Abschied - Eichendorff, Joseph von - Gedichtanalyse
Abschied - Eichendorff, Joseph von - Gedichtanalyse
Gedicht: Abschied – „O Täler weit, o Höhen“ Autor: Joseph von Eichendorff (1788–1857) Textgrundlage: Gedichte, Ausgabe 1841, „1. Wanderlieder“ Umfang: 4 Strophen mit je 8 Versen, insgesamt 32 Verse Zielgruppe: Klasse 7–8, Deutschunterricht Themen: Abschied, Wald, Natur, Heimat, Romantik, Gedichtanalyse
Einleitung
Wie fühlst Du Dich, wenn Du einen geliebten Ort verlassen musst?
Darum geht es in Eichendorffs Gedicht „Abschied“. Eine lyrische Stimme verabschiedet sich von einem Wald. Dort fühlte sie sich geborgen. Nun muss sie in die fremde Welt hinaus.
Du lernst, den Text zu verstehen, passende Verse als Belege zu verwenden und eine eigene Deutung zu schreiben.

Joseph von Eichendorff, Porträt von Eduard Eichens aus dem Jahr 1841. Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Deine Lernziele
- Gedicht verstehen: Du kannst den Inhalt in einfachen Worten erklären.
- Lyrisches Ich: Du unterscheidest die Stimme im Gedicht vom Autor.
- Sprachliche Bilder: Du erkennst Vergleiche und bildhafte Sprache.
- Gedichtanalyse: Du kannst Aussagen mit Versen belegen.
- Kreatives Schreiben: Du verfasst eigene Texte zum Abschied.
Das Gedicht und seine Quelle
Wichtig: Wir untersuchen die Fassung aus Eichendorffs Gedichten von 1841. Das Gedicht entstand bereits 1810 und wurde 1815 in Ahnung und Gegenwart veröffentlicht. Es gibt mehrere historische Fassungen.
Quelltext: Zeno.org – Abschied, Ausgabe 1841
Zusätzlicher Textabgleich: TextGrid – Abschied, 1. Wanderlieder, Ausgabe 1841
Die folgende Quellfassung folgt dem bei TextGrid dokumentierten Wortlaut der Ausgabe 1841. Sie ist eine elektronische Textwiedergabe, kein Foto des Drucks von 1841. Alte Schreibweisen bleiben erhalten.
Quellfassung: Abschied (1841)
Joseph von Eichendorff: Abschied
O Täler weit, o Höhen,
O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächt'ger Aufenthalt!
Da draußen, stets betrogen,
Saust die geschäft'ge Welt,
Schlag noch einmal die Bogen
Um mich, du grünes Zelt!
Wenn es beginnt zu tagen,
Die Erde dampft und blinkt,
Die Vögel lustig schlagen,
Daß dir dein Herz erklingt:
Da mag vergehn, verwehen
Das trübe Erdenleid,
Da sollst du auferstehen
In junger Herrlichkeit!
Da steht im Wald geschrieben,
Ein stilles, ernstes Wort
Von rechtem Tun und Lieben,
Und was des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen
Die Worte, schlicht und wahr,
Und durch mein ganzes Wesen
Ward's unaussprechlich klar.
Bald werd ich dich verlassen,
Fremd in der Fremde gehn,
Auf buntbewegten Gassen
Des Lebens Schauspiel sehn;
Und mitten in dem Leben
Wird deines Ernsts Gewalt
Mich Einsamen erheben,
So wird mein Herz nicht alt.
Verszählung: Strophe 1 = Verse 1–8, Strophe 2 = Verse 9–16, Strophe 3 = Verse 17–24, Strophe 4 = Verse 25–32.
Quelle: Joseph von Eichendorff, Gedichte (Ausgabe 1841), „1. Wanderlieder“, „Abschied“, elektronische Fassung bei TextGrid. Der historische Gedichttext ist gemeinfrei.
Höre das Gedicht
Rezitation: Fritz Stavenhagen liest „Abschied“ auf dem YouTube-Kanal „Lyrik für Puristen“.
