Zum Inhalt springen

Buch - Die Göttliche Komödie - Dante Alighieri

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 14. Oktober 2026, 19:47 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (Bücher-Welt: freigegebene Buchausgabe create-only ergänzen [0f6a3d4e75e43939])
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

← Bücher-Welt

Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Die Göttliche Komödie

Dante Alighieri

Die Göttliche Komödie von Dante Alighieri. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

EposKlasse 9–10 · 11–13101 Abschnitte
Historische Illustration zu Die Göttliche Komödie
Historische Illustration zu „Die Göttliche Komödie“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Gustave Doré · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Karl Witte

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 101

Die Hölle · Erster Gesang

Dieser Leseabschnitt folgt einer Überschrift der deutschen Quellausgabe innerhalb von „Die Hölle“.

1
Erster Gesang
Vorlage S. 10
2
Es war in unseres Lebensweges Mitte,
Vorlage S. 10
3
Als ich mich fand in einem dunklen Walde;
Vorlage S. 10
4
Denn abgeirrt war ich vom rechten Wege.
Vorlage S. 10
5
Wohl fällt mir schwer, zu schildern diesen Wald,
Vorlage S. 10
6
Der wildverwachsen war und voller Grauen
Vorlage S. 10
7
Und in Erinnrung schon die Furcht erneut:
Vorlage S. 10
8
So schwer, dass Tod zu leiden wenig schlimmer.
Vorlage S. 10
9
Doch um das Heil, das ich dort fand, zu künden,
Vorlage S. 10
10
Will, was ich sonst gesehen, ich berichten. –
Vorlage S. 10
11
Wie ich hineingelangt, kann ich nicht sagen,
Vorlage S. 10
12
So schlafbenommen war ich um die Zeit,
Vorlage S. 10
13
Als ich zuerst den wahren Weg verlassen.
Vorlage S. 10
14
Doch, als ich eines Hügels Fuß erreichte,
Vorlage S. 10
15
An welchem jenes Tal zu Ende ging,
Vorlage S. 10
16
Das mir das Herz mit solcher Furcht befangen,
Vorlage S. 10
17
Blickt' ich empor, und sah des Hügels Schultern
Vorlage S. 10
18
Bekleidet schon mit des Planeten Strahlen,
Vorlage S. 10
19
Der uns den rechten Pfad zeigt allerwege.
Vorlage S. 10
20
Beruhigt wurde da die Furcht ein wenig,
Vorlage S. 10
21
Die in des Herzens See mir angedauert
Vorlage S. 10
22
Die Nacht durch, die so angstvoll ich verbrachte.
Vorlage S. 10
23
Wie einer, der mit ganz erschöpftem Atem,
Vorlage S. 10
24
Dem Meer entronnen, das Gestad' erreicht,
Vorlage S. 10
25
Auf die verräterische Flut zurückblickt,
Vorlage S. 10
26
So wandte sich mein Geist, noch immer fliehend,
Vorlage S. 10
27
Zurück, um zu beschaun die dunkle Talschlucht,
Vorlage S. 10
28
Die keinen, der drin weilt, lebendig ließ. –
Vorlage S. 10
29
Als etwas ich den müden Leib gerastet,
Vorlage S. 10
30
Setzt' ich den Weg am wüsten Abhang fort,
Vorlage S. 10
31
So dass der ruh'nde stets der untre Fuß war.
Vorlage S. 10
32
Doch, siehe, fast bei dem Beginn des Anstieg's,
Vorlage S. 10
33
Ein Panthertier, leichtfüßig und behende,
Vorlage S. 10
34
Das überdeckt war mit gestecktem Haare.
Vorlage S. 10
35
Vor meinen Augen wich das Untier nimmer
Vorlage S. 11
Historische Illustration zu Die Göttliche Komödie
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Die Göttliche Komödie“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Gustave Doré (1832 – 1883) · Public domain Bildquelle ↗
36
Und störte mich so sehr in meinem Wege,
Vorlage S. 11
37
Dass mehrmals schon zur Umkehr ich mich wandte.
Vorlage S. 11
38
Es war die Zeit der ersten Morgenfrühe;
Vorlage S. 11
39
Die Sonne stieg empor mit jenen Sternen,
Vorlage S. 11
40
Die sie begleiteten, als Gottes Liebe
Vorlage S. 11
41
Zuerst bewegte diese schönen Dinge,
Vorlage S. 11
42
So dass kein Unheil mich befürchten ließ
Vorlage S. 11
43
Von jenem Tier mit buntgeflecktem Felle
Vorlage S. 11
44
Die Stunde, wie die schöne Jahreszeit.
Vorlage S. 11
45
Doch war darum der Schrecken nicht geringer,
Vorlage S. 11
46
Der mich ergriff beim Anblick eines Löwen,
Vorlage S. 11
47
(Erhabnen Hauptes und mit grimmem Hunger
Vorlage S. 11
48
Kam dieser dräuend auf mich zugeschritten,
Vorlage S. 11
49
So dass die Luft vor ihm zu fürchten schien)
Vorlage S. 11
50
Und einer Wölfin, die von jeder Gier
Vorlage S. 11
51
Besessen schien in ihrer Magerkeit,
Vorlage S. 11
52
Und über viele schon Verderben brachte.
Vorlage S. 11
53
Sie gab mir durch die Furcht, die von ihr ausging,
Vorlage S. 11
54
So großes Ungemach, dass ich die Höhe
Vorlage S. 11
55
Des Berges zu erreichen nicht mehr hoffte.
Vorlage S. 11
56
Und wie der Mann, der gern Reichtümer sammelt,
Vorlage S. 11
57
Wenn eine Zeit kommt, die Verlust ihm bringet,
Vorlage S. 11
58
In seinem Herzen sich betrübt und wehklagt,
Vorlage S. 11
59
So ward mir ob des friedelosen Tieres,
Vorlage S. 11
60
Das wie es auf mich zukam, ganz allmählich
Vorlage S. 11
61
Mich dahin drängte, wo die Sonne schweiget.
Vorlage S. 11
62
Und während ich zur Tiefe niederstürzte
Vorlage S. 11
63
Erschien mir plötzlich eines Mann's Gestalt,
