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An Hermann - Mörike, Eduard - Gedichtanalyse

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An Hermann - Mörike, Eduard - Gedichtanalyse

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Einleitung

An Hermann - Mörike, Eduard - Gedichtanalyse

Kurzbeschreibung: In „An Hermann“ von Eduard Mörike geht es um einen schmerzhaften Abschied. Zwei Menschen verlieren den Kontakt. Viele Jahre später erinnert sich die sprechende Person im Traum an ihre gemeinsame Kindheit.

Das Gedicht beginnt mit den Worten: „Unter Tränen rissest du dich von meinem Halse!“ Es umfasst 22 Verse.

Zielgruppe: Klasse 7–8, Deutsch.

Das lernst Du: Du kannst den Inhalt erklären, Gefühle erkennen, wichtige Verse zitieren und eine kurze Gedichtanalyse schreiben. Du unterscheidest zwischen der Stimme im Gedicht und dem Autor.

Eduard Mörike auf einer Lithografie von Bonaventura Weiß aus dem Jahr 1851. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Die historische Ausgabe

Eduard Mörike lebte von 1804 bis 1875. Er war ein deutscher Dichter und Schriftsteller.

Für diesen aiMOOC ist die vierte, vermehrte Ausgabe seiner „Gedichte“ von 1867 der historische Bezugspunkt.

Quellen:

  1. Zeno.org: An Hermann – Gedichte, Ausgabe 1867
  2. TextGrid: An Hermann, digitale Textfassung zur Ausgabe 1867
  3. Google Books: Gedichte, historischer Druck von 1867

Wichtiger Quellenhinweis: Der folgende Gedichttext entspricht der digitalen Textfassung bei TextGrid. Diese beruht auf einer späteren Edition von 1967, die sich auf die Ausgabe von 1867 bezieht. Die Schreibweise ist deshalb nicht in allen Einzelheiten mit dem historischen Druckbild identisch. Der verlinkte historische Druck dient zur Kontrolle der ursprünglichen Ausgabe.

Wir verwenden bewusst die Textgestalt dieser Ausgabe. Andere Ausgaben können abweichende Wörter und Schreibweisen enthalten.


Quellfassung: „An Hermann“

Eduard Mörike: An Hermann

22 Verse. Die Zeilenumbrüche bleiben erhalten. Die Verszählung beginnt bei der ersten Gedichtzeile.

Unter Tränen rissest du dich von meinem Halse!
In die Finsternis lang sah ich verworren dir nach.
Wie? auf ewig? sagtest du so? Dann lässet auf ewig
Meine Jugend von mir, lässet mein Genius mich!
Und warum? bei allem, was heilig, weißt du es selber,
Wenn es der Übermut schwärmender Jugend nicht ist?
O verwegenes Spiel! Komm! nimm dein Wort noch zurücke!
– Aber du hörtest nicht, ließest mich staunend allein.
Monde vergingen und Jahre; die heimliche Sehnsucht im Herzen,
Standen wir fremd, es fand keiner ein mutiges Wort,
Um den kindischen Bann, den luftgewebten, zu brechen,
Und der gemeine Tag löschte bald jeglichen Wunsch.
Aber heutige Nacht erschien mir wieder im Traume
Deine Knabengestalt – Wehe! wo rett ich mich hin
Vor dem lieblichen Bild? Ich sah dich unter den hohen
Maulbeerbäumen im Hof, wo wir zusammen gespielt.
Und du wandtest dich ab, wie beschämt, ich strich dir die Locken
Aus der Stirne: »O du«, rief ich, »was kannst du dafür!«
Weinend erwacht ich zuletzt, trüb schien der Mond auf mein Lager,
Aufgerichtet im Bett saß ich und dachte dir nach.
O wie tobte mein Herz! Du fülltest wieder den Busen
Mir, wie kein Bruder vermag, wie die Geliebte nicht kann!

Quelle: Eduard Mörike, „An Hermann“, digitale Edition in TextGrid, bezogen auf „Gedichte“ (Ausgabe 1867). Der Gedichttext selbst ist gemeinfrei.


Lesefassung in einfacher Sprache

Hinweis: Diese Lesefassung erklärt den Inhalt in heutigen Worten. Sie ist eine vereinfachte Nacherzählung, keine wortgetreue Quellfassung und keine Übersetzung in eine andere Sprache.


