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Buch - Demetrius - Hebbel, Friedrich

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Originalwerk · Lesefassung

Demetrius

Hebbel, Friedrich · 1858–1863

Demetrius von Hebbel, Friedrich. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 11–133 Abschnitte
Porträt von Hebbel, Friedrich; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Hebbel, Friedrich · Thomas Ledl · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.
  • Unvollendetes Original/Fragment; nicht als vollständig abgeschlossene Erzählung angekündigt.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 2 von 3

Vorspiel

1
Personen des Vorspiels
Vorlage S. 323
2
Der Cardinal-Legat
Vorlage S. 323
3
Mniczek, Woiwod von Sendomir
Vorlage S. 323
4
Marina, dessen Tochter
Vorlage S. 323
5
Demetrius
Vorlage S. 323
6
Odowalsky
Vorlage S. 323
7
Poniatowsky , polnische Edelleute
Vorlage S. 323
8
Gregory, ein Mönch
Vorlage S. 323
9
Maschinka, Marinas Amme
Vorlage S. 323
10
Woiwoden, Gefolge des Mniczek
Vorlage S. 323
11
Erste Szene
Vorlage S. 323
12
Odowalsky und Poniatowsky treten auf.
Vorlage S. 323
13
ODOWALSKY.
Vorlage S. 323
14
Da geht er wieder hin und grüßt uns nicht.
Vorlage S. 323
15
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 323
16
Ist das was Neues? Doch, gerecht zu sein,
Vorlage S. 323
17
Er sah uns dies Mal nicht.
Vorlage S. 323
18
ODOWALSKY.
Vorlage S. 323
19
Das eben ists,
Vorlage S. 323
20
Was mich an ihm verdreußt. Er soll uns sehn.
Vorlage S. 323
21
Für einen heimatlosen Vagabonden
Vorlage S. 323
22
Geziemt sichs nicht, dass er uns nicht bemerkt.
Vorlage S. 323
23
Die Augen auf, mein Herr von Habenichts,
Vorlage S. 323
24
Den Hut herab gezogen, eh ich huste,
Vorlage S. 323
25
Und dann den Blick zur Erde hübsch gekehrt,
Vorlage S. 323
26
Um aufzuheben, was ich fallen ließ!
Vorlage S. 323
27
So sichert sich ein Bettler vor der Knute
Vorlage S. 323
28
Und mehrt dabei im stillen seinen Schatz.
Vorlage S. 323
29
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 323
30
Da kannst du lange warten. Falle selbst
Vorlage S. 323
31
Und ruf ihn an, er reicht dir nicht die Hand,
Vorlage S. 323
32
Er sieht sich höchstens um nach deinem Diener
Vorlage S. 323
33
Und das nur, wenn du ihm im Wege liegst.
Vorlage S. 323
34
Schau dort den Mönch! Vor dem Gekreuzigten
Vorlage S. 323
35
In der Kapelle bückt er sich nicht tiefer,
Vorlage S. 323
36
Wie vor dem Junker mit dem Federhut.
Vorlage S. 323
37
Woher es ihm auch immer kommen mag,
Vorlage S. 323
38
Er hat die Art, die manchem König fehlt,
Vorlage S. 323
39
Den Mantel gleich so feierlich zu falten,
Vorlage S. 323
40
Dass er die Stirn nicht mehr zu falten braucht.
Vorlage S. 323
41
ODOWALSKY.
Vorlage S. 323
42
Das wüste Erbteil einer wilden Nacht,
Vorlage S. 323
43
Das einzge, was ihm blieb von seinem Vater,
Vorlage S. 323
44
Und diesen respektier ich gern in ihm,
Vorlage S. 323
45
Wenn ich nur auch die Mutter peitschen darf.
Vorlage S. 323
46
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 323
47
Gleichviel, mein Freund! Man sieht nur, dass ers hat,
Vorlage S. 323
48
Und nicht, woher es stammt. Ich glaube selbst,
Vorlage S. 323
49
Dass seine Eltern ohne Papst und Kaiser
Vorlage S. 323
50
Die Hochzeit hielten und am nächsten Morgen
Vorlage S. 323
51
Verschwören könnten, dass sie sich gesehn!
Vorlage S. 323
52
Allein, was gilt die Wette? Tritt mit ihm
Vorlage S. 323
53
In eine Schenke, wo man euch nicht kennt,
Vorlage S. 323
54
Und ruf nach Wein! Mit Diamanten lass ich
Vorlage S. 325
55
Dir die Schabracke sticken, wenn man ihm
Vorlage S. 325
56
Das Glas nicht bringt, das du für dich bestellt!
Vorlage S. 325
57
ODOWALSKY.
Vorlage S. 325
58
Ich zweifle doch!
Vorlage S. 325
59
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 325
60
Was auch geschehen mag:
Vorlage S. 325
61
Er schaut darein, als hätte ers befohlen!
Vorlage S. 325
62
Teil Münzen aus, wirf Perlen auf die Straße,
Vorlage S. 325
63
Steht er dabei, so fliegen ihm die Mützen,
Vorlage S. 325
64
Du bist der Marschall, er dein gnädger Herr!
Vorlage S. 325
65
Sieh doch den Mönch nur an! Noch immer blickt er
Vorlage S. 325
66
Ihm nach!
Vorlage S. 325
67
ODOWALSKY.
Vorlage S. 325
68
Wer weiß, warum! Er wird vielleicht
Vorlage S. 325
69
An ein Gesicht erinnert, das er sich
Vorlage S. 325
70
Gemerkt hat, weil es doppelt gibt.
Vorlage S. 325
71
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 325
72
Er kommt!
Vorlage S. 325
73
Zweite Szene
Vorlage S. 325
74
GREGORY
Vorlage S. 325
75
tritt auf.
Vorlage S. 325
76
Gelobt sei Jesus Christ!
Vorlage S. 325
77
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 325
78
In Ewigkeit!
Vorlage S. 325
79
GREGORY.
Vorlage S. 325
80
Ihr Herrn, verzeiht! Wer war der feine Junker?
Vorlage S. 325
81
ODOWALSKY.
Vorlage S. 325
82
Und wer seid Ihr?
Vorlage S. 325
83
GREGORY.
Vorlage S. 325
84
Dies sagt euch mein Gewand:
Vorlage S. 325
85
Ein armer Mönch, der milde Gaben sammelt!
Vorlage S. 325
86
ODOWALSKY.
Vorlage S. 325
87
Und warum fragt Ihr nach dem jungen Fant,
Vorlage S. 325
88
Anstatt vor uns die Büchse gleich zu schütteln?
Vorlage S. 325
89
GREGORY.
Vorlage S. 325
90
Ei nun, ich mögte wissen, wer er ist.
Vorlage S. 325
91
ODOWALSKY.
Vorlage S. 325
92
Das weiß er selber nicht.
Vorlage S. 325
93
GREGORY.
Vorlage S. 325
94
Ihr spottet mein.
Vorlage S. 325
95
ODOWALSKY.
Vorlage S. 325
96
So viele Namen im Kalender stehn:
Vorlage S. 325
97
Ich zweifle, ob ein einzger ihm gehört.
Vorlage S. 325
98
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 325
99
Da schält ihn deine Zunge doch zu scharf,
Vorlage S. 325
100
Das geht ja über Hemd und Haut hinaus! –
Vorlage S. 325
101
Man nennt ihn Dmitri.
Vorlage S. 325
102
ODOWALSKY.
Vorlage S. 325
103
Doch mit welchem Recht?
Vorlage S. 325
104
Warum nicht Iwan oder Feodor?
Vorlage S. 325
105
Er kennt den Priester nicht, der ihn getauft,
Vorlage S. 325
106
Die Kirche nicht, an der der Priester dient,
Vorlage S. 325
107
Und selbst das Dorf nicht, drin die Kirche steht.
Vorlage S. 326
108
GREGORY.
Vorlage S. 326
109
Der feine Junker!
Vorlage S. 326
110
ODOWALSKY.
Vorlage S. 326
111
Ja, mein guter Vater!
Vorlage S. 326
112
Ihr habt, wie's scheint, das Sprichwort nicht erdacht,
Vorlage S. 326
113
Mit dem der Pole einem schlauen Russen
Vorlage S. 326
114
Das Katzenfell zurück gibt auf der Messe,
Vorlage S. 326
115
Wenn ers als Hermelin verkaufen will,
Vorlage S. 326
116
Es heißt: Der Schein betrügt!
Vorlage S. 326
117
GREGORY.
Vorlage S. 326
118
Das Wort ist wahr!
Vorlage S. 326
119
ODOWALSKY.
Vorlage S. 326
120
Von unserm Junker ist nur das gewiss,
Vorlage S. 326
121
Dass er kein Mohr ist, das bezeugt die Farbe,
Vorlage S. 326
122
Doch selbst sein Christentum beschwör ich nicht.
Vorlage S. 326
123
GREGORY.
Vorlage S. 326
124
Wie kommt er denn auf dieses stolze Schloß,
Vorlage S. 326
125
Das, irr ich nicht, dem edlen Woiwoden
Vorlage S. 326
126
Von Sendomir gehört?
