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Buch - Shvetashvatara-Upanishad - Altindische Überlieferung

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Shvetashvatara-Upanishad

Altindische Überlieferung

Die sechs Kapitel fragen nach dem Ursprung der Welt, der Stellung des Menschen und dem Verhältnis von Einheit und Vielfalt. Sie verbinden philosophische Überlegungen mit religiösen Bildern und historischen Vorstellungen meditativer Praxis.

PhilosophieKlasse 11–138 Abschnitte
Shvetashvatara-Upanishad – Textüberlieferung
Shvetashvatara-Upanishad – Textüberlieferung — Textzeugnis zum ersten Vers der Shvetashvatara-Upanishad; keine bildliche Darstellung der Handlung. · Ms Sarah Welch · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Deussen, Paul

Hinweise für den Unterricht
  • Historische philosophische, religiöse und naturkundliche Aussagen sowie zeitgebundene gesellschaftliche Wertungen kritisch einordnen. Diese Texte vermitteln keine heutigen wissenschaftlichen, medizinischen oder rechtlichen Handlungsempfehlungen. Klassenangaben sind eine redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 3 von 8

Çvetâçvatara-Upanishad.

1
Çvetâçvatara-Upanishad.
Vorlage S. 290
2
Erster Adhyâya.
Vorlage S. 290
3
Vers 1-2. Grundfrage der Philosophie und verschiedene Antworten auf dieselbe.
Vorlage S. 290
4
Om! Die Brahmanlehrer sagen:
Vorlage S. 290
5
1. Was ist Urgrund, was Brahman?[1] Woher sind wir?
Vorlage S. 290
6
Wodurch bestehn, und worin sind gegründet wir?
Vorlage S. 290
7
Von wem regiert, bewegen wir, ihr Weisen,
Vorlage S. 290
8
Uns in der Lust und Unlust Wechselständen?
Vorlage S. 290
9
2. Sind Zeit, Natur, Notwendigkeit, der Zufall,
Vorlage S. 290
10
Grundstoffe, Geist, ist die Verbindung dieser
Vorlage S. 290
11
Als Urgrund denkbar? Doch nicht! – Denn ein Selbst ist!
Vorlage S. 291
12
Doch auch das Selbst schafft frei nicht Lust und Unlust![2]
Vorlage S. 291
13
Vers 3-6. Schilderung der individuellen Seele.
Vorlage S. 291
14
3. Nachdenken und Hingebung (yoga) übend, sah'n sie
Vorlage S. 291
15
Gottes Selbstkraft, verhüllt in eignen Guṇa's[3];
Vorlage S. 291
16
Er ist's, der allen den genannten Gründen,
Vorlage S. 291
17
Nebst Zeit und Seele, vorsteht als der Eine.
Vorlage S. 291
18
4. Den einen Radkranz[4], dreifach[5], sechzehnendig[6],
Vorlage S. 291
19
Mit fünfzig Speichen[7], zwanzig Gegenspeichen[8],
Vorlage S. 291
20
Sechs Achtheiten[9], die eine Schnur des Weltalls[10],
Vorlage S. 291
21
Dreipfadig[11], zweibedingten[12], einen Wahnes[13],
Vorlage S. 291
22
5. Den Fünfstrom[14], der fünfquellig[15] schwillt, sich windet,
Vorlage S. 291
23
Mit fünf Hauchwellen[16], mit der fünf Sinne Urwurzel[17],
Vorlage S. 291
24
Mit Strudeln fünf[18], fünf Schmerz-Sturmwogen[19], fünfzig
Vorlage S. 292
25
Flussarmen[20] und fünf Schnellen[21], – den verstehn wir.
Vorlage S. 292
26
6. In diesem grossen Brahmanrad[22], das alles
Vorlage S. 292
27
Beseelt, umschliesst, – ein Schwan[23] schweift, doch nur weil er
Vorlage S. 292
28
Gesondert wähnt sich und des Rades Treiber; –
Vorlage S. 292
29
Von ihm begnadigt, wird er dann unsterblich.