Verse 1–8: Der Abschied

Ein Mensch verabschiedet sich unter Tränen. Die sprechende Person bleibt traurig zurück. Sie fürchtet, dass die Trennung für immer sein könnte. Sie möchte den Abschied rückgängig machen. Doch die andere Person hört nicht mehr zu.

Merke: Der Abschied ist schmerzhaft und bleibt ungeklärt.


Verse 9–12: Das lange Schweigen

Monate und Jahre vergehen. Beide Menschen vermissen offenbar etwas aus ihrer früheren Verbindung. Trotzdem sprechen sie nicht offen miteinander. Ihre Nähe geht im Alltag verloren.

Merke: Schweigen kann eine Beziehung verändern.

Animation der Mondphasen von NASA, gemeinfrei. Sie hilft Dir, den Zeitverlauf in „Monde vergingen und Jahre“ zu veranschaulichen. Sie zeigt keine historische Szene aus dem Gedicht.


Verse 13–18: Die Erinnerung im Traum

Die sprechende Person träumt von Hermann als Kind. Im Traum sieht sie den Hof, in dem beide zusammen gespielt haben. Sie begegnet ihm liebevoll. Sie scheint ihm keinen Vorwurf mehr machen zu wollen.

Merke: Der Traum bringt die gemeinsame Vergangenheit zurück.

Maulbeerfrüchte und Blätter. Foto: Andre Abrahami, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5. Im Gedicht erinnern die Maulbeerbäume an gemeinsames Spielen.


Verse 19–22: Das Erwachen

Die Person erwacht weinend. Sie denkt weiterhin an Hermann. Sie spürt, wie stark ihre Gefühle geblieben sind. Am Ende vergleicht sie diese Verbindung mit der Liebe eines Bruders und einer geliebten Person.

Merke: Die Gefühle sind stark. Wie genau die Beziehung zu verstehen ist, bleibt offen.


Wörter verstehen

Wort im Gedicht Einfache Erklärung
rissest (V. 1) Du hast Dich heftig losgerissen.
Genius (V. 4) Hier etwa die innere schöpferische Kraft.
Übermut (V. 6) Übertriebener Mut oder unbedachtes Handeln.
Monde (V. 9) Hier sind vergangene Monate gemeint.
Bann (V. 11) Ein unsichtbares Hindernis, das die beiden voneinander trennt.
luftgewebt (V. 11) Bildlich: etwas, das kaum wirklich greifbar ist.
gemeiner Tag (V. 12) Der gewöhnliche Alltag.
Knabengestalt (V. 14) Die Gestalt eines Jungen.
Lager (V. 19) Hier: das Bett.
Busen (V. 21) Hier bildlich für das Innere und die Gefühle.


Gedichtanalyse


Lernpunkt 1: Wer spricht?

Eduard Mörike hat das Gedicht geschrieben. Die Stimme, die im Gedicht „ich“ sagt, heißt lyrisches Ich.

Das lyrische Ich erzählt von einem Abschied und von Erinnerungen. Es ist nicht automatisch mit dem Autor identisch.

Der Titel nennt Hermann. Wer dieser Hermann im wirklichen Leben war und welche Beziehung genau bestand, lässt sich nicht allein aus dem Gedicht sicher bestimmen.

Eduard Mörike, Zeichnung von Josef Wagner, 1840. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Video: Was ist das lyrische Ich?

Quelle: Studyflix, „Lyrisches Ich – einfach erklärt“. Das Video erläutert den Unterschied zwischen Autor und sprechender Figur.

Mini-Auftrag: Suche drei Wörter im Gedicht, an denen Du die sprechende Person erkennst.


Lernpunkt 2: Die Gefühle verändern sich

Am Anfang stehen Schmerz und Ratlosigkeit. Das erkennst Du an „Unter Tränen“ (V. 1) und der Frage „auf ewig?“ (V. 3).

Später erscheint die „heimliche Sehnsucht“ (V. 9). Die beiden Menschen haben weiterhin Gefühle, finden aber kein Gespräch.

Am Schluss kommt der alte Schmerz zurück. Das zeigt „Weinend erwacht ich“ (V. 19).

