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Gedicht - 17. Consalvo - Leopardi, Giacomo

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

17. Consalvo

Leopardi, Giacomo

Dem Ziele seines Erdenlebens nah · 151 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Leopardi, Giacomo; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Leopardi, Giacomo · it:User:Twice25. · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Paul Heyse

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

17. Consalvo

1
XVII. Consalvo.
2
(1836.)
3
Dem Ziele seines Erdenlebens nah
4
Lag nun Consalvo, und der alte Hader
5
Mit seinem Schicksal war gestillt; denn mitten
6
Im fünften Lustrum hing schon das ersehnte
7
Vergessen ihm zu Häupten. Wie seit lange,
8
So lag er auch an seinem Todestage,
9
Verlassen von den liebsten Freunden allen.
10
Bleibt in der Welt kein Freund doch auf die Länge
Vorlage S. 76
11
Dem Menschen treu, der sich der Welt verschließt.
Vorlage S. 76
12
Doch bei ihm war, von Mitgefühl bewegt,
Vorlage S. 76
13
Den Armen, einsam Scheidenden zu trösten,
Vorlage S. 76
14
Die immer und allein sein Herz erfüllte,
Vorlage S. 76
15
Elvira, allverehrt um ihre Schönheit,
Vorlage S. 76
16
Wohl ihrer Macht bewusst, wohl wissend, dass
Vorlage S. 76
17
Ein heitrer Blick von ihr, Ein süßes Wort,
Vorlage S. 76
18
Ihr tausend Mal und tausend nachgesprochen
Vorlage S. 76
19
In treuester Erinnrung, Trost und Nahrung
Vorlage S. 76
20
Ihm war in hoffnungsloser Liebesqual,
Vorlage S. 76
21
Obwohl sie selbst noch nie ein Wort der Liebe
Vorlage S. 76
22
Von ihm vernommen. Sein Gemüt beherrschte,
Vorlage S. 76
23
Noch allgewalt'ger als die tiefe Sehnsucht,
Vorlage S. 76
24
Geheime Scheu. So sehr zum Kind und Sklaven
Vorlage S. 76
25
Macht' ihn das Uebermaß der Leidenschaft.
Vorlage S. 76
26
Doch endlich lös'te seiner Zunge Fessel
Vorlage S. 76
27
Der Tod; denn als er fühlt' an sichern Zeichen,
Vorlage S. 76
28
Dass seines Scheidens Tag gekommen sei,
Vorlage S. 76
29
Und sie hinweggehn wollte, fasst' er sie
Vorlage S. 76
30
An ihrer weißen Hand mit leisem Druck
Vorlage S. 76
31
Und sprach: Du gehst; die Stunde treibt dich fort.
Vorlage S. 76
32
Lebwohl, Elvira! Heut wohl seh' ich dich
Vorlage S. 76
33
Zum letzten Mal. Nun denn ade! Ich sage
Vorlage S. 76
34
Dir Dank für deine Sorg' und Müh', so innig
Vorlage S. 76
35
Es nur mein Mund vermag. Ein Höh'rer wird sie
Vorlage S. 76
36
Dir lohnen, wenn der Himmel Gutthat lohnt. –
Vorlage S. 76
37
Bleich ward die Schöne, und den Busen hob ihr
Vorlage S. 76
38
Ein schwerer Seufzer; denn dem Menschen, wär' er
Vorlage S. 76
39
Auch nur ein Fremder, schnürt doch stets ein Schmerz
Vorlage S. 76
40
Die Brust zusammen, wenn ein Scheidender
Vorlage S. 76
41
Für immer Abschied nimmt. Und widersprechen,
Vorlage S. 76
42
Verhehlen wollte sie das Nahn des Schicksals
Vorlage S. 76
43
Dem Sterbenden. Doch er kam ihrer Rede
Vorlage S. 77
44
Zuvor und sagte: Lang ersehnt, du weißt es,
Vorlage S. 77
45
Und heiß herbeigewünscht, doch nicht gefürchtet
Vorlage S. 77
46
Kommt über mich der Tod, und dieser Tag
Vorlage S. 77
47
Des Scheidens dünkt mich froh. Wohl wird mir's schwer,
Vorlage S. 77
48
Für immer dich zu lassen. Ach, für immer
Vorlage S. 77
49
Scheid' ich von dir! Das Herz zerschneidet mir
Vorlage S. 77
50
Dies Wort! Dies Auge soll ich nimmer sehn,
Vorlage S. 77
51
Noch deine Stimme hören! Sag, bevor du
Vorlage S. 77
52
Auf ewig von mir gehst, Elvira, willst du
Vorlage S. 77
53
Nicht einen Kuß mir gönnen? Einen Kuß nur
Vorlage S. 77
54
In meinem ganzen Leben? Sterbenden
Vorlage S. 77
55
Versagt man keine Bitte. Auch nicht prahlen
Vorlage S. 77
56
Kann ich mit dieser Gunst, ich Halberloschner,
