 und Vers 20:
„Et l’encens de l’immuable été / Monte mystiquement en des douceurs de gloire.“
Deutsche Übertragung, Verse 19–20:
„Und mystisch steigt der Weihrauch tiefer Sommerpracht / Glorreich zum Himmel auf in stillem Opferdampfe.“
Beide Fassungen verbinden Sommer und Weihrauch. Die deutsche Übersetzung nennt zusätzlich ausdrücklich den Himmel und den Opferdampf.
Merke: Eine Übersetzung gibt ein Werk in einer anderen Sprache wieder. Sie kann dabei Bilder, Satzbau und Klang verändern.
Historischer Hintergrund
Internationale Moderne und Symbolismus
Paul Verlaine lebte von 1844 bis 1896. Er gehört zu den wichtigen Dichtern des französischen Symbolismus.
Diese literarische Bewegung gehört zur Entwicklung der internationalen literarischen Moderne im späten 19. Jahrhundert.
Im Symbolismus sind Bilder, Stimmungen und Klänge besonders wichtig. Ein Gedicht muss nicht alles direkt erklären.
Verlaine verbindet in Juin Naturbilder mit christlicher Symbolik. Das Gedicht gehört zu seiner religiösen Dichtung.

Henri Fantin-Latour: Un coin de table (1872). Paul Verlaine und Arthur Rimbaud sitzen links. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: gemeinfrei.
Bildfrage: Was verrät das Gruppenbild über die literarischen Kreise, in denen Verlaine lebte? Warum ist ein solches Bild keine direkte Erklärung seines Gedichts?
Gedichtanalyse
Thema und lyrisches Sprechen
Der Text beginnt mit einer feierlichen Anrede an den Juni.
Der erste Vers nennt Liebe, Jesus und die Farben Gold und Rot. Damit werden Natur und Religion sofort miteinander verbunden.
Ab Vers 9 spricht der Text von einer Gemeinschaft:
„Und uns die Sünder, uns die ganz Verlornen weiht“ (V. 9).
Das Wort „uns“ zeigt ein gemeinsames Sprechen. Die Stimme spricht aus der Sicht einer religiösen Gemeinschaft, die auf Hilfe und Vergebung hofft.
Wichtig: Das lyrische Sprechen ist nicht automatisch mit dem tatsächlichen Leben des Autors gleichzusetzen.
Form und Aufbau
Die deutsche Übersetzung besteht aus fünf vierzeiligen Strophen.
Ihr Reimschema ist der Kreuzreim:
a – b – a – b
Beispiel aus der ersten Strophe:
- Vers 1 endet mit „rot“.
- Vers 2 endet mit „Scheine“.
- Vers 3 endet mit „loht“.
- Vers 4 endet mit „Reine“.
Die Verse verbinden sich häufig über ihre Zeilengrenzen hinweg. Das lässt die Gedanken fließend wirken.
Aufbau: Zuerst werden Sommer und religiöse Feste gefeiert. Danach spricht das Gedicht über Sünde, Hoffnung, göttliche Liebe und Erlösung.
Bildsprache: Sommer und Natur
„Der Seele Blume und das Herz, das flammend loht“ (V. 3).
Die Seele wird mit einer Blume verbunden. Das Herz erscheint wie ein Feuer.
Diese Metaphern können für inneres Wachstum und starke Gefühle stehen.
Später heißt es:
„Und es erstickt der Lolch in korndurchwogten Weiten.“ (V. 8).
Der Lolch ist eine Pflanze, die als Ackerunkraut auftreten kann. Das Bild erinnert an die biblische Unterscheidung von gutem Getreide und Unkraut.
Eine mögliche Deutung lautet: Das Gute soll wachsen und das Böse überwunden werden.

Weizenfeld im Frühsommer. Foto: Lars Krogh Berg, 2018. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0.
Eine Blume als Bild für die Seele
Animation einer Blume: Malene Thyssen. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 3.0.
Denkfrage: Was kann das Öffnen einer Blume über die Entwicklung eines Menschen ausdrücken? Ist diese Bedeutung eindeutig oder nur eine Möglichkeit?
Religiöse Bildsprache
Das Gedicht nennt christliche Feste und Vorstellungen.
„Du Fest des heil'gen Herzens, o Fronleichnamstag,“ (V. 5).
Fronleichnam ist ein katholisches Fest. Es erinnert an die Gegenwart Christi in der Eucharistie.
Die Herzsymbolik verweist im christlichen Zusammenhang auf Liebe, Opfer und Erlösung.

Fronleichnamsprozession in Freiburg, Schweiz, 2023. Foto: Matutinho. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0.
Das französische Original nennt in Vers 13 ein „ostensoir“, also eine Monstranz. In ihr wird eine geweihte Hostie sichtbar gezeigt.

