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Das Kartenspiel - Ringelnatz, Joachim - Gedichtanalyse

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Das Kartenspiel - Ringelnatz, Joachim - Gedichtanalyse

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Das Kartenspiel - Ringelnatz, Joachim - Gedichtanalyse

Kurzbeschreibung: In Joachim Ringelnatz’ Gedicht „Das Kartenspiel“ ziehen sich vier Männer zurück. Drei spielen die ganze Nacht Karten, einer sieht zu. Draußen warten vier Frauen. Das Gedicht umfasst 41 Verse und erschien 1928 in der Gedichtsammlung Allerdings. Dieser aiMOOC für Klasse 7–8 arbeitet mit der historischen Ausgabe, einer gut lesbaren Lesefassung, kurzen Analyseabschnitten, gestuften Hilfen, einem zitiergestützten Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

Medienhinweis: Das Buchcover stammt aus der 1928 erschienenen Ausgabe von Allerdings. Die auf Wikimedia Commons bereitgestellte Reproduktion ist als gemeinfrei gekennzeichnet.


Einleitung

Joachim Ringelnatz hieß mit bürgerlichem Namen Hans Bötticher. Er lebte von 1883 bis 1934 und schrieb Gedichte, Erzählungen und Bühnenstücke. Viele seiner Texte verbinden Humor, überraschende Wendungen und ernste Beobachtungen über menschliches Verhalten.

Das Gedicht „Das Kartenspiel“ wurde 1928 in der ersten Auflage des Bandes Allerdings bei Ernst Rowohlt in Berlin veröffentlicht. Die historische Druckfassung steht auf den Seiten 91–92. Die Scans der Ausgabe werden von Wikimedia Commons bereitgestellt und stammen aus einem Digitalisat der Universitätsbibliothek Bielefeld.

Wichtig für Deine Analyse: Der Autor Joachim Ringelnatz und die lyrische Stimme sind nicht dasselbe. Die lyrische Stimme ist die Stimme, die im Gedicht erzählt. In diesem Gedicht berichtet sie von außen über die Männer und Frauen. Ob Ringelnatz selbst genau diese Haltung hatte, darfst Du nicht allein aus dem Gedicht behaupten.


Quelle und historische Ausgabe

Textgrundlage: Joachim Ringelnatz: Allerdings. Gedichte. 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin 1928, S. 91–92.

Digitale Vergleichsquellen: Die Druckfassung ist über Wikisource anhand der Scans zweimal korrekturgelesen worden. Als weiterer Ausgangspunkt dient die vom Nutzer genannte Zeno.org-Fassung. Für die Schreibweise und Verszählung wird die historische Druckausgabe von 1928 verwendet.

Rechte am Text: Joachim Ringelnatz starb 1934. Sein Werk ist in Deutschland gemeinfrei. Die verwendeten Commons-Dateien besitzen jeweils eigene Lizenz- oder Gemeinfreiheitsangaben auf ihren Dateibeschreibungsseiten.

Keine Übersetzung: „Das Kartenspiel“ ist ein deutschsprachiger Originaltext. Die weiter unten stehende vereinfachte Lesefassung ist keine Übersetzung, sondern eine didaktische Paraphrase in heutiger, einfacher Sprache.


Quellfassung: „Das Kartenspiel“

Vier Männer zogen sich zurück,
Schlossen sich ein, und drei
Von ihnen versuchten ihr Glück,
Spielten Karten.
Draußen im Garten
Blühte der Mai.

Im schwülen Zimmer saßen die
Männer bei ihren Karten.
Ihre Weiber ließen sie
Draußen weinen und warten.

Und sie spielten Spiel um Spiel zu dritt,
Und jeder schwitzte.
Der vierte Mann sah zu, kibit –
Kibitzte.