Hörauftrag: Achte darauf, wie die Stimme den Wald anspricht. Klingt der Abschied für Dich traurig, ruhig oder hoffnungsvoll?
Eine zweite Rezitation von Reiner Unglaub kannst Du vergleichen:
Die Aufnahmen sind spätere Interpretationen. Sie sind keine historischen Tonaufnahmen Eichendorffs.
Lesefassung in einfacher Sprache
Hinweis: Die folgende Lesefassung ist eine sinngemäße Übertragung in heutiges, einfaches Deutsch. Sie ist keine wörtliche Übersetzung und kein Originaltext. Für Zitate verwendest Du immer die Quellfassung von 1841.
Erste Strophe: Der geliebte Wald
Verse 1–8
Die Stimme liebt den grünen Wald. Dort hat sie Freude und Leid erlebt. Im Wald fühlt sie sich sicher. Die Welt außerhalb erscheint ihr hektisch und enttäuschend. Sie möchte noch einen Moment im Wald bleiben.
Textbeleg: „Um mich, du grünes Zelt!“ (V. 8)
Zweite Strophe: Die Natur gibt Kraft
Verse 9–16
Am Morgen wird der Wald lebendig. Die Erde glänzt. Vögel singen. Die schöne Natur kann traurige Gedanken vertreiben. Die Stimme fühlt sich innerlich gestärkt.
Textbeleg: „Das trübe Erdenleid“ (V. 14)

Vereinfachte Sonnenanimation von Tito Dutta nach einer Vorlage von Tomruen. Wikimedia Commons, gemeinfrei. Sie ist eine Veranschaulichung des Tagesbeginns, keine historische Darstellung des Gedichts.
Hören und entdecken: So können Vogelstimmen klingen. Die Aufnahme stammt aus einem Wald in Frankreich, nicht aus Eichendorffs Lebenszeit.
Audio direkt auf Wikimedia Commons anhören
Denkfrage: Warum können Vogelstimmen zu einer freundlichen Stimmung passen?
Dritte Strophe: Der Wald als Lehrer
Verse 17–24
Die Stimme hat im Wald etwas Wichtiges erkannt: Gutes Handeln und Liebe geben dem Leben einen Sinn. Der Wald steht für Ruhe und Orientierung.
Textbeleg: „Von rechtem Tun und Lieben“ (V. 19)
Das ist eine mögliche Deutung. Im Gedicht steht nicht, dass wirklich Wörter an Bäumen geschrieben sind.
Vierte Strophe: Der Abschied
Verse 25–32
Die Stimme wird den Wald verlassen. Sie fühlt sich in der fremden Welt allein. Trotzdem hofft sie, dass die Erinnerung an den Wald ihr Kraft gibt.
Textbeleg: „So wird mein Herz nicht alt.“ (V. 32)

Historische Illustration zum später verbreiteten Lied „O Täler weit, o Höhen“ von Paul Hey. Wikimedia Commons, gemeinfrei. Sie gehört nicht zur Buchausgabe von 1841.
Schwierige Wörter
| Wort im Gedicht | Einfache Erklärung |
|---|---|
| Wehen | Kummer oder Schmerzen |
| andächt'ger Aufenthalt | Ein ruhiger, besonderer Ort |
| geschäft'ge Welt | Eine hektische, geschäftige Welt |
| grünes Zelt | Ein Bild für das schützende Blätterdach |
| tagen | Es wird Morgen |
| Erdenleid | Leid und Sorgen im Leben |
| Hort | Schutz, sicherer Halt |
| buntbewegte Gassen | Belebte Straßen |
| Ward's | Es wurde |
| mein Herz nicht alt | Die innere Kraft und Lebendigkeit bleiben erhalten |
Gedichtanalyse
Wer spricht?
Die Stimme im Gedicht sagt „meiner“ (V. 3), „Ich“ (V. 21) und „mich“ (V. 8).
Wir nennen sie die lyrische Stimme oder das lyrische Ich.
