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Kleines Konzert - Trakl, Georg - Gedichtanalyse

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Kleines Konzert - Trakl, Georg - Gedichtanalyse

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Einleitung

Kleines Konzert – Trakl, Georg – Gedichtanalyse

Zielgruppe: Klasse 9–10 | Fach: Deutsch | Thema: Gedichtanalyse, Expressionismus

Das Gedicht „Kleines Konzert“ von Georg Trakl erschien 1913 in der Sammlung Gedichte. Es besteht aus 20 Versen in fünf Strophen.

Das Gedicht beginnt mit einem starken Rot. Wir begegnen gelben Feldern, grünen Gewässern und blauen Schatten. Zugleich hören wir Grillen, eine Geige, Ratten und Flöten.

Leitfrage: Wie entsteht aus schönen, unheimlichen und traurigen Bildern ein „Kleines Konzert“?

Bild: Selbstporträt von Georg Trakl, 1913. Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Das lernst Du

  1. Gedichtanalyse: Du untersuchst Inhalt, Sprache und Form.
  2. Lyrik: Du erkennst Farben, Klänge und Gegensätze.
  3. Interpretation: Du belegst Deine Deutung mit Versen.
  4. Expressionismus: Du lernst Merkmale dieser Literaturepoche kennen.


Quelle und Lesefassung


Die historische Ausgabe von 1913

Georg Trakl: „Kleines Konzert“. In: Gedichte, Kurt Wolff Verlag, Leipzig 1913, Seite 34. Reihe Der jüngste Tag, Band 7/8.

Historische Buchausgabe: Georg Trakl, Gedichte, 1913. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Originaldruck, Seite 34. Lies die Wörter und vergleiche die Zeilen mit der Abschrift.

Quellen: Historische Druckseite auf Wikimedia Commons | Wikisource-Abschrift | Zeno – Gedichte, Ausgabe 1913

Wichtig für die Texttreue: Im Originaldruck steht in Vers 10 „Gotts Odem“. Die Wikisource-Abschrift verwendet dagegen „Gottes Odem“. Dieser aiMOOC folgt an dieser Stelle dem überprüften Druck von 1913.


Quellfassung: Text des historischen Drucks

KLEINES KONZERT

Ein Rot, das traumhaft dich erschüttert —
Durch deine Hände scheint die Sonne.
Du fühlst dein Herz verrückt vor Wonne
Sich still zu einer Tat bereiten.

In Mittag strömen gelbe Felder.
Kaum hörst du noch der Grillen Singen,
Der Mäher hartes Sensenschwingen.
Einfältig schweigen goldene Wälder.

Im grünen Tümpel glüht Verwesung.
Die Fische stehen still. Gotts Odem
Weckt sacht ein Saitenspiel im Brodem.
Aussätzigen winkt die Flut Genesung.

Geist Dädals schwebt in blauen Schatten,
Ein Duft von Milch in Haselzweigen.
Man hört noch lang den Lehrer geigen,
Im leeren Hof den Schrei der Ratten.

Im Krug an scheußlichen Tapeten
Blühn kühlere Violenfarben.
Im Hader dunkle Stimmen starben,
Narziß im Endakkord von Flöten.

Quelle: Georg Trakl, Gedichte, 1913, S. 34. Die historischen Schreibweisen bleiben erhalten. Der Gedichttext ist gemeinfrei.


Lesefassung: mit Versnummern

Diese Fassung hilft Dir beim Zitieren. Die Wörter wurden nicht vereinfacht oder übersetzt. Nur die Versnummern wurden ergänzt.

01 Ein Rot, das traumhaft dich erschüttert —
02 Durch deine Hände scheint die Sonne.
03 Du fühlst dein Herz verrückt vor Wonne
04 Sich still zu einer Tat bereiten.

05 In Mittag strömen gelbe Felder.
06 Kaum hörst du noch der Grillen Singen,
07 Der Mäher hartes Sensenschwingen.
08 Einfältig schweigen goldene Wälder.

09 Im grünen Tümpel glüht Verwesung.
10 Die Fische stehen still. Gotts Odem
11 Weckt sacht ein Saitenspiel im Brodem.
12 Aussätzigen winkt die Flut Genesung.

