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Den Frauen - Aston, Louise - Gedichtanalyse

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Den Frauen - Aston, Louise - Gedichtanalyse

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Einleitung

Den Frauen ist ein Gedicht von Louise Aston (1814–1871). Es beginnt mit den Worten „Ihr richtet streng, der Sitte heil'ge Vehm'“. Das Gedicht hat 42 Verse in sieben Strophen.

Im Mittelpunkt steht eine lyrische Stimme, die sich gegen strenge Moralvorstellungen wehrt. Sie möchte selbst über Liebe, Glück und ihr Leben entscheiden.

Zielgruppe: Klasse 9–10, Fach Deutsch, Verbindung zu Geschichte und Frauenrechten.

Das lernst Du: Du kannst das Gedicht verstehen, Textstellen zitieren, sprachliche Bilder erklären und eine kurze Gedichtanalyse schreiben.

Louise Aston. Stahlstich von Auguste Hüssener, vermutlich 1851. Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Historische Einordnung

Louise Aston war Schriftstellerin und setzte sich für die Selbstbestimmung von Frauen ein.

Das Gedicht erschien zuerst am 8. November 1848 in der Zeitung Der Freischärler, Nr. 2. Es wurde später in die Sammlung Freischärler-Reminiscenzen aufgenommen. Die Buchausgabe erschien in Leipzig bei Emil Ottocar Weller und trägt das Titeljahr 1850. Laut TextGrid war sie bereits 1849 erschienen.

Die Zeit um 1848 war von Forderungen nach politischen Freiheiten und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt. Frauen waren dennoch vielfach von politischen Rechten und selbstständigen Entscheidungen ausgeschlossen.

Barrikadenkampf in Berlin, März 1848. Lithografie von A. Klaus. Historische Kontextabbildung, nicht eine Szene aus dem Gedicht. Gemeinfrei.

Lernvideo: Die Revolution von 1848

MrWissen2go Geschichte / Terra X. Achte auf die Forderungen nach Freiheit. Nicht alle Forderungen des Videos sind Themen des Gedichts.


Textgrundlage und Ausgaben

Für die Analyse verwenden wir die historische Textgestalt der Buchausgabe von 1850 in der Transkription der TextGrid Digitalen Bibliothek.

Quellen:

  1. Zeno.org: Den Frauen – vom Auftrag vorgegebener Ausgangspunkt.
  2. TextGrid: Gedichttext – Grundlage der hier wiedergegebenen Quellfassung.
  3. TextGrid: Editionsdaten – Nachweis der Buchausgabe und des Erstdrucks.

Wichtig: Die Quellfassung bewahrt ältere Schreibweisen. Die Versnummern sind als Lesehilfe ergänzt. Sie sind nicht Teil des historischen Gedichts. Die Wiedergabe beruht auf einer digitalen Transkription, nicht auf einer eigenen Prüfung jedes Zeichens am Originaldruck.

Die folgende Lesefassung ist eine freie Erklärung in heutigem Deutsch. Sie ist keine historische Fassung und keine Übersetzung aus einer Fremdsprache.


Quellfassung: Den Frauen

Louise Aston – Den Frauen

1 Ihr richtet streng, der Sitte heil'ge Vehm',
2 Und schleudert auf mein Haupt das Anathem!
3 Mögt ihr zu Boden stürzen eure Kerzen
4 Und schlagen an die Brust, so tugendreich:
5 Ich fühl' es mächtig in dem tiefsten Herzen,
6 Daß meine Sünde eurer Tugend gleich.

7 Der Unschuld Lilien mögen euch umblühn,
8 Das Roth der Schaam auf euern Wangen glühn;
9 Wie Schwäne sich auf stillen Fluthen schaukeln,
10 Gefühle still durch eure Seele ziehn;
11 Wie Falter neckend durch die Blumen gaukeln,
12 Der Liebe Wünsche leis' vorüberfliehn!

13 Quält euch ein flammend Sehnen fessellos,
14 Mögt ihr entsagen stolz und seelengroß;
15 Mögt still verzehren eure heiße Jugend,
16 Auskämpfen ritterlich den heil'gen Krieg,
17 Und mit dem Vollmachtsbriefe eurer Tugend
18 Dem Tod, der Hölle nehmen ihren Sieg!