Vorlage S. 11
64
Der heiser mir, vor langem Schweigen, däuchte.
Vorlage S. 11
65
Als in der großen Wüst' ich den erblickte,
Vorlage S. 11
66
Rief flehend ich ihn an: Erbarm dich meiner,
Vorlage S. 11
67
Sei'st du ein Lebender, sei'st du ein Schatten. –
Vorlage S. 11
68
Kein Lebender, wohl war ich einst ein solcher.
Vorlage S. 11
69
Lombarden waren meine Eltern beide
Vorlage S. 11
Historische Darstellung von Dante Alighieri
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von Dante Alighieri — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · After Sandro Botticelli · Public domain Bildquelle ↗
70
Und ihre Vaterstadt war Mantova.
Vorlage S. 11
71
Geboren unter Julius, wenn auch spät,
Vorlage S. 12
72
Lebt' ich in Rom zur Zeit August's des guten,
Vorlage S. 12
73
Als man die falschen Lügengötter ehrte.
Vorlage S. 12
74
Ein Dichter war ich, sang von des Anchises
Vorlage S. 12
75
Gerechtem Sohne, der von Troja kam,
Vorlage S. 12
76
Als Ilion war verbrannt, die stolze Veste.
Vorlage S. 12
77
Doch du, weshalb zu so viel Plage kehrst du?
Vorlage S. 12
78
Weshalb ersteigt du nicht den schönen Berg,
Vorlage S. 12
79
Der Anfang ist und Ursach aller Freude? –
Vorlage S. 12
80
So bist du der Virgil und jene Quelle,
Vorlage S. 12
81
Der so gewalt'ger Redestrom enfließet?
Vorlage S. 12
82
Entgegnet ich mit schamgefärbter Stirne.
Vorlage S. 12
83
O Licht und Ehre du der andren Dichter,
Vorlage S. 12
84
Mein Eifer, meine Liebe für dein Buch,
Vorlage S. 12
85
Die ich bewährt, sei'n mir bei dir Empfehlung.
Vorlage S. 12
86
Du bist mein Meister, du mein hohes Vorbild,
Vorlage S. 12
87
Und nur von dir hab' ich die schöne Schreibart
Vorlage S. 12
88
Entnommen, die zur Ehre mir gereichte.
Vorlage S. 12
89
Sieh jenes Tier, das mich zur Umkehr trieb.
Vorlage S. 12
90
Errette mich vor ihm, gepriesner Weiser,
Vorlage S. 12
91
Denn Puls' und Adern macht es mir erbeben. –
Vorlage S. 12
92
Willst du entgehen diesem argen Orte,
Vorlage S. 12
93
Erwidert' er, als er mich weinen sah,
Vorlage S. 12
94
So musst zu and'rer Reise du dich wenden,
Vorlage S. 12
95
Denn jenes Tier, das deiner Klagen Anlass,
Vorlage S. 12
96
Gestattet niemand, diesen Weg zu ziehen.
Vorlage S. 12
97
Es hindert jeden, bis es ihn getötet.
Vorlage S. 12
98
So bös geartet ist es, so verworfen,
Vorlage S. 12
99
Dass seine schnöde Gier es nimmer sättigt
Vorlage S. 12
100
Und nach dem Fraß mehr Hunger als zuvor hat.
Vorlage S. 12
101
Viel Tiere sind, mit denen es sich gattet,
Vorlage S. 12
102
Und mehr noch werden sein, bis dass der Rüde
Vorlage S. 12
103
Erscheinen wird, der unter Qual es tötet.
Vorlage S. 12
Historische Illustration zu Die Göttliche Komödie
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Die Göttliche Komödie“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Gustave Doré · Public domain Bildquelle ↗
104
Nicht Land, nicht Silberblech sind seine Speise,
Vorlage S. 12
105
Wohl aber Weisheit, Christenlieb' und Tugend.
Vorlage S. 12
106
Daheim ist zwischen Feltro er und Feltro.
Vorlage S. 12
107
Italien wird er retten, das gebeugte,
Vorlage S. 13
108
Für das Camilla einst, die Jungfrau, starb,
Vorlage S. 13
109
Eurialus, Turnus, Nisus sich verblutet.
Vorlage S. 13
110
Von Stadt zu Stadt wird er die Wölfin jagen,
Vorlage S. 13
111
Bis er zurückgetrieben sie zur Hölle,
Vorlage S. 13
112
Von wo der erste Neid sie losgelassen.
Vorlage S. 13
113
Weshalb zu deinem Heil ich denk' und ordne,
Vorlage S. 13
114
Dass du mir folgst; ich will dein Führer sein.
Vorlage S. 13
115
Geleiten werd' ich dich durch ew'ge Räume,
Vorlage S. 13
116
Wo der Verzweiflung Schrei du wirst vernehmen
Vorlage S. 13
117
Von jenen alten schmerzgebrochnen Geistern,
Vorlage S. 13
118
Die alle nach dem zweiten Tod begehren.
Vorlage S. 13
119
Dann wirst du jene sehn, die in den Flammen
Vorlage S. 13
120
Zufrieden sind, weil sie, wie spät auch immer,
Vorlage S. 13
121
Zu den Erwählten zu gelangen hoffen.
Vorlage S. 13
122
Willst auch zu diesen du empor dann steigen,
Vorlage S. 13
123
Wird eine Seele, würdiger als ich bin,
Vorlage S. 13
124
Dahin dich führen, wenn ich von dir scheide.
Vorlage S. 13
125
Denn, der dort oben herrscht, des Weltall's Kaiser,
Vorlage S. 13
126
Will, weil ich unbefolgt ließ sein Gesetz,
Vorlage S. 13
127
Nicht, dass durch mich in seine Stadt man komme.
Vorlage S. 13
128
Im Weltenall gebeut, doch dort regiert er,
Vorlage S. 13
129
Dort ist die Stadt und dort sein hoher Thron.
Vorlage S. 13
130
Gesegnet ist, wen dort er auserkoren. –
Vorlage S. 13
131
Und ich zu ihm: O Dichter, ich beschwöre
Vorlage S. 13
132
Bei jenem Gotte dich, den du nicht kanntest,
Vorlage S. 13
133
Damit ich dies und größ'res Unheil fliehe,
Vorlage S. 13
134
Dass du mich dorthin führest, wo du sagtest,
Vorlage S. 13
135
So dass des heil'gen Petrus Tür ich sehe,
Vorlage S. 13
136
Und jene, die du schilderst als so traurig. –
Vorlage S. 13
137
Dann ging er, und ich folgte seinen Schritten.
Vorlage S. 13

