Ethik Gerechtigkeit und Verantwortung - Philosophie
Ethik Gerechtigkeit und Verantwortung - Philosophie
Einleitung
Ein aiMOOC für die Klassen 9 und 10
Ist es gerecht, wenn alle gleich viel bekommen? Solltest Du einem Freund helfen, auch wenn Du dadurch selbst Nachteile hast? Und wer trägt Verantwortung, wenn eine Entscheidung anderen schadet?
In diesem aiMOOC lernst Du, solche Fragen zu untersuchen. Du brauchst keine perfekten Antworten. Wichtig ist, dass Du nachdenkst, Gründe nennst und andere Sichtweisen ernst nimmst.
Das lernst Du: Du erklärst zehn wichtige Begriffe, unterscheidest verschiedene Formen von Gerechtigkeit und begründest eigene Entscheidungen.

Eine Waage steht als Symbol für Gerechtigkeit. Bild: DTR, gemeinfrei, Wikimedia Commons.
Zehn wichtige Begriffe mit Beispielen
| Begriff | Einfach erklärt | Beispiel |
|---|---|---|
| 1. Ethik | Ethik fragt, wie Menschen gut und richtig handeln können. | Du überlegst, ob Du eine gefundene Geldbörse zurückgibst. |
| 2. Moral | Moral umfasst Vorstellungen und Regeln darüber, was richtig und falsch ist. | In Deiner Klasse gilt Lügen als falsch. |
| 3. Gerechtigkeit | Menschen sollen fair behandelt werden. | Bei einer Entscheidung werden alle Betroffenen angehört. |
| 4. Gleichheit | Menschen besitzen den gleichen Wert und die gleichen grundlegenden Rechte. | Alle dürfen ihre Meinung äußern. |
| 5. Chancengerechtigkeit | Menschen sollen faire Möglichkeiten bekommen. Dafür kann unterschiedliche Unterstützung nötig sein. | Wer schlecht sieht, bekommt einen Platz nahe der Tafel. |
| 6. Verantwortung | Du stehst für Dein Handeln und seine Folgen ein. | Du entschuldigst Dich, nachdem Du jemanden verletzt hast. |
| 7. Pflicht | Eine Pflicht ist etwas, das Du tun sollst oder musst. | Du hältst eine gemeinsam vereinbarte Regel ein. |
| 8. Tugend | Eine Tugend ist eine gute, gefestigte Eigenschaft. | Du bleibst ehrlich, auch wenn Dir das schwerfällt. |
| 9. Empathie | Du versuchst, Gefühle und Sichtweisen anderer zu verstehen. | Du bemerkst, dass sich jemand ausgeschlossen fühlt. |
| 10. Zivilcourage | Du setzt Dich trotz möglicher Nachteile für andere ein. | Du holst Hilfe, wenn jemand gemobbt wird. |
Merke: Gleich behandeln und gerecht behandeln ist nicht immer dasselbe.

Das Bild vergleicht gleiche Hilfe mit an den Bedarf angepasster Hilfe. Es ist ein vereinfachtes Modell, keine Lösung für jeden Fall. Grafik: Ciell, CC BY-SA 4.0, Quelle. Unverändert eingebunden.
Denkfrage: Wann ist gleiche Unterstützung fair? Wann brauchen Menschen verschiedene Hilfen?
Lernpunkt 1: Was bedeutet Gerechtigkeit?
Stell Dir vor: Drei Personen sollen gemeinsam einen Kuchen teilen. Eine Person hat ihn gebacken. Eine andere hat großen Hunger. Die dritte hat beim Aufräumen geholfen.
Es gibt verschiedene Ideen von Gerechtigkeit:
- Gleichheitsprinzip: Alle bekommen gleich viel.
- Leistungsprinzip: Wer mehr beigetragen hat, bekommt mehr.
- Bedürfnisprinzip: Wer mehr braucht, bekommt mehr.
Keine dieser Regeln passt automatisch zu jeder Situation. Du musst erklären, warum Du eine Regel auswählst.
Hilfe 1: Frage: Wer ist betroffen?
Hilfe 2: Frage: Welche Bedürfnisse und Leistungen gibt es?
Hilfe 3: Beginne so: „Ich finde die Verteilung gerecht, weil …“
Hörbeispiel: Die folgende Aufnahme spricht die Wörter „sozialen Gerechtigkeit“ aus.
Audio: Jeuwre, CC BY-SA 4.0, Quelle. Unverändert eingebunden.