19 Ich achte dennoch eure Tugend nicht,
20 Verwerfe kühn eu'r heiliges Gericht!
21 Seid des Gesetzes Hort, der Sitte Rächer,
22 Des frommen Glaubens treuer Genius!
23 Es lebt ein heil'ger Geist auch im Verbrecher.
24 Der Freie sündigt, weil er sünd'gen muß!

25 Das Leben auch verlangt sein mächtig Recht,
26 Verlaßt des starren Wortes todten Knecht;
27 Aus edlem Feuer flossen meine Sünden,
28 Aus Drang des Herzens, glüh'nder Leidenschaft.
29 Für sie würd' ich schon hier Vergebung finden,
30 Die Zeugen meines Werthes, meiner Kraft.

31 Entsagen ist der Nonne Stolz und Ruhm,
32 Beglücken ist des Weibes Heiligthum,
33 Ihr wollt mühsam die Ewigkeit ergründen,
34 Mir lächelt sie aus jedem Augenblick;
35 Ihr wollt das Glück in eurer Tugend finden,
36 Ich finde meine Tugend nur im Glück.

37 Wenn mich der Liebe Flammen heiß umsprühn,
38 Will ich in sel'gem Feuertod verglühn;
39 Doch aus den Gluthen steig' ich neugeboren,
40 Wie sich der Phönix aus der Asche schwingt,
41 Geläutert ward mein Wesen – nicht verloren,
42 Zu neuem, heil'gem Liebesglück verjüngt.

Quelle: Louise Aston, Den Frauen, nach der TextGrid-Transkription der Buchausgabe. Der historische Gedichttext ist gemeinfrei.


Lesefassung in einfacher Sprache

Die folgenden Abschnitte erklären den Sinn. Sie ersetzen nicht den Originaltext.

Strophe 1 – Verse 1–6

Die angesprochenen Frauen verurteilen die sprechende Person. Diese hält ihr Verhalten aber nicht für weniger wertvoll als deren Tugend.

Strophe 2 – Verse 7–12

Die anderen Frauen werden als unschuldig und zurückhaltend dargestellt. Ihre Wünsche nach Liebe bleiben leise.

Strophe 3 – Verse 13–18

Die Frauen sollen nach ihrer eigenen Vorstellung auf Wünsche verzichten. Die Stimme lässt erkennen, wie schwer dieser Verzicht sein kann.

Strophe 4 – Verse 19–24

Jetzt widerspricht die Stimme offen. Sie erkennt das moralische Urteil der anderen nicht an.

Strophe 5 – Verse 25–30

Die Stimme verteidigt Leidenschaft und Gefühle. Sie fordert, auch das Leben selbst ernst zu nehmen.

Strophe 6 – Verse 31–36

Zwei Vorstellungen werden gegenübergestellt: Verzicht und Glück. Die Stimme verbindet ihr eigenes Verständnis von Tugend mit Glück.

Strophe 7 – Verse 37–42

Die Liebe wird als Feuer beschrieben. Wie ein Phönix möchte die Stimme daraus erneuert hervorgehen.


Schwierige Wörter verstehen

Wort aus dem Gedicht Bedeutung in einfacher Sprache
Vehm' – V. 1 Anspielung auf ein strenges Gericht; hier ein Bild für moralisches Verurteilen.
Anathem – V. 2 Kirchlicher Bann oder feierliche Verurteilung.
Sitte – V. 1 Verhaltensregeln einer Gesellschaft.
Tugend – V. 6 Als moralisch gut angesehenes Verhalten.
entsagen – V. 14 Freiwillig oder aus Pflicht auf etwas verzichten.
Heiligthum – V. 32 Alte Schreibweise von Heiligtum.
Phönix – V. 40 Vogel aus der Mythologie, der aus seiner Asche neu entsteht.

Hörbeispiel aus Wikimedia Commons:

Du hörst nur das Wort „Leidenschaft“ aus Vers 28, nicht das Gedicht. Sprecher: Jeuwre, CC BY-SA 4.0.

Mini-Aufgabe: Lies die Verse 25–30 laut. Wie verändert sich die Wirkung, wenn Du das Wort „Leidenschaft“ besonders betonst?