Vorlage S. 326
127
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 326
128
Bei Nacht und Sturm
Vorlage S. 326
129
Hat ihn ein Mönch als Kind durchs Tor geschmuggelt!
Vorlage S. 326
130
Der hatte ihn, Gott weiß, auf welchem Mist,
Vorlage S. 326
131
Dem Hungertode nah, sich aufgeladen,
Vorlage S. 326
132
Und bat bei allen Wunden unsers Herrn
Vorlage S. 326
133
Für ihn um eine Streu im Pferdestall.
Vorlage S. 326
134
GREGORY.
Vorlage S. 326
135
Unmöglich!
Vorlage S. 326
136
ODOWALSKY.
Vorlage S. 326
137
Mniczek hatte kurz zuvor
Vorlage S. 326
138
Zufällig einen Judenbalg erschossen,
Vorlage S. 326
139
Als er durchs Fenster sein Gewehr entlud,
Vorlage S. 326
140
Und da er überdies betrunken war,
Vorlage S. 326
141
Sprach er aus Reu: Hm! Ja! ich nehm ihn auf.
Vorlage S. 326
142
GREGORY.
Vorlage S. 326
143
Nein! Nein!
Vorlage S. 326
144
ODOWALSKY.
Vorlage S. 326
145
So ists! Marina, seine Tochter,
Vorlage S. 326
146
Bedurft auch just zum Glück des Spielgefährten,
Vorlage S. 326
147
Der auf sich reiten und sich schlagen ließ,
Vorlage S. 326
148
Denn sie war klein und wild!
Vorlage S. 326
149
GREGORY.
Vorlage S. 326
150
Allmächtger Gott!
Vorlage S. 326
151
ODOWALSKY.
Vorlage S. 326
152
Man prüft' ihn dann, wie einen jungen Hund,
Vorlage S. 326
153
Den man behält, wenn er schon Künste kann,
Vorlage S. 326
154
Und betteln könnte er in sieben Sprachen,
Vorlage S. 326
155
Ob auch in einer beten, weiß ich nicht.
Vorlage S. 326
156
GREGORY.
Vorlage S. 327
157
Der Mönch, ihr Herrn –
Vorlage S. 327
158
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 327
159
Was ists, das Euch bewegt?
Vorlage S. 327
160
GREGORY.
Vorlage S. 327
161
Nicht ich! Nicht ich! Ein Höh'rer sag euch das!
Vorlage S. 327
162
Ab.
Vorlage S. 327
163
ODOWALSKY.
Vorlage S. 327
164
Was hat der alte Narr?
Vorlage S. 327
165
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 327
166
Ich weiß es nicht,
Vorlage S. 327
167
Doch er bestätigt alles, was ich sagte!
Vorlage S. 327
168
Wenn er von unserm König Siegismund
Vorlage S. 327
169
Erführe, dass er ein Zigeuner sei,
Vorlage S. 327
170
Er könnte kaum so seltsam sich gebärden,
Vorlage S. 327
171
Als da er hörte, wer der Junker ist.
Vorlage S. 327
172
ODOWALSKY.
Vorlage S. 327
173
Da wird es Zeit, die Münze umzuprägen,
Vorlage S. 327
174
Und heut noch solls geschehn!
Vorlage S. 327
175
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 327
176
Was hast du vor?
Vorlage S. 327
177
ODOWALSKY.
Vorlage S. 327
178
Beschimpfen will ich ihn!
Vorlage S. 327
179
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 327
180
Doch wie und wo?
Vorlage S. 327
181
ODOWALSKY.
Vorlage S. 327
182
Was er auch tut, – ich packe ihn dabei,
Vorlage S. 327
183
Und ob er betet, mir genügts als Grund!
Vorlage S. 327
184
Beide ab.
Vorlage S. 327
185
Dritte Szene
Vorlage S. 327
186
MASCHINKA
Vorlage S. 327
187
tritt auf.
Vorlage S. 327
188
Heut pass ich ihm zum letzten Male auf!
Vorlage S. 327
189
Man glaubt schon von den Kindern Last zu haben,
Vorlage S. 327
190
Wenn man sie füttert und vor Beulen schützt,
Vorlage S. 327
191
Doch das ist alles eitel Zeitvertreib,
Vorlage S. 327
192
Die Plage kommt erst, wenn sie älter werden.
Vorlage S. 327
193
»Ich bitt dich, Mutter, sag ihm, ich sei krank,
Vorlage S. 327
194
Wenn er dich fragt, warum man mich nicht sieht,
Vorlage S. 327
195
Und merk auf sein Gesicht, ich stick indes
Vorlage S. 327
196
Für ihn die Schärpe fertig, die du kennst,
Vorlage S. 327
197
Und geh nicht vor die Tür.« Ja, wenn er fragt!
Vorlage S. 327
198
Doch wenn er schweigt? Es sind nun sieben Tage,
Vorlage S. 327
199
Und er verlor kein Wort an mich, ihm sitzt
Vorlage S. 327
200
Der dumme Falke immer noch im Kopf,
Vorlage S. 327
201
Der sich verflogen hat. Nun hat sie mich
Vorlage S. 327
202
Behängt mit ihren Kleidern, weil sie glaubt,
Vorlage S. 327
203
Dass er sie kennen wird. Ich glaubs zwar nicht,
Vorlage S. 327
204
Allein sie bat mit Tränen in den Augen
Vorlage S. 327
205
Und schwur mir, dass sie, wenn er noch nicht frage,
Vorlage S. 327
206
Sein Roß mit ihrer Schärpe schmücken wolle,
Vorlage S. 327
207
So ließ ichs denn geschehn. Da kommt er her.
Vorlage S. 328
208
Vierte Szene
Vorlage S. 328
209
DEMETRIUS
Vorlage S. 328
210
tritt im Jagdkleid auf, er will vorübergehen und bemerkt Maschinka nicht.
Vorlage S. 328
211
MASCHINKA
Vorlage S. 328
212
tritt ihm in den Weg.
Vorlage S. 328
213
Ei, guten Morgen!
Vorlage S. 328
214
DEMETRIUS.
Vorlage S. 328
215
Guten Morgen, Mutter!
Vorlage S. 328
216
Ist deine Herrin auf?
Vorlage S. 328
217
MASCHINKA.
Vorlage S. 328
218
Was gehts dich an?
Vorlage S. 328
219
Dir wird sie ihren Traum wohl nicht erzählen,
Vorlage S. 328
220
Wenn sie sich ihn nicht selber deuten kann!
Vorlage S. 328
221
DEMETRIUS.
Vorlage S. 328
222
Wie unwirsch! Aber sprich!
Vorlage S. 328
223
MASCHINKA.
Vorlage S. 328
224
Hat sie vielleicht
Vorlage S. 328
225
Ein Roß bestellt, das du ihr bringen sollst?
Vorlage S. 328
226
DEMETRIUS.
Vorlage S. 328
227
Das ist der Diener Sache.
Vorlage S. 328
228
MASCHINKA.
Vorlage S. 328
229
Guter Gott,
Vorlage S. 328
230
Wir dienen alle, und der Federbusch
Vorlage S. 328
231
Macht keinen Unterschied, der wird zur Ehre
Vorlage S. 328
232
Des Herrn getragen, nicht zur eignen Zier!
Vorlage S. 328
233
DEMETRIUS.
Vorlage S. 328
234
Wir setzens morgen fort!
Vorlage S. 328
235
MASCHINKA.
Vorlage S. 328
236
Warum nicht heut?
Vorlage S. 328
237
Was sagt ich doch? Ja! Diener sind wir alle,
Vorlage S. 328
238
Und Diener müssen fein zusammenhalten
Vorlage S. 328
239
Und es nicht treiben, wie das dumme Vieh,
Vorlage S. 328
240
Das sich im Stall beständig stößt und beißt
Vorlage S. 328
241
Und eins das andere zur Schlachtbank hetzt.
Vorlage S. 328
242
Es ist kein Zufall, dass der Kellermeister
Vorlage S. 328
243
Den Koch am liebsten zu Gevatter bittet,
Vorlage S. 328
244
Das macht die Taufe billig.
Vorlage S. 328
245
DEMETRIUS.
Vorlage S. 328
246
Alte Hexe,
Vorlage S. 328
247
Was soll das mir?
Vorlage S. 328
248
MASCHINKA.
Vorlage S. 328
249
Schmeckt dir mein Wermut nicht?
Vorlage S. 328
250
Nimm ihn nur ein, der Kranke kennt das Fieber
Vorlage S. 328
251
Nur selten, das in seinen Knochen nagt,
Vorlage S. 328
252
Allein, er traut dem Arzt und wird gesund.
Vorlage S. 328
253
So höre auf mein Wort, ich mein es gut.
Vorlage S. 328
254
Du frugst mich eben nach der Palatina
Vorlage S. 328
255
Und machst dir mehr, als not, mit ihr zu schaffen,
Vorlage S. 329
256
Nimm dich in acht!
Vorlage S. 329
257
DEMETRIUS.
Vorlage S. 329
258
Warum?
Vorlage S. 329
259
MASCHINKA.