Historische Monstranz. Foto: Voyou Desoeuvre. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 2.0.
Kampf, Schuld und Hoffnung
„Wir fühlen uns gestärkt zu neuem, hartem Streit“ (V. 11).
Im nächsten Vers wird Satan genannt. Der Streit kann als Bild für einen geistigen oder moralischen Kampf verstanden werden.
Das Gedicht entwickelt eine Bewegung von menschlicher Schwäche zu neuer Hoffnung.
„Das Herz, das glüh'nde Herz, durchbebt vom heil'gen Triebe,“ (V. 16).
Die Wiederholung des Herzens betont die Kraft der Liebe.
Eine religiöse Deutung sieht darin die Liebe Christi. Eine allgemeinere Deutung kann die Sehnsucht des Menschen nach Erneuerung betonen.
Beide Deutungen müssen zum gesamten Text passen.
Sprache und Klang
Wiederholungen und Reime geben dem Gedicht einen feierlichen Klang.
In Vers 1 wiederholt sich das Wort „Monat“. In Vers 16 wird das Herz zweimal genannt.
Im Schlussbild steigt Weihrauch auf. Das kann den Blick von der Erde zum Himmel führen.
Hörauftrag: Achte auf Wiederholungen, Pausen und betonte Wörter. Prüfe, wie sie die Stimmung verändern.
Audio: Verlaines Gedichte hören
Die folgenden Commons-Aufnahmen sind keine Lesungen von Juni'. Sie zeigen an anderen Gedichten, wie Verlaines französische Lyrik beim Vorlesen klingt.
Hörbeispiel 1: Il pleure dans mon cœur'
Sprecherin: Joane, für Audiocite.net, 2007. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 3.0.
Hörbeispiel 2: Le ciel est par-dessus le toit'
Sprecherin: Joane, für Audiocite.net, 2007. Quelle: Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY 3.0.
Vergleiche: Welche Rolle spielen Rhythmus, Pausen und die Wiederholung von Lauten?
YouTube: Gedichte und Musik
Die folgenden Videos zeigen Vertonungen anderer Verlaine-Gedichte. Sie dienen dem Vergleich von Sprache und Musik, nicht als Textbelege zu Juni.
Paul Verlaine: Soleils couchants – musikalische Vertonung
Paul Verlaine: Le ciel est par-dessus le toit – musikalische Vertonung
Videoquelle: Annabella Vista, Videoübersicht. Die Videos werden von YouTube eingebunden. Ihre Nutzungsrechte sind von den freien Commons-Lizenzen zu unterscheiden.
Hörauftrag: Kann Musik eine Aussage verstärken, ohne die Bedeutung der Wörter zu verändern?
Deutungsmöglichkeiten
Du kannst das Gedicht aus verschiedenen Blickwinkeln lesen.
Religiöse Deutung: Das Gedicht feiert die Liebe Christi und die Hoffnung auf Erlösung. Dafür sprechen die Hinweise auf Jesus (V. 1), Fronleichnam (V. 5) und Satan (V. 12).
Naturbezogene Deutung: Der Sommer erscheint als Zeit des Wachstums und der Erneuerung. Dafür sprechen die Blumenmetapher (V. 3) und das Getreidebild (V. 7–8).
Verbindende Deutung: Der Juni verbindet den äußeren Sommer mit einer inneren geistigen Erneuerung. Natur und Glaube erscheinen nicht als Gegensätze.
Merksatz: Eine überzeugende Gedichtinterpretation verbindet Beobachtung, genaues Zitat und eine begründete Erklärung.
Gestufte Hilfen zur Gedichtanalyse
Hilfe 1: Leicht – Eine Textstelle verstehen
Suche ein auffälliges Wort. Schreibe auf, was es bedeutet und welche Wirkung es haben könnte.
Satzanfang: „In Vers ... steht ... . Das Bild kann zeigen, dass ... .“
Hilfe 2: Standard – Eine Aussage belegen
Baue Deinen Absatz in drei Schritten auf:
- Beobachtung: Was fällt auf?
- Textbeleg: Welcher genaue Vers zeigt das?
- Deutung: Was kann das bedeuten?
Beispiel: Die Blumenmetapher in Vers 3 kann ein Bild für inneres Wachstum sein.
Hilfe 3: Schwer – Deutungen vergleichen
Untersuche auch das französische Original. Achte auf Unterschiede in der Übersetzung.
Frage Dich: Welche Bedeutung wird durch die Wortwahl stärker? Welche andere Lesart bleibt möglich?
Formuliere eine These und eine begründete Gegenthese.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Die Fragen beziehen sich auf die nachgewiesene deutsche Kalckreuth-Übertragung. Lies bei Bedarf noch einmal die Gedichtseite.