Gedichtanalyse


Wer spricht im Gedicht?

Eine Stimme spricht in der Ich-Form. Sie wendet sich an ein „ihr“.

Die Stimme wehrt sich gegen Frauen, die nach ihrer Darstellung streng über sie urteilen.

Wichtig: Louise Aston ist die historische Autorin. Das lyrische Ich ist die Stimme im Gedicht. Beide dürfen nicht ohne Begründung gleichgesetzt werden. Auch ein Gedicht in der Ich-Form ist nicht automatisch ein autobiografischer Bericht.


Zentrales Thema: Freiheit und Moral

Der Gegensatz zwischen Sünde und Tugend ist besonders wichtig.

In Vers 6 behauptet die Stimme: „Daß meine Sünde eurer Tugend gleich.“

Damit stellt sie die Werturteile ihrer Umgebung infrage.

In Vers 19–20 lehnt sie das Urteil ausdrücklich ab. Die religiösen und gerichtlichen Wörter verstärken den Konflikt.

Deutungsmöglichkeit: Das Gedicht verteidigt persönliche Selbstbestimmung gegenüber starren Moralregeln.

Das ist eine Interpretation, die Du mit Versen begründen kannst, keine wörtliche Aussage der Autorin über ihr eigenes Leben.


Aufbau und Reime

Das Gedicht hat sieben Strophen mit jeweils sechs Versen.

Viele Verse reimen sich. In der ersten Strophe lautet das Reimschema a a b c b c.

Beispiele:

Vehm' – Anathem (V. 1–2)

Kerzen – Herzen (V. 3 und 5)

tugendreich – gleich (V. 4 und 6)

Die Reime geben der kämpferischen Rede eine klare Form. Das Reimschema ist nicht in jeder Strophe genau gleich.


Sprachliche Mittel

Gegensatz: In Vers 35–36 stehen zwei Vorstellungen von Glück und Tugend gegeneinander. So wird der Streit sichtbar.

Metapher: Das „flammend Sehnen“ in Vers 13 verbindet starke Gefühle mit Feuer.

Vergleich: In Vers 40 wird die Erneuerung der Stimme mit dem Phönix verglichen.

Direkte Anrede: Die häufigen Formen „ihr“ und „eure“ machen das Gedicht zu einer Auseinandersetzung mit anderen Menschen.

Historische Darstellung des mythologischen Phönix, 1583. Anonym, gemeinfrei. Kein Bild aus Astons Gedicht.

Commons-Animation: Phönix und Wiedergeburt

Animation von FurryTiger, CC BY-SA 3.0. Sie wurde zu einem anderen literarischen Werk geschaffen und dient hier nur zum Verständnis des Phönix-Motivs.

Frage: Was bedeutet „neugeboren“ in Vers 39 wahrscheinlich? Geht es um einen echten Tod oder um eine innere Veränderung?


Frauenbild kritisch betrachten

In Vers 31–32 werden zwei Vorstellungen vom Leben einer Frau gegenübergestellt: Verzichten und Beglücken.

Diese Aussagen stammen aus einem Text des 19. Jahrhunderts. Sie sollten nicht als allgemeingültige Regeln für Frauen verstanden werden.

Frage Dich: Verteidigt die Stimme nur ihre Freiheit? Oder hält sie zugleich an bestimmten traditionellen Vorstellungen von Frauen fest?

Probenummer der Frauen-Zeitung von Louise Otto-Peters, 1849, gemeinfrei. Sie stammt ausdrücklich nicht von Louise Aston.

Lernvideo: Die Frauenbewegung in Deutschland

Terra X History, 2024. Nutze vor allem den Abschnitt über die Anfänge der Frauenbewegung. Das Video ist ein Überblick und keine Deutung von „Den Frauen“.

Audio zur Vertiefung:

Aussprache des Wortes „Frauenwahlrecht“ durch Jeuwre, CC BY-SA 4.0. Das Wort selbst kommt im Gedicht nicht vor.


So schreibst Du Deine Gedichtanalyse

Eine gute Gedichtanalyse besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.

In der Einleitung nennst Du Autorin, Titel, Erscheinungszeit und Thema.