Mögliche Deutung: Die gemeinsame Vergangenheit ist innerlich noch nicht abgeschlossen.


Lernpunkt 3: Sprachliche Bilder

Ein sprachliches Bild macht Gefühle anschaulich.

„Finsternis“ (V. 2): Die Dunkelheit passt zur traurigen, unsicheren Stimmung.

„kindischen Bann“ (V. 11): Das Schweigen wirkt wie eine unsichtbare Sperre.

„Maulbeerbäumen“ (V. 16): Der Baum im Traum steht in Verbindung mit einem konkreten Ort der Kindheit.

„Mond“ (V. 19): Das nächtliche Bild begleitet das einsame Erwachen.

Das sind mögliche Deutungen. Du musst sie immer mit dem Wortlaut des Gedichts begründen.


Lernpunkt 4: Fragen und Ausrufe

Das lyrische Ich verwendet auffällige Fragen: „Wie? auf ewig?“ (V. 3).

Dazu kommen Ausrufe und Bitten: „Komm!“ (V. 7) und „O wie tobte mein Herz!“ (V. 21).

Diese Sprache lässt die Gefühle besonders heftig wirken.

Schreibregel: Nenne zuerst ein sprachliches Mittel, zitiere eine passende Stelle und erkläre danach die Wirkung.


Lernpunkt 5: Aufbau und Form

Das Gedicht hat 22 Verse. In der verwendeten Textfassung bildet es einen zusammenhängenden Gedichtblock. Es gibt kein einfaches durchgehendes Endreimschema.

Für die Inhaltsanalyse helfen vier Sinnabschnitte: Abschied, Schweigen, Traum und Erwachen.

Die Verse haben einen bewusst gestalteten Rhythmus. Die Untersuchung des genauen antiken Versmaßes ist eine mögliche Zusatzaufgabe, aber keine Voraussetzung für Klasse 7–8.

Video: Gedichtformen erkennen

Quelle: Studyflix, „Gedichtformen – einfach erklärt“. Achte besonders darauf, wie Verse und Gedichtformen unterschieden werden. Nicht jede dort vorgestellte Form passt zu Mörikes Gedicht.


So schreibst Du eine kurze Analyse

Einleitung: Nenne Titel, Autor, die Ausgabe von 1867 und das Thema.

Hauptteil: Erkläre den Abschied, die vergangene Zeit und den Traum. Beschreibe zwei sprachliche Mittel mit Zitaten.

Schluss: Formuliere eine begründete Deutung.

Beispiel: „Die Frage ‚auf ewig?‘ (V. 3) zeigt, dass das lyrische Ich Angst vor einer endgültigen Trennung hat.“

Eine gute Interpretation erklärt nicht nur, was im Gedicht steht, sondern auch, wie die Sprache wirkt.


Hören und Sprechen


Der Name des Dichters

Aussprache des Namens Eduard Mörike. Sprecher und Aufnahme: Jeuwre, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Audiodatei auf Wikimedia Commons öffnen


Ein anderes Gedicht von Mörike anhören

Audioaufnahme von Mörikes Gedicht „Er ist’s“. Bereitgestellt von Commons-Nutzer DasBee, CC BY-SA 3.0.

Achtung: Diese Aufnahme enthält nicht „An Hermann“. Sie dient als Beispiel für einen Gedichtvortrag von Mörike.

Hörauftrag: Achte darauf, wo die vortragende Person Pausen macht. Überlege anschließend, wie Du die Fragen und Ausrufe in „An Hermann“ betonen würdest.

Originalaufnahme auf Wikimedia Commons


Interaktive Aufgaben

Die folgenden Quizfragen prüfen Textverständnis und wichtige Lernpunkte. Lies bei jeder Aufgabe das angegebene Zitat im Gedicht nach. Bei den Schreibaufgaben gibt es dagegen keine automatische Bewertung.