Geld hin – Geld her – Geld her – Geld hin –
Verlust – Gewinn –
Nach Kartengemisch.
Es wurde gebucht,
Gereizt und geflucht.
Man schlug auf den Tisch.
Man witzelte seicht.
Hätte Pikdame statt Karozehn
Den Buben genommen,
Dann wäre vielleicht
Alles anders gekommen.

Und noch einmal und noch und noch,
Verbissen und besessen. –
Ein Lüftchen kam durchs Schlüsselloch,
Roch nach verbranntem Essen.

Der König fiel.
Das letzte Spiel,
Das allerletzte Spiel begann.
Und wieder stach die Karozehn.
Der vierte Mann,
Der nichts getan als zugesehn,
Gewann.

Vier gähnende Männer gingen
Hinaus ins Morgengraun.
Draußen hingen
Am Gartenzaun
Vier vertrocknete Fraun.

Hinweis zur Sprache: Das Wort „Weiber“ in Vers 9 gehört zur historischen Textfassung. Heute wirkt es meist abwertend. In einer Analyse darfst Du beschreiben, welche Wirkung diese Wortwahl im Gedicht hat, ohne sie selbst als neutrale Bezeichnung zu übernehmen.


Lesefassung in einfacher Sprache

Vier Männer gehen in einen abgeschlossenen Raum. Drei von ihnen spielen Karten. Der vierte schaut nur zu. Draußen ist Frühling, doch die Männer beachten ihn kaum.

Die drei Spieler setzen ihr Spiel immer weiter fort. Es geht um Gewinnen und Verlieren. Sie schwitzen, fluchen und schlagen auf den Tisch. Das Spiel wird für sie immer wichtiger.

Draußen warten die Frauen. Ein Geruch nach verbranntem Essen kommt durch das Schlüsselloch. Trotzdem spielen die Männer weiter.

Am Ende gewinnt ausgerechnet der vierte Mann, der nur zugesehen hat. Als die Männer am Morgen hinausgehen, sind die Frauen im Schlussbild „vertrocknet“. Das ist kein realistischer Vorgang, sondern ein stark übertriebenes, groteskes Bild.


Karten als Motiv

Spielkarten stehen im Gedicht nicht nur für Unterhaltung. Sie können auch für Zufall, Gewinn, Verlust, Risiko und die Hoffnung stehen, dass sich mit der nächsten Karte alles ändert. Genau dieses Denken zeigt der Satz: „Dann wäre vielleicht / Alles anders gekommen.“

Die Animation zeigt spielende Karten als allgemeines Bild für Bewegung und Wiederholung. Sie stammt von Wikimedia Commons und wurde dort unter CC0 veröffentlicht.


Was passiert im Gedicht?

Das Geschehen lässt sich in wenige Schritte teilen.

  1. Rückzug: Vier Männer schließen sich ein. Drei spielen Karten.
  2. Abgrenzung: Draußen blüht der Mai, doch die Männer bleiben im schwülen Zimmer.
  3. Steigerung: Das Spiel wird immer angespannter. Es wird „gereizt und geflucht“.
  4. Warnzeichen: Verbranntes Essen ist zu riechen. Trotzdem wird weitergespielt.
  5. Wendung: Der Zuschauer gewinnt, obwohl er selbst gar nicht mitgespielt hat.
  6. Schlussbild: Die Männer gehen müde hinaus. Die Frauen werden grotesk als „vertrocknet“ beschrieben.


Gegensätze im Gedicht

Ein wichtiger Schlüssel zur Deutung sind Gegensätze.

Drinnen und draußen: Drinnen ist es „schwül“. Draußen „blühte der Mai“. Das lebendige Frühlingsbild steht gegen das eingeschlossene Zimmer.

Spiel und Wirklichkeit: Für die Männer scheint das Kartenspiel immer wichtiger zu werden. Gleichzeitig warten draußen Menschen, und das Essen verbrennt.

Gewinnen und Verlieren: Im Spiel gibt es Gewinn und Verlust. Aber am Schluss stellt sich die Frage, wer außerhalb des Spiels eigentlich verloren hat.