Vorlage S. 329
260
Ich weiß gar wohl,
Vorlage S. 329
261
Warum dus tust, du denkst schon an den Tag,
Vorlage S. 329
262
An dem sie sich vermählt und willst dir zeitig
Vorlage S. 329
263
Durch sie die Gunst des edlen Gatten sichern –
Vorlage S. 329
264
DEMETRIUS.
Vorlage S. 329
265
Weib, Weib, du denkst doch, wie ein Spatz!
Vorlage S. 329
266
MASCHINKA.
Vorlage S. 329
267
Das ist
Vorlage S. 329
268
Auch richtig, wen die Braut zuerst empfiehlt,
Vorlage S. 329
269
Dem wird das reichlichste Geschenk zuteil,
Vorlage S. 329
270
Und du musst deine eigne Hochzeit einst
Vorlage S. 329
271
Von dem bestreiten, was dir ihre trägt,
Vorlage S. 329
272
Doch treibst dus unvorsichtig!
Vorlage S. 329
273
DEMETRIUS.
Vorlage S. 329
274
Weiter! Weiter!
Vorlage S. 329
275
Der Spaß wird lustig!
Vorlage S. 329
276
MASCHINKA.
Vorlage S. 329
277
Deine Blicke sind
Vorlage S. 329
278
Zuweilen etwas kühner, als ein Freier
Vorlage S. 329
279
Gestatten dürfte!
Vorlage S. 329
280
DEMETRIUS.
Vorlage S. 329
281
Meine Blicke gelten
Vorlage S. 329
282
Der Spielgefährtin, die's noch nicht vergaß,
Vorlage S. 329
283
Wie oft ich sie durchs Wasser trug.
Vorlage S. 329
284
MASCHINKA.
Vorlage S. 329
285
Ich weiß!
Vorlage S. 329
286
Doch solch ein stolzer, hochgeborner Herr
Vorlage S. 329
287
Ist ungestüm und rasch in seinem Zorn
Vorlage S. 329
288
Und fragt nicht erst beim Geometer an,
Vorlage S. 329
289
Ob du die Grenze eingehalten hast.
Vorlage S. 329
290
DEMETRIUS.
Vorlage S. 329
291
Was folgt daraus?
Vorlage S. 329
292
MASCHINKA.
Vorlage S. 329
293
Im besten Fall ein Stoß,
Vorlage S. 329
294
Der einen reinen Degen schmutzig macht,
Vorlage S. 329
295
Im schlimmsten –
Vorlage S. 329
296
Sie macht die Bewegung des Schlagens.
Vorlage S. 329
297
DEMETRIUS.
Vorlage S. 329
298
Vettel, du wirst unverschämt.
Vorlage S. 329
299
MASCHINKA.
Vorlage S. 329
300
Wie nennst du mich?
Vorlage S. 329
301
DEMETRIUS.
Vorlage S. 329
302
Wie dus verdienst! Ich griffe
Vorlage S. 329
303
Zur Peitsche, wärst du nicht so alt!
Vorlage S. 329
304
MASCHINKA.
Vorlage S. 329
305
Zur Peitsche?
Vorlage S. 329
306
Fünfte Szene
Vorlage S. 329
307
MARINA
Vorlage S. 330
308
tritt auf.
Vorlage S. 330
309
Was gibts? Du bist erhitzt, mein Mütterchen,
Vorlage S. 330
310
Wer hat dich so in Zorn gebracht? Der Marder?
Vorlage S. 330
311
Hat er dein bestes Huhn gewürgt und schiltst du
Vorlage S. 330
312
Den Junker, dass er keine Fallen stellt?
Vorlage S. 330
313
Das ist auch wirklich schlecht!
Vorlage S. 330
314
MASCHINKA.
Vorlage S. 330
315
Der Fallen stellen!
Vorlage S. 330
316
Der Marder jagen!
Vorlage S. 330
317
MARINA.
Vorlage S. 330
318
Ist die Zeit vorbei?
Vorlage S. 330
319
Ei wohl, die Bären laufen jetzt vor ihm!
Vorlage S. 330
320
Doch, denk ich, wird er dir noch immer helfen,
Vorlage S. 330
321
Das Ei, das dir ein böses Huhn verlegt,
Vorlage S. 330
322
Für deine magre Küche beizutreiben,
Vorlage S. 330
323
Und wenn auch nicht aus Dank für deine Bissen,
Vorlage S. 330
324
So doch, weil man in einer alten Scheune,
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325
Die man durchkriecht, so leicht den Hals sich bricht.
Vorlage S. 330
326
Nicht wahr, Demetrius? Wenn alles kracht,
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327
Und unten jemand steht, der für uns zittert,
Vorlage S. 330
328
Das ist so gut, wie eine Bärenhatz.
Vorlage S. 330
329
DEMETRIUS.
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330
Es zittert keiner mehr für mich!
Vorlage S. 330
331
MASCHINKA.
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332
Der Lügner!
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333
Er weiß recht wohl!
Vorlage S. 330
334
MARINA.
Vorlage S. 330
335
Ja, das ist undankbar!
Vorlage S. 330
336
Maschinka lässt den Eierkuchen fallen,
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337
Wenn ihre Katze einen Sprung versucht,
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338
Und soll nicht zittern, wenn ihr Pflegling klettert.
Vorlage S. 330
339
Mein Mütterchen, jetzt seh ich endlich ein,
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340
Wie recht du hast, die Welt so arg zu finden
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341
Und dich zu sehnen nach dem Jüngsten Tag.
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342
MASCHINKA.
Vorlage S. 330
343
Ach!
Vorlage S. 330
344
MARINA.
Vorlage S. 330
345
Gilt es Ernst? Da halt ich gleich Gericht.
Vorlage S. 330
346
Wo ist ein Stuhl? Verklagter hole einen,
Vorlage S. 330
347
Das sei die Strafe seines bösen Leumunds,
Vorlage S. 330
348
Praesumptio ist immer gegen ihn.
Vorlage S. 330
349
Ja, ja, ich kann Latein! Auch hab ich mir
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350
Die Miene wohl gemerkt, womit mein Vater
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351
Am weitsten bei mir kam, wenn er mich schalt,
Vorlage S. 330
352
Und werde Reu und Leid zu wecken wissen!
Vorlage S. 330
353
Das Leugnen hilft dem Sünder hier zu nichts,
Vorlage S. 331
354
Er ist bekannt, er hat sich einst sogar
Vorlage S. 331
355
An unsrer eigenen Person vergriffen
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356
Und uns an unserm langen Haar gezupft.
Vorlage S. 331
357
Es war den Tag, wir merktens uns genau,
Vorlage S. 331
358
An dem wir unsre vielgeliebte Puppe
Vorlage S. 331
359
Verstießen, und wir nahmens gleich als Strafe
Vorlage S. 331
360
Der Grausamkeit und habens still verziehn.
Vorlage S. 331
361
Doch immer zeigte es ein arges Herz,
Vorlage S. 331
362
Und Klägerin wird gläubge Ohren finden,
Vorlage S. 331
363
Wenn der Beweis ihr auch nur halb gelingt.
Vorlage S. 331
364
So sprich, was gibts? Mit Olga stehts doch wohl?
Vorlage S. 331
365
MASCHINKA.
Vorlage S. 331
366
Du fragst doch noch! Der sah sie sieben Tage
Vorlage S. 331
367
Schon nicht und hat es nicht einmal bemerkt.
Vorlage S. 331
368
MARINA.
Vorlage S. 331
369
Ich auch nicht, Mütterchen!
Vorlage S. 331
370
MASCHINKA.
Vorlage S. 331
371
Du hast das Recht,
Vorlage S. 331
372
Du bist des ersten Woiwoden Tochter
Vorlage S. 331
373
Und zeigst dich uns schon gnädig, wenn du nicht
Vorlage S. 331
374
Den Küster schiltst, der dich im Schlummer stört,
Vorlage S. 331
375
Weil er uns in der Früh zu Grabe läutet,
Vorlage S. 331
376
Und wenn du dem, der uns verscharren will,
Vorlage S. 331
377
Die Zeit vergönnst, die dazu nötig ist.
Vorlage S. 331
378
MARINA.
Vorlage S. 331
379
Maschinka!
Vorlage S. 331
380
MASCHINKA.
Vorlage S. 331
381
Willst du beide überdies
Vorlage S. 331
382
Für ihre Müh durch einen Trunk belohnen,
Vorlage S. 331
383
So sollst du doppelt mir gesegnet sein!
Vorlage S. 331
384
Doch dieser, der im nächsten Türkenkrieg
Vorlage S. 331
385
Erst Arm und Bein gelassen haben muss,
Vorlage S. 331
386
Bevor dein Vater einen Kastellan
Vorlage S. 331
387
Und einen Torwart aus ihm machen kann,
Vorlage S. 331
388
Ja, dieser, dächt ich, könnt es wohl bemerken,
Vorlage S. 331
389
Wenn meine Olga sieben Tage fehlt.
Vorlage S. 331
390
Das arme Kind hat täglich nachgefragt
Vorlage S. 331
391
Und wird zuletzt noch wirklich krank. Was red ich?