Im Hauptteil untersuchst Du die Stimme, die Aussagen, die Form und die Sprache. Verwende kurze Zitate mit Versangaben.

Im Schluss erklärst Du Deine wichtigste Deutung.

Merksatz: Behauptung – Beleg – Erklärung.

Beispiel: Die Stimme weist fremde Moralurteile zurück. Das zeigen die Verse 19–20. Durch die deutliche Ablehnung wirkt die Stimme selbstbewusst.

Lernvideo: Wie schreibe ich eine Gedichtanalyse?

mustewissen Deutsch. Schreibe während des Videos die drei Teile einer Gedichtanalyse auf.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Wörter: Kläre zuerst „Sünde“, „Tugend“, „entsagen“ und „Phönix“.

Hilfe 2 – Fragen: Wer spricht? Wer wird angesprochen? Wogegen wehrt sich die Stimme? Was bedeutet das Schlussbild?

Hilfe 3 – Satzanfänge: „In Vers ... wird deutlich, dass ...“ oder „Das Bild ... könnte bedeuten, dass ...“

Hilfe 4 – Prüfen: Unterscheide immer zwischen dem, was im Text steht, und Deiner Erklärung.


Interaktive Aufgaben

Die Multiple-Choice-Aufgaben kontrollieren einzelne Lernpunkte automatisch. Die offenen Aufgaben am Ende werden nicht automatisch bewertet.


Quiz: Teste Dein Wissen

Lesequiz: Alle Fragen beziehen sich auf den oben abgedruckten Quelltext. Prüfe die angegebenen Verse.

Wen spricht die lyrische Stimme in Vers 1 direkt an? (Die angesprochenen Frauen) (!Einen preußischen König) (!Einen Soldaten) (!Ein kleines Kind)




Was bedeutet „Anathem“ in Vers 2 im Zusammenhang des Gedichts? (Eine feierliche Verurteilung) (!Eine Hochzeitsfeier) (!Ein freundliches Lob) (!Eine Reise)




Was behauptet die Stimme in Vers 6? (Ihre Sünde sei der Tugend der anderen gleich) (!Sie wolle alle Frauen bestrafen) (!Sie habe keine Gefühle) (!Sie wolle selbst Richterin werden)




Wofür stehen die Lilien in Vers 7? (Unschuld) (!Reichtum) (!Krieg) (!Rache)




Was beschreibt Vers 14? (Den Verzicht auf eigene Wünsche) (!Einen politischen Wahlsieg) (!Eine Reise über das Meer) (!Die Feier eines Geburtstags)




Wie reagiert die Stimme in Vers 19–20 auf das Urteil? (Sie weist es zurück) (!Sie nimmt es schweigend an) (!Sie bittet um eine Strafe) (!Sie beendet ihre Rede)




Welcher Gedanke steht in Vers 25 im Mittelpunkt? (Auch das Leben besitzt ein eigenes Recht) (!Nur alte Gesetze zählen) (!Glück ist immer verboten) (!Alle Menschen sollen schweigen)




Welcher Gegensatz erscheint in Vers 31–32? (Entsagen und Beglücken) (!Reichtum und Armut) (!Sommer und Winter) (!Krieg und Frieden)




Wie versteht die Stimme in Vers 35–36 ihre eigene Tugend? (Sie findet Tugend im Glück) (!Sie findet Tugend nur im Gehorsam) (!Sie lehnt jedes Glück ab) (!Sie setzt Tugend mit Besitz gleich)




Wofür steht der Phönix in Vers 40? (Erneuerung nach einer Krise) (!Endgültige Hoffnungslosigkeit) (!Politische Herrschaft) (!Ein gewöhnliches Haustier)





Memory

Ordne die Begriffe ihren Bedeutungen zu.