13 Geist Dädals schwebt in blauen Schatten,
14 Ein Duft von Milch in Haselzweigen.
15 Man hört noch lang den Lehrer geigen,
16 Im leeren Hof den Schrei der Ratten.

17 Im Krug an scheußlichen Tapeten
18 Blühn kühlere Violenfarben.
19 Im Hader dunkle Stimmen starben,
20 Narziß im Endakkord von Flöten.

Leseauftrag: Markiere Farben und Klänge in verschiedenen Farben. Suche dann zwei Stellen, an denen die Stimmung wechselt.


Schwierige Wörter einfach erklärt

Wort im Gedicht Einfache Erklärung
Wonne Großes Glück oder starke Freude
Mäher Mensch, der Gras oder Getreide mäht
Verwesung Zerfall von abgestorbenem organischem Material
Odem Älteres Wort für Atem oder Hauch
Brodem Dunst oder aufsteigender Dampf
Aussätzige Historische Bezeichnung für Menschen mit Lepra; heute vermeiden wir diese Bezeichnung für Menschen
Genesung Gesundwerden
Hader Streit oder heftiger Konflikt
Violenfarben Violette, an Violen oder Veilchen erinnernde Farbtöne
Endakkord Abschließender musikalischer Zusammenklang

Hilfe 1: Lies einen Vers langsam.

Hilfe 2: Ersetze ein schwieriges Wort durch die Erklärung.

Hilfe 3: Überlege, welches Gefühl das Bild auslösen könnte.


Das Gedicht verstehen


Lernpunkt 1: Farben als Bilder

Jede Strophe setzt einen anderen Farbakzent: Rot, Gelb, Grün, Blau und Violett.

Die Farben können Gefühle auslösen. Sie müssen aber nicht für alle Menschen dasselbe bedeuten.

In Vers 1 heißt es: „Ein Rot, das traumhaft dich erschüttert“. Hier wirkt die Farbe sehr stark.

In Vers 9 treffen Grün und „Verwesung“ aufeinander. Dadurch entsteht ein Gegensatz zwischen Leben und Zerfall.

Franz Marc: Blaues Pferd I, 1911. Ein anderes Werk des Expressionismus. Achte auf den Einsatz der Farben.

Bildauftrag: Vergleiche die Farben des Gemäldes mit den Farben im Gedicht. Das Bild illustriert nicht direkt Trakls Gedicht.


Lernpunkt 2: Ein Konzert aus Geräuschen

Der Titel nennt ein „Konzert“. Im Gedicht erscheinen viele Geräusche. Doch nicht alle sind angenehm.

Beispiele: Grillen singen in Vers 6. In Vers 15 geigt ein Lehrer. In Vers 16 ertönt der „Schrei der Ratten“. Am Ende stehen Flöten.

Hörbeispiele aus Wikimedia Commons:

Grillen:

Naturaufnahme einer Feldgrille. Höre genau hin: Wie klingt das „Singen“?

Geige:

Beispiele verschiedener Geigenklänge. Welche passen zu einer freundlichen Stimmung?

Flöte:

Ein kurzes Flöten-Klangbeispiel. Wie wirkt der Klang auf Dich?

Die Aufnahmen sind keine historischen Aufnahmen und keine Vertonung von Trakls Gedicht. Sie helfen Dir, die genannten Geräusche zu unterscheiden.


Lernpunkt 3: Klang und Rhythmus

Beim Vorlesen hörst Du Pausen, Betonungen und Wiederholungen.

Die Wörter „Sonne“ und „Wonne“ reimen sich in den Versen 2 und 3. Andere Strophen zeigen oft eine umarmende Reimanordnung. Manche Reime sind ungenau.

Eine musikalische Wirkung kann also auch durch Sprache entstehen.

Animation: Schallwellen eines Lautsprechers. Sie zeigt, wie Schall entsteht, nicht den Rhythmus von Trakls Gedicht.

Mini-Experiment: Lies Vers 6 und Vers 16 laut. Welche Wörter betonst Du? Wie verändert sich dadurch die Stimmung?