Quiz: Teste Dein Wissen

1. Lernpunkt: Sprechende Stimme. Wer sagt im Gedicht „ich“ (V. 2)? (Das lyrische Ich) (!Der Herausgeber der Gedichte) (!Der Leser des Buches) (!Automatisch Eduard Mörike als historische Person)




2. Was zeigt „Unter Tränen“ (V. 1)? (Einen schmerzhaften Abschied) (!Ein fröhliches Wiedersehen) (!Ein gelungenes Fest) (!Eine Reise ohne Abschied)




3. Was drückt die Frage „auf ewig?“ (V. 3) aus? (Angst vor einer endgültigen Trennung) (!Freude über eine Einladung) (!Interesse an einer Uhrzeit) (!Stolz auf einen Erfolg)




4. Was bedeutet „Monde vergingen und Jahre“ (V. 9)? (Es vergeht sehr viel Zeit) (!Beide treffen sich täglich) (!Es handelt sich um eine Mondreise) (!Die Handlung dauert nur wenige Minuten)




5. Was zeigt „kein mutiges Wort“ (V. 10)? (Die beiden finden keinen Weg zu einem offenen Gespräch) (!Beide streiten jeden Tag laut) (!Hermann schreibt viele Briefe) (!Alle Probleme werden sofort gelöst)




6. Was kann der „kindische Bann“ (V. 11) bedeuten? (Eine durch ihr Verhalten entstandene Trennung) (!Eine echte Gefängnismauer) (!Ein gesetzliches Verbot zu reisen) (!Eine Schulprüfung)




7. Was geschieht „im Traume“ (V. 13)? (Die sprechende Person erinnert sich an Hermann als Jungen) (!Hermann erscheint als alter König) (!Eine neue Schule wird gebaut) (!Ein fremdes Land wird entdeckt)




8. Woran erinnern die „Maulbeerbäume“ (V. 16)? (An das gemeinsame Spielen in der Kindheit) (!An einen Arbeitsplatz) (!An einen Streit vor Gericht) (!An einen Besuch im Theater)




9. Welche Wirkung hat das „Weinend erwacht ich“ (V. 19)? (Es macht den fortdauernden Schmerz deutlich) (!Es beweist eine glückliche Versöhnung) (!Es zeigt völlige Gleichgültigkeit) (!Es kündigt ein großes Fest an)




10. Was macht „wie kein Bruder ... wie die Geliebte nicht kann“ (V. 22) deutlich? (Die besondere Nähe lässt sich schwer in eine einfache Beziehungskategorie einordnen) (!Die sprechende Person hat alle Gefühle vergessen) (!Die beiden sind sicher Geschwister) (!Das Gedicht beschreibt eine Hochzeit)





Memory

Finde die passenden Wortpaare. Jeder Begriff gehört zu genau einer Erklärung.

Abschied Trennung unter Tränen
Finsternis Dunkles Bild der Stimmung
Sehnsucht Gefühl des Vermissens
Bann Unsichtbares Hindernis
Traum Erinnerung im Schlaf
Maulbeerbäume Ort gemeinsamer Kindheitsspiele
Lyrisches Ich Sprechende Stimme im Gedicht





Drag and Drop

Ordne die Handlungsschritte den passenden Erklärungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Vorgänge im Gedicht
Trennung Unter Tränen Abschied nehmen
Ratlosigkeit Vergeblich nach einer Erklärung suchen
Fremdheit Lange Zeit ohne offenes Gespräch leben
Erinnerung Im Traum die gemeinsame Kindheit erleben
Erwachen Weinend an die andere Person denken





Kreuzworträtsel

Alle gesuchten Wörter findest Du im Gedicht.

Tränen Was zeigt die Trauer beim Abschied im ersten Vers?
Finsternis In welche Dunkelheit blickt die sprechende Person?
Sehnsucht Welches Gefühl bleibt über lange Zeit bestehen?
Bann Welches Wort bezeichnet das unsichtbare Hindernis zwischen den beiden?
Traum Wo erscheint die Knabengestalt wieder?
Maulbeerbäume Welche Bäume stehen in der Erinnerung an den Hof?





LearningApps

Hier findest Du eine Suche nach weiteren Übungen zum Thema. Die Suchergebnisse stammen von LearningApps und gehören nicht zur geprüften Quellfassung des Gedichts.


Lückentext

Setze die richtigen Wörter aus dem Gedicht und der Analyse ein. Jeder Satz enthält nur eine Lücke.