Bewegung und Stillstand: Die Karten wechseln ständig. Die Situation der Wartenden ändert sich dagegen lange nicht.


Form und Sprache

Das Gedicht besteht aus 41 Versen in 7 Strophen. Die Strophen sind unterschiedlich lang. Dadurch wirkt der Text beweglich und erzählend.

Ringelnatz arbeitet mit kurzen Sätzen, Wiederholungen und starken Bildern. Besonders deutlich ist das in „Geld hin – Geld her – Geld her – Geld hin –“. Die Wiederholung klingt hektisch und kann die Unruhe des Spiels nachahmen.

Auch „noch einmal und noch und noch“ zeigt, dass die Spieler nicht aufhören. Die Wörter „verbissen und besessen“ verstärken diesen Eindruck.

Der Schluss „Vier vertrocknete Fraun“ ist eine Übertreibung und ein groteskes Bild. Man kann es als Kritik an der Rücksichtslosigkeit der Männer lesen. Diese Deutung ist eine Interpretation, keine wörtliche Tatsachenbeschreibung.


Die lyrische Stimme

Die lyrische Stimme berichtet überwiegend von außen. Sie sagt nicht „ich“. Dadurch wirkt sie wie eine beobachtende Erzählinstanz.

Trotzdem ist die Darstellung nicht völlig neutral. Wörter wie „seicht“, „verbissen“ und „besessen“ bewerten das Verhalten der Männer deutlich.

Merksatz: Schreibe in einer Gedichtanalyse besser: „Die lyrische Stimme stellt die Männer als ... dar“ oder „Das Gedicht erzeugt den Eindruck ...“ statt „Ringelnatz denkt ...“.


Mögliche Deutung

Eine mögliche Deutung lautet: Das Gedicht zeigt, wie Menschen sich so stark auf ein Spiel, einen Gewinn oder eine Beschäftigung fixieren können, dass sie ihre Umgebung vergessen.

Dafür sprechen mehrere Textstellen. Die Männer schließen sich ein. Sie spielen „Spiel um Spiel“. Sie werden „verbissen und besessen“. Selbst der Geruch nach verbranntem Essen unterbricht sie nicht.

Der überraschende Schluss verstärkt die Kritik: Der Mann, der nur zugesehen hat, „gewann“. Das kann wörtlich auf das Kartenspiel bezogen sein. Es kann aber auch ironisch gelesen werden: Vielleicht ist gerade das Nicht-Mitspielen ein anderer Weg zum „Gewinn“.

Wichtig: Andere Deutungen sind möglich, wenn Du sie mit Versen aus dem Gedicht begründest.


Historischer Wortschatz und Kartenbegriffe

Kibitzen bedeutet beim Kartenspiel, anderen beim Spielen zuzusehen und sich manchmal einzumischen.

Reizen ist ein Fachwort aus Kartenspielen wie Skat. Im Gedicht passt es zugleich zur gereizten Stimmung.

Pikdame, Karozehn und Bube sind Spielkarten. Ringelnatz nennt konkrete Karten, ohne dass Du das genaue Kartenspiel kennen musst, um die zentrale Wirkung zu verstehen.


Hörbeispiel: Ringelnatz-Texte sprechen

Diese Commons-Aufnahme enthält nicht „Das Kartenspiel“, sondern Ringelnatz’ Gedicht „Im Park“, gesprochen von Matthias Erfurth. Sie ist unter CC BY-SA 4.0 veröffentlicht. Du kannst daran beobachten, wie Pausen, Tempo und Betonung die Wirkung eines Gedichts verändern.

Aufgabe beim Hören: Überlege, wie Du „Geld hin – Geld her – Geld her – Geld hin –“ sprechen würdest. Schnell? Laut? Gleichmäßig? Begründe Deine Entscheidung.