Vorlage S. 77
57
Dem bald, noch heute, fremde Hand die Lippen
Vorlage S. 77
58
Auf ewig schließen wird. – Nach diesem Wort
Vorlage S. 77
59
Drückt' er erseufzend seine kalten Lippen
Vorlage S. 77
60
Inbrünstig auf der Heißgeliebten Hand.
Vorlage S. 77
61
Unschlüssig, in nachdenklicher Geberde
Vorlage S. 77
62
Stand erst die Wunderschöne, heftete
Vorlage S. 77
63
Den Blick, von tausend Reizen sprühend, fest
Vorlage S. 77
64
Auf den des Unglücklichen, drinnen noch
Vorlage S. 77
65
Die letzte Träne glänzte. Und sie bracht' es
Vorlage S. 77
66
Nicht übers Herz, die Bitte zu versagen,
Vorlage S. 77
67
Sein traurig Scheiden zu verbittern. Mitleid
Vorlage S. 77
68
Mit seiner Glut, um die sie wusste, zwang sie.
Vorlage S. 77
69
Und jenes Himmelsantlitz, jenen Mund,
Vorlage S. 77
70
Nach dem er heiß geschmachtet, der seit Jahren
Vorlage S. 77
71
All seinen Träumen sehnlich vorgeschwebt,
Vorlage S. 77
72
Sanft nähert' sie dem leidenvollen Antlitz,
Vorlage S. 77
73
Das schon erblichen war von Todeswehen,
Vorlage S. 77
74
Und drückte Kuß um Kuß, ganz holde Güte
Vorlage S. 77
75
Und hohes Mitleid, auf die bangen Lippen
Vorlage S. 77
76
Des Liebenden, der vor Entzücken bebte.
Vorlage S. 77
77
Wie war dir da? In welchem Licht erschien
Vorlage S. 78
78
Nun Leben, Tod und Unglück deinen Augen,
Vorlage S. 78
79
Consalvo, kurz vorm Scheiden? Jene Hand
Vorlage S. 78
80
Der Theuren, die er noch in seiner hielt,
Vorlage S. 78
81
Legt' er aufs Herz, drin schon die letzten Schläge
Vorlage S. 78
82
Des Todes und der Liebe zitterten,
Vorlage S. 78
83
Und seufzt': Elvira, o Elvira, bin ich
Vorlage S. 78
84
Noch auf der Erde? Waren diese Lippen
Vorlage S. 78
85
Denn deine Lippen? Drück' ich deine Hand?
Vorlage S. 78
86
Ach, ein Gesicht des Jenseits scheint es mir,
Vorlage S. 78
87
Ein wesenloser Traum! Wie viel, Elvira,
Vorlage S. 78
88
Wie viel dank' ich dem Tode! Nie zuvor
Vorlage S. 78
89
War meine Liebe dir verborgen, dir nicht
Vorlage S. 78
90
Und keinem Andern; wahre Liebe bleibt
Vorlage S. 78
91
Auf Erden nicht verborgen. Sprach sie doch
Vorlage S. 78
92
Dir klar genug in Blicken und Geberden
Vorlage S. 78
93
Und Mienen; ach, in Worten nie. Und jetzt noch
Vorlage S. 78
94
Wär' stumm geblieben dies unendliche
Vorlage S. 78
95
Gefühl, das mich beherrscht, hätt' es der Tod,
Vorlage S. 78
96
Nicht kühn gemacht. Nun sterb' ich ausgesöhnt
Vorlage S. 78
97
Mit meinem Schicksal und beklag' es nimmer,
Vorlage S. 78
98
Dass ich das Licht sah. Nicht vergebens lebt' ich,
Vorlage S. 78
99
Da mir's gegönnt ward, diesen Mund an meinem
Vorlage S. 78
100
Zu fühlen. Nein, vielmehr beseligt dünkt mir
Vorlage S. 78
101
Mein Loos. Zwei holde Güter birgt die Welt:
Vorlage S. 78
102
Liebe und Tod. Dem einen führt der Himmel
Vorlage S. 78
103
Im Jugendflor mich zu; vom Andern ward mir
Vorlage S. 78
104
Genug des Glücks zu Theil. Ach, hättst du Einmal,
Vorlage S. 78
105
Ein einzig Mal dies lange Sehnen mir
Vorlage S. 78
106
Beschwichtigt und gestillt, die Erde wäre
Vorlage S. 78
107
Hinfort für immer den bekehrten Augen
Vorlage S. 78
108
Ein Paradies erschienen. Selbst das Alter,
Vorlage S. 78
109
Das tiefverhasste Greisenalter hätt' ich
Vorlage S. 78
110
Gelassnen Muths ertragen; aufrecht hätte
Vorlage S. 78
111
Mich stets erhalten eines einzigen
Vorlage S. 79
112
Moments Erinnrung, der Gedank': ich war
Vorlage S. 79
113
Beglückt vor allen Glücklichen. Doch ach,
Vorlage S. 79
114
So hohe Wonne gönnt der Himmel nicht
Vorlage S. 79
115
Dem irdischen Geschöpf. So überschwänglich
Vorlage S. 79
116
Liebt nicht, wer glücklich liebt. Und gerne drum
Vorlage S. 79
117
Hätt' ich mich Henkern überliefert, wäre
Vorlage S. 79