Welche beiden Themen nennt der erste Vers mit „Monat der Liebe, Monat Jesu“? (Liebe und christlichen Glauben) (!Arbeit und Technik) (!Reisen und Abenteuer) (!Krieg und Politik)
Welches Bild erscheint in „das Herz, das flammend loht“ in Vers 3? (!Ein schlafender Vogel) (Ein brennendes Feuer) (!Ein kalter See) (!Eine verschlossene Tür)
Welches Fest steht ausdrücklich in Vers 5? (Fronleichnamstag) (!Weihnachtsfest) (!Erntedankfest) (!Allerheiligen)
Welches Wort bezeichnet in Vers 8 das unerwünschte Kraut? (!Weizen) (!Roggen) (Lolch) (!Hafer)
Welches Wort aus Vers 9 zeigt das Sprechen aus einer Gemeinschaft heraus? (uns) (!Juni) (!Sommer) (!Blume)
Gegen wen richtet sich laut Vers 12 der Streit? (!Den Sommer) (Satan) (!Den Dichter) (!Den Übersetzer)
Von wo wird die Gemeinschaft laut Vers 13 bewacht? (Vom Himmel und vom Altar) (!Vom Meer und vom Hafen) (!Vom Wald und vom Berg) (!Von der Stadt und vom Schloss)
Welcher Ausdruck wird in Vers 16 wiederholt? (!Der Sommer) (!Die Blume) (Das Herz) (!Der Weihrauch)
Welches religiöse Bild erscheint in Vers 19 mit „Weihrauch tiefer Sommerpracht“? (Weihrauch) (!Glocken) (!Kerzen) (!Kirchenfenster)
Welche Reimordnung zeigen die Endwörter „rot“, „Scheine“, „loht“ und „Reine“ in Vers 1 bis 4? (!Paarreim) (Kreuzreim) (!Haufenreim) (!Reimlosigkeit)
Memory
Ordne die zusammengehörenden Begriffe und Erklärungen zu.
| Juni | Sommermonat |
| Gold und Rot | Farbbilder |
| Fronleichnam | Katholisches Fest |
| Lolch | Ackerunkraut |
| Wir-Stimme | Gemeinsames lyrisches Sprechen |
| Kreuzreim | Reimfolge abab |
| Weihrauch | Religiöser Duftstoff |
Drag and Drop
Ordne die Bilder und Begriffe ihrer Funktion im Gedicht zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung oder Funktion |
|---|---|
| Blume | Inneres Wachstum |
| Gold und Rot | Farbwirkung |
| Fronleichnamstag | Christliches Fest |
| Lolch | Unerwünschtes Unkraut |
| Satan | Gegenspieler des Guten |
| Weihrauch | Religiöses Ritual |
Kreuzworträtsel
| VERLAINE | Wie lautet der Nachname des französischen Dichters? |
| KALCKREUTH | Wie lautet der Nachname des deutschen Übersetzers? |
| LOLCH | Welches Ackerunkraut wird in Vers 8 genannt? |
| SATAN | Welcher Gegenspieler erscheint in Vers 12? |
| MONSTRANZ | Wie heißt das liturgische Gefäß, das im französischen Original als ostensoir bezeichnet wird? |
| WEIHRAUCH | Welcher duftende Stoff erscheint im Schlussbild? |
LearningApps
Suche nach bereits vorhandenen Übungen zum Gedicht und zum Dichter.
Lückentext
Offene Aufgaben
Die drei zentralen Schreibaufgaben sind nach Schwierigkeit gestuft. Weitere kurze Übungen helfen Dir bei der Vorbereitung.
Leicht
- Leseeindruck – Schreibaufgabe 1: Schreibe einen kurzen Text mit fünf bis sieben Sätzen: Welche Stimmung vermittelt Dir das Gedicht? Verwende mindestens ein genaues Verszitat.
- Farbsymbolik: Suche die Farben in Vers 1. Notiere drei mögliche Wirkungen.
- Metapher: Erkläre mit eigenen Worten, warum die Seele mit einer Blume verbunden sein könnte.
- Wortschatz: Erstelle ein kleines Wörterbuch für Lolch, Fronleichnam, Weihrauch und Altar.
Standard
- Gedichtanalyse – Schreibaufgabe 2: Schreibe einen Analyseabschnitt von ungefähr 120 Wörtern über die Verse 9–16. Erkläre das lyrische Sprechen und verwende zwei genaue Verszitate.
- Reimschema: Markiere die Endreime der ersten und letzten Strophe. Beschreibe ihre Klangwirkung.
- Bildsprache: Vergleiche die Blume aus Vers 3 mit dem Getreidebild aus Vers 7–8. Erkläre die Verbindung.