Anathem Feierliche Verurteilung
Vehm Strenges Gericht
Lilien Zeichen der Unschuld
Entsagen Verzicht auf Wünsche
Phönix Sinnbild der Wiedergeburt
Lyrisches Ich Sprechende Stimme im Gedicht
Metapher Bildlicher Ausdruck





Drag and Drop

Ordne die Aussagen den passenden Begriffen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Aussage
Verurteilung Die Stimme wird von anderen moralisch beurteilt
Entsagung Eigene Wünsche werden zurückgestellt
Widerspruch Die Stimme weist das fremde Urteil zurück
Lebensrecht Persönliche Gefühle sollen ernst genommen werden
Neubeginn Der Phönix steht für innere Erneuerung





Kreuzworträtsel

Anathem Wie nennt das Gedicht die feierliche Verurteilung in Vers zwei?
Lilien Welche Blumen stehen im Gedicht für Unschuld?
Tugend Welcher Begriff steht im Gedicht häufig der Sünde gegenüber?
Nonne Welche Person wird in Vers einunddreißig als Beispiel für Entsagung genannt?
Phönix Welcher Vogel steht am Ende für Erneuerung?
Strophe Wie nennt man einen Abschnitt mit mehreren Versen in einem Gedicht?





LearningApps

Suche nach weiteren Übungen zu Louise Aston und zur Gedichtanalyse.

Hinweis: Dies ist eine Suche nach passenden Lernangeboten und keine vorab geprüfte Einzelübung.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Louise Aston schrieb das Gedicht „Den

“.
Die sprechende Stimme heißt in einer Gedichtanalyse lyrisches

.
Das Gedicht besteht aus sieben

.
Jede Strophe hat sechs

.
Die Stimme wehrt sich gegen ein strenges moralisches

.
Ein wichtiger Gegensatz besteht zwischen Sünde und

.
In Vers vierzehn geht es um das

.
Die Stimme verbindet ihre Tugend mit dem

.
Der mythologische Vogel am Ende heißt

.
Er steht als Bild für

.




Offene Aufgaben

Wichtig: Für diese Aufgaben gibt es keine automatische Bewertung. Mehrere Antworten sind möglich. Begründe Deine Meinung mit Textstellen. Die Hilfen aus dem Abschnitt „Gestufte Hilfen“ kannst Du jederzeit verwenden.


Leicht

  1. Inhaltsangabe: Fasse die erste Strophe in drei einfachen Sätzen zusammen. Hilfe: Wer spricht? Wer urteilt? Wie reagiert die Stimme?
  2. Wortschatz: Wähle vier schwierige Wörter aus dem Gedicht und erkläre sie mit eigenen Worten.
  3. Zitieren: Suche zwei Verse, die den Widerstand der Stimme zeigen. Schreibe die Verse mit ihren Nummern auf und erkläre Deine Auswahl.
  4. Kreatives Schreiben: Schreibe eine kurze Antwort aus der Sicht einer angesprochenen Frau. Beginne mit „Ich habe Deine Worte gehört ...“.


Standard

  1. Gedichtanalyse: Schreibe einen Absatz über den Gegensatz zwischen Sünde und Tugend. Verwende zwei Textbelege.
  2. Metapher: Erkläre das Feuerbild in Vers 37–42. Beschreibe zunächst das Bild und danach seine mögliche Bedeutung.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe eine kurze Rede der lyrischen Stimme an die Frauen. Bleibe bei den Gedanken des Gedichts und verwende heutige Sprache.
  4. Vergleich: Vergleiche die historische Auffassung von Freiheit im Gedicht mit einer heutigen Situation. Erkläre auch einen Unterschied.


Schwer

  1. Gedichtinterpretation: Schreibe eine zusammenhängende Interpretation mit Einleitung, Hauptteil und Schluss. Belege mindestens drei Aussagen mit Versen.
  2. Argumentation: Prüfe kritisch, ob die Aussage in Vers 32 zu einer modernen Vorstellung von Selbstbestimmung passt. Stelle zwei Sichtweisen gegenüber.
  3. Historische Quellenarbeit: Vergleiche die TextGrid-Transkription mit der angegebenen Zeno-Fassung. Dokumentiere drei gleiche Stellen und mögliche Abweichungen. Behaupte keine Abweichung, die Du nicht nachweisen kannst.
  4. Erörterung: Erörtere die Frage „Darf die Gesellschaft über persönliche Lebensentscheidungen urteilen?“. Nutze mindestens einen Beleg aus dem Gedicht und ein eigenes Beispiel.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen das Verstehen von Zusammenhängen und die Übertragung auf neue Situationen.