Vervollständige den Text.
Das Gedicht beginnt mit einem Abschied unter

.
Nach der Trennung schaut das lyrische Ich in die

.
Es fürchtet, für immer seine

zu verlieren.
Nach dem Abschied vergehen viele

.
Trotz der Trennung bleibt eine heimliche

.
Ein unsichtbarer

verhindert die Annäherung.
Die Knabengestalt erscheint im

.
Im Hof stehen hohe

.
Nach dem Erwachen scheint der

auf das Lager.
Die sprechende Stimme hat noch immer starke

.
Eine wichtige Aufgabe der Gedichtanalyse ist die Arbeit mit

.




Offene Aufgaben

Diese Aufgaben werden nicht automatisch bewertet. Du kannst sie allein, zu zweit oder in einer Gruppe bearbeiten. Begründe Deine Ideen und verwende passende Versangaben.


Leicht

Hilfe: Beginne mit den Satzanfängen „Im Gedicht ...“, „Ich finde ...“ oder „In Vers ... steht ...“.

  1. Gefühle: Schreibe vier Gefühlswörter auf, die zum Abschied passen. Wähle eines aus und begründe es mit einem Zitat.
  2. Lesen: Lies die Verse 1–8 laut vor. Markiere vorher drei Stellen, an denen Du eine deutliche Pause setzen möchtest.
  3. Wortschatz: Erstelle fünf Wortkarten mit schwierigen Wörtern aus dem Gedicht. Schreibe zu jedem Wort eine einfache Erklärung.
  4. Zeitstrahl: Zeichne einen Zeitstrahl mit den Stationen Abschied, Schweigen, Traum und Erwachen. Schreibe zu jeder Station einen kurzen Satz.


Standard

Hilfe: Verwende für Deine Antworten drei Schritte: Beobachtung – Zitat – Erklärung.

  1. Brief: Schreibe einen kurzen Brief aus der Sicht des lyrischen Ichs an Hermann. Verwende mindestens zwei Informationen aus dem Gedicht.
  2. Dialog: Schreibe ein mögliches Gespräch, das die beiden nach vielen Jahren führen könnten. Kennzeichne Deinen Text ausdrücklich als eigene Fortsetzung.
  3. Comic: Gestalte einen Comic mit vier Bildern zum Verlauf des Gedichts. Füge zu jeder Szene ein Zitat oder eine Versangabe hinzu.
  4. Gedichtanalyse: Schreibe eine Analyse von etwa 120 bis 160 Wörtern. Erkläre den Inhalt und die Wirkung von zwei sprachlichen Mitteln.


Schwer

Hilfe: Unterscheide zwischen sicheren Textinformationen und Deiner eigenen Deutung. Nutze Wörter wie „möglicherweise“, „dies deutet darauf hin“ und „eine andere Lesart wäre“.

  1. Perspektivwechsel: Schreibe einen inneren Monolog aus Hermanns möglicher Sicht. Erkläre danach, welche Teile durch das Gedicht gestützt sind und welche Du erfunden hast.
  2. Interpretation: Untersuche, ob das Gedicht eher von Freundschaft, Verlust oder einer schwer einzuordnenden Verbundenheit handelt. Belege Deine Sicht mit mindestens drei Zitaten.
  3. Medienvergleich: Vergleiche Deine eigene Vortragsweise von „An Hermann“ mit dem Commons-Hörbeispiel „Er ist’s“. Beschreibe Unterschiede der Stimmung und erkläre, warum der Inhalt eine andere Betonung verlangt.
  4. Quellenkritik: Vergleiche die digitale Textfassung mit einer historischen Wiedergabe des Gedichts. Prüfe Schreibweise, Zeichensetzung und Wortlaut. Notiere, was gleich ist und was abweicht. Verwende dafür die angegebenen Quellenlinks.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf Aufgaben schriftlich. Hier kommt es auf Zusammenhänge und eigene begründete Gedanken an.