Vorlage S. 331
392
Zuletzt wirds noch gefährlich, wollt ich sagen,
Vorlage S. 331
393
Weil sie sich ärgert, dass der Hochmut hier
Vorlage S. 331
394
Den Falken gleich vermisst, der sich verfliegt,
Vorlage S. 331
395
Doch sie in sieben langen Tagen nicht!
Vorlage S. 331
396
Heut morgen zog ich Kleider von ihr an,
Vorlage S. 332
397
Als hätt ich sie beerbt, dies Tuch hier ist
Vorlage S. 332
398
Von ihr, und auch die Schürze! Doch, was halfs?
Vorlage S. 332
399
MARINA.
Vorlage S. 332
400
Verteidigt Euch, Demetrius!
Vorlage S. 332
401
DEMETRIUS.
Vorlage S. 332
402
Sie sagt
Vorlage S. 332
403
Die Wahrheit. Ja, ich habe ihre Olga
Vorlage S. 332
404
In diesen sieben Tagen nicht vermisst
Vorlage S. 332
405
Und kann auch sieben Jahre sie entbehren!
Vorlage S. 332
406
MASCHINKA.
Vorlage S. 332
407
Kannst du? Ei wohl! Hier steht die Palatina,
Vorlage S. 332
408
Und die ist freilich vorzuziehn. Darf ich
Vorlage S. 332
409
Sogleich die Werbung machen? Fürstin, schau,
Vorlage S. 332
410
Du hast die Huld und Gunst so vieler Jahre
Vorlage S. 332
411
An diesen Edelmann nicht weggeworfen,
Vorlage S. 332
412
Er reicht dir jetzt zum Dank dafür die Hand!
Vorlage S. 332
413
Ab.
Vorlage S. 332
414
Sechste Szene
Vorlage S. 332
415
MARINA
Vorlage S. 332
416
ihr nach.
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417
Nicht doch! Er hält durch mich um Olga an!
Vorlage S. 332
418
DEMETRIUS.
Vorlage S. 332
419
Marina, keinen Hohn! Ich kenne mich
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420
Und kenne dich und werd in meinem Traum
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421
Viel eher noch an einem Regenbogen
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422
Den Sternenhimmel zu erklettern suchen,
Vorlage S. 332
423
Als mir aus eitlen Hoffnungen die Brücke
Vorlage S. 332
424
Erbaun, die mich hinüber führt zu dir!
Vorlage S. 332
425
MARINA.
Vorlage S. 332
426
Wie feierlich für einen halben Bruder!
Vorlage S. 332
427
DEMETRIUS
Vorlage S. 332
428
zieht eine Schleife hervor.
Vorlage S. 332
429
Hier ist die Schleife, die dir jüngst entfiel,
Vorlage S. 332
430
Du hast es nicht bemerkt, ich hob sie auf,
Vorlage S. 332
431
Damit sie nicht im Staub zertreten würde,
Vorlage S. 332
432
Doch fürchte nichts, sie wurde nicht befleckt,
Vorlage S. 332
433
Ich habe keinen Kuß darauf gedrückt,
Vorlage S. 332
434
Ich hab sie nicht auf meiner Brust verwahrt,
Vorlage S. 332
435
Denn ich bin viel zu stolz in meinem Sinn,
Vorlage S. 332
436
Mir gegen deine Schleife zu erlauben,
Vorlage S. 332
437
Was ich nicht wagen dürfte gegen dich!
Vorlage S. 332
438
Reicht sie ihr.
Vorlage S. 332
439
MARINA.
Vorlage S. 333
440
Behalt sie nur!
Vorlage S. 333
441
DEMETRIUS.
Vorlage S. 333
442
Als rotes Band, nicht wahr?
Vorlage S. 333
443
Es sei! Sowie ich dir den Hänfling fange,
Vorlage S. 333
444
Bringt er es dir an seinem Hals zurück,
Vorlage S. 333
445
Das hab ich gleich beschlossen, als ichs fand,
Vorlage S. 333
446
Doch sind die Sprenkel auch noch heute leer.
Vorlage S. 333
447
MARINA.
Vorlage S. 333
448
Du wunderlicher Mensch!
Vorlage S. 333
449
DEMETRIUS.
Vorlage S. 333
450
Ich bin nun so!
Vorlage S. 333
451
Ich setz mich lieber auf die nackte Erde,
Vorlage S. 333
452
Als auf den Stuhl des Bauern, trinke lieber
Vorlage S. 333
453
Aus hohler Hand, als aus dem Napf des Knechts,
Vorlage S. 333
454
Und such mir lieber Beeren für den Hunger,
Vorlage S. 333
455
Als dass ich schwelge, wo der Bettler zecht! –
Vorlage S. 333
456
Marina, lass mich deine Locken küssen!
Vorlage S. 333
457
Er tritt auf Marina zu.
Vorlage S. 333
458
MARINA
Vorlage S. 333
459
weicht zurück.
Vorlage S. 333
460
Du meinst, sie zürnen noch von ehmals dir?
Vorlage S. 333
461
Nicht doch, sie haben keinen eignen Willen,
Vorlage S. 333
462
Sie mussten mit verzeihn, als ich verzieh.
Vorlage S. 333
463
DEMETRIUS.
Vorlage S. 333
464
Was mahnst du mich an diesen Knabenstreich!
Vorlage S. 333
465
Und doch, ich danke dirs. Wer mich verklagt,
Vorlage S. 333
466
Gibt mir das Recht, mich zu verteidigen.
Vorlage S. 333
467
So hör denn, was ich dir zu sagen habe,
Vorlage S. 333
468
Du kennst die Missetat, doch nicht den Grund.
Vorlage S. 333
469
MARINA.
Vorlage S. 333
470
Ich bin bereit, den strengen Spruch zu mildern,
Vorlage S. 333
471
Wenn dieser Grund die Schuld verringern kann.
Vorlage S. 333
472
DEMETRIUS.
Vorlage S. 333
473
Als ich an jenem Morgen bei dir stand –
Vorlage S. 333
474
MARINA.
Vorlage S. 333
475
Was für ein Morgen wars? Was sichert ihm
Vorlage S. 333
476
Den Platz in unserm christlichen Kalender?
Vorlage S. 333
477
Ich weiß nun schon! Mein Abschied von der Puppe,
Vorlage S. 333
478
Wir zeigten unser mannhaft-starkes Herz.
Vorlage S. 333
479
DEMETRIUS.
Vorlage S. 333
480
Ich weiß nicht, wie mir ward –
Vorlage S. 333
481
MARINA.
Vorlage S. 333
482
Es ist zu lange!
Vorlage S. 333
483
DEMETRIUS.
Vorlage S. 333
484
Mich fasste die unsäglichste Begier,
Vorlage S. 333
485
Dich zu berühren, doch mir fehlte plötzlich
Vorlage S. 333
486
Der Mut, die Hand noch einmal zu ergreifen,
Vorlage S. 333
487
Die ich im Spiel schon tausend Mal ergriff –
Vorlage S. 333
488
MARINA.
Vorlage S. 333
489
Natürlich! Wenn ein Mädchen seine Puppe
Vorlage S. 333
490
Verschenkt, gebietets auch Respekt! Du konntest
Vorlage S. 333
491
Nicht ahnen, dass ichs gleich nachher bereute
Vorlage S. 333
492
Und mich noch sehnte nach dem letzten Kuß.
Vorlage S. 334
493
DEMETRIUS.
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494
Ich schlich mich hinter dich und wickelte
Vorlage S. 334
Porträt von Hebbel, Friedrich; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Hebbel, Friedrich · Thomas Ledl · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
495
Die Hand in deine Locken –
Vorlage S. 334
496
MARINA.
Vorlage S. 334
497
Damals nanntest
Vorlage S. 334
498
Du sie noch Haare, oder wurden sie
Vorlage S. 334
499
An jenem großen Morgen umgetauft?
Vorlage S. 334
500
DEMETRIUS.
Vorlage S. 334
501
Ich drückte sie und hatte ein Gefühl,
Vorlage S. 334
502
Als könnten sie, wie Finger, wieder drücken –
Vorlage S. 334
503
MARINA.
Vorlage S. 334
504
Und ich, ich stand geduldig still?
Vorlage S. 334
505
DEMETRIUS.
Vorlage S. 334
506
Du blicktest
Vorlage S. 334
507
Dem Kinde nach, das fröhlich mit der Puppe
Vorlage S. 334
508
Von dannen hüpfte –
Vorlage S. 334
509
MARINA.
Vorlage S. 334
510
Voll von Reu und Schmerz.
Vorlage S. 334
511
DEMETRIUS.
Vorlage S. 334
512
Auf einmal flog von einer Rosenhecke
Vorlage S. 334
513
Ein Schmetterling empor –
Vorlage S. 334
514
MARINA.
Vorlage S. 334
515
Weiß oder rot?
Vorlage S. 334
516
DEMETRIUS.
Vorlage S. 334
517
Dem sprangst du plötzlich nach, bevor ichs ahnte
Vorlage S. 334
518
Und deine Locken ließ, und tatst dir weh.