  1. Textdeutung: Erkläre, warum die religiösen und gerichtlichen Begriffe den Streit im Gedicht verstärken. Nutze Verse 1–4 und 19–22.
  2. Perspektive: Zeige an einem Beispiel, warum die lyrische Stimme nicht automatisch mit Louise Aston gleichgesetzt werden darf.
  3. Argumentieren: Übertrage den Gegensatz von Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Regeln auf einen heutigen Konflikt. Beachte dabei auch Rechte anderer Menschen.
  4. Sprachliche Mittel: Vergleiche die Wirkung der Lilien in Vers 7 mit dem Phönix in Vers 40.
  5. Kritische Analyse: Erkläre, warum Vers 31–32 sowohl als Kritik an Verzicht als auch als Hinweis auf ein historisch begrenztes Frauenbild gelesen werden kann.
  6. Historisches Denken: Unterscheide eine Aussage über das Jahr 1848 von einer Interpretation des Gedichts. Nenne jeweils einen passenden Beleg.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du einen kurzen schriftlichen Text.

Darin solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Autorin, Titel und die belegte Erscheinungsgeschichte richtig nennen kannst.
  2. Den Grundkonflikt zwischen persönlichem Glück und gesellschaftlichen Moralregeln verstehst.
  3. Lyrisches Ich und historische Autorin unterscheidest.
  4. Mindestens drei Aussagen durch Zitate mit Versangaben begründest.
  5. Zwei sprachliche Mittel und ihre Wirkung erklärst.
  6. Den Phönix als Bild der Erneuerung deutest.
  7. Eine eigene, sachlich begründete Einschätzung formulierst.

Selbstkontrolle: Habe ich Zitate richtig wiedergegeben? Sind Beobachtung und Interpretation erkennbar getrennt? Habe ich historische Vorstellungen nicht unbesehen auf die Gegenwart übertragen?




OERs zum Thema

Wikipedia: Louise Aston

Der Wikipedia-Artikel behandelt die Autorin. Er ist keine historische Textausgabe des Gedichts.

Weiterführende freie Quellen:

  1. TextGrid: Den Frauen – historischer Gedichttext.
  2. TextGrid: Editionsangaben – bibliografische Informationen.
  3. Wikisource: Louise Aston – Hinweise auf historische Texte.
  4. Wikimedia Commons: Louise Aston – historische Bildmedien.


Mediennachweise und Rechte

Text: Louise Aston (gestorben 1871). Das historische Gedicht ist gemeinfrei. Der Text wurde anhand der TextGrid-Transkription wiedergegeben. TextGrid stellt seine zusätzlichen Editionsdaten unter CC BY 3.0 Deutschland bereit; die historischen Texte sind davon getrennt.

Bilder und Animationen aus Wikimedia Commons:

  1. Louise Aston – Hüssener.jpg – Auguste Hüssener, vermutlich 1851, gemeinfrei.
  2. Barrikadenkampf Alexanderplatz 1848.jpg – A. Klaus, 1848, gemeinfrei.
  3. Frauen-Zeitung Probenummer 1849.jpg – Louise Otto-Peters, 1849, gemeinfrei.
  4. Phoenix (1583).svg – historische Vorlage von 1583, anonym, gemeinfrei.
  5. Phönix-Animation – FurryTiger, CC BY-SA 3.0.

Audiomedien aus Wikimedia Commons:

  1. De-Leidenschaft.ogg – Jeuwre, CC BY-SA 4.0.
  2. De-Frauenwahlrecht.ogg – Jeuwre, CC BY-SA 4.0.

Für diese Medien wurden keine eigenen Bearbeitungen angefertigt. Die Links führen zu den Dateiseiten mit Urheber-, Quellen- und Lizenzinformationen.

YouTube: Die eingebundenen Videos stammen von MrWissen2go Geschichte / Terra X beziehungsweise musstewissen Deutsch. Die Urheberrechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Eine Einbettung bedeutet keine Freigabe unter einer offenen Lizenz. Beim Abspielen können Daten an YouTube übertragen werden.

Die Illustrationen des Phönix sind Lernhilfen zu einem sprachlichen Bild. Sie sind keine historischen Illustrationen des Gedichts.


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