Vorlage S. 292
30
Vers 7-12. Schilderung der höchsten Seele im Unterschied von der individuellen.
Vorlage S. 292
31
7. Doch Lieder singen, dass im höchsten Brahman
Vorlage S. 292
32
Als ew'gem Grund enthalten jene Dreiheit.[24]
Vorlage S. 292
33
Wer in ihr als den Kern (Taitt. 2) das Brahman findet,
Vorlage S. 292
34
Aufgeht in ihm als Ziel, wird von Geburt frei.
Vorlage S. 292
35
8. Was wechselt und was bleibt, was offenbar und
Vorlage S. 292
36
Nichtoffenbar, – Gott hegt es alles in sich;
Vorlage S. 292
37
Wer Gott nicht kennt, bleibt als Geniesser[25] gebunden,
Vorlage S. 292
38
Wer ihn erkannt, wird frei von allen Banden.
Vorlage S. 292
39
9. Zwei, Wisser, Nichtwisser, – Gott, Nichtgott, – sind ewig:
Vorlage S. 292
40
Der eine bleibt, objektverstrickt, Geniesser,
Vorlage S. 292
41
Der andre, endlos, allseiend sitzt müssig,
Vorlage S. 292
42
Wenn er erkannt als Brahman hat jene Dreiheit![26]
Vorlage S. 292
43
10. Pradhânam fliesst; nicht fliesst, unsterblich, Hara,
Vorlage S. 292
44
Als Gott beherrschend Fliessendes und Seele;
Vorlage S. 292
45
Ihn denkend, ihm ergeben, zu ihm werdend
Vorlage S. 292
46
Allmählich, wird zuletzt man frei von Mâyâ.
Vorlage S. 292
47
11. Wer Gott erkennt, wird frei von allen Banden,
Vorlage S. 292
48
Die Plagen schwinden, samt Geburt und Sterben;
Vorlage S. 292
49
Wer ihn verehrt [nur], wird drittens[27] nach dem Tode
Vorlage S. 293
50
Gottherrlich, [dann] absolut und wunschvollendet.
Vorlage S. 293
51
12. Als ewig im Âtman ruhend wisset jene [Dreiheit],
Vorlage S. 293
Shvetashvatara-Upanishad – Textüberlieferung
Kontextbild zum Werk. Shvetashvatara-Upanishad – Textüberlieferung — Textzeugnis zum ersten Vers der Shvetashvatara-Upanishad; keine bildliche Darstellung der Handlung. · Ms Sarah Welch · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
52
Dann bleibt nichts Höheres mehr zu wissen übrig;
Vorlage S. 293
53
Genussobjekt, Geniesser und Erreger,
Vorlage S. 293
54
Dies Dreifache heisst insgesamt das Brahman.
Vorlage S. 293
55
Vers 13-16. Mittel der Erkenntnis: Meditation des heiligen Lautes Om, Selbsterkenntnis und Selbstzucht.
Vorlage S. 293
56
13. Wie Feuer, eingekehrt in seine Heimstatt,
Vorlage S. 293
57
Unsichtbar fortbesteht nach seinem Wesen,
Vorlage S. 293
58
Und aus der Reibholzheimstatt neu aufleuchtet,
Vorlage S. 293
59
So flammt's, in beidem gleich[28], im Leib durch Om auf.
Vorlage S. 293
60
14. Den Leib machend zum Reibholze,
Vorlage S. 293
61
Und den Om-Laut zum obern Holz,
Vorlage S. 293
62
Schaut man, nach fleiss'ger Denkquirlung,
Vorlage S. 293
63
Verstecktem Feuer gleich, den Gott.
Vorlage S. 293
64
15. Wie im Ölsamen Öl, in Milch die Butter,
Vorlage S. 293
65
In Strömen Wasser, im Reibholze Feuer,
Vorlage S. 293
66
So findet im eignen Selbste jenen [Âtman],
Vorlage S. 293
67
Wer ihn erschaut durch Wahrheit und Kasteiung,
Vorlage S. 293
68
16. Den alldurchdringenden Âtman,
Vorlage S. 293
69
Wie Butter in der Milch versteckt,
Vorlage S. 293
70
In Selbstkenntnis, Selbst-Zucht wurzelnd,
Vorlage S. 293
71
Das Endziel der Upanishad,
Vorlage S. 293
72
– das Endziel der Upanishad.