Video: Lesung von „Das Kartenspiel“

Die Aufnahme bietet eine gesprochene Lesung des Gedichts. Vergleiche die Betonung mit Deiner eigenen Vorstellung. Das Video ist eine zusätzliche Lernhilfe; für Textbelege bleibt die historische Druckfassung von 1928 maßgeblich.


Gestufte Hilfen zur Gedichtanalyse

Hilfe 1 – Finden: Markiere Wörter zu Raum, Wetter, Spiel und Gefühlen.

Hilfe 2 – Ordnen: Suche Gegensätze wie „drinnen – draußen“, „Mai – schwül“ oder „Gewinn – Verlust“.

Hilfe 3 – Deuten: Frage bei jedem auffälligen Wort: Welche Wirkung entsteht? Was zeigt es über die Figuren?

Hilfe 4 – Belegen: Schreibe nicht nur Deine Meinung. Nenne ein kurzes Zitat und die Versnummer.

Hilfe 5 – Formulieren: Nutze Satzanfänge wie: „In Vers ... fällt auf, dass ...“, „Das Wort ... wirkt ..., weil ...“ oder „Daraus lässt sich schließen, dass ...“.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wie viele Männer ziehen sich am Anfang zurück? (Vier) (!Drei) (!Fünf) (!Sechs)




Was tun drei der Männer? (Sie spielen Karten) (!Sie kochen) (!Sie arbeiten im Garten) (!Sie schlafen)




Welche Jahreszeit wird durch „Blühte der Mai“ angedeutet? (Frühling) (!Winter) (!Herbst) (!Hochsommer)




Was macht der vierte Mann zunächst? (Er sieht zu) (!Er verteilt das Essen) (!Er geht nach Hause) (!Er schläft)




Welches Verhalten zeigt die Formulierung „verbissen und besessen“? (Die Spieler können kaum aufhören) (!Die Spieler langweilen sich) (!Die Spieler wollen spazieren gehen) (!Die Spieler vergessen die Karten)




Welches Warnzeichen dringt durch das Schlüsselloch? (Der Geruch nach verbranntem Essen) (!Regenwasser) (!Musik) (!Sonnenlicht)




Wer gewinnt am Ende? (Der vierte Mann) (!Die Pikdame) (!Eine der Frauen) (!Der erste Spieler)




Was ist bei einer Gedichtanalyse über Autor und lyrische Stimme richtig? (Sie müssen unterschieden werden) (!Sie sind immer dieselbe Person) (!Die lyrische Stimme ist immer erfunden und unwichtig) (!Der Autor spricht immer direkt)




Welche Wirkung kann „Geld hin – Geld her – Geld her – Geld hin –“ haben? (Es wirkt hektisch und wiederholend) (!Es beschreibt ruhig den Garten) (!Es beendet das Gedicht) (!Es erklärt die Spielregeln)




Wie ist „Vier vertrocknete Fraun“ am sinnvollsten zu verstehen? (Als groteske Übertreibung) (!Als genaue biologische Beobachtung) (!Als Spielregel) (!Als Wetterbericht)





Zitiergestütztes Lesequiz

Beantworte die Fragen zuerst im Heft. Belege jede Antwort mit einem kurzen Zitat aus dem Gedicht.

  1. Verse 1 bis 6: Welcher Gegensatz entsteht zwischen dem abgeschlossenen Raum und „Blühte der Mai“?
  2. Verse 11 bis 14: Was unterscheidet den vierten Mann von den drei anderen?
  3. Verse 15 bis 21: Welche Wörter zeigen Unruhe oder Streit?
  4. Verse 22 bis 25: Warum passt „vielleicht“ zum Thema Zufall?
  5. Verse 26 bis 29: Welche Stelle zeigt, dass die Männer Warnzeichen ignorieren?
  6. Verse 30 bis 36: Warum ist der Gewinn des vierten Mannes überraschend?
  7. Verse 37 bis 41: Welche Wirkung hat das letzte Bild auf Dich? Begründe mit dem Wortlaut.