Vorlage S. 334
519
MARINA.
Vorlage S. 334
520
Und warum wird mir alles dies erst heute
Vorlage S. 334
521
Vertraut und nicht in jener schweren Stunde,
Vorlage S. 334
522
Wo ich Maschinka rief und sie dich schalt?
Vorlage S. 334
523
DEMETRIUS.
Vorlage S. 334
524
Die Scham verschloss des Knaben Mund, ich hätte
Vorlage S. 334
525
Mich eher züchtgen lassen, als bekannt.
Vorlage S. 334
526
MARINA.
Vorlage S. 334
527
Es kam nicht ganz so weit!
Vorlage S. 334
528
DEMETRIUS.
Vorlage S. 334
529
Vergib mir denn,
Vorlage S. 334
530
Dass ich der ersten Probe halb erlag,
Vorlage S. 334
531
Die andre hab ich rühmlicher bestanden
Vorlage S. 334
532
Und gestern in der letzten ganz gesiegt!
Vorlage S. 334
533
Du siehst mich lächelnd und verwundert an?
Vorlage S. 334
534
Du weißt nicht, was ich meine? Gestern abend
Vorlage S. 334
535
Gingst du noch spät allein hinab zum Garten –
Vorlage S. 334
536
MARINA.
Vorlage S. 334
537
Mich abzukühlen! Ja, ich leugn es nicht.
Vorlage S. 334
538
DEMETRIUS.
Vorlage S. 334
539
Ich schlich dir nach –
Vorlage S. 334
540
MARINA.
Vorlage S. 334
541
Gewiss mit einem Messer
Vorlage S. 334
542
Bewaffnet, um vor Wölfen mich zu schützen!
Vorlage S. 334
543
Ich danke dir! Sie sind im Wonnemond
Vorlage S. 334
544
Bei uns so häufig, als im Winter selten!
Vorlage S. 334
545
DEMETRIUS.
Vorlage S. 335
546
Und du erschienst mir schön, wie nie zuvor,
Vorlage S. 335
547
Als du den dunklen Lindengang durchschwebtest,
Vorlage S. 335
548
Bald hell vom Mond bestrahlt und bald vom Schatten
Vorlage S. 335
549
Der breiten Bäume wieder eingeschluckt.
Vorlage S. 335
550
Leuchtkäfer tanzten gaukelnd um dich her,
Vorlage S. 335
551
Sie hüpften auf dein Kleid und hüpften ab,
Vorlage S. 335
552
Es war, als ob du selbst die Funken sprühtest,
Vorlage S. 335
553
Und hubst du deine Augen auf zum Himmel,
Vorlage S. 335
554
So tauchten alle Sterne sich hinein.
Vorlage S. 335
555
MARINA.
Vorlage S. 335
556
Wie gut, dass man sich selbst bei Nacht nicht sieht,
Vorlage S. 335
557
Sonst hielt ich mich vielleicht schon für ein Bild,
Vorlage S. 335
558
Womit man keine Spatzen scheuchen kann,
Vorlage S. 335
559
Wenn man es in die Erbsen-Felder stellt.
Vorlage S. 335
560
DEMETRIUS.
Vorlage S. 335
561
Marina, frevle nicht! Du weißt recht wohl,
Vorlage S. 335
562
Dass Könige sich eher um dein Lächeln,
Vorlage S. 335
563
Als um das Reich der Polen schlagen werden –
Vorlage S. 335
564
MARINA.
Vorlage S. 335
565
Halt ein! Sonst höre ich zu lächeln auf.
Vorlage S. 335
566
DEMETRIUS.
Vorlage S. 335
567
Ich schlich dir leise nach von Baum zu Baum –
Vorlage S. 335
568
MARINA.
Vorlage S. 335
569
Welch Glück, dass ich nicht mit mir selber sprach.
Vorlage S. 335
570
DEMETRIUS.
Vorlage S. 335
571
Und mich ergriff, wie einst den armen Knaben,
Vorlage S. 335
572
Unsägliche Begier, dich zu berühren!
Vorlage S. 335
573
Da fiel, von einem milden Lindenzweig,
Vorlage S. 335
574
Der dich im Fluge streifte, losgenestelt,
Vorlage S. 335
575
Und dann vom Hauch des Abends fort getragen,
Vorlage S. 335
576
Die Schleife dicht vor meine Füße hin.
Vorlage S. 335
577
Ich griff nach ihr und führte sie zum Munde,
Vorlage S. 335
578
Doch eh ich sie noch küsste, rief ich aus:
Vorlage S. 335
579
Die kann sich ja nicht wehren! und gelobte,
Vorlage S. 335
580
Sie durch den Vogel an dich heim zu senden,
Vorlage S. 335
581
Um den du mich denselben Tag ersucht!
Vorlage S. 335
582
Nach einer Pause.
Vorlage S. 335
583
Marina, lass mich deine Locken küssen!
Vorlage S. 335
584
MARINA
Vorlage S. 335
585
weicht wieder zurück.
Vorlage S. 335
586
Ernst?
Vorlage S. 335
587
DEMETRIUS.
Vorlage S. 335
588
Doch! O doch! Ich fordre nichts von dir,
Vorlage S. 335
589
Als was du geben kannst, und wenn du auch
Vorlage S. 335
590
Als Braut schon morgen zum Altare trätest –
Vorlage S. 335
591
MARINA.
Vorlage S. 335
592
Wann sagt ich nein und nahm das Wort zurück?
Vorlage S. 335
593
DEMETRIUS.
Vorlage S. 335
594
So küsse deine Hand und reich sie mir!
Vorlage S. 335
595
MARINA.
Vorlage S. 336
596
Das tat ich nie, und darum tu ichs heut!
Vorlage S. 336
597
Sie küßt ihre Hand.
Vorlage S. 336
598
DEMETRIUS
Vorlage S. 336
599
ergreift ihre Hand und drückt einen Kuß darauf.
Vorlage S. 336
600
Nun lebe wohl! Nun leb auf ewig wohl!
Vorlage S. 336
601
Siebente Szene
Vorlage S. 336
602
Odowalsky und Poniatowsky sind währenddessen wieder aufgetreten.
Vorlage S. 336
603
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 336
604
Schau hin!
Vorlage S. 336
605
ODOWALSKY.
Vorlage S. 336
606
Gut! Gut.
Vorlage S. 336
607
Er tritt rasch hervor.
Vorlage S. 336
608
Verzeiht, erlauchte Dame,
Vorlage S. 336
609
Dass wir den Knecht nicht besser unterwiesen!
Vorlage S. 336
610
Zu Demetrius.
Vorlage S. 336
611
Man küsst die Schleppe, Freund, doch nicht die Hand!
Vorlage S. 336
612
DEMETRIUS
Vorlage S. 336
613
reißt seinen Degen heraus.
Vorlage S. 336
614
Verzeiht, erlauchte Dame, dass ichs wage –
Vorlage S. 336
615
Zu Odowalsky.
Vorlage S. 336
616
Zieh, oder stirb!
Vorlage S. 336
617
ODOWALSKY
Vorlage S. 336
618
zu Poniatowsky.
Vorlage S. 336
619
Was fällt dem Burschen ein?
Vorlage S. 336
620
DEMETRIUS.
Vorlage S. 336
621
Du säumst?
Vorlage S. 336
622
ODOWALSKY
Vorlage S. 336
623
zu Poniatowsky.
Vorlage S. 336
624
Bedeut ihn doch!
Vorlage S. 336
625
DEMETRIUS
Vorlage S. 336
626
ersticht ihn.
Vorlage S. 336
627
So fahre hin!
Vorlage S. 336
628
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 336
629
Das ist ein Mord!
Vorlage S. 336
630
DEMETRIUS.
Vorlage S. 336
631
Und darauf steht der Tod.
Vorlage S. 336
632
MARINA.
Vorlage S. 336
633
Helft! Helft! O helft!
Vorlage S. 336
634
Achte Szene
Vorlage S. 336
635
Mniczek mit Gefolge tritt auf, Gesinde strömt zusammen, auch Gregory wird eine Weile sichtbar.
Vorlage S. 336
636
MNICZEK.
Vorlage S. 336
637
Was gibts? Was ging hier vor?
Vorlage S. 336
638
DEMETRIUS.
Vorlage S. 336
639
Mein Fürst, ich habe diesen Mann erschlagen,
Vorlage S. 336
640
Doch möge mir sein eigner Freund bezeugen,
Vorlage S. 336
641
Wie schwer er mich gereizt, wie hart beschimpft.
Vorlage S. 336
642
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 336
643
Er hat dich bloß für deinen Übermut,
Vorlage S. 336
644
Der keine Grenzen kannte, leicht gezüchtigt,
Vorlage S. 336
645
Und du verfielst dem rächenden Gesetz.
Vorlage S. 337
646
DEMETRIUS.
Vorlage S. 337
647
Mein Übermut bestand in einem Kuß,
Vorlage S. 337
648
Den ich auf diese weiße Hand gedrückt,
Vorlage S. 337
649
Doch nur, um ein Gelübde abzulegen,
Vorlage S. 337
650
Das längst in meiner Seele still gereift.