Gedankenexperiment: Hinter dem Schleier des Nichtwissens
Der Philosoph John Rawls fragte sinngemäß: Welche Regeln würdest Du für eine Gesellschaft auswählen, wenn Du vorher nicht weißt, ob Du später reich oder arm, gesund oder krank bist?
Diese Idee heißt Schleier des Nichtwissens. Sie soll helfen, Regeln aus einer fairen Perspektive zu betrachten.
Mini-Aufgabe: Lege zwei faire Regeln für eine neue Schule fest. Stelle Dir dabei vor, dass Du Deinen späteren Platz an dieser Schule nicht kennst.
Video zur Vertiefung: Friedrich-Ebert-Stiftung: John Rawls – Eine Theorie der Gerechtigkeit. Das Video stellt einen philosophischen Ansatz dar.
Lernpunkt 2: Wie entscheiden wir richtig?
In der Philosophie gibt es verschiedene Wege, eine Handlung zu beurteilen.
| Ansatz | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Tugendethik | Was würde ein ehrlicher, gerechter und mutiger Mensch tun? | Du gibst die Geldbörse zurück, weil Ehrlichkeit wichtig ist. |
| Pflichtethik | Welche Regel oder Pflicht muss ich beachten? | Du gibst sie zurück, weil Du fremdes Eigentum achten sollst. |
| Folgenethik | Welche Folgen hat meine Handlung für die Betroffenen? | Du gibst sie zurück, weil die Besitzerin sonst einen großen Verlust erleidet. |
Wichtig: Die drei Ansätze schließen einander nicht vollständig aus. Auch Tugendethik berücksichtigt Folgen und Regeln. Ihr Schwerpunkt liegt aber auf dem Charakter.
Das erklärt der Ausgangstext Virtue Ethics der Stanford Encyclopedia of Philosophy von Rosalind Hursthouse und Glen Pettigrove.
Aristoteles und der gute Charakter

Büste des Aristoteles. Foto: Ktrepas, CC0, Quelle.
Der griechische Philosoph Aristoteles fragte, wie ein gutes Leben gelingt. Dabei sind Tugenden wichtig, zum Beispiel Mut, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit.
Tugenden entwickelt man durch Übung. Mut bedeutet zum Beispiel nicht, jede Gefahr zu suchen. Manchmal ist es mutig, Hilfe zu holen.
Praktische Klugheit bedeutet: Du schaust genau hin und überlegst, was in dieser Situation wirklich hilft.
Video zur Vertiefung: PhiloGramm erklärt Aristoteles, Glück und Tugendethik.
Prüffrage: Ist jemand schon ehrlich, wenn er einmal die Wahrheit sagt? Begründe Deine Antwort.
Lernpunkt 3: Verantwortung übernehmen
Du trägst Verantwortung, wenn Du Entscheidungen triffst und für Dein Handeln einstehst. Verantwortung kann sich auf andere Menschen, die Umwelt und die Zukunft beziehen.
Beispiel: Du teilst ungeprüft ein verletzendes Gerücht. Auch wenn Du das Gerücht nicht erfunden hast, bist Du für das Weiterleiten mitverantwortlich.

Handschlag als Zeichen für Zusammenarbeit und Verlässlichkeit. Grafik: Cdrei, CC0, Quelle.
Hörbeispiel: Das Wort „Verantwortung“.
Audio: Jeuwre, CC BY-SA 4.0, Quelle. Unverändert eingebunden.
Drei Fragen vor einer Entscheidung:
- Was weiß ich sicher?
- Wen kann meine Handlung betreffen?
- Was kann ich tun, wenn etwas schiefgeht?
Ein Blick in die Forschung: Rücksicht bei Tieren
Auch die Verhaltensforschung untersucht, ob Tiere Nachteile für andere vermeiden. Das folgende wissenschaftliche Erklärvideo stellt Experimente mit Ratten vor. Es gibt deutsche Untertitel.
Datei:Harm Aversion video explanation.webm Animation und Video: Julen Hernandez-Lallement, Augustine Triumph Attah, Efe Soyman, Cindy M. Pinhal, Valeria Gazzola und Christian Keysers; Produktion: Motion Science. CC BY 4.0, Quelle. Unverändert eingebunden.
Achtung: Solche Experimente zeigen Verhalten unter bestimmten Bedingungen. Sie beweisen nicht, dass Tiere genauso moralisch denken wie Menschen.
Beobachtungsauftrag: Was zeigt das Experiment? Welche Aussage können wir daraus nicht sicher ableiten?