Lernpunkt 4: Gegensätze und Gefühle

In diesem Gedicht stehen schöne und unheimliche Eindrücke nebeneinander.

Schöne Bilder: „Sonne“ (V. 2), „gelbe Felder“ (V. 5), „goldene Wälder“ (V. 8).

Unheimliche Bilder: „Verwesung“ (V. 9), „Schrei der Ratten“ (V. 16), „dunkle Stimmen“ (V. 19).

Mögliche Deutung: Das Gedicht könnte zeigen, wie eng Freude, Angst, Schönheit und Vergänglichkeit zusammenliegen.

Merke: Eine Deutung ist ein Vorschlag. Du musst sie mit dem Text begründen.


Lernpunkt 5: Dädalus und Narziß

Zwei Namen stammen aus der griechischen Mythologie.

Dädalus war ein geschickter Erfinder und Baumeister. Er ist unter anderem durch die Geschichte mit den Flügeln für sich und seinen Sohn Ikarus bekannt.

John Williamson: Dädalus und Ikarus, Illustration von 1913. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Narziß ist eine Gestalt, die sich nach der bekannten Sage in ihr eigenes Spiegelbild verliebt.

Caravaggio: Narziss am Wasser. Historisches Gemälde, gemeinfreie Reproduktion.

Deutungsfrage: Warum tauchen solche Figuren in einem Gedicht über Farben, Natur und Klänge auf?

Hilfe 1: Dädalus kann an Kunst und Erfindungen erinnern.

Hilfe 2: Narziß kann an Schönheit und Selbstbetrachtung erinnern.

Diese Gedanken sind mögliche Interpretationen, keine eindeutig bewiesenen Absichten Trakls.


Lernpunkt 6: Wer spricht im Gedicht?

Der Text beginnt mit einem „dich“. Später heißt es „Du fühlst dein Herz“ (V. 3).

Eine lyrische Stimme spricht also ein „Du“ an. Ein ausdrückliches „Ich“ wird nicht genannt.

Wichtig: Lyrisches Ich, lyrische Stimme und Autor sind nicht dasselbe. Georg Trakl schrieb das Gedicht. Wer im Gedicht spricht und wer angesprochen wird, muss aus dem Text erschlossen werden.

Lernvideo: Lyrisches Ich und Autor unterscheiden

Studyflix: Lyrisches Ich einfach erklärt. Das Video behandelt eine allgemeine Analysemethode, nicht speziell „Kleines Konzert“.


Lernpunkt 7: Expressionismus

Georg Trakl (1887–1914) zählt zu den bedeutenden deutschsprachigen Dichtern des Expressionismus.

Diese literarische Strömung war besonders zu Beginn des 20. Jahrhunderts wichtig. Starke Gefühle, ungewöhnliche Sprachbilder und Themen wie Angst oder Verfall kommen häufig vor.

Bei „Kleines Konzert“ erkennst Du: auffällige Farben, überraschende Bilder und gegensätzliche Gefühle.

Lernvideo: Expressionistische Gedichte analysieren

Studyflix: Expressionismus Gedichte. Nutze das Video als methodische Ergänzung. Nicht jedes Merkmal der Epoche muss in jedem Gedicht vorkommen.


So schreibst Du eine Gedichtanalyse


Drei Schritte

1. Beobachten: Was steht wirklich im Text?

2. Belegen: An welcher Versstelle steht es?

3. Deuten: Welche Wirkung könnte es haben?

Beispiel:

„Im grünen Tümpel glüht Verwesung“ (V. 9) verbindet eine Naturfarbe mit einem Bild des Zerfalls. Dadurch kann eine unheimliche Stimmung entstehen.

Satzhilfen:

„In Vers ... fällt auf, dass ...“

„Das Wort ... erinnert an ...“

„Dies könnte bedeuten, dass ...“

„Meine Deutung wird durch Vers ... gestützt.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Lesequiz mit Textbelegen: Die Fragen beziehen sich auf die historische Lesefassung. Lies die genannten Verse vor Deiner Antwort. Jede Frage hat genau eine richtige Lösung.