  1. Konflikt: Erkläre, weshalb sich zwei Menschen trotz gegenseitiger Sehnsucht über Jahre nicht wieder annähern. Beziehe den Text auf eine allgemein mögliche Alltagssituation.
  2. Wirkung von Sprache: Vergleiche die Fragen am Anfang mit den Ausrufen am Ende. Was verändert sich in der Wirkung?
  3. Erinnerung: Erkläre, weshalb der Traum die alten Gefühle besonders stark zurückbringen könnte. Nutze mindestens zwei Textstellen.
  4. Deutung: Prüfe die Aussage „Das Gedicht handelt nur von Traurigkeit“. Begründe mit drei Belegen, weshalb diese Aussage zu kurz greifen könnte.
  5. Kommunikation: Entwickle zwei Möglichkeiten, wie die beiden Figuren ihren Konflikt hätten überwinden können. Erkläre, welche Textstellen Dich auf diese Ideen bringen.
  6. Autor und Stimme: Erläutere anhand des Gedichts, warum man aus einem lyrischen Text nicht ohne weitere Quellen sichere Aussagen über die persönlichen Erlebnisse des Autors ableiten kann.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kurze eigene Gedichtanalyse oder ein Lernportfolio.

Deine Arbeit sollte zeigen, dass Du den Inhalt der 22 Verse verstanden hast. Nenne den Autor, die verwendete Ausgabe, das Hauptthema und die wichtigsten Handlungsschritte. Erkläre die Gefühle des lyrischen Ichs und mindestens zwei sprachliche Mittel.

Wichtig: Verwende mindestens drei genaue Textbelege mit Versangaben. Trenne Deine Beobachtungen von eigenen Interpretationen.

Schließe mit einer eigenen Deutung ab. Begründe sie nachvollziehbar.

Eine kreative Zusatzarbeit, etwa ein Brief, Dialog oder Comic, ist möglich. Sie muss als eigene Gestaltung erkennbar bleiben.

Selbstkontrolle: Habe ich den Inhalt richtig wiedergegeben? Sind meine Zitate genau? Habe ich erklärt, weshalb die Textstellen wichtig sind? Habe ich die lyrische Stimme vom Autor unterschieden?




OERs zum Thema

Historischer Text und digitale Quellen:

Zeno.org – An Hermann, Ausgabe 1867

TextGrid – Digitaler Gedichttext zur Ausgabe von 1867

Google Books – Historischer Druck der Gedichte von 1867

Hintergrund zum Autor:

Wikipedia-Artikel über Eduard Mörike. Für „An Hermann“ wird hier kein eigenständiger Wikipedia-Artikel vorausgesetzt.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Die folgenden Bilder, Audioaufnahmen und Animationen stammen aus Wikimedia Commons. Es wurden keine neuen Medien für diesen Kurs erzeugt.

  1. Porträt 1851: Bonaventura Weiß, „Eduard Moerike.jpg“, gemeinfrei. Quelldatei.
  2. Bleistiftzeichnung 1840: Josef Wagner, „Eduard Mörike, Bleistiftzeichnung von Josef Wagner, 1840.jpg“, gemeinfrei. Quelldatei.
  3. Mondphasen-Animation: NASA, „Moon phase animated.gif“, gemeinfrei nach US-amerikanischem Bundesrecht. Quelldatei.
  4. Maulbeeren: Andre Abrahami, „Morus alba fruits and leaves.jpg“, CC BY-SA 2.5. Quelldatei.
  5. Aussprache des Namens: Jeuwre, „De-Eduard Mörike.ogg“, CC BY-SA 4.0. Quelldatei.
  6. Gesprochenes Gedicht „Er ist’s“: Audioaufnahme, hochgeladen von DasBee, CC BY-SA 3.0. Quelldatei.

Rechtehinweis: Der Gedichttext von Eduard Mörike ist wegen des lange zurückliegenden Todes des Autors gemeinfrei. Die Rechte an neueren Aufnahmen und Fotografien sind davon zu unterscheiden. Bei CC BY-SA gelten insbesondere Namensnennung, Lizenzhinweis und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Die verlinkten Dateiseiten enthalten die maßgeblichen Lizenzinformationen. Hier wurden keine Mediendateien bearbeitet.

YouTube: Die beiden eingebundenen Lernvideos stammen von Studyflix. Sie werden als externe Videos verlinkt beziehungsweise eingebettet, nicht als frei lizenzierte Dateien weiterverbreitet. Für ihre Inhalte gelten die Rechte des jeweiligen Rechteinhabers. Die Videos sind allgemeine Lernhilfen und keine Quellen für den Wortlaut von „An Hermann“.


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