Lernpunkt 4: Wenn gute Gründe miteinander streiten
Manchmal sind Entscheidungen schwierig. Beim Straßenbahnproblem soll eine Person überlegen, ob sie eine Weiche umstellt. Je nach Entscheidung kommen unterschiedliche Menschen in Gefahr.

Schaubild zum Straßenbahnproblem. Original: McGeddon; Vektorfassung: Zapyon; weitere verwendete Grafikelemente siehe Dateiseite. CC BY-SA 4.0. Unverändert eingebunden.
Eine folgenorientierte Antwort fragt nach dem möglichen Schaden. Eine pflichtorientierte Antwort prüft, ob man Menschen absichtlich gefährden darf. Verschiedene begründete Antworten sind möglich.
Video zur Diskussion: SRF Kultur über das Straßenbahnproblem. Die gezeigten Überlegungen sind ein Beitrag zur Debatte, keine Musterlösung.
Gesprächsregel: Kritisiere Gründe, nicht die Person.
Textaufgaben mit gestuften Hilfen
Textaufgabe 1: Der Klassenausflug
Eine Klasse hat nur Geld für 20 Eintrittskarten. 25 Lernende möchten teilnehmen. Fünf können sich keinen eigenen Eintritt leisten.
Deine Aufgabe: Beschreibe zwei mögliche Lösungen und begründe, welche Du gerechter findest.
Hilfe 1: Denke an Gleichheit, Bedürfnisse und Chancen.
Hilfe 2: Überlege, welche Nachteile jede Lösung hat.
Hilfe 3: „Lösung A ist … . Lösung B ist … . Ich bevorzuge …, weil … .“
Textaufgabe 2: Das Gruppenprojekt
Vier Jugendliche erhalten dieselbe Note. Zwei haben viel gearbeitet, eine Person wenig und eine war mehrere Tage krank.
Deine Aufgabe: Welche Informationen brauchst Du für ein faires Urteil? Schreibe fünf bis sieben Sätze.
Hilfe 1: Ist wenig Mitarbeit immer selbst verschuldet?
Hilfe 2: Vergleiche Leistung und besondere Umstände.
Hilfe 3: „Bevor ich entscheide, möchte ich wissen, ob …“
Textaufgabe 3: Der verletzende Beitrag
In einem Klassenchat wird ein peinliches Bild weitergeschickt. Viele lachen. Du kennst die betroffene Person.
Deine Aufgabe: Erkläre eine verantwortliche Reaktion mit zwei ethischen Ansätzen.
Hilfe 1: Was könnte der betroffenen Person helfen?
Hilfe 2: Prüfe eine Pflicht und mögliche Folgen.
Hilfe 3: „Aus Sicht der Pflichtethik … . Aus Sicht der Folgenethik … .“
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was untersucht die Ethik? (Wie Menschen gut und richtig handeln können) (!Wie man möglichst schnell gewinnt) (!Wie viele Menschen eine Meinung teilen) (!Wie man jede Regel vermeiden kann)
Was ist ein Beispiel für Chancengerechtigkeit? (Eine Person bekommt die Unterstützung, die sie für faire Teilhabe braucht) (!Alle bekommen immer genau dieselbe Hilfe) (!Nur die Schnellsten bekommen Unterstützung) (!Bedürfnisse werden grundsätzlich ignoriert)
Welche Frage passt besonders zur Tugendethik? (Welche Haltung zeigt ein gerechter Mensch) (!Wie alt ist die handelnde Person) (!Welche Farbe hat das Gesetzbuch) (!Wie beliebt ist die Entscheidung)
Was steht bei der Pflichtethik besonders im Mittelpunkt? (Regeln und Pflichten) (!Nur der persönliche Vorteil) (!Die Lautstärke einer Meinung) (!Der Zufall)
Worauf achtet die Folgenethik besonders? (Auf Auswirkungen einer Handlung) (!Auf die Haarfarbe der Beteiligten) (!Nur auf alte Gewohnheiten) (!Auf die Reihenfolge im Alphabet)
Was ist eine Tugend? (Eine gefestigte gute Charaktereigenschaft) (!Ein kurzfristiger Wunsch) (!Eine beliebige Strafe) (!Ein Schulfach)
Was bedeutet Verantwortung übernehmen? (Für eigenes Handeln einstehen und Folgen beachten) (!Alle Fehler anderen zuschieben) (!Ungeprüfte Informationen verbreiten) (!Sich nie entschuldigen)
Was ist der Sinn von Rawls' Schleier des Nichtwissens? (Regeln unabhängig vom eigenen späteren Vorteil überlegen) (!Den Unterricht ohne Licht durchführen) (!Den eigenen Reichtum vorher erfahren) (!Andere Meinungen verbieten)
Was zeigt das Straßenbahnproblem? (Dass moralische Gründe in Konflikt geraten können) (!Dass jede Entscheidung eindeutig richtig ist) (!Dass niemand Verantwortung trägt) (!Dass nur Naturgesetze wichtig sind)
Was gehört zu Zivilcourage? (Bei Unrecht handeln und dabei die eigene Sicherheit beachten) (!Bei Mobbing immer mitmachen) (!Probleme absichtlich vergrößern) (!Betroffene allein lassen)
Memory
Ordne jedem Begriff die passende Erklärung zu.