Vorlage S. 337
651
Halb zu Marina, halb zu den übrigen.
Vorlage S. 337
652
Wie ich nicht sitze auf dem Stuhl des Bauern,
Vorlage S. 337
653
Wie ich nicht trinke aus dem Napf des Knechts,
Vorlage S. 337
654
Wie ich nicht schwelge, wo der Bettler schmaust,
Vorlage S. 337
655
So will ich auch die niedre Magd nicht küssen,
Vorlage S. 337
656
Die mir bestimmt ist, denn ich weiß gar wohl,
Vorlage S. 337
657
Dass ich mitnichten euresgleichen bin!
Vorlage S. 337
658
Zu Marina.
Vorlage S. 337
659
Dies schwur ich dir, du wirst mich nicht verdammen,
Vorlage S. 337
660
Und nun, ihr hohen Herrn, auch euren Spruch!
Vorlage S. 337
661
Je rascher ihr ihn fällt, je besser ists,
Vorlage S. 337
662
Und schickt ihr mich vor Mittag noch zu Bette,
Vorlage S. 337
663
So lob ich euch mit meinem letzten Hauch.
Vorlage S. 337
664
Er geht, Marina will ihm die Hand reichen, er lehnt sie mit ehrerbietiger Gebärde ab, alle folgen.
Vorlage S. 337
665
Neunte Szene
Vorlage S. 337
666
Palast des Legaten.
Vorlage S. 337
667
Der Legat tritt mit Schriften und Briefen auf.
Vorlage S. 337
668
Man kann es wagen, und man muss es wagen,
Vorlage S. 337
669
Wenn man es jemals wagen will! Er hat
Vorlage S. 337
670
Das Ohr an eines jeden Mund, die Hand
Vorlage S. 337
671
In eines jeden Tasche. Alles murrt
Vorlage S. 337
672
Und flucht, dass gar kein Wechsel möglich scheint,
Vorlage S. 337
673
Weil Ruriks Stamm für ausgestorben gilt.
Vorlage S. 337
674
Der Schatten Iwans würde Boris stürzen,
Vorlage S. 337
675
Wenn er in einer Mitternacht erschiene
Vorlage S. 337
676
Und nur den Finger gegen ihn erhübe;
Vorlage S. 337
677
Sein Sohn wird alle Völker um sich sammeln,
Vorlage S. 337
678
Die das gewaltge Russenreich bewohnen,
Vorlage S. 337
679
Sobald er sie zu seiner Fahne ruft!
Vorlage S. 337
680
Jedwede Vorbereitung ist getroffen:
Vorlage S. 338
681
Man hat ihn aller Orten schon gesehn
Vorlage S. 338
682
Und aller Orten schon von ihm gehört!
Vorlage S. 338
683
Hier fuhr er über einen Strom und ließ
Vorlage S. 338
684
Anstatt des Fährgelds ein Papier zurück,
Vorlage S. 338
685
Worin er für den armen kleinen Dienst
Vorlage S. 338
686
Dem Schiffer eine Million verspricht,
Vorlage S. 338
687
Sobald er seiner Väter Thron bestieg.
Vorlage S. 338
688
Dort schlief er eine Nacht in einem Kloster,
Vorlage S. 338
689
Dem er zum Dank die Glocken schenken will,
Vorlage S. 338
690
Die in der Kirche fehlen, seit sie steht,
Vorlage S. 338
691
Und Worte, die ich listig ausgedacht,
Vorlage S. 338
692
Gehn, wie Kopeken, um von Land zu Lande
Vorlage S. 338
693
Und tragen Bild und Überschrift von ihm.
Vorlage S. 338
694
Nun gilts, ihn selbst aus seinem Schlaf zu wecken,
Vorlage S. 338
695
Doch so, dass man, wenn er sich störrig zeigt,
Vorlage S. 338
696
Noch immer sagen kann: Du hast geträumt!
Vorlage S. 338
697
Zehnte Szene
Vorlage S. 338
698
GREGORY
Vorlage S. 338
699
tritt auf.
Vorlage S. 338
700
Mein Kardinal, dich bringt ein einzger Ruck
Vorlage S. 338
701
Vielleicht zum Ziel, und meines Schraubenzugs
Vorlage S. 338
702
Bedarfs nicht mehr. Dein Prinz Demetrius
Vorlage S. 338
703
Stach eben einen Odowalsky nieder.
Vorlage S. 338
704
LEGAT.
Vorlage S. 338
705
Um nichts, nicht wahr?
Vorlage S. 338
706
GREGORY.
Vorlage S. 338
707
Ich weiß nicht, wie es kam.
Vorlage S. 338
708
LEGAT.
Vorlage S. 338
709
Das wusste man auch nie bei seinem Vater.
Vorlage S. 338
710
GREGORY.
Vorlage S. 338
711
Die Polen halten über ihn Gericht,
Vorlage S. 338
712
Er selbst bestand darauf.
Vorlage S. 338
713
LEGAT.
Vorlage S. 338
714
Das kann ich denken.
Vorlage S. 338
715
GREGORY.
Vorlage S. 338
716
Der Tod ist ihm gewiss.
Vorlage S. 338
717
LEGAT.
Vorlage S. 338
718
Wenn du versäumst,
Vorlage S. 338
719
Ihm seine letzte Beichte abzunehmen.
Vorlage S. 338
720
GREGORY.
Vorlage S. 338
721
Doch, wenn er um den Hals das Kreuz nicht trägt?
Vorlage S. 338
722
LEGAT.
Vorlage S. 338
723
Dann hättest du den Knaben schlecht gewarnt.
Vorlage S. 338
724
GREGORY.
Vorlage S. 338
725
Ich sagte ihm, sein Leben hinge dran,
Vorlage S. 338
726
Dass ers bewahre und es keinem zeige.
Vorlage S. 338
727
LEGAT.
Vorlage S. 339
728
Ein Kind mit sieben Jahren merkt sich das!
Vorlage S. 339
729
GREGORY.
Vorlage S. 339
730
Doch, wenn es fehlt? Er hats verlieren können!
Vorlage S. 339
731
LEGAT.
Vorlage S. 339
732
Dann wirst du seinen kurzen Arm entdecken
Vorlage S. 339
733
Und schwören, er sei Iwans Sohn.
Vorlage S. 339
734
GREGORY.
Vorlage S. 339
735
Beteuern!
Vorlage S. 339
736
LEGAT.
Vorlage S. 339
737
Beteuern, wenns genügt, sonst aber schwören.
Vorlage S. 339
738
GREGORY.
Vorlage S. 339
739
Doch Iwans Sohn ward vor der Mutter Augen
Vorlage S. 339
740
Getötet.
Vorlage S. 339
741
LEGAT.
Vorlage S. 339
742
Iwans Sohn? Wohl nur der Knabe,
Vorlage S. 339
743
Den seine Mutter dafür hielt.
Vorlage S. 339
744
GREGORY.
Vorlage S. 339
745
Ists möglich?
Vorlage S. 339
746
LEGAT.
Vorlage S. 339
747
Es ist gewiss. Der echte Prinz ist hier.
Vorlage S. 339
748
GREGORY.
Vorlage S. 339
749
[Doch wie!
Vorlage S. 339
750
LEGAT.
Vorlage S. 339
751
Die Kinder wurden umgetauscht,
Vorlage S. 339
752
Bevor man noch das Wiegenkissen rückte,
Vorlage S. 339
753
Und was ermordet ward, ist Bauernfrucht.
Vorlage S. 339
754
GREGORY.
Vorlage S. 339
755
Ich weiß, dass du dein Netz als Meister strickst,
Vorlage S. 339
756
Ich bin ja selbst die erste Masche drin,
Vorlage S. 339
757
Doch darauf war ich nicht gefasst.
Vorlage S. 339
758
LEGAT.
Vorlage S. 339
759
Es war
Vorlage S. 339
760
Voraus zu sehn, wie alles kommen musste,
Vorlage S. 339
761
Wenn Iwan starb. Der kranke Feodor,
Vorlage S. 339
762
Der neben seinem Wüterich von Vater
Vorlage S. 339
763
Als blasser Schatten zitterte, versprach
Vorlage S. 339
764
Kein langes Leben, und dem jüngsten Prinzen
Vorlage S. 339
765
War seine Krone schon im Mutterleib
Vorlage S. 339
766
Gewiss.
Vorlage S. 339
767
GREGORY.
Vorlage S. 339
768
So dachte alles, das ist wahr.
Vorlage S. 339
769
LEGAT.
Vorlage S. 339
770
Wer Boris aber kannte, wusste auch,
Vorlage S. 339
771
Dass dieses Kind dem kaiserlichen Bruder
Vorlage S. 339
772
Im Tod voran gehn oder folgen würde,
Vorlage S. 339
773
Weil es ihm selbst den Weg zum Thron vertrat.
Vorlage S. 339
774
Dies stand so fest, wie der Planetentanz,
Vorlage S. 339
775
Sobald ein Knabe kam, und dessen sich
Vorlage S. 339
776
Sogleich bemächtgen, hieß ihn selbst für ewig
Vorlage S. 339
777
Zum Schuldner machen, seinen Retter aber
Vorlage S. 339
778
Zum Herrn des Zaren und des Zarenreichs.