Wichtig: Joseph von Eichendorff hat das Gedicht geschrieben. Die lyrische Stimme ist aber nicht automatisch mit ihm gleichzusetzen. Auch wenn das Gedicht Bezüge zu seinem Leben haben kann, muss eine Textdeutung am Gedicht begründet werden.
Was ist das Thema?
Das Gedicht zeigt einen Gegensatz.
| Der Wald | Die Welt außerhalb |
|---|---|
| Ruhe und Geborgenheit | Hektik und Unruhe |
| Natur und Vogelstimmen | Geschäftigkeit und Straßen |
| Innere Kraft | Fremdheit und Unsicherheit |
Die Stimme möchte den Wald behalten, muss sich aber verabschieden.
Hörvergleich: Höre erst die Vögel und dann das Stadtgeräusch.
Stadtgeräusch auf Wikimedia Commons
Die heutige Tonaufnahme aus Berlin illustriert nur den Gegensatz von Natur und Stadt. Sie zeigt nicht die Welt von 1841.
Welche sprachlichen Bilder gibt es?
Metapher: „du grünes Zelt“ (V. 8). Der Wald wird wie ein schützendes Zelt dargestellt.
Personifikation: „Da steht im Wald geschrieben“ (V. 17). Der Wald wirkt, als könne er eine Botschaft mitteilen.
Gegensatz: Der ruhige Wald steht der „geschäft'ge[n] Welt“ (V. 6) gegenüber.
Wiederholung: „O Täler weit, o Höhen, / O schöner, grüner Wald“ (V. 1–2). Das wiederholte „O“ klingt wie ein feierlicher Ruf.
Deutung: Diese Mittel können die Liebe zum Wald und die Sorge vor dem Abschied verstärken.
Wie ist das Gedicht aufgebaut?
Das Gedicht hat vier Strophen mit jeweils acht Versen.
Die Verse reimen sich überwiegend nach einem regelmäßigen Kreuzreim: ababcdcd.
Beispiel: „Höhen“ – „Wehen“ und „Wald“ – „Aufenthalt“ (V. 1–4).
Probier es aus: Lies die erste Strophe laut. Achte auf Klang, Rhythmus und Pausen.
Was hat das mit der Romantik zu tun?
Die Romantik ist eine Epoche in Kunst und Literatur. Viele romantische Werke beschäftigen sich mit Natur, Gefühlen, Sehnsucht und Wandern.
Solche Themen findest Du auch in „Abschied“.

Caspar David Friedrich: „Der Wanderer über dem Nebelmeer“, um 1818. Wikimedia Commons, gemeinfrei. Das Bild stammt von einem anderen Künstler und illustriert die Epoche, nicht direkt Eichendorffs Gedicht.
Bildfrage: Welche Gefühle könnte die Person beim Blick in die Ferne haben? Was passt zu „Abschied“? Was ist anders?
Das Gedicht als Lied
Felix Mendelssohn Bartholdy vertonte Eichendorffs Gedicht unter dem Titel „Abschied vom Walde“, op. 59 Nr. 3.
Hier singt der UniversitätsChor München unter der Leitung von Johannes Kleinjung (Konzertaufnahme von 2012).
Hörauftrag: Welche Gefühle verstärkt die Musik? Vergleiche sie mit der gesprochenen Rezitation.
Historische Textfassungen vergleichen

Frühe Handschrift des Gedichts mit dem Titel „An den Hasengarten“, datiert 1810. Faksimile, veröffentlicht 1899; Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Das Gedicht trug nicht immer denselben Titel. In einer frühen Handschrift heißt es „An den Hasengarten“. In der Sammlung von 1841 heißt es „Abschied“.
Achtung: Das Bild zeigt eine frühe Textstufe, nicht die Ausgabe von 1841.
Ein späterer Buchdruck von 1864


Zwei Buchseiten aus „Sämmtliche Werke“, zweite Auflage von 1864. Wikimedia Commons, gemeinfrei.
In diesem späteren Druck findest Du zum Beispiel „Thäler“ statt „Täler“ und „Thun“ statt „Tun“.