Welche Farbe steht in Vers 1: „Ein Rot, das traumhaft dich erschüttert“? (Rot) (!Grün) (!Blau) (!Violett)




Was scheint nach Vers 2 durch die Hände? (Die Sonne) (!Der Mond) (!Ein Stern) (!Eine Kerze)




Welches Geräusch erscheint in Vers 6: „der Grillen Singen“? (Das Singen der Grillen) (!Das Läuten der Glocken) (!Das Rauschen des Meeres) (!Das Rollen eines Zuges)




Was ist nach Vers 7 mit dem Mäher verbunden? (Das Sensenschwingen) (!Das Flötenspiel) (!Das Schreiben) (!Das Trommeln)




Welcher Gegensatz lässt sich aus Vers 9 erkennen? (Grüne Natur und Verwesung) (!Winter und Schnee) (!Stadt und Verkehr) (!Schule und Ferien)




Welche Schreibweise steht in Vers 10 des Drucks von 1913? (Gotts Odem) (!Gottes Atem) (!Guter Odem) (!Großer Atem)




Welche Gestalt nennt Vers 13: „Geist Dädals schwebt“? (Dädalus) (!Odysseus) (!Achilles) (!Zeus)




Welches Instrument wird in Vers 15 durch „geigen“ angesprochen? (Geige) (!Klavier) (!Trompete) (!Trommel)




Welches Tier kommt in Vers 16 vor? (Ratten) (!Wölfe) (!Adler) (!Hirsche)




Womit endet das Gedicht nach Vers 20: „Narziß im Endakkord von Flöten“? (Mit einem musikalischen Bild) (!Mit einem Gespräch auf dem Markt) (!Mit einer Reise ans Meer) (!Mit einer Kriegsschilderung)





Memory

Finde passende Begriffspaare.

Odem Atem
Brodem Dunst
Hader Streit
Dädalus Baumeister
Narziß Spiegelbild
Mäher Feldarbeit
Violenfarben Violette Farbtöne





Drag and Drop

Ordne die Wörter den passenden Bildern oder Eindrücken zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bild oder Eindruck
Rot Erschütterung
Gelb Mittagsfelder
Grün Verwesung
Blau Schatten
Violett Violenfarben
Geige Lehrer





Kreuzworträtsel

Sonne Was scheint nach Vers 2 durch die Hände?
Grillen Welche Tiere singen in Vers 6?
Tümpel Welches kleine Gewässer erscheint in Vers 9?
Geige Welches Instrument spielt der Lehrer?
Ratten Welche Tiere hört man im leeren Hof?
Flöten Welche Instrumente erklingen am Ende?





LearningApps

Hier kannst Du nach weiteren Übungen zum Gedicht und zu Georg Trakl suchen. Die Suchergebnisse stammen von LearningApps und gehören nicht automatisch zu diesem aiMOOC.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Georg Trakl veröffentlichte das Gedicht in der Sammlung

.
Das Gedicht enthält insgesamt zwanzig

.
Die erste Strophe beginnt mit der Farbe

.
In Vers 5 erscheinen gelbe

.
In Vers 6 hört man die

.
Das grüne Gewässer in Vers 9 heißt

.
Das historische Wort Odem bedeutet

.
In Vers 10 steht im Originaldruck das Wort

.
Dädalus ist eine Gestalt aus der griechischen

.
Der Lehrer spielt im Gedicht eine

.
In Vers 19 werden dunkle

genannt.
Das Gedicht endet mit dem Klang von

.




Offene Aufgaben

Alle folgenden Aufgaben sind offen. Deine Antworten werden nicht automatisch bewertet. Vergleiche sie mit dem Gedicht und bespreche Deine Ideen mit anderen.