Vorlage S. 339
779
GREGORY.
Vorlage S. 339
780
Er ist in deiner Hand. Du kannst ihn heben
Vorlage S. 339
781
Und stürzen, wie du willst.]
Vorlage S. 339
782
LEGAT.
Vorlage S. 340
783
So ists. Es gilt
Vorlage S. 340
784
Das heilge Werk, das tausend Mal mißlungen,
Vorlage S. 340
785
Doch abertausend Mal mit frischen Kräften
Vorlage S. 340
786
Begonnen und vollendet werden muss,
Vorlage S. 340
787
Und legten wir auch erst am Jüngsten Tage
Vorlage S. 340
788
Den letzten Stein mit unserm letzten Schweiß.
Vorlage S. 340
789
Der Rock des Herrn, zerrissen und zersplissen,
Vorlage S. 340
790
Ist immer noch das teure Bild der Kirche,
Vorlage S. 340
791
Und ehe wir ihn neu zusammenstückten,
Vorlage S. 340
792
Ist nichts geschehn, wie viel wir auch getan.
Vorlage S. 340
793
Man muss des Übels Wurzel endlich treffen,
Vorlage S. 340
794
Und dazu hab ich eine Axt geschmiedet,
Vorlage S. 340
795
Wie sie der Papst noch nie geschwungen hat.
Vorlage S. 340
796
Der Zarewitsch ist unser, seinen Raub
Vorlage S. 340
797
Setzt ich als Preis der Absolution
Vorlage S. 340
798
Für einen Mord, der eingebeichtet ward,
Vorlage S. 340
799
Und er gelang; er ist bis diesen Tag
Vorlage S. 340
800
Noch ungetauft und braucht die Ketzerei
Vorlage S. 340
801
Nicht abzuschwören, die ihn nie befleckt.
Vorlage S. 340
802
Du rettest ihn noch heut vom zweiten Tode
Vorlage S. 340
803
Und öffnest ihm die Augen über sich,
Vorlage S. 340
804
Ich aber komme mit dem Fischerring
Vorlage S. 340
805
Und sprech ihm feierlich die Krone zu,
Vorlage S. 340
806
Die Boris sündgen Scheitel jetzt bedeckt.
Vorlage S. 340
807
Wird er nicht Wachs in meinen Händen sein?
Vorlage S. 340
808
Und darf ich, wenn ich das durch ihn vollbringe,
Vorlage S. 340
809
Was zwölf Jahrhunderte umsonst versuchten,
Vorlage S. 340
810
Nicht ganz so würdig, wie der große Gregor,
Vorlage S. 340
811
Der Deutschlands Kaiser-Zepter einst zerbrach,
Vorlage S. 340
812
Mich niedersetzen auf Sankt Peters Stuhl?
Vorlage S. 340
813
GREGORY.
Vorlage S. 340
814
Wenn du durch ihn das Schisma tilgen kannst,
Vorlage S. 340
815
Das Morgenland und Abendland gespalten,
Vorlage S. 340
816
So hast du mehr getan, als Hildebrand.
Vorlage S. 340
817
LEGAT.
Vorlage S. 340
818
Und warum sollt ich nicht? In Deutschland selbst,
Vorlage S. 340
819
Wo die verruchte Schlange, welche Adam
Vorlage S. 340
820
Zu Fall gebracht, noch spukt bis diesen Tag
Vorlage S. 340
821
Und, immer neue Ketzereien brütend,
Vorlage S. 340
822
Ihr letztes Gift im Luther ausgeschäumt:
Vorlage S. 340
823
In Deutschland selbst ist man der Völker sicher,
Vorlage S. 341
824
Wenn man den Fürsten hat, denn diese müssen
Vorlage S. 341
825
Ihm in den Himmel, wie zur Hölle, folgen,
Vorlage S. 341
826
Und ob er dreimal wechselt mit dem Weg.
Vorlage S. 341
827
Wie denn erst hier, wo ein Wassiljewitsch,
Vorlage S. 341
828
Der seinen eignen Erben mit dem Hammer
Vorlage S. 341
829
Darnieder schlug und die Bojaren köpfte,
Vorlage S. 341
830
Als wärens Disteln, von der blöden Menge
Vorlage S. 341
831
Bis heut beweint wird, ja zurück ersehnt?
Vorlage S. 341
832
Der Zar von Moskau tut, was ihm gefällt,
Vorlage S. 341
833
Und Gott allein ist mächtiger, als er.
Vorlage S. 341
834
GREGORY.
Vorlage S. 341
835
Der Geist des Herrn sei über dir!
Vorlage S. 341
836
LEGAT.
Vorlage S. 341
837
Er ists!
Vorlage S. 341
838
Ich bin ein armes Bauernkind und habe
Vorlage S. 341
839
Die Schweine manches liebe Jahr gehütet,
Vorlage S. 341
840
Zufrieden, wenn mir keins im Herbste fehlte,
Vorlage S. 341
841
Und glücklich, wenn ich einen Sack erhielt,
Vorlage S. 341
842
Um meine Blöße kümmerlich zu decken,
Vorlage S. 341
843
Sobald der Winter das Quartier bezog.
Vorlage S. 341
844
Jetzt darf ich eines Werks mich unterfangen,
Vorlage S. 341
845
Vor dem die Kirche selbst verzweifelnd steht:
Vorlage S. 341
846
Wie käme das an mich, wenn nicht durch ihn?
Vorlage S. 341
847
Dies Wunder, das ich an mir selbst erfuhr,
Vorlage S. 341
848
Wiegt mir die andern alle auf, ich bin,
Vorlage S. 341
849
Wie ein beseelter Scherben, sollt ich staunen,
Vorlage S. 341
850
Wenn ich die Lahmen gehn, die Tauben hören,
Vorlage S. 341
851
Die Toten aus den Grüften schreiten sähe?
Vorlage S. 341
852
Ich selbst war lahm und taub und tot, wie sie.
Vorlage S. 341
853
Nach einer Pause.
Vorlage S. 341
854
Jetzt tu das Deinige! Ich folge nach.
Vorlage S. 341
855
Beide ab.
Vorlage S. 341
856
Eilfte Szene
Vorlage S. 341
857
Halle.
Vorlage S. 342
858
Demetrius, Mniczek, Poniatowsky und viele Woiwoden treten mit Gefolge auf.
Vorlage S. 342
859
DEMETRIUS.
Vorlage S. 342
860
Ihr hohen Herrn, ich sags euch noch einmal:
Vorlage S. 342
861
Ich bin bereit und wünsche keine Frist.
Vorlage S. 342
862
Das Leben könnt ihr mir ja doch nicht schenken,
Vorlage S. 342
863
Soll ich die Furcht des Todes kennen lernen,
Vorlage S. 342
864
Und an Minuten in den Abgrund klettern,
Vorlage S. 342
865
Den man nur dann nicht fürchtet, wenn man ihn
Vorlage S. 342
866
Mit einem einzgen kühnen Sprung ermißt?
Vorlage S. 342
867
Ruft mir den Priester, dass ich beichten kann,
Vorlage S. 342
868
Reicht, wenn ihr wollt, mir dann versöhnt die Hände
Vorlage S. 342
869
Und lasst mich fahren bis auf Wiedersehn.
Vorlage S. 342
870
MNICZEK.
Vorlage S. 342
871
Es tut mir weh, Demetrius, du hast
Vorlage S. 342
872
So viele Jahre nun mein Brot gegessen –
Vorlage S. 342
873
DEMETRIUS.
Vorlage S. 342
874
Und dir zum Dank dafür den Gast erstochen,
Vorlage S. 342
875
Der still um deine edle Tochter warb!
Vorlage S. 342
876
Als einige reden wollen.
Vorlage S. 342
877
Entschuldigts nicht! Er hatte mich beschimpft,
Vorlage S. 342
878
Doch hätts auch ohne das so kommen können,
Vorlage S. 342
879
Und sicher wär noch Ärgeres geschehn.
Vorlage S. 342
880
Zwölfte Szene
Vorlage S. 342
881
GREGORY
Vorlage S. 342
882
erscheint.
Vorlage S. 342
883
DEMETRIUS.
Vorlage S. 342
884
Dort kommt ein Mönch. Ehrwürdger Vater, hört
Vorlage S. 342
885
Die letzte Beichte eines armen Sünders
Vorlage S. 342
886
Und lest ihm dann die erste Totenmesse,
Vorlage S. 342
887
Ich geb Euch dieses Kreuz dafür!
Vorlage S. 342
888
Er nimmt ein Kreuz vom Halse ab.
Vorlage S. 342
889
Doch wie?
Vorlage S. 342
890
Seid Ihrs nicht selbst, der es mir umgehangen?
Vorlage S. 342
891
GREGORY.
Vorlage S. 342
892
Erkennst du mich?
Vorlage S. 342
893
DEMETRIUS.
Vorlage S. 342
894
Mein Leben hinge dran,
Vorlage S. 342
895
So sagtet Ihr, nicht wahr?