Merke: Der Druck von 1864 ist eine Vergleichsquelle. Für dieses Lernangebot bleibt die Ausgabe von 1841 die verbindliche Quellfassung.
Mini-Auftrag: Suche zwei Unterschiede in der Schreibweise. Notiere, zu welcher Ausgabe sie gehören.
So schreibst Du eine kurze Gedichtanalyse
Einleitung: Nenne Titel, Autor, Textgrundlage und Thema.
Hauptteil: Erkläre den Inhalt. Beschreibe die Gefühle und ein sprachliches Bild. Belege Deine Aussagen.
Schluss: Schreibe Deine eigene Deutung.
Beispiel: Die lyrische Stimme fühlt sich im Wald geschützt. Das zeigt die Metapher „du grünes Zelt“ (V. 8). Das Bild erinnert an einen sicheren Ort.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Leicht: Nutze Satzanfänge: „Im Gedicht geht es um ...“ oder „Der Wald bedeutet für die Stimme ...“.
Hilfe 2 – Standard: Schreibe eine Aussage, nenne einen passenden Vers und erkläre das Zitat.
Hilfe 3 – Schwer: Vergleiche zwei Textstellen und zeige, wie sich die Stimmung verändert.
Zitierregel: Ein kurzes Zitat steht in Anführungszeichen. Danach folgt die Versangabe, zum Beispiel (V. 8).
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Lesequiz mit Textbelegen: Lies die jeweils genannten Verse der Quellfassung. Wähle dann die richtige Antwort. Pro Frage ist genau eine Antwort richtig.
Wer wird in „O schöner, grüner Wald“ (V. 2) angesprochen? (Der Wald) (!Eine Stadt) (!Ein fremder Mensch) (!Ein Fluss)
Was zeigt „Du meiner Lust und Wehen“ (V. 3)? (Der Wald ist mit Freude und Kummer verbunden) (!Der Wald ist nur ein Arbeitsplatz) (!Die Stimme hat keine Gefühle) (!Die Stimme spricht von einer Reise mit dem Schiff)
Womit wird der Wald in „du grünes Zelt“ (V. 8) verglichen? (Mit einem schützenden Zelt) (!Mit einer lauten Straße) (!Mit einem Schiff) (!Mit einer Schule)
Wie wird die Welt in „Saust die geschäft'ge Welt“ (V. 6) dargestellt? (Hektisch und unruhig) (!Völlig still) (!Menschenleer) (!Ohne Bewegung)
Welche Tageszeit beginnt bei „Wenn es beginnt zu tagen“ (V. 9)? (Der Morgen) (!Der späte Abend) (!Die Mitternacht) (!Die Nacht)
Welche Tiere hört man in „Die Vögel lustig schlagen“ (V. 11)? (Vögel) (!Pferde) (!Hunde) (!Fische)
Was soll bei „Da mag vergehn, verwehen / Das trübe Erdenleid“ (V. 13–14) verschwinden? (Leid und Sorgen) (!Der ganze Wald) (!Alle Vogelstimmen) (!Die Sonne)
Wovon handelt das „stille, ernste Wort“ nach V. 17–20? (Von rechtem Tun und Lieben) (!Von einem Stadtfest) (!Von einer Seereise) (!Von einem Wettkampf)
Was kündigt „Bald werd ich dich verlassen“ (V. 25) an? (Den Abschied vom Wald) (!Den Bau einer Hütte) (!Die Rückkehr eines Freundes) (!Den Beginn eines Festes)
Welche Hoffnung zeigt „So wird mein Herz nicht alt“ (V. 32)? (Die innere Kraft soll erhalten bleiben) (!Die Stimme wird nie erwachsen) (!Im Wald vergeht keine Zeit) (!Die Straßen werden verschwinden)
Memory
Finde passende Begriffspaare.