| Tugendethik | Guter Charakter steht im Mittelpunkt |
| Pflichtethik | Regeln und Verpflichtungen prüfen |
| Folgenethik | Auswirkungen beurteilen |
| Empathie | Gefühle anderer nachvollziehen |
| Zivilcourage | Trotz möglicher Nachteile helfen |
| Chancengerechtigkeit | Faire Möglichkeiten durch passende Unterstützung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Passende Leitfrage |
|---|---|
| Tugend | Wie möchte ich als Mensch sein? |
| Pflicht | Welche Regel muss ich beachten? |
| Folge | Wem nützt oder schadet mein Handeln? |
| Bedürfnis | Wer benötigt besondere Hilfe? |
| Verantwortung | Wofür muss ich einstehen? |
Kreuzworträtsel
| TUGEND | Wie nennt man eine gefestigte gute Charaktereigenschaft? |
| FAIRNESS | Wie heißt rücksichtsvolles und gerechtes Verhalten mit einem Wort? |
| VERANTWORTUNG | Was übernimmst Du, wenn Du für Deine Handlung einstehst? |
| GLEICHHEIT | Welcher Begriff bedeutet gleichen Wert und gleiche Grundrechte? |
| EMPATHIE | Wie heißt das Einfühlen in andere? |
| URTEIL | Wie heißt eine begründete Einschätzung? |
LearningApps
Hier findest Du weitere Übungen zum Thema. Es handelt sich um externe Angebote; prüfe die einzelnen Aufgaben kritisch.
Lückentext
Offene Aufgaben
Alle folgenden Aufgaben werden von Menschen besprochen und bewertet. Es gibt keine automatische Bewertung Deiner Texte oder Gestaltungen.
Leicht
- Begriffe im Alltag: Wähle drei Begriffe aus der Tabelle. Schreibe zu jedem ein neues Beispiel.
- Kuchen gerecht teilen: Entscheide, wie Du einen Kuchen verteilst. Begründe Deine Regel.
- Gestaltungsaufgabe 1 – Mut-Plakat: Entwirf ein Plakat mit drei sicheren Möglichkeiten, bei Ausgrenzung zu helfen. Nutze eigene Zeichnungen oder korrekt gekennzeichnete freie Bilder.
- Mein Verantwortungstagebuch: Notiere an zwei Tagen je eine Entscheidung und ihre Folgen.
Standard
- Fairer Schulalltag: Untersuche eine Schulregel. Wen unterstützt sie, wen benachteiligt sie möglicherweise?
- Drei ethische Brillen: Bewerte einen Streit einmal aus Sicht der Tugendethik, einmal aus Sicht der Pflichtethik und einmal aus Sicht der Folgenethik.
- Gestaltungsaufgabe 2 – Comic: Erstelle einen Comic mit vier bis sechs Bildern. Zeige einen Konflikt und zwei begründete Lösungen.
- Perspektivwechsel: Schreibe denselben kurzen Konflikt aus Sicht von zwei beteiligten Personen.
Schwer
- Neue Schule planen: Entwirf drei Schulregeln hinter dem Schleier des Nichtwissens. Begründe jede Regel.
- Interview: Befrage mit Zustimmung eine Person darüber, wann sie Verantwortung übernehmen musste. Werte die Antworten ohne persönliche Daten aus.
- Gestaltungsaufgabe 3 – Podcast oder Video: Plane und gestalte einen zwei- bis dreiminütigen Beitrag über eine schwierige Entscheidung. Stelle mindestens zwei ethische Sichtweisen dar. Verwende nur eigenes oder rechtmäßig nutzbares Material und hole nötige Einwilligungen ein.