- Höranalyse: Höre eine der verlinkten Audioaufnahmen. Notiere, wie Betonung und Pausen die Wirkung verändern. Unterscheide dabei das Hörbeispiel vom Gedicht Juni.
Schwer
- Gedichtinterpretation – Schreibaufgabe 3: Verfasse eine Interpretation von ungefähr 250 Wörtern. Prüfe, ob der Juni vor allem als religiöses oder als natürliches Zeichen erscheint. Begründe Deine These mit mindestens drei Versbelegen.
- Übersetzungsvergleich: Vergleiche Vers 1 des Originals mit der Übersetzung. Erkläre, welche Wirkung die veränderte Reihenfolge haben könnte.
- Religiöse Symbolik: Untersuche das Getreidebild mit Blick auf das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen. Kennzeichne deutlich, was im Gedicht steht und was Deine Deutung ist.
- Literaturvergleich: Vergleiche das Schlussbild mit einem weiteren Gedicht des Symbolismus. Zeige eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied mit überprüfbaren Textbelegen.


Lernkontrolle
- Perspektive: Warum ist es wichtig, das lyrische „Wir“ nicht einfach mit der Person Paul Verlaine gleichzusetzen? Erkläre die Folgen für Deine Interpretation.
- Naturlyrik: Begründe anhand von mindestens zwei Textstellen, wie Naturbilder eine religiöse Bedeutung erhalten können.
- Form und Inhalt: Erkläre, wie Reim und Wiederholung die feierliche Stimmung unterstützen. Nutze ein konkretes Beispiel.
- Übersetzungskritik: Vergleiche das französische und das deutsche Schlussbild. Erläutere, wie der zusätzliche Hinweis auf den Himmel die deutsche Lesart beeinflussen kann.
- Argumentation: Formuliere zwei verschiedene Deutungen des Gedichts. Welche erscheint Dir überzeugender und warum?
- Transferleistung: Übertrage die Metapher des wachsenden Getreides auf ein heutiges persönliches oder gesellschaftliches Thema. Zeige zugleich, wo die Grenzen dieses Vergleichs liegen.
Lernnachweis
Für einen gelungenen Lernnachweis solltest Du Folgendes zeigen:
- Du kannst Original, Lesefassung, Übersetzung und Interpretation unterscheiden.
- Du kannst den Inhalt des Gedichts kurz und richtig zusammenfassen.
- Du erkennst das lyrische Sprechen und den Aufbau aus fünf Vierzeilern.
- Du erklärst mindestens zwei sprachliche Bilder.
- Du untersuchst Reim, Wiederholung und Klangwirkung.
- Du verwendest genaue Verszitate mit Versnummern.
- Du begründest mindestens eine Deutung und unterscheidest sie von einer sicheren Textaussage.
- Du kannst einen wichtigen Unterschied zwischen Original und Übersetzung erklären.
Bewertungsschwerpunkt: Entscheidend ist nicht, möglichst viele Fachbegriffe aufzuzählen. Entscheidend ist, ob Deine Aussagen verständlich sind und durch den Text gestützt werden.
OERs zum Thema
Originaltext: Paul Verlaine – Juin, französische Wikisource
Deutsche Übersetzung: Paul Verlaine – Ausgewählte Gedichte, übertragen von Wolf von Kalckreuth
Historische Druckausgabe: Liturgies intimes, Wikimedia Commons
Übersetzerinformation: Übersetzerlexikon: Wolf von Kalckreuth
Weiterer Lernkurs: Paul Verlaine
Bestehender Gedichttext: Gedicht - Juni - Verlaine, Paul-Marie
Wikipedia: Informationen zum Leben und zur literarischen Bedeutung des Autors.
Quellen und Medienrechte
Literarische Quellen: Das französische Gedicht wurde 1892 veröffentlicht. Die hier benutzte deutsche Übersetzung stammt von Wolf von Kalckreuth und erschien 1906. Beide Autoren sind seit mehr als 70 Jahren verstorben. Die historischen Texte sind damit in Deutschland gemeinfrei.
Wikimedia Commons: Alle eingebundenen Bild-, Audio- und Animationsdateien sind oben jeweils mit Urheber, Fundstelle und Lizenz gekennzeichnet. Bei CC-BY- und CC-BY-SA-Dateien sind Namensnennung und Lizenzbedingungen zu beachten.
YouTube: Die beiden Videos sind verlinkte Vertonungen anderer Gedichte. Aus ihrer Einbettung folgt keine freie Weiterverwendung der Video- oder Toninhalte.
Texttreue: Die deutschen Zitate wurden mit der veröffentlichten Kalckreuth-Übertragung, die französischen mit dem Wikisource-Text abgeglichen. Deutungen sind ausdrücklich als solche zu erkennen.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen