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Bestimmung - Morgenstern, Christian - Gedichtanalyse

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Bestimmung - Morgenstern, Christian - Gedichtanalyse

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Bestimmung - Morgenstern, Christian - Gedichtanalyse

Fach: Deutsch | Klasse: 7–8 | Niveau: Leicht bis Standard

Thema: Natur, Träumen, Gefühle und die eigene Lebensaufgabe

Lernziele: Du kannst das Gedicht verstehen, Textstellen als Belege nennen, sprachliche Bilder erkennen und eine eigene Deutung schreiben.


Einleitung

Was ist meine Aufgabe im Leben? Was verbindet mich mit der Natur und anderen Menschen?

Um solche Fragen geht es in dem Gedicht „Bestimmung“ von Christian Morgenstern. Es erschien 1897 im Gedichtband Auf vielen Wegen.

Das Gedicht beginnt mit den Worten „Von dieser Bank hinauszuträumen“. Ein Blick von einer Bank führt die Gedanken weit über den eigenen Standort hinaus.

Du liest 16 Verse. Danach untersuchst Du ihre Sprache und schreibst eigene Texte.

Bildimpuls: Was könnte ein Mensch denken, der allein auf einer Bank sitzt? Schreibe zwei Sätze.


Der Dichter und die historische Ausgabe

Christian Morgenstern lebte von 1871 bis 1914. Er war ein deutscher Schriftsteller und Dichter. Viele kennen seine lustigen Gedichte. Er schrieb aber auch ernste und nachdenkliche Texte.

Unsere historische Ausgabe:

Christian Morgenstern: Auf vielen Wegen. Gedichte. Berlin: Schuster & Loeffler, 1897. Das Gedicht „Bestimmung“ steht auf Seite 152.

Textquellen:

  1. Zeno.org: Bestimmung – vorgegebene Textquelle.
  2. TextGrid: Bestimmung – überprüfte digitale Textfassung.
  3. Christian-Morgenstern-Online – Werkverzeichnis mit Nachweis des Drucks von 1897, Seite 152.

Hinweis zur Texttreue: Die folgende Quellfassung übernimmt den Wortlaut und die historische Schreibweise aus TextGrid. Der dortige digitale Text ist am Erstdruck von 1897 orientiert und berücksichtigt auch die Ausgabe von 1911. Er ist kein fotografisches Faksimile der Druckseite. In anderen Editionen können Satzzeichen und Abstände leicht abweichen. Für unsere Aufgaben gilt die hier abgedruckte Fassung.


Gedicht: Bestimmung


Quellfassung – historische Schreibweise

Christian Morgenstern: Bestimmung

Von dieser Bank hinauszuträumen,
wenn ferner Erdsaum, lichtverwaist,
entgegen den gestirnten Räumen
die Sonne dampfend überkreist! ...

Da fühle deine treue Erde,
wie sie ihr Weltwerk schafft und schafft,
daß jedes Land gesegnet werde
von ihrer Mutter trunkner Kraft!

Und wie du heiß die Arme breitest,
von mächtigem Gefühl erfaßt,
und dein Gemüt zur Menschheit weitest,
die dumpf und dunkel liebt und haßt, –

ergreifst du, was du bist, von ferne,
und, was du darfst, und, was du mußt,
und wirst dir deiner guten Sterne
von neuem still und stolz bewußt.

Quelle: Christian Morgenstern, „Bestimmung“, in: Auf vielen Wegen (1897), S. 152. Textabgleich: TextGrid und Christian-Morgenstern-Online. Der Gedichttext ist gemeinfrei.


Lesefassung – heutige Rechtschreibung

Wichtig: Diese Lesefassung ist eine redaktionelle Anpassung der Schreibweise. Sie ist keine Übersetzung. Schwierige Wörter bleiben erhalten und werden danach erklärt.

Strophe 1 · Verse 1–4

Von dieser Bank hinauszuträumen,
wenn ferner Erdsaum, lichtverwaist,
entgegen den gestirnten Räumen
die Sonne dampfend überkreist! ...

Strophe 2 · Verse 5–8

Da fühle deine treue Erde,
wie sie ihr Weltwerk schafft und schafft,
dass jedes Land gesegnet werde
von ihrer Mutter trunkner Kraft!

Strophe 3 · Verse 9–12

Und wie du heiß die Arme breitest,
von mächtigem Gefühl erfasst,
und dein Gemüt zur Menschheit weitest,
die dumpf und dunkel liebt und hasst, –

Strophe 4 · Verse 13–16

ergreifst du, was du bist, von ferne,
und, was du darfst, und, was du musst,
und wirst dir deiner guten Sterne
von Neuem still und stolz bewusst.

Geändert wurden nur Schreibweisen, etwa „daß“ zu „dass“, „mußt“ zu „musst“ und „bewußt“ zu „bewusst“. Inhalt, Bildsprache und Versfolge bleiben gleich.


Schwierige Wörter einfach erklärt

Wort Bedeutung im Gedicht
Erdsaum Der ferne Rand der sichtbaren Erde, der Horizont.
lichtverwaist Ohne Licht oder vom Licht verlassen.
gestirnte Räume Der weite Raum mit Sternen.
Weltwerk Das große Wirken der Erde und der Natur.
trunkner Kraft Ein Bild für starke, fast berauschende Lebenskraft.
Gemüt Die Gefühle und Gedanken eines Menschen.
Bestimmung Hier möglicherweise die eigene Aufgabe oder der persönliche Lebensweg.

Lesetipp: Du musst nicht jedes Wort sofort verstehen. Lies die Strophe noch einmal und achte zuerst auf die Bilder.


Das Gedicht verstehen


Strophe 1: Von einer Bank in die Weite

In den Versen 1–4 beginnt ein Traum- und Gedankenbild. Die lyrische Stimme spricht vom Horizont, von der Sonne und von Sternen.

Textbeleg: „entgegen den gestirnten Räumen“ (V. 3).

Mögliche Deutung: Der Blick in die Weite kann helfen, über das eigene Leben nachzudenken.

Bildfrage: Welche Wörter der ersten Strophe passen zu dem Sternenfoto? Welche nicht?

Datei:Sunrise timelapse.webm

Animation: Ein echter Zeitraffer eines Sonnenaufgangs. Das Gedicht nennt die Bewegung der Sonne, legt aber keinen eindeutig bestimmten Zeitpunkt wie diesen Sonnenaufgang fest.

Beobachtungsauftrag: Was verändert sich am Himmel? Vergleiche das mit dem Bild vom „lichtverwaist[en]“ Erdsaum (V. 2). Es sind nicht dieselben Situationen.


Strophe 2: Die Erde schenkt Leben

Die Verse 5–8 zeigen die Erde als eine starke, lebensspendende Kraft.

Textbeleg: „wie sie ihr Weltwerk schafft und schafft“ (V. 6).

Beobachtung: Das Wort „schafft“ wird wiederholt. Die Erde erscheint fast wie ein Lebewesen, das unermüdlich arbeitet.

Mögliche Deutung: Die sprechende Stimme betrachtet die Erde als wertvoll und lebendig.

Datei:Blue Marble animation, 2002.webm

Animation: Die Erde in einer Darstellung der NASA.

Denkfrage: Das Video zeigt einen Himmelskörper. Das Gedicht nennt die Erde „treu“ (V. 5). Was ist der Unterschied zwischen einer wissenschaftlichen Darstellung und einem sprachlichen Bild?


Strophe 3: Verbunden mit den Menschen

In den Versen 9–12 öffnet sich die angesprochene Person für andere Menschen.

Textbeleg: „und dein Gemüt zur Menschheit weitest“ (V. 11).

Die Wörter „liebt und haßt“ (V. 12) zeigen zwei gegensätzliche Gefühle.

Mögliche Deutung: Die Menschheit hat gute und schwierige Seiten. Trotzdem kann man sich mit ihr verbunden fühlen.

Schreibimpuls: Beschreibe in drei Sätzen, was es für Dich bedeutet, offen für andere Menschen zu sein.


Strophe 4: Was kann ich aus meinem Leben machen?

Die Verse 13–16 wenden den Blick auf die eigene Person.

Textbeleg: „was du darfst, und, was du mußt“ (V. 14).

Mögliche Deutung: Ein Mensch denkt darüber nach, welche Möglichkeiten und Pflichten er hat. Der Schluss kann Selbstvertrauen ausdrücken.

Wichtig: Das ist eine begründbare Interpretation und keine nachgewiesene persönliche Aussage von Morgenstern.

Schreibimpuls: Was möchtest Du lernen oder später erreichen? Schreibe vier Sätze.


So analysierst Du das Gedicht


Aufbau und Reime

Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit jeweils vier Versen. Insgesamt sind es 16 Verse.

Es hat in jeder Strophe einen Kreuzreim: Die erste und dritte Zeile reimen sich. Die zweite und vierte Zeile reimen sich ebenfalls.

Beispiel aus Strophe 1:

träumen – Räumen
lichtverwaist – überkreist

Das Muster heißt abab.

Video: Diego Hagen, „Gedichtanalyse: Reimschema bestimmen – kurz & knackig“ (2025).

Arbeitsauftrag: Sieh Dir den Abschnitt zum Kreuzreim an. Prüfe dann selbst die Reimwörter der dritten Strophe.


Sprachliche Bilder

Personifikation: Etwas Nicht-Menschliches erhält menschliche Eigenschaften. Die „treue Erde“ (V. 5) wird so beschrieben, als könnte sie treu sein.

Wiederholung: „schafft und schafft“ (V. 6) verstärkt den Eindruck großer Kraft.

Gegensatz: „liebt und haßt“ (V. 12) stellt zwei unterschiedliche Gefühle nebeneinander.

Alliteration: In „still und stolz“ (V. 16) beginnen zwei Wörter mit demselben Laut.

Symbolisches Bild: Die „guten Sterne“ (V. 15) können für Glück, Hoffnung oder einen guten Lebensweg stehen.

Merksatz: Nenne immer eine Textstelle und erkläre danach, was sie möglicherweise bedeutet.


Wer spricht im Gedicht?

Christian Morgenstern ist der Autor. Er hat das Gedicht geschrieben.

Die lyrische Stimme ist die Stimme, die im Gedicht spricht oder etwas beschreibt. Sie muss nicht mit dem Autor identisch sein.

In „Bestimmung“ wird eine Person mit „du“ angesprochen. Wer genau dieses „Du“ ist, wird nicht eindeutig erklärt.

Du kannst deshalb schreiben: „Die lyrische Stimme spricht eine Person direkt an.“

Video: Studyflix, „Lyrisches Ich – einfach erklärt“ (2022).

Frage: Warum darfst Du Gefühle einer lyrischen Stimme nicht ohne Beleg dem echten Autor zuschreiben?


Hilfe für Deine eigene Deutung

Hilfe 1 – Finden: Markiere ein Wort, das Dir besonders auffällt.

Hilfe 2 – Belegen: Notiere die passende Versnummer.

Hilfe 3 – Erklären: Nutze diesen Satzanfang:

„Die Formulierung ‚…‘ (V. …) könnte bedeuten, dass …“

Beispiel: „Die Formulierung ‚still und stolz‘ (V. 16) könnte bedeuten, dass die angesprochene Person neues Selbstvertrauen gewinnt.“

Eine andere Deutung ist möglich, wenn Du sie am Gedicht begründest.


Hören und Vortragen


Naturklänge hören

Audio: Vogelstimmen am Morgen. Die Aufnahme stammt von Wikimedia Commons, nicht aus Morgensterns Zeit.

Höraufgabe: Höre eine Minute lang zu. Lies dann die erste Strophe laut. Welche Stimmung erzeugst Du beim Vorlesen?


Ein anderes Gedicht von Morgenstern hören

Audio: „Die unmögliche Tatsache“ von Christian Morgenstern, gesprochen von Euripides.

Achtung: Dies ist nicht das Gedicht „Bestimmung“. Die Aufnahme dient nur als Beispiel für den Vortrag eines Morgenstern-Gedichts.

Vergleichsaufgabe: Höre auf Sprechtempo und Betonung. Entscheide, ob Du „Bestimmung“ genauso oder lieber ruhiger vorlesen möchtest.


Interaktive Aufgaben

Die folgenden Quiz-Aufgaben haben eindeutige Lösungen. Bei Deinen eigenen Deutungen und Schreibaufgaben gibt es dagegen nicht nur eine richtige Antwort.


Quiz: Teste Dein Wissen

Lesequiz mit Textbelegen – 10 Fragen

1. Welcher Gegenstand wird in Vers 1 genannt? (Eine Bank) (!Ein Tisch) (!Ein Boot) (!Ein Bett)




2. Was bedeutet „lichtverwaist“ in Vers 2 am ehesten? (Vom Licht verlassen) (!Voller Sonnenlicht) (!Mit Blumen bewachsen) (!Von Menschen bevölkert)




3. Woran lässt die Formulierung „gestirnten Räumen“ in Vers 3 denken? (An den Sternenhimmel) (!An ein Klassenzimmer) (!An ein Haus) (!An einen Waldweg)




4. Was geschieht durch die Formulierung „treue Erde“ in Vers 5? (Die Erde erhält eine menschliche Eigenschaft) (!Die Erde wird als Maschine beschrieben) (!Die Erde bekommt eine Stimme im Dialog) (!Die Erde wird mit einem Buch verglichen)




5. Welche Wirkung kann die Wiederholung „schafft und schafft“ in Vers 6 haben? (Sie betont die unermüdliche Tätigkeit) (!Sie zeigt völligen Stillstand) (!Sie macht die Erde kleiner) (!Sie beschreibt einen Streit)




6. Welcher Wunsch erscheint in Vers 7 mit „jedes Land gesegnet werde“? (Gutes für alle Länder) (!Reichtum nur für ein Land) (!Eine Reise in ein einzelnes Land) (!Das Verschwinden aller Länder)




7. Welche Bewegung nennt Vers 9? (Die Arme werden ausgebreitet) (!Die Augen werden geschlossen) (!Die Beine werden angezogen) (!Der Kopf wird gesenkt)




8. Was drückt „dein Gemüt zur Menschheit weitest“ in Vers 11 am ehesten aus? (Innere Offenheit für andere Menschen) (!Abkehr von allen Menschen) (!Angst vor jeder Begegnung) (!Den Wunsch nach einem leeren Zimmer)




9. Welches sprachliche Mittel erkennst Du in „liebt und haßt“ in Vers 12? (Einen Gegensatz) (!Einen Vergleich mit wie) (!Eine Frage) (!Eine Ortsbeschreibung)




10. Worum geht es in „was du darfst“ und „was du mußt“ in Vers 14 besonders? (Um Möglichkeiten und Pflichten) (!Um das Wetter) (!Um die Farbe der Sterne) (!Um eine Reisebeschreibung)





Memory

Finde sechs passende Begriffspaare.

Bank Ort des Nachdenkens
Erdsaum Ferner Horizont
Gestirne Sterne am Himmel
Weltwerk Wirken der Natur
Kreuzreim Reimfolge abab
Lyrische Stimme Sprechinstanz im Gedicht





Drag and Drop

Ordne jedem Begriff die passende Erklärung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Erklärung
Direkte Anrede Du
Personifikation Treue Erde
Gegensatz Liebt und hasst
Wiederholung Schafft und schafft
Alliteration Still und stolz





Kreuzworträtsel

BANK Wo beginnt das Träumen im ersten Vers?
ERDE Was wird im fünften Vers als treu bezeichnet?
STERNE Welche Himmelskörper werden im Schluss erwähnt?
KREUZREIM Wie heißt die Reimfolge abab?
MENSCHHEIT Zu wem wird das Gemüt in Vers elf geweitet?
STROPHE Wie nennt man einen Abschnitt aus mehreren Versen?





LearningApps

Hinweis: Dies ist eine Suche nach weiteren Lernübungen. Die gefundenen Angebote sind nicht automatisch auf unsere Textfassung abgestimmt.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Autor des Gedichts heißt Christian

.
Das Gedicht beginnt auf einer

.
Es besteht aus vier

.
Insgesamt hat das Gedicht sechzehn

.
Das Reimschema jeder Strophe ist ein

.
Der ferne Erdsaum bedeutet ungefähr

.
Die Erde wird als

beschrieben.
Die Wörter schafft und schafft sind eine

.
Die Wörter liebt und hasst bilden einen

.
In der dritten Strophe geht es um die

.
Die sprechende Instanz im Gedicht heißt lyrische

.
Eine Aussage über den Sinn des Gedichts nennt man

.




Offene Aufgaben

Diese 12 Aufgaben werden nicht automatisch bewertet. Arbeite im Heft oder in einem Textdokument. Begründe Deine Gedanken möglichst mit Versangaben.


Leicht

  1. Lieblingsstelle: Suche Deinen Lieblingsvers. Schreibe ihn ab und erkläre in zwei Sätzen Deine Wahl.
  2. Wörter erklären: Wähle drei schwierige Wörter aus dem Gedicht. Erkläre sie in Deiner Sprache. Nutze die Worttabelle als Hilfe.
  3. Gedanken auf der Bank: Schreibe fünf Sätze aus Sicht einer Person, die auf einer Bank sitzt und in die Ferne schaut.
  4. Stimmung beschreiben: Finde zwei Wörter, die zur Stimmung der ersten Strophe passen. Begründe Deine Wahl mit einer Textstelle.


Standard

  1. Vier Strophen – vier Aussagen: Schreibe zu jeder Strophe einen eigenen Satz und notiere die passenden Versnummern.
  2. Antwort an das Du: Verfasse einen Brief von sechs bis acht Sätzen an die angesprochene Person im Gedicht.
  3. Die Erde spricht: Schreibe einen kurzen Text aus Sicht der Erde. Nutze die Bilder aus Vers 5–8 als Anregung.
  4. Textbelege nutzen: Erkläre mit zwei Zitaten, weshalb das Gedicht nicht nur von Natur handelt.


Schwer

  1. Ein Antwortgedicht: Schreibe acht eigene Verse als Antwort auf „Bestimmung“. Du kannst Kreuzreime verwenden, musst es aber nicht.
  2. Was bedeutet Bestimmung?: Erörtere zwei mögliche Bedeutungen des Titels. Belege jede Bedeutung mit einer Textstelle.
  3. Wirkung untersuchen: Vergleiche „schafft und schafft“ mit „still und stolz“. Erkläre, welche unterschiedlichen Wirkungen die Formulierungen haben.
  4. Historischer Text und Lesefassung: Vergleiche beide Fassungen. Nenne drei Schreibänderungen und begründe, weshalb diese den Sinn des Gedichts nicht verändern sollen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Jetzt wendest Du Dein Wissen an. Hier geht es um Zusammenhänge und nicht um das bloße Auswendiglernen.

  1. Vom Naturbild zum Selbstbild: Erkläre, wie sich der Gedankengang von den Sternen in Strophe 1 bis zur eigenen Lebensaufgabe in Strophe 4 entwickelt. Nutze zwei Textbelege.
  2. Wer spricht?: Ein Mitschüler schreibt: „Morgenstern war auf einer Bank und hat genau das erlebt.“ Erkläre, warum diese Behauptung nicht sicher ist.
  3. Natur und Sprache: Vergleiche die Erde im NASA-Bild mit der „treuen Erde“ im Gedicht. Erkläre die unterschiedliche Darstellungsweise.
  4. Form und Wirkung: Untersuche, ob der Kreuzreim für Dich ruhig oder lebhaft wirkt. Begründe dies an einer Strophe.
  5. Deine Lebensfragen: Übertrage den Gedanken aus Vers 14 auf eine Entscheidung in Deinem Alltag. Welche Möglichkeiten und Pflichten stehen sich gegenüber?




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis sammelst Du ein kurzes Lernportfolio.

  1. Textverständnis: Du kannst die vier Strophen mit eigenen Worten zusammenfassen.
  2. Fachwissen: Du kannst Verse, Strophen, Kreuzreim und zwei sprachliche Mittel am Text zeigen.
  3. Textbelege: Du verwendest mindestens drei kurze Zitate mit richtigen Versnummern.
  4. Interpretation: Du schreibst eine eigene Deutung mit Begründung. Du unterscheidest die lyrische Stimme vom Autor.
  5. Schreibprodukt: Du gibst einen überarbeiteten Text aus den offenen Aufgaben ab.
  6. Reflexion: Du erklärst in drei Sätzen, was Du gelernt hast und welche Frage für Dich offenbleibt.

Beurteilungshilfe: Wichtig sind Verständlichkeit, passende Belege, ein klarer Gedankengang und Deine eigenständige Arbeit. Es gibt nicht nur eine mögliche Deutung.




OERs zum Thema

Originaltext und Editionsnachweise:

  1. Bestimmung bei Zeno.org
  2. Bestimmung im TextGrid Repository
  3. Bestimmung bei Christian-Morgenstern-Online
  4. Morgensterns Werke bei Wikisource

Wikipedia zum Autor: Für das einzelne Gedicht ist hier kein eigener Wikipedia-Artikel zugrunde gelegt. Der folgende Artikel informiert über Christian Morgenstern.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Die folgenden Medien wurden auf Wikimedia Commons recherchiert. Sie sind Anschauungsmaterial und keine historischen Aufnahmen der im Gedicht beschriebenen Szene.

Bilder:

  1. Christian Morgenstern 1904.jpg: Porträt des Dichters, Fotograf unbekannt, Quelle: Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier/Stadtarchiv, laut Commons gemeinfrei. Dateiseite
  2. Park bench.JPG: Foto von Max Ronnersjö, Lizenz CC BY-SA 3.0. Dateiseite
  3. Night Sky Bailieborough cavan ireland.jpg: Foto von Oliver Gargan, Lizenz CC BY 4.0. Dateiseite
  4. Blue Marble 2002.jpg: Erd-Darstellung der NASA, gemeinfrei als US-Regierungswerk. Dateiseite

Animationen und Videos auf Commons:

  1. Sunrise timelapse.webm: Sonnenaufgang im Zeitraffer von James West, Lizenz CC BY-SA 2.0. Dateiseite
  2. Blue Marble animation, 2002.webm: Animation der NASA, gemeinfrei als US-Regierungswerk; Lizenzstatus bei Commons zusätzlich als noch nicht separat überprüft markiert. Dateiseite

Audio auf Commons:

  1. Birdsong morning 01.ogg: Naturaufnahme von Martin Thurnherr (Matutinho), Lizenz CC BY-SA 4.0. Dateiseite
  2. DE-Die unmögliche Tatsache-wikisource.ogg: Vortrag von Euripides, Lizenz CC BY-SA 3.0, alternativ GFDL laut Commons. Dateiseite

YouTube-Videos:

  1. Reimschema bestimmen: Diego Hagen (2025), YouTube-Video.
  2. Lyrisches Ich: Studyflix (2022), YouTube-Video.

Rechtehinweis: Der Gedichttext ist wegen des Todesjahres 1914 im deutschen Urheberrecht gemeinfrei. Die Lesefassung modernisiert nur die Rechtschreibung. Es wurde keine Übersetzung verwendet.

Die Commons-Medien sind hier unverändert eingebunden. Bei Weiterverwendung oder Bearbeitung beachte die jeweiligen Lizenzen, nenne die Urheber und verlinke Datei und Lizenz. Bearbeitungen müssen gegebenenfalls zusätzlich gekennzeichnet werden. YouTube-Videos werden ausschließlich über ihre Originalplattform eingebettet. Daraus folgt keine Erlaubnis zur freien Wiederveröffentlichung.


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