Memory

Lyrische Stimme Stimme, die im Gedicht spricht oder erzählt
Kibitzen Beim Kartenspiel zusehen
Wiederholung Mehrfaches Verwenden gleicher Wörter oder Strukturen
Groteske Stark verzerrende oder übertriebene Darstellung
Textbeleg Kurzes Zitat als Begründung
Kontrast Auffälliger Gegensatz





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Mai Außenwelt und Frühling
schwüles Zimmer Enge Innenwelt
Kibitz beobachtender vierter Mann
verbranntes Essen Warnzeichen aus der Wirklichkeit
Morgengrauen Ende der langen Nacht





Kreuzworträtsel

Kibitz Wie nennt man jemanden, der bei einem Kartenspiel zusieht?
Karten Womit spielen drei Männer?
Garten Wo blüht im Gedicht der Mai?
Gewinn Welches Wort steht als Gegensatz zu Verlust?
Stimme Welcher Begriff gehört zur Wendung lyrische ...?
Groteske Wie heißt eine stark verzerrende und übertreibende Darstellungsweise?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Gedicht „Das Kartenspiel“ erschien

in Ringelnatz’ Band Allerdings. Vier Männer ziehen sich in ein

zurück. Drei von ihnen spielen, während der vierte Mann

. Draußen blüht der

. Die Wiederholung „Geld hin – Geld her“ lässt das Spiel

wirken. Ein Geruch nach verbranntem

wird zum Warnzeichen. Die Spieler bleiben trotzdem am Tisch. Am Ende gewinnt überraschend der

Mann. Das Schlussbild mit den „vertrockneten“ Frauen ist eine starke

. In einer Gedichtanalyse muss die lyrische Stimme vom

unterschieden werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Standbild: Stelle mit drei bis vier Personen eine Szene aus dem Gedicht als Standbild dar. Erkläre anschließend, welchen Vers Ihr darstellen wolltet.
  2. Vorlesen: Lies die Verse 15–21 in zwei verschiedenen Tempi vor. Beschreibe, wie sich die Wirkung verändert.
  3. Wortfelder: Sammle Wörter aus dem Gedicht zu „Spiel“ und „Außenwelt“. Markiere Unterschiede.
  4. Bildidee: Entwirf auf Papier ein Symbolbild für den Gegensatz zwischen blühendem Garten und schwülem Zimmer.


Standard

  1. Innerer Monolog: Schreibe einen kurzen inneren Monolog des vierten Mannes kurz vor dem letzten Spiel. Kennzeichne klar, dass dies Deine eigene Gestaltung und kein Originaltext von Ringelnatz ist.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe die Szene vor dem Gartenzaun aus Sicht einer wartenden Frau. Verwende mindestens zwei genaue Textbezüge.
  3. Sprechgestaltung: Plant zu zweit eine Lesung der Verse 15–29 mit Pausen, Lautstärke und Betonung. Begründet drei Entscheidungen.
  4. Vergleich: Vergleiche die historische Quellfassung mit der einfachen Lesefassung dieses aiMOOCs. Nenne zwei Informationen, die gleich bleiben, und zwei sprachliche Wirkungen, die in der Paraphrase schwächer werden.