Vorlage S. 293
73
Fußnoten
Vorlage S. 293
74
1 »Brahman« ist hier allgemeiner Name für »Prinzip«, wie Kaush. 4,1. Bṛih. 2,1,1. Chând. 5,11,1. Bṛih. 4,1,2 fg.
Vorlage S. 293
75
2 Alle aufgezählten Prinzipien können nicht für sich allein, sondern nur als Bestimmungen an einem Selbste (âtman) gedacht werden, welches daher unter allen Umständen der Urgrund ist. Aber das empirische Selbst kann dieser Urgrund nicht sein, da es nicht Herr ist, Lust und Schmerz zu schaffen, sondern ihnen unterworfen ist.
Vorlage S. 293
76
3 Die individuelle Seele besteht nicht aus dem Purusha und der von ihm unabhängigen Prakṛiti (Çakti) nebst deren Guṇa's (Sattvam, Rajas, Tamas), sondern es ist Gottes eigene Kraft (âtma-çakti), welche, in ihre eigenen Qualitäten (sva-guṇaiḥ) verhüllt, als Seele erscheint. – Schärfer kann der Gegensatz gegen die Sâ khyalehre wohl nicht ausgesprochen werden.
Vorlage S. 293
77
4 Das Bild von dem einen Radkranze (oder auch der einen Radnabe) mit den vielen Speichen (Kaush. 3,8. Bṛih. 2,5,15. Chând. 7,15,1. Muṇḍ. 2,2,6. Praçna 2,6. 6,6) wird hier, mit Anlehnung an Sâ khyavorstellungen, näher ausgeführt.
Vorlage S. 293
78
5 Aus den drei Guṇa's (Sattvam, Rajas, Tamas) bestehend.
Vorlage S. 293
79
6 Auslaufend in Manas, fünf Erkenntnissinne, fünf Tatsinne, fünf Elemente.
Vorlage S. 293
80
7 Die fünfzig Affekte (bhâva) der Sâ khyaphilosophie (Sâ khya-K. 46).
Vorlage S. 293
81
8 Die zehn Sinne und ihre Objekte.
Vorlage S. 293
82
9 1) Fünf Elemente, Manas, Aha kâra, Buddhi, 2) acht Bestandteile des Leibes, 3) acht Vollkommenheiten, 4) acht Grundaffekte (Sâ khya-K. 44-45), 5) acht Götter, 6) acht Tugenden.
Vorlage S. 293
83
10 Vgl. das sûtram Bṛih. 3,7.
Vorlage S. 293
84
11 Pitṛiyâna, Devayâna, Erlösung.
Vorlage S. 293
85
12 Durch gute und böse Werke.
Vorlage S. 293
86
13 Der Wahn des Ichbewusstseins.
Vorlage S. 293
87
14 Die fünf Erkenntnissinne.
Vorlage S. 293
88
15 Die fünf Elemente.
Vorlage S. 293
89
16 Die fünf Tatsinne (oder vielleicht die fünf Prâṇa's).
Vorlage S. 293
90
17 Das Manas.
Vorlage S. 293
91
18 Die fünf Objekte der Sinne (Ton, Farbe usw.).
Vorlage S. 293
92
19 Aufenthalt im Mutterleib, Geburt, Alter, Krankheit, Tod.
Vorlage S. 293
93
20 Wohl wieder die fünfzig Affekte.
Vorlage S. 293
94
21 Die fünf Anfechtungen (kleçâḥ) des Yoga: Nichtwissen, Egoismus, Liebe, Hass, Leidenschaft.
Vorlage S. 293
95
22 Dem Saṃsâra. Maitr. 2,6 wird an ein Töpferrad gedacht.
Vorlage S. 293
96
23 Die individuelle Seele.
Vorlage S. 293
97
24 Die Dreiheit von Geniesser, Genussobjekt und Antreiber (Seele, Welt und Gott).
Vorlage S. 293
98
25 bhoktṛi-bhâvât; derselbe Ausdruck Sâ khyakârikâ 17.
Vorlage S. 293
99
26 Die Dreiheit von Geniesser, Genussobjekt und Antreiber (Seele, Welt und Gott).
Vorlage S. 293
100
27 Das Erste ist die Seelenwanderung auf dem Pitṛiyâna, das Zweite die Erlösung, das Dritte die Stufenerlösung (kramamukti) des Devayâna.
Vorlage S. 293
101
28 Das Brahman, in beidem, dem Latentfortbestehen und dem Neuaufleuchten, dem Feuer vergleichbar, kommt durch den Praṇava, den heiligen Laut Om, im Leibe zum Aufflammen.
Vorlage S. 293