Vorlage S. 342
896
GREGORY.
Vorlage S. 342
897
Du wirst es sehn.
Vorlage S. 342
898
DEMETRIUS.
Vorlage S. 342
899
Mein Leben ist verwirkt, ehrwürdger Vater.
Vorlage S. 342
900
GREGORY.
Vorlage S. 343
901
Ein Zarewitsch verwirkt sein Leben nicht!
Vorlage S. 343
902
DEMETRIUS.
Vorlage S. 343
903
Wie! Ich –
Vorlage S. 343
904
GREGORY.
Vorlage S. 343
905
Du bist des Zaren Iwan Sohn,
Vorlage S. 343
906
Dem sichren Tod durch unsre heilge Kirche
Vorlage S. 343
907
Entrissen –
Vorlage S. 343
908
DEMETRIUS.
Vorlage S. 343
909
Mann, du trägst ein geistlich Kleid,
Vorlage S. 343
910
Bedenk es wohl, und spotte meiner nicht,
Vorlage S. 343
911
Ich würde dich zerreißen!
Vorlage S. 343
912
GREGORY.
Vorlage S. 343
913
Dieses Kreuz
Vorlage S. 343
914
Verbürgt es mir, dass du der Knabe bist,
Vorlage S. 343
915
Den ich dem edlen Woiwoden einst
Vorlage S. 343
916
Ins Haus gebracht.
Vorlage S. 343
917
Dreizehnte Szene
Vorlage S. 343
918
LEGAT
Vorlage S. 343
919
erscheint in pontificalibus.
Vorlage S. 343
920
STIMMEN.
Vorlage S. 343
921
Der Kardinal-Legat!
Vorlage S. 343
922
GREGORY
Vorlage S. 343
923
deutet auf den Legaten.
Vorlage S. 343
924
Das andre wird ein Höh'rer dir verkünden.
Vorlage S. 343
925
LEGAT.
Vorlage S. 343
926
Mein Prinz, vergönnt, dass ich der erste sei,
Vorlage S. 343
927
Die Huldigung zu Füßen Euch zu legen,
Vorlage S. 343
928
Die Euch der ganze Erdkreis schuldig ist.
Vorlage S. 343
929
DEMETRIUS
Vorlage S. 343
930
abwehrend.
Vorlage S. 343
931
Herr Kardinal, ich muss auch Euch noch bitten,
Vorlage S. 343
932
Mir alle diese Wunder zu erklären,
Vorlage S. 343
933
Ihr seht ja, dass ich sie nicht glauben darf!
Vorlage S. 343
934
Denn nicht allein ein Reich und einen Thron,
Vorlage S. 343
935
Ihr schenkt mir auch ein Recht, das ich nicht hatte,
Vorlage S. 343
936
Und das vor mir wohl noch kein Mensch entbehrte,
Vorlage S. 343
937
Das Recht, zu sein, wie ich nun einmal bin!
Vorlage S. 343
938
Ich ward, solang ich diese Erde trete,
Vorlage S. 343
939
Gescholten und gehaßt, und einen jeden
Vorlage S. 343
940
Hab ich beleidigt, oder doch gekränkt,
Vorlage S. 343
941
Und sagt ich auch nur guten Tag zu ihm.
Vorlage S. 343
942
Man ist mit meinen Augen nicht zufrieden,
Vorlage S. 343
943
Man mögte, dass ich anders Atem holte,
Vorlage S. 343
944
Man tadelt meine Mienen, meine Stimme,
Vorlage S. 343
945
Und es ist wahr, ich red ein wenig laut.
Vorlage S. 343
946
Herr Kardinal, bin ich der Zarewitsch,
Vorlage S. 343
947
So setzen meine Fehler Kronen auf
Vorlage S. 344
948
Und hüllen sich in Purpurmäntel ein:
Vorlage S. 344
949
Wenn Moskau, mit den tausend goldnen Türmen,
Vorlage S. 344
950
Von denen jeglicher ein Volk bedeutet,
Vorlage S. 344
951
Dereinst vor mir die Tore öffnen muss,
Vorlage S. 344
952
Wer nennt mich übermütig oder stolz?
Vorlage S. 344
953
Vierzehnte Szene
Vorlage S. 344
954
MNICZEK
Vorlage S. 344
955
hat Marina geholt.
Vorlage S. 344
956
Mein Prinz, vergönnt auch mir und meiner Tochter –
Vorlage S. 344
957
DEMETRIUS.
Vorlage S. 344
958
Herr Woiwod von Sendomir, verzeiht!
Vorlage S. 344
959
LEGAT.
Vorlage S. 344
960
Du hast kein größres Recht auf deinen Kopf,
Vorlage S. 344
961
Als auf die Krone, welche Boris trägt.
Vorlage S. 344
962
DEMETRIUS.
Vorlage S. 344
963
Dann will ichs auch behaupten oder fallen.
Vorlage S. 344
964
MNICZEK.
Vorlage S. 344
965
Ich steh im Leben, wie im Tod, zu dir!
Vorlage S. 344
966
DEMETRIUS.
Vorlage S. 344
967
Du warst mir Vater und du sollst es bleiben!
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968
MARINA.
Vorlage S. 344
969
Da darf auch ich mich wohl noch Schwester nennen?
Vorlage S. 344
970
Es soll mich nicht verhindern, der Zaritza
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971
Die Hand zu küssen, wenn sies sonst vergönnt.
Vorlage S. 344
972
DEMETRIUS.
Vorlage S. 344
973
So küsse deine eigne noch einmal.
Vorlage S. 344
974
MARINA.
Vorlage S. 344
975
Du meinst, wer Rußland hat, der hat auch mich.
Vorlage S. 344
976
Nun, Moskau wiegt!
Vorlage S. 344
977
DEMETRIUS.
Vorlage S. 344
978
Du weißt schon, was ich meine!
Vorlage S. 344
979
KARDINAL.
Vorlage S. 344
980
Wenns Euch genehm ist, führ ich Euch sogleich
Vorlage S. 344
981
Zu unserm weisen König Siegismund.
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982
Vor ihm und der erlauchten Republik,
Vorlage S. 344
983
Zn Eurem Heil im Reichstag jetzt versammelt,
Vorlage S. 344
984
Enthüll ich alles, was noch dunkel ist.
Vorlage S. 344
985
PONIATOWSKY.
Vorlage S. 344
986
Vivat der Zarewitsch Demetrius!
Vorlage S. 344
987
Alle ab, die Woiwoden mit gezogenen Schwertern.
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Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Teil Münzen aus, wirf Perlen auf die Straße, Steht er dabei, so …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »So doch, weil man in einer alten Scheune,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »So hör denn, was ich dir zu sagen habe,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Es war den Tag, wir merktens uns genau, An dem wir unsre vielgeliebte Puppe Verstießen, und wir nahmens gleich als Strafe« B: »Und selbst das Dorf nicht, drin die Kirche steht.« C: »Den letzten Stein mit unserm letzten Schweiß.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Bald hell vom Mond …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Bevor« in diesem Textausschnitt? »Bevor man noch das Wiegenkissen rückte,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Mein Prinz, vergönnt, dass ich der erste sei, Die Huldigung zu …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Ist das was Neues? Doch, gerecht zu sein, Er sah uns dies Mal nicht.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Die Polen halten über ihn Gericht, Er selbst bestand darauf.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Sie sagt Die Wahrheit. Ja, ich habe ihre Olga In diesen sieben Tagen nicht vermisst Und kann auch sieben Jahre sie entbehren!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] bemerkt, ich hob sie auf, Damit sie nicht im Staub zertreten würde, Doch fürchte nichts, sie wurde nicht befleckt, Ich habe keinen Kuß darauf gedrückt, Ich hab sie nicht auf meiner Brust verwahrt, Denn ich bin viel zu stolz in meinem Sinn, […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Was für ein Morgen wars? Was sichert ihm Den Platz in unserm christlichen Kalender? Ich weiß nun schon! Mein Abschied von der Puppe, Wir zeigten unser mannhaft-starkes Herz.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Und Klägerin wird gläubge Ohren finden, Wenn der Beweis ihr auch nur halb gelingt. So sprich, was gibts? Mit Olga stehts doch […]« und »Er geht, Marina will ihm die Hand reichen, er lehnt sie mit ehrerbietiger Gebärde ab, alle folgen.«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Alle ab, die Woiwoden mit gezogenen Schwertern.« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle nachlesen ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Ist das was Neues? Doch, gerecht zu sein, Er sah uns dies Mal nicht.« / »Alle ab, die Woiwoden mit gezogenen Schwertern.«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Da geht er wieder hin und grüßt uns nicht.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Vertraut und nicht in jener schweren Stunde,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Enthüll ich alles, was noch dunkel ist.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Demetrius von Hebbel, Friedrich ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Demetrius

Friedrich Hebbel: Werke. Herausgegeben von Gerhard Fricke, Werner Keller und Karl Pörnbacher, Band 1–5, München: Hanser, 1963. Hebbel, Friedrich 323- München

Das Werk Demetrius von Hebbel, Friedrich ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.