118
Zu Geißelung und Rad und glüh'ndem Eisen
Vorlage S. 79
119
Geeilt aus deinen Armen und hernach
Vorlage S. 79
120
Furchtlos hinabgetaucht in ew'ge Qual.
Vorlage S. 79
121
Elvira, o Elvira, selig Der,
Vorlage S. 79
122
Sel'ger als alle Götter, dem in Liebe
Vorlage S. 79
123
Du je zulächelst! Selig ihm zunächst,
Vorlage S. 79
124
Wer dir sein Blut und Leben opfern kann.
Vorlage S. 79
125
Es darf, es darf der Mensch – nicht ist's ein Traum,
Vorlage S. 79
126
Wie lang ich wähnte, – schon auf Erden darf
Vorlage S. 79
127
Er Glück genießen! Jenen Tag erfuhr ich's,
Vorlage S. 79
128
Da ich dein Antlitz sah. Wohl sollte dies
Vorlage S. 79
129
Mir tödtlich werden. Dennoch hab' ich nie
Vorlage S. 79
130
Mit klaren Sinnen, nie in so viel Aengsten
Vorlage S. 79
131
Verwünschen können jenen Unheilstag!
Vorlage S. 79
132
Du lebe glücklich nun, Geliebte, schmücke
Vorlage S. 79
133
Die Welt mit deinem Antlitz. Keiner wird
Vorlage S. 79
134
Dich lieben, so wie ich dich liebte. Nie
Vorlage S. 79
135
Kehrt solche Liebe wieder. Ach, wie schmerzlich
Vorlage S. 79
136
Hat in den langen Jahren dich der arme
Vorlage S. 79
137
Consalvo hergewünscht, erseufzt, ersehnt!
Vorlage S. 79
138
Wie pflegt' ich bei Elvira's Namen zitternd,
Vorlage S. 79
139
Die Brust von Frost durchschauert, zu erblassen,
Vorlage S. 79
140
Wenn deine Schwelle gramvoll ich betrat,
Vorlage S. 79
141
Bei deiner Engelsstimme, bei dem Anblick
Vorlage S. 79
142
Der weißen Stirn, der ich vorm Tod nicht bebe!
Vorlage S. 79
143
Doch nun versagt der Atem und das Leben
Vorlage S. 79
144
Dem Laut der Liebe. Meine Zeit ist um;
Vorlage S. 80
145
Nicht soll ich dieses Tags mich mehr erinnern.
Vorlage S. 80
146
Fahrwohl, Elvira! Mit dem Lebensfunken
Vorlage S. 80
147
Trennt dein geliebtes Bild sich endlich nun
Vorlage S. 80
148
Von meinem Herzen. Lebewohl! Und zürnst du
Vorlage S. 80
149
Nicht dieser Liebe, sende morgen, wenn
Vorlage S. 80
150
Es Nacht wird, einen Seufzer meiner Bahre!
Vorlage S. 80
151
Er schwieg. Nicht lange mehr, und mit der Stimme
Vorlage S. 80
152
Schwand sein Bewusstsein; noch vor Abend war
Vorlage S. 80
153
Sein erster Glückstag seinem Blick entschwunden.
Vorlage S. 80

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Ihr tausend Mal und tausend nachgesprochen In treuester Erinnrung, Trost und Nahrung …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Obwohl« in diesem Textausschnitt? »Obwohl sie selbst noch nie ein Wort der Liebe«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

5. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Sanft nähert' sie dem […] Antlitz,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Doch ach, So hohe Wonne gönnt der Himmel nicht Dem irdischen Geschöpf.« B: »Dem Menschen treu, der sich der Welt verschließt.« C: »Mit seiner Glut, um die sie wusste, zwang sie.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Mich stets erhalten eines einzigen Moments Erinnrung, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Obwohl« in diesem Textausschnitt? »Ihr tausend Mal und tausend nachgesprochen In treuester Erinnrung, Trost und Nahrung Ihm war in hoffnungsloser Liebesqual, Obwohl sie selbst noch nie ein Wort der Liebe Von ihm vernommen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

10. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗ Textstelle 18 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft und Übersetzung nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

17. Consalvo

Leopardi, Giacomo: Gedichte und Prosaschriften. Übers. v. Paul Heyse, Berlin: Verlag von Wilhelm Hertz, 1889. Leopardi, Giacomo 76- Berlin

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.