Zum Inhalt springen

Gedicht - An Hiller - Hölderlin, Friedrich

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 14. Oktober 2026, 21:57 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (Kulturwelten: geprüfte Quellen, Werkstätten und Begleitwünsche ergänzen)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

← Gedichte-Welt

Originalwerk · Lesefassung

An Hiller

Hölderlin, Friedrich

Du lebtest, Freund! – Wer nicht die köstliche · 72 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Hölderlin, Friedrich; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Hölderlin, Friedrich · Franz Carl Hiemer · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

An Hiller

1
An Hiller
Vorlage S. 177
2
Du lebtest, Freund! – Wer nicht die köstliche
Vorlage S. 177
3
Reliquie des Paradieses, nicht
Vorlage S. 177
4
Der Liebe goldne königliche Frucht,
Vorlage S. 177
5
Wie du, auf seinem Lebenswege brach,
Vorlage S. 177
6
Wem nie im Kreise freier Jünglinge
Vorlage S. 177
7
In süßem Ernst der Freundschaft trunkne Zähre
Vorlage S. 177
8
Hinab ins Blut der heilgen Rebe rann,
Vorlage S. 177
9
Wer nicht, wie du, aus dem begeisternden,
Vorlage S. 177
10
Dem ewigvollen Becher der Natur
Vorlage S. 177
11
Sich Mut und Kraft, und Lieb und Freude trank,
Vorlage S. 177
12
Der lebte nie, und wenn sich ein Jahrhundert,
Vorlage S. 177
13
Wie eine Last, auf seiner Schulter häuft. –
Vorlage S. 177
14
Du lebtest, Freund! es blüht nur wenigen
Vorlage S. 177
15
Des Lebens Morgen, wie er dir geblüht;
Vorlage S. 177
16
Du fandest Herzen, dir an Einfalt, dir
Vorlage S. 177
17
An edlem Stolze gleich; es sproßten dir
Vorlage S. 177
18
Viel schöne Blüten der Geselligkeit;
Vorlage S. 177
19
Auch adelte die innigere Lust,
Vorlage S. 177
20
Die Tochter weiser Einsamkeit, dein Herz;
Vorlage S. 177
21
Für jeden Reiz der Hügel und der Tale,
Vorlage S. 177
22
Für jede Grazien des Frühlings ward
Vorlage S. 177
23
Ein offnes unumwölktes Auge dir.
Vorlage S. 177
24
Dich, Glücklicher, umfing die Riesentochter
Vorlage S. 177
25
Der schaffenden Natur, Helvetia;
Vorlage S. 177
26
Wo frei und stark der alte, stolze Rhein
Vorlage S. 177
27
Vom Fels hinunter donnert, standest du
Vorlage S. 177
28
Und jubeltest ins herrliche Getümmel.
Vorlage S. 178
29
Wo Fels und Wald ein holdes zauberisches
Vorlage S. 178
30
Arkadien umschließt, wo himmelhoch Gebirg,
Vorlage S. 178
31
Des tausendjährgen Scheitel ewger Schnee,
Vorlage S. 178
32
Wie Silberhaar des Greisen Stirne, kränzt,
Vorlage S. 178
33
Umschwebt von Wetterwolken und von Adlern,
Vorlage S. 178
34
Sich unabsehbar in die Ferne dehnt,
Vorlage S. 178
35
Wo Tells und Walthers heiliges Gebein
Vorlage S. 178
36
Der unentweihten freundlichen Natur
Vorlage S. 178
37
Im Schoße schläft, und manches Helden Staub,
Vorlage S. 178
38
Vom leisen Abendwind emporgeweht,
Vorlage S. 178
39
Des Sennen sorgenfreies Dach umwallt,
Vorlage S. 178
40
Dort fühltest du, was groß und göttlich ist,
Vorlage S. 178
41
Von seligen Entwürfen glühte dir,
Vorlage S. 178
42
Von tausend goldnen Träumen deine Brust;
Vorlage S. 178
43
Und als du nun vom lieben heilgen Lande
Vorlage S. 178
44
Der Einfalt und der freien Künste schiedst,
Vorlage S. 178
45
Da wölkte freilich sich die Stirne dir,
Vorlage S. 178
46
Doch schuf dir bald mit ihrem Zauberstabe
Vorlage S. 178
47
Manch selig Stündchen die Erinnerung.
Vorlage S. 178
48
Wohl ernster schlägt sie nun, die Scheidestunde;
Vorlage S. 178
49
Denn ach! sie mahnt, die unerbittliche,
Vorlage S. 178
50
Dass unser Liebstes welkt, dass ewge Jugend
Vorlage S. 178
51
Nur drüben im Elysium gedeiht;
Vorlage S. 178
52
Sie wirft uns auseinander, Herzensfreund!
Vorlage S. 178
53
Wie Mast und Segel vom zerrißnen Schiffe
Vorlage S. 178
54
Im wilden Ozean der Sturm zerstreut.
Vorlage S. 178
55
Vielleicht indes uns andre nah und ferne
Vorlage S. 178
56
Der unerforschten Pepromene Wink
Vorlage S. 178
57
Durch Steppen oder Paradiese führt,
Vorlage S. 178
58
Fliegst du der jungen seligeren Welt
Vorlage S. 178
59
Auf deiner Philadelphier Gestaden
Vorlage S. 179
60
Voll frohen Muts im fernen Meere zu;
Vorlage S. 179
61
Vielleicht, dass auch ein süßes Zauberband
Vorlage S. 179
62
Ans abgelebte feste Land dich fesselt!
Vorlage S. 179
63
Denn traun! ein Rätsel ist des Menschen Herz!
Vorlage S. 179
64
Oft flammt der Wunsch, unendlich fortzuwandern,
Vorlage S. 179
65
Unwiderstehlich herrlich in uns auf;
Vorlage S. 179
66
Oft deucht uns auch im engbeschränkten Kreise
Vorlage S. 179
67
Ein Freund, ein Hüttchen, und ein liebes Weib
Vorlage S. 179
68
Zu aller Wünsche Sättigung genug. –
Vorlage S. 179
69
Doch werfe, wie sie will, die Scheidestunde
Vorlage S. 179
70
Die Herzen, die sich lieben, auseinander!
Vorlage S. 179
71
Es scheuet ja der Freundschaft heilger Fels
Vorlage S. 179
72
Die träge Zeit, und auch die Ferne nicht.
Vorlage S. 179
73
Wir kennen uns, du Teurer! – Lebe wohl!
Vorlage S. 179

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

4. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Von seligen Entwürfen glühte dir, Von tausend goldnen Träumen deine Brust;« B: »In süßem Ernst der Freundschaft trunkne Zähre« C: »Vielleicht, dass auch ein süßes Zauberband Ans abgelebte feste Land dich fesselt!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Durch Steppen oder Paradiese führt, Fliegst du der jungen seligeren Welt …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗

9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Oft deucht uns auch im engbeschränkten Kreise Ein Freund, ein Hüttchen, und …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

An Hiller

Friedrich Hölderlin: Sämtliche Werke. Kleine Stuttgarter Ausgabe, 6 Bände, Band 1, Herausgegeben von Friedrich Beissner, Stuttgart: Cotta, 1946. Hölderlin, Friedrich 177- Stuttgart

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.