Leicht

  1. Farben: Male fünf kleine Farbfelder zu den fünf Strophen. Schreibe jeweils ein passendes Wort dazu. Hilfe 1: Beginne mit Rot. Hilfe 2: Suche die Farben im Gedicht.
  2. Vorlesen: Lies eine Strophe langsam vor. Markiere zwei Stellen, an denen Du eine Pause machst. Hilfe 1: Achte auf Satzzeichen. Hilfe 2: Probiere verschiedene Betonungen.
  3. Naturgeräusche: Suche drei Geräusche im Gedicht und beschreibe ihre Wirkung. Hilfe 1: Beginne mit den Grillen. Hilfe 2: Verwende ruhig, hart oder unheimlich.
  4. Kreatives Schreiben: Schreibe vier eigene Verse mit einer Farbe und einem Klang. Hilfe 1: Wähle Blau. Hilfe 2: Beginne mit „Ich höre ...“.


Standard

  1. Gedichtinterpretation: Erkläre an zwei Textstellen, wie Schönheit und Unheimliches zusammenkommen. Hilfe 1: Vers 9 und Vers 16. Hilfe 2: Schreibe jeweils einen Beleg und eine Wirkung.
  2. Collage: Gestalte eine Collage zu einer Strophe mit frei nutzbaren Bildern oder eigenen Zeichnungen. Hilfe 1: Wähle zwei Motive. Hilfe 2: Erkläre sie mit Versangaben.
  3. Dialog: Schreibe ein kurzes Gespräch zwischen der angesprochenen Person und der lyrischen Stimme. Hilfe 1: Beginne mit „Was fühlst du?“. Hilfe 2: Nutze Vers 3.
  4. Audio: Nimm eine eigene Lesung einer Strophe auf und begründe Deine Betonung. Hilfe 1: Übe dreimal. Hilfe 2: Markiere betonte Wörter vor der Aufnahme.


Schwer

  1. Expressionismus: Vergleiche Trakls Farbgebrauch mit Franz Marcs „Blaues Pferd I“. Hilfe 1: Beschreibe beide Werke. Hilfe 2: Prüfe Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  2. Mythologie: Erforsche Dädalus und Narziß mithilfe seriöser Quellen. Schreibe eine mögliche Erklärung für ihre Rolle im Gedicht. Hilfe 1: Fasse beide Sagen kurz zusammen. Hilfe 2: Verknüpfe sie mit Vers 13 und Vers 20.
  3. Quellenkritik: Vergleiche den Originaldruck von 1913 mit der Wikisource-Abschrift. Erkläre, weshalb „Gotts“ und „Gottes“ nicht einfach stillschweigend gleichgesetzt werden sollten. Hilfe 1: Schau Vers 10 an. Hilfe 2: Unterscheide Quelle und spätere Abschrift.
  4. Video: Drehe ein kurzes Analysevideo von höchstens drei Minuten. Erkläre Farben, Klänge und eine Deutung mit zwei Zitaten. Hilfe 1: Schreibe ein Drehbuch. Hilfe 2: Gliedere in Beobachtung, Beleg und Deutung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die Aufgaben schriftlich. Mehrere gut begründete Lösungen sind möglich.

  1. Textanalyse: Erkläre, wie die Farbfolge zur Wirkung des Gedichts beiträgt. Belege Deine Aussage mit mindestens zwei Versen.
  2. Gegensatz: Untersuche den Unterschied zwischen „Wonne“ (V. 3) und „Verwesung“ (V. 9). Wie verändert sich Dein Leseeindruck?
  3. Musikalität: Prüfe, ob der Titel „Kleines Konzert“ zum Gedicht passt. Nutze zwei Klangbeispiele und erkläre auch einen störenden Klang.
  4. Lyrische Stimme: Erkläre, warum die Anrede „Du“ nicht beweist, dass Trakl selbst im Gedicht spricht.
  5. Medienvergleich: Vergleiche die Wirkung einer stillen Lektüre mit Deiner lauten Lesung. Welche Bedeutungen werden durch das Vorlesen stärker?
  6. Transfer: Stell Dir vor, Du schreibst ein modernes „Kleines Konzert“. Welche Farben und Geräusche Deiner Umgebung würdest Du wählen, um gemischte Gefühle auszudrücken? Begründe Deine Wahl.