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Denn, der dort oben herrscht, des Weltall's Kaiser, Will, weil ich unbefolgt ließ sein Gesetz, Nicht, dass durch mich in seine Stadt man komme.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Sei'st du ein Lebender, sei'st du ein Schatten. –« B: »So bös geartet ist es, so verworfen, Dass seine schnöde Gier es nimmer sättigt Und nach dem Fraß mehr Hunger als zuvor hat.« C: »Beruhigt wurde da die Furcht ein wenig, Die in des Herzens See mir angedauert Die Nacht durch, die so angstvoll ich verbrachte.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »So bös geartet ist es, so verworfen, Dass seine schnöde Gier …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Will, weil ich unbefolgt ließ sein Gesetz,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

10. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Doch, als ich eines Hügels Fuß erreichte,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Doch, als ich eines Hügels Fuß erreichte,« und »Nicht, dass durch mich in seine Stadt man komme«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »So bös geartet ist es, so verworfen,«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Es war in unseres Lebensweges Mitte,«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Ein Dichter war ich, sang von des Anchises Gerechtem Sohne, der von Troja kam, Als Ilion war verbrannt, die stolze Veste.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Dann ging er, und ich folgte seinen Schritten.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Die Göttliche Komödie

Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie. Übers. v. Karl Witte, Berlin: Askanischer Verlag, [1916]. Dante Alighieri 10- Berlin

Das Werk Die Göttliche Komödie von Dante Alighieri ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Italienisch

Vollständiger Originaltext in der genannten digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die genaue historische Druckvorlage ist nicht im Katalog belegt. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; HTML-Layout wird in Lesetext übertragen. Unterschiedliche Ausgaben und Übersetzungen können abweichende Kapitelteilungen haben. Keine Behauptung einer Erstfassung oder Absatzparität.

Dante Alighieri: La Divina Commedia di Dante: Complete. Project Gutenberg eBook 1000.

Autorschaft und Ausgabe: Dante Alighieri

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.