- Faire Entscheidung finden: Entwickle für den Klassenausflug einen gerechten Plan. Berücksichtige Kosten, Teilhabe und mögliche Einwände.


Lernkontrolle
Bearbeite die Aufgaben schriftlich oder im Gespräch. Bewertet werden Begründungen, Perspektivwechsel und nachvollziehbare Entscheidungen, nicht eine einzige vorgegebene Meinung.
- Gleiche Regeln, verschiedene Folgen: Erkläre anhand eines eigenen Beispiels, warum die gleiche Regel Menschen unterschiedlich treffen kann.
- Pflicht und Hilfe: Beschreibe eine Situation, in der zwei Pflichten miteinander in Konflikt geraten.
- Gute Absicht, schlechte Folge: Zeige, warum eine gute Absicht allein noch keine gute Entscheidung garantiert.
- Digitaler Alltag: Entwickle drei Regeln für einen verantwortlichen Umgang mit Bildern im Klassenchat und begründe sie.
- Perspektivwechsel: Überarbeite eine zunächst unfair wirkende Entscheidung, nachdem Du die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt hast.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- die zehn Grundbegriffe in eigenen Worten erklären und Beispiele nennen kannst;
- Gleichheit, Leistung und Bedürfnisse bei Verteilungen unterscheiden kannst;
- Tugendethik, Pflichtethik und Folgenethik auf einen Fall anwenden kannst;
- mindestens zwei Sichtweisen fair darstellst;
- eine Entscheidung mit nachvollziehbaren Gründen beurteilst;
- Verantwortung für das eigene Handeln an Beispielen erklärst;
- Quellen und Medienrechte bei Deiner Gestaltung beachtest.
Mögliche Form: Ein kurzes Portfolio mit zwei Textaufgaben, einer Gestaltungsaufgabe und einer begründeten Selbsteinschätzung.
OERs zum Thema
Fachliche Ausgangsquelle: Rosalind Hursthouse und Glen Pettigrove: Virtue Ethics, Stanford Encyclopedia of Philosophy, zuletzt inhaltlich überarbeitet am 3. Mai 2026. Der englische Fachartikel ist anspruchsvoller als dieser aiMOOC. Die Erklärungen hier sind eigenständig vereinfacht.
Weitere Hintergrundquellen:
- Friedrich-Ebert-Stiftung: Eine Theorie der Gerechtigkeit – Einführung zu John Rawls.
- SRF Filosofix: Was ist gerecht? – Gedankenexperiment zum Schleier des Nichtwissens.
- Wikipedia: Ethik – weiterführender Überblick.
- Wikipedia: Gerechtigkeit – unterschiedliche Gerechtigkeitsvorstellungen.
Medienrechte und Namensnennung
Wikimedia Commons: Alle folgenden Dateiangaben und Lizenzen wurden anhand der jeweiligen Dateiseiten geprüft. Die Medien sind unverändert eingebunden. Ein Klick auf die Quelle führt zu weiteren Lizenz- und Urheberangaben.
- Scale of justice 2.svg – DTR; gemeinfrei.
- Equality vs Equity.png – Ciell; CC BY-SA 4.0.
- Aristotle bust.jpg – Ktrepas; CC0.
- Handshake symbol.svg – Cdrei; CC0.
- Trolley Problem.svg – Original McGeddon, Vektorfassung Zapyon, weitere Urheber auf der Dateiseite; CC BY-SA 4.0.
- De-sozialen Gerechtigkeit.ogg – Jeuwre; CC BY-SA 4.0.
- De-Verantwortung.ogg – Jeuwre; CC BY-SA 4.0.
- Harm Aversion video explanation.webm – Hernandez-Lallement, Attah, Soyman, Pinhal, Gazzola, Keysers; Motion Science; CC BY 4.0.
YouTube: Die Videos von PhiloGramm, der Friedrich-Ebert-Stiftung und SRF Kultur sind als externe Lernvideos eingebettet. Sie werden nicht als frei lizenzierte Medien ausgegeben und nicht neu hochgeladen. Es gelten die jeweiligen Rechte und Nutzungsbedingungen der Anbieter. Die Verfügbarkeit kann sich ändern.
Hinweis für Deine Projekte: Die Weiterverwendung von CC-BY- und CC-BY-SA-Medien erfordert insbesondere Namensnennung, Lizenzlink, Quellenangabe und gegebenenfalls einen Hinweis auf Änderungen. Bei CC BY-SA gelten zusätzliche Regeln für Bearbeitungen. Beachte außerdem Persönlichkeitsrechte.
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