Rückmeldung durch Lehrkraft oder Lerngruppe: Prüft, ob eine Antwort zum Thema passt, Textbelege nennt und zwischen Beobachtung und Deutung unterscheidet.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kurze, selbst geschriebene Gedichtanalyse von etwa 250 bis 350 Wörtern oder eine gleichwertige mündliche Präsentation.

Wichtig sind:

  1. Eine Einleitung mit Titel, Autor und Erscheinungsjahr.
  2. Die richtige Beschreibung der historischen Textgrundlage.
  3. Eine kurze Zusammenfassung der fünf Strophen.
  4. Die Untersuchung von mindestens zwei Farben und zwei Klängen.
  5. Mindestens drei passende Textbelege mit Versnummern.
  6. Eine begründete Deutung des Titels oder eines zentralen Gegensatzes.
  7. Die klare Unterscheidung zwischen Autor, lyrischer Stimme und eigener Interpretation.

Bewertung: Verständlichkeit, passende Belege, eigene Gedanken und sorgfältiger Umgang mit der Quelle. Eine einzelne „richtige“ Gesamtdeutung ist nicht vorgeschrieben.


OERs zum Thema


Historische Quelle und freie Texte

Primärquelle: Georg Trakl: Gedichte, Kurt Wolff Verlag, Leipzig 1913, S. 34.

Originaldruck auf Wikimedia Commons

Digitale Textabschrift auf Wikisource

Ausgangspunkt bei Zeno

Textrechte: Georg Trakl starb 1914. Sein Werk ist in Deutschland und anderen Ländern mit einer Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers gemeinfrei.

Editionshinweis: Die Quell- und Lesefassung dieses aiMOOCs orientieren sich am historischen Druck von 1913. Wikisource schreibt in Vers 10 „Gottes Odem“, der Druck zeigt „Gotts Odem“. Andere Ausgaben können ebenfalls abweichen.

Es wurde keine Übersetzung verwendet. Die Worterklärungen sind heutige sprachliche Hilfen und keine eigenständige Übersetzung.


Wikimedia-Commons-Medien und Rechte

Die folgenden Originaldateien wurden für den aiMOOC ausgewählt. Alle Dateien sind auf Wikimedia Commons nachgewiesen. Es wurden keine eigenen Medien erzeugt und keine Dateien verändert.

  1. Historische Buchseite und Buchabbildung: Georg Trakl, Gedichte, 1913. Gedichtseite und Buchabbildung. Gemeinfrei, Public Domain Mark.
  2. Selbstporträt: Georg Trakl, 1913. Datei und Rechte. Gemeinfrei, Public Domain Mark.
  3. Blaues Pferd I: Franz Marc, 1911. Digitale Reproduktion von Rufus46, spätere Dateiversion durch Rettinghaus. Commons-Datei. Kunstwerk gemeinfrei, Reproduktion unter CC BY-SA 4.0.
  4. Dädalus und Ikarus: John Williamson, Illustration von 1913. Commons-Datei. Gemeinfrei.
  5. Narziß: Caravaggio, um 1600. Commons-Datei. Gemeinfreie Kunstreproduktion.
  6. Grillenaufnahme: Thatcher, 2009. Commons-Datei. CC BY-SA 3.0.
  7. Geigenklänge: Alex Dee, 2006. Commons-Datei. CC BY 2.5.
  8. Flötenklang: hokuspokus, 2008. Commons-Datei. Gemeinfrei.
  9. Schall-Animation: KyleThayer. Commons-Datei. CC0 1.0.

Lizenzregel: Bei CC-Lizenzen müssen Urhebernennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Änderungen angegeben werden. Die Originaldateien wurden hier unverändert eingebunden. Beachte bei einer eigenen Weiterverwendung die jeweilige Dateibeschreibung.


Lernvideos

Lyrisches Ich – Studyflix

Expressionismus Gedichte – Studyflix

Rechtehinweis: Die YouTube-Videos sind ergänzende Unterrichtsmedien und nicht automatisch offen lizenzierte OER. Ihre Rechte bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Die Videos werden nur über die bereitgestellte Einbettungsfunktion angezeigt.


Wikipedia zum Nachlesen

Georg Trakl:

Gedichte – Sammlung von 1913:


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