Schwer

  1. Deutungsthese: Formuliere eine These zur Frage: „Wer gewinnt in diesem Gedicht wirklich?“ Belege sie mit mindestens drei Versstellen.
  2. Ironie: Untersuche, ob der Satz über den Gewinner ironisch wirkt. Erkläre zunächst, was Du unter Ironie verstehst, und arbeite dann mit dem Text.
  3. Podcast: Produziert in einer Gruppe einen kurzen Audio-Beitrag zur Gedichtanalyse. Trennt dabei deutlich Textbeobachtung, Interpretation und eigene Bewertung.
  4. Transfer: Schreibe einen kurzen Kommentar darüber, wie Menschen heute durch Spiele, Smartphones oder andere Beschäftigungen ihre Umgebung ausblenden können. Stelle anschließend vorsichtig einen Bezug zum Gedicht her, ohne zu behaupten, Ringelnatz habe moderne Medien gemeint.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Kontrast untersuchen: Erkläre, wie der Gegensatz zwischen „schwülem Zimmer“ und „Blühte der Mai“ die Aussage des Gedichts unterstützt.
  2. Wiederholung deuten: Untersuche die Wirkung von „Geld hin – Geld her – Geld her – Geld hin –“ und verbinde Sprache und Inhalt.
  3. Wendung erklären: Begründe, warum der Sieg des vierten Mannes für die Deutung wichtig ist.
  4. Schlussbild bewerten: Erkläre zwei mögliche Wirkungen des Bildes „Vier vertrocknete Fraun“. Stütze Dich auf den Gesamtverlauf.
  5. Perspektive reflektieren: Zeige an einem Beispiel, warum man lyrische Stimme und Autor nicht gleichsetzen darf.
  6. Transfer leisten: Entwickle ein heutiges Beispiel für das Thema „eine Beschäftigung wird wichtiger als die Umgebung“ und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Gedicht.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. die Handlung des Gedichts knapp und sachlich zusammenfasst,
  2. die historische Ausgabe von 1928 als Textgrundlage benennst,
  3. Autor und lyrische Stimme unterscheidest,
  4. wichtige Gegensätze im Gedicht erkennst,
  5. Wiederholungen, Übertreibung und auffällige Wortwahl untersuchst,
  6. Deutungen mit kurzen Zitaten und Versangaben belegst,
  7. zwischen Textbeobachtung und Interpretation unterscheidest,
  8. eine eigene Deutung verständlich und nachvollziehbar formulierst.




Medien und Rechte

Buchcover: „Joachim Ringelnatz - Allerdings. 1928.jpg“, Wikimedia Commons. Die Datei ist als gemeinfrei gekennzeichnet.

Porträt: „Ringelnatz-Porträt.jpg“, Wikimedia Commons. Fotograf unbekannt, Aufnahme vor 1925; auf Commons als gemeinfrei gekennzeichnet.

Scans: „Joachim Ringelnatz - Allerdings - 091.jpg“ und „Joachim Ringelnatz - Allerdings - 092.jpg“, Wikimedia Commons, Scan der Ausgabe von 1928 aus der Universitätsbibliothek Bielefeld; auf Commons als gemeinfrei gekennzeichnet.

Kartenspielgrafik: „English pattern playing cards deck.svg“, Wikimedia Commons. Bitte beachte die Lizenzangaben auf der Dateiseite.

Animation: „Cards.gif“, Urheber Ebaychatter0, Wikimedia Commons, CC0.

Audio: „DE Im Park Joachim Ringelnatz spoken.ogg“, Sprecher Matthias Erfurth, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Die Aufnahme enthält ein anderes Gedicht von Ringelnatz und dient hier nur als Beispiel für Gedichtvortrag.

YouTube: „Das Kartenspiel, Gedicht von Joachim Ringelnatz, Lesung vom Vorleser“, Kanal Der Vorleser. Das eingebettete Video verbleibt bei YouTube; Rechte und Nutzungsbedingungen liegen beim jeweiligen Anbieter.


Quellen

  1. Zeno.org: Joachim Ringelnatz – Das Kartenspiel – vom Nutzer genannter Ausgangspunkt.
  2. Wikisource: Das Kartenspiel – nach der Druckquelle korrekturgelesene Textfassung.
  3. Wikisource: Allerdings – Angaben zur 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin 1928.
  4. Wikimedia Commons: Ringelnatz – Allerdings – Scans und freie Medien zur Ausgabe.
  5. Joachim-Ringelnatz-Museum: Biografie – biografische Grunddaten.


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