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Doch auch das Selbst schafft …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Beseelt, umschliesst, – ein Schwan[23] schweift, doch nur weil er«

Eine Antwort ist richtig.

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4. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Mit Strudeln fünf[18], fünf […][19], fünfzig«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Wer Gott erkennt, wird frei von allen Banden,« B: »Gesondert wähnt sich und des Rades Treiber; –« C: »Grundstoffe, Geist, ist die Verbindung dieser«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Wer Gott erkennt, wird …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Als ewig im Âtman …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

10. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Grundfrage der […] und verschiedene Antworten auf dieselbe.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Grundfrage der Philosophie und verschiedene Antworten auf dieselbe.«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Grundfrage der Philosophie und verschiedene Antworten auf dieselbe.« und »Wer ihn verehrt [nur], wird drittens[27] nach dem Tode«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Gesondert wähnt sich und des Rades Treiber; –«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
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Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Grundfrage der Philosophie und verschiedene Antworten auf dieselbe.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
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Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Nichtoffenbar, – Gott hegt es alles in sich;«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Wer ihn erschaut durch Wahrheit und Kasteiung,«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Shvetashvatara-Upanishad – DTA DiBiPhil

Deutsches Textarchiv, BBAW, DiBiPhil-Korpus; Kuration Matthias Boenig, Susanne Haaf, Marius Hug und DTA-Team; ursprüngliche Digitalisierung Editura/Digitale Bibliothek. Historische Quellausgabe: Sechzig Upanishads des Veda. Aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Paul Deussen, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1963 [Nachdruck der 3. Aufl. Leipzig: F.A. Brockhaus 1921].

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY-SA 4.0 Lizenz

Originalsprache · Sanskrit

Die vollständigen unveränderten Sanskrit-Textzeilen der historischen DCS-Ausgabe werden in IAST-Umschrift wiedergegeben. Die Wörter wurden weder aus Analysedaten rekonstruiert noch maschinell übersetzt. Historische Übersetzung und Sanskrit-Ausgabe können in Lesarten und Verszählung voneinander abweichen.

Oliver Hellwig: Digital Corpus of Sanskrit (DCS), historische Korpusfassung, CC BY 4.0. Sanskrit-Originaltext in wissenschaftlicher IAST-Umschrift.

Autorschaft und Ausgabe: Altindische Überlieferung · Oliver Hellwig

Originaltext und Ausgabe ↗ · Digital Corpus of Sanskrit, Oliver Hellwig · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.