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Gedicht - Erlkönig - Goethe, Johann Wolfgang

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Originalwerk · Lesefassung

Erlkönig

Goethe, Johann Wolfgang

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? · 32 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Porträt von Goethe, Johann Wolfgang von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Goethe, Johann Wolfgang von · Joseph Karl Stieler · Public domain Bildquelle ↗

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Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Erlkönig

1
Erlkönig
2
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
3
Es ist der Vater mit seinem Kind;
4
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
5
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.
6
»Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?«
7
»Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
8
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif?«
9
»Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.«
10
»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Vorlage S. 115
11
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Vorlage S. 115
12
Manch bunte Blumen sind an dem Strand;
Vorlage S. 115
13
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«
Vorlage S. 115
14
»Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Vorlage S. 115
15
Was Erlenkönig mir leise verspricht?«
Vorlage S. 115
16
»Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
Vorlage S. 115
17
In dürren Blättern säuselt der Wind.«
Vorlage S. 115
18
»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Vorlage S. 115
19
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Vorlage S. 115
20
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Vorlage S. 115
21
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«
Vorlage S. 115
22
»Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Vorlage S. 115
23
Erlkönigs Töchter am düstern Ort?«
Vorlage S. 115
24
»Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Vorlage S. 115
25
Es scheinen die alten Weiden so grau.«
Vorlage S. 115
26
»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Vorlage S. 115
27
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«
Vorlage S. 115
28
»Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
Vorlage S. 115
29
Erlkönig hat mir ein Leids getan!«
Vorlage S. 115
30
Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Vorlage S. 115
31
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Vorlage S. 115
32
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
Vorlage S. 115
33
In seinen Armen das Kind war tot.
Vorlage S. 115

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

5. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn Und wiegen und tanzen und singen …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.« »Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!« B: »Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.« C: »Meine Mutter hat manch gülden Gewand.« »Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, Was Erlenkönig mir leise verspricht?« »Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Erlkönig

Johann Wolfgang von Goethe: Berliner Ausgabe. Herausgegeben von Siegfried Seidel: Poetische Werke [Band 1–16]; Kunsttheoretische Schriften und Übersetzungen [Band 17–22], Berlin: Aufbau, 1960 ff. Goethe, Johann Wolfgang 115- Berlin

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.