| Lyrische Stimme | Sprechende Person im Gedicht |
| Metapher | Bildhafter Ausdruck |
| Kreuzreim | Wechselndes Reimmuster |
| Erdenleid | Menschliche Sorgen |
| Geborgenheit | Gefühl von Sicherheit |
| Quellfassung | Historisch belegter Wortlaut |
Drag and Drop
Ordne die Begriffe den passenden Erklärungen zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Wald | Ort der Ruhe |
| Gassen | Belebte Straßen |
| Vogelgesang | Klang der Natur |
| Abschied | Verlassen eines vertrauten Ortes |
| Erinnerung | Inneres Bewahren von Erlebnissen |
Kreuzworträtsel
| WALD | Welchen Ort spricht die lyrische Stimme an? |
| ZELT | Womit wird der grüne Wald bildlich verglichen? |
| MORGEN | Welche Tageszeit beginnt beim Tagen? |
| LIEBE | Welcher Wert steht im Gedicht neben rechtem Tun? |
| GASSEN | Wo sieht die Stimme das Schauspiel des Lebens? |
| REIM | Wie heißt der Gleichklang von Versenden? |
LearningApps
Weitere Übungen zur Gedichtanalyse findest Du hier:
Lückentext
Ergänze die passenden Begriffe. Pro Satz fehlt ein Wort.
Offene Aufgaben
Wichtig: Diese Aufgaben werden nicht automatisch bewertet. Du kannst eigene Gedanken und unterschiedliche, gut begründete Deutungen entwickeln.
Leicht
- Gefühle erkennen: Schreibe drei Wörter auf, die zur Stimmung der ersten Strophe passen. Hilfe: „Der Wald wirkt auf mich ...“.
- Lieblingsvers: Wähle Deinen Lieblingsvers. Schreibe ihn mit Versnummer ab und erkläre Deine Wahl in zwei Sätzen.
- Naturgeräusche: Höre die Vogelaufnahme. Schreibe drei Geräusche auf, die Du mit einem Wald verbindest.
- Brief schreiben: Verfasse einen kurzen Brief an einen Ort, den Du vermisst. Beginne mit „Lieber Ort, ich erinnere mich ...“.
Standard
- Strophen zusammenfassen: Formuliere für jede Strophe einen eigenen Satz. Nutze die Lesefassung als Hilfe.
- Bildsprache: Zeichne Deine Vorstellung vom „grünen Zelt“. Schreibe drei Sätze über seine Bedeutung.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen Tagebucheintrag aus der Sicht der lyrischen Stimme kurz nach dem Abschied. Verwende mindestens ein Originalzitat.
- Hörvergleich: Vergleiche zwei Rezitationen. Beschreibe, wie Tempo, Betonung und Pausen auf Dich wirken.
Schwer
- Gedichtvergleich: Vergleiche die Quelle von 1841 mit dem Druck von 1864. Unterscheide Änderungen der Schreibweise von möglichen Veränderungen der Bedeutung.
- Romantik in der Kunst: Vergleiche Eichendorffs Gedicht mit Friedrichs Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Kreatives Schreiben: Schreibe ein Antwortgedicht aus der Sicht des Waldes mit mindestens acht eigenen Versen. Kennzeichne es als Dein eigenes Werk.
- Interpretation begründen: Prüfe, ob der Abschied eher traurig oder hoffnungsvoll erscheint. Nutze mindestens drei kurze Zitate mit Versnummern und berücksichtige eine mögliche Gegendeutung.


Lernkontrolle
Diese Aufgaben prüfen Dein Verstehen und Deine Fähigkeit, Zusammenhänge zu erklären. Sie haben keine automatische Bewertung.
- Natur als Kraftquelle: Erkläre, warum ein Ort einem Menschen auch dann helfen kann, wenn er ihn verlassen hat. Beziehe Dich auf V. 25–32.
- Gegensätze in Gedichten: Vergleiche den Wald und die geschäftige Welt. Erkläre, warum dieser Gegensatz wichtig ist.
- Wirkung von Sprache: Ersetze „du grünes Zelt“ durch „der Wald“. Was geht dabei sprachlich verloren?
- Literarische Perspektive: Erkläre, warum wir die Gefühle der lyrischen Stimme nicht automatisch als Gefühle Eichendorffs bezeichnen dürfen.
- Transfer in die Gegenwart: Stelle Dir vor, eine Jugendliche muss ihre Heimat verlassen. Welche Gedanken aus dem Gedicht könnten ihr helfen? Wo passt der Vergleich nicht?
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kurze Gedichtanalyse oder ein Lernportfolio.
Wichtig sind:
- Quellenangabe: Du nennst Joseph von Eichendorff, den Titel „Abschied“ und die verwendete Ausgabe von 1841.
- Inhaltsangabe: Du erklärst alle vier Strophen in eigenen Worten.
- Textbelege: Du verwendest mindestens drei kurze Originalzitate mit Versnummern.
- Sprachliche Mittel: Du erklärst mindestens zwei sprachliche Bilder und ihre mögliche Wirkung.
- Eigene Deutung: Du formulierst einen verständlichen Schlussgedanken.
- Quellenkritik: Du unterscheidest Originaltext, vereinfachte Lesefassung und eigene Interpretation.
- Reflexion: Du beschreibst kurz, was Du gelernt hast und welche Fragen offenbleiben.
Bewertungshilfe: Achte auf Texttreue, verständliche Aussagen, passende Belege, eigene Gedanken und einen klaren Aufbau.
OERs zum Thema
Wikipedia: Hintergrundwissen über das Gedicht.
Weitere Quellen:
- Zeno.org – Abschied, Ausgabe 1841
- TextGrid – Textfassung 1841
- Wikisource – nachgewiesener späterer Druck von 1864
- Wikimedia Commons – Medien zum Gedicht
- Wikipedia – Joseph von Eichendorff
Mediennachweise und Rechte
Die folgenden Bilder, Tonaufnahmen und die Animation sind bereits vorhandene Dateien von Wikimedia Commons. Es wurden keine neuen Medien erzeugt. Die angegebenen Rechte beziehen sich auf die jeweiligen Dateien.
- Porträt von Eichendorff (1841): Eduard Eichens, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
- Frühe Handschrift „An den Hasengarten“: Joseph von Eichendorff, Faksimile aus Robert Koenigs Deutsche Litteraturgeschichte (1899), Wikimedia Commons, gemeinfrei.
- Historische Buchseiten von 1864: Joseph von Eichendorff, Seite 1 und Seite 2, gemeinfrei. Keine Abbildungen der Ausgabe von 1841.
- Historische Volksliederillustration: Paul Hey, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
- Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“: Caspar David Friedrich, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
- Sonnenanimation: Tito Dutta nach Tomruen, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
- Vogelstimmen im Wald: Barracuda1983, Wikimedia Commons, Public Domain.
- Straßengeräusche Berlin: SchlurcherBot, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Datei unverändert eingebunden. Namensnennung und Lizenzlink beachten.
- Rezitation I: Fritz Stavenhagen, YouTube-Kanal „Lyrik für Puristen“, Video.
- Rezitation II: Reiner Unglaub, YouTube-Kanal „Lyrik für Puristen“, Video.
- Chorvertonung: Felix Mendelssohn Bartholdy, UniversitätsChor München unter Johannes Kleinjung, Konzert vom 15. Juli 2012, Video.
Rechtehinweis: Gemeinfreie Gedichttexte und Bilder dürfen grundsätzlich frei verwendet werden. Bei CC BY-SA sind Namensnennung, Lizenzlink und weitere Lizenzbedingungen zu beachten. YouTube-Videos werden als externe Inhalte eingebunden; daraus folgt keine freie Lizenz für eine Weiterveröffentlichung der Videos. Prüfe bei eigenen Projekten die Rechte der jeweiligen Datei.
Textnachweis: Der Originaltext beruht auf der elektronisch dokumentierten Gedichtfassung von 1841. Die vereinfachte Lesefassung, Erklärungen, Fragen und Deutungen sind Unterrichtsbearbeitungen und keine historischen Eichendorff-Texte.
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